Cicero im November / Illustration: Alexander Glandien

Cicero im November - Nichts gelernt

Die Zahl der Migranten nach Deutschland hat in diesem Jahr schon das Niveau von 2015 überschritten. Allerorten wird betont, das damalige Chaos dürfe sich nicht wiederholen. Für die November-Ausgabe von Cicero haben wir die Grenzregionen genauer angeschaut - und haben schlechte Nachrichten.

Alexander Marguier

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Alexander Marguier ist Chefredakteur von Cicero.

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„2015 darf sich nicht wiederholen“: Das war das politische Mantra, lange nachdem die „Wir schaffen das“-Bundeskanzlerin verordnet hatte, die Grenzen zur Bundesrepublik auf dem Höhepunkt der sogenannten Flüchtlingskrise nicht zu schließen – mit den bekannten Folgen. Deutschland wurde wegen dieses Signals zu einem regelrechten Magneten im weltweiten Migrationsgeschehen, zeitweilig herrschten chaotische Zustände, der gesellschaftliche Zusammenhalt nahm immensen Schaden. Merkels „Grenzöffnung“ ermöglichte nicht nur den Wiederaufstieg der damals schon wieder im Niedergang befindlichen AfD, sie sorgte auch für massives Befremden bei unseren europäischen Nachbarn: Schon wieder ein deutscher Sonderweg abseits rationalen Kalküls, inklusive absehbarer Kollateralschäden.

Gründe genug also, solche Szenarien künftig zu vermeiden. Aber es kam anders: Die Zahl der einreisenden Migranten hat in den zurückliegenden Monaten das Niveau von „2015“ längst überschritten, und das liegt keineswegs nur an Russlands Angriffskrieg gegen seinen Nachbarn. Auch aus Afrika und dem Nahen Osten machen sich wieder vermehrt Menschen auf den Weg nach Deutschland, nicht zuletzt aufgrund unserer vergleichsweise üppigen Sozialleistungen. Länder und Kommunen schlagen Alarm wegen einer absehbaren Überlastung der Erstaufnahmeeinrichtungen, aber die mediale Öffentlichkeit hat nur noch die Ukraine und die Energieknappheit im Blick. Das Fatale daran: Das gesellschaftliche Klima ist noch gereizter als vor sieben Jahren. Doch auch die neue Bundesregierung schlafwandelt in die nächste Flüchtlingskrise hinein.

Wir haben deshalb für die Titelgeschichte dieser Ausgabe mit jenen gesprochen, die schon 2015 an vorderster Front standen, um der Situation Herr zu werden: Landräte, Kommunalpolitiker, Helferinnen und Betreuer vor Ort. Aber auch mit der Polizei und den Verantwortlichen für die innere Sicherheit. Mein Kollege Ben Krischke hat die neuralgischen Punkte in der bayerischen Grenzregion bereist. Und musste dort erleben, wie „2015“ sich eben doch wiederholt – zwar in anderer Form als damals. Aber mit demselben Effekt. Die politische Lernkurve ist erschreckend flach.

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Urban Will | Do., 27. Oktober 2022 - 08:21

Vermes' Buch vom wieder auferstandenen Schnauzbart.
Was der Irrsinn deutscher Migrationspolitik und der Diktator gemeinsam haben, sei dahingestellt.
Irrsinn passt sicherlich.
Kein Land auf diesem Planeten wurde und wird von einer Truppe regiert – da geben sich die von Merkel und die Ampel nichts – die ihr Volk bei allem immer ganz hinten anstellt.
Wegschauen, Lügen, unter den Teppich kehren und – klar doch – die Gegner schnell mal als Nazis diffamieren und schon klappt, was man selbst mit großer Toleranz als nichts anderes mehr sehen kann als Absicht.
Absicht, dieses Land für immer so zu verändern, dass nichts mehr beim alten bleiben wird. Zweiklassensystem: Zahler und Dauer – Empfänger.
Die immer zahlreicheren und oft immer brutaleren Abschlachtereien zum Opfer fallenden Bürger dieses Landes haben keine Lobby.
Sie sind nichts, sie interessieren nicht.
In D misst man längst mit zweierlei Maß. Es gibt Opfer erster Klasse (Migranten) und … na ja... Menschen, die halt Pech hatten.

Irgendwie würde mich schon interessieren, warum Merkel oder Scholz ein Interesse daran haben sollten, die Bürger zu ruinieren, die ihnen einen Regierungsauftrag erteilt haben, aber ich bleibe lieber in der Realität und bei den Fakten.
„Ausschlaggebend für die aktuelle Entwicklung ist der Zuzug von Geflüchteten aus der Ukraine infolge des russischen Angriffskriegs: Im 1. Halbjahr 2022 gab es eine Nettozuwanderung von rund 750 000 Ukrainerinnen und Ukrainern nach Deutschland.“

https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Bevoelkerung/Migr…

Das bedeutet: Wenn es Leuten wie Ihnen oder Frau Wagenknecht oder Herrn Chrupalla gelingt, Putin davon zu überzeugen, seine marodierende Soldateska aus der Ukraine abzuziehen, dann ist der Großteil des Problems erledigt.
Bis dahin wäre es wünschenswert, wenn jemand auf die „besorgten Bürger“ einwirken könnte, die Brandanschläge auf Flüchtlingsunterkünfte verüben. Wäre das möglich oder ist das zu viel verlangt?

Urban Will | Do., 27. Oktober 2022 - 18:11

Antwort auf von Kai Hügle

zu kennen scheinen, sollten Sie schleunigst die Behörden informieren.
Dass Sie die Tatsache zu ignorieren scheinen, dass seit Jahren Menschen in dieses Land einwandern, die eigentlich gem. GG keinen Asylanspruch haben, dies aber ebenso bewusst ignoriert wird, macht diese Diskussion zw. uns recht schwierig, gar mühselig. Ebenso scheint es Sie nicht zu scheren, dass unter den „ukrainischen“ Flüchtlingen viele waren, die kein Wort Ukrainisch sprachen (wohl aber dort „studierten“. Man könnte weiter machen, es fehlen die Zeichen.
Dass die Busse nach Kiev oft überfüllt sind und man sich fragt, wo denn die „Geflüchteten“ bei vollem Anspruch auf fin. Unterstützung in D (alles ungeprüft) denn nun eigentlich leben, nun denn... alles geschenkt für Sie, ich weiß.
Und was den Krieg angeht, haben wir beide gewiss komplett konträre Ansätze. Auch hierfür reicht der Platz hier nicht. Hier nochmal meine: dieser Krieg war vermeidbar, er ist die Folge falscher Entscheidungen auf allen Seiten.

Ingo Frank | Do., 27. Oktober 2022 - 20:28

Antwort auf von Kai Hügle

Ich weiß nicht ob Sie H. Hügle ob Sie zu den „Oberen 10.000“ gehören und nicht rechnen brauchen oder Sie schlicht und einfach nicht rechnen können.
Wenn ich als Rentner 6% Rentenerhöhung bekomme, dadurch eine noch höhere STEUERBELASTUNG wegen erhöhter Steuerklasse zu zahlen habe, und berücksichtige ich jetzt noch die 10% Inflation in dem mir der Staat durch MwSt. noch mehr aus dem Portmonee entwendet geht nicht nur der Schinken mit dem Rauch auf nein, ich habe ein sattes Minus im Portmonee. Hinzu kommt die
Enteignung meiner Spaargroschen von jedem 100 € Schein werden mir 10 € entwendet. Bei 10.000 € = 1.000 €, bei 50.000€ 5.000€ usw. usw. Ich hoffe Sie können mir folgen. Und noch eins, diese Energieverteuerung haben die Grünen schon 98 mit 5 DM für Sprit gefordert. Oder Trittins „Kugel Eis“ die die Energiewende kostet. Also ist es eine Frechheit, den Ukraine Krieg dafür herhalten zu lassen. Wäre es nach den Grünen gegangen, hätte Germany schon 4/22 den Gashahn zugedreht.

Bernd Windisch | Fr., 28. Oktober 2022 - 00:49

Antwort auf von Kai Hügle

Irgendwie würde mich schon interessieren, weshalb Sie mit völlig falsche Zahlen hantieren und versuchen das Problem hier klein zu reden. https://www.tagesschau.de/inland/gesellschaft/ukraine-fluechtlinge-157…
Knapp 1.000.000 Menschen sind bis August aus der Ukraine nach Deutschland gekommen. Alle haben Anspruch auf das ALG II. Im laufenden Jahr registrierte das Statistische Bundesamt allein bis August mehr als 1.800.000 Millionen Zuzüge nach Deutschland.
2015 waren es insgesamt 2100.000 Zuzüge. Deutschland erlebt voraussichtlich das zuwanderungsstärkste Jahr seit Bestehen der Republik.

Auch ihr Zynismus bezüglich der Brandursache entbehrt jeder Grundlage. Die Brandursache ist noch nicht ermittelt. https://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/Feuer-im-Fluechtl…
In der Region gibt es eine nicht aufgeklärte Brandserie, der Strohmieten, Waldflächen und am 10. Oktober ein Haus zum Opfer fielen.

Gerhard Lenz | Fr., 28. Oktober 2022 - 10:35

Antwort auf von Bernd Windisch

Nicht nur als Mathematiker!

So muss es gewesen sein! Da hat jemand ein Haus, in dem Flüchtlinge Zuflucht fanden, mit einem Strohballen oder Waldstück verwechselt. Hatte wohl gerade nicht die Brille auf! Purer Zufall, dass es sich um eine Flüchtlingsunterkunft, und nicht um ein AfD-Parteibüro oder das Haus eines NPD-Funktionärs handelte!

Das geht noch weit darüber hinaus, was sonst üblicherweise als Entschuldigung für rechtsextremistische Gewalt dient, dass es sich um einen psychisch geschädigten Einzeltäter handelte, der zwar den ganzen Tag Nazi-Liedchen trällert, aber völlig unpolitisch ist!
Bei Ihren Schlüssen, werter Herr Windisch, musste wahrscheinlich der grimmigste Skinhead beim Putzen seiner Kampfstiefel eine Pause einlegen - weil er vor Lachen losprustete!

Ernsthaft: Sie trommeln doch ständig für die AfD, die ja nur eine normale, konservative Partei sein soll, die mit Rechtsextremismus nichts am Hut hat. Warum schließen Sie dann so eifrig eine rechtsextreme Gewalttat aus?

Kai Hügle | Fr., 28. Oktober 2022 - 12:03

Antwort auf von Bernd Windisch

Ich habe Zahlen aus dem ersten Quartal (also Januar bis einschließlich Juni) verlinkt! Dass inzwischen noch mehr Menschen aus der Ukraine geflohen sind, ist klar, denn Russland führt ja weiterhin Krieg vor allem gegen Zivilisten und die zivile Infrastruktur. Mir ging es eigentlich nur darum aufzuzeigen, dass dies die Hauptursache für die hohen Zahlen sind, aber das will man hier natürlich nicht hören. Nebenbei: Zwischen Asylbewerbern und Kriegsflüchtlingen sollte man schon unterscheiden können, Herr Will.
Was die Finanzierung ukrainischer Flüchtlinge angeht, verlinke ich ein paar Fakten. Aus der AfD und ihrer Sympathisantenszene werden ja häufig Falschbehauptungen verbreitet:

https://www.mdr.de/nachrichten/deutschland/politik/ukraine-fluechtlinge…

Zum Thema „besorgte Bürger“:

https://www.mdr.de/nachrichten/thueringen/nord-thueringen/eichsfeld/flu…

Maria Arenz | Do., 27. Oktober 2022 - 08:34

daß sich 2015 nicht wiederholen wird, es wird noch viel schlimmer.

Sabine Jung | Do., 27. Oktober 2022 - 09:45

Antwort auf von Maria Arenz

dass die Wiederholung aus 2015 schon längst da ist! Leider.
Überall, wo man hier im Land hinschaut ist Chaos. Warum begreift keine Regierung, weder die vorhergehende noch die jetzige, dass es mit "reinholen" der armen Flüchtlinge nicht getan ist. Selbst wenn man noch so sozial denkt, es müssen doch dann schon Eingliederungen in praktischer Form schnellstens vollzogen werden. Es fehlt an Wohnraum, an Arbeitsplätzen schon bedingt wegen der Sprache, an Gesetzen, die die Flüchtlinge in eine deutsche Ordnung zurückrufen. Wer es nicht befolgt, bitte ausweisen. Auch das klappt nicht. Lieber schauen alle Gesetzeshüter weg.
Aber Hauptsache eines klappt, die zu zahlenden Sozialleistungen.
Und es kommen laut unserer Frau Baerbock noch mehr Flüchtlinge zu uns, oh man das ist nicht mehr mein Land..........

Wolfgang Z. Keller | Do., 27. Oktober 2022 - 11:22

Antwort auf von Maria Arenz

... dass es offenbar Herrn Marguier noch gibt, von dem ich gefühlt Mitte/Ende August das letztemal eine "Anne-Will"-Besprechung gelesen hatte und dieser Tage mal in der Redaktion nachfragen wollte, ob´s ihn - ausser im Impressum - auch noch schreibend gibt.
Aber wie heißt´s in Bayern so schön: "Man muss alles dawarten (erwarten) können!" Damit will ich´s hier bewenden lassen ... :-)

Ingo Frank | Do., 27. Oktober 2022 - 15:45

Antwort auf von Maria Arenz

dann haben wir die selben Verhältnisse wie sie in Frankreich derzeit sind.
( Nur, sehe ich es in Frankreich aus einer etwas anderen Perspektive und denke, dass die französische Situation, auch etwas mit F. ehemaligen Kolonien zu tun hat. ?) Da traut sich noch nicht einmal die Polizei in die von Ausländern dominierten Vorstädte der großen Städte und der Ballungszentren. Aber all zu weit sind wir im Buntland Germany nicht entfernt, wenn Arabische Großfamilien ihre „Dinge selber regeln dürfen, nach ihren eigenen Gesetzten“ unter Nichtstun z.b. des Berliner Senats der bekanntlich Rot, Grün, Dunkelrot besetzt ist.
Mit freundlichen Gruß aus der Erfurter Republik

Ingo Frank | Do., 27. Oktober 2022 - 08:59

Die Teddybärwerfer werden uns vom ÖRR „vorenthalten“ und die monatlichen Zuzüge werden uns in Zahlen verschwiegen, damit ein eventuelles „Umdenken“ der Bevölkerung vermieden werden soll. Also doch etwas gelernt!
Tja auch im Buntland Germany, fangen die Zeiten an, härter zu werden, auch im reichen Westen des Landes. Und man fragt sich dort auch langsam, wer’s am Ende alles bezahlen soll. Aber das ist alles kein Problem für die dilettantisch agierende Ampel…… da wird ein Deckel vom nächsten Topf „Sondervermögen“ geöffnet, und die Milliarden zum Fenster raus geschmissen. Wir haben’s ja. NOCH … fragt sich nur, wie lange das noch gehen soll, wie lange sollen die Probleme noch ausgesessen werden?
Hört auf von Krise zu schwafeln, diese Ist hausgemacht und von rot grün gewollt. Aber irgendwann ist’s selbst dem Michel zu viel und er wird rebellieren und dann gehts wie 89 ganz schnell.
Mit freundlichen Gruß aus der Erfurter Republik

Ronald Lehmann | Fr., 28. Oktober 2022 - 13:24

Antwort auf von Ingo Frank

1. preiswerte Energie, breit aufgestellt
2. eine Politik der harten Währung
3. hochentwickelte Verkehrsmittel & Infa-Struktur
4. hoch ausgebildete Ingenieure, Techniker & Chemiker & ....., die auch persönl. Verantwortung übernahmen.

Ein paar Jahrzehnte später - & ja Herr Heyer, geplant & gewollt
AUSGEFÜHRT
für
die weltweiten Namen & Gesichtslosen menschlichen Götter (so fühlen sie sich) auf Erden

Und Nein-der d. D.Heßling wird weiterhin in Masse still halten, siehe:
CDU-Klatschparteitag
Corona Impfpflicht & Krankengeld
Über 2/3 tragen (selbst in Sachsen) die Masken in Zügen & öVM, während Politiker die Freiheit haben, OHNE zu longieren.
Benzin/ Energie

wenn protestiert wird, dann durch die Weichmacher-Institutionen wie Gewerkschaften, Kirche &&&

Geld wird so schnell & viel wie Klopapier bedruckt aber als solches nicht benutzbar.

Energie-Projekt & seine Entwicklung - der Black Out wartet schon vor der Tür

Auto ohne Worte

Wann werden die Sozialsysteme kolabieren?

Herr Forbig ?

Norbert Heyer | Do., 27. Oktober 2022 - 09:24

Was wurde nicht alles versprochen, geplant und an Regelungen geschaffen, um die erste Migrationswelle zu stoppen? Passiert ist nichts, es kommen, bedingt durch den Krieg mehr Menschen als bei der ersten Flüchtlingswelle. Als eigentlicher Gegner von Verschwörungstheorien kann ich nur drei Gründe dafür feststellen: 1. Die beste Versorgung weltweit. 2. Keinerlei Verpflichtungen und Zwang für Migranten. 3. Der schlimmste Grund: Zerstörung von Deutschland und schrittweise Abschaffung eines deutschen Volkes zugunsten einer muslimisch-dominierten Mehrheit. Lange habe ich mich geweigert, eine solche Ungeheuerlichkeit als gewollte Entwicklung zu sehen, die Realitöt und die unbarmherzige Einwanderungsoffensive mit zusätzlich gefördertem Familien-Nachzug lässt keinen anderen Schluss zu. Wir können und werden keine Kehrwendung erreichen, es bleibt die Frage, ob die anderen EU-Staaten auch bereit sind, ihre Existenz und Souveränität aufzugeben, um letztendlich in Unfreiheit und Armut zu landen.

Walter Bühler | Do., 27. Oktober 2022 - 09:26

Ein Land, das sehr schlecht vorbereitet ist auf natürliche Katastrophen, geschweige denn auf den Verteidigungsfall (Nahrungsreserven, Energieversorgung, Kommunikation, funktionierende Verwaltung, funktionierende Verkehrsstruktur, Schutzräume, ...) - wie kann man es verantworten, so vielen anderen Menschen in diesem Land eine Zuflucht und damit einen Schutz anzubieten, der noch nicht mal für die vorhandene Bevölkerung existiert?

H.v. Weissensand | Do., 27. Oktober 2022 - 09:43

Sehr geehrter Alexander Marguier, denke, die Artikel sind mühsam. Wir können uns in den Foren echauffieren, mehr nicht. Wenn man auf die Straße geht und dagegen demonstriert, ist man sofort auf der Seite der Bösen, Was solls, immer rein mit den Leuten...

Stefan Forbrig | Do., 27. Oktober 2022 - 09:44

… die Überforderung. Irgendwas stimmt da aber nicht. Vor kurzer Zeit haben sich eine Vielzahl von Städten und Stadtstaaten noch als "sichere Häfen" angeboten, vor dem Reichstag in Berlin wurden 15-20.000 Stühle aufgestellt und jeder "wichtige" Clown hat "Wir haben Platz" skandiert.
Nun, wo ist denn jetzt der Platz hin? Das Problem dabei ist, jeder, der diese Aussage getroffen hat, hat vergessen, seine Privatadresse mit unter den Spruch zu schreiben.
Dann wäre der Spuk nämlich schnell zu Ende gewesen.
Ich hätte die Spinner zu der Zeit namentlich erfasst und ihnen jetzt ihre Anzahl Migranten in Abhängigkeit ihrer Wohnfläche direkt zugewiesen. Dann hätten wir das Problem jetzt nicht.
Diese Scheinheiligkeit ist ja hanebüchen....

Gerhard Lenz | Do., 27. Oktober 2022 - 10:22

die hoffen, damit zu punkten, ja ihr Leib- und Magenthema serviert. Wer das ist, braucht man wohl nicht zu betonen.

Bei der AfD wird man sich darüber freuen, dass sich der Cicero auf das Thema zurückbesinnt, mit dem das Magazin damals (2015) in rechten Kreisen vermehrt Aufmerksamkeit, in gemäßigten und linken Kreise jedoch jede Menge Ablehnung erntete.

Den Durchschnittsdeutschen wird das Thema ziemlich kalt lassen - den plagen Kriegs-, Energie- und Klimasorgen.

Über Ihre Mitmenschen urteilen Sie ziemlich verächtlich. Sei‘s drum. Der wahre Charakter eines Menschen zeigt sich am Verhalten gegenüber denjenigen, die ihm nichts nützen. Übrigens: Ihre Angaben sind falsch. Eine aktuelle Studie der R+V Versicherung über die Ängste der Deutschen führt den Klimawandel erst an 8. Stelle. Übrigens nahezu gleichwertig mit der Überforderung des Staats durch Geflüchtete. Krieg kommt im 10er-Ranking nicht vor. Die ersten Plätze belegen steigende Lebenshaltungskosten und unbezahlbares Wohnen. Ihre Einschätzung kommt sicherlich daher, dass Sie nicht zum Durchschnitt gehören. Das Leben in der Blase ist einfach schön.

"… Den Durchschnittsdeutschen wird das Thema ziemlich kalt lassen - den plagen Kriegs-, Energie- und Klimasorgen..."

Gut erkannt, die Leute werden mit anderen Angstthemen gefüttert, so das das Migrationsdesaster schön unter den Teppich gekehrt werden kann.
Aber der Dreckberg unter dem Teppich ist mittlerweile so hoch, daß die Beule sogar dem Bürger und auch den Gefälligkeitsmedien schon auffällt. So was Blödes aber auch….

Ernst-Günther Konrad | Do., 27. Oktober 2022 - 10:57

Die Politiker haben oft die persönliche Voraussetzungen gar nicht lernen zu können und vor allem, die wollen auch nicht lernen. Ihre Ideologie läßt lernen nicht zu. Wir erleben es doch in allen Bereichen der Politik. Die machen keine Fehler und wenn doch, dann geht Moral über gesunden Menschenverstand. Und so ganz nebenbei kann man doch damit immer mehr "Nazis" in der Wählerschaft der AFD ausmachen und natürlich die AFD selbst als Kritiker der Migrationspolitik weiterhin stigmatisieren. Sicher ein gewollter Nebeneffekt. Die machen weiter wie bisher und werden da nicht nachlassen. Und selbst die UNION macht da letztlich mit, auch wenn zwischendurch der ein oder andere für die Galerie aufbegehrt. Und sind wir mal ehrlich, die Wähler wollen es mehrheitlich so, die wählen diese Parteien doch immer wieder. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, wann beim BMI eine Moschee neben dran gebaut wird und der Muezzin zum Gebet ruft. Vielleicht ändert sich erst was, wenn es Politiker selbst trifft.

hermann klein | Do., 27. Oktober 2022 - 12:19

Jeder neue Zuwanderer bringt der Asyl-Industrie Gewinn. Wer die fatalen Zustände bei der Asylpolitik – Masseneinwanderung - verstehen will, der kommt um unbequeme Fakten nicht herum.
Diese Multi-Kulti Branche, die sich nach außen wohltätig disponiert, jedoch im Hintergrund skrupellos abkassiert. Die deutsche Asylindustrie macht Geschäfte, von denen viele Firmen nur träumen können. Pro Monat kostet ein Asylbewerber den Steuerzahler etwa 3500 Euro. Bei einer Million neuer Asylbewerber sind das monatlich 3,5 Milliarden Euro - also pro Jahr 42 Milliarden Euro.
Es sind nicht nur Betreuer, Dolmetscher und Sozialpädagogen, Schlepper und Miet-Haie, die davon profitieren. Die ganz großen Geschäfte machen die Sozialverbände, Pharmakonzerne, Aldi, Lidl, Politiker, Medien, Journalisten. Für sie ist die Flüchtlingsindustrie ein profitables Milliardengeschäft mit Zukunft.
Es ist ein Verbot über Wirtschaftsflüchtlinge und Scheinasylanten zu Gunsten der Profiteure zu sprechen.

Sabine Lehmann | Do., 27. Oktober 2022 - 12:42

Als einziges Land, in dem es Geld für nichts gibt und das reichlich, muss sich niemand wundern, dass alle Reisenden nach Deutschland wollen. Und da im woken Asylklima das Grundgesetz mit anhängendem Asylrecht seit Jahren durch politische Praxis konterkariert wird, werden sich die Zustände weiter verschlimmern. Denn schon fast in Vergessenheit geraten ist, dass nach geltendem Recht niemand einen Asylantrag stellen darf, der über sichere Drittstaaten einreist und unverzüglich zurückzuweisen ist über die nächste Grenze. Da persönliche Moral, wie wir alle wissen, bei uns gerne mal über dem Gesetz steht, sieht die administrative Praxis anders aus. Die abgenutzte Ausrede mit EU-Recht ist juristisch nicht tragbar, aber trendy.
Die Tatsache dass der größte Anteil an Asylanträgen abgelehnt wird, hat auch keinerlei Konsequenzen. Wer kommt der bleibt, sicher nicht zum arbeiten, sondern zum alimentieren, bestenfalls. Dieses Land ist krank und es wird noch schlimmer, dazu haben wir diese Regierung.

Dirk Weller | Do., 27. Oktober 2022 - 12:42

Das ist das Resultat, wenn Moral und Emotionen den Verstand überdecken oder gleich komplett verdrängen.

Markus Michaelis | Do., 27. Oktober 2022 - 12:52

Ich nehme es so wahr, dass nach wie vor die Hauptgefahr für die Gesellschaft von sehr vielen Menschen von Rechts gesehen wird, so dass sich andere Themen dem unterordnen müssen, d.h. sie werden nicht für sich selber beurteilt, sondern unter der Fragestellung, ob etwas den Rechten nutzt.

Aber es gibt sehr viele andere Aspekte, es ist sehr unübersichtlich.

Ich denke, dass sich die Gesellschaft ziemlich übernimmt. Im Moment haben wir nach meiner Wahrnehmung eine strikte Leitkultur, die niemand wirklich angreifen kann. Die trägt sehr dazu bei, das zusammenzuhalten. Aber sie ist immer noch sehr biodeutsch und wird stark von Babyboomern mitgetragen. Was in 20 Jahren die Gesellschaft zusammenhalten soll, sehe ich schon als Experiment ins Unbekannte. Misstrauen verstärkt sich schnell, das Entsetzen übereinander ist heute schon zu groß und Menschen sind eben nicht alle gleich, sondern haben verschiedene Ideen vom Menschen und der Gesellschaft.

... nach Ihrem nun x-ten guten und wohlüberlegten Beitrag mutmaße ich, dass ich Sie "neulich", d.h. am 09.09. in Ihrem Beitrag "Religionen geben Halt" entweder nicht richtig verstand ODER Sie sich mißverständlich ausgedrückt hatten.
Kritisiert hatte ich am Tag darauf vor allem Ihren letzten Satz "Der Mensch will kompromisslos DAS Gute und DIE Gerechtigkeit durchgesetzt sehen." Denn DA fehlte mir genau die Differenzierung, die Sie sonst immer (und auch hier bei den verschiedenen Menschen-Ideen) so wohltuend anstellen.
DAS Gute ist für einen Dschihadisten das Köpfen von "Ungläubigen", DIE Gerechtigkeit für Nazis (und damals GANZ bestimmt auch für viele strammdeutsche Volks-Genoss:innen!!!) bestand in der grausamen Liquidierung von gescheiterten Hitler-Attentätern.
Will heissen: alle Verabsolutierungen sind lediglich Denk- und Argumentationsfaulheiten.

Bernd Windisch | Do., 27. Oktober 2022 - 13:27

Ich wundere mich, dass sich der Autor wundert.

Göring Eckardt, Grüne Sekte: „Unser Land wird sich ändern, und zwar drastisch. Und ich freue mich darauf!“

Frau Göring Eckardt und ihre Unterstützer dürften aktuell völlig aus dem Häuschen sein vor Freude.

Ehrlich gesagt hält sich die Freude vieler Betroffener in Grenzen. Ich jedenfalls habe keine Lust mehr eine Steuererklärung abzugeben. Wenn ich mein Geld spenden möchte entscheide ich gern selbst an wen.

Bazooka, Wumms und Doppelwumms sind gekommen um zu bleiben.