/innenpolitik/interview-gerd-antes-corona-daten-studien-rki
Auf der Suche nach besseren Daten zu Covid-19 / dpa

Meistgelesene Artikel 2021: September - „Es wurde nahezu jeder Fehler gemacht, den man machen konnte“

Gerd Antes zählt zu den renommiertesten Medizinstatistikern Deutschlands. Im Interview erzählt er von den ungezählten Wissenslücken zu Covid-19, wettert über die Ahnungslosigkeit in Politik und Wissenschaft und erklärt, warum Deutschland mit seiner Corona-Politik auf dem Weg in den Irrationalismus ist.

Autoreninfo

Ralf Hanselle ist stellvertretender Chefredakteur von Cicero.

So erreichen Sie Ralf Hanselle:

Ralf Hanselle / Antje Berghäuser

Gerd Antes war Mitglied zahlreicher Wissenschaftskommissionen, unter anderem der Ständigen Impfkommission am Robert Koch-Institut sowie des Advisory Boards der International Clinical Trial Registry Platform (ICTRP) der WHO. Der Medizinstatistiker war Wissenschaftlicher Vorstand der Cochrane Deutschland Stiftung, die sich für wissenschaftliche Evidenz in der Medizin einsetzt. Antes ist Mitinitiator eines gestern veröffentlichten offenen Briefes an die Vorsitzenden der im Bundestag vertretenen Parteien zur Corona-Politik.

Herr Antes, Sie gelten als einer der Pioniere der evidenzbasierten Medizin in Deutschland. Ein entscheidendes Merkmal ihres Medizinverständnisses besteht darin, sich bewusst auch den Unsicherheiten in Bezug auf das derzeitige Wissen über Krankheiten zu stellen. Worin bestehen aktuell eigentlich die wesentlichen Unsicherheiten im Wissen über Covid-19? 

Es gibt nahezu überall Unsicherheiten. An zahlreichen Stellen sind diese auch nicht wirklich behebbar. Wir müssen lernen, mit ihnen zu leben. An anderen Stellen aber könnte man auch größere Gewissheiten schaffen. Das Problem besteht indes darin, dass wir in den zurückliegenden 18 Monaten nahezu jeden Fehler gemacht haben, den man machen konnte.

%paywall%

An welche Fehler denken Sie?

Im Wesentlichen gibt es zwei große Versäumnisse: Einerseits wurde konsequent verhindert, eine repräsentative Kohortenstudie zu erstellen – eine Studie, mit deren Hilfe man ganz Deutschland durch eine repräsentative Gruppe aus 40.000 bis 60.000 Menschen hätte abbilden können. Man hätte von all diesen Menschen regelmäßig die notwendige Anzahl an Proben nehmen können, um so zu begreifen, was im zeitlichen Verlauf in der Gesamtbevölkerung passiert. Das aber ist nicht wirklich geschehen. Und da, wo eine solche Studie begonnen wurde, ist sie – ich muss es leider so hart sagen – gegen die Wand gefahren worden. 

Und der zweite Fehler?

Der bezieht sich auf die sogenannten Routinedaten – also auf jene Daten, die eigentlich von ganz alleine anfallen würden: die Abrechnungsdaten bei den Krankenkassen oder die Unterlagen zu den Krankenhausaufnahmen. Darin verbergen sich Unmengen an Informationen, aber es wird einfach versäumt, diesen Daten-Pool wissenschaftlich aufzubereiten. Ich habe schon am Beginn der Pandemie dazu aufgerufen, eine Art Masterplan zu erstellen – einen Plan, bei dem man sämtliche Fragen zusammenstellt, auf die wir bis dato keine zufriedenstellenden Antworten haben. Aus diesen Fragen könnte man dann eine Strategie entwickeln, um mit geeigneten Studien und eben aus den Routinedaten zu den entsprechenden Antworten zu kommen. Aber was soll ich sagen? Wir machen es halt einfach nicht.

Bezieht sich dieses „Wir“ auf die internationale Forschergemeinschaft oder speziell auf Deutschland? Hinkt Deutschland im internationalen Vergleich hinterher?

Ja, eindeutig! Aber das wird natürlich nicht gerne gehört. Besonders deutlich sichtbar ist das bei den immensen Defiziten, wenn es um die therapeutischen Maßnahmen geht, die es bräuchte, um die Erkrankung zu heilen oder zumindest die Verläufe abzumildern. Es geht hierzulande nur um die Impfung, aber eine Medikation fehlt. Die Beiträge zu notwendigen klinischen Studien aus Deutschland liegen bei nahezu null.

Dabei liest man doch immer wieder von diversen Erfolgen – jüngst etwa durch das Mittel Ivermectin.

Antes
Gerd Antes 

Seit dem Frühjahr 2020 tauchen immer wieder mal die aberwitzigsten Vorschläge in den Medien auf – Medikamente, die dann teilweise von Menschen wie Donald Trump noch einmal aufgegriffen werden und die Schlagzeilen produzieren. Doch es braucht keine Schlagzeilen; es braucht klinische Studien, um die Wirksamkeit von Medikamenten nachzuweisen – oder eben auch nicht nachzuweisen. Auf diesem Gebiet bewegt sich Deutschland auf der Seite der Vollversager. Und die Politik interessiert das nicht. Das lässt sich übrigens an dem von Ihnen erwähnten Ivermectin gut nachverfolgen. Es gibt hier eine Reihe von zu kleinen Studien und von zu schlechter Qualität, mit denen dann Narrative konstruiert werden, die im Wechselspiel mit Hinweisen auf diese Studien wachsen. Wenn dann, wie beim Ivermectin gerade geschehen, eine der größten Studien mit einer behaupteten Reduktion der Mortalität von 90 Prozent nach kurzer Zeit wegen schwerer Zweifel an der Seriösität zurückgezogen werden muss, liegt das ganze Dilemma auf dem Tisch. Das ist geradezu lehrbuchmäßig. 

In welchen Ländern läuft es denn aktuell besser?

Vorbildlich auf Weltniveau ist – nicht überraschend – eine Studiengruppe in Oxford. Dort werden offene Fragen mit einer immensen Geschwindigkeit beantwortet. Wir indes haben dafür zu büßen, dass wir bereits vor Corona nicht in der Weltspitze mitgespielt haben; im Gegensatz zu Großbritannien, wo man immer ganz weit vorne war. In einem Netz von gut 180 Kliniken haben die Briten eine Möglichkeit entwickelt, Dinge in präzise zielgerichteten Studien zu ergründen, um dann in zwei oder drei Monaten handfeste Antworten zu liefern – Antworten, die wir in Deutschland nicht in eineinhalb Jahren auf dem Tisch hätten. 

Bei allen strukturellen Defiziten müsste man doch davon ausgehen, dass Politik ein intrinsisches Interesse an der Verminderung von Unsicherheiten haben sollte – zumal dann, wenn sie in einer essenziellen Krise gut 80 Millionen Menschen mitnehmen möchte. Wie ist die lückenhafte Buchhaltung der Regierung sowie des Robert Koch-Instituts  zu erklären?

Ehrlich gesagt, ich habe bis heute keine Antwort auf diese Frage. Eigentlich müsste man tatsächlich davon ausgehen, dass in einer solchen Situation alle mit vereinten Kräften an einem Strang ziehen. Wenn das aber dennoch nicht geschieht, so hat das ganz sicher auch etwas mit Interessenskonflikten und verdeckten Agenden zu tun.

Was meinen Sie damit?

Wenn man von „der Wissenschaft“ spricht, dann klingt das ja zumeist ungemein hehr und vornehm. Doch die Realität ist oft eine andere. Da geht es um Konkurrenz, Karrieren, Gelder und um Förderprogramme. Denken Sie nur an die gegenwärtige Testerei. Es gibt aktuell über 550 Tests von ganz verschiedenen Herstellern allein zur professionellen Anwendung. Diese Tests werden alle nicht so geprüft, wie sie eigentlich geprüft werden müssten. Warum brauchen wir über 550 Schnelltests verschiedener Hersteller, die eine „Sonderzulassung“ haben, welche ohne jede Bewertung dieser Tests unter realen Bedingungen erfolgt? Ich sage es einmal sehr deutlich: Was diese Tests liefern, ist nicht einmal als Größenordnung einzuschätzen. In Bezug auf die Diskussion um 2G oder 3G kann das schlimmstenfalls fatale Auswirkungen haben. Auch hier bräuchten wir eigentlich Studien, die die Eigenschaften der Schnelltests bewerten.

Dann müsste man also von vorsätzlicher Nachlässigkeit sprechen?

Bei der Frage, Inkompetenz oder Vorsatz tendiere ich eigentlich eher zur Inkompetenz. Gerade die Politik ist scheinbar nicht in der Lage, die Situation in Gänze zu erfassen. Denken Sie nur einmal an den aktuellen Konflikt zwischen Politik und Stiko. Da werden von Seiten der Politik Dinge gesagt und gefordert, bei denen ich die Hand dafür ins Feuer legen würde, dass die Leute, die da reden, die ganze Angelegenheit nicht mal ansatzweise begriffen haben. Stattdessen will man nur über die nächste Wahl kommen. 

Noch einmal zu den medizinischen Unsicherheiten: Die scheinen oft ja gar nicht dadurch verursacht, dass wir zu wenig wüssten, sondern, im Gegenteil, wir sitzen auf einer Flut von Studien und Daten. Denken Sie nur an die unzähligen Studien, die derzeit allein zur Delta-Variante kursieren. Als geneigter Laie bekommt man da sehr bald den Eindruck: Es gilt das eine, aber garantiert gilt das Gegenteil auch.

Ja, die Menge an Studien ist erschlagend. Aber wir sind auch mit einer Situation konfrontiert, die es in dieser Form zuvor nie gegeben hat: Wir haben enorme Forschungskapazitäten und offene Fragen. Und in dieser Situation sind die Wissenschaftler losgegangen und haben von ganz verschiedenen Flughöhen aus Studien begonnen und inzwischen teilweise abgeschlossen. Diese bewegen sich auf Qualitätsniveaus von „ganz schlecht“ bis „sehr gut“.

Wie könnte man in diesem Informationschaos mehr Übersicht schaffen?

An dieser Stelle wäre eigentlich wiederum die Wissenschaft gefragt. Man bräuchte dringend bessere Qualitätseinschätzungen, sowohl konkret wie auch konzeptionell. Aber auch auf diesem Gebiet geschieht nahezu nichts. Selbst die wissenschaftliche Qualität ist zum Kollateralschaden der Pandemie geworden. Das System ist völlig durchgerüttelt und funktioniert nicht, wie es angesichts der schwierigen Situation sollte. Alle Probleme, die in der Wissenschaft bereits zuvor da waren, treten nun offen zutage. Die Unfähigkeit, mit den Ereignissen umzugehen, ist angesichts dieser wirklich bedrohlichen Krise alarmierend. 

Durchgerüttelt wurde in den vergangenen Monaten ganz sicher auch der Journalismus, wo in vielen Publikationen gar nicht mehr unterschieden wird, ob eine angeführte Studie begutachtet wurde oder nicht, ob sie gedruckt oder nur auf einem sogenannten Preprint-Server veröffentlicht wurde, ob sie Pharmainteressen widerspiegelt oder Produkt freier wissenschaftlicher Erkenntnis ist. 

Da sprechen Sie ein ganz fundamentales Problem an; das betrifft den Wissenschaftsjournalismus wie den allgemeinen Journalismus. Es war ja seit langem schon zu beobachten, dass es die Wissenschaftsredaktionen nicht mehr leisten können, die wissenschaftlichen Themen rund um die Pandemie erschöpfend abzudecken. Seit gut 50 Jahren predigt die evidenzbasierte Medizin, dass es ein schwerer fachlicher Fehler ist, wenn man nur eine einzige Studie hernimmt und aus dieser die Daten zur Unterfütterung der eigenen Meinung zieht. So etwas liefert keinen Erkenntnisgewinn, es nährte allenfalls ein falsches Expertentum in den allabendlichen Talkshows und in anderen Medien. Was wir derzeit erleben, ist auch eine Wissenschaftskrise.

Ist die letztlich auch das Ergebnis einer Demokratisierung von Wissenschaft?

Die Preprint-Server jedenfalls sind Fluch und Segen zugleich. Auf der einen Seite haben wir gerade derzeit natürlich das berechtigte Interesse, Studienergebnisse möglichst schnell nutzbar zu machen. Doch in dem Moment, wo wir alles auf Preprint-Server legen, ohne dass von fachlich kompetenten Leuten zuvor die Spreu vom Weizen getrennt wurde, erhalten wir eben diesen undurchdringlichen Mix aus extrem guten und extrem schlechten Publikationen. Natürlich ist da am Ende auch jeder Wissenschaftsjournalist überfordert. Mein Vorwurf indes ist, dass die meisten Journalisten eine Qualitätseinschätzung erst gar nicht versuchen. Alles wird einfach rausgehauen, und in den Talkshows wird dann irgendeine Studie aus England aus dem Hut gezaubert, die angeblich beweisen soll, wie man mit Lockdowns die Infektion um 20 Prozent runterkriegen kann. Das ist nur noch aberwitzig.

Verlassen wir einmal die Ebene der Wissenschaftsreflexion und nähern wir uns den aktuell diskutierten Zahlen und Daten. Derzeit etwa laufen die Testdaten aus den Schulen heiß. Weil in Schulen derzeit weit häufiger getestet wird als an anderen Orten, heißt es plötzlich wieder, dass geöffnete Schulen ein Treiber der Pandemie seien. Was ist davon zu halten?

Solche Aussagen sind derart durchschaubar, dass es mir nur noch schwerfällt, sie mit höflichen Worten zu parieren. Um zu begreifen, dass ich positive Tests dort bekomme, wo ich teste, brauche ich ja nicht einmal Abitur. Das ist unfassbar. Nach allem, was mittlerweile auch in Deutschland immer wieder publiziert wurde, sind Schulen keine Pandemietreiber. Soweit man in Bezug auf Covid-19 überhaupt von Eindeutigkeiten sprechen kann, ist diese Erkenntnis eindeutig. Aber es gibt für mich eh schon eine Art Faustregel: Dinge, die zu Schulbeginn in die Schlagzeilen kommen, sind fast immer falsch.

In einem Interview am Ende des vorigen Corona-Sommers haben Sie folgendes zu Protokoll gegeben: „Es ist in dem gesamten Sommer versäumt worden, was versäumt werden konnte.“ Wird Ihr Fazit am Ende unseres zweiten Sommers mit Covid-19 besser ausfallen?

Nein, sogar schlechter. Im letzten Sommer war man ja noch in der Panikphase, womit einige Unterlassungen erklärt werden können. Das jetzige Bild ist schon deshalb desaströser, weil in den letzten Wochen viel mehr möglich gewesen wäre. Wir haben in etwa gewusst, wie der Verlauf sein würde. Und jetzt wieder derart ins Chaos zu stolpern und gerade in den Schulen alles versäumt zu haben, was versäumt werden konnte, das ist desaströs.

Immerhin gäbe es jetzt die Impfung.

Das ist in der Tat ein Vorteil. Und wenn jetzt im Herbst die Zahlen wieder hochgehen, wird die Situation aufgrund des Impfstatus vieler Menschen deutlich besser sein als im letzten Jahr. 

Wie aussagekräftig sind denn auf dem Gebiet der Impfung die derzeitigen Wirksamkeitsstudien zumal es ja die Hersteller selbst sind, die die wesentlichen Daten liefern?

Schon, aber dazu sind die Hersteller ja auch verpflichtet. Wenn Sie die Zulassung eines Impfstoffs oder eines Medikaments beantragen, müssen sie auch die Zulassungsstudien durchführen. Vielleicht liegen die Zahlen, die derzeit über den Impfschutz kursieren, nicht genau dort, wo sie von den Herstellern angegeben werden, doch soweit ich es beurteilen kann, sind die Daten belastbar. Schwieriger wird es schon bei dem allmählichen Rückgang des Impfschutzes. Derzeit reden wir ja schon über den Booster für die Vulnerablen – oder sogar für alle. Hier muss man dann tatsächlich genauer hingucken. Meiner Meinung nach deutet sich hier die nächste Fehlentwicklung an. Die Politik behauptet schon wieder, sie wisse genau, wie die derzeitigen Studien zu interpretieren seien und empfiehlt daher das Boostern – oder sollte ich besser sagen: sie befiehlt es? Das ist nur noch verrückt. Wir haben zurzeit einen Irrationalismus, der der Gesellschaft schadet und mit einem modernen Land vollkommen unvereinbar ist. Eigentlich – aber er ist Realität!

Das Interview führte Ralf Hanselle.
 

Manfred Sonntag | Fr, 3. September 2021 - 18:40

Herr Hanselle, Ihr hervorragendes Interview mit Herrn Professor Antes bestätigt meine schlimmsten Befürchtungen. Was hier in der Regierung und den Medien bezüglich Corona ablief entsprach in keiner Weise auch nur ansatzweise einem Qualitätsmanagement. Wir haben doch erfolgreiche Qualitätsmanager in unserem Land. Der deutsche Export beweist ihre fachliche Qualifikation. Warum werden in der Wissenschaft und Politik keine Standards festgelegt? Dabei hatte man mit dem Vorschlag des Herrn Ministerialrates Kohn vom BMI zu mindestens eine Ausgangsbasis. Es ist eine Tragödie wie Eitelkeit, Dummheit und Unvermögen der Politkaste, der Mainstream-Medien sowie einiger Vertreter der deutschen Wissenschaftselite zur schlimmsten Krise in unserem Land seit Gründung geführt haben. Und jetzt erdreisten sie sich auch noch die Menschen in "Geisel"haft zu nehmen, friedlich demonstrierende Bürger, darunter viele Frauen und Kinder, zu verprügeln (z.B.: Berlin). Wahrlich eine gelungene "Ermächtigung".

Kai Hügle | Fr, 3. September 2021 - 18:41

Als Laie kann ich nicht beurteilen, inwiefern diese Kritik angemessen oder überzogen ist. Auffällig scheint, dass Antes - auf die Frage, wer es besser macht - nur Großbritannien nennt.
Aber wo liegt der Nutzen solcher Daten, wenn ein Land mit 17 Millionen weniger Einwohnern seit Beginn der Pandemie gut 40.000 mehr Corona-Tote als Deutschland produziert hat und auch in den letzten Wochen wieder sehr beunruhigende Zahlen vermeldet. Pro Kopf verzeichnen in Europa nur Tschechien, Belgien und Italien mehr Corona-Tote. Knapp dahinter folgen Spanien, Frankreich und natürlich Schweden (dessen Bilanz vor allem im Vergleich zu seinen Nachbarländern absolut verheerend ist).
Ermutigend hingegen die Ergebnisse der Studien aus den USA und GB, was die Wirksamkeit der Impfstoffe angeht. Hier müsste allerdings tatsächlich beobachtet werden, wie dauerhaft die Vakzine vor Ansteckung und vor allem schweren Verläufen schützen.

Von daher ist der Blick nach GB eher auf eine andere Art lehrreich.

Schon wieder mal, Herr Hügle stellen Sie die irrige und unsinnige Behauptung auf das die schwedische Bilanz bezüglich Corona verheerend ist.
Können oder wollen Sie die Realität einfach nicht zur Kenntnis nehmen?

Im Verhältnis zur Einwohnerzahl hat Schweden deutlich weniger Corona-Tote als z.B. Belgien, Tschechien, Frankreich, Spanien und Italien, seit Anfang Februar 2021 liegen die Todeszahlen sogar konstant NIEDRIGER als in Deutschland.

Im Vergleich zu den anderen skandinavischen Ländern schneidet Deutschland ausserdem ebenfalls schlecht ab, aber das vermeintliche (!) Versagen Schwedens soll nur die deutsche Corona-Politik in besserem Licht erscheinen lassen und vom völligen deutschen Versagen ablenken!

2 + 2 bleibt 4, auch wenn Sie noch so oft behaupten dass das Ergebnis 5 ist .

Kai Hügle | Sa, 4. September 2021 - 06:29

In reply to by Ann-Kathrin Grönhall

Stimmt! 2+2=4, und ein Blick auf die Daten zeigt, dass Schweden in der GESAMTBILANZ, und die ist nun mal maßgebend, nicht nur absolut, sondern eben auch relativ deutlich mehr Tote zu verzeichnen hat als seine Nachbarn, die in vielerlei Hinsicht ähnliche Voraussetzungen haben. Besonders verheerend fällt der Vergleich mit Norwegen aus. Hier - zum tausendsten Mal - die Zahlen:

Schweden: 10,16 Millionen Einwohner, 14.692 Corona-Tote
https://www.corona-in-zahlen.de/weltweit/schweden/

Norwegen: 5,4 Millionen Einwohner, 822 Corona-Tote
https://www.corona-in-zahlen.de/weltweit/norwegen

Auf die Einwohnerzahl heruntergebrochen, hat Schweden auch 30% mehr Corona-Tote als Deutschland, ein dicht besiedeltes Transitland, in dem "Selbst- und Querdenker" tagtäglich beweisen, dass wir ein massives Bildungs- und Extremismusproblem haben.
Das schwedische Modell hätte in Deutschland zu einer Vollkatastrophe geführt!
Sie haben sich impfen lassen, nicht wahr, Frau Grönhall? Bra gjort!

Chris Groll | Sa, 4. September 2021 - 10:08

In reply to by Kai Hügle

Auch wenn Sie es zum 1.000 mal schreiben, bleibt es trotzdem falsch.
Letalitätsrate von Schweden 1,30%, Norwegen von 0,50%.
Großbritannien 1,92%, Deutschland 2,3% Zahlen zu finden unter: Corona-in-Zahlen.de, Stand 04.09.2021
Noch etwas, ob Frau Grönhall geimpft ist oder nicht, geht Sie doch überhaupt nichts
an.

Ann-Kathrin Grönhall | Sa, 4. September 2021 - 10:15

In reply to by Kai Hügle

Ihre Zahlen beziehen sich ausschließlich auf die Zeit zw. dem Beginn der Corona-Krise u. dem Winter 2020.

Das ist unredlich und FALSCH!

Zu Beginn der Krise war die Sterblichkeit in Schweden tatsächlich höher als in den Nachbarländern, ging dann aber deutlich zurück.

Stand heute verzeichnet Schweden 0,14 Tote täglich auf 1 Million Einwohner, Dänemark 0,17, Finnland 0,28, Norwegen 0,05 – und Deutschland 0,21.
Seit Anfang Februar 2021 liegen die Todeszahlen sogar konstant niedriger als in Deutschland.

Die Sterbefallzahlen in DE zeigen in einer GEGENPROBE
mit den Rohdaten aus SE dass die im Vergleich zum schwedischen Ansatz sehr restriktiven deutschen Corona-Maßnahmen kaum einen Effekt auf die Sterblichkeit hatten.
In Schweden geht das Leben seinen Gang während man in DE auf vernichtete Existenzen, eine schwer in Mitleidenschaft gezogene Ökonomie, geschredderte Grundrechte, kaputte Kinderseelen, vereinsamte u. verängstigte Menschen u.eine gespaltene Bevölkerung schaut.

Redlich, Frau Selinger-Groenhall, ist etwas ganz anderes.

Tatsächlich sind die Zahlen in Schweden deshalb besser - noch immer nicht wirklich gut - weil massiv geimpft wird.

Impfungen sind aber für sie und andere Verfechter des schwedischen Modell (wie auch für die übrigen Verharmloser und Leugner) eigentlich überflüssig, weil ja von Corona angeblich so gut wie keine Gefahren ausgehen.

Stattdessen schien die Tatsache, dass man beim Friseur keine Maske tragen musste, offensichtlich genügend Beweis für den von Ihnen gesehenen Erfolg der schwedischen Corona-Massnahmen.

Sowohl das Königshaus, als auch das Parlament waren übrigens anderer Meinung.

Öffnen Sie den o.g. Link! Sie werden auf folgende Formulierung stoßen:

"Hier finden Sie aktuelle COVID-19 Kennzahlen für das Land Schweden (Europa)", d. h. die Daten werden TÄGLICH AKTUALISIERT, d.h. in Schweden sind seit Beginn der Pandemie bis HEUTE 14.692 Menschen gestorben - und in Norwegen 822 !
Der folgende Artikel ist vom 29. August 2021. Da wird das alles nochmal erklärt:

https://www.fr.de/politik/corona-schweden-sonderweg-gescheitert-coronav…

Unfassbar, was Sie hier abziehen! Peinlich, beschämend, symptomatisch...

Ronald Lehmann | Sa, 4. September 2021 - 10:43

In reply to by Kai Hügle

Zahlen sind Rauch & Schall, wenn als Voraussetzung nicht die gleichen Grundbedingungen vorhanden sind.

Statistiken sind wie ein Bikini, sie zeigen zwar viel, verstecken aber das Wesentliche.

Kunst, Wörter & Zahlen liegen immer im Auge des Betrachters.
(Selbst der häßlichste Vogel find seine Kinder schön)

Und liebe Eliten, wenn ihr von einer Pandemie redet, wo die Todeszahlen beim Mittel wesentlich unter 10% (um 5%) liegen, wie bezeichnet ihr dann ein Geschehen, wo es doppelte oder noch mehr Todeszahlen zu verzeichnen sind.
Zumal noch mehr Blutentnahme ohne Risiko Herzinfarkt Wirtschaft wird nicht machbar sein.
Außer man will ......🤔

Und eure Verantwortung - außer eurer Eigene Scheune zu füllen bei allen Strickmustern - habe ich aus euren Handeln bzw. eben KEIN HANDELN ✋ aus Afghanistan oder Finanzkrise erleben müssen. 😇😲

Ehre, das ich zu dem stehe ohne wenn & aber - wo ich zugesagt habe, ohne Unterschrift oder einen Eid abgelegt zu haben, gehören längst zu den Sagen & Märchen.

Walter Bühler | Fr, 3. September 2021 - 19:03

Mir kommt es so vor, als seien die deprimierenden Tatsachen, auf die Herr Antes aufmerksam machen will, ein Resultat der seit allzu langer Zeit in Deutschland praktizierten Schulbildung, die sich inzwischen überall verheerend auswirkt. Gründlicher Unterricht, Genauigkeit und Wahrhaftigkeit haben kaum noch wenig Bedeutung, während (vor-)schnelle und unreife Bewertung und sowie die oberflächliche rhetorische Leistung im Vordergrund stehen.

Auch in der Wissenschaft haben sich bei uns offenbar die Maßstäbe in gravierender Weise hin zu bequemer und mediengeiler Oberflächlichkeit verschoben.

Die Resultate dieser inkompetenten Politik fallen uns nun auf die Füße, und zwar in allen Bereichen, nicht zuletzt bei unserem politischen Personal. Was haben wir aus Deutschland gemacht!

Das haben Sie gut auf den Punkt gebracht, lieber Herr Bühler.
Tatsächlich haben sich die Maßstäbe für das, was man mit dem Begriff "Qualitätsstandards" im Bildungswesen bezeichnet, seit etwa 40 Jahren derart nach unten verschoben, daß man darüber nur entsetzt sein kann. Die fatalen Folgen einer Pseudo-Bildung, die auf Schau-Effekte u. Geschwätzigkeit setzt statt auf wirkliche Leistung, zeigen sich überall, wohin man auch blickt.
Menschen, die früh vor dieser Entwicklung gewarnt haben, wurden u. werden bis heute als rückwärtgewandte Miesmacher abgebügelt. Man wirft ihnen elitäres Denken vor u. Behinderung von Aufstiegsmöglichkeiten für die breite Masse.
So sind wir also angekommen, wo uns die vielen "Reformen" anscheinend hin haben wollten: Eine Unmenge an Abiturienten u. Schmalspur-Studienabgängern, aber kaum noch eine hochqualifizierte, einem Wissenschaftsethos verpflichtete u. unabhängige geistige Elite, die ein Staat braucht wie Erde den Regen, wenn etwas darauf gedeihen soll.

Gerade die AfD hat sich in der Pandemie mal wieder als absolut politikunfähig erwiesen. Hat man - fast schon unglaublich - in der Anfangsphase die Maßnahmen der Verantwortlichen mitgetragen oder gar als unzureichend kritisiert, so witterte man schnell, man könne an der Seite der Verharmloser und Leugner politischen Aufwind erfahren. Am Ende erschöpfte sich der Beitrag der Rechtsextremisten nur noch im Gerede über eine angeblich anvisierte (Corona-)Dikatur, Masken als Maulkörben und ähnlichem Blödsinn.

Sinnigerweise halten Gauland oder Meuthen selbst nichts von solchem Stuss - beide ließen sich impfen. Aber da sieht man, WO ein gewisser Bildungsnotstand herrscht.

Herr Antes schweift zwar zuweilen ins Populistische (Panik!) ab, aber er hebt ganz klar den Segen der Impfungen hervor. Was die Verfügbarkeit von Daten angeht: Sollte uns da der staatliche UK-Gesundheitsdienst, Sozialismus pur, etwa überlegen sein?

Weiter: Gibt es etwa außerhalb Deutschlands wirksame Medikamente?

Frau Wallau, das Video war sehr aufschlussreich. Danke! Das Establishment hat seitdem gelernt wie man die höchsten Profite für seine Verbündeten in der Pharmabranche herausholt und den Bürgern Dinge vorgaukelt die nie existent waren. Diese Herrschaften haben unser Land in eine Scheingesellschaft verwandelt. Es wird getan und geredet "als ob" etwas geschehe. Das geht los mit "Wir schaffen das", während man den Kindern der Migranten durch ein äußerst miserables Schulsystem in den entsprechenden Wohnvierteln jede Aufstiegschance nimmt. Oder Gendern vorn und hinten aber dann wird mit den verbrecherischen Frauenfeinden der iranischen Regierung oder den anderen erzreaktionären islamistischen Kräften gekuschelt, auch in Deutschland. Es werden keine Maßnahmen zur Förderung der Rechte muslimischer Frauen und Kinder beschlossen, nach dem Motto: "Da haben sie eben Pech, wenn Sie geschlagen und gedemütigt werden etc., Hautsache ich bin im Vorstand von XYZ. Nach mir die Sintflut."

Rob Schuberth | Fr, 3. September 2021 - 19:14

Man kann ihm nur zustimmen.

Gerade auch in den beiden Hauptfehlern möchte ich ihm zustimmen.

Leider wird in D der Datenschutz deutlich überhöht.
Oft wäre es besser diesen hintenan zu stellen. Und zwar zum Wohle von uns allen.

Aber man hört lieber auf eine kl. aber sehr laute Gruppe von Empörten.
Und es sind erst unsere Medien die sie so laut werden lassen.

Urban Will | Fr, 3. September 2021 - 21:31

vor zwei Tagen nun erneut ein Verriss von Seiten eines Fachmannes. Dieses mal halt Corona.
Und wieder fällt es, d a s Wort. Inkompetenz.
Es gibt eigentlich keines, das eine Regierung negativer beschreiben kann.
Fehler gehören zum Leben, aber man muss halt schauen, warum Fehler begangen werden und wenn es Inkompetenz ist, dann ist klar: hier regieren Gestalten, die es schlicht nicht können.
Selbst das „nicht wollen“, oder das bewusste Agieren in eine andere Richtung, ist nicht so negativ belegt wie eben die Inkompetenz.

Man konnte lange und kann noch heute alle Kritik an diesen Corona – Politik als „Covidiotie“ oder rechtsradikales „Querdenken“ abkanzeln, wird hier im Forum immer noch fleißig von „weisen“ Kommentatoren betrieben.
Die typische deutsch Regierungs – Hörigkeit ist ein Nährboden für dauerhaft inkompetentes Herum – Geeiere.
Immerhin, man scheint so langsam weg zu kommen von der dümmlichen, herbei getesteten Inzidenz. Von „Covidioten“ schon seit Beginn d Pandemie gefordert.

Ingofrank | Fr, 3. September 2021 - 22:02

Auch eine Art der Statistik …. was denn nun, MIT oder AN. Corona gestorben. Und da fängt die Verkleisterung od. wissentlicher Betrug(?) an. Und früher wurde diese „Unterscheidung“ nicht gemacht. Nur ein Beispiel wie wir Bürger verar…..t werden.
Ein Corona Leugner bin ich nicht. Bin auch schon lange geimpft.
Aber dieses Ziel und planlose und vor allem nicht rational zu begreifenden, zu
erklärenden Verbote und Maßnahmen waren und sind nicht zielführende. Immer und immer mehr schwindet das Vertrauen in die Entscheidungsträger und das mit Recht.

Mit freundlichen Grüßen aus der Erfurter Republik

W.D. Hohe | Fr, 3. September 2021 - 22:35

schnell duchs ganze Land.
Wenn Lenker nicht weiß dass die Kompassnadel von Magnetfeldern beeinflusst wird und, je nach Position und Entfernung zu diesen, eine Korrektur der Justage erfolgen muss, wird Lenker sich bei Ankunft wundern dass Alaska sooo plötzlich eisfrei ist.
Dass er/sie/es sich ganz wo anders befindet wird nicht gewusst. Der eigenhändig gezogene Strich auf der Karte, zeigt das dies Alaska sein mussss!
Es gilt die Karte dem Strich anzupassen.
Wie auch kann Unwissenheit wissen was sie nicht weiß.
Fatal dass sie das nicht weiß.
Führt dies doch geradeaus zu Allwissenheit.
Doch logisch oder ?
Und schuld ist immer der Kompass
Und wenn schon... hatte sich nicht auch Kolumbus verirrt...
und ist bis heute berühmt `???

Alice Friedrich | Fr, 3. September 2021 - 23:56

An Fehler mag ich nicht glauben. Immer dann, wenn das allzu Offensichtliche nicht gesehen und getan wird, etwas was der einigermaßen interessierte und informierte Bürger auf Anhieb anders machen würde, gehe ich...sorry...von Absicht aus. So viel Ignoranz unterstelle ich niemand.
Dadurch dass zu keinem Zeitpunkt die Dunkelziffer der Infizierten exakt durch Hochrechnung erfasst wurde, erscheint Corona viel gefährlicher und lebensbedrohlicher, als es ist. Gleichzeitig macht man keine Unterscheidung zwischen an/mit Corona gestorben, auch das wäre durch Obduktionen im Rahmen einer repräsentativen Studie möglich gewesen, hätte aber auch die Erkenntnis zur Folge, dass Corona viel weniger bedrohlich ist. Das aber ist nicht opportun.
Gelernt hatte man von der Vergangenheit, dass man nie mehr einen Impfstoff einstampfen wollte, denn auch das wäre ein politisches Desaster. Impfen in dem Maße aber geht nur vor dem Hintergrund der pandemischen NOTLAGE. Passt doch alles zusammen.

Wolfgang Tröbner | Sa, 4. September 2021 - 08:38

Danke für diesen Artikel, der genau das widerspiegelt, was man selber schon lange geahnt (und in Einzelaspekten gewusst) hat. Dass in DE keine relevante Forschung bezüglich Corona/Covid betrieben wird, ist auch mir schon seit Monaten aufgefalllen. Alle Daten und alle wirklichen medizinischen Fortschritte (ich klammere jetzt mal den Impfstoff von Biontech aus) wurden im anglo-amerikanischen Sprachraum generiert. Das Einzige, was in DE gemacht wird, sind "Modellierungen", die die hiesige Politik für Wissenschaft hält. Man erkennt eindeutig die Handschrift der Kanzlerin. Und was mir auch schon seit langem auffällt, ist die Tatsache, dass man in der Pandemie nur auf Impfungen setzt, aber nicht auf Heilung/Therapie. Angesichts der Probleme, die gerade die neuartigen Impfstoffe mit sich bringen, mehr als bedauerlich. Dazu kommt noch, dass die in anderen Ländern empfohlenen Medikamente hier nur verrissen werden, ohne selbst Forschungen durchgeführt zu haben. Ein schlimmes Zeugnis für DE

Enka Hein | Sa, 4. September 2021 - 09:15

..eine Bestätigung dessen was man ahnte. Die verantwortlichen Politiker sind ein Haufen von Dilettanten. Durch die Quote werden weiter nur noch die Dümmsten nach oben gespült.
Bei den sogenannten "Journalisten" zählt die Haltung. ÖR und MS Zeitungen zeigen es jeden Tag. Ideologie allerorten.
Man bleibt wieder Mal ein Stück sprachloser zurück.
Jeden Tag hoffe ich das der Niedergang doch Mal aufhören muss.
Danke Herr Henselle, danke Cicero und ganz großen Dank an Herrn Antes für diese klaren Worte.

Yvonne Stange | Sa, 4. September 2021 - 09:30

Wissenschaftler, der von einer gewissen Person hier im Forum bereits als Nicht-Experte und unbedeutendes Licht eingestuft wurde, weil der den Offenen Brief unterschrieben hat. ;-)
Was soll man sagen? Der Mann hat einfach nur Recht! Vor Jahrzehnten hat man arbeitslose DDR-Akademiker zu medizinischen Statistikern umgeschult, da gab es dann keinen Bedarf mehr dafür... die letzte, die ich kannte, arbeitete dann in der Pflege als angelernte Kraft weil sie einen Job brauchte, als Dipl.-Ing (TU) und Medizinstatistikerin.... Noch Fragen zu diesem Land hier?!

M. Bernstein | Sa, 4. September 2021 - 09:42

Es gibt aber noch einen Fehler den die Politik macht. Wenn wir schon keine Zahlen haben, dann sollten wir uns wenigstens an den Ländern orientieren, die Zahlen haben!
Das Impfung ein game changer ist, ist einfach nicht wahr. Alle Länder, die schneller geimpft haben zeigen, dass die Wirksamkeit der Impfung ziemlich schnell nachlässt. Ein Wirksamkeit von 90% gilt also bestenfalls für den ersten Monat.
Medikamente wären wichtig, will die Politik aber nicht, denn dann würden sich die Menschen ja nicht so impfen und beatmen lassen. Dort ist das Geld zu verdienen.

Dorothee Sehrt-Irrek | Sa, 4. September 2021 - 10:23

durchgemachte Erkältungen (ausgelöst von Coronaviren?) auch das Risiko senken, an Corona selbst zu erkranken.
Wieviel günstiger könnte da eine schon erfolgte Grippeimpfung oder eine gegen Lungenentzündung sein?
Deshalb sollte unbedingt geschaut werden, welche Gruppen sich nicht an Impfungen beteiligen und wie man auf solche verstärkt zugehen kann.
Ich will nicht ins Detail gehen, denn aus solchen Zusammenhängen resultierten früher, als man schweren Epidemien noch hilflos ausgesetzt war, evtl. Progrome.
Aber man sollte solche etwaigen Probleme im Kanzleramt nicht aussitzen, auch wenn es bequemer ist.
Wie will denn Drosten auf 85% kommen?
Alle zur Impfung gezwungen, damit besonders bevorzugte Gruppen in der Bundesrepublik nicht weiter auffallen, man aber trotzdem hinterher sagen kann, wir haben doch alles versucht?
Ich traue vor allem Merkel, Braun und Drosten nicht mehr.
Sie haben alle Informationen und Pläne, davon gehe ich aus, aber zu was?
Keine Kompetenz, Hauptsache Macht dazu?

A, Seegers | Sa, 4. September 2021 - 10:46

Gutes Interview, gutes Gefühl für mich als oft ohnmächtige Beobachterin. Der Eindruck der Quantität vor Qualität, den ich schon lange wahrnehme, in allen Bereichen, setzt sich auch hier durch. Es wird eine Fassade aufrecht erhalten, an der einige mutige Experten, und davon haben wir noch einige (die sich aber nur mühsam durchsetzen können, weil …) kratzen und versuchen ein kleines Loch zu schaffen, durch das geschaut wird. Leider muss man konstatieren, wie schon seit Menschengedenken, dass die Dummheit (zugunsten des schnellen Geldes) sich durchsetzt. Und jedem, der es bezweifelt wird es eingetrichtert, bis zum Erbrechen: Ein Land, in dem wir gut und gerne leben!! Das sind feudale Strukturen, nur mal so nebenbei bemerkt…

W.D. Hohe | Sa, 4. September 2021 - 10:55

das nennt sch Politik -
Zustimmung Frau Friedrich
Der Anteil jener die Unverständliches in der Politik für Dummheit halten ist leider viel zu groß.
Ab Beginn meines bewussten Lebens war ich ziemlich lange Teil dieser "Naiven" -
Befreiung von eigener Verantwortung
Es lebt sich nun mal leichter sich auf die "Vorderen" zu verlassen -
Tröstlicher ausgedrückt - ihnen zu >>vertrauen<<.
Noch früher wurden Götzen aus Stein angebetet.
Grund ist derselbe -
Sehen nur anders aus.

Bernd Muhlack | Sa, 4. September 2021 - 15:53

Gestern ist ein Nachbar (58) im Krankenhaus gestorben - er trug auch den Coronavirus in sich. Jedoch starb er an Bauchspeicheldrüsenkrebs; einer der tödlichsten Krebsvarianten.
Ob er als Corona-Toter in die Statistik einfließen wird?

Was Herr Antes hier von sich gibt ist sehr interessant, informativ.
Es ist wohl in der Tat so, dass Corona zumindest auch Mittel zum Zweck für die Regierungen, Administrationen ist - das liegt auf der Hand.
Was bisher an Maßnahmen undenkbar war, Corona macht es möglich.

Ich denke, dass Herr Antes kein wissenschaftlicher Einzelkämpfer, Don Quijote, ist. Wo sind denn die Anderen?
Dass Corona kaum im Wahlkampf vorkommt, war inzw. absehbar - wie auch Migration (aktuell aus Afghanistan Fliehende) oder die Rente; über Pensionen spricht man eigentlich nie!

Vor etlichen Monaten ging ich von einem knallharten Wahlkampf, postete dies oft.
Und jetzt?
Pustekuchen - nickesse!
Quasi ein Wahlplakat mit den drei Kandidaten in Eintracht abgebildet:
"Sie kennen uns!"

Karla Vetter | Sa, 4. September 2021 - 19:11

doch noch ehrbare Wissenschaftler die der Regierung nicht nach dem Mund reden. Gerade hat Herr Dr.Schrappe ein neues Thesen- Papier zusammen mit Kollegen veröffentlicht. Für bestimmte Foristen hier bei "Cicero "bestimmt nichts als lauter Verschwörungstheoretiker.

Ernst-Günther Konrad | So, 5. September 2021 - 09:30

Uih Herr Antes, das war mal ein Interview der Marke Klartext. Viele Ihrer Wissenschaftskollegen haben sich von den Grundlagen und den Grundsätzen seriöser wissenschaftlicher Expertise verabschiedet und haben sich "kaufen" lassen, während andere einfach mal im Rampenlicht stehen wollten und mit gefährlichem Halbwissen oder eben speziell ihrer Meinung angepassten sog. "Studien" in die Talksows und die Printmedien der Msm transportiert. Allen voran Drosten, Wieler und andere alleinwissende "Experten", von Lauterbach ganz zu schweigen. Ich war zu Anfang auch geneigt, von Inkompetenz und menschlichen Fehlerquellen zu reden und wollte eine bewusste und gewollte Pandemiesteuerung nicht sofort annehmen. Inzwischen bin ich davon überzeugt, dass die Politik bewusst und gewollt so handelt.
Man bewegt sich aber stramm entlang des geleakten Pandemiepapieres des BMI und verschweigt den 196 Seiten starken Bericht des ROR Kohn zum Thema: Pandemie -Fehlalarm-
Habe ich alles schon mehrfach verlinkt.