moria-fluechtlingslager-eu-asylpolitik-2015
Demonstration für die Aufnahme von Flüchtlingen aus Moria / dpa

Flüchtlingslager Moria - Bitte nicht nochmal wie 2015!

Der Brand im Flüchtlingslager Moria auf Lesbos muss zur Folge haben, dass Deutschland vor Ort hilft. Das heißt aber nicht, dass sich 2015 wiederholen darf. Doch dazu könnte es kommen, wenn die Aufnahme von Menschen nun auf kommunaler oder auf Landesebene entschieden wird.

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Christoph Schwennicke war bis 2020 Chefredakteur des Magazins Cicero.

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Es geht schon wieder los. Als hätte 2015, das exakt fünf Jahre her ist, nie stattgefunden. Hamburg bietet an, Flüchtlinge aus dem abgebrannten Lager in Moria auf Lesbos aufzunehmen. Nordrhein-Westfalen auch. Die Landesfürsten und Bürgermeister in Deutschland sind damit gerade dabei, den verheerenden Fehler zu wiederholen, den die Bundeskanzlerin 2015 gemacht, nie eingestanden aber doch abgeräumt hat mit dem Satz: 2015 darf sich nicht wiederholen. 

Genau. Deshalb dürfen jetzt auch nicht der Schultes von Schützenweiler und der Ortsvorsteher von Kleinkleckersheim die europäische Migrationspolitik in die Hand nehmen. Sondern die Europäische Union. Subsidiarität ist eine gute Sache, und man kann nach unten abgeben, was nach unten abgegeben werden kann in die nächst kleinere Gebietskörperschaft.

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Gerd Möller | Do., 10. September 2020 - 12:08

Hunderttausende gehen arbeiten und haben keine Zeit für spontane Demonstrationen an ganz normalen Werktagen! Deutschland im Jahr 15; aggressive, lautstarke, bestens vernetzte und mobile Minderheiten terrorisieren in ganz vielen gesellschaftlichen und politischen Angelegenheiten eine überwältigende schweigende Mehrheit! Migranten in Deutschland demonstrieren inzwischen für eine Aufnahme weiterer Migrationswilliger! Der deutsche Michel schaut dem bunten Treiben zu; wie lange noch?

Fritz Elvers | Do., 10. September 2020 - 15:07

Antwort auf von Gerd Möller

Demonstranten niederkartätschen?

Reinhold Schramm | Do., 10. September 2020 - 15:14

Antwort auf von Gerd Möller

Nach der beruflichen Qualifikation die Rückkehr aller Migranten für den wirtschaftlichen und sozialen Wiederaufbau in die Heimat!

Davonlaufen ist keine Lösung.

Die soziale Flucht aus ungenügenden Lebensverhältnissen ist keine Lösung. Die Menschen müssen sich im jeweiligen Herkunftsland schon selber am wirtschaftlichen und sozialen Aufbau beteiligen. Nur so können sie ihre eigenen Lebensverhältnisse und auch langfristig für ihre Familien verbessern!

Die Bekämpfung der Korruption und Vetternwirtschaft in ihren Herkunftsländern ist auch nicht die Aufgabe der NATO und Bundeswehr. Daran müssten sich die in Deutschland und Westeuropa aufgenommenen Migranten schon selbst beteiligen. Eine wesentliche Voraussetzung hierfür wäre die persönliche Bemühung um eine berufliche Qualifikation, um mit dieser Qualifikation in ihren jeweiligen Herkunftsländern einen wirksamen und nachhaltigen Beitrag für die wirtschaftliche und soziale Gestaltung der ganzen Gesellschaft zu leisten.

> Nach der beruflichen Qualifikation die Rückkehr aller Migranten für den wirtschaftlichen und sozialen Wiederaufbau in die Heimat!<

Herr Schramm, darf ich Sie etwas fragen: Glauben Sie das wirklich? Berufliche Qualifikation???? Ich erlebe es täglich in Frankfurt/Main. Allerdings sehr, sehr anders. - Das ist Dreistigkeit, fordern, haben wollen... aber arbeiten???!!! What in hell is this????!!!! NIchts für ungut.

Nur ein sehr kleiner, einstelliger Prozentsatz von illegalen Immigranten / Asylantragsstellern wird jemals hier eine berufliche Qualifikation erwerben, die auch im Herkunftsland nützlich wäre. Paradoxerweise sind das genau die Leute, die sich auch hier integrieren könnten. Aber, mehr als 90% aller Immigranten sind für viele Jahre, statistisch 5 Jahre, reine Kostgänger des Sozialstaates. Es kommt leider noch schlimmer. Die Zahl der Personen die eine berufliche Qualifikation erwerben ist leider nicht größer als die Zahl der Personen die dauerhaft kriminell werden.

Richtiger Ansatz aber das Problem ist dass diejenigen die in ihrer Heimat in Fuehrungspositionen kommen nach kuerzester Zeit dem Diktat der Korruption folgen, und das kapieren weder unsere Politiker noch der Grossteil der Bevoelkerung, denn diese Erfahrung bekommt man nur dann mit wenn man in diesen Laendern gelebt hat.

gabriele bondzio | Do., 10. September 2020 - 20:13

Antwort auf von Gerd Möller

Es ist nicht zu fassen, was hier mal wieder vorgeht. "Puttrich (CDU), hat sich vehement dagegen ausgesprochen, Flüchtlinge aus dem Lager Moria auf der griechischen Insel Lesbos aufzunehmen. „Dieser Gewaltausbruch einiger darf nicht belohnt werden. Weder durch eine Verlegung in andere europäische Länder, noch bei der Dauer oder dem Ergebnis des Asylverfahrens“...da stehe ich aber voll dahinter. Aber ich las gerade:"Merkel bestätigt Plan zur Aufnahme von Minderjährigen aus Moria: „Hoffe, dass andere Mitgliedstaaten mitmachen“...Minderjährige so so, die mit den schon üppigen Bartwuchs und einer mannhaften Erziehung. Die schon längst verinnerlicht haben, das jede Frau eine Schlampe ist. Wenn sie kein Kopftuch trägt. In Gera hat genau diese Altersklasse 2 im Leben fest verankerte, junge, deutsche Männer fast umgebracht. Hätte sich nicht Einer (Deutscher) mutig dazwischen gestellt. Es ist nicht mehr zu fassen, vieleicht sind unter denen auch die Brandstifter.
Hilfe vor Ort ja.

Robert Hans Stein | Fr., 11. September 2020 - 08:33

Antwort auf von Gerd Möller

Solange er satt und zufrieden sein Barbeque und sein Bier genießen darf..... Und - jetzt wird's ketzerisch und damit wohl nicht veröffentlichungswürdig - solange wir uns von selbstauferlegten "Werten" leiten lassen, ohne die Folgen zu bedenken. Gesellschaften, die vor oder wenigstens neben irgendwelche Werte (man kann auch von Ideen/Ideologieen sprechen), Nützlichkeitserwägungen stellen, sind da klar im Vorteil.
Unbedingt "gut" sein zu wollen, hat eben seinen Preis. Ein vernünftiges Maß an Egoismus einzugestehen, sorgt nun mal nicht für hohe Sympathiewerte.

dieter schimanek | Do., 10. September 2020 - 12:16

Die "Geflüchteten" brauchen nur ihre Hütten anzuzünden und schon ist der Weg frei nach Germany. Diejenigen die nachfolgen werden ebenfalls zündeln usw. usw. Um es mal ganz deutlich auszudrücken, bei den Dummen im Land klappt das ganz hervorragend. Man sollte einfach keine Dummen wählen. Am Sonntag ist die Gelegenheit dazu.

Man nimmt hilflos das mediale Echo hinsichtlich lauter Rufe nach der Aufnahme von tausenden Glücksrittern auf und kann es nicht fassen. - Wenn man keinen Einfluss auf den Ausgang des Geschehens hat, wenn die Erfahrung lehrt, dass stetige Unfernunft die Prämisse ist, dann schwindet schließlich alle Hoffnung. - Man wird sehen Herr Schimanek, ob die Methode "Zündeln" (in welcher abgewandelten Form auch immer) zum Schlüsselinstrument für besagte Glücksritter wird...

Hans Jürgen Wienroth | Do., 10. September 2020 - 22:13

Antwort auf von dieter schimanek

Wir dürfen nicht vergessen, dass den Flüchtlingen von Moria vorher das Signal vom Reichstag gesendet wurde: Wir haben Platz für 13.000 Menschen aus Moria.
Da kann man doch die Not noch ein wenig vergrößern, damit auch die deutsche Regierung die Not erkennt und die Grenzen öffnet.

Holger Jürges | Do., 10. September 2020 - 12:40

...auch eine Möglichkeit ins gelobte Land zu gelangen; von vielen Seiten wird ja schon Verständnis für diese zielgerichtete Straftat bekundet: Die allgemeinen Werte und Normen werden in Sachen Migration kurzerhand umgekehrt im Wahn rot-grünen Gebarens. - Wenn nun das System kippt und rotgrüne Stadt sowie Landesfürsten die Tore öffnen für Migranten, die in großen Teilen eine unheilvolle Entwicklung für´s Land bewirken, ist den Deutschen wirklich nicht mehr zu helfen. - Wie nur ist diese Lust am Verhängnis zu erklären ? ? - Mittlerweile bleibt man ratlos zurück.

die Brandstifter unter den dort ansässigen Migranten zu finden sind, kann man doch die Flüchtlinge dort nicht in Kollektivschuld nehmen.

Nun gut, die Deutschen sind in Empathie nur bedingt bewandert. Der Kratzer am eigenen Auto ist bekanntlich eine weit grössere Katastrophe als ein paar dunkelhäutige Kinder, die irgendwo im Dreck dahinvegetieren.

Es ist eine Schande, wie Menschen auf das Leid von Artgenossen reagieren. Aber der durchschnittliche Wutbürger hat jetzt natürlich wieder ein Stöffchen, das ihn schneller auf Betriebstemperatur bringt.

Wir sind ja schliesslich nicht das Sozialamt der ganzen Welt - oder so ähnlich, wusste vor Jahren schon die NPD.
Jetzt ist das ein Standardspruch der AfD.

Ann-Kathrin Grönhall | Fr., 11. September 2020 - 09:46

Antwort auf von Gerhard Lenz

Es ist Ihnen offenbar entgangen, dass Deutschland seit 2015 mehr Migranten und Flüchtlinge als alle EU-Länder zusammen aufgenommen hat.

Es ist nicht die AfD welche das Land spaltet , sondern bornierte und dummgefährliche Menschen die in ihrem humanitären Größenwahn nicht wahrhaben wollen, dass sie einen beachtlichen Teil der Bevölkerung auf ihrem Weg zu einer „besseren“ Gesellschaft verloren haben.

Petra Führmann | Do., 10. September 2020 - 13:03

alles Vernünftige, Logische ist gesagt, geschrieben. Und was ist? Die Bärenwerfer stehen schon wieder bereit. Mit Unterstützung von Laschet, Müller... Man ist des Thema so müde, es fruchtet einfach nichts, es wird weiter erpresst, nachgegeben, und es wird weiter "geschlafen". Die "Warnung" einer Person genügt, um ganz Spanien weiter in den Ruin zu treiben, die Hotels sind leer, aber Afrikaner werden dort kostenfrei untergebracht. Es ist ... nicht zu begreifen. Ich darf mich ja nicht im Ton vergreifen. Was macht man mit uns Normalen, Vernünftigen? Warum werden nur die anderen gehört? Warum immer nur "Verteilung" anstatt Rückführung mit klaren Zeichen, dass die Leute wissen, sie kommen hier nicht an? Da das Gegenteil der Fall ist, gibt es für sie auch keinen Grund, es nicht zu versuchen. Klappt doch. Und bitte nicht immer diese Mitleidstour; die sind alle freiwillig dort und haben das Feuer selbst gelegt.

Romuald Veselic | Do., 10. September 2020 - 13:19

Entwicklungsminister Gerd Müller will 2000 Migranten aus Moria in D aufnehmen, als humanitäres Zeichen für/in EU.
In welchem Handbuch steht diese Option?
Wer ist dieser Typ? Hat er ein Sondermandat vererbt? Ist's D-Privileg?
Dann kann man gleich D umbenennen - UNO Humanitäres Gebiet Deutschland. Migranten/Flüchtlinge aller Länder vereinigt euch - in Deutschland.
Selbstverständlich; es gibt keine Solidarität in EU, besonders nicht seitens Ex-Ostblock-Länder. Die Diktatknute aus Moskau 1945-89; führte zur Verelendung der Ost-EU Massen, mit Folgen bis Anno Aktuell. Und jetzt kommen irgendwelche Polit-Hänsel u. verzählen was vom Pferd? Der Begriff - Humanitäre Hilfe im D-Kontext, ist Selbstverelendung durch oktroyierte Humanitär Bestimmungen der "Guten". Die auch für andere entscheiden wollen, ohne zu fragen, wie "Global-Gut" bei anderen ankommt. Dies nenne ich, imperialistische Arroganz der selbsternannten Erfinder des "Guten".

ursula keuck | Do., 10. September 2020 - 13:24

Teil 1
Ich möchte daran erinnern welche Kehrtwende Angela Merkel im Laufe der Jahre vollbracht hat:
Am 30. Oktober 2000 hatte Merkel noch im Bundestag u.a. steif und fest behauptet, „dass die multikulturelle Gesellschaft keine lebensfähige Form des Zusammenlebens ist.“
Am 13. September 2002 Rede in ihrer Rede im Bundestag:…das Maß des Zumutbaren ist überschritten und sie wissen das spätestens nach PISA doch in Deutschland völlig klar ist: Bevor wir neue Zuwanderung haben, müssen wir erst einmal die Integration der bei uns lebenden ausländischen Kinder verbessern,
Am 1. Dezember 2003 sagte Angela Merkel: „[...] Und da muss man natürlich darüber sprechen, dass es den Missbrauch des Asylrechts gibt. Da muss man natürlich sagen, die Folge kann nur sein: Steuerung und Begrenzung von Zuwanderung. Alles andere wird keine Akzeptanz in der Bevölkerung finden.“

Bernd Muhlack | Do., 10. September 2020 - 17:08

Antwort auf von ursula keuck

„Da muss man natürlich darüber sprechen, dass es den Missbrauch des Asylrechts gibt. Da muss man natürlich sagen, die Folge kann nur sein, Steuerung und Begrenzung von Zuwanderung. Alles andere wird keine Akzeptanz in der Bevölkerung finden.“
„Manche unserer Gegner können es sich nicht verkneifen, uns in der Zuwanderungsdiskussion in die rechtsextreme Ecke zu rücken, nur weil wir im Zusammenhang mit der Zuwanderung auf die Gefahr von Parallelgesellschaften aufmerksam machen. Das, liebe Freunde, ist der Gipfel der Verlogenheit, und eine solche Scheinheiligkeit wird vor den Menschen wie ein Kartenhaus in sich zusammenbrechen.“

"2015 darf sich nicht wiederholen." sagte unsere Kanzlerin.
Dann folgte der Satz:
"Aber ich würde jederzeit wieder so handeln!".
Das ist ein Oxymoron, die Aussagen schließen sich gegenseitig aus.
"Sie kennen mich!" - Eben, leider.

Auf WeltOnline heute ein Bericht über Frankfurt, insbesondere das Bahnhofsviertel.

"Ich freue mich darauf!" - KGE & Konsorten.

Sehr geehrter Herr Muhlack,
anscheinend wurde der Teil 2 storniert, jedoch Sie sind mir beigespungen, danke.

Nicht unerwähnt Merkels Edelmut im Jahre 2008.
Im Blick auf die Debatte in Deutschland über Klimaschutz und Energiesicherheit sagte die Bundeskanzlerin unter dem Beifall eines beträchtlichen Teils des Publikums, sie halte es für „nicht sinnvoll“, dass ausgerechnet das Land mit den sichersten Atomkraftwerken die friedliche Nutzung der Atomenergie einstelle. Auch den Protest gegen den Neubau von Kohlekraftwerken hielt die Bundeskanzlerin für kontraproduktiv.
Es sei vielmehr sinnvoll, alte durch neue Kohlekraftwerke mit höheren Wirkungsgraden zu ersetzen und so einen „geordneten Umstieg“ zu schaffen. Deutschland mache sich „lächerlich“, wenn es sich dadurch ein „gutes Gewissen“ machen wolle, dass Atom- und Kohlekraftwerke stillgelegt würden und gleichzeitig Strom, der aus denselben Energieträgern erzeugt worden sei, aus den Nachbarländern importiert werde.“

Dorothee Sehrt-Irrek | Do., 10. September 2020 - 17:55

Antwort auf von ursula keuck

bevor Merkel "auf Wolken entschwebt".
M.M.n. hätte das kein vernünftiger Politiker der Bundesrepublik so gesagt, aber Hardlinern in der Bevölkerung der alten Bundesrepublik gefiel das eventuell und ganz sicher, wenn auch aus anderen Gründen dem Osten?
So konnte Merkel gegen Schröder gewinnen, dessen barsche Art sowenig wie die von Gabriel im Osten etwa ankommen konnte?
Seither diagnostiziere ich hauptsächlich politischen KRAMPF und mit allen Mitteln das Bemühen, den Wählern der CDU/CSU klarzumachen, dass sie damals das GUTE incognito wählten und es bitte beizubehalten hätten.
Geschichtlich hat es so etwas wohl noch nicht gegeben, kann aber mit Merkels Herkommen evtl. zusammenhängen?
Ich war immer der Meinung, dass die SPD ihre eigenen Leute hat, auch, dass Merkel in der SPD niemals hätte reüssieren können, auch wenn ihre Mutter evtl. in der SPD war.
Ich tippe auch auf eigene Leute bei den Grünen.
Die Linke sehe ich skeptisch.
Die CDU/CSU durchläuft die schweste Prüfung seit Bestehen?

Peter Enders | Do., 10. September 2020 - 22:02

Antwort auf von ursula keuck

Wannimmer ich Menschen frage, weshalb sie Merkel gut finden, antworten sie eher vage, mitunter, wegen ihrer Flüchtlingsentscheidung 2015. Dabei hat 2017 ein Kommentar in der FAZ (!!) festgestellt, dass alle ihre bedeutenden Vorhaben gescheitert seien. Hinzu kommt ihr Versagen bei der Modernisierung unseres Landes. Viele Jahre nach der Initiative D21 faselte sie über Neuland. Da hat die Pastoren-Tochter schon lange über die Physiko-Chemikerin gesiegt.
Wie ihr Vorgänger hat sie ein und nur ein Ziel: Bundeskanzleramt.

Beate Weikmann | Fr., 11. September 2020 - 17:22

Antwort auf von Peter Enders

wurde Frau Merkel immer wieder gewählt.

Wolfgang Benker | Do., 10. September 2020 - 23:02

Antwort auf von ursula keuck

Sehr geehrte Frau Keuck,
Solche Personen nannte u. nennt man Wendehälse.
Warum sich Frau Merkel und die sogenannten großen Volksparteien,CDU/CSU/SPD
dem linksgrünem Mainstream so gnadenlos zugewandt haben ist für mich erschreckend und unfaßbar als ehemaliger DDR Bürger.

Vor über 40 Jahren konnte als TV-Techniker in der DDR nebenbei die damaligen BT Debatten live in unserer Werkstatt verfolgen.
Das ist gegenüber der Merkelpolitik ein Unterschied wie Tag u. Nacht.
Spätestens wenn die beginnende Wirtschaftskrise richtig an Fahrt aufnimmt wird es richtig "bunt"in Deutschland. Da helfen dem überwiegendem Teil der Bevölkerung auch keine mit Lichtgeschwindigkeit rotierenden Gelddruckmaschinen.

Desweiteren bin ich für meinen Teil nach vielen recherchieren zu d. Meinung gekommen das die Einwanderung in unser schönes Land so weitergehen wird.
Was ich in dieser Form! jetzt u. für immer ablehne. Ich werde mein alternatives
Wahlverhalten seit 2014 in Thür und ff. im BT nicht ändern.
MFG WB

Alfred Kastner | Fr., 11. September 2020 - 05:29

Antwort auf von ursula keuck

Kanzlerin Merkel verfolgte bis vor dem deutschen Herbst 2015 eine vernunftbegabte Migrationspolitik. Merkel ist jedoch eine Getriebene ihrer außerordentlich hohen Popularität. Ihre im Grunde richtige Äußerung gegenüber dem Mädchen Reem, dass nicht alle hierbleiben können, bescherte ihr einen gewaltigen medialen Shitstorm. Wenige Wochen danach bestimmte ihr Agieren hauptsächlich die Befürchtung, dass Soldaten an der deutschen Grenze ihr einen weiteren herben Imageverlust bescheren könnten. Fakt ist allerdings auch, dass die deutsche „Erben und Spaß haben und Papi zahlt und ich hab ALLE Menschen lieb“-Generation heute wie damals mehr Zuwanderung wünscht. Bald ist schon wieder Weihnachten und so manche Pfarrerstochter ist voller Vorfreude auf die Geschenke. Wäre ich nicht bereits ein „alter Baum“, ich hätte dieses Land, das sich einbildet, alles Elend dieser Welt auf sich laden zu können, längst verlassen. Leider bin ich mit meiner Heimat zu sehr verwurzelt.

Markus Michaelis | Do., 10. September 2020 - 13:30

Die Wortmeldungen der Migranten der letzten Jahre und gerade wieder in BLM zeigen denke ich ausreichend, dass Migranten nicht zu 99% als ewig dankbare Almosenempfänger kommen, auch nicht zur ewigen Glorifizierung der deutsch-europäischen Werte, die eine weltoffene deutsche Bevölkerung von gestern vertritt.

Ich denke es ist klar genug, dass Migranten eigenständige Menschen sind, mit eigenständigen Ideen und Weltbildern und dass sie an dieser Gesellschaft gleichberechtigt teilhaben wollen - und gewisse historischen Ungerechtigkeiten in Bezug auf Kolonialismus, Rassismus, Kapitalismus etc. auch gerne ausgeglichen hätten.

Insofern kann der Bürgermeister von Schützenweiler gerne Migranten einladen. Er sollte dann nur so konsequent sein und seinen Posten an diese Personen abgeben - vielleicht nicht gleich an die ganz Neuen, aber an die von 2015 würde es Zeit. Das hätte dann wenigstens eine innere Logik - darüber könnte man reden.

Charlotte Basler | Do., 10. September 2020 - 13:43

Sie haben wieder die richtigen Worte gefunden. Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen.
Ausser ein paar Fragen an die Aufnahmeforderer:
1. Wollen Sie ggf. auch die Brandstifter mit aufnehmen? Warum?
2. Haben Sie ausreichend Wohnraum, ausserhalb von Flüchtlingsunterkunften zur verfügung?
3. Gibt es entsprechende Arbeitsplätze?
4. Kommen Ihre Bundesländer, Kommunen alleine für alle Kosten auf oder möchten Sie Zuschüsse vom Bund?
5. Wollen das auch Ihre Bürger/Wähler?
6. Können Sie sicherstellen, dass die Aufgenommenen bei Ihnen bleiben?
7. Was machen Sie, wenn das nächste Lager brennt?

müssten m. E. wie folgt formuliert werden:
2. Wie viele Migranten nehmen Sie in Ihrer Wohnung auf bzw. versorgen Sie auf eigene Kosten mit Wohnraum?
3. Sorgen Sie auf eigene Kosten dafür, dass der /die von Ihnen Aufgenommene/Aufgenommenen die deutsche Sprache, ggf. noch einen Beruf erlernen und in den Arbeitsprozess integriert werden?
3. Tragen Sie bis zur wirtschaftlichen Selbständigkeit des/der Aufgenommenen sowie für die ggf. noch Nachgeborenen oder Nachziehenden sämtliche Kosten bis zur wirtschaftlichen Selbständigkeit?
In der Geschichte vom barmherzigen Samariter (Lukas-Evangelium 10, 25-37) kümmerte sich der Samariter um einen von Räubern ausgeraubten und halb tot geschlagenen Mann. Er versorgte dessen Wunden, hob er ihn auf sein Reittier, brachte ihn zu einer Herberge und sorgte für ihn. Am nächsten Tag gab er dem Wirt Geld und sagte: „Sorge für ihn, und wenn du mehr (Geld) für ihn brauchst, werde ich dir bezahlen, wenn ich wiederkomme.“
Eigenes Handeln ist Maßstab der Moral!

Peter Enders | Fr., 11. September 2020 - 11:18

Antwort auf von Angela Bösener

Wann ich Verwandte aus dem Ausland einlade, muss ich schriftlich versichern, dass ich persönlich für sie materiell bürge und für Alles aufkomme, das sie nicht selbst bezahlen können. Das sollten die Bürgermeisterinnen auch tun müssen, inbesondere der Städte, die - wie Berlin - hohe Schulden haben.

Manuel Negwer | Do., 10. September 2020 - 13:47

...ungebrochen frommen Denkungsart: "Es würde... es wäre...es darf sich nicht... wirklich nicht...bitte so... bitte so nicht...."

Nur hat der kategorische Imperativ bereits 2015 seine Herrschaft angetreten und lässt sich - der gute Wille als Verkörperung des einzig absolut Guten - von schnöden objektiven Vernunftgesetzen nicht mehr ins Handwerk pfuschen. Konkret: eine "europäische Lösung" wird es auch dieses Mal nicht geben. Die Niederlande und Österreich haben bereits den Daumen gesenkt und dass die anderen EU-Mitglieder etwa anderes verfügen werden, ist in etwa so realistisch wie der Übertritt von Claudia Roth zur AfD. Die Einstein'sche Definition von Wahnsinn - "immer wieder das Gleiche tun und andere Ergebnisse erwarten" - ist noch nicht bis Berlin vorgedrungen.

Insofern ist es "alternativlos", dass Deutschland alle Flüchtlinge übernimmt, denn Merkel steht im Zenith ihrer Popularität und eine Opposition gibt es - ähnlich wie 2015 - nicht. Und: es ist noch Platz im Land.

Johan Odeson | Do., 10. September 2020 - 13:53

Genau das ist meine Befürchtung. Erneut sammeln sich die Gesinnnungsethiker und stellen Moral über alles - ungesehen der Folgen. Wann begreifen diejenigen die jetzt die unbegrenzte Aufnahme der männlichen Migranten fordern, dass sie das Problem damit nicht lösen, sondern es vielmehr vertiefen. Kernige Sprüche, wie die des Oberbürgermeisters von Hamm, wie im WDR direkt kolportiert, erhöhen ihn zwar moralisch kurzfristig, sind aber nicht zu Ende gedacht. Wenn diese Migranten jetzt direkt in unsere Sozialsysteme aufgenommen werden, wird in Zukunft jedes Flüchtlingslager brennen, um die Aufnahme zu erzwingen. Was ist dann die Message die Europe sendet? Mit Gewalt kann man sich jeder den Eintritt erzwingen. Der Lösungsvorschlag "Hilfe vor Ort" ist genau der richtige. Erst wenn man merkt man kommt, ohne positiven Asylbescheid, nicht weiter als zu einem Lager, wird der Zustrom abnehmen. Aber wir Deutsche können nur extrem. Die aktuelle Civey Umfrage bestätigt Sie im übrigen.

Peter Schulmeister | Do., 10. September 2020 - 14:14

Antwort auf von Johan Odeson

Der doktrinäre Sonderweg mal wieder.Wie ein Morphinist,welcher seine Freunde zur Sucht verführen will,so tönte es "€uropäische Lösung".Nun ist auch das egal.In den Camps grassiert Corona.Brandstiftung ist wohl nicht auszuschließen e.c.t. Problematisch ist auch die fanatische Gier,Gott und die Welt,die €uropäischen Nachbarn,große Teile der eigenen Bevölkerung,ja,mal wieder die ganze Welt, bockig und unbelehrbar vor den Kopf zu stoßen.So werden demnächst auch Dänemark oder die Niederlande genauso beschimpft werden,wie Ungarn oder Polen.Der Doktrinär bringt immer Unglück in die Politik.Was ist in diese Menschen gefahren?Wie ein böser Zauber ist das.

Brigitte Simon | Do., 10. September 2020 - 16:38

Antwort auf von Johan Odeson

Die Menschen hier sind überfordert. Es geht ihnen nicht gut. Die Wirtschafts-
krise hat Griechenland hart getroffen. Uns alle hier. Sie sehen, daß die Flücht-linge vom Staat Sozialhilfen bekommen. Das macht viele wütend. Die Geflüch-teten sind einfach da, sie sitzen auf den Bänken, gehen in die Supermärkte, laufen durch die Straßen. Im Sommer gehen sie im Meer schwimmen. Die Grie-
chen sind einfach wütend auf die Flüchtlinge. Es geht ihnen selbst nicht gut und übertragen diesen Ärger. Warum ist Geld für andere da, aber für uns nicht? An Tagen, an denen die Geflüchteten ihre Sozialhilfe bekommen, stehen so viele an den Geldautomaten an, daß kaum jemand anderes Geld abheben kann. Sie gehen nachts nicht mehr alleine auf die Straße.
Es gibt Berichte von Drogenhandel und Prositution. Die Leute versuchen zu über-
leben. Die Menschen fangen an,sich selbst zu organisieren. Die Leute schließen sich zusammen, formen Clans. Und es gibt viel Gewalt unter den Flüchtlingen.

Wie geht es den Menschen auf der griechischen Insel Lesbos"? Eine überlebenswichtige Antwort gibt es nicht. Die Politik, die Medien vermeiden bewußt diese Frage. Oder dürfen sie nicht!? Für mich ist dies ein menschenverachtender Skandal. Bewußt schreibe ich diesen Kommentar so wie er ist in der Hoffnung einer Veröffentlichung.
Wir kennen ein griechisches Paar von der Insel Samos und Lesbos. Die Partnerin in Deutschland. Ihr Mann lebt noch, familienbedingt, auf Lesbos. Sie erzählen uns ihr
authentisches Leben.
Das Lager wird von einer Zeltstadt umringt. Die hygienischen Bedingungen sind ka-tastrophal. Die Situation ist angespannt, für die Geflüchteten, aber auch für die Ein-heimischen. Am Mittwoch wurde auf den griechischen Inseln Lesbos, Chios und Samos zum Generalstreik aufgerufen: Behörden, Verbände und fast alle Geschäfte blieben geschlossen. Tausende Menschen gingen in Mytilini auf die Straße. Sie protestierten gegen die überfüllten Flüchtingscamps.

Heidemarie Heim | Do., 10. September 2020 - 14:12

Unterschreibe jedes Wort Ihres Beitrags lieber Herr Schwennicke! Und setze mich auch gemeinsam mit Ihnen der Gefahr aus nun als kaltherzige Nationalistin usw. zu gelten. Aber haben Sie da nicht die inzwischen fest installierte Macht unserer um jeden Preis der Werte und Moral verpflichteten Teile unserer Gesellschaft, allen voraus der unserer bildmächtigen Medien vergessen? Wir können ja mal wetten wie lange es dauert bis eine in Auftrag gegebene Umfrage mit einem dementsprechenden Ergebnis unseren Horst Seehofer in die Knie zwingt.
Auch argumentiert man wie schon damals mit der Ausnahmesituation in Budapest und der noch elenderen Verhältnisse in Moria, von denen sich einzelne Politiker bei einem Besuch selbst ein Bild machten.Und man vermeidet im Gegensatz zu Griechenland zu erwähnen, wer für die Brandlegung verantwortlich ist um diesen dringenden Handlungsbedarf zu erzeugen und den Druck auf die handlungsunfähige EU zu erhöhen.
Diese wiederum hatte ja nur mickrige 5 Jahre Zeit!FG

helmut armbruster | Do., 10. September 2020 - 14:12

jeder Landesfürst, MdL, Bürgermeister, Gemeinderat, und auch jeder Privatmann, der jetzt öffentlich fordert Flüchtlinge aus Mora oder anderswoher aufzunehmen, müsste gezwungen werden folgende Erklärung unterschreiben :
"Ich verpflichte mich für die Dauer von 10 Jahren oder für den Fall der Ablehnung des Asylantrags , zu folgendem:
- ich übernehme sämtliche Kosten
- der Flüchtling und sein eventueller Familiennachzug hat kostenfrei Kost und Logis bei mir
- ich hinterlege notariell eine Garantiesumme iHv 300.000 € für den Fall, dass ich diesen Verpflichtungen nicht nachkomme."
Wer dann noch will, soll zu diesen Bedingungen ruhig seinen persönlichen Flüchtling kommen lassen. Ich bin überzeugt, dass es nicht viele sein werden.
Denn groß das Maul aufreißen und auf die Tränendrüsen drückend Hilfe für Flüchtlinge zu verlangen, ist etwas anderes als selbst dafür einzustehen und zahlen zu müssen.
Würden wir so vorgehen , wären alle Maulhelden entlarvt.

Thomas Hechinger | Do., 10. September 2020 - 14:41

Alles stimmt, wie Sie es sagen, Herr Schwennicke. Ich will das nur noch durch eine Frage ergänzen:

Wo ist der Bundesinnenminister?

Heidrun Schuppan | Fr., 11. September 2020 - 10:04

Antwort auf von Thomas Hechinger

dass er auf eine Weisung der Kanzlerin wartet – wir wissen, wie diese aussehen wird.

gabriele bondzio | Do., 10. September 2020 - 14:59

Erst mal zum Brand selbst. „Laut der griechischen Regierung haben Migranten das Feuer in Moria selbst gelegt. „Das Feuer wurde von Menschen gelegt, die Asyl beantragt haben - als Reaktion auf die wegen des Coronavirus verhängte Quarantäne“. Möchte Sie Herr Schwennicke Brandstifter nach DE einladen? Weiter im Text von Merkur.de:„Gelungen sei den Brandstiftern lediglich, Tausende Menschen - darunter Familien- obdachlos zu machen"...dazu passt ja auch das massive Behindern der Feuerwehr, was auch bei welt .de, thematisiert wurde.
Es ist an der Zeit, dass man in Städten und Kommunen die Anwohner befragt, ob sie weiter Migranten aufnehmen wollen und das nicht von ein paar Politikern oder NGO´s entschieden wird. Und wie sie richtig schreiben, „Ein sofortiges Ende der privaten Seenotrettung von Kirchen und NGOs ..." und sofortige Rückführung der Migranten. Der Druck (siehe auch in DE angezündete Asylheime aus fadenscheinigen Gründen) von Migranten darf nicht noch belohnt werden.

Maria Arenz | Do., 10. September 2020 - 15:43

Und drum setzen auch jetzt schon wieder die Gesinnungsethiker den Ton. Obwohl wir inzwischen doch gelernt haben, daß sich für jeden aus lybischer oder griechischer Lagernot geretteten "Flüchtling" mindestens 5 weitere aus seinem Gäu auf den Weg machen. Schwennicke hat mit nur mit einem nicht Recht: daß die Verteilung innnerhalb Europas jemals eine praktikable Lösung sein kann. Abgesehen vom fehlenden Willen der meisten anderen EU-Mitglieder: Wenn ich als Otto- Normalflüchtling das hinter mir hätte, was ein Pakistani, Afghane, oder Westafrikaner unter den obwaltenden Umständen an Geld, und Strapazen aufwenden muß, um in's gelobte Deutschland zu kommen (mit zwar viel Alltagsrassimus aber dafür sehr großzügigen Sozialleistungen), würde ich mich auch nicht mit einem "Bronze-Asyl" irgendwo in der Walachei zufrieden geben. Und wie will man dann im Schengenraum verhindern, daß ich es doch dorthin schaffe wo ich einen gescheiten Return on Investment erwarten kann?

dieter schimanek | Do., 10. September 2020 - 16:07

...auch wenn in D. das Gegenteil erzählt wird. Einig darin, keine Migranten mehr aufzunehmen. Selbst Schweden hat die Nase voll. Verteilt wird natürlich trotzdem, innerhalb von D. plus Umsiedlung nach dem Migrationspackt. Wann landen die Schlepper aus dem Mittelmeer u. ihre Helfer aus der ev. Kirche endlich hinter Gitter?

Dr. Günter Heidrich | Do., 10. September 2020 - 16:26

Am 31.08.2020 sprachen Sie, Herr Schwennicke, von einer beispiellosen Fehlleistung Merkels im Jahre 2015. Nach Ihren Worten wird Ihre schon 2015 geäußerte Kritik inzwischen von zahlreichen Journalisten offen oder (noch) verschämt geteilt. Dann tut Euch doch endlich alle zusammen und findet den Mut, die immer unhaltbarer werdenden Zustände in diesem Land über alle zur Verfügung stehenden Medien anzuprangern - immer wieder und immer deutlicher ! Die Rückendeckung des Gros der Bevölkerung ist Euch gewiss. Wenn weiterhin geschwiegen wird, können Sie in fünf Jahren rückblickend und angesichts weiterer hunderttausender Flüchtlingen im Lande über eine abermalige Fehlleistung schreiben – sofern man Sie dann überhaupt noch zu Wort kommen lässt.

Hans Schäfer | Do., 10. September 2020 - 16:32

Moria, ausgelegt für die Unterbringung von ca. 2500 Menschen. Tatsächliche Belegung letzter Stand über 13000, wohl unter unmenschlichen Bedingungen.
Das Anwachsen des Lagers ist über einen längeren Zeitraum geschehen. Der Gau war also vorherzusehen. Was haben sie getan, um dem entgegen zu wirken, nur dass was sie am besten können schlau daherreden. Wir haben, wir werden, wir sind bereit….Nur eins können sie nicht, sich in dieser Frage zu einigen.
Eine EU, die nicht in der Lage ist sich in dieser Frage zu einigen, ist ein Farce. Auflösen den Verein, verschlingt Mrd. Letztlich dient er wohl nur um abgehalfterte Politiker unterzubringen und dadurch ihren Lebensabend zu gewährleisten.

Helmut Bachmann | Do., 10. September 2020 - 16:33

Nämlich der Grenzschutz und die Unterstützung der Länder von denen in See gestochen wird bei der Verhinderung eben dieser Abenteuer. Keine Seenotrettung, die nicht an der Küste beginnt. Ein Ende des naiven Multikulturalismus wäre hilfreich, auch das würde bedeuten, direkt in Afrika zu helfen, statt Menschen ins Mittelmeer zu locken.

lisa zimmermann | Do., 10. September 2020 - 17:57

Was bezahlt die EU an GRI für die Unterbringung der Flüchtlinge ? Reichte es wirklich nicht für menschenwürdige Unterkünfte ?
Ist das Geld "versickert" ?

Können Sie das eruieren ?

Karla Vetter | Do., 10. September 2020 - 19:39

entwickelt sich nicht Brandstiftung zum neuen Erfolgsmodell für Migranten. Es gibt nur eine Möglichkeit dies zu verhindern: Wir schicken sofort Hilfspersonal, unter den Demonstrierenden sollte sich dieses ja rekrutieren lassen. Anleitung für menschenwürdige, dezentrale Behelfsbauten dort vor Ort könnten unsere arbeitslosen Messe- und Veranstaltungsbauer geben. Das Wetter ist noch gut, die jungen Migranten könnten sich einbringen. Betreut sollte das neue Lager dann von der Flüchtlingsorganisation der UNO. Von dort aus könnten auch Asylanträge gestellt werden. Nicht Asylberechtigte werden in ihre Ursprungsländer zurückgeschickt. Die obszön reichen islamischen Staaten (VAE, Oman, Katar, Bahrein, Saudi)werden durch internationalen Druck gezwungen einen Anteil der schutzsuchenden Muslime zu übernehmen. Deutschland unterstützt alle diese Maßnahmen o h n e wieder Vorreiter zu spielen. Herrn Erdogans zynisches Kalkül immer weiteren Nachschub nach Griechenland zu schicken, darf nicht aufgehen.

Wulf Richartz | Fr., 11. September 2020 - 05:53

Ernsthafte Frage: Die Bürgermeister und Ministerpräsidentinnen, die jetzt Plätze anbieten, übernehmen diese auch die Kosten, oder bleiben die beim Bund?

In Berlin haben drei Tausend Menschen demonstriert bei 3,8 Mio Einwohnern!

Zur Erinnerung: 2015 waren es auch 5000 bis 10000 Menschen die in Budapest fest saßen; um die ging es mal ursprünglich 2015! Am Ende waren es knapp 900 Tausend nur für 2015.

Die Hoffnung auf Europa habe ich ehrlicherweise in dieser Frage nicht mehr, auch nie wirklich gehabt.
Das funktioniert nicht, egal wie viel Geld wir im Rahmen der EU nach Griechenland oder in die Türkei schicken - die Menschen wollen da nicht bleiben sondern nach Nord-/Mitteleuropa.
Das müssen wir selber regeln und wir kriegen es seit Jahrzehnten nicht selber hin, und verweisen auf "Europa".

Fazit: Der Kontrollverlust könnte sich wiederholen!
Und muss man sagen: Selbst Schuld Deutschland!

Gerhard Bauer | Fr., 11. September 2020 - 08:40

Merkel's "Wir schaffen das" kollabiert. Sie und alle politischen Mitläufer tragen die Verantwortung. Die Wähler bekommen ihre Quittung. Naivität hat eben seinen Preis - seinen sehr hohen Preis

Cornelia Oles | Fr., 11. September 2020 - 08:41

Bin ganz ihrer Meinung und es war ja nur ein kleiner Bruchteil von Demonstranten bezüglich der Zahl der Einwohner in Berlin. Es ist weiterhin eine Minderheit die das fordert und die Lage in manchen Städten verkennt. Außerdem waren unter den Demonstranten selbst Asylbewerber wodurch die Aufnahmewilligen in ihrer Zahl nochmal schrumpft.

Martina Moritz | Fr., 11. September 2020 - 08:42

Deutscher Alleingang, dieser Begriff trifft den Kern des Deutschen Identitätsproblemes (auf politischer Ebene). Ich stimme Ihnen vollkommen zu, Herr Schwennicke. Es bleibt zu hoffen, dass unsere Regierenden diesen Artikel ebenfalls lesen, ihn am besten als Grundlage zur Debatte in die nächste Sitzung mitnehmen. Grundsätzlich stellt sich ohnehin die Frage, weshalb die Verantwortlichen Politköpfe scheinbar nicht in der Lage sind, im Bereich des Kleinen Einmaleins fehlerfrei zu rechnen und in Folge zu entscheiden, was diesem Land und den dort lebenden Menschen gut tut, eine Gesellschaft bestandsfähig macht. Außerdem beginne ich mich langsam aber sicher zu schämen. Zu schämen für unsere von Dekadenz und Selbstherrlickeit geleitete Europapolitik im Speziellen sowie unsere ebenso gefärbte Außenpolitik im Allgemeinen. - Hochmut kommt bekanntlich vor dem Fall; das ist nichts Neues und wird dennoch immer wieder großzügig vergessen.

Heute, um 12:30 Uhr, wird im Bundestag eine Stunde lang über die Konsequenzen aus dem Brand im Lager Moria debattiert. Die Linken legen dabei einen Antrag vor die rund 13000 Menschen in Deutschland aufzunehmen, falls diese nicht in "andere Länder" möchten.
Vielleicht machen wir uns während dieser Debatte selbst ein Bild, wie die Parteien sich hierzu positionieren.

Hier der Artikel zum Tagesordungspunkt: https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2020/kw37-de-moria-791342

Christian van der Ploeg | Fr., 11. September 2020 - 09:50

Heute in der Yomiuri Shimbun (das Äquivalent zu der FAZ, wie sie früher einmal war) aus Japan mit Verweis auch auf die AP: mehrere offizielle Stellen inkl. Migrationsminister Mitarachi und Polizei: „es ist bewiesen, dass das Feuer von den Flüchtlingen gelegt worden ist, die die Feuerwehr am Löschen hinderten . Polizisten wurden mit Steinen beworfen.“
Warum liest man davon nichts in Deutschland, sondern sieht nur Fotos mit Kindern, und dem Verweis, dass die Feuerursache nicht geklärt ist? Hat Japan einen besseren Draht nach Griechenland als Deutschland, oder wird hier wieder bewusst geframed?

Michael Andreas | Fr., 11. September 2020 - 10:30

Seenottrettung im Mittelmeer. " So ein Spruch ist schon ein starkes Stück. Erwachsene und Kinder vor dem Ertrinken zu retten soll "verheerend" sein?! Klar, worauf Sie hinauswollen, Sie unterstellen allen Ernstes, die Menschen begeben sich auf ein überfülltes Boot in der Erwartung, auf jeden Fall aus Seenit gerettet zu werden. Nur gibt es für diese These keinen Beweis.

Entschuldigung, aber natürlich erwarten die Migranten das sie gerettet werden. Ich würde keinem unterstellen wollen, dass er wissentlich in ein Schlauchboot mit Außenbordmotor und wenig Sprit steigt und hofft damit eine europäische Insel oder gar das Festland zu erreichen.

wenn man Schiffbruch erleidet. Keine Seenot ist, wenn man kalkuliert, dass das Boot gerade so die internationalen Gewässer erreichen kann. Des Weiteren nicht etwa den nächsten erreichbaren Hafen ansteuert, sondern den Ort seiner Wahl. Es geht sicher auch nicht in der Ostsee in Seenot zu geraden, aber lieber ins Mittelmeer gebracht zu werden. Nein, keiner kann ernstlich wollen Menschen ertrinken zulassen. Es geht n u r um die damit verbundenen Umstände und das kriminelle Schleuserwesen.