Wolodymyr Selenskyj
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj steht vor einem Dilemma / dpa

Ukraine-Krise - Putin spielt Va banque

Mit der Anerkennung der „Volksrepubliken“ Donezk und Lugansk treibt Wladimir Putin die Eskalation in der Ukraine-Krise voran. Mögliche Reaktionen des Westens scheinen für ihn bedeutungslos zu sein, Wirtschaftssanktionen fürchtet er nicht. Die Ukraine und der Westen stecken nun in der Zwickmühle.

Autoreninfo

Moritz Gathmann ist Chefreporter bei Cicero. Er studierte Russistik und Geschichte in Berlin und war viele Jahre Korrespondent in Russland.

So erreichen Sie Moritz Gathmann:

Auch langjährige Russlandkenner saßen am Montagabend fassungslos vor den Bildschirmen, als Wladimir Putin, hinter seinem Schreibtisch thronend, zunächst alle Mitglieder seines Sicherheitsrats vorsprechen ließ – um dann die natürlich einstimmig unterstützte Anerkennung der „Volksrepubliken“ Donezk und Lugansk zu unterzeichnen – flankiert von einer ellenlangen Rede, in der er erneut die Staatlichkeit der Ukraine in Frage stellte.

Der Einmarsch russischer „Friedenstruppen“ in den von Separatisten kontrollierten Teil des Donbass ist entweder schon vollzogen – oder vollzieht sich in diesen Stunden. Nach der Annexion der Krim im Jahr 2014 kontrolliert Russland nun einen weiteren Teil des ukrainischen Staatsgebiets – und dreht die Eskalationsspirale weiter.

Cicero Plus weiterlesen

  • i
    Alle Artikel und das E-Paper lesen
    • 4 Wochen gratis
    • danach 9,80 €
    • E-Paper, App
    • alle Plus-Inhalte
    • mtl. kündbar
Klaus Funke | Di, 22. Februar 2022 - 12:59

Putin spielt keineswegs Hasard. Er weiß genau, was er tut. Dass dies Journalisten nicht begreifen können oder wollen, wird ihm wohl so egal sein wie mir auch. Seit Oktober 21 steht Putins Plan fest, und zwar seit der Komiker im ukrainischen Präsidialamt prahlte, die abtrünnigen Gebiete mit Gewalt in die Ukraine zurückzuholen. Putin handelt im Einverständnis mit großen Teilen seines Volkes (unsere Regierung handelt nicht im Einverständnis mit "ihrem" Volk - das sieht man jede Woche bei den Demos), er hat sich auch mit Verbündeten und mit China abgestimmt. Er ist ein Profi und kein Spinner so wie unsere Politdarsteller. Und er hat völlig Recht. Was hat denn die ukrainische Regierung für ihre abtrünnigen Gebiete getan in den letzten Jahren??? Behandelt man so seine Landsleute, wenn man sie zurückhaben will? Putin hat Recht - Selenski und seine Croup sind Marionetten der USA. Und was haben wir? Eine lächerliche Ampel-Regierung und die EU. Man könnte weinen. Es wird keinen Krieg geben!!!

Christa Wallau | Di, 22. Februar 2022 - 13:02

bzw. "Nationalisten" aufregt, sollte doch bitte mal genauer in die Ukraine hineinschauen.
D o r t sitzen astreine und skrupellose "Nazis" zuhauf!
Darüber verliert aber kaum jemals jemand ein Wort bei uns. Daß es diese Hardliner waren, die den Keil ins eigene Staatsvolk getrieben haben, indem sie alles Russische als minderwertig abgelehnt und die Sprache unterdrückt haben, das scheint im Bewußtsein derer, die heute die Ukraine so hoch leben lassen u. ihr großmütig zur Seite stehen wollen, verlorengegangen zu sein.
Meine alte Tante sagte immer, wenn jemand, der lange u. still viel erduldet hatte, plötzlich wütend wurde u. um sich schlug : "Mer kann och en Bär zänken."
Was sie damit meinte, kann jeder verstehen, auch wenn er nicht aus dem Rheinland stammt.
Den russischen "Bären" (Putin u. große Teile des russischen Volkes) hat man offensichtlich lange genug gereizt und deren Geduld und Patriotismus unterschätzt.

Martin Falter | Di, 22. Februar 2022 - 13:09

wird Russland gewinnen ( was eigentlich? ) aber langfristig wird Russland verlieren.

Damit hat sich Putin außerhalb der Weltgemeinschaft gestellt.

Ein Krieg fordert immer Opfer von allen Seiten und vernichtet Leben und Lebensgrundlagen.

Wer dies als Mittel seiner Außenpolitik wählt ist ein Verbrecher.

Russland nicht Putin wird den Preis eines Tages dafür zahlen müssen.

Das Theater dieser russ. "Sicherheits-Konferenz" ist selbstredend. Immerhin haben sie sich damit geoutet, nur der FSB-Chef hat sich verplappert. Die dem russ. Staat geraubte Auslandskohle ist schon mal wech. Auch können sie nicht mehr persönlich nach Mailand zum Schuhekaufen fliegen. Die Nato hat Fehler gemacht, keine Frage, aber wie lange werden die Russen ihren Präsidenten noch erdulden?
Außer im afd-geneigten Cicero-Forum schmilzt seine Fan-Gemeinde wie Butter in der Sonne.

und nicht nur die Ukrainer oder die Völker, die danach "an der Reihe sind" gehören zu den Verlierern - auch die russische Bevölkerung darf man bedauern.

Die hat in dem ehemaligen KGB-Mann einen "Helden", der vorwärts in die Vergangenheit torkelt und dort den Kalten Krieg doch noch gewinnen will - aber eben nicht das vernunftbegabte Staatsoberhaupt, welches das Land tatsächlich voranbringt.

Und so suhlt sich Putin und seine Gangster-Clique im Glanz der eigenen militärischen Stärke, mit der man - wie großartig - die kleinen Nachbarn in ihrer Existenz bedroht.

Dass das Cicero-Forum jubelt - eigentlich fehlt nur noch ein begeistertes "Endlich geht es los!" - ist allerdings nicht mehr als (trauriger) Alltag: Jeder (rechts-) nationalistische Autokrat oder Diktator kommt hier besser weg, als irgendein "dekadenter Demokrat".

gabriele bondzio | Di, 22. Februar 2022 - 20:44

In reply to by Gerhard Lenz

das ist wahr.

Aber irgendwie hat mich die ganze Sache "Anerkennung der „Volksrepubliken“ Donezk und Lugansk"...an ein schon mal stattgefundenes, geschichtlich-belegtes Ereignis erinnert.

Kosovo/Serbien (siehe Wiki/Kosovokrieg bzw. Operation Allied Force)

Ich zitiere: "Besonders schwer wog, dass die NATO im Kosovo ohne Mandat des UN-Sicherheitsrates als selbsternannte und eigenmächtige Interventionsmacht handelte. Da eine völkerrechtliche Legitimation fehlte, wurde eine neue Doktrin der „humanitären Intervention“ geschaffen. Demnach begründete die NATO ihren Krieg unter Bruch des Völkerrechts mit dem Verweis auf eine moralische Verpflichtung, eine drohende „humanitäre Katastrophe“ abzuwenden."

Vordem hatte Madeleine Albright, damalige Außenministerin der USA, die selbsternannte albanische Volksrepublik im Kosovo anerkannt und der Bitte der neuen Staatsführung um militärische Hilfe entsprochen.

Diskussionen beteiligen zwar konträrer Meinung zur vorherrschender medialer Meinung sind, aber dies gleichzusetzen mit AFD Nähe …..
Ich las und lese Ihre Kommentare gern weil sie mir im Stiel und oft auch im Inhalt gefallen.
Doch nun zur aktuellen Lage Russland. Ich als Ostdeutscher habe sicherlich eine etwas andere Sichtweise auf Russland auch durch persönliche Erlebnisse von meinem Austausch im Studentensommer bis hin zum Abzug der „Russen“
Keine 100 m von unserem Haus liegt der Bahnhof unseres Dorfes der als Ver-und Entladebahnhof v. d. Russen genutzt wurde. Es ist kein Witz, der letzte Panzer + Besatzung wurde im November vergessen. Hätten wir die Soldaten nicht mit Essen, Decken, Wasser und Seife + Unterkunft im Wiegehäuschen versorgt, wären die Soldaten schlicht weg verreckt. Zum Abschied nach ca. 4 Wochen sagte der Panzerkommandant:
„Wir haben den Krieg zum 2. Mal verloren.“
Es hätte auch 1989 ganz ganz anders kommen können. Daran sollten wir denken.
Mit f G a d E Rep.

X "Ein Krieg fordert immer Opfer ... Wer dies als Mittel seiner Außenpolitik wählt ist ein Verbrecher"
? gilt es auch für die "Verbündeten" z.B. in Ex-Jugoslawien, Iraq, Lybien, Syrien..? Die Liste ist lang! Dabei denke ich vor allem an die BRD, den gelben H.G. Genscher... den grünen Lobbyist Joschka Fischer... um nicht weiter zu gehen … oder gelten doppelte Standards „ah, das war was anderes!“ ?
X „Damit hat sich Putin außerhalb der Weltgemeinschaft gestellt.“
? Der Westen ist nur ein kleines Teil der Weltgemeinschaft aber ein Teil davon infantil genug um nicht über den Tellerrand sehen zu können: „die ganze Welt ist nur das was ich sehe“. Großteil der Weltgemeinschaft litt lange genug unter der Kolonialismus-Tyrannei dieser „Wertegemeinschaft“. Seien Sie nicht voreilig mit diese Behauptung.
X „Das Theater dieser russ. "Sicherheits-Konferenz" ist selbstredend.“
? tatsächlich?! Und Münchener Sicherheitskonferenz war weltoffen und voller Diskussionen?

Andre Möller | Di, 22. Februar 2022 - 13:14

Woran macht der Autor das fest? Ich denke, die russ. Führung hat aus mehreren Handlungsmöglichkeiten die erfolgversprechendste gewählt. Die Ukraine hat als Staat versagt und kann sich beim Westen für die volle Unterstützung bedanken. Wer dachte, die Ukraine in den Westen zu implementieren und damit zur Frontstellung gg. Russl. zu missbrauchen war seit 2013 auf dem Holzweg. Den Staatsstreich von 2013 bezahlt die Ukraine mit einem wirtschaftlichen Niedergang ohne Beispiel. Ich empfehle dazu den Wortlaut der Rede Putins. Die Ukraine ist nicht das arme Opfer! Die Bevölkerung des Donbas war den Regierungen in Kiew schon lange egal. Trotzdem ist das alles natürlich eine Tragödie! 14.000 Tote sind einfach zu viel für einen Lagerwechsel und diese Toten sind auch Opfer einer westlichen Einmischung in die ukr. Gemengelage, die übrigens auch für Kiew weitergeht. Das Regime kann auch wieder wechseln. Die innerukr. Konflikte sind nicht beigelegt. All das verschweigt Herr Gathmann.

Walter Bühler | Di, 22. Februar 2022 - 13:14

"Das alles hat ... wenig bis nichts mit der Wirklichkeit zu tun."

Den Eindruck hatte ich nicht. Meiner Erinnerung nach hat Russland schon lange nicht erst seit der Annexion der Krim - , die schwierige Situation in Osteuropa thematisiert, die durch die künstlichen Grenzen in Osteuropa entstanden ist. Russland samt der Ukraine war - genau wie Deutschland, Österreich, Ungarn und die Türkei - nur ein Objekt in den Friedensverhandlungen von Versailles und Trianon. Die Grenzen sind von Gestalten wie Pilsudski, Lenin und Stalin auf dem Papier gezogen worden, wobei letzterer 1945 noch die Unterstützung der Westaliierten genossen hat. Die Bevölkerungen oder die "Völker" sind zu keinem Zeitpunkt gefragt worden. Und so sind Nationalstaaten mit gewaltigen "fremden" Bevölkerungaanteilen entstanden, etwa in den baltischen Staaten und eben in der Ukraine.

Ich glaube schon, dass das viel mit der Wirklichkeit zu tun hat, ebenso die extrem radikale Form des Nationalismus in der Ukraine.

Ingofrank | Di, 22. Februar 2022 - 13:15

die Genehmigung von Nord Stream 2 auszusetzen, um den Anhängern der vom Völkerrecht kommenden, nun endlich ihren Willen aufzuzwingen. Da wird lieber das schmutzige Fracking-Gas aus USA importiert
Im übrigen, ist Russland der größte Öllieferant der USA. Wie wird das denn gehändelt? Was sagt denn Opi dazu? Wird der Ölfluss aus Russland zum Wohle der amerikanischen Wirtschaft gekappt? Oder ist das alles nicht wahr wie seinerzeit im Irak- Krieg? Am Ende wird sich China freuen, Russland zu unterstützen und zeigt dem Rest der Welt, den großen Stinkefinger.
Mit freundlichen Grüßen aus der Erfurter Republik

Alexander Brand | Di, 22. Februar 2022 - 13:21

gerade abgesägt, dachte ich da nur als auf D-Radio stolz verkündet wurde, daß Olaf der vergeßliche NSII endlich gestoppt hat.

Das wird nur eine Konsequenz zur Folge haben: die Deutschen dürfen noch mehr für Energie bezahlen als eh schon.

Putin wird sein Gas auch anders los, die Chinesen klopfen schon an seiner Tür.

Geriatric Joe freut sich auch und kann seine Kriegsgetrommel jetzt als persönlichen Sieg verkünden, NSII ist tot! Er hat endlich den Minierfolg den er so dringend braucht.

Insgesamt zeigt sich, Europa wird überwiegend von geistigen Tieffliegern regiert, warum lassen wir die Ukraine nicht da wo sie hingehört und da wo sie die Mehrheit der Ukrainer haben wollen?

Jovan Dučić | Di, 22. Februar 2022 - 14:00

die zweite Hälfte der Geschichte!
Was momentan passiert war vorauszusehen, es steht für mich außer Frage. Mit dem Stichtag „gestern“ wurde die Sicherheitsarchitektur auf der ganzen Welt geändert und es beginnt eine neue Zuordnung auf der geopolitischen Bühne.
Cicero halte ich für seriöse Zeitschrift und erwarte von den Journalisten und Analytikern vollständige Aufklärung, ansonsten bewegen wir uns auf dem „Propagandateppich“ und Nachrichtenübermittlung mit Kommentarcharakter.
Von Mainstream Medien mit vasalen Mentalität haben wir mehr als genug.
Wir müssen uns nicht alle einig sein, aber zum Verstehen der Materie und aus dem Artikel was zu lernen (ebenso von anderen Foristen) gehört mehr Sachlichkeit, Vollständigkeit und Rationalität.

Werner Peters | Di, 22. Februar 2022 - 14:13

Hätte nicht gedacht, dass ausgerechnet die NYT Teile von Putins Klagen über den Westen voll und ganz teilt:
"Putin ist der Aggressor, aber Amerika und die Nato sind nicht nur unschuldige Zuschauer. Sie haben sein Feuer mit zwei riesigen Holzscheiten mit geschürt: Der erste war die unüberlegte Entscheidung der USA in den 1990er Jahren, die Nato nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion zu erweitern. Der zweite und weitaus größere Brandherd war die Art und Weise, wie man Putin die Nato-Erweiterung in Richtung der russischen Grenzen zynisch ausnutzten ließ, um die Russen auf seine Seite zu ziehen und sein wirtschaftliches Versagen zu vertuschen", schreibt heute die THE NEW YORK TIMES. Bekanntlich keine Putin-Versteherin.

zwei Mal durchlesen als ich es auf D-Radio int. Presseschau hörte, aber die NYT hat zu 100% recht.

Leider sind die Meisten in Europa nicht in der Lage das zu erkennen, vor allem nicht Politik und Medien.

So schneiden sie lieber den Ast ab, auf dem sie sitzen.........

Tomas Poth | Di, 22. Februar 2022 - 14:53

... spielen einige ein hohes Risiko!
Selenskji und seine Getreuen sollten sich überlegen wie sie die mitverursachte Spaltung des Landes wieder flicken können.
Die Stimmung in der Ukraine selbst ist auch nicht eindeutig gegen oder pro Russland!
Der Zug, die nun anerkannten neuen Republiken in die Ukraine zurück zu führen, kommt eher nicht mehr auf das Gleis.
Selenskji hat sich vor einen Wagen spannen lassen der dem Land keinen wirklichen Segen bringt.
Wäre es nicht das Beste die faktische Lage anzuerkennen, den beiden Republiken den Laufpass zu geben, um schlimmeres zu verhindern?
Die europäischen Länder sollten ihre Verteidigung, als alliierte selbst organisieren, unabhängig von den Interessen der USA, die sind nicht deckungsgleich mit den unserigen.

Gerhard Lenz | Di, 22. Februar 2022 - 15:21

die Reaktionen in diesem Forum. Ausgerechnet der rechte Rand innerhalb und im Umfeld der AfD begrüßt oder mindestens toleriert Putins ÜBERFALL auf die Ukraine mit dem Hinweis auf nationalistische Tendenzen dort. Ausgerechnet jene, die ansonsten und jederzeit jegliche Maßnahme zur Eindämmung von Rechtsextremismus und rechts-extremistischem Nationalismus mit albernen Hinweisen auf die ANTIFA zurückweisen, klagen Nationalisten an?

Geht's noch?

Da wird wohl wieder der Wunsche nach eine(r)m Führer(figur) deutlich. Solange Hoeckes erinnerungspolitische Wende sich nicht durchgesetzt hat und die deutsche Vergangenheit kein brauchbares Führungspersonal liefern darf, hält man sich - ersatzweise - an Putin. Der ist, so der niederländische Präsident Rutte, offensichtlich völlig verrückt geworden. Wirre Geschichtsinterpretation und sein zunehmend aufgedunsenes Aussehen lassen mentalen Zerfall, vielleicht in Verbindung mit erheblichem Alkoholeinfluss, durchaus wahrscheinlich erscheinen.

Ernst-Günther Konrad | Di, 22. Februar 2022 - 16:52

Sie haben beide im besonderen Maße neben einigen anderen Foristen meinen Eindruck und meine Meinung zu diesem Konflikt formuliert. Ich stimme Ihnen beiden besonders zu. @ Herr Gathmann - ja man kann es so sehen, wie Sie es im Artikel getan haben. Leider haben Sie nach meinem Geschmack aber nur eine Seite der Medaille beleuchtet und die andere Seite, die Sicht aus Putins Blickwinkel im Dunkeln gelassen. @ Werner Peters - danke für Ihren Hinweis auf die NYT, die ich eigentlich aus Zeitmangel und meinen begrenzten Englischkenntnissen nicht lese. Ich bin nach wie vor fest davon überzeugt, dass Putin nicht in den Rest der Ukraine einmarschiert, sondern die Stützung dieser beiden Seperatistenregionen lediglich dem Zweck dienen, den Westen weiter zum Nachdenken und einlenken zu zwingen. Für mich hat der Westen und gerade wir Deutschen nichts in der Ukraine verloren und auch keine Verpflichtungen für das Land. Vielmehr gehört denen der Geldhahn zugedreht.

Clara Schwarze | Mi, 23. Februar 2022 - 06:44

Der eigetnliche Grund ist vermutlich eher, dass Putin sowohl politisch wie persönlich gar keinen andren Weg sieht. Die Ukraine ist politisch entglitten - und hat übrigens real schon auch sogar davon den Donbass und sogar die Krim mit militärischen Mitteln zurückzuholen
Dazu kommt - Putin wird auch persönlich keinen anderen Ausweg sehen. Er weiß dass er im Westen als der personifiierte Schurke gilt und Westen sofort Gegenkräfte unterstützen würde, wenn er könnte. Zumindest denkt Putin das vermutlich.
Darum alles sehr schwer lösbar.

Ihr Kommentar zu diesem Artikel

Der Inhalt dieses Feldes wird nicht öffentlich zugänglich angezeigt.

Liebe Leserinnen und Leser,
wir freuen uns über jeden Kommentar und wünschen uns eine konstruktive Debatte. Beleidigende, unsachliche oder obszöne Beiträge werden deshalb gelöscht. Ebenfalls gelöscht werden ad-hominem-Kommentare, die lediglich zum Ziel haben, andere Foristen zu diskreditieren. Auch anonyme Kommentare werden bei uns nicht veröffentlicht. Wir bitten deshalb um Angabe des vollen Namens. Darüber hinaus behalten wir uns eine Auswahl der Kommentare auf unserer Seite vor. Generell gilt: Pro Artikel ist pro Nutzer ein Kommentar und eine Replik auf einen anderen Leserkommentar erlaubt. Kommentare, die Links zu zweifelhaften Webseiten enthalten, werden nicht veröffentlicht. Um die Freischaltung kümmert sich die Onlineredaktion von Montag bis Freitag von 9 bis 18 Uhr. Am Wochenende werden Forumsbeiträge nur eingeschränkt veröffentlicht. Nach zwei Tagen wird die Debatte geschlossen. Wir danken für Ihr Verständnis.