Zwei Frauen sitzen auf einer Bank auf dem ehemaligen IGA-Gelände in Berlin-Marzahn mit Sicht auf Plattenbauten und den Berliner Fernsehturm.
Das ehemalige IGA-Gelände in Berlin-Marzahn mit Sicht auf Plattenbauten und den Berliner Fernsehturm / dpa

CDU-Abgeordneter in Marzahn-Hellersdorf - „Menschen am Stadtrand fühlen sich von den Linken nicht mehr vertreten“

Mit seinem Bundestagsdirektmandat in Marzahn-Hellersdorf ist Mario Czaja (CDU) ein historischer Erfolg gelungen. Denn lange Zeit war der Ostberliner Bezirk fest in den Händen der Linken-Politikerin Petra Pau. Die Linke wirft ihm unsaubere Methoden vor, Czaja weist die Vorwürfe als „absurd“ zurück und nennt andere Gründe für seinen Erfolg.

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Mario Czaja (CDU) wurde 1975 in der Charité geboren, er ist in Berlin-Mahlsdorf aufgewachsen und ging in der heutigen Ulmen-Grundschule in Kaulsdorf-Süd zur Schule. Ab 2011 war er Senator für Gesundheit und Soziales in Berlin, dieses Jahr wurde er für seinen Wahlkreis Marzahn-Hellersdorf direkt in den Bundestag gewählt.

Herr Czaja, das Direktmandat für Marzahn-Hellersdorf war die letzten zwei Jahrzehnte fest in Petra Paus Händen, nun haben Sie es ihr überraschend deutlich abgerungen. Waren Sie vom Ergebnis so überrascht wie die meisten?

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Rob Schuberth | Fr, 15. Oktober 2021 - 19:10

...an Zuspruch ihrer ehemaligen Klientel verlieren.

Das Thema Migration u. "Flüchtlinge" wurde ja im sogn. Wahlk(r)ampf tunlichst ausgespart.

Selbst die dreisten "Abschiebungen" zu uns durch Lukaschenko wurden zwar am Rande erwähnt, aber es gab dazu keine Talkrunde, keine Phoenix-Runde, keinen Presseclub, nichts.

Selbst die Ösi-Medien (Servus) haben es nicht wirklich thematisiert.

Die Wähler der Parteien, die es hier gar nicht bunt genug haben können (SPD, Grüne, Linke) werden sich noch wundern.
Ob KGE dann noch immer sagen wird, sie findet das wunderbar?
Ich glaube nicht.

Die Linke befeuert mit ihrer open-border-Politik weiterhin die Verdrängungskämpfe im unteren Segment.
Das wollen diese Leute aber nicht mehr.
Darum wird die Linke dort nicht mehr gewählt.

daß Sie den völlig falschen Schluß ziehen, die rechtsextreme AfD habe das Direktmandat in Marzahn-Hellersdorf gewonnen, oder wenigstens gewinnen müssen?
Oder warum dudeln Sie jetzt wieder die olle, nervige AfD-Litanei ab? Und beschweren sich obendrein noch darüber, dass das AfD-Leib-und-Magenthema Migration, mit dem die Rechtsextremen bei den Wahlen punkten wollten, in den Medien nicht in gewünschter Breite ausgetreten wurde?
Es gibt ja bestimmt Foristen, die es schätzen, wenn Sie wie ein kleiner Hoecke klingen wollen. Andere werden angesichts ihrer eifrigen Werbetrommel für die Braunen nur zu Recht erkennen, dass Sie sich mit aller Macht beim rechten Rand um Beifall bemühen.

Es ist so abgedroschen wie surreal, Niederlagen anderer Parteien damit zu begründen, man habe sich nicht genug an den Zielen der AfD orientiert. Zu Ihrer Aufklärung: die AfD hat zwar ein paar Direktmandate gewonnen, insgesamt aber mal wieder verloren, während SPD, Grüne und, wenn auch weniger, FDP gewannen..

Ingofrank | Sa, 16. Oktober 2021 - 08:32

Ihnen aufs Maul schaut, und die Sorgen versteht, der wird auch gewählt unabhängig zu welchem Verein, Partei? , er gehört.
Es ist doch so, die Oberen sind der Realität doch entrückt. Umgeben von Personenschützern , ja die müssen auch sein, kommen doch unsere Oberen gar nicht mehr raus aus ihrer Blase.
Und wenn dann Kontakt zum Volk, wie z.b. in Wahlsendungen vom ÖRR dann ausgewählt und in der richtigen linken Richtung entsprechend vorbereitet. Und der Verfassungsschutz hat nichts gemerkt. Auf dem linken Auge blind?
Ich habe nur noch das Gefühl, einfach nur verar….t
zu werden. Wir sind wirklich nicht mehr viel von der
alten DDR entfernt. Das ich solch eine Wendung in unserem Land noch erleben muß, ich hätte es nie gedacht.
Mit freundlichen Grüßen aus der Erfurter Republik

Ernst-Günther Konrad | Sa, 16. Oktober 2021 - 19:19

Herr Czaja hat mit Geist und Cleverness die Lüge der LINKEN und deren verdeckte Absichten, es seien nur Wohnungsbauunternehmen mit über 3000 Wohneinheiten betroffen, schlichtweg offen gelegt. Das ist sein gutes Recht und die Reaktionen der LINKEN zeigt, dass er genau den Finger in die Wunde gelegt hat. Die Wohnungspolitik der Innenstadt Bezirke wird der Regierung noch auf die Füße fallen. Und wenn es zu Neuwahlen kommt, werden sich möglicherweise die Bürger zwei und drei Mal überlegen, ob sie tatsächlich diese Linksfaschisten haben wollen. Jetzt wissen sie, das Giffey nur ein Plagiat ist und die LINKEN in der SPD und die Mauerschützenpartei das Zepter weiter schwingen wollen. Gestern bis tief in die Nacht schwere Krawalle bei der Räumung des sog. Köpi-Platzes. Hört man da Aufschrei bei den Verantwortlichen? Da werden Polizisten übel angegriffen und Autos völlig unbeteiligter Personen abgefackelt. Wollen das wirklich alle Berliner? Wollen die wirklich noch RRG als Mehrheit im Senat?

M. Bernstein | So, 17. Oktober 2021 - 10:40

Die Aufblähung des Parlaments kommt doch nur daher, dass die Zweitstimme überbewertet wird. Aber gerade Menschen, die für eine Politik für Menschen eintreten sollen ins Parlament. Kleinere Parteien haben es da schwerer, aber die Prozente machen es doch nicht besser, viel wichtiger ist es doch, dass der Kandidat, der mit seinem Wissen, seinen Zielen und nur seinem Gewissen verpflichtet, auch die Politik bestimmt und eben nicht Parteien und Fraktionsvorsitzende.

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