„Klimastreik“ an diesem Freitag in Berlin / dpa

„Klimastreik“ von „Fridays for Future“ - Die Sekte der Anti-Demokraten

Tausende Aktivisten demonstrieren an diesem Freitag wieder für den Klimaschutz. Doch insbesondere den Organisatoren von „Fridays for Future“ geht es nicht nur um die Umwelt. Sondern um den fundamentalen Umbau der Gesellschaft mit nicht-demokratischen Mitteln. Eigentlich ist das ein Fall für den Verfassungsschutz.

Alexander Marguier

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Alexander Marguier ist Chefredakteur von Cicero.

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Im Jargon der Nachrichtenagenturen klingt alles derart vertraut, dass kritische Nachfragen sich praktisch von selbst verbieten. Einen Tag nach dem Beginn der Koalitionsverhandlungen von SPD, Grünen und FDP will die Bewegung „Fridays for Future“ (FFF) heute also ihre Klimaschutz-Forderungen „untermauern“, meldet dpa. Von einem „Klimastreik“ sprechen die Veranstalter selbst – wobei schon das Wort „Streik“ irreführend ist, denn es geht ja nicht um einen Arbeitskampf. Aber die Diktion soll eben klar machen, dass die Anliegen der sogenannten Klimaaktivisten nicht Gegenstand einer normalen Demonstration sind. 

Sondern gewissermaßen offizielle Forderungen der „Gesellschaft“ an die „Politik“, über die es jetzt zu verhandeln gelte: „Es gibt für jede künftige Regierung den klaren Auftrag aus der Gesellschaft und der Wissenschaft, alles dafür zu tun, die 1,5°C-Grenze nicht zu überschreiten“, heißt es denn auch unmissverständlich in einem aktuellen Forderungskatalog von FFF „für die ersten 100 Tage der Bundesregierung“. Natürlich ohne nur annähernd zu definieren, was unter „Gesellschaft“ und „Wissenschaft“ genau zu verstehen ist. Deutlich hingegen ist die Stoßrichtung, nämlich soll „alles“ dem Klimaziel unterworfen werden: Da bleibt – anders übrigens als bei jedem „Streik“ – kein Raum für Kompromisse, es geht um einen Absolutheitsanspruch: Widerrede zwecklos.

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Enka Hein | Fr., 22. Oktober 2021 - 15:29

....und damit die neue HJ der Grünen und Roten in diesem Land.
Geschichte wiederholt sich.
Und immer wieder im Gewand des Sozialismus. Diesmal grün getarnt.

Günter Johannsen | Fr., 22. Oktober 2021 - 17:37

Antwort auf von Fritz Elvers

man muss dem nur das passende Etikett aufkleben. Die Linken kennen sich da gut aus! Den instrumentalisierten Kindern- und Jugendlichen ist leider nicht zu helfen, wenn sie grün-linken "Rattenfängern" auf den Leim gehen. Schulschwänzen und eine gewisse Aufwertung "Fridays For Future" als Lockmittel empfinde ich als eine der schäbigsten Varianten, diese leicht beeinflussbaren, weil unerfahrenen Kinder für seine politischen Ziele einzuspannen!
Wie würden die Kids reagieren, wenn man ihnen das Smartphone wegnimmt, weil die Herstellung der Akkus und deren Entsorgung sehr umweltschädigend ist … wie reagieren sie, wenn die Eltern sie nicht mehr mit dem SUV zur Schule - Disco - Sportverein fahren oder abholen? Das alles ist so durchschaubar, dass für mich die gezielte Instrumentalisierung auf der Hand liegt! Wer würde nicht Schulschwänzen, wenn es staatliche Befürwortung findet (oder gar noch ein kleines Handgeld dafür gibt)? Macht es doch Samstags. Ob es dann noch funktioniert?

("Als das Rote Meer grüne Welle hatte") kann ich noch besser nachempfinden, daß S i e von der Entwicklung im wiedervereinigten Deutschland besonders enttäuscht sind. Zum zweiten Mal erleben zu müssen, wie die Demokratie von Ideologen mißbraucht wird, das ist hart.

Es scheint unser gemeinsames Schicksal zu sein (West- und Ostdeutsche, die ihren gesunden Menschenverstand u. überlieferten Wertvorstellungen behalten haben), daß wir immer wieder (außer in der BRD von 1949 bis bis fast zum Ende des 20. Jhdts.) von Leuten regiert werden, denen Machtgier, Arroganz und Dummheit aus den Augen leuchten und denen es trotzdem gelingt, die meisten unserer Mitbürger zu verführen.

Wie gut, daß wir unseren christlichen Glauben haben! Er allein bietet uns auch dann noch festen Halt, wenn wir ob unserer Ansichten verlacht/diffamiert werden und die ideologische Scheinwirklichkeit in naher Zukunft wieder einmal zusammenbrechen wird.
Herzliche Grüße an Sie und Ihre Familie!

Danke, liebe Frau Wallau!
Wo der christliche Glaube aus dem Haus geworfen wurde, kommt er als Aberglaube zur Hintertür wieder herein.
Wer keinen Halt mehr im Glauben hat, bastelt sich einen Ersatz. Diese Erfahrung mussten schon die alten Israeliten zur Zeit des Mose machen.
Greta ist das "moderne" Goldene Kalb der neuen rot-grünen Klima-Religion.
»Eure Frauen und Kinder sollen ihre goldenen Ohrringe abziehen und zu mir bringen!« Da nahmen alle Israeliten ihre Ohrringe ab und brachten sie Aaron. Er nahm den Schmuck entgegen, schmolz ihn ein und goss daraus ein goldenes Kalb. Anschließend gab er ihm mit dem Meißel die endgültige Form. Als es fertig war, schrien die Israeliten: »Das ist unser Gott, der uns aus Ägypten befreit hat!« (2.Mose 32)

Herzlichen dank für diesen kluge Zitat Dostojewskis, werter Herr Johannsen.

Manche Menschen sind eben sehr weitsichtig und beobachten gut, resp. ziehen die richtigen Schlüsse.

Die Mehrheiten dafür, um ihre Erkenntnisse umzusetzen, die finden sie leider meist nicht.

Die Masse ist einfach zu träge, zu faul u. zu leicht zu befriedigen (z. B. Trash-TV).

Das Dostojewski-Zitat übernahm ich von einer Kollegin hier im Forum. Ich will mich nicht mit fremden Federn schmücken, hielt es aber in diesem Zusammenhang für absolut wichtig!
Herr Alexander Marguier sieht es absolut richtig: "... Umbau ... mit nicht-demokratischen Mitteln. Eigentlich ist das ein Fall für den Verfassungsschutz."

Urban Will | So., 24. Oktober 2021 - 11:42

Antwort auf von Peter Herrlich

aber „Schuld und Sühne“ stammt gewiss von ihm.
Und gewisse Parallelen zur FfF sehe ich da durchaus.
Die Hauptfigur, Raskolnikow, stellt sich selbst über Andere und nimmt sich aus dieser Perspektive sogar das Recht, einen Menschen umzubringen.

„Ihr lasst uns keine Wahl“ ist die letzte Stufe vor der Gewalt.

FfF ist auf dem Weg zur Radikalisierung.
Ich kann im Kern dort keine Intelligenz erkennen, die in der Lage wäre, offen und rein faktenbezogen zu diskutieren.
Der Rest läuft mit und wird das machen, was der Kern anordnet.

Es wird nicht lange dauern und man wird diesen Weg der Gewalt hier in E einschlagen, denn eines ist sicher: Das „Klima“ wird sich nicht ändern, völlig egal, was dieser Hippie – Kontinent entscheidet.
Vor China, etc. haben diese Käsbuben und -Mädels Angst, dort wird man keine Demos erleben.

Raskolnikow zeigt am Ende Reue.
Mal gespannt, ob dies auch auf diese Klima – Sektierer eines Tages zutrifft.

Manfred Bühring | Fr., 22. Oktober 2021 - 15:34

... oft kommentierte. "Bei Lichte betrachtet handelt es sich um die Vorstufe eines Terrorregimes: „Ihr lasst uns keine Wahl“, mit dieser Selbstgewissheit haben einst auch die Roten Khmer ihre Tribunale abgehalten."
Genau so ist es. Demokratie ist was für Weicheier. Im öffentlichen Dienst würde man vermerken. "k.w.", steht für kann weg und gemeint sind damit alle Andersdenkenden! Gruselig!

Annette Seliger | Fr., 22. Oktober 2021 - 15:34

Wir, besser gesagt die Grüninnen, sind also in der Lage das Klima zu regeln. Merkwürdig nur das keiner etwas sagt, daß es gerade die Landesregierung mit grüner Beteiligung waren, die in NRW die Kohlekraftwerke genehmigten. Aber damals ging es ja auch noch gegen die Kernkraft. Um das lineare Denken der schlichten Gemüter zu bedienen, hat man als Übeltäter C0² auserkoren - ein Spurengas dem die Eigenschaften das Klima zu verändern zugeordnet wird. Das es gerade einmal 3%, also gut 15 ppm sind, für die der Mensch verantwortlich ist, ist dabei nebensächlich, denn Grundrechnen können die Fridays für Future ohne Handy nicht mehr und was ppm bedeutet wissen die auch nicht. Wenn Sie dann der Pubertät entwachsen und in das Alter einer z.B. Luisa Neubauer kommen, dann nutzen sie für das eigene Fortkommen den Hype um die Klimahysterie und finden lukrative, nicht wertschöpfende, aber moralisierende Jobs, die üppig über die Umverteilung aus Steuergelder bezahlt werden - siehe Vita Claudia Roth.

Es genügt nicht, nur die Freitags-Hüpfer zu kritisieren. Viel schlimmer ist doch, dass es der Klimakirche gelungen ist, weltweit eine riesengroße Zahl von Politikern und Journalisten zu überzeugen, dass uns der 'Weltklimarat' die Wahrheit über den Klimawandel erzählt. Selbst der Papst und die evangelische Kirche sind auf die neue Verkündigung der 'Wahrheit' hereingefallen. Nicht zufällig alles Menschen, die von Naturwissenschaften und deren methodologische Regeln kaum eine Ahnung haben.

ein Anstieg von 280 auf über 400 ppm seit Industriealisierung scheinen mir doch etwas mehr als 3% zu sein. Dass dieser Anstieg auf Kohle/Öl/Erdas zurückzuführen ist, zeigen Isotopenanalysen.

Diese Werte stammen aus Messungen, nicht aus Horoskopen. Wenn Sie andere haben, bitte dokumentieren.

Maximilian Müller | Fr., 22. Oktober 2021 - 15:54

..einer mehr, der es verstanden hat. Die Bewegung FFF kann man problemlos mit der Bewegung für Diversität, LGBTQ, Feminismus, CRT und BLM ersetzen. Diese Bewegungen haben sich inzwischen allesamt radikalisiert und zu einem Brei vermischt, den man fast nicht mehr auseinander halten kann. Weltfremd sind diese Menschen häufig, sensibel und leicht zu begeistern. Man konstruiert ihnen ein Narrativ (1,5°, weiße Privilegien, Patriarchat, weißer Rassismus), erzählt ihnen, dass sie für das Gute kämpfen und sorgt mit einseitiger, medialer Berichterstattung dafür, dass das Thema in den Köpfen bleibt. Jegliche Opposition wird durch Public & Social Shaming rücksichtslos mundtot gemacht, Widerspruch vermieden. Kinder und vulnerable Gruppen dienen als unangreifbare Leitfiguren. Argumentiert wird mit nebulösen, emotionalisierten Begriffen, die moralisch aufgeladen werden. Und während die so Agitierten auf der Straße wüten, ziehen im Hintergrund dubiose Organisationen die Fäden. Fertig ist die Sekte.

Gerhard Hellriegel | Fr., 22. Oktober 2021 - 16:12

Ich war auf einer FFF-Demo (in Stuttgart) mit einem Schild mit der Aufschrift "Atomkraft! Ja bitte!" Habe Verwunderung erregt und mit vielen kontrovers diskutiert. Kein Mensch hat mein Recht bestritten, auf dieser Demo meine Meinung zu vertreten. Wie das in antidemokratischen Sekten ja so üblich ist. Wollen wir jetzt wirklich darüber diskutieren, welche Forderungen, welche Schlagworte auf Demos zulässig sind und welche nicht? Und das unmittelbar nach einem Wahlkampf? Herr Marguier, das nächste Mal werden wir Plakate tragen, auf denen sauber definiert ist, was unter Gesellschaft und Wissenschaft zu verstehen ist. Wie das ja bei Demos so üblich ist. ---
Aber nun ernsthaft: muss ich mir um den Cicero Sorgen machen? Steht Ihnen das Wasser bis zum Hals? Brechen die Abo-Zahlen ein? Ist jetzt Polemik oberstes Gebot? Fehlen Feindbilder? Braucht der Wutbürger Futter? Was soll die Panik?

Mit Verwunderung frage ich mich: sind Sie auch ein Neues Deutschland Leser?
Sie klingen fast wie ein gewisser Herr, der auch hier postet, aber ständig den Cicero als rächts verdächtigt. Schade!
Ich meinerseits lese gern Zeitschriften, die frei und unabhängig berichten!

... sondern leider ungewohnt unemphatisch von Herrn Marguier, wie auch ich diesmal finde, Herr Hellriegel. Liege ich falsch mit meiner Beobachtung, dass "die Regierungen" seit dem Bericht des Club of Rome in den 60ern im Allgemeinen und die "Klimakanzlerin" im Besonderen so gut wie nichts hinsichtlich der ja immer verbal "anerkannten" Gefährdungen durch die Klimaveränderung getan haben?
Und dann sollen viele der jungen Leute, denen ohnehin qua Lebensalter und -phase eine gewisse Intoleranz zuzugestehen ist, auf Pappschildern Gesellschaft definieren, bevor sie´s draufschreiben?
Da fällt mir doch glatt der alte Satz ein, dass, wer mit dem Finger auf andere zeigt, mit deren dreien auf sich selbst - schade. Und dabei wird sich doch so gerne und oft über die Uneinsichtigkeit von anderen Leadernden :-) erregt - aber die sind halt weit weg, bevorzugt im näheren oder fernen Osten oder heißen Trump, und das macht´s natürlich einfacher.

Schon klar: Wer politischen Mainstream lesen will, abonniert nicht den Cicero. Aber um Texte zu lesen, aus deren Zeilen der Geifer nur so spritzt, brauche ich das Abo auch nicht, da hol ich mir lieber an der Tanke die BILD.
Es wird nie jedem schmecken, welche Sprüche FfF klopfen und welche strengen Klimaziele sie einfordern. Aber so jung sie sind, wissen sie: Weniger wird's von ganz allein, sobald es in der Politik landet. (Es sei denn man schaltet per Notlage mal eben ein paar Grundrechte aus, aber die Diskussion machen wir hier lieber nicht auf.)
Was noch wichtiger ist, sie sind nicht mehr allein. Längst gibt es "Partnerorganisationen" wie die Scientists und Students for Future, die dafür sorgen, dass die wissenschaftliche Faktenlage korrekt wiedergegeben wird. People und Churches for Future engagieren sich in der Lokalpolitik. Die Journalists for Future informieren über Klimagerechtigkeit. Und die Omas for Future zeigen, dass die Enkelgeneration ihnen nicht wurscht ist.
Chapeau.

Bernd Muhlack | Fr., 22. Oktober 2021 - 16:15

Diese "flammende" Rede des Reichspropagandaministers Goebbels - hinreichend bekannt, nicht wahr!
Letztlich war ja nicht nur diese Rede flammend!

Der Vergleich hinkt?
In Bezug auf das verfolgte Ziel mag das zutreffen, jedoch auf die Mittel, die Maßnahmen, die Polemik und Propaganda um das wahnhafte "Klima, Klima über alles" zu erreichen trifft der Vergleich zu.

"Was WIR sagen, ist richtig und wichtig!
Nur WIR zählen!"
Vielleicht sollte man in den Schulen mehr Wert auf Diskussionskultur legen?
(Fragt sich nur in welcher Sprache?!)

Sicherlich ist all dieser Hype auch durch die sozialen Netzwerke bedingt; keine Ahnung ich bin dort nicht anwesend.
Der Unterschied zwischen tatsächlicher und virtueller Realität ist enorm!
Dingeskirchen hat 378.000 Follower - aha, soso; wer ist das? Rezo?

Um mit Rudi Völler zu schließen; damals das Interview mit Waldi Hartmann nach dem Island-Spiel:
"Ich kann den ganzen Schei... nicht mehr hören!
Was soll dieser Schei...?"

Schönes Wochenende!

Hans Jürgen Wienroth | Fr., 22. Oktober 2021 - 16:27

Eine Beobachtung der FfF-Szene durch den VS wird es nicht geben, halten doch große Teile unserer Regierung (bis zur Kanzlerin) und des Parlamentes ihre Hände über diese Bewegung und die radikalere Extinction Rebellion. Sie ist die Fortsetzung der Linken, die nur die Reichen erschießen (oder ins Arbeitslager bringen) will. Da passen die linken Medien (die bei einer Beobachtung laut aufschreien würden), VS und BVerfG auf, das dies nicht geschieht. Es könnte ja auch die eigene Einstellung oder Person unter Verdacht geraten.
Das Bild mit dem Spruch: „Wozu studieren, wenn eh keiner auf die Wissenschaft hört“ sagt doch alles. Man will nicht lange studieren, um Lösungen für die Probleme der Zeit zu finden, schon gar keine MINT-Fächer. Da hört man doch lieber auf die neuen Klima-Apostel. Schließlich lehnt man auch jede Erfahrung als „alte Zöpfe“ ab, möchte lieber durch eigene (negative?) klug werden. Wie hieß es früher so schön: Durch Schaden wird man klug.

Karl-Heinz Weiß | Fr., 22. Oktober 2021 - 16:39

Das martialische Auftreten von FFF sollte niemand überraschen. Die Heiligsprechung erfolgte durch Angela Merkel höchstpersönlich , als sie sich bei Frau Thunberg für das vernichtende Urteil bedankte, sie habe seit 2007 für den Klimaschutz nichts unternommen. Wer sich so wegduckt, darf sich über die Folgen nicht wundern. Aber der CDU steht sie ja auch nur nahe.

Romuald Veselic | Fr., 22. Oktober 2021 - 16:43

Da die FFF-kes eher an zahnlose Pazifisten erinnern u. es dennoch an die Grenze der Erträglichkeit treiben (wann/wo endet die Toleranz - nicht nur religiöse, sondern existenzielle), kann ich mir vorstellen, dass es zu "Antistreiks" kommen wird, die eher an die Konfrontation der Fußballfans/Hooligans gegnerischen Klubs erinnern wird. Ab da ist es fließend, in die kriegerische Lage/Unruhen abzurutschen.
Ein durchschnittlicher Anti-FFF-ler schien physisch besser konditioniert zu sein, als sich den Aggrowünschen dieser Leute/FFF zu unterwerfen. Er wird sich irgendwann dem widersetzen.
Auffallend: Die Fragmente der Noch-Arbeiterklasse beteiligen sich nicht an diesen "Strikes". Ein Haufen von 500 Untertagebauern könnte ziemlich fließend 1000-e Klimaretter "zerstreuen".
Spätestens; wenn der Strom für die Inkubatoren ausfällt u. Dieselnotaggregate diese Funktion übernehmen, ab da wird es spannend im Hüpfer-Sandkasten.

wie man in rechten Kreisen so denkt. Das gefällt mir am Cicero-Kommentarblock.

Aber um Ihren Gedanken aufzunehmen, lieber Herr Veselic, wenn sich aus der Arbeiterklasse niemand finden sollte, der Kinder und Jugendliche "zerstreut", dann bliebe ja noch die ultimative Notreserve aus hochdekorierten äh -tätowierten Schlägern aus Dortmund-Dorstfeld oder irgendwelchen Heimattreuen.

Tomas Poth | Fr., 22. Oktober 2021 - 16:44

Auf die Wissenschaft hören:
Sie hören nur auf die Propagandisten der CO2-Hypothese und nehmen andere, widersprechende Erkenntnisse nicht zur Kenntnis!
Ein Infantiler, religiöser Kreuzzug der auch Unterstützung in Elternhäusern und Schulen findet, wie hier ein Forist von seinem 16Jährigen berichtete, es scheint die gemeinsame Sehnsucht nach Gruppenidentität einer einzig selig machenden Wahrheit zu sein.
Wissenschaft kennt aber nur Hypothesen die zu prüfen sind, um Erkenntnis zu gewinnen.
Wenn Wissenschaft religiös betrieben wird ist sie keine mehr, dann wird die Erde wieder zur Scheibe und Aufklärer landen auf den Scheiterhaufen der Kirche.
Die Grünen werden an den ultimativen Forderungen, Bedürfnissen dieser Klima-Kreuzler zerbrechen.
Insofern, macht weiter Kids, das schafft uns die Grünen vom Hals.
Ach so, und wo werden die Abstände eingehalten bzw. durch prügelnde Polizisten hergestellt? Gleiches Recht für alle, auch auf Prügel.

Klaus Funke | Fr., 22. Oktober 2021 - 16:48

In Wahrheit werden die bedauernswerten Kinder manipuliert und benutzt, leider merken sie es nicht, fühlen sich stark und mächtig. Verantwortungsbewusste Eltern lassen ihre Kinder da nicht mitmachen, nur schwache und selber manipulierte. Für die Grünen und Linken sind diese Kinder eine Art "Reservearmee". Jederzeit aktivierbar für die eigenen fiesen politischen Ziele. Die Kinder sollen lernen, lernen und nochmals lernen. Aber die Grünen lieben ja Halbbildung und Dummheit! Damit ihnen keiner in die Karten schaut.

Gisela Fimiani | Fr., 22. Oktober 2021 - 17:02

Nicht nur im Hinblick auf die FfF Anhänger ist eine gesellschaftliche Debatte über „Demokratie“ lange überfällig. Inzwischen scheint auch unserer classe politique, etlichen Medien, NGOs und ……..das Verständnis für das, was eine Demokratie ausmacht, abzugehen. Wenn wir weiterhin in einer freiheitlich demokratischen, rechtsstaatlichen Demokratie leben wollen, sollten wir zunächst kritisch zur Kenntnis nehmen, dass wir derzeit im Begriff sind, diese schwer zu beschädigen - mit entsprechenden Folgen. Die Baustellen sind zahlreich - Eu, EZB, Klima, Corona, BVerfG uvm. Wir können nicht wie selbstverständlich über „unsere Demokratie“ reden, wenn inzwischen sehr unterschiedliche Vorstellungen davon zu beobachten sind. Demokratie ist kein Selbstläufer. Sie muss immer neu errungen und verteidigt werden. Allerdings sollte ein Maß an Übereinstimmung darüber bestehen, welche „Bedingungen“ unsere Demokratie zu erfüllen hat, um ihren Namen zu verdienen. Erinnern wir uns an den „Nur-Namen“ DDR.

Walter Bühler | Fr., 22. Oktober 2021 - 17:10

Ich erinnere mich, dass nicht nur im Hintergrund von Grünen und Linken, sondern auch bei der SPD immer schon "außer-parlamentarische" Gruppen existiert haben, die mit "Demokratie" und "Legalität" nichts am Hut hatten.

Man erinnere sich an die RAF, die Vorläuferin der heutigen Antifa-Gruppen. Diese "bewaffneten Arme", diese "außerparlamentarischen Bewegungen" haben auf die lahmen Spießer in den entsprechenden Parteien immer mit ungeheuerer Arroganz herabgesehen, während umgekehrt diese Partei-Spießer - wie Biermann es formulierte - heimlich "im Bett vom Attentat träumten". "Aktivisten" und "Revolutionäre" wie die Antifa und die "Linksautonomen" wurden und werden deshalb bei Grünen, Linken und bei der SPD sowie bei den meisten Medienleuten nach wie vor in kindlicher und romantischer Weise bewundert.

Insofern wiederholt sich bei FfF ein altes Muster. Auch bei FfF gibt es aber die Möglichkeit, dass einige pubertäre Gesetzlose doch noch zu relativ vernünftigen Bürgern heranwachsen.

Dass Jugendliche eine große Sympathie für die Rolle eines Robin Hood empfinden können, das halte ich für normal und sogar meistens für sympathisch. Das gilt auch für den großen Traum, selbst als Old (!) Shatterhand durch die böse Welt zu reiten und den Roten Winnetou vor den Bösen zu retten. Insofern mache ich mir als ehemaliger Lehrer über die meisten, die heute an den FfF-Demonstrationen teilnehmen, auch keine allzu großen Sorgen. Wenn sie älter werden, werden sie - im Regelfall - auch die Realität aus veränderter Perspektive wahrnehmen. Nur wenn sie - wie etwa der alte Karl May - auch als Erwachsene die Robin Hoods Traumwelt weiter mit der Realität verwechseln und sich tatsächlich als Erlöser der Welt berufen fühlen, wird es gefährlich.

Ich verachte aber die Erwachsenen, die diese Neigung der Kinder und Jugendlichen für ihre Zwecke instrumentalisieren, ihnen vorgedruckte Transparente in die Hand drücken und sie so vor den Fernsehkameras hermarschieren lassen.

Gisela Fimiani | Fr., 22. Oktober 2021 - 17:13

Hinzufügung: In einem Land (Institutionen inklusive, bspw. EZB) des politischen „anything goes“ mit Regel-, Vertrags-, Gesetzesbrüchen auf höchsten Ebenen, können die hier beklagten anti-demokratischen Forderungen nicht überraschen. Auch die jungen Menschen machen sich ihre Demokratie - oder was sie darunter verstehen. Sie haben Vorbilder.

Dorothee Sehrt-Irrek | Fr., 22. Oktober 2021 - 17:39

erschrecken.
Ich hatte nun Gelegenheit, Jessica Rosenthal und Herrn Teutrine auf n-tv zu hören und zu sehen. Beachtlich!
Durch Zufall, für einen Zappmoment auch Frau Neubauer in einer Talkshow.
Es blieb bei dem Moment, der aus dreimaligem "Ich fange noch einmal an" bestand.
Das heisst noch nichts, aber eventuell ein kleines bisschen?

Ich kann mich vertan haben und Frau Neubauer sprach dies zweimal und begann gewissermassen dreimal einen Satz.
Es hat mich dennoch ziemlich irritiert, werde jetzt also doch immer mal schauen, besser, genauer schauen, war doch mein erster Eindruck von ihr ein, überspitzt gesagt, "kindlicher".

Werner Peters | Fr., 22. Oktober 2021 - 17:41

Respekt! So einen Kommentar lesen zu dürfen, lässt hoffen. Aber die Mainstream-Medien werden den CICERO dafür schelten. Haben doch gerade ZEIT und FAZ vor kurzem einen artigen Diener vor der FFF-Aktivistin Neubauer gemacht.

Gerhard Lenz | Fr., 22. Oktober 2021 - 17:50

Mein erster Eindruck: Fassungslosigkeit. Sollte ich mich im Cicero wirklich dermassen getäuscht haben?

Ein paar Tausend Jugendliche, die für Klimaschutz demonstrieren, als Sekte mit Merkmalen der Roten Khmer zu bezeichnen, auf die der Verfasssungsschutz ein Auge werfen sollte - sorry, aber das geht zu weit. Und zwar entschieden.
Ist das jetzt das Ergebnis einer Entwicklung, die sich durch die Auswahl der Themen in den letzten Wochen bereits andeutete, seit den Veränderungen in der Redaktion? Der Cicero positioniert sich endgültig im ganz rechten Lager?

Das AfD-treue Forenpublikum jubelt. Das ist DER Cicero, wie man ihn sich gewünscht hat. Endlich, Politisch eindeutig.

Natürlich ist das Urteil nicht nur ungerecht, sondern auch eigenartig. Demonstrationen dienen immer dazu, spezifischen Forderungen Nachdruck zu verleihen.
Oder haben illegale Querdenkerdemos oder Pegidamärsche ausdrücklich nach demokratischen Prozessen verlangt?

Aber da schwieg der Cicero sowieso.

Walter Bühler | Fr., 22. Oktober 2021 - 18:19

Antwort auf von Gerhard Lenz

"Die Wahrheit wird Euch frei machen." Auch wenn es weh tut.

Lieber Herr Lenz, keine Panik! Sie sind jung, Sie werden das sicher noch lernen.

Romuald Veselic | Fr., 22. Oktober 2021 - 18:45

Antwort auf von Gerhard Lenz

Sie erinnern mich an einen Masochisten, der Spaß daran findet, unbeliebt/uninteressant/belächelt zu sein. Wie jemand, der die Autos hasst aber zum F1-Rennen geht. Sie leiden am Zizero-Syndrom.
Wissense, ich gehe nicht auf die Portale/Websites, mit Publikum, das ich nicht verstehe oder mir zuwider ist. Man kann nicht überall beliebt zu werden. Und wissen Sie was? Mir schnuppe...
Schnapsiges Wochenende wünsche. ?

der Cicero hatte bis vor kurzem den Anspruch, ein liberal-konservatives Magazin zu sein.
Die zunehmende Themenverengung mit entsprechender inhaltlicher Tendenz und das Engagement neuer Autoren mit eindeutiger politischer Ausrichtung (z.B. Herr Paul) machen jedoch deutlich, dass dieser Anspruch wohl aufgegeben wurde. Мan orientiert sich dorthin, wo man sein Leserpotential vermutet: eindeutig nach rechts.

Was den von Ihnen vermuten Masochismus angeht, muss ich Sie leider enttäuschen. Die Reaktion anderer Foristen interessiert mich ehrlich gesagt nicht die Bohne. Auch sah ich immer einen Unterschied zwischen mindestens relativer Pluralität in den Beiträgen und einem AfD-folgsamen Forum. Das ist allerdings mittlerweile nicht mehr der Fall.

Das Forum gibt allerdings einen hervorragenden Einblick in das Denken von Menschen mit stramm rechter Gesinnung. Manches ist ganz schön skuril (hinter jedem Strauch sitzt die SED) manches einfach nur erbärmliche Hetze.

Aufschlussreich war's trotzdem.

... auch aus einer Enttäuschung.

Obwohl ich Ihre Reaktion immer noch nicht verstehe: Wenn Sie die Meinung von uns anderen Foristen "nicht die Bohne" interessiert, warum sind Sie dann enttäuscht, wenn wir uns nicht Ihrer Meinung anschließen können? Sie müssten sich doch freuen, dass Sie mit Ihren Vorurteilen über uns recht hatten.

Sollten Sie aber dennoch - gewissermaßen heimlich - vorgehabt haben, uns im kritischen Dialog für eine andere Sicht der Dinge zu gewinnen, dann müssen Sie endlich zur Kenntnis nehmen, dass eine "schwarze Pädagogik" (herabsetzen, in die Ecke stellen, beschimpfen, diffamieren usw.) auch bei Erwachsenen eben nur in den seltensten Fällen funktioniert.

Wenn Sie also wieder einmal Menschen mit anderer Meinung beeinflussen wollen, dann sollten Sie auf diese "schwarze Pädagogik" verzichten. Dann hätten Sie aus diesen Vorgängen noch etwas gelernt, selbst wenn Sie ein prinzipientreuer alter weißer Mann sein sollten. Wenn der Respekt fehlt, gelingt kein Gespräch.

Bitte wechseln Sie zum ´Neuen Deutschland ´, dem Organ der SED/Linken. Dort können Sie mit Ihresgleichen posten, ohne Widerspruch erwarten zu müssen!

Wenn der Rest nach "links" rutsch und Cicero in der "Mitte" bleibt, könnte es manchen so vorkommen, als wären die plötzlich eher "rechts" ... ich hoffe, Sie verstehen, was ich meine. Hochachtung vor Cicero, die nicht dem Mainstream folgen!

Ann-Kathrin Grönhall | Fr., 22. Oktober 2021 - 19:32

Antwort auf von Gerhard Lenz

Sie unterstellen ja ALL DENEN die nicht IHRE Meinung vetreten dass sie AfD-Anhänger sind.
Kaum zu glauben dass GERADE SIE der AfD eine solch intelligente, belesene, informierte, verständige und logisch denkende Anhängerschaft zutrauen.

Immer wenn jemand sein Hirn benutzt : Das MUSS ein AfD-Anhänger sein!
Das hätte ich nicht gedacht.
Denn genau diese Eigenschaft haben die meisten Cicero-Foristen, bis auf einzelne Ausnahmen natürlich.
Deshalb lese ich die meisten Kommentare ( bis auf einzelne Ausnahmen natürlich ) mindestens genauso gerne wie die Artikel.

...doch tatsächlich meinen eigenen Kommentar.

Danke dafür.
An den "Frühling" hier haben wir uns schon gewöhnt.
Ist halt so und m. E. gehört eine andere Meinung auch immer respektiert.

Die Tonlage ist leider oft seine eigene Note. Da kann man eben nichts machen...einfach weiterscrollen.

Da alle seine Kommentare immer in dem Vorwurf der AFD Sympathie münden, unabhängig vom tatsächlichen Gehalt, habe ich mir angewöhnt, seine Beiträg nicht mehr zu lesen, weil sie immer die gleiche Leier beinhalten....

Ronald Lehmann | Fr., 22. Oktober 2021 - 22:55

Antwort auf von Gerhard Lenz

KJ = Kampfreserve für den Klassenkampf gegen Feinde der Gesellschaft (Rechts & Wetter)
Das junge Menschen die Achtung, Demut & Respekt (& nicht die Unterwürfigkeit)wie sparsamer Umgang mit Ressourcen kaum noch lernen & kennen, liegt doch an der Gesellschaft, weil man es so will & UNTERSTÜTZT seit Eva Hermann offiziell. Deswegen wurde auch immer der Gauben & nicht die Institution Kirche verunglimpft bzw. links unterwandert. Und Herr Funke, es tut mir Leid, ich habe schon Kinder erlebt, die trotz normaler & guterzogener Kinderstube auf einmal einen extremistischen Weg einschlugen, vom Staat oft finanziell & oder moralisch unterstützt.
Aber auch mit Gerechtigkeit & Blick gleicher Augenhöhe hatte LINKS schon immer ein Problem. Schon alleine die Wortwahl der nationalen Front-Parteien besticht die Redlichkeit der linken Gedanken, wie z.B. Corona-Leugner, Impf-Gegner, Klima-Leugner, Klima-Wandel, Kapitalisten-Schwein, Rettungs-Schirm,
Positive-Staatsverschuldung, Geld-Schein / Schein-Geld ;-

Fritz Elvers | Fr., 22. Oktober 2021 - 23:07

Antwort auf von Gerhard Lenz

auch wenn ich die fff-Bewegung kritisch sehe, die Kommentare sind meist unterirdisch und bar jeder Kenntnisse. Insbesondere die persönlichen Angriffe gegen Sie sind unappetitlich, aber Sie halten das aus.
Herbert Wehner: "Sie werden mir doch die Haut abziehen", darauf Kurt Schumacher: "ja, aber Du hälst es aus". Jetzt trauen sie sich wieder ans Tageslicht, der Schoß ist schon wieder fruchtbar.

Die kategorischen Forderungen der fff sind eher deren jugendlichen Unbedarftheit geschuldet, aber sie mit der Roten Khmer zu vergleichen, macht in der Tat fassungslos.

Von Argumenten keine Spur. Lieber Herr Lenz, machen Sie weiter.

Maximilian Müller | Fr., 22. Oktober 2021 - 23:15

Antwort auf von Gerhard Lenz

..für die Einordnung als Sekte noch für die Beobachtung durch den Verfassungsschutz.

Für sie ist berechtigte Kritik an der Besorgnis erregenden Entwicklung von FFF extrem rechts? Sind sie ganz sicher, das sie hier den Superlativ verwenden wollen?

Gönnen sie dem "AfD-treuen Forenpublikum" doch die Genugtuung EINES Artikels. Diese Leute haben ihnen ja auch die Genugtuung über den Rausschmiss Reichelts gegönnt, die sie unüberlesbar empfunden haben.

Das Urteil des Artikels ist nicht ungerecht, und eigenartig nur deshalb, weil sich nur wenige trauen, so direkt über das Offensichtliche zu sprechen.

Am Wochenende werden tausende Linksextreme trotz Verbotes durch Leipzig marschieren, Gewaltankündigung und Bürgerkriegsaufruf inklusive. So viele, dass die Polizei im Vorfeld bereits davon ausgeht, sie nicht stoppen zu können. In Dresden demonstrieren tausende Linksradikale für die Freilassung einer Terroristin. Dagegen sind friedliche Pegida & Querdenkerdemos ein Kindergeburtstag.

Günter Johannsen | Sa., 23. Oktober 2021 - 18:17

Antwort auf von Gerhard Lenz

Der Cicero ist nicht das Neue Deutschland. Der Cicero ist unabhängig und nicht linkslastig, wie der Journalismus insgemein und überhaupt sein sollte! Sie nehmen in Anspruch, dass man vorsichtig formulieren muss mit Vorwürfen von wegen "der Verfassungsschutz müsste". Soweit kann ich mitgehen, nur: wenn Sie alle Andersdenkenden hier in die Nazi-Ecke stellen und Menschen mit eigener Meinung unterstellen, rechts(radikal) zu sein, ist das für mich mehr als üble linksradikale Hetze, sondern Rufmord ersten Grades! An Ihrer Stelle würde ich mit solchen Diffamierungen zurückhaltender umgehen. Haben Sie keine Sorge, dass mal ein Betroffener eine Anzeige wegen Verleumdung stellen könnte?

Ingofrank | Fr., 22. Oktober 2021 - 19:37

Aber nein Gott bewahre, mit dem linken Auge sieht man besser. Alles klar?
Mit freundlichen Grüßen aus der Erfurter Republik

Rob Schuberth | Fr., 22. Oktober 2021 - 20:23

Ich meine es gab da mal einen Song eines deutschen Liedermachers, dessen Name mir aber entfallen ist.

Es ging darum, dass die meisten, die im Studentenalter noch fleißig am Demonstrieren sind dann später, wenn's ums Geldverdienen geht, sich brav in die Hierarchie von Vaters Firma einreihen.

Ich mag u. kann mir nicht vorstellen, dass sich alle FFF-Ideologen den Realitäten verweigern werden.

Es sei denn sie gleiten alle in Ri. Antifa ab.

Markus Michaelis | Sa., 23. Oktober 2021 - 03:10

ist natürlich übertrieben. Für relevant halte ich die Diskussion, dass solche Absolutheitsthemen immer ein Stresstest für die Demokratie sind. Demokratie heißt den Wahlsieg der anderen zu akzeptieren und als Sieger auch Grenzen der anderen Gruppeninteressen zu respketieren. Absolutheitsansprüche sind da naturgemäß hohe Hürden.

Da kann man es durchaus kritisch sehen, dass weite Teile der Gesellschaft heute da keine Zielkonflikte mehr sehen, sondern eigentlich Demokratie, Umweltschutz und alle andern positiven Themen immer zusammen in eine Richtung ziehend. Das kann Demokratie auch aushöhlen. Keine Frage, es gibt auch übergeordnet wichtige Themen, aber man sollte immer abwägen wie wichtig ein Thema wirklich ist. Unsere Gesellschaft leistet sich mit Europa, Umstellung des Geldsystems, progressive Gesellschaft/Gerechtigkeitsthemen, Migration noch mehr Themen, die für viele nicht diskutierbar sind. Genauso wie ein ein Primat der Wirtschaft, Armee etc. ist das ein demokratischer Stresstest.

Kai Hügle | Sa., 23. Oktober 2021 - 05:46

Kissler und Grau sprachen im Zusammenhang mit diesen Schülerdemos immer von "Jakobinern", einer Gruppierung, die in der Endphase der französischen Revolution (1793/94) eine Schreckensherrschaft errichtete, in deren Verlauf tausende von Menschen hingerichtet wurden. Schon dieser Bezug war völlig absurd!
Warum Sie es für nötig halten, noch einen draufzusetzen und Vergleiche mit den Roten Khmer (Forscher gehen von zwei Millionen Toten in vier Jahren aus!) anzustellen, bleibt Ihr Geheimnis. Jeder blamiert sich, so gut er kann.
Dass vor einigen Wochen ein Corona-Leugner einen 20-jährigen Tankstellenkassierer erschoss, nachdem dieser ihn an die Maskenpflicht erinnert hatte, ist dem Magazin, dessen Chefredakteur Sie sind, bis heute keine Zeile wert gewesen! In Essen kam es vor wenigen Tagen zu einem ähnlichen Vorfall, als ein 67-jähriger Tankstellenkassierer aus dem gleichen Grund niedergeschlagen und getreten wurde, als er bereits am Boden lag.
Unfassbar, was hier abgeht!

Jochen Rollwagen | Sa., 23. Oktober 2021 - 08:51

Seit ich das "Vergnügen" hatte, einen"Klimastreik" von FFF zu sehen weiß ich:

Fridays for future ist Fasching für Gutmenschen.

Ekkehard Windrich | Sa., 23. Oktober 2021 - 08:58

Sehr geehrter Herr Marguier,

Sie treffen zwar einen ganz zentralen Punkt, wenn Sie die Unfähigkeit von Politik und medialer Öffentlichkeit beklagen, mit dem irrationalen Teil der FFF-Forderungen umzugehen. Aufgabe der Erwachsenen ist ja gerade, das berechtigte Kernanliegen der Jugend sauber von Panik, rigoroser Selbstgerechtigkeit und Mangel an Überblick zu trennen.

Welcher Beitrag dazu geleistet sein soll, indem Sie die jungen Leute gleich mehrfach mit Terror-Regimen vergleichen, ist allerdings nicht ersichtlich. Das ist mindestens genauso schrill überzogen wie manche Äußerung von FFF.

Mit Verlaub, das empfinde ich als unseriöse Polemik.

Die jahrelang geübte Contenance kommt irgendwann bei j e d e m an ihr Ende!
Meine Tante pflegte zu sagen: "Man kann auch einen Bären zanken!" , wenn
jemand "explodierte", nachdem er lange sehr viel ertragen hatte.
Sie meinte damit: Selbst der als geduldig geltende Bär verliert irgendwann seine
Gutmütigkeit und schlägt um sich.

Was Herr Marguier in seinem Beitrag ausführt, entspringt einem wunden, verzweifelten Herzen, das unter der zunehmenden Infantilität im gesellschaftlichen Dialog seit langem schwer leidet. Ich kann dies gut nachvollziehen; denn mir ergeht es ähnlich.

Bitte: Wenn Sie Verständnis für die Jugend haben, dann bringen Sie solches doch auch für Erwachsene auf - selbst wenn es sich dabei um alte, weiße Männer und Frauen handetl!

Sehr geehrte Frau Wallau,

die "Infantilität im gesellschaftlichen Dialog" kann einen tatsächlich zur Verzweiflung treiben - hatte ich nicht genau dafür explizit Verständnis geäußert?

Kindern kann man schlecht Infantilität vorwerfen, Erwachsenen schon. Festzustellen, dass Teile von FFF einen Hang zum Totalitarismus und sektenhafte Verblendung aufweisen, reicht doch völlig aus. Greta, Luisa usw. sind ansonsten nicht das Hauptproblem, sondern wir älteren. Erstens weil unsere "Maßnahmen gegen den Klimawandel" größtenteils ebenso wirkungslos wie teuer sind. Und zweitens, weil wir zu feige sind, dem irrationalen Überschwang von FFF mit ruhiger Autorität entgegenzutreten.

Blutrünstige Vergleiche in aller Öffentlichkeit sind aber gerade kein Ausweis solcher Autorität. Und ein mittelalter weißer Mann bin ich selber - was tut das eigentlich in diesem Zusammenhang zur Sache?

Die jahrelang geübte Contenance kommt irgendwann bei j e d e m an ihr Ende!
Meine Tante pflegte zu sagen: "Man kann auch einen Bären zanken!" , wenn
jemand "explodierte", nachdem er lange sehr viel ertragen hatte.
Sie meinte damit: Selbst der als geduldig geltende Bär verliert irgendwann seine
Gutmütigkeit und schlägt um sich.

Was Herr Marguier in seinem Beitrag ausführt, entspringt einem wunden, verzweifelten Herzen, das unter der zunehmenden Infantilität im gesellschaftlichen Dialog seit langem schwer leidet. Ich kann dies gut nachvollziehen; denn mir ergeht es ähnlich.

Bitte: Wenn Sie Verständnis für die Jugend haben, dann bringen Sie solches doch auch für Erwachsene auf - selbst wenn es sich dabei um alte, weiße Männer und Frauen handetl!

Werner Gottschämmer | Sa., 23. Oktober 2021 - 10:44

Ich begrüße den Beitag von Herr Marguier ausdrücklich und wünsche mir noch deutlich mehr davon!! Die Kleinen sind doch schon längst die Fußtruppen derer, deren eindeutiges Ziel ist die freiheitliche Demokratie, und was davon sowieso noch übrig ist, azuschaffen. Absolut rücksichtslos, und totalitär. Für mich!! keinen Zweifel. Wollen SIE das, oder SIE? Ich nicht! Man muss sich doch nur mal anschauen welche nicht gewählten, also nicht legitimierte, Behörden geschaffen wurden, die die Freiheit immer mehr und mehr einschränken wollen.

Was ich damit sagen möchte ist; offensichtlich wird das von Teilen der Bevölkerung gewünscht und unterstützt, sieht man ja auch hier (.) aus Prinzip und einer Art von religöser/politischer oder sonstiger Überzeugung?? Und denen die echte Gefahr für unser Zusammenleben sehen, dazu zähle ich mich, eindeutig!

Um mit Rudi Völler zu schließen, siehe Kommentar B.M.; die Aussage ist nicht hilfreich, Gegenteil muss stattfinden. Mögen die Spiele beginnen.

Ernst-Günther Konrad | Sa., 23. Oktober 2021 - 11:08

Mögen die ersten Demos von FfF noch von vielen Kindern, Jugendlichen, Heranwachsenden und deren Eltern und Großeltern mit getragen worden sein. Inzwischen ist das aber eine ideologisch gesteuerte und teils staatlich und von Parteien finanzierte NGO. Hatten die nicht für Freitag 200.000 Teilnehmer angemeldet und behaupten jetzt schon kleinlauter, ein paar 10.000 Teilnehmer, während die Polizei etwas über 10.000 Teilnehmer "gezählt" hat. Sie haben Herr Marguier vergessen, die fast 1500 vollvermummten ANTIFANTEN zu erwähnen, die sich absprachewidrig nicht hinter den Demo Zug verdingten, sondern vorne weg marschierten und sich Rangeleien mit der Polizei lieferten. Von FfF kein Distanzierung, kein Verweisen aus dem Aufzug, sondern mitmachen lassen. FfF wird kleiner, radikaler, bedient sich extremistischer Vokabeln. Ja, Ihre Vergleiche sind drastisch, auch leicht überzogen, sollen auch provozieren. Sie haben aber einen wahren Kern, den es zu erkennen gilt. Machen Sie weiter so.

Hans Schäfer | Sa., 23. Oktober 2021 - 14:23

<Greta-Jünger haben mit der freiheitl-demokr GO nix am Hut>

Wie passt folgender Hut?

5. Februar 2020, Thüringer Landtag wählt Kemmerich zum MP“.
Die Wahl wurde nach demokr. Grundsätzen durchgeführt. Da das Wahlergebnis nicht den Vorstellungen von CDU, SPD, Grüne, Linke, entsprach, forderten sie, & die Verf-organe: BP, BTP, und BK, die „sofortige Rücknahme“ (besonders lt. aus Afrika) der nach „DEMOKRATISCHEN GRUNDSÄTZEN“ durchgeführten Wahl.
Damit STELLTEN SIE unsere freiheitl-demokr Grundordn in Frage.

FFF wird von mächtigen, im Hintergrund agierenden wirtschaftlichen Interessenten instrumentalisiert.
Unterschied:
-FFF fordert „im Vorfeld“ der Koa-Verhandlungen ihre Forderungen in das Reg.-Prog aufzunehmen. Ob, entscheidet die Koa.

-Die Rücknahme der Wahl bezog sich auf einem „demokr, durchgef., abgeschl. Vorgang“, GEFORDERT, von unserer Verfassungsorganen & gewählten Volksvertr., die unserem GG im besonderem verpflichtet sind, untertänigst hofiert von den abhängigen "MsM".

Gunther Freiherr von Künsberg | Sa., 23. Oktober 2021 - 17:57

Juli Zeh, 1-er Juristen, SPD Mitglied und ehrenamtliche Richterin im Verfassungsgericht Brandenburgs hat einmal formuliert, dass das Absolutsetzen von Werten zwangsläufig in den Totalitarismus führt. Wenn FfF für alternativlose Forderungen demonstriert wird damit zum Ausdruck gebracht, dass hier Werte absolut gesetzt werden, ist dies der 1. Schritt in den Totalitarismus, womit wir wieder bei Lenin wären, der sagte, Nichts vereinfacht das Leben so nachhaltig wie die Diktatur.
Nicht nur religiöse, auch klimapolitische Fanatiker berufen sich für ihren Kampf auf ihre vermeintlich legitimen Ziele mit der Argumentation, dass auch demokratische Institutionen und Ergebnisse sich der angeblich klimapolitischen Notwendigkeit unterzuordnen haben, was im Zweifel auch auf nicht demokratische Weise (alternativlos) erreicht werden kann. Weil die Ziele angeblich legitim sind ist jedes Mittel sie zu erreichen erlaubt. Dies war auch die Argumentation von Hitler, Stalin, Ulbricht, Honecker u. A.

Yvonne Stange | Sa., 23. Oktober 2021 - 19:00

.. die Vergleiche mit den Roten Khmer etc.pp. als durchaus treffend. Jedes hat halt eine Vorstufe und in der befinden wir uns! Wenn Linke marodierend und unstoppbar durch ostdeutsche Städte ziehen, dann sehen wir doch, wohin es führt. Noch werden "nur" Polizisten (schlimm genug!) verletzt und bedroht, aber diese Drohung trifft auch Andersdenkende, die bereits auf Todeslisten stehen... alles geduldet und bestärkt von den Systemparteien. Die wollen doch nur spielen.... ny bestimmt! Man kann nicht laut und deutlich genug vor dem Links-Grünfaschismus warnen!

Menzel Matthias | Sa., 23. Oktober 2021 - 20:20

Wieso gibt es nicht mal eine Demo der schweigenden Mehrheit. Es scheint ja in dieser Republik Usus zu sein, dass der Straße die Funktion vor den Parteien zukommt. Wer am lautesten ruft, bekommt Recht. Gibt es diese Demo nicht, ist jegliches Klagen dann sinn- und wertlos. Die letzten Bundestagswahlen haben da schon etwas die Weichen gestellt! In der DDR habe ich auch meine Nische gefunden, warum soll es jetzt nicht auch möglich sein. Ich hatte jedoch 1989 gedacht, wir bekommen eine andere Demokratie. Man erlebt eben immer noch Überraschungen.

Romuald Veselic | So., 24. Oktober 2021 - 09:46

nur eine andere Form der Scharia, indem das Imaginäre zum Absoluten erklärt wird. Und steht über dem individuellen Menschenleben.