Haushaltszahlungen und Steuereinnahmen - Wie viel Geld braucht die EU von Deutschland?

Mit dem Brexit entsteht eine Lücke im EU-Haushalt. Ginge es nach Günther Oettinger, sollte Deutschland diese Lücke schließen. Allein bis 2022 hat allein der Bund laut aktueller Steuerschätzung zusätzliche Steuereinnahmen von 10,8 Milliarden Euro. Das Geld sollte in Deutschland bleiben, findet Thilo Sarrazin

09.05.2018, Berlin: Olaf Scholz (SPD), Bundesfinanzminister, spricht bei der Präsentation der Ergebnisse der 153. Sitzung des Arbeitskreises _Steuerschätzungen_ im Bundesfinanzministerium
Olaf Scholz will die hohen Steuereinnahmen nutzen, um Bürger kleinen und mittleren Einkommen zu entlasten / picture alliance

Autoreninfo

Thilo Sarrazin (SPD) war von 2002 bis April 2009 Finanzsenator unter Klaus Wowereit. Seit dem 1. Mai 2009 war er Mitglied des Vorstands der Deutschen Bundesbank. Im Sommer 2010 trat Sarrazin als Vorstand zurück, nachdem er mit der Buchveröffentlichung "Deutschland schafft sich ab" eine heftige Kontroverse losgetreten hat

So erreichen Sie Thilo Sarrazin:

Der jährliche Haushalt der EU hat einen Umfang von rund 145 Milliarden Euro (2017). Deutschland ist traditionell der größte Nettozahler und zahlt jährlich rund 13 Milliarden Euro mehr in den Haushalt ein, als es daraus bezieht.

Durch den Austritt des zweitgrößten Nettozahlers Großbritannien gerät das ganze komplizierte System der Finanzierung des EU-Haushalts aus dem Tritt. Mittelfristig fehlen jährlich zehn bis elf Milliarden Euro. Diese Lücke wäre allerdings durch Einsparungen im Haushalt ohne weiteres zu schließen. Es ist schließlich nicht einzusehen, dass aus dem EU-Haushalt allein rund 56 Milliarden Euro jährlich in die Landwirtschaft fließen, das meiste davon in pauschale Flächensubventionen an Großgrundbesitzer. Die Kommission möchte zwar bei Agrarausgaben sparen, bei anderen Ausgaben dagegen deutlich zulegen. 

Zusätzliche Gelder aus Deutschland

Die zusätzlichen Lasten sollen nach dem Willen der EU-Kommission vor allem von Deutschland getragen werden. Der Haushaltskommissar Günther Oettinger erklärte vor einigen Tagen, dass Deutschland auf der Basis seines Vorschlags jährlich elf bis zwölf Milliarden Euro zusätzlich zahlen müssen. Die deutsche Nettobelastung soll sich also in etwa verdoppeln.

Die Kommission greift damit einen Ball auf, den ihr Deutschland selber zugespielt hatte: SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz hat 2017 in seinem fehlgeschlagenen Wahlkampf behauptet, die Probleme Europas lägen an einem Mangel an Geld, und in Aussicht gestellt, dass Deutschland diesem Mangel durch mehr finanzielle Leistungen abhelfen werden. Dieser Irrtum fand indirekt auch Eingang in die Koalitionsvereinbarung. Er erleichtert jetzt Jean-Claude Juncker und Günther Oettinger das Geschäft bei der Begründung ihrer unverschämten Forderung.

Erfolge an der falschen Stelle

Sie setzen damit die Irrfahrt Europas fort. Denn die europäische Politik erzielte ihre selbsternannten Erfolge in den vergangenen Jahren an den falschen Stellen:

 •  Das wirtschaftlich unbedeutende und notorisch bankrotte Griechenland wurde mit Entschuldungshilfen in dreistelliger Milliardenhöhe und ungewissen Zukunftslasten in der EU und im Euroraum gehalten. 

 •  Des europäische Kernland Großbritannien, wirtschaftlich gesund und der zweitgrößte  Nettozahler in der EU, wurde dagegen mit Nickeligkeiten solange geärgert und kleinlich behandelt, bis sich die knappe Mehrheit seiner Bürger für den Brexit entschied. 

Reichtum auf Kosten anderer?

Was sagt man zur Forderung, dass künftig anstelle der ausgetretenen Briten vor allem Deutschland die Lücken füllen soll?

Immer wieder hören wir, Deutschland sei doch so reich. Oft wird unterstellt auch von anderen EU-Ländern, dass unser angeblicher Reichtum auf Kosten anderer geht. Das ist natürlich Unfug: Deutsche Waren und Produkte sind im Ausland sehr beliebt. Umgekehrt ist das weniger der Fall: Soviel französischen Rotwein und amerikanische I-Phones können die Deutschen gar nicht kaufen, wie sie beim Export von Autos und Maschinen einnehmen. 

Darum steigen die deutschen Vermögensanlagen im Ausland und ebenso die gewaltigen Kredite, die die Deutsche Bundesbank über das Target-System indirekt andern Euroländern gewährt. In der Bilanz des Eurosystems sind mittlerweile in den sogenannten Target-Salden 750 Milliarden zugunsten der Deutschen Bundesbank aufgelaufen. In diesem Umfang haben andere Euroländer Warenbezüge aus Deutschland mit Notenbankkrediten finanziert. 

Es gibt also gewaltige Ungleichgewichte in Europa. Sie haben nichts, reineweg gar nichts, mit Lücken im EU-Haushalt, aber sehr viel mit der Zwangsjacke des Euro und den Wettbewerbsmängeln der Volkswirtschaften der Südländer zu tun.

Ein Zeichen der europäischen Solidarität

Jetzt argumentieren viele, auch in Deutschland, dass zwölf Milliarden Euro mehr aus Berlin für Brüssel, für die reichen Deutschen gar kein Problem sein. Wenn es der EU nicht hilft, so wird es auch nicht schaden. In jedem Fall verbessert es die Atmosphäre und zeigt unseren guten europäischen Willen. Immerhin hatten die Öffentlichen Haushalte in Deutschland 2017 einen Überschuss von 36,6 Milliarden Euro. Ist es nicht fair, davon ein Drittel in europäische Solidarität zu investieren?

So kann man denken, aber ist das wirklich fair, und wem wird damit geholfen? 

 •  Seit Angela Merkel Kanzlerin wurde, stieg die Abgabenquote am Bruttoinlandsprodukt (BIP) von 38,2 auf 40,3 Prozent, das sind satte 68,5 Milliarden Mehreinnahmen jährlich rein auf Kosten der Bürger.

 •  Gleichzeitig hat der deutsche Staat wegen der Niedrigzinspolitik der EZB jährliche Zinsersparnisse von rund 49 Milliarden Euro, so hat es die Deutsche Bundesbank ausgerechnet.

Es besteht Nachholbedarf

Heimliche Steuererhöhungen und niedrige Zinsen haben zusammen den Staat um 117 Milliarden Euro entlastet. Da ist es keine Kunst, einen Haushaltsüberschuss von 36 Milliarden Euro zu erzielen. Finanzminister Wolfgang Schäuble und seine Kollegen in Ländern und Gemeinden kamen in den vergangenen Jahren quasi im Schlafwagen zu einer scheinbaren Haushaltssanierung. 

Scheinbar ist diese Sanierung, weil es bei der Qualität der staatlichen Aufgabenerfüllung an vielen Stellen lichterloh brennt:

 •  Unsere Infrastruktur bröckelt, auf vielen Autobahnen herrscht Dauerstau. 

 •  Die deutsche Art der Klimawende macht Energie nicht nur immer teurer, sondern ihr Angebot auch immer instabiler.

 •  Die Leistungen unserer Schüler sinken. Intelligenz und Wissen, die wichtigsten Rohstoffe Deutschlands und der eigentliche Garant unseres Wohlstands, werden künftig immer knapper.

 •  Die direkten und indirekten Ausgaben für die Folgen der Masseneinwanderung steigen und liegen jetzt bei rund 30 Milliarden Euro im Jahr. Sie bilden heute schon eine Zukunftslast von vielen 100 Milliarden Euro.

 •  Die Verwaltungsgerichte ächzen unter einer Überlast. Zu 80 Prozent befassen sie sich nur noch mit Asylverfahren.

 •  Der Rentnerberg, der in wenigen Jahren droht, wenn die geburtenstarken Jahrgänge der sechziger Jahre in Pension gehen, ist immer noch unfinanziert, obwohl man seit 40 Jahren Zeit hatte, sich auf ihn vorzubereiten.

 •  Die Bundeswehr ist ein Trümmerhaufen, mit ihren traurigen Resten ist konventionelle Verteidigung in Europa tatsächlich unmöglich geworden. Um die jährliche Annäherung unserer Militärausgaben an das Nato-Ziel von 2 Prozent des BIP wird ein kleinlicher Streit geführt. 

Kurzum: Auf vielen Gebieten öffentlicher Aufgabenerfüllung in Deutschland sind zwölf Milliarden Euro weitaus besser angelegt als in der Aufblähung europäischer Subventionen.  

Zunächst aber würde ich vorrangig dem Bürger die heimlichen Steuererhöhungen zumindest teilweise zurückgeben.
 

Christa Wallau | Mi, 9. Mai 2018 - 18:05

Ja, da haben wir's wieder:
Hier redet jemand, dem die Idee des Friede-Freude-Eierkuchens n i c h t so heilig ist, daß er dafür gerne selber zurücksteckt.
Welch ein verabscheuungswürdiges Verhalten!

Wo immer es nötig ist und wer auch immer von unserem Kuchen abhaben möchte, wir deutschen Bürger müssen bereitstehen, um die die Welt (zumindest mal Europa) zu verbessern. Das ist unser Credo.

Solche Menschen wie Sarrazin und natürlich alle, die sich mit der AfD identifizieren, die lehnt der
"gute Deutsche" aus tiefstem Herzen ab. Sie sind ganz nah an den Nazis! Möge Gott uns davor bewahren!

Und wenn wir in Zukunft auch vielleicht hie und da
Abstriche bei unserer Lebensqualität machen müssen: Es wird sich gelohnt haben, die Welt
mit unserem Idealismus beschenkt zu haben!

Fragt sich nur, ob unsere Nachkommen das auch
so sehen.

André Oldenburg | Mi, 9. Mai 2018 - 18:52

Wenn die EU mehr Geld von Deutschland will sollte Deutschland die EU nicht mehr wollen.
Gelder für die Agrarkonzerne gehören auf 0 gesenkt und den Rest gleich dazu.
Die dauernde Alimentierung hat nicht geholfen (Club Med. oder Afrika), nur der Wettbewerb macht Wettbewerbsfähig (Asien).

wolfgang spremberg | Mi, 9. Mai 2018 - 18:58

Ich fahre mit meinem Auto auf kaputten Straßen weil unsere Regierung das Geld für die Reparatur lieber als Kredite an andere Staaten gibt damit die Menschen dort deutsche Autos kaufen können.
Genial.....
Wir können ohne Obergrenze Migranten aufnehmen und versorgen, auch wenn sie straffällig werden....
Bei der Pflege, Altersarmut, Kinderarmut etc. müssen wir aber ganz genau kalkulieren...
Wenn ein Bürger der Jahrzehnte Steuern und Sozialabgaben gezahlt hat arbeitslos wird sind wir knall hart...kein Geld ? Dann werden Wasser und Strom abgestellt.
Asyl abgelehnt ? kein Problem. Geld fließt weiter. Beim dealen erwischt ? Macht nichts...Geld fließt weiter...
Togo will keine Bürger zurücknehmen ? Macht nichts, Geld fließt weiter.
Ungarn will keine Togolesen aufnehmen ? Oha....ganz übel.
In was für einem wirren Land leben wir Herr Sarrazin ?.wir könnten es soviel besser haben
wenn etwas mehr Vernunft unsere Politik bestimmen würde.

Guido Schilling | Mi, 9. Mai 2018 - 19:14

will ich gar nicht. Was ich will ist, dass die Regierung mit dem zur Verfügung stehenden Geld vernünftig umgeht und investiert. Die zur Zeit diskutierten Zucker- und eine höhere Alkoholsteuer (unter dem Mäntelchen der Gesundheitsvorsorge) sollen doch auch nur der Abzocke dienen. Eine Soliabschmelzung wird es ebenso wenig geben, weil die wird dann zum EU-Soli.

Wilhelm Maier | Mi, 9. Mai 2018 - 20:19

Wie viel Geld braucht die EU von Deutschland?
"Man hat ja als Schwabe (ich bin einer) sonst nicht so viel, für das man sich schämen kann. Hatten einen super Lauf, die Schwaben: Daimler und Porsche, Fischer-Dübel und Motorsäge, Spätzle-Schwob und Zwiebelrostbraten, Hegel und Schiller, Albert Einstein und Harald Schmidt. So gesehen erfüllt Oettinger wahrscheinlich eine ihm vom Weltgeist zugedachte Bestimmung..."-
http://www.sueddeutsche.de/leben/sack-reis-von-schwob-zu-schwob-1.32316…
Und auch Brötchen, Semmel, Weck, Schrippe,
Kipf(-l/-la/-le) usw... mm,... das ist aber übertrieben.
Also das Beste!...Spätzle, Maultaschen,
Knöpfle...usw.,
Wie viel Geld braucht die EU von Deutschland?
Alles!. Und Bitte! nicht so geizig sein!.

Bernhard K. Kopp | Mi, 9. Mai 2018 - 20:57

Schrecklich, diese Rationalität und Sachkunde von Herrn Sarrazin. Er sollte jeden Morgen die EU-Hymne singen, den Pulse of Europe fühlen, und sich der europäischen Werte besinnen. Mit seinen Argumenten könnte er sogar einige dazu bringen, sich nicht länger von unseren freudentrunkenen Politikern das Geld aus der Tasche ziehen zu lassen. Fürchterlich !

Bernd Wollmann | Mi, 9. Mai 2018 - 21:55

Deutschland schafft sich ab. Mittlerweile ist der Fall eingetreten, nur viele haben davon noch nichts mitbekommen. Es ist natürlich nicht ganz einfach sich nicht vom öffentlich-rechtlichen Mainstream einlullen zu lassen.

Hubert Sieweke | Mi, 9. Mai 2018 - 23:32

mein Geld für die Rente und den Lebensabend in sichere Schweizer Franken angelegt. Dem Euro vertraue ich zum Kauf von Grundnahrungsmittel. Darüberhinaus wird er sicherlich in absehbarer Zeit brennen, denn, Gelddrucken a la. Draghi, hat in den letzten 2000 Jahren nie Wohlstand gebracht, sondern Bankrotte ganzer Staaten. Bald kommt der erste Schuldenschnitt für Griechenland, deren Darlehn ja jetzt scho erst ab 2062 getilgt werden sollen...... Wer kann Barwerte errechnen.... bleibt da noch was übrig, nach 40 Jahren? Aber, Merkel verschweigt dem Bürger die Wahrheit und der ist zu blöd, um nachzufragen. Wie war das mit Kant und der Aufklärung? Selbstverschuldfete Unmündigkeit?

Steffen Zollondz | Do, 10. Mai 2018 - 07:02

Vielen Dank an Herrn Sarrazin und den Cicero.

Dieser Artikel ist kostenfrei gewesen. Ich unterstütze derlei Qualität gern mit meinem Print-Abo.

Schabert Albert | Do, 10. Mai 2018 - 07:47

Liebe CICERO Fangemeinde!
Den Tatsachen,die Herr Sarrazin hier auflistet,ist eigentlich nichts hinzuzufügen.Greifen unsere Qualitätsmedien diese Aussagen jedoch nicht auf,verhallen diese nahezu umgehört.
"Wann begreifen die es endlich,diese dummen Schnarchzapfen" sagte einer bei eine Diskussion.
Ich ewiderte"Die Leute sind nicht dumm,sie sind nicht informiert"-Schweigen
Ich habe einen einfachen Vorschlag,dies zu ändern.Grüßen Sie jeden auch,auch wenn Sie Ihn nicht kennen.
Das ist Höflichkeit und ein winziger Teil von Respekt.Schon haben Sie einen Fuß in der Tür.
Sprechen Sie Ihn dann mit etwas persönlichem an,ist Tür schon offen.Sagen Sie nicht gleich von welcher "Partei" Sie sind,tasten Sie Ihr Gegenüber ab.Ich habe es in letzter Zeit öfter versucht-ein Wundermittel und doch so einfach.
Kommunikation von Mensch zu Mensch,scheint mir das einzige Mittel zu sein,das aus der "Filterblase" führt,wenn es zum Schneeballsystem wird.

Heinrich Jäger | Do, 10. Mai 2018 - 08:15

werden immer wieder gerne hochgekocht ,aber nie wird erklärt warum es sie eigentlich gibt .Die Bauern können eben nicht für 30 ct/l in Deutschland Milch erzeugen und in weiten Teilen des Landes kann man auch kein Getreide für 14 € /dt produzieren.
Wenn man die Agrarsubventionen abschaffen will ,dann müssen sich die Erzeugerpreise verdoppeln oder die einheimische Landwirtschaft wird aufgegeben, beides ist politisch und sicher auch von der Bevölkerung nicht gewollt. Die Subventionsabzockerkeule ist nicht gerechtfertigt Herr Sarrazin ,reden sie mal mit Bauern bevor Sie schreiben wäre hilfreich.

Wenn ich irgendwem 10Mias gebe und bekomme 20Prozent davon für Agrarsubventionen wieder- ist das dann für Sie ein gutes Geschäft? Wenn ich meine 10Mias behalten würde, könnte ich fünfzig oder achtzig Prozent davon in meine Landwirtschaft stecken und müßte nicht noch einen irren und uneffektiven Wasserkopf in Brüssel mitfinanzieren.

@Herrn Jäger: Ihr Einwand ist nicht unberechtigt, springt aber m.E. zu kurz. Wenn wir schon öffentliche Mittel zur Unterstützung der Bauern geben, was ich grundsätzlich gut finde, dann doch bitte nicht zur Maximierung der Produktionsmenge, sondern zum Nutzen der Allgemeinheit.

Ein Beispiel: Ein Bauer, der mit seinem eigenen Land 40 Kühe ernähren könnte, hält sich 100 Kühe, braucht aber dafür zusätzlich Futter aus Südamerika und Agrarsubventionen. Die Gülle bringt er auf seinen eigenen und damit völlig überdüngten Feldern aus, denn die verkraften nur die 40. Das giftige Nitrat sickert ins Grundwasser und führt zu riesigen Verrenkungen und Investitionen beim meist ebenfalls öffentlichen Wasserwerk, um die wasserkonsumierenden Bürger nicht zu gefährden.

Bitte erzählen Sie mir nicht, dass man Agrarsubventionen hier nicht sinnvoller gestalten könnte. Unsere Bevölkerung nimmt noch dazu aktuell nicht zu wenig, sondern zu viele Kalorien zu sich. Dennoch handelt die Politik wie 1949.

Sehr geehrter Herr Jäger!
Sie haben recht und ebenso unrecht.Es ist die Frage was man will.
Ich stelle Ihnen dazu die Frage:Warum bestimmt der Weltmarktpreis,zum Beispiel für Weizen,den Preis für unsere Bauern?Der Umsatz am Weltmarkt(EU raus,EU rein)ist sehr gering.Es ist die vielgelobte Globalisierung,die den meisten Deutschen schadet.Es ist politisch gewollt!

Gerdi Franke | Do, 10. Mai 2018 - 08:32

Der EU fällt immer etwas ein wie man Geld ausgeben kann. Ob sinnvoll oder nicht ist etwas anderes. Wenn sich die EU auf Europa-übergreifende Kernaufgaben beschränken würde könnte sie mit halbem Personal und halben Kosten auskommen. Aber bisher war der Druck zum sparen eben nicht groß genug!

Jürgen Waldmann | Do, 10. Mai 2018 - 10:11

Cicero hat mit Herrn Sarrazin einen weiteren kritischen Kopf gefunden , der uns Bürgern , die sehr schwierigen wirtschaftlichen und politische Zusammenhänge kompetent erklärt .
Typisch für die EU Parlamentarier war , dass die durch den Auszug der Briten frei gewordenen ca. 80 Sitze , die Plätze nicht leer blieben , sondern als Beute unter den gebliebenen neu verteilt wurden .
Es fehlt dem EU Parlament eine demokratische Kontrolle , damit aber auch die Legitimation , so mit unseren Beiträgen um zu gehen .
Kein zusätzliches Geld in die EU !!

Ralph Lewenhardt | Do, 10. Mai 2018 - 11:08

leider gehen Sie nicht auf das grundsätzliche Kernproblem der EU ein. Es würde durch noch höhere Geldzuwendungen Deutschlands vertieft werden. Schon jetzt hat sich ein ideologisierender personifizierter EU-Machtzirkel herausgebildet, der sich für berufen hält, die EU-Entwicklung zu bestimmen. Dem kommt das Überstülpen des in den Ländern längst maroden Parteiensystems zur scheindemokratischen Legitimation des Zentralismus gerade recht. Die souveränen Völker der weniger bedeutenden Mitgliedsländer, ihre gewählten Repräsentanten und ihre Verfassungen, lassen sich aber nicht so ohne weiteres übergehen. Jeder politische Konstrukt dieser Welt der dies versuchte, überlebte es nicht. Schon gar nicht, wenn man unter dem Deckmantel einer europäischen Solidarität das gehorsame Befolgen der Machtzirkel-Vorgaben ggf. bei Androhung von Sanktionen, verstehen soll. Lösen wir dieses Problem nicht, stirbt die EU als visionistisches Kunstgebilde. Sie ist bereits auf dem Weg dahin.

Gisela Fimiani | Do, 10. Mai 2018 - 12:43

Sowohl auf europäischer Ebene, als auch in Deutschland regiert eine sklerotisierte, oligarchische Politbürokratie. Hat man Bürokraten je zur Rechenschaft ziehen können? Warum sollten, in jeder Hinsicht, bestens versorgte Bürokraten selbstkritisch sein, um sich womöglich selbst abzuschaffen? Es gibt weder den idealen Staat, noch ein Wissen um die Zukunft. Auch der Wohlmeinende kann immer irren. Die Demokratie ist notwendig angewiesen auf kritische Institutionen und Bürger. Daran mangelt es eklatant. Wir sehen riesig aufgeblähte Politbürokratien, die res publica nicht dulden und der demokratischen Legitimation, logischerweise, nicht mehr bedürfen. Willkommen in der Despotie des imperium paternale!

Wolfram Wiesel | Do, 10. Mai 2018 - 13:50

ANTWORT: "Alles!". Was wird aus Europa, wenn das "Deutsche-NAZI-Mörder-Verbrecher-Nachfolge-Volk" (so wurde mir das erläutert !) so effizient in der Verwaltung, so produktiv in der Wirtschaft, so ohne Klientelwirtschaft wie Griechenland und/oder Süd-Italien geworden sein wird? Lasst fahren alle Hoffnung. Wenn man die Deutschen nicht mehr zahlen lassen kann, dann ist Europa am Ende. Es gibt auch die Gnade der frühen Geburt und des rechtzeitigen Todes. Und die gut qualifizierten Deutschen bis 40 Jahre, die können sich in Richtung Australien, Neu-Seeland, Kanada, USA, Schweiz entfernen. Dafür kommen ja - wie wir von den guten Deutschen aus dem HELLEN DEUTSCHLAND wissen -- die Facharbeiter und Akademiker aus Syrien, die die deutsche Wirtschaft vor dem Kollaps bewahren werden und den Deutschen die Rente bezahlen werden. Ist doch klar. Nur NEO-NAZIS haben da Zweifel . Ist doch klar!

Fritz Multrus | Do, 10. Mai 2018 - 15:12

Bei Oettinger hat eine Abschiebung zum Glück einmal geklappt - aber leider nur in die EU-Kommission!

Michael Bodef | Do, 10. Mai 2018 - 21:20

Der Mann wurde entsorgt, unf ist nun (über-) versorgt. Das sollte reichen!
Wesentlich, eigentlich ausschließlich entscheidend ist hierzu die Meinung von Deutschland, den Steuerzahlern!, nicht den Regierungsdarstellern. Und die sagen: Hände weg von unserem Geld.., wie im übrigen auch die Niederlande und die nordeuropäischen Staaten.
Sollte die GroKo (wieder einmal) die Absicht haben deutsches Steuergeld zu verschleudern, sollte davor eine offene Bundestagsabstimmung stattfinden.. - vor allem, das bei der nächsten (auch Landtags-) Wahl klar ist, wer unsere Rechte wirklich vertritt, und wer nicht!

Thomas Kruse | Fr, 11. Mai 2018 - 07:31

Also irgendwas mach ich scheinbar verkehrt. Wie mein großer Sohn damals ausgezogen ist suchten wir uns eine kleinere Wohnung wo 150 teuros billiger war. Bei der EU ist das anders, Sie verkleinert sich wir dürfen aber dafür mehr bezahlen. Aber wie gesagt, bin scheinbar zu Dumm um dies zu begreifen.

helmut armbruster | Fr, 11. Mai 2018 - 09:05

- die Südstaaten des EURO-Raums einschließlich Frankreich leben seit Jahren über ihre Verhältnisse.
D springt ein und finanziert die Lücke über Rettungsschirme, -Mechanismen u. die Null-Zins-Politik der EZB (nur möglich mit deutscher Duldung).
- GB verlässt die EU und es entsteht eine Finanzierungslücke. D springt ein und füllt die Lücke (noch nicht konkret, wird aber so kommen)
- Dabei ist jedem klar, dass der Euro sofort am Ende wäre, würde sich D vom Euro verabschieden.
Ich kenn kein anderes Land, das sich so als Zahlmeister missbrauchen lässt wie mein Land.
Verlangt dann D einmal Solidarität von den EU-Mitgliedern, z.B. bei der Verteilung der Flüchtlinge, wird ihm die kalte Schulter gezeigt.
Wer sind wir eigentlich? Die Deppen Europas?