
- Die 100-Prozent-Partei
Zusammen mit dem Medienanalyseinstitut Media Tenor präsentiert Cicero in den kommenden Wochen interessante Zahlen und Statistiken zur Bundestagswahl. Den Auftakt macht ein Politiker mit 100 Prozent Zustimmung in den öffentlich-rechtlichen Medien.
Ginge es nach ARD und ZDF, dann müsste Robert Crumbach Kanzler werden. Seit dem 11. Dezember 2024 ist der BSW-Politiker Finanzminister im Kabinett des brandenburgischen Ministerpräsidenten Dietmar Woidke. Die Berichterstattung über den einstigen Arbeitsrichter ist in den öffentlich-rechtlichen Medien seither zu 100 Prozent positiv ausgefallen. Das zumindest zeigt eine Medienauswertung des Analyseinstituts Media Tenor aus der Schweiz.
Politiker auf Bundesebene können demnach von derlei Zuspruch nur träumen. Über Olaf Scholz (SPD) etwa wird seit Jahresbeginn im öffentlich-rechtlichen Fernsehen zu 23 Prozent negativ berichtet; 77 Prozent aller Beiträge blieben ohne eindeutige Wertung. Damit liegt der Bundeskanzler und SPD-Spitzenkandidat für die kommende Bundestagswahl aber noch weit vor dem CDU-Spitzenkandidaten Friedrich Merz. Im bisherigen Monat Januar waren laut Media Tenor 58 Prozent aller Merz-Beiträge in ARD und ZDF negativ konnotiert. Bei dem Grünen-Spitzenmann Robert Habeck waren es lediglich 32 Prozent. Der Rest verlief mehr oder minder neutral.
Schaut man indes nur auf die Präsenz der einzelnen Parteien in den Politiksendungen „Bericht aus Berlin“ und „Berlin direkt“, so ergibt sich ein ähnliches Bild. Im Untersuchungszeitraum 1.11.2024 bis 14.1.2025 handelten 39 Prozent aller Beiträge im „Bericht aus Berlin“ von der SPD (bei „Berlin direkt“ waren es 38,8 Prozent), aber nur 24,2 Prozent von der in allen Umfragen führenden CDU („Berlin direkt“ 26,3 Prozent).
Analysiert man diese Daten genauer, dann hatten zumindest im „Bericht aus Berlin“ die wenigen Beiträge über die Union eine auffallend negativere Färbung als die über die SPD. Immerhin 30 Prozent der CDU-Beiträge vermittelten ein unattraktives Bild von der Partei hinter Friedrich Merz. Die Berichte über die SPD indes waren nur zu gut 24 Prozent negativ eingefärbt. Wirklich gut kam zumindest im „Bericht aus Berlin“ wieder nur Crumbachs BSW davon: Immerhin 64 Prozent der zugegeben wenigen BSW-Berichte kamen ohne eindeutige Wertung aus. Der Rest war laut Media Tenor positiv.
Und die Moral von der Geschicht‘? Vielleicht muss man, wie Crumbach, mit populistischen Thesen aufwarten: Ostquote in Wissenschaft und Kultur, Aufhebung von Wirtschaftssanktionen gegen Russland, Ende weiterer Aufrüstung Deutschlands. Bei ARD und ZDF säße man dann vielleicht noch nicht notgedrungen im Kanzleramt, dafür aber bestimmt in der ersten Reihe.
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...finde den Fehler.
Was soll bei linksgrüner Schlagseite denn rauskommen?
Da könnte man auch Alkoholiker nach ihren bevorzugten Getränken fragen. Darf dann aber nicht erwarten, das da was vernünftiges heraus kommt. Also Wasser wird nicht das Lieblingsgetränk sein.
und wenn ich nen‘ Kasten Bier im Keller habe, muss ich auch meist die Hälfte wegen Überlagerung wegschütten …. Bleiben am Ende nur guter Kaffee & Tee übrig den allerdings mit nem kräftigen Schluck Goldkrone von Whilten (alte DDR Marke & kostete 27 Ostmark pro Flasche 😭)besser als jeder Rum und jeder andere Weinbrand 😂😂😂
Mit besten Grüßen aus der Erfurter Republik
...auf der Goldkrone ist ehrlicher und genauer als die der ÖRR zu den Wahlen im allgemeinen und im besonderen (s. Amerika).
Im ÖRR reden sie sich linksgrün besoffen und leben in ihrer eigenen populistischen Schnapsblase.
Um das durchzuhalten muss Unsereiner muss, um das auszuhalten, halt mal zu etwas greifen wo die Prozentzahl die drauf steht auch drin ist.
Schöne Grüße aus dem failed country NRW. Hier geht es halt Wüst zu. Auch nicht schön.
Schönes WE
Traue keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast!
MfG
Ernsthaft Cicero?? Hier wäre zumindest eine "einbettende" Berichterstattung unter Berücksichtigung alternativer Medien nebst eigener Analyse ausgewählter Tätigkeiten/(Miß-)Erfolge des 100-%-Politikers vonnöten gewesen!
Es ist allgemein Bekannt, dass der ÖRR rot, grün während sich in den sozialen Medien und auf den Websites die Konservativen sammeln. Das Mobbing gegenüber den Alternativen in den Talkshows hat nachtgelassen und die Mitläufer ziehen langsam den Schwanz ein. Eine empirisch Aufarbeitung wird sicherlich irgendwann in der Retrospektive interessant sein, falls es regelmäßige Untersuchungen gibt. Allerdings gehen bei quantitativen Ansätzen die Inhalte verloren.