Sahra Wagenknecht bei „Anne Will“ - Völker, hört die Wirtschaft!

Beim Corona-Talk von „Anne Will“ legte ausgerechnet die Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht einen FDP-haften Auftritt hin. Fehlereingeständnisse kamen eher von Unions-Fraktionschef Ralph Brinkhaus als von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. Dieser ließ sich nur auf ein „Einzelgespräch“ ein.

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Sahra Wagenknecht warnt vor massenhaften Corona-Betriebspleiten / Screenshot

Autoreninfo

Bastian Brauns leitet das Wirtschaftsressort „Kapital“ bei Cicero. Zuvor war er Wirtschaftsredakteur bei Zeit Online und bei der Stiftung Warentest. Seine journalistische Ausbildung absolvierte er an der Henri-Nannen-Schule.

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Bastian Brauns

Nicht wenige Zuschauer dürften sich bei Anne Wills Corona-Sendung verwundert die Augen beziehungsweise die Ohren gerieben haben. Saß dort doch die wohl noch immer prominenteste Linkspolitikerin Sahra Wagenknecht, wenngleich ohne Amt, aber gewillt, wieder in den Bundestag gewählt zu werden. Aber so wie sie mitunter sprach, konnte man sich nicht mehr ganz sicher sein, für welche Partei sie wieder einziehen möchte. Angesichts nunmehr eines ganzen Jahres voller Lockdowns warnte Wagenknecht vehement besonders zum Beginn der Talkrunde vor einem Niedergang der Wirtschaft. Sie sprach davon, dass ganze Branchen und Berufsgruppen kaputt gemacht würden. Millionen von Menschen würden in den Ruin getrieben.

Sie sagte später noch viel mehr. Etwa, wie gut Frankreich und Schweden durch die Krise kämen. Oder, dass es keine bewiesenen Infektionen bei der Gastronomie oder Kulturbetrieben gäbe. Keine Datengrundlage, aber ganz viel Lockdown, so ihr Vorwurf. Rundum klang ihr Auftritt durchaus nach einem Schuss Wirtschaftsrat der CDU, einer ordentlichen Portion FDP und vielleicht einer Prise AfD. Die Reaktionen der eigenen Parteikollegen nach diesem Auftritt dürften jedenfalls erwartbar missgünstig ausfallen. Zugutehalten könnte man ihr aber aus linker Sicht zumindest, dass sie mit kräftiger Kritik am Amazon-Konzern nicht sparte. Dass ausgerechnet dieser Krisengewinner nicht von Lockdowns betroffen sei, obwohl Amazons Logistik-Zentren Corona-Hotspots seien, brachte sie als Argument gegen Ladenschließungen beim Einzelhandel in Stellung.

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Christa Wallau | Mo, 8. Februar 2021 - 04:35

Vertrauen beruht auf Glaubwürdigkeit. Man erwirbt sie sich durch Ehrlichkeit, nicht durch Schön- u. Drumherum-Reden.

Nach bestem Wissen u. Gewissen zu entscheiden geht in Ordnung, aber es reicht nicht.
Wenn man bei seinen Entscheidungen Fehler macht, muß man sie zugeben u. daraus entsprechende Lehren ziehen. Nur so kann man
auf Dauer vertrauenswürdig bleiben.

Frau Merkel hat - soweit ich mich erinnere - bisher n i e von einem Fehler gesprochen, der ihr in den fast 16 Jahren ihrer Regierungszeit unterlaufen sei u. für den sie die Bürger um Entschuldigung bitten müsse.

Faktisch bedeutet das: Sie ist entweder nicht
fähig zur Selbstkritik (d. h. Fehler zu erkennen) o. sie ist nur unfähig, ihre Fehler einzugestehen.
Beides ist in schwierigen, zukunftsentscheidenden Situationen, in denen es um das Wohl u. Wehe von Millionen von Bürgern (sogar um Tod o. Leben) geht, gleichermaßen fatal.

Eine derartige Person u. die ihr angepaßten Mitarbeiter sollten kein Land lenken dürfen.

ich kann Ihnen nur in allen Punkten nur Recht geben! Erst wenn diese Frau gegangen sein wird, wird es einer Mehrheit der Deutschen dämmern, dass es da nichts gibt, aber auch gar nichts, was man dieser Frau zugute rechnen könnte. Überall nur heilloses Chaos, Kakophonie und Spaltung, Hetze und Hass, Blockwartswesen und Stasi-Spitzelei. Statt Lösung eines Problems, immer wieder nur der Versuch, Probleme mit Milliarden totzuschmeißen, so wie man den schwelenden Meiler von Tschernobyl mit Beton totgeschmissen hat. Und es wird die überwältigende Frage im Raum stehen: Wie wickeln wir ihr "Werk" ab? Wie kann unser Land wieder gesunden? Wie weg von den Schulden und der Vergeudung? Wie kommt die Wirtschaft wieder auf die Beine? - Zur Person Sarah Wagenknecht kann man nur konstatieren, wie gut es tut, wenn man eine*n kluge*n Politiker*in für ein paar Jahre in ein Sabbatical schickt! Dabei können sogar Politiker den Mut finden, sich ihres eigenen Gehirnschmalzes zu bedienen!

Ronald Lehmann | Mo, 8. Februar 2021 - 20:27

In reply to by Albert Schultheis

Inklusiv der Säulen der Macht!!!
Glaubt ihr wirklich, dass bei irgend einen anderen Politiker ein anderer Hafen angefahren werde.
Der Inhalt ist Maßgebend.
Nicht der Rahmen.
Wer das glaubt, glaubt auch, dass ein Zitronenfalter die Zitronen faltet.

Sie haben die dritte Option vergessen: die Kanzlerin hat und hatte immer recht! Denn wer das eigene Regieren als alternatives verkauft und keiner oder fast keiner widerspricht, dann bleibt nur die dritte Option.

Fritz Elvers | Mo, 8. Februar 2021 - 05:18

um bis drei zählen zu können.

Interessant ist aber, dass die Linke ihre beste Frau mit einer Torte beschmeißt und die Grünen ihren besten Mann gleich ganz rauswerfen will.

Also an Backbord hat das Narrenschiff auch Schlagseite, das gleicht sich wieder aus.

Linda Martin | Mo, 8. Februar 2021 - 07:00

Wann hört das endlich auf? Was bitte trägt Parteipolitik zur Bekämpfung von Corona bei? Sahra Wagenknecht scheint die Einzige zu sein, die das begriffen hat. Weil sie klüger ist als alle anderen, passt sie in kein Parteischema. Sie ist in der Lage, komplexe Zusammenhänge zu erfassen, und ihr geistiger Horizont wird nicht von irgendeinem Parteiprogramm begrenzt. "Keine Datenlage und ganz viel Lockdown". Und die Schäden sind unvorstellbar groß, in allen Bereichen. Sehe ich genauso. Seit Tagen bereits werden wir wieder von allen Seiten gewarnt, ermahnt, darauf vorbereitet, daß es keine "Lockerungen" geben kann/darf/wird. Obwohl alle Werte (deren Aussagekraft sich mir auch nur begrenzt erschließt) kontinuierlich sinken. Keine Perspektive, aber ganz viel "hätte-könnte-sollte-würde". Übrigens: Schließung von Restaurants und Handel zeigten keine Wirkung, erst als die Schulen dichtmachten, gingen die Zahlen zurück. Wenn jetzt Schulen Priorität bei der Öffnung haben, schwant mir nichts Gutes!

Manfred Sonntag | Mo, 8. Februar 2021 - 11:29

In reply to by Linda Martin

Frau Martin, wie recht Sie haben! Frau Dr. Wagenknecht ist für mich die einzige Politikerin die etwas von Politik versteht. Sie lässt die komplette Opposition von Grünen, der FDP, den Linken und der AfD dumm dastehen. Nehmt euch endlich ein Beispiel an ihr. Aber sie wird genauso niedergemacht wie Herr Palmer oder der OB von Rostock, Herr Prof. John P. A. Ioannidis oder die WHO. Intelligenz ist in diesen Kreisen scheinbar verpönt. Seit Monaten wird von den Zauberlehrlingen immer wieder ein neues Karnickel aus dem Hut gezaubert. Leider ist das arme Tier schon in der Kopfbedeckung gestorben. Seit Wochen schwätzen sie von Mutanten, ab morgen vielleicht von Monkels oder Mumuttis oder gar nur noch Muuh. Mal sind es die Inzidenzwerte von 200, dann 100, dann 50, dann 20 oder 10, denn sie wissen nicht was sie tun. Es ist einfach nur erbärmlich. Und am meisten bin ich von den Medien, der 4.Gewalt enttäuscht. Es sind bis auf ein paar Ausnahmen nur noch anbiedernde illiberale Trigger-Setzer.

... paßt sie in kein Parteischema."

Ja, so ist das - leider.
Nicht die Vernünftigsten u. Verantwortungsvollsten gelangen in führende Positionen, sondern die "Netzwerker", die sich hochgedient haben. Es sind diejenigen, die das innerparteiliche Spiel des Aufsteigens u.Sich-Behauptens am besten beherrschen. Dabei hilft es sehr, wenn sie mit schönen Worten n i c h t s aussagen können. Mit solcher Schläue kann man in D Bundeskanzler werden u. lange bleiben.

Frau Wagenknecht u. Herr Palmer sind momentan die bekanntesten Beispiele für selbständig denkende Parteimitglieder, die sich nicht an die "Bandenmentalität" halten, sondern sogar - Welch eine Infamie! - mitunter beim
politischen Gegner vernünftige Argumente u. Vorschläge entdecken.
So etwas geht nun wirklich nicht!!!
Herr Merz ist übrigens bei der CDU u. a. auch deshalb nicht zum Vorsitzenden gewählt worden, weil er "gefährlich" klüger ist als Laschet.
Schon in den Schulen werden die Klügsten gern gemobbt.
Kein Dummer mag sie.

Stimme voll zu, sehr geehrte Frau Wallau. Besonders Ihr letzter Abschnitt hat es mir angetan, nämlich dass sehr kluge Menschen in der Politik kaum Chancen haben.
Die Masse von Parteimitgliedern mag die Klugen nicht besonders. Hervorragende Denker schon gar nicht. Frau Dr. Sarah Wagenknecht ist ein typisches Beispiel dafür. Die Konsequenz sind Mittelmäßigkeit in den Führungs-Etagen der Parteien. Das scheint mir ein Kernproblem der repräsentativen Demokratie zu sein, möglicherweise auch des deutschen Wahlsystems, aber jedenfalls weniger der direkten Demokratie etwa nach Schweizer Vorbild. Das AfD-Parteiprogramm enthält hier klare Forderungen. Grüße von der Ost-Grenze!

Claudia Biegler | Mo, 8. Februar 2021 - 16:51

In reply to by Linda Martin

Liebe Frau Martin,
ich kann Ihnen in einigen Punkten zustimmen, nur etwas ärgert mich maßlos: Der Glaube, dass Schulöffnungen zu einer unglaublichen Erhöhung der Infektionszahlen führen. Bis jetzt wurde mit noch keiner Studie dieses belegt, oder? Wenn ja, dann klären sie mich bitte auf.

Peter Sommerhalder | Mo, 8. Februar 2021 - 07:22

Für mich ist es immer wieder erfrischend ihr zuzuhören.
Die Frage ist nur: Wie lange wird sie noch in solche "Diskussionssendungen" eingeladen.

Und, ist es wirklich zu 1'000% abwegig sich Sahra Wagenknecht als Kanzlerin vorzustellen...?

Gerhard Lenz | Mo, 8. Februar 2021 - 09:34

In reply to by Peter Sommerhalder

war doch tatsächlich bis zum Jahr 2010 in der Kommunistischen Plattform aktiv, die noch immer (?) vom Verfassungsschutz beobachtet wird.
Überhaupt hat man sie lange Zeit zum linken Flügel der Partei gezählt. Mittlerweile streiten "die Linken" allerdings darüber, wie linke, erfolgsversprechende Politik aussehen sollte. Da wiederum ist Wagenknecht erstaunlich "konservativ" und prinzipiell gegen zu viel Öko, Vielfalt oder Genderpolitik in der Partei. Vielmehr will sie eine Rückkehr zu altlinken Zeiten, in denen der politische Gegner noch klar war, und man mit Lohn- und Steuerpolitik, Umverteilung oder gar Enteignungen mehr soziale Gerechtigkeit schaffen wollte. Ihre Bücher bescheinigen ihr eine erstaunliche wirtschaftliche Analysekapazität, ihre Rezepte sind allerdings immer die gleichen. Ihre Hoffnung, u.a. mit dem linken Populisten Stegmann zusammen eine linke Sammelbewegung zu schaffen, war typisch "alt-link" und kein "Aufbruch", sondern am Ende ein kolossaler "Einbruch".

jeder versteht irgendwas anderes unter links. Hier im Forum wird sogar Frau Merkel diese Ehre zuteil.
Die "Kommunistischen Plattform" war wohl eher als Provokation gedacht, was ja auch wunderbar gelang. Insbesondere CDU-Politiker mussten sich in Laber-Schwätz-Shows regelmäßig den Schaum vom Munde wischen. Gerne wurde sie auch Stalinistin genannt.
Sie wird in diesem Bericht falsch wiedergegeben. Es sind keine FDP-Argumente, sondern sie verweist gezielt auf die Katastrophe in der Mikroökonomie, die Einfallslosigkeit, mit der gerade die Tüchtigen ruiniert werden. Selbstverständlich können Cafes oder Bekleidungsgeschäfte etc. so organisiert und zertifiziert werden, dass keine derartigen Härten entstehen. Die Mafia steht schon in den Startlöchern, um diese Geschäfte zu übernehmen.

Wagenknecht hat einen klaren analytischen Verstand. Das mögen viele Nullchecker von rot bis grün nicht.

Ich bin da eher bei Herrn Lenz und glaube, es sind Wagenknechts Kapitalismuskritik und mehr noch ihre Aussagen zur Asyl- und Flüchtlingspolitik, die viele Ciceronen darüber hinwegsehen lassen, dass es sich bei der Dame um jemanden handelt, die sich erst 20 Jahre nach dem Ende des SED-Regimes davon distanzierte - und zwar mit der Begründung (zitiert in: DER SPIEGEL, 23.4.2010), ihre positive Haltung sei eine "Trotzreaktion auf dieses gesellschaftliche Klima [gewesen], in dem ein Schauermärchen über die DDR das nächste jagte."
Man weiß: Wer sich kritisch über Nicht-Deutsche äußert, der hat einen Stein im Brett in diesem Forum. Wer jedoch in einer Stiftung mitwirkt, die sich gegen, Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus wendet, der muss sich auch 41 Jahre nach dem Ende der DDR anhören, dass sie von 1974 bis 82 IM war und als Schreckgespenst für wirre Fantasien herhalten, denen zufolge die Linke in Deutschland kurz vor der "Machtergreifung" steht. Tja...

Herr Lenz, die wirtschaftliche Analysekapazität von Frau Dr. Wagenknecht ist nicht erstaunlich, schließlich ist sie promovierte Wirtschaftswissenschaftlerin. Wenn Frau Dr. Merkel das wirtschaftspolitische "Rezept" (...die Grundversorgung der Menschen mit essentiellen Leistungen wie Gesundheit darf nicht privaten Profitjägern überlassen werden...) von Frau Dr. Wagenknecht dem Volk verabreicht hätte, würde es in Zeiten von Corona in Pflegeheimen und Krankenhäusern besser aussehen.

ursula keuck | Mo, 8. Februar 2021 - 10:47

In reply to by Peter Sommerhalder

Alleine schon durch Ihr Charisma und Souveränität sehe ich Sarah Wagenknecht als eine denkbare Bundeskanzlerin (u. hervorragende Krisenmanagerin), wäre da nicht die bedauerliche Parteizugehörigkeit.
Schade, schade….

Sehr geehrte Frau Keuck, es würde schon reichen, wenn ein künftiger, deutscher Kanzler die Größe besitzen würde und über alle Parteigrenzen und politischen Ansichten hinweg, nur die Besten und Kompetentesten in sein Kabinett berufen würde! Die Situation in diesem Land ist derart verfahren und nicht nur coronabedingt, daß solch ein Handeln aus meiner Sicht notwendig erscheint! Eine Sarah Wagenknecht wäre dabei sicher erste Wahl!

kann ihnen nur zustimmen. Diese Frau hat alles was man sich, aus Sicht unseres Landes, von einer Bundeskanzlerin vorstellen kann (sogar die äußere Erscheinung). Was ihr fehlt, und deshalb hätte sie nie ein Chance, ist die Kotaubereitschaft gegenüber der USA. Ach warum fällt mir jetzt gerade die andere Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock ein.

Jürgen Sauer | Mo, 8. Februar 2021 - 11:32

In reply to by Peter Sommerhalder

mit ziemlicher Sicherheit Personenschutz.

Ihr eigenes Wähler Clientel, daß Ihrer Partei, verzeiht keine Abweichler und neigt dazu dies physisch anzugreifen oder Gegner zu betrachten und deshalb zu "Erschießen".
Sie wird sich wohl vor Ihrer AntiFa nach Ihrer "Faschistischen" Äußerung sehr in acht nehmen müssen.

Dietmar Deibele | Mo, 8. Februar 2021 - 12:59

In reply to by Peter Sommerhalder

für den Einwurf! Das Forum hier ist so erfrischend!
Hab ich noch nicht dran gedacht, auf jeden Fall, 100 mal besser, als der Status Quo!

Norbert Heyer | Mo, 8. Februar 2021 - 07:44

Ganz langsam scheinen immer mehr Menschen zu merken, dass sie von Anbeginn der „Corona-Grippe“ bis auf den heutigen Tag von der Politik belogen wurden. Von keiner Gefahr - über keine Masken - über Impfbeginn Ende Dezember 2020 - nichts davon stimmte. Im Gegenteil, es wurde nach und nach hochstilisiert zu einer Pandemie mit Stilllegung des öffentlichen Lebens. Menschen wollen in Krisensituationen von Politikern begleitet werden, die Entscheidungen treffen und hinterher dazu stehen. Wer die unmögliche Impfstoff-Besorgung als „ im Großen und Ganzen“ als „gelungen“ bezeichnet, wird auch niemals „eigene Fehler erkennen“ können. Nach den Worten der Verantwortlichen zu schließen, werden wir die Ausbremsung des Lebens mindestens bis zum Frühling haben. Eine Krise wird zu einer Katastrophe. Es kann zu Unruhen und Gewalt kommen und die Zauberlehrlinge haben die Erlösungsformel immer noch nicht gefunden. Die Frage ist, ob sie diese nicht finden wollen, sollen oder dürfen. Unser Misstrauen wächst.

Annette Seliger | Mo, 8. Februar 2021 - 09:19

..sie genügt keinen journalistischen Standards, berücksichtigt den Sendeauftrag nicht und macht sich mit dem Regierungshandeln gemein. Will und Merkel verfolgen beide die gleiche Agenda, und die Meinung der größten Opposition darf nicht zu Wort kommen, denn dann würde die Sendung vollends zur Farce verkommen. Wäre die Sendung ein Geschäft und müsste davon leben, dann hieße es schon lange "der Letzte macht das Licht aus", aber Will ist staatlich alimentiert und der Steinmeier wird ihr sicher irgendwann das Verdienstkreuz um den Hals hängen - als Hüterin der Demokratie -.
Jetzt kurz zur Sendung: Wagenknecht hat nach den Daten einfach Recht. Die Corona Toten sind in den Altenheimen zu beklagen, aber anstatt diese max. zu schützen, fahren wir lieber vorsätzlich eine Wirtschaft an die Wand und ruinieren Existenzen.
Wir wissen nicht wo die Menschen sich infizieren, aber wir wissen wer Gefahr läuft daran zu sterben und danach ist das Handeln auszurichten. Wo war gestern eigentlich Habeck?

Frau Seliger. Will ist eine der vielen Claquere von Merkel im ÖR.
Man müsste den ganzen Laden zum Bezahlfernsehen, ÖR on Demand, machen. Dann wäre ganz schnell Schluß. Und die Blechkreuze hat man in den vorherigen deutschen Regimen auch wie Kamelle verteilt. Orden sind wie Bomben, treffen immer die Falschen.
Aber Corona hat auch was gutes.
Im Krkhaus wird nicht mehr an einem Keim, einer Lungenentzündung oder Grippe gestorben. Alles ausgerottet.
Nach Datenlage hat S.W. recht. Aufgeklärte Leser wissen es auch.
Und die Ausstrahlung dieser Dame. Kommt Frau M. in 100 Jahren nicht ran. Die größte Opposition war leider nicht da. Harbeck würde ich nicht vermissen. Wird eh überbewertet.
Danke an den Autor sich dieses Gequassel in voller Länge anzutun. Ich schaffe immer nur Minuten. Dann doch lieber ein Buch oder gute Musik.
Allen einen schönen Start in die Woche.

Urban Will | Mo, 8. Februar 2021 - 09:38

sich hier gegen die Windfähnchen ihrer Parteigenossen stellt.
Zur Sendung äußere ich mich nicht, ich schau mir die Will schon lange nicht mehr an, das hat mit unabhängigem Journalismus nichts mehr zu tun, auch wenn, siehe gestern, es doch immer wieder Momente gibt, wo die „Kundschaft“ Meinungen äußert, die nicht „ins Schema“ passen.

Zum Thema Corona: Wenn das, was heute durch die Land hallt, stimmt, also Seehofers Ministerium Wissenschaftler vor seinen „Panik – Karren“ gespannt hat, diese also veranlasste, „Horror – Szenarien“ zu entwickeln, dann ist das angesichts des hiermit begründeten Lockdown – Irrsins und den Folgen ein historischer Skandal.
Sagen wir: es „wäre“ einer, denn die Sache wird mit Sicherheit unter den Tisch gekehrt, politische Verantwortung wurde im Merkelismus abgeschafft. Der Horst und andere genießen nordkoreanische Kaderfreiheiten.
Wir brauchen keine „No“- oder „Low – Covid“- Strategie.
Wir brauchen dringend eine „New – Government“ - Strategie.

Heidemarie Heim | Mo, 8. Februar 2021 - 11:21

In der Tat schaute ich mir die Sendung nur an weil Frau Dr. Wagenknecht eingeladen war. Und sie war auch die Einzige neben Frau Schwesig, der ich überhaupt noch zuhören konnte, bzw. gewillt war zuzuhören! Der Rest, insbesondere dieses höchst "unergiebige" Einzelgespräch mit Minister Spahn war mal wieder vom Erkenntnisgewinn her für die Tonne wenn man mich fragt;) Man kann die ewig gleichen Leiern und das Rumgeeiere um wichtige Fragen und Themen nicht mehr hören. Und ich sag`s hier noch mal! Mich interessiert nicht die Bohne aus welcher politischen Ecke jemand kommt, solange man die Dinge so in Zusammenhang bringen kann und offen Stellung nimmt wie Sahra Wagenknecht oder auch OB Palmer, die aufgrund dessen in ihren eigenen Parteien nicht gut gelitten sind. Was mir wiederum zeigt, was für ideologisch verbrämte Schwachmaten dort das Ruder übernommen haben. Viel Feind, viel Ehr! Also das nächste Mal ein Talk nur mit den Beiden, welche was relevantes sagen wenn sie den Mund aufmachen! MfG

Nur noch eins :
Schröder sagte: Sie kann es nicht. Wie recht er doch hatte.
Der mit 28 Semestern Politologie kann es auch nicht.
Mir würden noch mehr von dieser Sorte einfallen...

Günter Johannsen | Mo, 8. Februar 2021 - 11:25

die in der falschen Partei Mitglied ist. Leider ist die SPD inzwischen ein Flügel der SED-Erben-Partei geworden. In einer Willy-Brandt-SPD hätte Sahra Wagenknecht vielleicht Heimat finden können?
Es ist richtig: was haben die Arbeitnehmer davon, wenn ihre Firma pleite geht? Nur eine gut funktionierende Wirtschaft kann Arbeitsplätze sichern und stabil halten. Wer ideologiefrei denken kann, weiß das. Insofern ist der
Klassenk(r)ampf nur eine sehr diffizile Sache, der das eigentliche Thema links liegen lässt.
Aber meine Beobachtung in 40 Jahren DDR-Kommunismus ist für mich daher immer noch stimmig: Der sogenannte Kommunismus war (und ist) nichts anderes als ungebremster Staats-Kapitalismus, bei dem sich eine Clique linksradikaler Parteifunktionäre auf Kosten des Volkes bereichert! Denn das sogenannte Volkseigentum in der - Gott sei Dank - untergegangenen DDR gehörte nicht dem Volk, sondern einer Horde Moral-Elite-Kommunisten – den SED-Führungskadern.

Wolfgang Tröbner | Mo, 8. Februar 2021 - 11:59

Spahn und seine Chefin verstecken sich gern hinter der "Wissenschaft", um notfalls einen Schuldigen präsentieren zu können, wenn wieder eine der zahlreichen "Strategien" nicht funktioniert haben. Alternativ wird die Schuld auch auf die Bürger und deren angebliches Fehlverhalten abgewälzt. Immer mehr lichtet sich jedoch das Dunkel und man erkennt, wer hier eigentlich versagt hat. Und zwar total. Der Widerspruch zwischen Anspruch und Wirklichkeit (erreichtes Ergebnis) wird immer größer und ist mittlerweile von niemandem zu übersehen (die Merkel-Claqeure sind wohl Ausnahmen). Die Politik behauptet beispielsweise, dass man die Alten schützen wolle, unterlässt aber alles, was diese wirklich schützen würde. Das Beispiel von Tübingen scheint für die Politik vollkommen irrelevant zu sein. Man spricht noch nicht einmal darüber. Stattdessen würgt man die Wirtschaft bis zur Bewusstlosigkeit ab. Jeder ahnt, wie die Wirtschaft aussehen wird, falls der Lockdown jemals beendet werden sollte

Walter Müller | Mo, 8. Februar 2021 - 14:44

Für mich hat der Auftritt von Jens Spahn die Frage nach dem gesunkenen Vertrauen in und die gesunkene Zufriedenheit mit der Corona-Politik der Bundesregierung direkt beantwortet: Fehlende Ehrlichkeit und Unfähigkeit, offen und unverstellt die Verantwortung für falsch gelaufene Dinge zu übernehmen. Spahn trickste erneut zur Frage, ob tatsächlich nichts schiefgelaufen sei. Mehr Geld hätte zum Zeitpunkt der Impfstoffbestellung nicht umgehend mehr Produktionskapazitäten nach sich gezogen. Nicht falsch, aber ein plumpes Ablenkungsmanöver: Es wurde zu spät und zu wenig und zudem mit zu wenig Geld bestellt. Wer erst Monate nach anderen Ländern bestellt, kann nicht erwarten, dass binnen Wochen neue Produktionskapazitäten bereitstehen. Die erfahrene Ratspräsidentin hätte wissen müssen, dass eine so eminent wichtige und dringende Bestellung nicht als Sammelbestellung effizient über die Brüsseler Bürokratie abgewickelt werden kann. Sie hat es zur Stärkung Ihrer EU trotzdem getan: Fehlerfrei.

Hubert Sieweke | Mo, 8. Februar 2021 - 16:42

wird schnell erkennen, dass das Problem bei den in Altenheimen lebenden Menschen grassiert. Dort gibt es FertigFood, teilweise der billigsten Sorte (siehe Wallraf). Dort gibt es also keine lebensnotwendigen Nährstoffe, die besonders für ältere Menschen wichtig sind, wie Vitamin D3, Omega 3, Selen, Vit A etc.
Wenn der Körper nicht seine normale Ration lebenswichtiger Substanzen bekommt, beendet er seine Laufzeit bei geringstem Widerstand, z.B. eine Grippe oder Covid.
Warum uns täglich die seit März 2020 aufgelaufenden Zahlen als Infizierte gereicht werden, weiß niemand.
Besser wäre mal diejenigen täglich zu dokumentieren, die auch Symptome haben, also ca. 10-15% der Horrorzahlen.

Bernd Muhlack | Mo, 8. Februar 2021 - 16:55

wird weiterhin ausgesetzt - wohl bis zur Bundestagswahl!?

"Wir haben die Talsohle durchschritten!" ist just eine der beliebtesten Worthülsen, Textbausteine des BMWi Altmaier. Immer wieder dieses nebulöse WIR!
Aufgrund des inzwischen fast ewigen Lockdowns wird es im Spätjahr zu einem absoluten Höchststand an Insolvenzen kommen.
Die WP-/StB-RA-Kanzleien laufen sich schon warm!
Pink Floyd: MONEY! "Gehen Sie schon mal zur Kasse durch!"
Das wird zu massiven Forderungsausfällen führen!
Diese durchgeschleppten Unternehmen werden gesunde Betriebe u auch Banken mit in den Orkus reißen. Aber Banken sind ja bekanntlich systemrelevant; da wird man geholfen seitens des Staates. Mittelstand? Nie gehört, was soll das sein?
Von Einzelunternehmern ganz zu schweigen.

Die MP-Konferenz u die Kanzlerin?
Das erinnert mich immer an die Apokalyptischen Reiter. "... es folgten Tod, Blut, Heulen und Zähneklappern!"

Man schreit doch immer nach "Gleichheit"!
Der Lockdown ist die Inkarnation der Ungleichheit!

Dieter Freundlieb | Mo, 8. Februar 2021 - 18:03

Für Anne will reicht es anscheinend, ein sprach-politisch korrektes :innen an generisch maskuline Wörter anzuhängen. Mit Knacklaut. (Das ist keine kleine Pause, wie immer gesagt wird, sondern heißt Knacklaut - englisch 'glottal stop' - und kommt in diversen afrikanischen Sprachen vor).

Peter Lutz | Mo, 8. Februar 2021 - 20:02

den meisten Kommentaren habe ich ich nichts hinzu zu fügen, möchte gerne auf die Gästeliste von Frau Will hinweisen und hinterfragen!
Man schaue sich nur die Gästeliste an! Obwohl ich ganz ehrlich Frau Wagenknecht sehr schätze, wo ist die meist gewählte Opposition? Man kann sie mögen oder auch nicht, warum wurde sie nicht eingeladen? Wo sind die kritischen Virologen und Journalisten? Den eingeladene Journalisten von der, soweit ich weis, tief linken SZ habe ich nicht gemeint.
Ist dass das Format welches wir von unserem ÖRR erwarten und bezahlen müssen (dürfen)? Ich möchte das so nicht mehr! Frau Will, trauen Sie sich doch mal was! Laden Sie doch mal kritische Journalsten, Politiker, Wissentschaftler ein. Aber das trauen Sie sich sicherlich nicht! Weichei !!!

Lars Freudenberg | Mo, 8. Februar 2021 - 20:34

viele der Aussagen von Sahra Wagenknecht sind nicht falsch, aber auch nicht wirklich richtig. So nimmt sie zum Beispiel veraltete Daten für die Gastronomie, die im Sommer erhoben wurden, also die für den Winter keine Relevanz besitzen, da Gäste im Winter nicht draußen auf der Terrasse sitzen, sondern in den Innenräumen. Auch bei den Schuldaten verwendet sie keine aktuellen Daten, in den Schulen gibt es eine sehr hohe verbreitungsrate, wie kürzlich erhobene Zahlen und Studien aus dem Monat vor dem Lockdown gezeigt haben. Auch ihre Lösungsansätze sind eher halbherzig. Ihre Einschätzung der Lage geht nicht ganz auf, was von anderen Teilnehmern der Diskussion auch aufgegriffen wird. Sie hat sicherlich recht was die Wirtschaft angeht und sie hat sicherlich auch recht, dass wir einen Ausstieg plan vom Lockdown benötigen. Konkrete Vorschläge hat sie allerdings nicht, die nicht auch schon von anderer Seite kamen.