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Villa Hammerschmidt: Am ehemaligen ersten Dienstsitz des Bundespräsidenten gab es Orden auch für Nazis / picture alliance

Bundespräsidialamt und NS-Vergangenheit - Braune Geister im höchsten Amt

Das Bundespräsidialamt untersucht seine Vergangenheit. Das wurde auch höchste Zeit: Waren nur einzelne Beamte in das NS-Regime verstrickt gewesen oder handelte es sich gar um ein Sammelbecken von Altnazi-Seilschaften?

Autoreninfo

Julien Reitzenstein befasst sich als Historiker in Forschung und Lehre mit NS-Verbrechen und Ideologiegeschichte. Als Autor betrachtet er aktuelle politische und gesellschaftliche Entwicklungen.

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Er sei „nicht gerade glücklich über die Zusammensetzung des Auswärtigen Amtes, keineswegs. Aber man schüttet kein dreckiges Wasser aus, wenn man kein reines hat!“ Mit dieser rheinisch-fröhlichen Erklärung versuchte Bundeskanzler Konrad Adenauer 1952 gegenüber Journalisten zu rechtfertigen, dass zahlreiche der neuen Diplomaten als „belastet“ galten. 2005 berief Joschka Fischer als eine seiner letzten Amtshandlungen eine Historikerkommission, welche die Geschichte des Auswärtigen Amtes während der Herrschaft der Nationalsozialisten untersuchen sollte. Fortgeführt wurde das Projekt unter Frank-Walter Steinmeier. 2010 wurden die Ergebnisse präsentiert, die eine tiefe Verstrickung in die Verbrechen des „Dritten Reiches“ dokumentierten. 

Seit Gründung der Bundesrepublik gab es einen häufigen Wechsel von Beamten zwischen dem Auswärtigen Amt und dem 1949 neu geschaffenen Bundespräsidialamt. Den naheliegenden Schritt, auch das Wirken möglicherweise belasteter Beamter im Bundespräsidialamt zu untersuchen, setzt Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier nach entsprechenden Vorbereitungen jetzt um. Das Bundespräsidialamt wurde erst 1949, mehrere Jahre nach dem Untergang des „Dritten Reiches“, gegründet und galt deshalb lange als unbelastet. Nun soll ein unabhängiger Historiker zwei Jahre lang untersuchen, wie tief die Mitarbeiter des Bundespräsidenten in der Bonner Villa Hammerschmidt – bis 1994 erster Amtssitz des Bundespräsidenten – in die NS-Zeit verstrickt waren. Fest steht schon heute, dass es allen Grund für diese Untersuchung gibt.

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Christa Wallau | Do., 2. April 2020 - 14:42

... interessant und wichtig ist, um daraus Lehren für die Zukunft zu ziehen:
Die Ent-Deckung bzw. Ent-Fernung von Tätern des
SED-Regimes, das immerhin erst vor 30 Jahren
ein Ende gefunden hat, wäre tausendmal wichtiger!
Ich möchte nicht wissen, wie viele ehemalige Stasi-Leute und wichtige Funktionäre der SED heute wieder in Amt und Würden sind, weil es ihnen gelungen ist, ihre Mitwirkung im Unrechtsstaat DDR zu vertuschen. Ganz zu schweigen von denen, die b e k a n n t e r m a ß e n Dreck am Stecken haben und dennoch in der heutigen BRD hofiert
werden, wie z. B. Gregor Gysi und Annette Kahane.
Immerhin leben noch sehr viele Opfer des
DDR-Regimes. Für diese Menschen muß es wie Hohn auf ihre Leiden klingen, wenn Linke (direkte Nachfolger der SED!) im BT Reden schwingen dürfen, während man eine n e u e Partei, die AfD, von vornherein diffamiert, weil sie sich mit ihren Anschauungen teilweise rechts von der Mitte,
aber im Rahmen des GG bewegt.
Sonst wäre sie ja längst verboten.

Im Deutschunterricht würde das Fazit lauten: Thema verfehlt.
Nicht die Aufarbeitung der SED-Vergangenheit steht auf der Tagesordnung, sondern die "braune Vergangenheit" einer Vielzahl von Mitarbeitern des Bundespräsidialamtes. Selbst ein früherer Bundespräsident (Carl Carstens) war bekanntlich Parteigänger der NSDAP.
Die gesamte frühere Bundesrepublik (Adenauer-Staat) war durchsetzt mit NSDAP-Mitgliedern, auch wenn sich diese nach 1945 vehement von der Hitlerpartei distanzieret haben.
Bis heute ist die Frage ungeklärt, warum etwa die Unionsparteien CDU und CSU, aber auch die FDP, in ihren vorderen Reihen durch ehemalige NSDAP-Leute repräsentiert wurden?
Hätte man diese nicht diskret an die Seite schieben müssen, um unbelastete Antifaschisten in Partei- und Regierungsämter zu befördern?
Dabei war und ist immer zu unterscheiden: Waren diese NSDAP-Leute während der Nazi-Herrschaft einfache Mitläufer (etwa Lehrer oder kleine Beamte im kommunalen Bereich) oder hochgestellte Parteigänger ?

Wenn praktisch ein ganzes Volk begeistert den Nationalsozialisten gefolgt ist, wo hätte man dann so schnell nach dem Zusammenbruch so viele Leute hernehmen sollen, die nichts damit zu tun hatten. Echte Gegner gab es, aber die waren rar und lebten oft gar nicht mehr in Deutschland (Thomas Mann).

Ernst-Günther Konrad | Fr., 3. April 2020 - 10:06

Antwort auf von Eckart Härter

Viele Männer sind im Krieg geblieben, als Tote oder Gefangene oder bis heute vermisste Soldaten. Die jungen Soldaten, die zurückkamen, waren vom Krieg traumatisiert, waren obwohl erst 20 schon "alte" Männer an Körper und Geist.
Diejenigen, die hier den Staat aktiv aufbauen konnten, waren kriegsuntaugliche, oder zu alte oder eben kriegsrelevante Personen, die für die Hitlermaschinerie benötigt wurden.
Es dürfte unstreitig sein, dass es viele systembedingte Mitläufer waren, aber auch von der Sache überzeugte Menschen. Nur nach dem Krieg gab es einen Staat aufzubauen, mit dem was man hatte. Da war die Gesinnung erstmal egal. Jede Hand (Trümmerfrauen) und jeder Kopf (Juristen usw.) wurde da gebraucht.
Ich will nichts relativieren, das tut keiner hier. Soll der BP das von mir aus nachrecherchieren lassen. Helfen tut es heute maximal im Verstehen. Es lebt keiner mehr. Nur wir hatten eine zweite Diktatur in einem Teil von D. Die ist erst 30 Jahre her. Da leben viele noch mitten unter uns.

ein ehemaliger Stasi-Informant, der heute für die AfD im Bundestag sitzt.

Natürlich haben auch die Rechtsextremisten ihre Anzahl vorbelasteter "Kandidaten".

Das betrifft nicht nur Ex-Stasi-Mitarbeiter, sondern auch Leute, die in rechtsextremistischen Organisationen aktiv waren (Kalbitz), regelmässig bei der rechtsradikalen Pegida auftreten oder irgendwelche Verbindungen zu den vom Verfassungsschutz beobachteten Identitären haben.

Aber natürlich ist das - wie immer - alles nur erlogen, eine Erfindung des Mainstreams, um die AfD zu diffamieren...

Wer's glaubt, wird selig...oder ist selbst AfD-Mitglied.

Mal sachlich. Spangenberg soll, so berichtete die Freie Presse Chemnitz, von 1964-67, als Zwanzigjähriger bei der NVA für die Stasi Berichte geschrieben haben. Nach einem misslungenen Fluchtversuch aus der DDR 1969 saß er ein Jahr lang im Gefängnis, davon mehrere Monate im Stasigefängnis Dresden in Untersuchungshaft. 1980 gelang ihn dann die Flucht in die BRD. Halbwahrheiten zur Diffamierung zu nutzen, war erfolgreiche Taktik der Stasi. Und noch etwas: Spangenberg absolvierte seinen Militärdienst bei der als hochsensiblen Sicherheitsbereich eingestuften Luftsicherung der Nationalen Volksarmee. Wer die Methoden der Beeinflussung, des Druckes, der Erpressung, gerade junger Menschen in der DDR nicht selbst erlebt hat, sollte sich oberflächlicher Beurteilung enthalten.

Wolfgang Tröbner | Fr., 3. April 2020 - 10:17

Antwort auf von Jürgen Keil

Ergänzend sei noch angemerkt, dass viele ehemaligen Stasi-Leute heutzutage für die Linken die Parlamente bevölkern. Ich verweise auf den Thüringer Landtag. Und ehemalige Stasi-Leute bringen ihre Qualifikation immer noch ein, um die Gesinnung der Deutschen zu kontrollieren. Ich verweise auf Frau Kahane. Der Mitforist, auf den sich Ihr Kommentar bezieht, sollte also den Ball ganz flach halten

geht es hier um Nationalsozialismus. Aber darüber wollte Frau Wallau nicht so gerne schreiben.

Ist Ihnen aber sicher nicht aufgefallen...

Und, Ihnen ist wie immer nicht aufgefallen, dass es nicht um die AfD geht. Obwohl, Ihr Denken kreist ja nur um die AfD. Ich habe kürzlich gelesen, Höcke liebt Erbsensuppe. Sofern die noch nicht von Ihrem Speiseplan verschwunden sein sollte, wird es jetzt aber Zeit.

Wilfried Düring | Fr., 3. April 2020 - 11:19

Antwort auf von Jürgen Keil

Danke für die ergänzenden Informationen. Der Lebensgeschichte des Herrn Spangenberg zeigt, daß man mit harten (Pauschal-) Urteilen generell etwas vorsichtiger sein sollte.
In der Kontroverse um die Nazi-Vergangenheit von Angehörigen des Auswärtigen Amtes (Fall des 'Botschafters' Franz Krapf) zwischen Außenminister Fischer (der SEINE eigene Vergangenheit sehr gut zu verbergen und zu verharmlosen wußte) und seinem 'Kritiker' Botschafter Frank Elbe formulierte ein Kommentor in der Jüdischen Allgemeinen einen Satz, der sich mir (sinngemäß) eingeprägt hat:
'Jedes Menschenleben verdient eine ERNSTHAFTE Prüfung'.
Eine ERNSTHAFTE.
Schlagworte und politische Kampfbegriffe ('Nazi', Stasi-Spitzel', 'FDJ-Funktionär', 'Waffen-SS'ler') und Kollektivschuld-Vorwürfe helfen nicht weiter.
Im Gegenteil: 'Aufarbeitung' wird so diskreditiert.
Ernsthaftigkeit macht Mühe und kostet Zeit. Sie liefert keine Schlagzeilen für 'Bild' und die yellow-press. Sie hinterfragt eigene (Vor-) urteile und Maßstäbe.

Gerhard Lenz | Fr., 3. April 2020 - 11:36

Antwort auf von Jürgen Keil

...solche Halbwahrheiten beträfen einen Grünen, Linken oder Sozi. Dann möchte ich Sie mal hören, Herr Keil.

Wenn Sie aber schon Verständnis einfordern für die spezifische Situation der Menschen in der DDR, dann sollten Sie das zu allererst bei Frau Wallau tun - die hat nämlich in gewohnter Art und Weise ganz schnell von den Nationalsozialisten auf die SED abgelenkt.

Ferner sollten Sie sich zukünftig, in Anwendung der eigenen Prinzipien, grundlegender Kritik an den Linken enthalten. Denn die waren dann, wie Herr Spangenberg, gleichfalls Gefangene und Opfer des Systems DDR. Ein System, in dem man, wenn ich Sie richtig verstehe, der "Mitarbeit" für sicherheitsrelevante Bereiche bei entspechendem Druck nicht entgehen konnte.

Aha, daher weht der Wind. Unrecht läßt sich nicht relativieren, schon gar nicht wenn damit Gewalt einherging oder wieder einhergeht. Unrecht gar verhältnismäßig zu machen, zieht unweigerlich neues Unrecht nach sich. Dass viele Täter, damals wie heute, sich im Dickicht von Institutionen und Bürokratien verstecken können, ist ein Beweis, dass auch Demokratien - welcher Art auch immer - noch einen weiten Weg bis zur transparenten Gesellschaft vor sich haben. Schlimm, aber packen wir es endlich an!

Ernst-Günther Konrad | Do., 2. April 2020 - 15:00

Aha, der BP hat einen Arbeitskreis gebildet. Wieviel Stellen gab es dafür? Wieviel SPDler, die sonst nichts mehr werden können wurden versorgt?
75 Jahre danach will man endlich eine solche Forschung betreiben?
Jetzt, wo alle sicher Tod sind, keiner mehr befragt werden, niemanden sich mehr wehren kann.
Und was ist mit den SEDler, das sind diejenigen, die in der DDR das Volk unterdrückt haben. Da leben noch viele, die könnte man zur Rechenschaft ziehen. Wann kommt da die Aufklärung? Was ist mit der Aufarbeitung der Treuhand und vieler Straftaten der damaligen Vermögensbetreuer?
Auch die haben neue Seilschaften.
Ach stimmt, die Linken sind ja inzwischen gesellschaftsfähig, politisch sozialisiert und außerdem wollen sie, wenn sie denn an der Macht sind, alles besser machen als es damals in der DDR war. Was ist Steinmeier doch für ein Heuchler. Mir wird schlecht. Gehe an die frische Luft.

Meine Rede (um einen von Ihnen gerne und häufig benutzten Ausdruck zu gebrauchen).

Kümmern wir uns nicht mehr um Nazis. Konzentrieren wir uns vollständig auf die SED, und deren Nachfolger, nach parteieigener Lesart alle diejenigen links der AfD.

Jürgen Keil | Do., 2. April 2020 - 15:34

Wer in der DDR eine gestaltende Funktion einnehmen, wer beruflich Karriere machen wollte, hatte es dabei ohne formale SED- Mitgliedschaft sehr schwer. Dementsprechend gab es viele Mitläufer. Die SED hatte 1989 ca. 2,2 Mio. Mitglieder. Im Herbst 89 verließ die Mehrheit der Mitglieder, darunter mit Gewissheit die meisten Mitläufer die Partei. In meinem Betrieb waren es ca. 80%. Nicht nur in totalitären Systemen gibt es Menschen, die aus Karrieregründen Pateimitglied werden. Aber in diesen sind es besonders viele. Auch unter den Mitgliedern der NSDAP, 1945 ca. 8,5 Mio. gab es Millionen Mitläufer. Viele von denen liefen dann in der neu gegründeten BRD wieder mit. Wenn sie keine Verbrechen begangen hatten, war das meiner Meinung nach auch zulässig. Natürlich vergleiche ich nicht NSDAP mit SED. Mir geht es um das Phänomen "Mitläufer". Was bringt also nach 70 Jahren eine solche Untersuchung? Neue Aufmerksamkeit in Steinmeiers "Kampf gegen Rechts". Was ist Rechts?

Klaus Peitzmeier | Do., 2. April 2020 - 16:00

Einfach widerlich was diese Nazis angerichtet haben. Einfach unerträglich, daß nach dem Krieg alle Parteien, egal ob CDU/CSU, FDP u SPD diese Verbrecher nicht enttarnt haben. Und sehr beunruhigend, daß man mit jeder Justiz und den dazugehörigen Staatsanwälten jederzeit alles betreiben kann. Heute eine mörderische Diktatur und morgen eine saubere Demokratie. Und umgekehrt geht`s garantiert auch. Die Justizangehörigen brauchen nur einen Paragraphen u los geht`s. Was heute alle Justizmitglieder garantiert empört zurückweisen werden.
Und genau das ist ein Teil der Perfidie.
Es kann einem schon Angst und Bange werden, wenn man darüber nachdenkt.

Ich war als Bibliothekar tätig und habe mehrmals Änderungen des Katalogisierungsregelwerks miterlebt. Das heisst man musste Gewohntes plötzlich anders machen. Bei den Juristen sind es die Gesetze, die Änderungen unterworfen sind. Besonders im 3. Reich war das insofern fatal, als ehemals Erlaubtes (z.B. ausländischen Rundfunk hören) auf einmal mit der Todesstrafe belegt sein konnte. Da hatten die Juristen nur wenig Spielraum. Aber Sie haben völlig recht, wer bitte sollte was "enttarnen", wenn im Grunde alle dabei waren und mitgemacht haben? Überhaupt kommt man mit der Moralkeule nicht weit. Die Amerikaner haben hunderte SS-Leute in eigene Dienste übernommen, wenn sie ihnen nützlich erschienen. Andere, z.B. biedere Generäle, kamen an den Galgen.

Klaus Peitzmeier | Fr., 3. April 2020 - 10:09

Antwort auf von Eckart Härter

Sg Herr Härter, Sie haben völlig Recht. Das macht es nur nicht besser.
Mich stört nur die scheinbar natürliche Arroganz des Justizwesens. Sie sprechen angeblich Recht in jeder Lebenslage. Nein, das tun sie oft nicht. Sie lassen sich oft mißbrauchen u nutzen auch oft nicht einmal ihren Spielraum.
Die Justiz wußte nach dem 2. Weltkrieg genau wie schuldig sie war. Damals gab es keine Selbstkritik u heute auch nicht. Es gab viel Vertuschung, Klüngel u Scheinheiligkeit. Genau wie heute.

Es sind besonders die im Bereich der Justiz auftretenden "Seilschaften", die vertuschen und unter dem Teppich kehren. So war es früher, so ist es heute und so wird es auch in der Zukunft weiter sein. Eine gut funktionierende Seilschaft in der Beamtecnschaft sichert das voran kommen. Davon hat auch ein Steinmeier profitiert.

W.D. Hohe | Do., 2. April 2020 - 16:41

In der Tat Herr Peitzmeier,
Zitat:
Und sehr beunruhigend, daß man mit jeder Justiz und den dazugehörigen Staatsanwälten jederzeit alles betreiben kann. Heute eine mörderische Diktatur und morgen eine saubere Demokratie. Und umgekehrt geht`s garantiert auch. "
Daran wird sich auch nichts ändern (können) angesichts des >"Anfangverdachts"< dass Legis- und Executive längst verschmolzen ist.

Gisela Fimiani | Do., 2. April 2020 - 20:20

Wenn des Autors gezogene Lehre Herrn Steinmeier zu einem guten Bundespräsidenten werden läßt, habe ich erhebliche Zweifel an dieser Lehre.

Man kann nicht alles gleichzeitig machen. Solange die 'Vergangenheit' von Nazis, 'Stasis', SED'lern und FDJ'lern 'aufgearbeitet' wird, sind z.B. einige 'Aktivisten' West, Alt-68-er und Ex-Jusos fein raus.
Auch Steinmeier selber!
Unser Herr Bundespräsident ist ein Mann, der in den 80-er Jahren zur Redaktion der linken Quartalszeitschrift Demokratie und Recht des Pahl-Rugenstein Verlags gehörte, welcher unter Beobachtung des Verfassungsschutzes stand (vgl. Wikipedia).
* Steinmeier ist deshalb genau der Richtige, um uns Dunkel-Deutsche bzgl. Demokratie, Rechtsstaat und Toleranz zu agitieren. Glaubwürdiger geht es nicht!
* Eine fragwürdige linke Vergangenheit qualifiziert in dieser Republik für höchste Ämter (wir kennen das bereits vom Schläger Joseph Martin Fischer).
* Solange die 'Vergangenheit' ANDERER Leute (Rechte, Nazis, Dunkel-Deutsche) in den Schlagzeilen ist, muß Steinmeier unbequeme Fragen zu SEINER Vergangenheit nicht fürchten!

DAS bringt es! Und das ist - leider - gewollt.

Christian Apel | Do., 2. April 2020 - 21:34

Der Bericht der Fischer Kommission wurde vom Historiker Daniel Koerpfert seinerzeit schon entlarvt. Viele Märchengeschichten ohne Inhalt. Was soll der Artikel?

Bernd Muhlack | Fr., 3. April 2020 - 18:20

Akten über Akten, Bücher ohne Ende!

Mein Opa Jakob arbeite im Bundesarchiv in Koblenz.
Er war für die Einordnung, Katalogisierung zuständig.
Scanner, QR-Code?
Das war innen 50er+Zeiten!
Alles per Hand, Lineal, Schablone!
68 A 273
Der Buchrücken!
Ein 3-D-Printer könnte es nicht besser!

Das 6./ 7. Stockwerk, sowie 2 Kellergeschosse waren sein "Reich".

Opa war ein "Goldfasan", also unter den ersten x-tsd NSDAP-Mitgliedern. Anfang 34 ist er wieder ausgetreten, was zu erheblichem Ärger führte.
Lassen wir das.

In der Führungsebene des Bundesarchivs waren etliche Zeitgenossen, welche Opa aus seiner "NS-Zeit" kannte.
"Ach Herr Guenther, wenn ich schon einmal bei Ihnen bin, suchen Sie mir doch bitte dieses AZ heraus, ja?
Frau Dr. Geyer muss das ja nicht wissen, haha, haha"
Sie war die "Chefin".
Opa hat das nie "heraus gesucht", nannte nur den Fundort.
"Dat müssense schon selber tun!"

Damals habe ich Opa oft mittem Rädche abgeholt, bin einfach "rein" HALLO!

Inzw. ein Hochsicherheitstrakt!