Spielerinnen der DFB-Elf nach dem Spiel gegen Südkorea / dpa

Nach WM-Aus der Frauen - Frühere Liga-Chefin Hopfen: Deutscher Fußball ist abgehängt

Die frühere Liga-Chefin Donata Hopfen sieht im WM-Debakel der deutschen Fußballerinnen den Beweis für ein größeres Problem. Die Nationalelf der Damen verpasste durch ein Remis gegen Südkorea am Donnerstag den Einzug ins Achtelfinale.

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„Der deutsche Fußball ist abgehängt und braucht dringend Veränderung - neue Ideen, Offenheit für moderne Impulse und Angänge. Und trotzdem ist das Gefühl, dass es weiter so gehen wird wie bisher“, schrieb die ehemalige Geschäftsführerin der Deutschen Fußball Liga im sozialen Netzwerk LinkedIn. Das DFB-Team war bei der Weltmeisterschaft in Australien und Neuseeland erstmals bereits in der Vorrunde ausgeschieden.

„Hoffentlich wachen die Verantwortlichen in Fussballdeutschland vor der EM 2024 im eignen Land auf, sonst wird aus dem erhofften Sommermärchen ein Sommergrusel“, mahnte Hopfen in ihrem Beitrag mit Blick auf die kommende Männer-Europameisterschaft in Deutschland. Die Auswahl von Bundestrainer Hansi Flick war im vergangenen Jahr bei der WM in Katar ebenfalls bereits in der Gruppenphase gescheitert. Auch die U21 des DFB musste bei der EM in diesem Jahr die Heimreise nach der Vorrunde antreten.

Donata Hopfen hatte den Spitzenposten bei der DFL Ende 2022 nach nur einem Jahr wieder räumen müssen. Grund dafür waren nach Angaben des Ligaverbands unterschiedliche Vorstellungen über die weitere strategische Ausrichtung der Gesellschaft.

Quelle: dpa
 

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Ingo Frank | Fr., 4. August 2023 - 09:29

Und das gilt auch umgekehrt. ……ein weiter so, wird angestrebt ….. nur ……. est formiert sich langsam aber stetig eine gegenpolige Partei und das ist gut für unsere verloren geglaubte Demokratie. Ob dies allerdings im Fußball so funktioniert, ist mehr als fraglich …. egal ob im Damen oder Herrenbereich.
Mit freundlichen Grüßen aus der Erfurter Republik

Tomas Poth | Fr., 4. August 2023 - 11:55

Naja, der Wille es schaffen zu wollen kann den Mädels nicht abgesprochen werden. Die Einsatzbereitschaft war hoch, es fehlte auch das nötige Glück in einzelnen Situationen.
Was man allerdings beiden Nationalmannschaften attestieren muß, es fehlt die "Intelligenz" sich auf unterschiedliche Gegner und deren Spielweise so einzustellen, daß am Ende doch der Sieg dabei heraus springt.
Das ist auch eine Frage der Führung der Mannschaft von der Trainerbank aus und auf dem Spielfeld.

Die EM in Deutschland im nächsten Jahr wird wohl leider nicht zum Wendepunkt werden, dazu gibt es zu viele Baustellen hinsichtlich technische Einzelqualitäten der Spieler und Führungseigenschaften auf dem Spielfeld.
Es gibt zu viele "Talente" statt stetig durchschlagende Leistungsträger, egal wie die Lage auf dem Spielfeld ist.

Hanno Woitek | Fr., 4. August 2023 - 12:51

Man braucht doch nur in die 1. und 2. Bundesliegen sowohl der Männer als auch der Frauen zu schauen. Wo sind dort Deutsche Ausnahmeerscheinungen, die sowohl technisch als auch von der Persönlichkeit her ein Spiel gestalten können und Verantwortung
übernehmen? Irgendwo ein Beckenbauer, Netzer, Overath oder Maggart? Oder Seiler oder Helft? Nix nur Mittelmaß, keiner ist irgendwie international gefragt. Und in den Vereinsmannschaften dominieren die Ausländer... . Und bei unserer albernen Kinderpädagogik, alle sollen lieb, konfliktfrei und angepasst sein. Haut in der Kita mal einer zu, läuft Mami gleich zur Polizei und der „Gewalttäter“ soll sofort zum Psychoterapeuten. Aber als 2 Jährige Helm auf im lastenfahrrad oder schon dem Kleist-Tretroller. Und Mami und Papi sind erstaunt, dass ihr2 Jährigen schon laufen können und reden...? Falls Mami mal das handy vom Ohr nimmt.
Wird nix mehr mit unserem Fussball.