Emilia Fester
Die Grünen-Politikerin Emilia Fester ist mit 24 Jahren die jüngste Bundestagsabgeordnete / dpa

Infantile Politik - Keine Macht der Jugend!

Junge Politiker wie Emilia Fester (Grüne) inszenieren sich gerne als Repräsentanten der Jugend und sehen sich allein schon wegen ihres Alters am argumentativ längeren Hebel. Der größte Unterstützer dieses Inszenierungsprinzips ist die politmediale Elite, was erklärt, warum das Alter immer mehr zum werbenden Aushängeschild im parteipolitischen Machtkampf wird, schreibt der 17-jährige Sebastian Nötzel.

Autoreninfo

Sebastian Nötzel ist 17 Jahre alt, Schüler der Oberstufe des Lloyd Gymnasiums Bremerhaven und Leistungssportler. Seit 2021 ist er zudem aktives Mitglied der Jungen Union.

So erreichen Sie Sebastian Nötzel:

Haben Sie sich jemals gefragt, was den Erfolg der grünen Bundestagsabgeordneten Emilia Fester ausmacht? Oder warum die am drohenden Weltuntergang offenbar völlig verzweifelte Luisa Neubauer in den allabendlichen politischen Talkshows fest gebucht erscheint? Diese prägenden Gesichter grüner Umweltbewegungen verkörpern eine Dynamik, die sich zunehmend in der Politik- und Medienlandschaft festsetzt. Sie findet ihre Wurzeln im machtpolitischen Streben und ist schon deshalb von Natur aus kritisch zu betrachten.

„Als jüngste Abgeordnete des deutschen Bundestages vertrete ich im Parlament die Kinder und Jugendlichen, bringe ihre Perspektive ein und kämpfe für Generationengerechtigkeit“, heißt es auf der Website von Emilia Fester. Sie hat es sich zur Marke gemacht, die junge Generation und damit wohl auch mich in politischen Belangen zu vertreten. Ihr prägendes Gütesiegel ist das Alter. Vor kurzer Zeit eröffnete der MDR den Podcast „Generation Zukunftsangst“, der sich mit den angeblichen Sorgen der Jugend befasst. In meiner Generation sei insbesondere die Angst vor einem gesellschaftlichen Rechtsruck oder dem ökologischen Kollaps allgegenwärtig.

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Gerhard Lenz | Di., 2. August 2022 - 16:55

die Junge Union ist im Moment beim Nachwuchs so etwas wie der absolute Ladenhüter.
Mit Themen wie Klimaschutz, Energiewende und nachhaltigem Wirtschaften kann man in den Reihen jener, die meinen, sie könnten die immer gleiche Unionspolitik bis in alle Ewigkeiten weiterbetreiben - ohne irgendwelchen schädlichen Auswirkungen zu erkennen -schwerlich punkten. Da ist Herrn Nötzels Fazit, ein Wolfgang Bosbach stünde ihm ideologisch näher als ein Klimaschützer, nur konsequent.

Aufbruchstimmung, der Wille, Dinge zum Besseren zu bewegen, jugendlicher Reformeifer? Nichts da.

Stattdessen noch immer der Glaube, nur ständiges Wachstum garantiere unseren Fortschritt. Wie die Väter und Vorväter.

Aber die Welt ist eine andere, und die politischen Herausforderungen sind nicht die der sechziger Jahre des letzten Jahrhunderts.

So wird die Junge Union auch weiterhin im politischen Wettbewerb des Nachwuchses keine Rolle spielen.

Thomas Hechinger | Di., 2. August 2022 - 21:47

Antwort auf von Gerhard Lenz

Nichts ist so bräsig wie die inszenierte Revolte nach Art von Greta Thunberg. In Wirklichkeit wird diese Bewegung vom Establishment gesteuert. Sie tut so, als würde sie gegen dieses aufbegehren, und plappert doch nur nach, was aus allen Lautsprechern dröhnt. Spätestens, als die Kids von der Kanzlerin gelobt wurden, hätte ihnen ein Licht aufgehen müssen. In meinen Klassen war die Beteiligung überschaubar. Manchmal war sie schlicht nicht vorhanden, dann waren es ein oder zwei Schüler, in der Summe mehrheitlich Mädchen. Und manche machten auch keinen Hehl daraus, daß es ihnen vor allem auf das Schwänzen ankam und der Anlaß eher zweitrangig war. Das machte mir diese Schüler schon wieder sympathisch. Die Schulleitungen reagierten nicht mit Strafen, sondern eher wohlwollend, mancherorts geradezu fördernd. Revolution stelle ich mir anders vor. Und bald schon kehrten einige Schüler der Bewegung den Rücken. Eine langweilige Geschichtsstunde war wohl immer noch besser als die FFF-Spießer.

Ingo Frank | Mi., 3. August 2022 - 11:17

Antwort auf von Thomas Hechinger

nicht langweilig sein. Aber heute ist das Desinteresse der Schüler „Bildungsstandard“ schlecht hin und weniger vom Arrangement des einzelnen Lehrers abhängig. So zumindest die Aussagen meiner drei mit uns befreundeten Lehrer.
Im übrigen habe ich 1991 mit einem Azubi Abitur (Bauzeichner) mir ein Büro teilen müssen und war höchst erstaunt, über die mehr als mangelhafte Allgemeinbildung nicht nur Geschichte sondern vor allem im punkto Literatur und von politischen Zusammenhängen im eigenen Land.
Aber was soll’s. Dumme lassen sich besser lenken als die, die gelernt haben, ihren Kopf zu gebrauchen.
Mit freundlichen Gruß aus der Erfurter Republik

Ann-Kathrin Grönhall | Mi., 3. August 2022 - 07:03

Antwort auf von Gerhard Lenz

das junge Menschen vom Typ Emilia Fester Dinge zum Besseren bewegen könnten?

"Dinge zum Besseren zu bewegen, jugendlicher Reformeifer" sollten schon mit mit einem Mindestmass an Intelligenz gepaart sein!
Das ist etwas was man bei einem Jugendlichen wie Sebastian Nötzel vorfindet.

Aber ich weiss ja -
Intelligenz ist etwas altväterliches aus dem vorigen Jahrhundert!
In diesem Jahrhundert kann man nur mit Dummheit punkten!
Je ausgeprägter umso besser!

Allerdings wird es auf diesem Weg ein sehr böses Erwachen geben!

Ich hoffe für die Zukunft das Sebastian Nötzel kein Einzelfall ist!!

Gerhard Lenz | Mi., 3. August 2022 - 16:48

Antwort auf von Ann-Kathrin Grönhall

Sie sprechen der Jugend die Fähigkeit zu intelligentem Handeln ab? Gilt das dann auch für Herrn Nötzel, oder nur für jene, die eine politische Richtung vertreten, mit der Sie offensichtlich nichts anfangen können?

Mir ist stürmischer, vielleicht auch hier und da naiver jugendlicher Enthusiasmus aber wesentlich lieber als Alterssturheit, die doch nur Angst um Pfründe beweint, welche dem alten weissen Mann oder seiner folgsamen Partnerin angeblich wegen irgendeiner Lebensleistung zustehen.

Wenn ich die Beiträge so mancher tiefenfrustierter, von Hass und Mißtrauen zerfressener, offensichtlich zutiefst verbitterter Kommentator*innen lese, bin ich froh, dass junge Leute wie Emilia Fester oder Greta Thunberg demonstrieren und nicht diese ständig nur klagenden, mißmutigen Alten! Denn Letztere sind sicher nicht Deutschlands Zukunft!

Hans v. Weissensand | Di., 2. August 2022 - 17:05

"Der Staat müsste meiner Generation durch eine funktionierende Bildungs- und Wirtschaftspolitik die Werkzeuge zur technischen Innovationskraft und wirtschaftlichen Wachstumsentwicklung an die Hand geben, anstatt sie zu erziehen und damit ihrer freien Entfaltung im Wege zu stehen. Nur so würde man uns die Chance geben, der Erderwärmung effektiv entgegenzuwirken und unsere eigene Lebensgrundlage zu sichern."
... Mit dieser Aussage eines 17-Jährigen mache ich mir um die Jugend keine Sorgen mehr. Kompetenz an die Macht!

Lieber Herr Weissensand, die Möglichkeiten, die der junge Autor hier zurecht einfordert, sind vorhanden. Nur werden diese nicht genutzt. Wer studiert aufwendig Naturwissenschaft oder Technik, wenn er mit „Genderwissenschaft“ in der Politik viel mehr verdienen kann? Wer verschuldet sich und investiert in eine Innovation, wenn den Profit der Staat einstreicht, um die faulen zu unterstützen?
Das Problem der Jugend ist die fehlende Erfahrung, die auch kein Studium ausgleichen kann. Das vermittelt nur die Grundlagen. Das Wissen um die Anwendung der Theorie ist für einen Erfolg ausschlaggebend.
Leider ist unsere Gesellschaft noch zu stark vom „Jugendwahn“ beseelt. Viele denken auch im Alter noch an ihre Jugend, die in der Vergangenheit positiv verklärt wirkt. Man erinnert sich nicht mehr an den eigenen Unsinn, den man anstellte, fühlt sich immer noch jung. Also will man sich mit der Jugend auf eine Stufe stellen.

Tomas Poth | Di., 2. August 2022 - 17:30

... den Infantilen, ob sie nun jung an Jahren oder im Greisenalter sind. Das Problem über alle Jahrgänge ist der Infantilismus, verbunden mit der Haltung -"Geburtstag, Weihnachten und Ostern soll alle Tage sein"-!
Bezeichnender Weise ist diese Geisteshaltung in den RotGrünen Parteien sehr stark vertreten! Und damit leider auch in der aktuellen Regierung.
Damit komme ich erneut auf das Problem unserer medialen Landschaft, die diesen Geist fördert, hofiert und zu ihrer Lieblingsfigur macht.
Fr. Fester ist weniger das Problem, sie ist nur dank der rot-grünen Durchverseuchung des medialen Milieus überhaupt sichtbar und wäre sonst irgendwo im Kindertheater beschäftigt. Da passt sie dann vielleicht hin.

Günter Johannsen | Di., 2. August 2022 - 17:39

Junge Menschen, wenn sie keine echten Vorbilder oder authentische Lehrer hatten, sind leicht instrumentalisierbar, wie man an "Fridays for Future" sieht. Meist sind es Kids aus "herausragenden" Elite-Familien, die den Ton angeben: z.B. Reemstma-Enkelin Neubauer wurde mit dem güldenen Löffelchen im Mund geboren, hat wohl bis heute nicht ihren Lebensunterhalt durch eigene Hände Arbeit finanzieren müssen. Mitlaufen ist einfach und hat sogar Vorteile: man bekommt Handgeld für manche Demo-Einsätze und bei Fridays for Future sogar "schulfrei". Meine Jugend als "Aktivist" gegen den DDR-Unrechtsstaat wurde nicht belohnt. Demos und eigene Meinung wurde geahndet. Die Stasi war da sehr konsequent. Selbstverwirklichung war seinerzeit nicht unser Ansatz. Wir protestierten gegen staatliche Willkür und linXe Zwangs-Indoktrinierung an Schulen und Universitäten mit dem Risiko, inhaftiert und von Karriere abgeschnitten zu sein. Was ist der Einsatz heutiger "Aktivisten? LinX ist IN, aber eigene Meinung?

Lönnte das "goldene Löffelchen" nicht eine "Reetsma-Zigarette" sein lieber Herr Johannsen? Luisa Neubauer-Reemtsma und Carla Reemtsma leben heute noch gut vom Reemtsma-Tabak-Vermögen, welches während der Nazizeit von Zwangsarbeitern erarbeitet wurde .
Sie entstammt einer angesehenen Nazi-Familie. Dem Urgroßvater wurde vom Reichshüter SS Heinrich Himmler sogar ein Ehrenschwert überreicht. Doch Geld stinkt nicht. Auch wenn es von alten weißen Männern stammt. Und dennoch er-dreistet sie sich bei Will Maaßens Antisemitismus zu verurteilen.
Ich bin jung und gestalte Deutschland.

Chris Groll | Di., 2. August 2022 - 17:40

"Wer als 20-Jähriger kein Linker/Sozialist ist, hat kein Herz. Wer mit 40 immer noch ein Linker/Sozialist ist, hat keinen Verstand."
Dieses Zitat wird meist Winston Churchill zugeschrieben. Und er hatte recht und alle anderen, die es in ähnlicher Weise gesagt haben auch.
Richtig und klug ist aber auch das Zitat am Ende des Artikels:
"Keine Macht der Jugend!
Keine Macht den Alten!
Alle Macht den Kompetenten!"

Am Ende gilt aber auch hier wieder, folge dem Geld (z.B. Greta Thunberg usw.), dann erkennt man die wirklichen Hintermänner und Akteure jeglicher Handlungen.

Gisela Hachenberg | Di., 2. August 2022 - 17:59

Lieber Herr Nötzel, gut geschrieben! Es hat mir Vergnügen gemacht, Ihren Artikel zu lesen. Vor allem freut es mich, dass es noch junge Menschen gibt, die nicht den Gretas und Luisas hinterherlaufen, sondern die sich auch Gedanken über das Klima und den Zustand unseres Planeten machen, aber nicht so schrill und fordernd. Ich finde es absolut richtig, dass Sie auch gut leben, in Urlaub fliegen und ein gutes Stück Fleisch essen wollen. Das ist legitim. Wir wissen alle, dass wir mit unserem Planeten sorgsamer umgehen müssen. Aber alles in Massen und mit Sinn und Verstand! Ich wünsche Ihnen alles Gute für Ihre Zukunft, da ich ziemlich sicher bin, dass Sie diese mit Ihrem Verstand und Ihrem Optimismus gut meistern werden!

Sabine Lehmann | Di., 2. August 2022 - 18:36

Lieber Herr Nötzel, danke für diesen, in jeder Hinsicht herzerfrischenden Beitrag. Ich dachte schon, die gesamte deutsche Jugend schwimmt mit Greta und Luisa in den letzten Sonnenuntergang.
Und lassen Sie sich nicht von "bekannten" Forumsteilnehmern einreden, es wäre politisch, ideologisch und charakterlich geradezu verwerflich, einem Wolfgang Bosbach näher zu sein, als kleinen frechen Gören, denen eine gewisse Klientel jeden, aber wirklich jeden noch so unqualifizierten rhetorischen, wissenschaftlichen u. politischen Nonsens durchgehen lässt, nur weil sie so niedlich infantil und vor allem "woke" daher kommen.
Im Leben zählt halt eben das Erreichte und nicht das "Erzählte". Obwohl man im aktuellen Deutschland vom Gegenteil ausgehen könnte, schaut man sich die atemberaubend talentierte Besetzung der Spitzenämter an.
By the way: Auch mir steht ein Mensch wie Herr Bosbach Lichtjahre näher, und das nicht nur politisch, als die vielen Schwätzer des Mainstreams. Dieser wird eh vergehen.

Ernst-Günther Konrad | Di., 2. August 2022 - 18:39

Das nenne ich mal einen gelungenen Artikel eines selbst denkenden Jugendlichen. Wir brauchen mehr davon. Sie haben mit allem Recht Herr Nötzel. Da Sie offenbar mehr der CDU nahe stehen, wäre es an der Zeit, das ihr auch in dieser Partei die alten eingefahrenen und satten Abgeordneten daran erinnert, nicht alles mainstreamgerecht zu übernehmen, sondern der eigenen Jugend in der Partei, aber auch durch Werbung zur Mitarbeit dem grünen Zeitgeist entgegenzuwirken. Es braucht mehr junge laute Leute, die sich bekennen, eine eigene Meinung zu haben, die eigenen Ziele definieren und klar stellen, dass jemand wie Frau Fester eben nicht "die Jugend" ist, sondern nur ein Teil derer. Vor allem aber sollte auch die Jugend daran erinnern, dass es die Eltern und Großeltern waren, die ihnen heute ermöglichen, offen frei, aber auch mit Respekt vor der Schaffenskraft der älteren, deren Werke fortzuführen. Und ja, dazu braucht es vor allem Kompetenz, die Schulen und der Arbeitsalltag vermitteln sollten.

Jens Böhme | Di., 2. August 2022 - 18:52

Herr Nötzel, Sie sind jung und kennen nicht die früheren Revolutionshymnen, -lieder, -ansprachen (Rentner, Omas und Opas wurden von jung beschützt). Mit dem Revolutionsvirus werden überwiegend junge Generationen infiziert, weil man diese leichter formen und begeistern kann. Neu und anders sei immer gut gegen alt und verstaubt (klassischer Zwist zwischen jung und alt). Zwei Parteien (SPD, Grüne) philosophieren bereits offen mit Zeitenwende und Transformation. Ich nenne es Beginn der Revolution. In der linken Sprache ist Revolution immer gut, weil ausschliesslich durch links vollzogen und Konterrevolution schlecht, weil nicht von links. Sie merken, Herr Nötzel, wir sind mitten im Klassenkampf, einem weiteren Begriff aus der klassischen Linksszene.

Wolfgang Borchardt | Di., 2. August 2022 - 19:03

... der die Situation m. E. gut abbildet und - noch wichtiger - zeigt, dass es junge Menschen gibt, die sich motiviert ihrem Leben widmen, beruflich und privat. Ich kenne davon einige, die natürlich weniger in der Öffentlichkeit präsent sind als marktschreierische Minderheiten und hysterische Weltenretter.Nur Bildung und Wissen können die Welt besser machen. Angst, Straßenkleben und Schuleschwänzen ist nichts weiter als Bequemlichkeit, sich Kompetenz zu erwerben. Es genügt nicht, grün zu fühlen und jung zu sein, um sich für legitimiert zu halten. Man muss auch Grün wissen. Und das ist ziemlich anspruchsvoll.

Bernhard Marquardt | Di., 2. August 2022 - 19:21

Da gab es dereinst viele junge Leute mit einem Che Guevara-T-Shirt. Der sich rühmte, persönlich einem wehrlosen Gefangenen eine Kugel in den Kopf geschossen zu haben.
Kleine rote „Bibeln“ wurden geschwenkt zu Ehren des millionenfachen Massenmörders Mao.
Die meisten haben die Irrungen ihrer Jugend bald erkannt und revidiert.
Ein Taxifahrer, der mit Steinen gegen Polizisten deren Tod in Kauf nahm, wurde schließlich Minister.
Andererseits gab es auch einige, die in der Wahnvorstellung, die Interessen eines ominösen Volkswillens zu vertreten, vor Terror, Mord und Totschlag nicht zurückschreckten.
Allerdings hat zu dieser Zeit niemand den Versuch unternommen, deren jugendlichen Wirrungen parteipolitisch für sich zu vermarkten.
Es blieb den linksgrün-totalitären Jakobinern vorbehalten, damit ihren Einfluss auf die jüngere Generation verstärken zu wollen.
Mittels NOG's und selbsternannten „Influenzern/innen“ (deren Statement soll wohl ansteckend sein wie Influenza).

Brigitte Miller | Di., 2. August 2022 - 19:44

gehts nicht, Herr Nötzel. Man wünscht sich diese klare Sicht von Erwachsenen zu lesen, die eine Greta auf den Schild hoben, aus welchen Gründen auch immer. Alle Macht den Kompetenten!

Urban Will | Di., 2. August 2022 - 19:46

einige andere aus den Reihen der Jungen Unionisten hier im CICERO, ein wenig Hoffnung macht.
Das Bild der Parlaments – Göre Fester zum Artikel könnte aussagekräftiger kaum sein.
Eine Frau, die fordert, Millionen von „Klima – Flüchtlingen“, nach Europa zu holen, kann angesichts der jetzt schon nur noch mit Müh und Not zu unterdrückenden katastrophalen Folgen uneingeschränkter Zuwanderung in diesem Lande, mit Verlaub, nicht ganz dicht sein. Diese Frau inszeniert sich als Politikerin, sie phantasiert im hohlen Raum, hat keinerlei Verstand dahingehend, was das von ihr geforderte anrichten würde.
Herr Nötzel gibt die richtigen Antworten zu FfF, zu der ganzen verwirrten, in Teilen hochgefährlichen Klima-Debatte, zu all dem links – grünen Wahn, der zunehmend alle Bereiche unseres Lebens erfasst und zu beeinflussen droht, der ohne demokratisches Mandat sich zu bestimmen anmaßt, wie wir zu leben, wie wir zu sprechen haben, etc.

„Alle Macht den Kompetenzen!“. Wie wahr.

Ingo Frank | Di., 2. August 2022 - 20:38

Der alte weiße Mann wird sich seinen Mund nicht verbieten lassen so lang er noch genügend Grips in der Birne hat und dafür auch noch ständig etwas tut. Beispielsweise den CICERO lesen und kommentieren für den Geist und mehr als genügend Gartenarbeit, für den Körper.
Mit freundlichen Gruß aus der Erfurter Republik

Mit freundlichen Grüßen aus der Erfurter Republik

Gisela Fimiani | Di., 2. August 2022 - 21:24

Alter, Geschlecht und die „richtige“ Haltung schlagen inzwischen Leistung, Lebens-und Berufserfahrung, Bildung und die Fähigkeit zum kritischen, rationalen eigenen Denken. Ersteres genießt weitaus größere Popularität, verhilft es doch dem Inkompetenten, dem Leistungs- und Denkschwachen zu Posten und Versorgung. Es reicht die als „gut“ empfundene Gesinnung, die sich mittels moralischer Selbstüberhebung und Rechthaberei jeder realistischen Weitsicht und Verantwortung entzieht. Unglücklicherweise sind es sämtliche Altparteien, Politiker jeden Alters, die der gesellschaftlichen Infantilisierung, der Faulbett-Mentalität Vorschub leiste(te)n. Trägheit, Feigheit, Eigennutz finden sich nicht nur bei den Jungen. Danke, Herr Nötzel, für einen lesenswerten, authentischen Beitrag. Möge Ihre Geisteshaltung Einfluss auf Ihre Partei haben, deren Politiker sich in erschreckender Weise einem fragwürdigen, zerstörerischen Zeitgeist andienen.

Sabine Jung | Di., 2. August 2022 - 21:33

dass die jungen Abgeordneten nicht mal über ihre Rente nachdenken. Aber klar, die Rente ist ja bei denen sicher!
Die Zukunft ist nicht nur Klima, Generationengerechtigkeit sondern auch reales wie eben die Rente. Heute bei uns Rente mit 67 Jahren und einen Rentenwert von 47% des nettos. Was soll also ein junger Mensch von heute in 45 Jahren mal bekommen? Deshalb sollten eigentlich auch jüngere Abgeordnete im Bundestag sitzen.

Bernhard Marquardt | Mi., 3. August 2022 - 14:28

Antwort auf von Sabine Jung

Bereits heute ist die Rentenversicherung nur dank der 100 Milliarden Euro Steuerzuschuss jährlich zahlungsfähig. Bei der Krankenversicherung sieht es nicht viel besser aus.
Das Desaster war bereits zu Zeiten Blüms absehbar. Natürlich war die Rente sicher, nur in welcher Höhe, wurde verschwiegen.
Dreißig Prozent der Arbeitnehmer im Niedriglohnsektor können keine Rentenanwartschaft jenseits der Mindestrente erwerben.
Anstatt zu sparen, wirft der Staat hemmungslos zig- bis hunderte Milliarden für alles Mögliche zum Fenster hinaus, als gäbe es kein Morgen, etwa für den „green deal“ der EU.
Eine drängende, wenngleich unpopuläre Reform der Sozialsysteme schieben verantwortungslose Regierungen seit Jahrzehnten vor sich her.
Die Jungen stehen vor dem Dilemma, gleichzeitig länger zu arbeiten, deutlich mehr Steuern zu zahlen und/oder gleichzeitig massive Beitragsanhebungen zu stemmen.
Sie werden nicht umhinkommen, den längst verlogenen „Generationenvertrag“ aufzukündigen. Mit jedem Recht.

Romuald Veselic | Di., 2. August 2022 - 21:44

Klimaschütz.

Die Grünen & Co sind für mich stupide Mystiker, Fantasten, Scharlatane und gemein-gefährlichen Destruktoren, die ein retardiertes Existenzsystem, als Erlösung für die "Zukunft" schaffen wollen. Misanthropen im apostolischen Gewand. Ihre Vorsehung heißt erneuerbare Energie = Nachhaltigkeit. Früher Endlösung genannt. Ein Perpetuum Mobile, die als Unikum, zum verstaubten Souvenir gemacht wurde. Im luftleeren Raum.

Ich finde es absolut richtig, dass Atom- u. Gas Energie als klimaschonende Faktoren bestimmt wurden. Klare Mehrheit der Europäer sehen dies so. Es freut mich immer, wenn D-Politiker der grün-linken Couleur eine ausgewischt kriegen.

Eins ist typisch für D-Politik, sie ist nicht Stress resistent, denn sie wird nur unter idealen und herbeierwünschten Geschwätz zusammengeschustert. Anderswo nennt man dies Pippi-Langstrumpf-Syndrom.

Gabriele Bondzio | Mi., 3. August 2022 - 09:55

vor einem gesellschaftlichen Rechtsruck oder dem ökologischen Kollaps allgegenwärtig."

Es wird der Jugend so einiges eingeredet. Sorgen sollten sie sich um das vergiftete politische Klima auf der Welt machen.
Sonst macht es im schlimmsten Falle ...bum und sie sind aller rechten-und Klimasorgen enthoben.

"Der Plan der Biden-Regierung, die China als Amerikas langfristigen Hauptgegner bezeichnete, bestand darin, Russland von China abzuspalten und dann Chinas eigene militärische und wirtschaftliche Lebensfähigkeit zu lähmen."...ist nicht aufgegangen und...hat dazu geführt..."dass sich Russland und China mit dem Iran, Indien und anderen Verbündeten zusammengetan haben. Zum ersten Mal seit der Konferenz der blockfreien Staaten in Bandung 1955 ist eine kritische Masse in der Lage, sich gegenseitig zu versorgen und den Prozess der Unabhängigkeit von der Dollar-Diplomatie einzuleiten. […](The New York Times)

Wer erklärt das den jungen Leuten, dass wir in einer hochkritischen Situation leben?

Dirk Weller | Mi., 3. August 2022 - 10:18

Zitat :
"So haben die meisten meiner Gleichaltrigen Ambitionen, Ziele und Wünsche, die sich schlichtweg nicht mit den Zehn Geboten des grünen Konsumverzichts decken"

Ich bin Ende 50, also ein alter weißer Mann.
Die obige Aussage des Autors deckt sich mit meinen Erfahrungen mit jungen Menschen, egal ob die diese aus meiner Familie, Bekannten- oder Freundes-Kreis das Abitur, Volksschule oder sonstwas haben.

Daher sollte sich mal jeder fragen, wo die kleinen Minderheiten herkommen, die regelmäßig an Grünen/Linken Demonstrationen und Aktionen teilnehmen, und woher die Medien sich das Recht nehmen die Ziele dieser kleinen Minderheiten pauschal auf die gesamte Jugend zu projizieren.

Wobei ich ausdrücklich sagen muß, daß ich einige Ziele dieser Minderheiten (z.B. CO2 Reduzierung) durchaus teile.

Frieda Frey | Mi., 3. August 2022 - 10:41

Die heutigen Alten waren auch mal junge Idealisten, deren Maximalvorstellungen sich an der Realität erproben mussten. Der heutige "letzte Schrei" ist morgen schon vergessen und nicht alles, was in den Medien laut ist, findet Widerhall im Alltag. Die eigentlichen Aufgaben eines jeden bleiben ja trotzdem bestehen und auf die sollte man sich konzentrieren.

W.D. Hohe | Mi., 3. August 2022 - 10:56

hilf- und aufschlussreich
Zitat:
>>Alter, Geschlecht und die „richtige“ Haltung schlagen inzwischen Leistung, Lebens-und Berufserfahrung, Bildung und die Fähigkeit zum kritischen, rationalen eigenen Denken<<
Ihre persönliche Zusammenfassung, Frau Fimiani sagt, spiegelt ziemlich viel Zustand, Verfassung aktueller Gesellschaft
Vielleicht eine der negativen Folge sich über Jahrzehnte ununterbrochen real steigernden Wohlstand.
Ende dieser Fahnenstange allerdings erreicht.
Wahrscheinlich Ursache allgegenwärtiger Hysterie
999 Akademiker auf einen Fachbetrieb.

Dorothee Sehrt-Irrek | Mi., 3. August 2022 - 11:14

Herr Nötzel?
Alle Achtung.
Dann freue ich mich auf einen fairen Schlagabtausch mit den von Ihnen Kritisierten.
Es hat schliesslich einen Mozart gegeben, der in Ihrem Alter schon seine erste Oper geschrieben hatte und einige Sentenzen Ihres Artikels klingen auch noch ungeschliffen.
Ich bin aber ganz ehrlich misstrauisch.
Mein Problem mit Frau Thunberg ff ist offen gesagt auch nicht deren Alter, sondern ihr """Niveau""".
Mein Misstrauen gegenüber "dem Apparat", der diese jungen, zumeist Frauen begleitete, wenn nicht "schuf", ist aber extrem gewachsen.
Sehr überspitzt" "Greise, die sich medial verkindlichen"?
Niemand soll nur für sich und nur aus sich heraus sprechen, jedenfalls noch nicht als Jugendlicher, aber "Verschleierungen" wären meines Erachtens problematisch.
ich weiss jetzt vielleicht, dass evtl. die Familie Thunberg, die Familien Reemtsma und Fester politisch präsent sind?
Das macht es für mich schwerer, den Jugendlichen unvoreingenommen zuzuhören.
Sie selbst sind aber wichtig!

Wolfram Fischer | Mi., 3. August 2022 - 12:33

... die jungen und (dennoch?) hellen Köpfe, die den infantilen Wahnvorstellungen vom Schlage Thunberg, Neubauer etc. nicht verfallen sind, sondern klaren Kopfes urteilen und "den Mut haben, sich des eigenen Verstandes zu bedienen" (Kant).
Sebastian Nötzel ist ein Beleg dafür, sogar ein sehr hochwertiger.
Sehr gut, meinen Respekt, wohltuend zu lesen - vielen Dank dafür!

Joachim Kopic | Mi., 3. August 2022 - 13:03

...system aufgebaut ist: Generationenvertrag. Sind wir doch mal ehrlich: Schon seinerzeit hatten "Politiker" den schnellen Erfolg - wie unlogisch auch immer - vor Augen. Manchmal hab ich das Gefühl, ich soll mich für meine Rente, die eh durch Merkel&Co gekürzt wurde, auch noch schämen; obwohl immer gearbeitet. Beschämend...für wen?