Luisa Neubauer bei der Pressekonferenz zur "Klimaklage"
Luisa Neubauer bei der Pressekonferenz zur sogenannten Klimaklage / Picture Alliance

Klimaklage - Wenn aus Humanisten Jakobiner werden

Aktivisten von „Fridays for Future“ klagen gegen das Klimaschutzgesetz. Damit und mit aggressiver Begleitrhetorik schaden sie ihren Zielen. Hat die Bewegung ihren Kipppunkt erreicht?

Alexander Kissler

Autoreninfo

Alexander Kissler ist Redakteur im Berliner Büro der NZZ. Zuvor war er Ressortleiter Salon beim Magazin Cicero. Er verfasste zahlreiche Sachbücher, u.a. „Dummgeglotzt. Wie das Fernsehen uns verblödet“, „Keine Toleranz den Intoleranten. Warum der Westen seine Werte verteidigen muss“ und „Widerworte. Warum mit Phrasen Schluss sein muss“.

So erreichen Sie Alexander Kissler:

Kaum war das Wort „Klimahysterie“ von politisch interessierter Seite zum Unwort des Jahres erklärt worden, konnte man es besichtigen. Unter der Voraussetzung freilich, dass es auch eine kalte, eine kalkulierte Hysterie gibt. In den Räumen der Bundespressekonferenz gaben gestern Aktivisten der Bewegung „Fridays for Future“ bekannt, dass sie zwei Klagen beim Bundesverfassungsgericht eingereicht hätten. Gemeinsam mit Greenpeace und „Deutscher Umwelthilfe“ soll das Klimaschutzgesetz der Bundesregierung gekippt und verschärft werden. Wir werden sehen, ob das Vorhaben glückt. Die Klimaklage selbst aber könnte zum Kipppunkt der Bewegung werden – zu jenem Moment, da aus Humanisten Jakobiner wurden.

Juristischer Paradigmenwechsel

Der Gang zum Bundesverfassungsgericht steht Personen, Unternehmen, Vereinen, Lobbygruppen offen. Nur die wenigsten Klagen werden zur Entscheidung angenommen. Dass Karlsruhe sich hierzu äußert, scheint fraglich. Auszuschließen ist es nicht. Auch Gerichte bergen Zeitgeist. Man blicke in die Schweiz, wo die Besetzung einer Großbank durch zwölf Klimaaktivisten von einem Gericht für rechtmäßig erklärt wurde. Begründung: Die ungebeten eingedrungenen Aktivisten könnten sich auf einen „rechtfertigenden Notstand“ berufen. Da zeichnet sich ein juristischer Paradigmenwechsel ab. Hausfriedensbruch und Widerstand gegen die Staatsgewalt werden toleriert, weil ein Zukunftsszenario als bereits eingetreten gilt. Wer es philosophisch mag: Weil ist, was sonst sein wird, darf nichts bleiben, wie es war.

Cicero Plus weiterlesen

  • Monatsabo
    0,00 €
    Das Abo kann jederzeit mit einer Frist von 7 Tagen zum Ende des Bezugzeitraums gekündigt werden. Der erste Monat ist gratis, danach 9,80€/Monat. Service und FAQs
    Alle Artikel und das E-Paper lesen
    • 4 Wochen gratis
    • danach 9,80 €
    • E-Paper, App
    • alle Plus-Inhalte
    • mtl. kündbar
  • Ohne Abo lesen
    Mit tiun erhalten Sie uneingeschränkten Zugriff auf alle Cicero Plus Inhalte. Dabei zahlen Sie nur so lange Sie lesen – ganz ohne Abo.

Bei älteren Beiträgen wie diesem wird die Kommentarfunktion automatisch geschlossen. Wir bedanken uns für Ihr Verständnis.

Karsten Paulsen | Do., 16. Januar 2020 - 08:32

Das Kinder in diesem Alter plötzlich, auch bei geringen Anlässen, in Hysterie verfallen können, sollte eigentlich jeder Pädagoge und jedes Elterntiel wissen. Nur das man der Hysterie jetzt folgt und Raum gibt anstatt den Kindern zu helfen da wieder raus zu kommen ist neu.

Tomas Poth | Do., 16. Januar 2020 - 12:29

Antwort auf von Karsten Paulsen

Seit Greta die Aufmerksamkeit genießt ginge ihr es Besser. Ergo eine Therapie zur Besserung ihres Zustandes der dem Asperger-Syndrom und seinen Folgen geschuldet ist.

Kai Hügle | Do., 16. Januar 2020 - 18:28

Antwort auf von Karsten Paulsen

Wie besonnen ist da doch Kisslers Vergleich mit den Jakobinern! Heute der Gang zum BVG, und morgen holen die Schulschwänzer und die vermaledeite DUH dann die Guillotinen, nicht wahr?

Selbstbeweihräucherung oder gönnerhaftes Verhalten im günstigsten Fall, ansonsten schon mal Bitterkeit, Wut, ja Hass auf die "blöden Gören" - sprich die eigene Nachkommenschaft, die nicht so tickt, wie sie doch gefälligst ticken sollte. Man hat sich selbst nichts vorzuwerfen, außer vielleicht, dass man in der Erziehung irgendetwas versäumt hat (ich vermute mal: Strenge und Disziplin!), denn wie kann es sonst sein, dass die verwöhnten Schulschwänzer und Faulenzer nicht so geworden sind, wie sie gefälligst sein sollten!
Liest man so manchen Kommentar, muss man sich wünschen, die 68er kämen zurück - bei so viel Mief und Verstockheit. Alter schützt eben vor Torheit nicht!

Christa Wallau | Do., 16. Januar 2020 - 21:38

Antwort auf von Karsten Paulsen

Nicht die Tatsache, dass Jugendliche, die keine anderen Probleme haben, als sich ums Klima zu kümmern, sich in
Hysterie hineinsteigern, ist absolut unverständlich, sondern die Reaktionen der Erwachsenen sind es! Anstatt den ausgeflippten und teilweise unverschämt auftretenden Jugendlichen mal
ordentlich „den Kopf zu waschen“,
reden sie ihnen nach dem Mund.
Es ist doch offensichtlich, dass die
Forderungen der jungen Umwelthysteriker völlig unvernünftig sind. Offenbar findet sich aber kein mutiger Mensch in Politik und Wirtschaft mehr, der diesen Leutchen haarklein
erläutert, was alles passiert, wenn
Deutschland sich allein von allem
verabschiedet, was Staat u.Gesellschaft bisher an Wirtschaftskraft und Lebenskomfort kannten.
Ein solch eklatantes Versagen der
Alten gegenüber den Jungen hat es selten gegeben. Dies kann nur damit zusammenhängen, dass die
lange Friedens- u. Wohlstandsperiode in DE auch die
Eltern der Kinder aller realistischen
Massstäbe beraubt hat.

Ernst-Günther Konrad | Fr., 17. Januar 2020 - 11:26

Antwort auf von Christa Wallau

Da mein eigener Kommentar hier nicht zu lesen ist, bleibt mir nur, Ihnen wieder einmal kröftig zu zustimmen. In einem Konflikt gibt es immer mindestens zwei Parteien. Die einen fangen ihn an, die anderen lassen ihn zu.
Es mag sich jeder selbst fragen, wo er bei seinen Kindern und damit unseren Enkeln die Weichen falsch gestellt hat. Das gäbe es viel zu sagen.
Ich meine unsere Generation insgesamt, nicht allein die hier im Forum lesenden und schreibenden Kommentatoren.
Aus meiner Sicht hat der Zerfall der Familien in den 1990er Jahren massiv begonnen und heute haben wir den Salat.
Ein Teil der Jugend denkt nicht mehr selber, dafür gibt es ja eine App.
Wir können sogar in vier Wochen komplett Fremdsprachen lernen, sagt mir die Werbung täglich. Mein Suaheli ist aber noch nicht besser geworden.:)
Alles Gute.

Dr. Stockinger | Fr., 17. Januar 2020 - 15:54

Antwort auf von Ernst-Günther Konrad

Die staatliche Pädagogik der letzten 3 Jahrzehnte ist Frucht der sog. 68-iger, der der Schreiber selbst angehörte, im Laufe der Zeit aber "Reaktionär" wurde, da "Erziehung" auch etwas mit "Bildung" zu tun haben sollte und diese immer geringeren Wert erhielt.

"Einser für Alle-Abitur und Kuschelwohlfühlschule" im Sinne der Grünen Ideologie, deren Anhänger heute zudem unsere "Nachrichtensendungen" bestimmen, sind logische Folge einer "hysterischen Begeisterung" für ein "Ziel", das jetzt "Klimarettung" heißt. Ähnlicher Massenwahn führte mal zum "Führer-KULT" von Hitler über Stalin zu MAO und jetzt zum Abstraktum "Klimarettung um jeden Preis" ohne kritische Reflexion ..!

Ihnen fehlen wohl preußischer Drill oder die "innere Erziehung", die die Ergebenheit zur Volksgemeinschaft zum Hauptzwecke macht. Wahrscheinlich hätten Leute wie Sie, Herr "Dr. Stockinger", auch gegen die Wiedereinführung der Prügelstrafe in den Schulen nichts einzuwenden. Und als Mittel gegen "das Abitur für Alle" hilft nur rigoroses Aussieben - Jawohl: "Eliten brauchen wir.....Halt, die sind ja angeblich an allem Schuld. Dennoch:
„Meine Pädagogik ist hart. Das Schwache muss weggehämmert werden", definierte Hitler sein Erziehungsideal. Gleiches schwebt offensichtlich Leuten wie Ihnen vor.

marianne | Fr., 17. Januar 2020 - 13:06

Antwort auf von Christa Wallau

Ganz richtig Ihr Kommentar - aber wussten Sie nicht dass FfF der ultimative Enkeltrick ist?

Alfred Kastner | Fr., 17. Januar 2020 - 17:57

Antwort auf von Christa Wallau

Ich würde die Jugend keinesfalls über einen Kamm scheren. Vor einiger Zeit verfolgte ich eine Berichterstattung des DLF zur "F4F-Bewegung" in einer prosperierenden bayerischen Großstadt. Die Redaktion des DLF kontaktierte mehrere Gymnasien der Stadt um sich einen Eindruck zu verschaffen, wie stark die Unterstützung für die Klimabewegung unter den Schülern tatsächlich ausfällt. Das Resultat dürfte für die Klimaschützer ernüchternd ausgefallen sein. In einer Klasse gab es nicht viel mehr als eine Handvoll Klima-Schulschwänzer. Die Meinung eines Mitschülers über sie fiel nicht besonders schmeichelhaft aus. Nach meinem Eindruck handelt es sich insbesondere bei den führenden Klimaaktivisten um Jugendliche, die mit dem goldenen Löffel im Mund zur Welt gekommen sind. Es sind meist auch um jene, die sich von ihren Eltern gerne bis vor die Schultür chauffieren lassen. Von dieser Minderheit lassen sich Politik und Medien leider wie am Nasenring durch die (klima-)politische Arena führen.

Gerhard Lenz | Fr., 17. Januar 2020 - 11:15

Antwort auf von Karsten Paulsen

Jetzt hat der Cicero den Leugnern des menschengemachten Klimawandels mal wieder eine Freude bereitet, und einen entsprechenden Text veröffentlicht. Wirklich Neues gibt es scheinbar nicht zu sagen, nur das Übliche, was sich auch in den ebenfalls üblichen Kommentaren widerspiegelt: Verwöhnte Bande, man sollte denen mal richtig den Kopf waschen, die haben noch nichts geleistet, sind selbst nicht umweltbewußt...usw usw usw. Kommentare also, die man - verlässlich - jederzeit und regelmässig hier im Cicero lesen kann.
Wirklich neu und interessant ist dagegen eine Aussage des AfD-Mitgründers Konrad Adam, wonach seine Partei ein gestörtes Verhältnis zum Klima habe. Egal: Eines Tages werden die, über die jetzt so herablassend geurteilt wird, genau diesen Unbelehrbaren die Frage stellen, wie sie es so weit kommen lassen konnten, ihren eigenen Kinden und Enkeln die Erde in einem solch miserablen Zustand zu hinterlassen. Vermutliche Antwort: Wir haben von nichts gewusst....

man muss dem nur das passende Etikett aufkleben. Die Linken kennen sich da aus! Den instrumentalisierten und missbrauchten Kindern- und Jugendlichen ist leider nicht zu helfen, wenn sie einer grün-linken "Räuberbande" auf den Leim gehen. Schulschwänzen und eine gewisse Aufwertung "Fridays For Future" als Lockmittel empfinde ich als eine der schäbigsten Varianten, diese leicht beeinflussbaren, weil unerfahrenen Kinder für seine politischen Ziele einzuspannen!
Wie würden die Kids reagieren, wenn man ihnen das Smartphone wegnimmt, weil die Herstellung der Akkus und deren Entsorgung sehr umweltschädigend ist … wie reagieren sie, wenn ihre Eltern sie nicht mehr mit dem PKW (SUV?) zur Schule - Disco - Sportverein etc. fahren und wieder abholen? Das alles ist so durchschaubar und unausgegoren, dass für mich die gezielte Instrumentalisierung auf der Hand liegt! Wer würde nicht Schulschwänzen, wenn es staatliche Befürwortung findet (oder gar noch ein kleines Handgeld dafür gibt?)?!

und andere Verlockungen um der Intrige der Linken zum Erfolg zu verhelfen, klar doch. Es fehlt nur noch der bei Ihnen übliche Bezug zur SED, denn hinter allem steckt natürlich die DDR-Ideologie, der die Linken doch noch zum Erfolg verhelfen wollen, indem sie die Jungen zum Schulschwänzen verführen und ihnen Horrorstories über den Klimawandel eintrichtern - alles natürlich verlogen, aus Gründen, die Leute wie Sie und wenige Eingeweihte v o l l durchschauen.
Menschen wie Sie werden die Sorgen der folgenden Generationen n i e verstehen, und wenn Sie es könnten, wären Sie nicht in der Lage, diese ernst zu nehmen.
Dafür sind Sie viel zu sehr in Ihr eigenes Weltbild verliebt - und jeder der sich daran reibt, und den man nicht dort hinein zwingen kann, ist ein übler SED-Spitzel oder Bolschewik.

Romuald Veselic | Do., 16. Januar 2020 - 08:44

für Patienten, für die geschlossenen Psychiatrie.
Inzwischen ist die zweite Surfwelle "Deutschland schaft sich ab", voll im Gange, nach der Zersetzung der sozialen Strukturen, die am Zusammenhalt der Bevölkerung basieren.
Brillanter kann es nicht besser zum Ausdruck bringen - Zitat:
"Wer es philosophisch mag: Weil ist, was sonst sein wird, darf nichts bleiben, wie es war". So gesehen, sollten diese Leute aus ihrer Überzeugung, D. nicht mehr verlassen, denn sie nicht vorweisen wissen, ob es ein Land auf der Erde gibt, wo es auf Klimareinheit bezogen, besser ist u. warum. Denn ihre Super-Heuchelei beginnt damit, dass sie in ein anderes Land reisen, wo sie durch ihr Urlaubsverhalten, Klima vor Ort schädigen. Klima predigen, Nachtpartys feiern. So gesehen, ist die Herstellung von Drogen, ebenso klimaschädigend, wie ein Kohlenrevier. Es wäre schon interessant, diese Alles-Besser-Wissenden, auf ihr Blutbild zu untersuchen.

Der sogenannte 'Kohlekompromiß' wurde auch von (vorgeblichen) umwelt- und Klimaschützern mit ausgehandelt. Untern den Mitgliedern der 'Kohlekommission' befinden/befanden sich der Chef des BUND, ein Vertreter von Greenpeace, Politiker der Grünen und Herr Schellnhuber vom Potsdamer Klima-Institut.
Frau Neubauer, Greenpeace und die Deutsche Umwelthilfe klagen daher vor dem BVG gegen einen Kompromiß und einen 'Fahrplan', den ihre eigenen politischen Vertreter mit unterzeichnet hatten!
Der Kohlekompromiß ist damit tot - aufgekündigt von Neubauer & Consorten!
Politik darf sich nicht an characterlich defizitäten Elementen orientieren, die Verträge unterschreiben, aufkündigen und brechen, wie sie gerade lustig sind!
Die Bundesregierung sollte den Kohlekompromiß für gescheitert erklären und die bisher entstandenen Kosten - Steuergelder - von den Vertragsbrüchigen zurückfordern. Die Koalitionen mit Grünen in Sachsen und S-Anhalt sind zu beenden. Und das Steinkohle-Kraftwerk Datteln muß an Netz!

helmut armbruster | Do., 16. Januar 2020 - 09:21

jahrelang wurden illegale Hausbesetzungen geduldet. Man sprach sogar offiziell von einer "Hausbesetzerszene". Sozusagen ein geduldeter Rechtsbruch auf dem Präsentierteller.
Kürzlich diese Gerichtsentscheidung Künast. Ein unglaublicher Affront gegen die Frau im allgemeinen und das Rechtsempfinden im Staatsvolk.
Und dann die BVG-Richter. Sie sind fachlich hochqualifiziert, aber sie verdanken ihr Amt politischer Einflussnahme.
Wo bleibt da die Unabhängigkeit?
Es ist nur ein schöner Traum, dass die dritte Gewalt unabhängig sei. Wir können ihn weiterhin träumen, aber darauf vertrauen sollten wir lieber nicht.
Wenn eine "Kaste" von juristisch ausgebildeten, intelligenten Menschen Urteile fällt, welche einem juristisch nicht vorgebildeten Menschen unverständlich bleiben, dann stimmt etwas nicht.
Denn kein Gerichtsurteil hat einen Wert, wenn es nicht verstanden wird. Es wird dann zwar akzeptiert, aber nur weil die Staatsgewalt dahinter steht und nicht weil es verstanden wird.

Die Richterschaft verfügt auch nicht über das nötige Fachwissen außerhalb ihres juristischen Bereiches. Sie sind dann auf Sachverständige angewiesen. Hier beginnt dann das Problem den "richtigen Sachverständigen" zu finden! Wer erinnert nicht die Sachverständigenkämpfe vor Gericht. Eigene Erfahrung.

gabriele bondzio | Do., 16. Januar 2020 - 09:27

Das erst einmal vorausgesetzt. Und mit Drohung und Aggressivität kommt man in der Regel nicht sehr weit. Im Gegenteil sind sie eher Mittel, die einer Demokratie nicht gut tun. Die Art und Weise wie diese Klimaaktivisten an der Spitze, versuchen die Stimmung aufzuheizen empfinde ich als abstoßend und überheblich. Gerade die Vertreter dieser Generation haben aus dem Vollen geschöpft und machen auch jetzt kaum Abstriche an ihrer Lebensweise. Es ist aber nicht nur das Aufzwingen einer Ideologie mit dem Brecheisen. Es ist auch die Uneinsichtigkeit, dass man langfristig, ökonomisch gewachsenen Prozesse, nicht von heute auf morgen total auf den Kopf stellen kann. Ohne jede Menge neue Verlierer zu generieren. An ihrer Vorgehensweise ist aber auch sichtbar, dass sie von Kräften unterstützt werden, welche von einem gesellschaftlichen Umbau stark profitieren würden.

Sehr richtig, wir sprechen ja auch von der globalen Erwärmung.
Aber das Klima in den meisten deutschen Redaktionsstuben ist eindeutig pro Klimahysterie.

Ingo frank | Do., 16. Januar 2020 - 09:44

Im Angebot“
Jedenfalls nicht die derzeitigen Klimahysteriker die außer Demonstrationen, Forderungen, Verbote und Klagen nichts weiter im Angebot haben.
Ich habe mir vor Jahren einen kleinen Wald mit ca. 250 Bäumen angelegt. Weiterhin Hecken und eine Streuobstwiese für Vögel und Insekten.
Unsere Kartoffeln und einen großen Teil unseres Gemüses baue ich selbst an. Ohne Kunstdünger nur mit Gründüngung und Kompost. Das macht nicht nur viel Arbeit sondern kostet auch m e i n Geld!
Das ist mein Beitrag zum Klimaschutz den ich leiste und das schon seit Jahren. Da waren all die Klimahysteriker noch gar nicht auf der Welt.

Ein alter weißer Mann .... Grüßt aus Thüringen

Reinhard Oldemeier | Do., 16. Januar 2020 - 10:12

Das Klima retten ist eine Gemeinschaftsaufgabe, die alle angeht.
Die jungen Menschen sollten Ihren Protesten endlich Taten folgen lassen, anstelle Unternehmen oder Privatpersonen anzuklagen, dass sie Verhaltensweisen ändern müssen.
Jeder Einzelne ist verantwortlich für seine Taten, das gilt auch für die jungen Menschen die Friday for Future unterstützen. Nur Freitags auf die Straße zu gehen ist da zu wenig.
Also was tut Ihr selbst dafür um das Klima zu retten?
Denn nur an euren Taten werdet ihr gemessen

Das ist eine wirklich gute Frage. Ich fürchte allerdings, außer Schwätzen gibt es nichts. Diese Generation hat nur gelernt, das Geld der Eltern und Großeltern auszugeben. Sich selber anstrengen und selber arbeiten ist da nicht drin. Oder glauben Sie, irgendeiner dieser Herrschaften hat schon mal einen Spaten in die Hand genommen, um einen Baum zu pflanzen? Schauen wir doch mal, was passiert, wenn das, was vom Hambacher Forst übrig geblieben ist, rekultiviert wird. Ob da die "Klimaaktivisten" wieder anreisen und mit aufforsten? Wie immer werden sie wieder andere auffordern, etwas zu tun.

Nein, einige der 'Klima-Aktivisten' werden ihre 'Aktionen' dann dem nordhessischen Reinhardswald wirdmen. Die alten und ökologisch wertvollen Bäume dort, müssen dringend gefällt werden! Die deutsche Wind-Industrie braucht (im Namen des 'Klima-Schutzes') endlich einen Schub. Der 'Regionalplan Nordhessen' plant im Staatsforst Reinhardswald Windvorrangflächen in einer Größenordnung von ca. 100 Windkraftanlagen. Also: 'Wald roden für Windkraft'!

Das habe ich schon verstanden. Im Interesse des Weltklimas müssen wir alle halt Opfer bringen, auch die Natur. Wenn erst Industrie, Landwirtschaft und Natur kaputt gemacht worden sind, haben wir hoffentlich das Klima, dass den "Klimaaktivisten" gefallen wird. Falls nicht, was ist dann als Nächstes dran?

Ja, da muss man sagen, hier kommt die Klima-Heuchelei voll zum Tragen. In einem der ältesten Naturschutzgebiete werden sieben Vorranggebiete für Windanlagen ausgewiesen. Mit dem Ergebnis, dass riesige Schneisen in die Wälder geschlagen, und Tausende Tonnen Beton in den Naturwaldboden eingepresst werden. Wenn solche oder ähnliche Vorhaben Klima-Aktivisten keine Bauchschmerzen bereiten, wo sie doch so auf CO2 fixiert sind und Waldgebiete (wir haben ja so wahnsinnig viele) dabei die größte Rolle beim Abbau spielen. Kann man die Zweideutigkeit ihres „Kampfes“ gut nachvollziehen.

da war ich schon öfter".
Liegt da nicht irgendeine Burg, die Sababurg und gibt es da nicht einen Wildpark? Schaute meine Mutter hinab ins Wolfsgehege und meinte traurig, von denen habe ich zuhause auch einen Mantel.
Wunderschöne Gegend.
Aber mit einem Kernkraftwerk wird es nun mal auch nicht schöner.

Wir machen's genauso wie oben von Ingo Frank beschrieben. Das ist Klimaschutz, Insektenschutz, Umweltschutz, Bodenschutz, Tierschutz, etc...Schon jetzt klagen die Spargelbauern, dass sie zu wenige Arbeitskräfte für die anstehende Ernte haben. Also FfF! - Nichts wie hin zum Arbeitseinsatz!

dass jeder in der Familie ein eigenes Handy, Tablett braucht. Wozu? Um den elterlichen Shuttleservice herbeizurufen?? Liest man die FFF Schilder, so stehen dort nur Anlagen, nur nicht gegen die eigenen schädlichen Verhaltensweisen. Ja, da fliegt man lieber an den Jangtse, um zu schauen, ob dort Müll liegt, als den Müll, der auf unseren Straßen liegt, aufzuheben. Ja und wenn sich das Klima erwärmt. Warmzeiten waren stets fruchtbarer als Kalt- oder Eiszeiten. Außerdem brauchen wir dann weniger Heizung und kann den Urlaub im Lande verbringen.
Ich habe vor 30 Jahren so dahin gesagt (wenn ich mich über jemanden geärgert hatte), dass die Welt weder an Aids, Krebs oder sonst einer Epidemie oder Katastrophe zugrunde geht, sondern an der puren Dummheit. Ich wollte nicht recht haben und ich wollte nicht dabei sein und jetzt haben wir den Salat. Ja, die Dummheit ist die Pestilenz unserer Zeit

Norbert Heyer | Do., 16. Januar 2020 - 10:42

Leider sehe ich den Punkt nicht, dass die Mehrheit der Bürger diesen - darf man schon sagen? - Terror duldet. Jetzt wurde in der nächtlichen Klimasitzung in Berlin beschlossen, dass der Hambacher Forst erhalten bleibt, trotz Genehmigung zum Abbau der Braunkohle. Dafür soll das neue, hochmoderne Kohlekraftwerk ans Netz gehen, als Ersatz für ein altes „schmutziges“
Kohlekraftwerk. Zuerst wäre eigentlich ein Werk im Osten fällig, aber da gibt es gewaltigen Widerstand. Prompt haben die Umweltschützer angekündigt, gegen das Anfahren des KKW in Datteln zu protestieren. Sie werden einen Erfolg erzielen, da bin ich mir ganz sicher. Sie werden erreichen, das Stilllegungen viel früher erfolgen, als geplant. Die Verantwortlichen für das große Ganze haben - schlicht gesagt - die Hose gestrichen voll. Ist wirklich niemand da, der diesem Irrsinn entgegentritt? Lassen wir es soweit eskalieren, das daraus noch ein Generationenkonflikt mit ungewissem Ausgang entsteht? Die Nutznießer freuen sich sehr.

Herr Heyer

„Ist wirklich niemand da, der diesem Irrsinn entgegentritt?“
Ich gab Ihnen bereits am 16. Antwort, leider ohne Erfolg. Nun versuche ich es nochmals und lasse einige Daten weg.

Es gibt genug Bürger die die Schn... voll haben, aber die meisten schweigen – wie immer.
Vielleicht kennen Sie die Aktion „16 Fragen zum Klimawandel“.
Ich würde jedem Anhänger der Klimarettung empfehlen diese Fragen zu lesen und für sich selbst zu beantworten.

Wolfgang Tröbner | Do., 16. Januar 2020 - 10:44

Angelegenheit. So ist es. Das Auftreten der insbesondere deutschen "Klimaktivisten" erinnert mich an andere schreckliche Ereignisse der deutschen Geschichte, wo sich auch bestimmte Menschen berufen fühlten, die Menschheit zwangsweise zu beglücken. Wir alle wissen, wie das ausgegangen ist. Es sind Angstprediger der allerschlimmsten Sorte (ich kenne übrigens keinen anderen Begriff, der besser passen würde). Wer schützt uns und unsere verfassungsmäßig garantierten Grundrechte eigentlich vor solchen Menschen? Unfertigen, unreifen Menschen, die noch keine Ahnung vom Leben haben, uns aber erklären wollen, wie die Welt funktioniert? Ich finde es übrigens einen Skandal, dass Neubauer und Co. uns nun auch noch für Umweltskandale in Asien verantwortlich machen wollen. Oder weshalb sonst hat man die Klage zusammen mit asiatischen "Umweltaktivisten" eingereicht? Wissen diese Herrschaften nicht, dass Nepal von den wirklich schlimmen Umweltsündern China und Indien umgeben ist?

Gerd Kistner | Do., 16. Januar 2020 - 11:24

Das Unwort des Jahres ist eine weitere Vokabel im Wörterbuch des „geframeden nudging“, der lingua quinti imperii (eine Sprache der Ideologie mit quasireligiösem Anspruch auf Kenntnis der einzig zugelassenen Wahrheit, der Ausgrenzung, der Denunziation, des Hasses, der Häme,der Spitzelei, der sozialen Ausgrenzung Andersdenkender, der Desinformation, der Pseudowissenschaft, der Innovationsfeindlichkeit im Namen des alle vernünftigen Argumente beiseite schiebenden Vorsorgeprinzips, des framing und nudging) und hilfreiches Instrument zur medialen Identifizierung und Isolierung von wissenschaftsfeindlichen, ewig gestrigen Gefährdern unserer einen Welt.
Die sich selbst ermächtigenden Grünschnäbel, von Ideologen vermahlene Saatfrüchte, tanzen sich schon einmal um die Guillotine ein (s. Käthe Kollwitz). Sie haben die Deutschen, die nichts von Orwell gelernt haben im Griff.
Wie ändern?: Bildung! Ich befürchte aber, daß unsere Mediokratie dafür ideologisch zu weit gefestigt ist.

Markus Michaelis | Do., 16. Januar 2020 - 12:46

Ich denke der Generationenkonflikt wird gesamt-gesellschaftlich nicht aus dem Ruder laufen - dafür sorgen schon die innerfamiliären Diskussionen.

Was aus dem Ruder laufen kann, ist die Machtfrage. Viele Menschen neigen ohnehin dazu, gerne Macht über andere zu haben - um politisch etwas zu erreichen ist das auch zu einem Grad notwendig. Damit verbunden ist aber auch, dass jeder Mensch Ängste hat und die Welt nie wirklich verstehen kann. Als Kompensation dafür wird oft Macht ausgeübt. Man weiß zwar auch nicht, ob das das Klima rettet, aber es fühlt sich gut an, wenn andere Menschen das machen (müssen), was man vorgibt. Jede Zeit hat dafür ihre Hebel, Stichworte, die gesellschaftlich ziehen, denen andere sich bis zu einem Grad unterwerfen müssen.

Die Versuchung ist natürlich immens solche Stichworte auszureizen, solange sie funktionieren und solange es die eigenen Ängste und Unsicherheiten lindert.

Herr Michaelis, innerfamiliäre Diskussionen sind wohl eher ein weiterer Spaltpilz!

Mein Schwager hat 2 Töchter, beide auf dem Gymnasium. Es ist schlicht unfassbar, welchen Unsinn sie verzapfen. Die Familie hat beschlossen, auf Flüge zu verzichten, weniger Fleisch zu essen u nach Möglichkeit Plastik zu vermeiden. Das beide Eltern in Sozialberufen tätig sind, ist ja logisch!
Da ich das alles wahrlich für hysterisch erachte, gehen die Kontakte inzwischen gegen Null.
Vernünftige Gespräche ob dieser Klimarettung im Mikrokosmos Eigenheim sind nicht möglich.
Das ist wahrlich kein Einzelfall; in meinem Bekanntenkreis gibt es etliche solcher Fälle!
R. u B. haben sich getrennt, weil "sie" bei einen "Workshop" für "Schutzbedürftige" mitwirkt; eine sehr suspekte Klientel!
"Irgendwie war sie ja eigentlich schon immer seltsam" sagt R. (+)

Herr Michaelis, hoffentlich läuft das bei Ihnen harmonischer ab!

Eines noch: mein Schwager ist 53, bisher einmal geflogen; also wegen dem "nicht mehr Fliegen!"

Bereits vor längerer Zeit befaßte ich mich mit der Ideologie Greenpeace. Umweltschutz und kein Ende, Seenotrettung usw. Wer finanziert deren Umweltschutzhysterie, Populäre Demonstrationen, Thunberg usw. Club of Rome, George Soros, etc.
Greenpeace ist ebenso abhängig von Marketing, Werbung. Als Folge davon haben ihre Kampagnen Erfolg bei den Linken und GRÜNEN. Was Greenpeace sagt, ist wahr. Und alles, was sie kritisiert, ist schlecht und korrupt. Für finanzstarke Konzerne, Privatpersonen, Organisationen, Familie Thunberg mit Anhang, kein schlechtes Geschäft. Schützt Greenpeace wirklich die Umwelt oder schützt sie sich nur selbst?
Das ist für mich eine spannende Frage. Das Konzept Greta Thunberg schlug ein wie ein wie ein und forciert ihre Geschäftsgründung.
Für mich hilft Greenpeace nicht, die Umwelt zu schützen.

Marianne Bernstein | Do., 16. Januar 2020 - 12:54

Das ist die Realität und vielleicht zeigt sich dann, dass alles Wissen von heute morgen eben doch nichts wert ist, weil es eben anders kommt als man denkt.
Wenn nämlich z.B. China den sanften Übergang schafft und umweltschonende Verfahren entwickelt und umsetzt, dann wird das dem Wohlstand in Deutschland nicht gut tun. Mit Verboten schafft man nur den kalten Entzug mit allen Folgen und der Gefahr des Rückfalls.

Gisela Fimiani | Do., 16. Januar 2020 - 13:16

Vernunft, (selbst-)kritisch rationales Denken werden uns nur potentiell in die Wiege gelegt. Solchem zur Anwendung zu verhelfen, bedarf es des Lernens und der Vorbilder, die den Mut besitzen, sich des eigenen Verstandes zu bedienen. Die Abwesenheit all dessen trug dazu bei, junge Menschen zu „verhexen“. Die kalte Berechnung der „Klimaprofiteure“ stellt einen weiteren wichtigen Beitrag dar.

Josef Olbrich | Do., 16. Januar 2020 - 14:12

Ein Vorschlag, den diese jungen Menschen, die an den Weltuntergang glauben, erleben sollten. In einem abgeschotteten Gebiet das vorindustrielle Zeitalter einrichten. Hier könnten sie lernen, wie ein absolutes Klimaneutrales Leben gestaltet werden kann. Wer dann noch überzeugt ist, dieses Leben sei für das Klima angemessen, darf sich weiter da wohlfühlen.
Leider komme ich zu dem Schluss, dass diese jungen Leute von anderen erwarten, einfach gesagt, die Kohlen aus dem Feuer zu holen, um ihnen eine bequeme Zukunft zu sichern. Das Leben aber bietet genügend Möglichkeiten dafür selbst zu arbeiten - gewiss mühsam.

Dietrich Bomm | Do., 16. Januar 2020 - 14:22

der Klimadebatte“. Richtig: Vernunft, Nüchternheit, Kreativität, bisher Fehlanzeige. FfF jagen die Politiker und Unternehmen. Sprechen von Systemwechsel, Systemersatz, alles ohne Demokratie. Ihre Forderungen und Äußerungen sind semitotalitär.
Ahnungslose, die meine Frage „Was ist die ideale globale Temperatur?“ niedergeschrien haben. Achtung, „die Klimadebatte ist die erfolgreichste Propagandakampagne der Menschheit“. Macht man sich das bewusst, dann würde Vernunft einkehren.

Robert Friedrich | Do., 16. Januar 2020 - 14:37

Bei diesen Diskussionen gibt es leider keine Chance für einen vernünftigen Dialog. Niemand kann zugeben, das ihm einfach die Kenntnisse für eine reale Bewertung der über die Bildschirme flimmernden Bilder fehlen. Da werden dampfende Kühltürme gezeigt und der Zuschauer erschaudert. Wissen wir denn was Wasserdampf und was co2 dabei ist?
Wissen das Lisa Neubauer und andere?
Sie reden angeblich aus der Verantwortung heraus uns allen den frühzeitigen Untergang unseres schönen blauen Planeten zu ersparen. Ist das so?
Ich gebe zu, für eine solche Bewertung fehlt mir, obwohl Abitur, Studium der Ingenieurwissenschaften und lange Berufpraxis in naturwissenschaftlichen Berufen jede Kenntnis.
Ich denke oft trifft zu: leere Töpfe klappern, leere Köpfe plappern.
Auch Grund für eine Überlegung:
Ein Papagei sprach alles nach, was je sein Herr und Meister sprach, und wenn er dessen Worte brachte so dachte er er dachte.

Manfred Sonntag | Do., 16. Januar 2020 - 15:23

Herr Kissler hat hier sehr gut auf Revolutionäre verwiesen, denn unter der Führung von ROBESPIERRE organisierten die Jakobiner 1793/94 eine Schreckensherrschaft. Wir müssen jetzt zusehen wie schon wieder eine Diktatur errichtet werden soll. Einfach deprimierend! Welche Folgen ein totalitäres Regime hat, zeigt eine Passage von Stalins Toast zum 20. Jahrestag der Sowjetunion:"...... Und wir werden jeden dieser Feinde, auch wenn es ein alter Bolschewik ist, vernichten, einschließlich seiner Angehörigen und seiner Familie. Jeder, der durch seine Handlungen und durch sein Denken, ja auch sein Denken, wider die Einheit des sozialistischen Staates handelt, wird gnadenlos vernichtet. Auf die Vernichtung aller Feinde, bis zum Letzten, auf die Vernichtung der Feinde und der Sippschaft!"
Ich denke, es ist Zeit für alle Demokraten sich auf die Tradition des Hambacher Schlosses und der Frankfurter Paulskirche zu besinnen und entsprechende Konsequenzen zu ziehen.

Bernd Windisch | Do., 16. Januar 2020 - 15:56

Noch vor nicht allzu langer Zeit wollten Mitglieder von Extinktion Rebellion die Republik auf "links" drehen. Das Ergebnis? Es ist nicht einmal die berühmte Schüppe umgefallen. Heute haben 5 von der gleichen Firma den Zugang der Fa. Siemens in Erlangen zu blockieren versucht. Die Presse gab die Teilnehmerzahl allerdings zwischen 10 und 15 an. Wahrscheinlich weil die vor Ort befindlichen Journalisten den Zahlenraum zwischen 10 und 20 nicht sicher beherrschten. Die Diskussion um Klimaaktivisten jedoch hat in unserem Land derweil pathologische Züge angenommen. Eigentlich kann man in diesem Zusammenhang und in weiten Teilen nur noch von nützlichen Idioten sprechen die wiederum den Medien die geeigneten Aufhänger bieten damit sie ihre sattsam bekannten Kampagnen fahren können. Selbst Schuld wenn sich darüber noch jemand aufregt. Übrigens, was nicht in der Zeitung steht ist auch nicht passiert und umgekehrt.

Dorothee Sehrt-Irrek | Do., 16. Januar 2020 - 16:02

Wohl doch eher Aktivistin.
Mir ist das zu unspezifisch, von daher bin ich heilfroh, dass Frau Neubauer Mitglied der Grünen ist.
Ich glaube kaum, dass dort Aktivität höher bewertet wird als auch inhaltliche politische Arbeit.
Aber sicher wird sich Frau Neubauer noch sehr entwickeln.
Obwohl die Auflistung ihrer Aktivitäten bei Wiki - sehr auskunftsfreudig hier - evtl. eher auf eine NGO-Orientierung hinweisen, weniger auf politics.
Oder anders, ich habe den Artikel mit Interesse gelesen und würde davor warnen einzelne Personen derart in den Vordergrund zu stellen bzw. zu "dämonisieren", die genau auch nur das sein könnten, einzelne Personen.
Mich interessieren politische Linien/Zusammenhänge.
Man kann das auch als eine Parteien-Orientierung bezeichnen.

Bettina Jung | Do., 16. Januar 2020 - 16:05

wenn ich durch Deutschland fahre. Selbst in unserer Bayerischen Heimat werden Wälder zugunsten Windkrafträder abgeholzt. Statt grüner Wiesen, Heimat zahlreicher Tiere stehen riesige Solarparks. Viel zu viele Menschen in Deutschland verbrauchen Ressourcen. 2 Mio. neuer Verbraucher erfreuen sich an verpackter Ware. in unsere Wohnanlage (Schloss) sind rd. 30 Parteien. Im Dorf steht ein Haus für 2 Familien. Die Anzahl der gelben Säcke (Verpackungsmüll) ist vor dem 2 Familienhaus doppelt zu hoch. Unser schöner Stadtpakr vermüllt. Und die vielen Plastikwindeln.... Selbt hier am A...der Welt, erfreut sich das Messer zunehmender Beliebtheit. Häuser entstehen, wo früher Wald, Wiesen und Felder waren. Kopftücher sind sehr in Mode gekommen. Wahrscheinlich werden die Lisas und Gretels in 20 Jahren ihre Pudelmütze gegen ein Kopftuch tauschen müssen. Denk ich an Deutschland in der Nacht, bin ich um den Schlaf gebracht. Geschichte wird erlebbar. Nun weiß ich wie die Welt von Gestern gewesen sein muss

Ja, vollkommen richtig, liebe Frau Jung, das traditionelle München mit seiner Jahrhunderte alten Geschichte, Kunst aus ehemaligen Königreich Bayerns, verliert seine Attraktivität. Verliert sein Leben zum Atmen. Bäume, Parks,
alte Gebäude müssen dem Kommerzdenken weichen.

Ich frage mich wozu die vielen Windkrafträder? Schließlich bezieht Deutschland, unter anderem, einen Großteil Atomstrom aus Frankreich.
Deutschland besaß einst die sichersten Atomkraftwerke der Welt mit dem geringsten CO2-Ausstoß.
Wie verlogen ist Deutschland!

Ein Bespiel:
München avancierte mittlerweile zur meist zubetonierten Stadt Deutschlands.
Eine Ende ist nicht sichtbar. Welche Chancen bleiben uns erhalten? Keine!
Nicht mit einem Kniefall vor der Klimahysterie.

Klaus Peitzmeier | Do., 16. Januar 2020 - 17:30

Kann es sein, daß die im falschen Land zur falschen Zeit klagen? Die Luft in DE war lange nicht mehr so sauber. Mit längeren Laufzeiten der Atomkraftwerke könnte die Luft natürlich noch besser werden. Wenn man die Äußerungen der Kids so hört, möchte man meinen, die haben nicht mehr alle in der Reihe. Die brauchen alle mal einen auf Rezept verordneten 2 Wochen Aufenthalt in einer Umwelt-Retrokammer "BOTTROP 1965", damit sich bei denen im Hirn alles wieder einrenkt.

Dorothee Sehrt-Irrek | Do., 16. Januar 2020 - 18:09

Mein worst scenario, von weitem solcher Persönlichkeiten ansichtig, ginge eher dahin, dass evtl. ein Riesenapparat notwendig ist, sie in Stellung zu bringen, sie zu positionieren und wenn es an ihnen wäre, liefe es hinaus auf - ich bitte zu erinnern worst case - much ado about very much without capability.
Ich hoffe sehr, dass Frau Neubauer und viele andere konstruktive Mitglieder unserer parlamentarischen Demokratie sind und bleiben.
Okay, das ist vielleicht auf den ersten Blick nicht so spektakulär, ich glaube aber langfristig stärker begrüßt durch Menschen, die da professionell bewegt werden sollen.
Wir befinden uns zugegeben in absolut keiner revolutionären Situation, ich werde die aber auch nicht herbeischrei/b/en.
Anders ausgedrückt, halte ich das von ferne evtl. für die "Umkerung" von Politik, wenn "Tausende für eine/n ackern, dass sie/er sei."
Besser scheint mir, wenn Tausende sich bewegen und etwas nach vorne tragen.
Wir haben das zu Wahlen kultiviert.
Verbesserungen sind okay

Bernd Muhlack | Do., 16. Januar 2020 - 18:11

Also wenn ich Frau Neubauer auf dem Bild so betrachte, dann kann sie ja nur besorgt sein.
Wenn man bereits mit 23 Jahren solch eine Denkerstirn hat, ist man wahrlich ob seiner vielfältigen, altruistischen Tätigkeiten bis ans Limit gefordert, nicht wahr?
Was nutzt ihr der wohl vorhandene schnöde Mammon, wenn sie doch quasi wie Don Quijote gegen Windmühlen kämpfen muss!

Hoffentlich kann sie noch etwas Zeit für ihr Studium frei Schaufeln; so ein 30-Stunden-Tag ist ja schon ne klare Ansage, hammerhart!

Übrigens ist das keine "Klage", sondern eine "Verfassungsbeschwerde" gemäß §§ 90 ff BVerfGG.
Ich bin weder Erbsenzähler, noch Korinthenkacker, aber ein Audi ist ja auch kein BMW und umgekehrt.

Verfassungsbeschwerden werden vorab von einem Dreier-Gremium bewertet (natürlich Richter!).
Erst wenn diese "OK" sagen, kommt es zum eigentlichen Verfahren vor dem Senat.

Ich gehe davon aus, dass es kein Verfahren geben wird.
Roma locuta, causa finita!

Dann eben der EuGH!
Hauptsache PANIK!

Dorothee Sehrt-Irrek | Fr., 17. Januar 2020 - 13:38

Antwort auf von Bernd Muhlack

Don Quijotte war in hohem Alter, als er gegen die Windmühlen kämpfte, gediegen, weil seine Lebensform, seine Werte gediehen in/durch sein Leben.
Nannte das nicht irgendjemand "Konservatismus"?
Ich bin mit zuviel guter Literatur oder Filmen aufgewachsen, als dass ich frei davon wäre, nachzudenken statt vor allem aktiv zu sein.
Ich glaube ich war als Kind/Jugendliche ff. das, was man heute einen Nerd nennt:)
An dieser Stelle meinen Respekt, meine Anerkennung und Zuneigung für das Projekt Rocketbeans TV, das vor einigen Tagen seinen 5. Geburtstag feierte.
Unglaublich, was diese jungen Leute auf die Beine stellen, mittlerweile konnte ich mir von den meisten ein Bild machen.
Und seit ich hörte, dass wohl auch andere Eltern ihre Kinder bei diesem Sender anfangs begleiteten, komme ich mir auch nicht mehr merkwürdig vor.
Nein, ich denke, ich bin eine ganz patente Frau/Mutter/Oma:)
Zurück zum Thema.
Da die Klage nicht alleine von Frau Neubauer stammt, hat sie Chancen.
It is the way today:)

Gunther Gaida | Do., 16. Januar 2020 - 19:21

Ich empfehle allen unseren spätpubertierenden
jugendlichen Weltenrettern ein freiwilliges soziales
Jahr im BFD.
Ich meine damit nicht Wattwurm oder Piepmatz-
zählen für den NABU/BUND sondern rein in die Pflege.
Allen jungen Menschen,die es getan haben gilt
mein allerhöchster Respekt.
Aber Oha,arbeiten,früh aufstehen etwas leisten?
Nicht mit mir.

Karla Vetter | Do., 16. Januar 2020 - 19:47

nur wünschen, dass diese Terror- Jugend alt genug wird um die Folgen ihres Handelns bis zum Ende auszukosten. Im Moment wird bei Siemens gegen ihre eigenen Arbeitsplätze der Zukunft demonstriert.IR-die" Rebellen gegen das Aussterben", sind auch mit dabei. In den Aufsichtsrat wollte Frau Neubauer nicht, zu stressig. Tröstlich ,wir Älteren werden es nicht mehr erleben wenn sich etwa 100Jahre später der nach WK2 angedachte Morgentauplan erfüllt. Deutschland: De- Industrialisiert, entsiegelt, mit täglichen Blackouts .Am besten wäre es ,die Regierung finge bald an außer den KKWs s o f o r t auch alle Kohlekraftwerke vom Netz zu nehmen .Möglichst an einem Tag unter Null.

Steffen Loos | Do., 16. Januar 2020 - 21:22

Das Unwort des Jahres zeigt was gesagt werden darf und was nicht. Ich darf als „Klimaleugner“ beschimpft werden, selber darf ich aber nicht dieses Unwort benutzen, denn es ist nun amtlich ein diffamierendes Wort. Selbst im Artikel wird das Wort „leugnen“ an passender Stelle genutzt, aber wenigstens werden hier FFF und Co als Hysteriker bezeichnet.

Stefan Jurisch | Fr., 17. Januar 2020 - 07:58

Diverse „Führungsfiguren“ der FfF haben inzwischen den Geschmack einer gewissen Macht gekostet. Wäre nicht das erste Mal, dass Menschen merken, dass sie etwas erreichen können und mehr wollen, wenn sie es erst einmal haben.

Was mich immer nervt, ist, dass oft von der „politisierten Jugend“ getextet wird. Wären sie wirklich politisiert, wüssten sie um die Funktion von Kompromissen und Kompromissbereitschaft. Diese fehlt aber gänzlich und wird ersetzt durch das typische jugendliche Verhalten „alles oder gar nichts“. Und wenn nicht alles, dann wirft man sich auf den Boden und strampelt und schreit.
Und die „Großen“ müssen es dann bezahlen, damit sie ihre Ruhe haben.

Unbestritten gibt es den Klimawandel mit menschlichem Anteil. Aber mit Besonnenheit und klugen Investitionen wird man allemal mehr erreichen als mit „Gequengel und Gezeter an der Kasse“.

Klaus-Dieter Kaiser | Fr., 17. Januar 2020 - 18:49

für den Begriff Jakobiner, hatte ihn hier in einem Kommentar, vor einigen Wochen schon gebraucht.
....da aus Humanisten Jakobiner wurden....., da muß ich nun aber wiedersprechen, stimmte damals nicht, (waren nur Ehrgeizlinge), sind es heute auch wieder. Aber dahinter, damals wie heute gibt es Menschen die auf ihre Stunde warten.
Nebenbei, Edmund Burke sollte man vielleicht mal wieder zur Hand nehmen.