Markus Braun von Wirecard - Ein stiller Eroberer

Markus Braun gilt als bescheiden, doch er hat große Pläne für die bargeldlose Gesellschaft. Sein Unternehmen, der Zahlungsdienstleister Wirecard hat die Commerzbank aus dem Dax geworfen. Und das soll nur der erste Schritt gewesen sein

18.09.2018, Bayern, München: Markus Braun, Wirecard-Vorstandsvorsitzender, während eines Fototermins in der Firmenzentrale
„Die Marktchancen einer bargeldlosen Gesellschaft sind gigantisch – und genau da wollen wir hin“, sagt Markus Braun / picture alliance

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Nils Wischmeyer ist freier Finanz- und Wirtschaftsjournalist beim Journalistenbüro dreimaldrei

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Von der Pleite in den Dax marschiert, die Commerzbank aus dem Index geschmissen, an der Deutschen Bank vorbeigezogen, vom Berater zum Milliardär – und all das innerhalb von 16 Jahren. So sieht der schnelle Aufstieg von Markus Braun, dem Chef des Zahlungsdienstleisters Wirecard, aus. Kaum jemand kennt diese Firma. Dabei war schon fast jeder mit Wirecard in Berührung, egal ob man mit seiner Kreditkarte im Internet ein Flugticket oder ein Sofa kauft. Damit die Zahlung auch beim Händler ankommt, dafür garantiert Wire­card. Fällt sie aus, trägt die Firma das Risiko, nicht der Händler.

Für diesen hochriskanten Service zahlen Firmen wie KLM, WMF, Aldi oder Ikea viel Geld. Das wiederum treibt den Unternehmenswert von Brauns Firma enorm. Im Schnitt wächst der Aktienkurs von Wirecard pro Jahr um 43 Prozent, der Gewinn wird immer größer und seit dem 24. September ist die Firma im Dax gelistet und hat die Commerzbank verdrängt. Braun selbst ist größter Aktionär und zudem Technikvorstand. Journalisten schreiben von ihm als „Mastermind“ und „Visionär“. Trotz aller Aufregung um ihn und die Firma wirkt Braun vor allem eines: ruhig.

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