Neue Lehrkräfte mit der Lupe suchen? Bildungsministerin Bettina Stark-Watzinger / dpa

Reform der Lehrerausbildung - Schafft den Beamtenstatus ab!

Deutschlands Bildungssystem ist marode. Statt Lehrer mit noch mehr Geld zuzuschütten, wie die Bundesbildungsministerin vorschlägt, sollte der Lehrberuf für Anwärter ohne Abitur geöffnet und der Beamtenstatus durch Leistungsanreize ersetzt werden.

Autoreninfo

Gideon Böss ist Roman- und Sachbuchautor und hat unter anderem über Religionen in Deutschland und Glücksversprechen im Kapitalismus geschrieben.

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Das deutsche Bildungssystem ist mit einem schwerreichen Fußballverein zu vergleichen, der trotz eines sündhaft teuren Kaders immer nur im unteren Mittelfeld landet. Zwar bezahlt kaum ein Land seinen Lehrern mehr Geld, doch spiegelt sich das in keiner Weise im Zustand des Bildungssystems wider. Deutschland fällt immer weiter zurück und verliert die Spitzengruppe aus den Augen. Für ein Land, dessen Wohlstand nicht in natürlichen Ressourcen gründet, sondern in der Leistungsfähigkeit seiner Bürger, ist das eine alarmierende Entwicklung.  

Auch deswegen hat Bildungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) nun laut über Reformen nachgedacht. Leider bewegt sie sich dabei innerhalb der Denkweise, die Deutschlands Bildungsabstieg erst möglich gemacht hat. Sie will das Problem unter anderem dadurch angehen, dass engagierte Lehrer mehr Geld bekommen sollen. War Geld aber bisher wirklich das Problem gewesen?

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Ingo Frank | Mo., 3. April 2023 - 17:06

der aus einer Zeit kommt, als „Beamte“ ohne wenn und aber im „Reich“ eingesetzt / versetzt werden Konnten. Und heute sitzt ein Beamter unkündbar, wenn er nicht gerade das Tafelsilber stiehlt, mit fantastischen Rentenbezügen sein ganzes Leben unmotiviert in seinem Sessel.
Ein Lehrer z.B. kann auf Jahre z. B.seinen Urlaub planen. I.ü. berichtete die Thüringer Allgemeine vor einigen Wochen, dass es in Thüringen kein Lehrerproblem gibt, sondern das ehr die Lehrer zu wenig arbeiten ……
Aber es ist in Mode gekommen weniger zu arbeiten, wenn ein Großteil der vor allem Jüngere AN die 4 Tage Woche mit vollem LA anstrebt. Und da soll sich die Politik und die Medien und nicht zuletzt die AG sich bezüglich des „Fachkräftemangels“ sich nicht gegenseitig in die Tasche lügen.
In einem gebe ich Denen Recht, das Niveau
der Fachkräfte sinkt, & das Jahrzehnte lang. Warum? Weil die rot grünen Bildungsexperte
das Leistungsprinzip und die Motivation ad Akta gelegt haben.
Mit f G aus der Erfurter Republik

Wilhelm Herbst | Mo., 3. April 2023 - 17:11

Einfach gestrickter Text mit einer Gleichung, die lautet: Schlecht angesehener Beamtenstatus weg + Ausbildungsberuf statt akademische Lehrerbildung = mehr Lehrer.
Andere Probleme und Ursachen werden nicht genannt. Es gibt weniger junge Menschen. In vielen Ausbildungsberufen wird ebenfalls händeringend nach Nachwuchs gesucht. Des Weiteren wird der Lehrerberuf überfrachtet mit Erwartungen, die früher hauptsächlich dem Elternhaus oblagen. Die vermehrt auftauchenden Verhaltensauffälligkeiten, die ein Spiegel gesellschaftliche Entwicklungen sind, werden in keiner Weise genannt. im übrigen schützt der Beamtenstatus den Staat und die Kinder davor, dass Lehrer streiken. Natürlich gibt es auch zahlreiche Lehrer, die angestellt sind. Wenn jemand das möchte, kann er gerne als Angestellter im Lehrerberuf arbeiten. Ich frage mich, ob der Autor sich jemals ernsthaft mit einem Lehrer oder einer Lehrerin unterhalten hat. Da geschieht wird viel außerhalb des Klassenzimmers gearbeitet.

Naumanna | Mo., 3. April 2023 - 17:24

Der Autor hat offensichtlich keinen Schimmer vom Lehrerberuf.
Bei guter Bezahlung gibt es Lehrermangel, das ist richtig. Allerdings wird das immer so sein. Schauen Sie sich an, wie viele Lehrer ein Land braucht. Es handelt sich um die mit Abstand größte Berufsgruppe. Naiv ist die Vorstellung, besonders gute Lehrer besser zu bezahlen. Wie soll man diese Qualität bitte schön messen? Jeder, der auch nur die leiseste Ahnung von diesem Beruf hat, weiß, dass das nicht möglich ist. Und ja, Lehrer sollten unbedingt einen Universitätsabschluss haben, damit sie wissen wovon sie reden, wenn sie ein Fach unterrichten.
Die vom Autor vorgeschlagenen Änderungen würden mitnichten zu einem größeren Angebot von Lehrern führen, sondern es würden noch weniger Menschen diesen Beruf ergreifen, wenn sie befürchten müssten, neben allen anderen Schwierigkeiten auch noch laufend kontrolliert zu werden. Vom wem übrigens bitte? Vom Autor?
Ich würde das völlig überflüssige Referendariat abschaffen.

Fritz Elvers | Mo., 3. April 2023 - 18:17

wozu braucht ein Lehrer Abitur?

Ok, für min. 3 Urlaube/a ist es vielleicht hilfreich, eine Fremdsprache zu kennen, aber es gibt auch Translator-Apps.

Günter Johannsen | Mo., 3. April 2023 - 18:28

gehört überhaupt abgeschafft, nicht nur bei Lehrern und Lehrerinnen!
Wenn alle in die Rentenkassen einzahlen, wird es den Rentenkassen wieder besser gehen und den Rentnern kann dann auch ein angemessener Inflationsausgleich gezahlt werden. 3,4 % sind absolut lächerlich angesichts der allseitigen Verteuerung. Die heutigen Rentner haben Deutschland aufgebaut. Das sollten die Jungen Besserwissenden nicht vergessen! Ohne die heutigen Rentner wären sie nichts!

Günter Johannsen | Di., 4. April 2023 - 11:07

Antwort auf von Günter Johannsen

Es sind 4,3 % Erhöhung, aber trotzdem kein Ausgleich für diese von Politikern provozierte Inflation!

Gerhard Lenz | Mo., 3. April 2023 - 18:56

und - was für ein alter Hut - mehr Markt soll es richten. Dass solche Gedanken aus Richtung FDP kommen, verwundert nicht: Dort hält man Marktgeschehen für eine Art gottgewollten Mechanismus, der, wenn es nach den Wirtschaftsliberalen ginge, vermutlich jeden unserer Lebensbereiche durchdringen sollte. Das merkt man ganz besonders in der Bildungspolitik, wo die FDP doch tatsächlich den Grundsatz vertritt, die Sortierung von 10-Jährigen wäre eine Art von gesundem Wettbewerb unter Schulkindern - bei dem ganz natürlich jedes - 10jährige - Kind auf der Schule landen würde, die es "verdiene" - polittauglicher ausgedrückt, die seinen Fähigkeiten entspräche.

Die FDP hatte das Bildungsministerium in NRW inne und hat dort nur Chaos veurrsacht.

Wenn in den Schulen vieles nicht läuft, liegt das an antiquierter Schulorganisation, fehlenden Mitteln, mit deutschtümelnd-weltfremden Inhalten überfrachtete Gymansiumlehrpläne - aber nicht an den Lehrern.
Die zu "bestrafen", setzt am falschen Ende an.

Vergessen Sie die Erinnerung an die eigene Schulzeit. Der Lehrerberuf heute ist kurzweilig, interessant und man ist nah an den Schülerinnen und Schülern. Aber so ganz mit links im Halbschlaf ist das nicht zu machen. Besuchen Sie gerne mal eine aktuelle Schulklasse für 45 min oder einen Tag. Ihre Einschätzung wird sich sehr wahrscheinlich ändern.

der Lehrer und Lehrerinnen sehr, aber ich denke, für so manche/n Schulpädagogen/in wäre es eine Befreiung, nicht ständig die Ideologie des Staates verbreiten zu müssen (vor allem wenn er/sie eine andere Meinung hat)!

In dem der Berufsanfänger als erstes eine Rechtsschutzversicherung gegen eventuelle Klagen von Eltern abschließen muss bzw. Ihr die sehr empfohlen wird ist was falsch im buntländischen Bildungssystem.
Und wenn erzählt wird, das an einer Schule im Osten 10 verschiedene Nationalitäten unterrichtet werden und von einem Vater gegenüber einem Lehrer „Rassismus“ vorgeworfen wird, wegen der schlechten Leistung seines Sohnes, macht die Rechtsschutzversicherung Sinn.
Im übrigen sind 6 Lehrer* innen in meinem unmittelbaren Bekannten und Verwantenkreis. Von der Studierenden bis zum Lehrer i.R. Meine 95 jährige Mutter war i.ü. auch etwa 40 Jahre im Dienst allerdings in einer Zeit wo Leistung
gefordert wurde. Und nah dran …..waren unsere Lehrer ebenfalls…. in dem „Eltenbesuche“ in Mode & für Lehrer Pflicht waren. Nix neues im buntländischen Bildungssystem.
Mit freundlichen Grüßen aus der Erfurter Republik

Lehrer haben es wirklich verdient
a.) gut zu verdienen
b) den entschiedenen Schutz vor Angriffen und Erpressung von Clans
und muslimischen Zuwanderern zu bekommen!
Leider passiert in unserem Land genau das Gegenteil: wer muslimische Migrantenkinder nicht gut benotet (obwohl sie z.T. grottenschlecht sind), wird verfolgt ... von den Eltern, sowie Behörden.
Beispiele habe ich auch in meinem Freundeskreis. Die wollen nicht mehr Lehrer spielen, weil es kaum noch zu ertragen ist. Genau DA muss sich gründlich was ändern! Lehrer benötigen den Schutz und Zuspruch der Schulbehörden, nicht linX-ideologische Bevormundung!

Die Lehrer werden doch nicht bestraft ... Sie werden befreit aus dem Beamten-Gefängnis, immer dem Staat nach dem Munde reden zu müssen!
Auch mittlere Staatsbeamte erliegen dem Beamten-Diktat. Auch deshalb wird unsere Gesellschaft immer mehr nach LinX-Außen abdriften, denn in den politischen, juristischen, journalistischen Schlüsselpositionen sitzen die früheren Genossen und APO-Jünger, die sich in den 68/70ern den "Marsch durch die Institutionen" geschworen hatten. Denen kommt das Beamtentum nun erst recht entgegen, deshalb schreien sie am lautesten!
Das Beamtentum ist überholt und gehört jetzt abgeschafft. Merkwürdig: die LinXen sind doch sonst immer dafür, alles Alte und Überholte abzuschaffen ... Nachtigall, ik hör´dir trapsen!

Wolfgang Schneider | Mo., 3. April 2023 - 20:16

Boah ey, da hat der Herr Böss aber mal einen raus gehauen! Dafür dass er sich als Sachbuchautor outet, wimmelt sein Artikel von Unwahrheiten, Unklarheiten und Vorurteilen, die eine sachliche Erörterung unmöglich machen. Es ist erstaunlich, dass ein solcher Artikel hier erscheint. Wenn nicht eine orthographische Abweichung in seinem Nachnamen wäre, möchte ich sagen: nomen est omen!

Christian G. | Mo., 3. April 2023 - 21:52

Die Forderung nach der Abschaffung des Beamtenstatus entbehrt nicht einer gewissen Logik. Zuerst einmal ist es eine Konstante der deutschen Bildungsdiskussion, über eine Strukturdebatte breit angelegte Bildungserfolge herbeizusehnen. In den letzten zwanzig Jahren wurden die Schulen gefühlt einer Dauerreform unterzogen, die viel Unruhe bei Eltern, Lehrer- und Schülerschaft gestiftet hat, da häufig der zweite Schritt vor den ersten gesetzt wurde. Dabei wurde auch der Beamtenstatus der Lehrerschaft entkernt, insofern man das auch international hochgeachtete Staatsexamen abgeschafft hat. Dies führte dazu, dass die Lehrerausbildung an den Universitäten uneinheitlicher wurde und auch finanziell ins Hintertreffen geriet. Zusammen mit dem Wegfall des Urlaubsgeldes, dem des dreizehnten Monatsgehalts und allgemein erschwerter Arbeitsbedingungen wurde eine Situation geschaffen, in der sich nur noch wenige der guten bis sehr guten Schüler für den Lehrerberuf entscheiden.

Ernst-Günther Konrad | Di., 4. April 2023 - 07:36

Wenn wir schon das Lernniveau herunter regeln, dann auch das Ausbildungswissen der Lehrer gleich mit. Ja, man kann darüber reden, ob Lehrer verbeamtet sein müssen, wenn Ihnen bei Tarifverträgen auch in den Ferien ihr Lohn weiter gezahlt wird. Aber sie wollen aus dem Lehrerberuf einen Facharbeiter machen, von denen in D in allen anderen Lebensbereichen Tausende fehlen. Ja, es stimmt, es gibt auch faule Lehrer, wie es in jedem Beruf "Faule" gibt. Diese ggfls. besser zu motivieren und deren Hintergründe zur Leistungsverweigerung zu befragen wäre mal sinnvoll. Überbürokratisierung, ständig wechselnde ministerielle Vorgaben zum Lernstoff, Stundenanzahl, Schwerpunkte, Verwaltungsaufgaben usw. können auch zur inneren Kündigung führen. Neben fehlender Akzeptanz bestimmter Schülergruppen, der Forderungen der Eltern und Angst vor immer gewalttätig werdenden Schülern. Ja, senken Sie da Niveau der Lehrer ab, dann fällt die Niveauabsenkung bei den Schülern und Politikern nicht mehr auf.

Norbert Heyer | Di., 4. April 2023 - 08:36

Schröder bezeichnete Lehrer als „faule Säcke“, der Volksmund sagt „Lehrer haben vormittags recht und nachmittags frei“. Ich wurde mit 50 Jahren arbeitslos, war bis dahin Handlungsbevollmächtigter, Bilanzbuchhalter und Ausbilder in meiner Firma. Das Arbeitsamt wollte mich als Lehrer für Praxiswissen in Umschulungsmaßnahmen einsetzen, was ich auch gerne gemacht hätte. Es scheiterte daran, dass ich kein Abitur habe. Man bot mir an, dieses innerhalb von 2 Jahren nachzuholen und dann -vielleicht- einzustellen. Ich sollte ursprünglich Praxiswissen und reale Abläufe vermitteln, was ich auch schon über 34 Jahre praktiziert hatte. Warum dann noch das Abitur nachholen, was für meine „Lehrtätigkeit“ keinerlei zusätzlichen Nutzen gebracht hätte? Solange diese Praxis nicht geändert wird, kann es keine Wende geben. Worunter das Leistungsniveau zusätzlich leidet, wird - und darf - überhaupt nicht diskutiert werden. Bildung ist aber der wichtigste Baustein für den weiteren Wohlstand unseres Landes.

L.W. | Di., 4. April 2023 - 10:07

Ich kann absolut nicht nachvollziehen, wie man Lehrer ohne Studium zu Schülern lassen kann. In meiner Uni wurde auf das "Argument" von Lehrämtlern "das brauchen wir in der Schule ohnehin nicht" zu Recht entgegnet, dass der Lehrer den Schülern nicht nur einfach zwei Lektionen voraus sein soll, sondern vertiefteres Wissen mitbringen muss – falls er etwas gefragt wird, was nicht im Schulbuch steht, und um einen fundierten Hintergrund zu haben. Ich selbst habe die alten Lehrer als halbe Wissenschaftler und gekonnte Pädagogen erlebt, die jungen mussten selbst bei Jahreszahlen schon nachschlagen.
Dass es für die Kinder nicht gut ist, wenn man jeden Erzieher werden lässt, zeigt sich im Kindergarten oder in der Grundschule. Wenig gebildete Quereinsteiger oder im Schnellkurs geschulte Mütter sprechen oft kein Schriftdeutsch und sagen "hä?", wenn Kinder mehr wissen als sie selbst. Auch erziehen sie eher nach dem Motto "bei meinem Kind war das richtig" und nicht nach Grundsätzen der Pädagogik.

Wolfgang Brennenstuhl | Di., 4. April 2023 - 15:50

Wenn ich so etwas lese, verliere ich die Contenance.
84000 € p. A.,? DAS verdienen unsere Abgeordneten und weit darüber hinaus. Ansonsten (in NRW) ein OStD in Dienstalterstufe 9, (von 12) an einem Gymnasium oder einem kfm. Berufskolleg mit z. B. 128 Kollegen*innen und ca. 2600 Schüler *innen.
So, so, Oberstufenschüler*innen werden jetzt demnächst von einem weitergebildeten Realschüler *in in Mathe, Chemie, Französisch etc. unterrichtet, angehende Industriekaufleute (Berufsschule/Berufskolleg) in Rechnungswesen, BWL, VWL ( tw. Niveau Grundstudium Bachelor) unterrichtet?
Ich fasse es nicht, böser Herr Böss. Ist das gnadenlose Unkenntnis oder ein bewusstes, bös(s) artiges Framing? Unglaublich, wie Herr H. aus dem Ministerium.

Nachtrag für Herrn Böss:
Herr Böss, im Eifer des Gefechts habe ich vergessen zu erwähnen : Ein OStD (Oberstudiendirektor) ist der Schulleiter eines Gymnasiums oder eines BERUFSKOLLEGS. Mit A16 die höchste Besoldungsstufe in A.
Arbeitsumfang: Leitung eines mittelständischen Unternehmens. Besoldung dafür mickrig. Deshalb sind diese Leitungspositionen kaum noch zu besetzen. Schulleiter werden in NRW, wie in anderen Bundesländern auch, händeringend gesucht.

Nachtrag für Herrn Böss:
Herr Böss, im Eifer des Gefechts habe ich vergessen zu erwähnen : Ein OStD (Oberstudiendirektor) ist der Schulleiter eines Gymnasiums oder eines BERUFSKOLLEGS. Mit A16 die höchste Besoldungsstufe in A.
Arbeitsumfang: Leitung eines mittelständischen Unternehmens. Besoldung dafür mickrig. Deshalb sind diese Leitungspositionen kaum noch zu besetzen. Schulleiter werden in NRW, wie in anderen Bundesländern auch, händeringend gesucht.

Corinna D. | Mi., 5. April 2023 - 05:32

Nein, er sollte beibehalten werden.
Ich möchte kein Lehrer sein, auch kein gut bezahlter. Ärgern sie sich mal mit einem Haufen aufsässiger Schüler rum, erinnern sie sich an ihre eigene Schulzeit, zudem heutzutage noch Inklussion, ich gehe davon aus, dass die Klassen mitnichten kleiner geworden sind und dann hat man auch noch einen erwachsenen „Beisitzer“ im Raum, sozusagen als ungebetenen „Supervisor“. - Besten Dank!
Die Migrationsproblematik ist auch im Klassenzimmer angekommen, nichts, was mich an diesem Beruf reizt. Genervte Eltern, das Kind, was es doch schaffen muss, verhandeln über Fehler und Zensuren, aber bitte alles schön korrekt und beherrscht.
Und klingt da nicht etwa Besitzstandsneid durch?? Mögen sie Beamte sein, der Beruf ist häßlich genug, und irgendwo brauchen sie - meiner Meinung nach - im stillen Kämmerlein dann endlich auch mal Ruhe und Sicherheit, als Beamte, und selbst dann können sie aus dem Dienst entlassen werden (Disziplinarverfahren).