Mathias Döpfner
Mathias Döpfner, Chef des Axel-Springer-Verlags / dpa

Transgender-Streit im Springer-Verlag - Döpfners journalistische Bankrotterklärung

Ein Gastbeitrag mehrerer Wissenschaftler für die im Axel-Springer-Verlag erscheinende Tageszeitung „Die Welt“ hat zu einer Eskalation geführt. Die Autoren des Beitrags setzten sich kritisch mit dem Phänomen der Transidentität auseinander – und lösten damit erwartungsgemäß Empörung in der Trans-Community aus. Doch Springer-Chef Mathias Döpfner stellte sich daraufhin nicht hinter die Autoren, sondern kroch zu Kreuze und kritisierte die eigene Redaktion. Jetzt hat eine Springer-Journalistin gekündigt, in einem offenen Brief rechnet sie zudem mit Döpfner ab.

Porträt Mathias Brodkorb

Autoreninfo

Mathias Brodkorb war Finanzminister des Landes Mecklenburg-Vorpommern und gehört der SPD an.

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Was sich in diesem Monat in der Tageszeitung Welt abspielt, einem einstigen Flaggschiff der konservativen Publizistik, wird rückblickend, so pessimistisch darf man sein, wahrscheinlich nicht nur als „Zeitenwende“, sondern „Kipppunkt“ der deutschen Öffentlichkeit in Erinnerung bleiben. Das wäre nicht weiter schlimm, wenn an diesem seidenen Faden letztlich nicht die Funktionsfähigkeit der Demokratie hinge.

Begonnen hat alles mit einem Gastbeitrag verschiedener Wissenschaftler rund um den Psychiater Alexander Korte, der seit Jahren vor den negativen Folgen leichtfertiger Geschlechtsumwandlungen insbesondere bei Kindern und Jugendlichen warnt. Der Beitrag basiert dabei auf einem Aufruf, den mittlerweile hundert namhafte Wissenschaftler unterschrieben haben.

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Gisela Fimiani | Do, 16. Juni 2022 - 16:51

Hat Herr Döpfner sich das Rückgrat selbst gebrochen, oder hat er es nicht nur, wie der überwiegende Teil deutscher Journalisten, durch anpassungsbereites Jelly ersetzt. Der Verrat der Journalisten an ihrem ursprünglichen Ethos begann bereits vor Jahrzehnten. Das Resultat sind, je nach Persönlichkeit, feige, narzisstische, ideologiebesessene Haltungs-Hofschranzen, die sich auf dem intellektuellen und geistigen Faulbett der Regierung und des Zeitgeistes eingerichtet haben. Unsere Demokratie befindet sich längst im freien Fall. Wissenschaftler, Juristen u.v.m., die sich auf das GG berufen, werden zunichte gemacht, gesellschaftlich geächtet. H. Heine wußte bereits, dass nichts schwerer ist, als sich gegen einen herrschenden Zeitgeist zu stellen. Demokratie, Rechtsstaat, Wissenschaftsfreiheit werden erfolgreich zerstört und der unentbehrliche Gemeinsinn der Gesellschaft auf verbrecherische Weise zersetzt. Qui bono? Die Antwort erfüllt mit Grauen. Warum wagen nur noch Mutige sie zu geben?

Nicht nur Teile der Journale haben ihren Berufs-Ethos verraten. Unsere Demokratie befindet sich im freien Fall, weil die Wissenschaftler*innen, Juristen*innen, die sich auf das GG berufen, von ihren eigenen Berufskollegen*innen, von denen viele dazu noch in den pol. Machtzentralen sitzen, in die Pfanne gehauen werden. Diese charakterlosen Hofschranzen*innen, die von Werten nur faseln, verfügen dazu noch über die „erforderlichen notwendigen Kontakte“, ihre Meinungen publik machen zu können und anderslautende zu diskriminieren.
Die profitieren von diesem System. Die sägen den Ast auf dem sie sitzen nicht ab. Spiegel kann man verhängen.
Meine Antwort auf Ihre Frage: „Mut kann sich nur leisten, wer finanziell und sozial unabhängig" ist und über ein "dickes Fell" verfügt.
So ein dickes Fell gibt es mMn nicht. Bekanntlich höhlen stete Tropfen Steine.
Wie soll ein Fell da mithalten!

Maria Arenz | Do, 16. Juni 2022 - 16:55

über den Stil von Döpfners Canossa-Gang. Das bewußte verfälschende Zitieren des Beitrags der Wissenschaftler, die an den "Stümer " erinnernde Sprache eines alten weißen Mannes , mit der er sich an die Queer-Köpfe heranwanzte- ekelhaft. Über den Tag hinaus ist dieser Vorgang aber deshalb so besorgniserregend, weil er sich in eine Reihe von "Erfolgen" einer immer aggressiver auftretenden T&T-Kamarilla einreiht, die diese winzige Minderheit mehr und mehr zum Scheinriesen aufbläht., vor dem immer mehr Vertreter von Medien und Wirtschaft offenbar Angst bekommen sollen nach dem Motto: "wenn schon der mächtige Springer-Verlag sich nicht mehr traut, sich mit "denen" anzulegen, tu ich das besser auch nicht.. Ich habe Angst, daß am Ende dieser Entwicklung das Pendel wieder viel zu weit in die andere Richtung ausschlägt . Die an dieser Entwicklung völlig unschuldige Mehrheit der LBGT...plus-Gemeinde weiß dann aber wenigstens, wem sie ihr neuerliches Unglück zu verdanken hat.

Manfred Bühring | Do, 16. Juni 2022 - 17:07

... Herr Brodkorb! Ich kann jedes Wort unterschreiben. Wir erleben derzeit die Selbstauflösung einer repräsentativen Demokratie mit demokratischer Legitimation. Ein Vorgang, den schon Houellebecq in "Unterwerfung" beklemmend aktuell beschrieben hat.

Han Hube | Do, 16. Juni 2022 - 17:15

Nun, grundsätzlich erstaunt mich das nicht. Döpfner ist ein ganz schwache Person, das fehlende Rückgrat durften/mussten wir ja schon beim Rauswurf Reichelts beobachten, dessen Verfehlung vordergründig die sexuellen Avancen waren, wenn man aber ‚deeper‘ gräbt, die pointiert kritische Haltung gegenüber der Merkelregierung und atlantischen Drahtziehern war. Da lobt man sich einen Ronzheimer, dessen Kriegsbegeisterung die Grenzen des Sagbaren. permanent verletzt.

Jens Böhme | Do, 16. Juni 2022 - 18:03

Die Revolution nennt sich jetzt Zeitenwende. Wer gegen die Zeitenwende ist, ist ein Konterrevolutionär. Der Klassenkampf nach kommunistischer Diktion ist bei den Zeitenwendern im vollen Gang. Die meisten Bürger, die im von Zeitenwendern initiierten Projekt "Demokratie leben" mitmachen, merken nicht, dass sie im falschen Zug sitzen.

Werner Zillig | Do, 16. Juni 2022 - 18:22

Wohin treiben wir? Ich habe 1984 einen Social-Fiction-Roman veröffentlicht, der hieß "Die Parzelle". Die Gesellschaft gestattet es Subgesellschaften in geschlossenen Gebieten ihrer eigenen Ideologie zu frönen. Harte Drogen und spintisierende Weltsichten eingeschlossen. Einzige Bedingung: diese Gebiete dürfen den anderen nicht auf der Tasche liegen. Langsam gewinne ich den Eindruck, dass an meinem damaligen Entwurf demnächst was dran sein könnte.

Edit Szegedi | Do, 16. Juni 2022 - 18:29

Die Welt hatte Anfang Juni Mut bewiesen. Zwei Tage spaeter knickte sie vor den Wahrheitsmonopolisten ein, zig sich das Buesserhemd an und geisselte sich in der Oeffentlichkeit. Es begann mit der, gelinde gesagt, unterirdischen Antwort von Doepfner, gefolgt vom feigen Rueckzieher von Poschardt und dem arrogant-ignoranten Pamphlet von Lehmann (wer braucht noch Feinde, wenn man solch einen Vertreter hat?). Dass die Busse nicht aus Zerknirschung des Herzens erfolgte, war aus dem Geschreibsel von Doepfner ersichtlich.
Roedders Beitrag war dann nichts mehr weiter als ein Alibi.
Ich habe mein Abo gekuendigt.

Gisela Zabka | Do, 16. Juni 2022 - 18:43

Es gibt noch einen weiteren Aspekt: Judith Sevinç Basad fragt sich, „ob es vor allem darum geht, die woken US-Redaktionen des Unternehmens Axel Springer nicht zu verärgern“. Genau das habe ich mich schon letzten Oktober gefragt, nachdem „Bild“-Chefredakteur Julian Reichelt mit fadenscheiniger Begründung geschasst worden war.

Döpfners Kniefall vor der queeren Lobby war zu wortreich und inhaltsleer, um ehrlich empfunden zu sein; heute darf immerhin der Politologe Uwe Steinhoff, einer der Autoren des inkriminierten „Welt“-Gastbeitrags, bei welt.de begründen, „warum der gegen uns gerichtete Vorwurf der ,Hetze‘ unbegründet ist“.

Springer hatte letzten Oktober die amerikanische Tageszeitung „Politico“ für, so heißt es, über eine Milliarde Dollar gekauft. Wenige Tage vor Vertragsabschluss hatte die „New York Times“ ausführlich über Reichelts angebliche Verfehlungen im fernen Germany berichtet, wohl in der Absicht, den Ruf des neuen Konkurrenten auf dem amerikanischen Markt zu beschädigen.

Wolfram Fischer | Do, 16. Juni 2022 - 19:01

Volle Zustimmung zum Artikel von Herrn Brodkorb.
Wie der seit diesem desaströsen Kotau vor dem woken Zeitgeist-Terror nur noch verachtenswerte Herr Döpfner ein Flaggeschütz gegen diesen Gender-Transen-Identitären-etc. Gesinnungsterror (welches man besonders in gewissen Teilen nun wirklich nicht mögen muss, aber das ist eine eigene Geschichte) pulverisiert und der Lächerlichkeit preisgegeben hat, das ist schlicht schockierend.
Der woke Gesinnungs-Terror setzt - nunmehr also auch mit freundlicher Unterstützung des Springer-Konzerns - jeden Tag seinen Siegeszug fort und krallt sich eine ganze Gesellschaft als fette Beute...
Menschen, die noch alle Tassen im Schrank haben (d.h. kognitiv intakt und nicht ideologisch deformiert sind) können da nur noch verzweifeln.

Maria Fischer | Do, 16. Juni 2022 - 19:25

Bis vor ca. einem halben Jahr habe ich mich noch wahnsinnig aufgeregt über Dealer in der Stadt.
Das tue ich nicht mehr.
Sie sind ein gutes Abbild unserer woken-"toleranten"- Gesellschaft.
Für Geld tun sie alles.

Hans Jürgen Wienroth | Do, 16. Juni 2022 - 19:27

Das letzte Kapitel enthält die entscheidenden Aussagen. Zu unserer repr. Demokratie gehört eine unabhängige Presse, die Fakten statt Gesinnung liefert. Leider ist dieser Journalismus spätestens seit 2015 nur in wenigen Blättern (wie z. B. hier) zu finden. Eine laute Gruppe fordert ihre Rechte ein, gleich ob Minderheit oder Mehrheit. Die Politik folgt der veröffentlichten, „liberalen“ Haltung, weil sie nicht an den medialen Pranger will.
Aber was sind die Konsequenzen und was ist das Ziel? Sie sind einfach zu benennen: Mit dem soz. Geschlecht, dass bereits im Kinderprogramm thematisiert wird, nimmt man dem Kind nach der Geborgenheit der Familie auch die letzte Verlässlichkeit. Wenn sichtbare Merkmale nicht zuverlässig Auskunft über das Geschlecht geben, worauf kann sich das Kind noch verlassen?
Psychische Schäden bei den Kleinen sind die Folge. Was soll erreicht werden, will man bestimmte Gruppen psychisch krank (und evtl. zu Attentätern?) machen oder sie an ihrer Fortpflanzung hindern?

HPOK | Do, 16. Juni 2022 - 20:07

Nach der Aktion habe ich mein Welt-Abo gekündigt. Der Beitrag Döpfners war grottenschlecht und wurde dem kritisierten Artikel stilistisch und inhaltlich überhaupt nicht gerecht, nur Anfeindungen ohne präzise Begründung. Zum Glück gibt es noch Cicero.

gabriele bondzio | Do, 16. Juni 2022 - 20:26

ist wohl eher der Kniefall von Döpfner,... für die vielen Millionen Bürger, die ein normales Verhältnis zum Geschlecht Mann/Frau haben.

René Maçon | Do, 16. Juni 2022 - 20:29

Man muss die Grundidee von Judith Butler konsequent zu Ende denken: Es gibt wahrscheinlich auch Menschen, die bei ihrer Geburt nicht nur das falsche Geschlecht zugewiesen bekommen haben, sondern auch die falsche Spezies!

Warum nimmt niemand Rücksicht auf Menschen, die gar nicht Menschen sein wollen? Die z.B. lieber ein Elefant, Büffel oder Adler wären.

Wir brauchen deshalb auch eine Transspecies-Politik! Die Diskriminierung von Transspecies-Wesen muss endlich beendet werden!

Ingo Frank | Do, 16. Juni 2022 - 22:15

Land?
Dekadenz in Reinkultur! Deutschland schafft sich ab! Recht haben Sie Herr Sarrazin, so was von Recht. Wir gehen in Riesenschritten
Wzur DDR 2.0.
Mit freundlichen Gruß aus der Erfurter Republik

Ich wußte gar nicht, lieber Herr Ingo Frank,
dass man sich in der DDR so intensiv mit Transsexualität beschäftigt hatte. Vielleicht, weil man zwei- oder mehrgeschlechtlich leichter an eine Wohnung kam, sozusagen als Mono-Familie?

Chris Groll | Do, 16. Juni 2022 - 22:41

Zuerst einmal meine volle Zustimmung zum Artikel von Herrn Brodkorb. Ohne eine unabhängige und freie Presse geht unsere Demokratie den Bach runter. Leider ist das alles nicht neu. Es ist schon seit einigen Jahren so.
Die Kommentare zu diesem Thema finde ich auch sehr gut, vor allen Dingen stimme ich dem von Frau Gisela Fimiani zu.

Ratlosigkeit | Do, 16. Juni 2022 - 22:56

Kompliment an Herrn Brodkorb für den Artikel.

Das Ganze hat eine Springerdimension, das ist die engere. Die weitere ist die Besetzung von staatlichen Kontroll- und Meinungsbeeinflussungspositionen mit Aktivisten aus der linken woken Szene. Von Greenpeace zur Stastssekretärin im AA, Lehmann als Queerbeauftragter, jetzt Ataman als Antidiskrimierungsbeauftragte. Was kommt noch? Luisa Neubauer als Pipelinebeauftragte?

Maximilian Müller | Do, 16. Juni 2022 - 23:12

Dazu möchte ich nur sagen, dass ich bereits seit Monaten schreibe, dass 'Welt' nach links gerutscht ist. Das konnte man bis gestern an jedem einzelnen Beitrag sehen.

Das gerade heute das erste mal seit Wochen konservative Themen auf Welt erscheinen, die diese Bezeichnung auch verdienen, ist ganz sicher kein Zufall. Man fürchtet wohl, dass einige Leser etwas genauer hinschauen.

Also ja, es war als empathischer Mensch schon lange zu erkennen, dass 'Welt' die Richtung geändert hat. Bei Bild war das bereits zwei Tage nach Reichelts Weggang so.

Markus Michaelis | Fr, 17. Juni 2022 - 04:05

Ulf Poschardt hatte sich auch distanziert, getriggert duch einen Kollegen bei der Welt, der sich persönlich stark betroffen zeigte.

Es geht weniger um Biologie als um Normen in der Gesellschaft, da niemand sich ohne Schaden gegen die Normen stellen kann - und die Normen ändern sich immer und gerade mal wieder stärker. Döpfner muss sich natürlich zuerst um die wirtschaftliche Basis von Springer kümmern. Ein wichtiger Punkt war dabei wahscheinlich die zu starke Kritik am ÖR - damit hat man zuviele gesellschaftkiche Kräfte und Bürger gegen sich und das kann Springer nicht riskieren. Wo hier wie große Bruchlinien durch die Gesellschaft verlaufen ist aber nicht so klar - eine ganz klare Mehrheitsnorm, die etwa Döpfner, Lehmann und der ÖR vertreten, scheint es im Moment auch nicht zu geben.

Armin Latell | Fr, 17. Juni 2022 - 10:15

hat eine Fehlfunktion und das, was er eigentlich verhindern soll, verursacht: nämlich einen Herzinfarkt. Der Patient liegt nur noch im Wachkoma.

Konstantin von Buttlar | Fr, 17. Juni 2022 - 11:54

...der Herr Reichelt ist soooo froh, gegangen geworden zu sein.
Medien, die es auf den Punkt bringen, sich was trauen und gegen die gewollte politische Richtung
schreiben, gibt es die überhaupt noch?
Ist die Presse überhaupt noch unabhängig?
Wo kann ich mich noch seriös informieren?
Teilweise in der ausländischen Presse.

Sabine Lehmann | Fr, 17. Juni 2022 - 16:57

Tja, der gute Herr Döpfner hatte viel Gegenwind die letzten zwei Jahre. Jetzt ist er halt umgefallen, um seinen A..... zu retten, so sieht´s aus. Damit er schön auf Linie bleibt, hat Merkels "Busenfreundin" Friede Springer dem guten Döpfner letztes Jahr schlappe 73 Millionen Euro Anteile geschenkt. Selbstverständlich an der Steuer vorbei. Wo kämen wir denn dahin, wenn solche Leute Steuern zahlen müssten? Der Laden muss doch laufen.
Tja, die Affäre Reichelt u. die Anzeige wegen seiner Doktorarbeit (Plagiate etc.) haben die Sache halt auch nicht besser gemacht. Da haben die woken deutschen Minderheitskräfte ordentlich Rückenwind bekommen. Jan Böhmermann, Stukrad-Barre & Co. und Merkel & Friends haben viele Gefolgsleute an den Schaltstellen der Macht, in der Politik, der Administration, und vor allem im deutschen ÖR. Der deutsche öffentliche Rundfunk zählt mit seinen beiden Anstalten zu den mächtigsten Medienhäusern der Welt. Wer kann dazu schon nein sagen?
Was wohl Stefan Aust dazu sagt?

Christoph Wirtz | Fr, 17. Juni 2022 - 18:38

"Er klammerte sich dabei ebenfalls an dem Unfug fest, der Ausgangstext hätte die Existenz von Trans- und Intersexuellen bestritten."

Das ist kein Unfug, dieser Begriff ist verniedlichend. Dass diese Leute den Unterschied zwischen dem, was gesagt wurde, und dem, was sie behaupten dass es gesagt wurde, nicht verstehen, kann mir niemand erzählen.

Das ist eine mittlerweile im politischen Meinungskampf häufig eingesetzte Strategie, die Äußerungen des Kontrahenten so "misszuverstehen", dass sich daraus Nutzen ziehen lässt, ein noch schlagkräftiger Gegenangriff, und ein wirkungsvollerer Vorwurf konstruieren lässt.

Fritz Elvers | Fr, 17. Juni 2022 - 19:58

wie die Stimmung im Land wohl wäre, wenn wir wieder in einem Krieg verwickelt wären. Etwa so, wie während der Kuba-Krise, verängstigt. ungl