Heute ist She-Ra vor allem den Millennials ein Begriff, die sich nostalgisch an ihre Kindheit zurückerinnern / Screenshot Youtube

Gendergerechte Neuverfilmungen - Bei der Ehre von LGBTQ!

Die Superhelden unserer Kindheit sind wandelnde Geschlechterklischees, Muskelprotze und Prinzessinnen mit riesiger Oberweite. Aber braucht es deswegen feministische Neuverfilmungen? Besser wären neue Helden.

Autoreninfo

Judith Sevinç Basad ist Journalistin und lebt in Berlin. Sie studierte Philosophie und Germanistik und volontierte im Feuilleton der NZZ. Als freie Autorin schrieb sie u.a. für FAZ, NZZ und Welt. Sie bloggt mit dem Autoren-Kollektiv „Salonkolumnisten“. 

So erreichen Sie Judith Sevinç Basad:

„Bei der Ehre von Grayskull!“ ist ein Satz, der bei meinem sechsjährigen Ich regelmäßig Herzklopfen auslöste. Denn das bedeutete nicht nur, dass ich nach der Schule vor dem Röhrenfernseher sitzen und Zeichentrickserien auf Tele 5 gucken konnte. Die Prinzessin Adora stand auch kurz davor, sich in She-Ra zu verwandeln: Eine Sci-Fi-Superheldin, die auf einem fremden Planeten mit einem diamantbesetzten Schwert und einem fliegenden Einhorn gegen die Herrschaft des Tyrann Hordak kämpft.

Zugegeben, She-Ra besteht hauptsächlich aus 80er-Jahre-Kitsch: Prinzessinnen mit wallenden Haaren, riesiger Oberweite, Wespentaille, kurzen Röcke, hautengen Ganzkörperanzügen und hochhackigen Stiefeln. Dazu möglichst viel Gold, Edelsteine und Blitze. Und dieser Kitsch war auch die einzige Qualität der Serie. 

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Holger Jürges | So., 23. August 2020 - 11:21

Zitat: "Aber wie kann es sein, dass man einen an sich feministische Stoff noch feministischer machen will, indem man die Superheldin durch einen Mann austauscht?"
Wenn übereifrige Rechthaberei neue Ufer erschließen möchte, kommt´s zuweilen zu bizarren gedanklichen Verrenkungen. - Das Ergebnis wird sein, dass sich selbst Anhänger dieser verqueren Denkweisen irritiert abwenden werden.

Zitat: "Das Ergebnis: Sie wurde von der Community mit so viel Nachdruck als „transphob“ beschimpft,"

Der ubiquitär Empörungseifer gleitet mehr und mehr ab ins unfreiwillig Komische und spiegelt sich gleichzeitig in seinen widersprüchlichen Borniertheiten. - Das wäre alles ja zum Lachen, wenn solcherlei Absolutheitsansprüche nicht einem gefährlichen Fanatismus entspringen würden, der Existenzen gefährdet und in der Lage ist, der Vernunft eine Delle zu schlagen.

Nun, ein Kind urteilt nicht – es lebt und liebt; insofern wird der Einfluss des neuen Zeitgeistes der Animationsindustrie eher gering sein.

Ernst-Günther Konrad | So., 23. August 2020 - 11:29

Was es nicht alles gibt oder geben soll. So sieht also inzwischen die Phantasiewelt unserer Kinder/Enkel aus? Es sollen sogar äußerlich erwachsen aussehende Menschen sich in dieser Welt verlieren.
Ich hoffe liebe Frau Bassad, sie haben sich nicht gedanklich verletzt bei dem Thema? Sie könnten durchaus aufgrund der Gefahr, geistig und emotional Schaden genommen zu haben, etwas mehr bezahlen lassen für diesen informativen Artikel. Quasi als Gefahrenzulage. Ach was. Sie sind hart im Nehmen, denke ich mal.
Die LGBTQ-Community, auch sie bewegt sich schnell und haltlos im Hamsterrad ihrer wirren Ideologie und ich bin mal gespannt, welches Geschlecht die künftigen "Helden" haben werden. Vermute mal keines mehr. Wahrscheinlich werden wir durch KI - Maschinen gezeugt werden, via eingefrorenen, ehm. menschlichen Bestandteilen zum Supermenschen" kreiert und zusammengebaut. Vielleicht wird es bald Geschichten geben, die wie folgt anfangen: " Es gab eine Zeit, da lebten Frauen und Männer ..

Werter Herr Konrad, diese "wirre Ideologie", wie sie zutreffend schreiben, zeugt von Verfall und Borniertheit: Sich mehr und mehr zu entfernen, von Natur und Wahrhaftigkeit, heisst für mich, dem Niedergang menschlicher Vernunft Vorschub zu leisten: Und die Vernunft ist es doch - neben der Freiheit - die ein wertvolles Leben ausmachen sollte...

die Gemeinschaft der Menschen mit anderer sexueller Orientierung, musste lange für ihre Rechte kämpfen.

Denn letztlich ist es nur das, was diese Menschen wollen - genauso leben wie alle Heteros, und nicht als Menschen zweiter Klasse. Dass ihre Selbstdarstellung, ihr Auftreten manchmal nervig und schräg ist, will ich gar nicht beschreiten. Aber das ändert ja nichts an der Berechtigung ihres Anliegens, schon gar nicht verdient es, als "wirre" Ideologie bezeichnet zu werden.

Das ist für manche Zeitgenossen, für die die Menschheit aus Papa, und mit ordentlich Abstand dahinter, Mama und Kind besteht, schwer zu akzeptieren.

Ich besitze alle Asterix-Hefte, auch die Sonderausgaben.
Bekanntlich war ja früher (angeblich) alles besser, bei Asterix trifft das jedoch zu.
Diese tollen Sprüche und Bilder mit so vielem verstecktem Humor und diese Namen!
Einer meiner Lieblingssprüche: "Sie sind alle so dumm und ich bin ihr Chef!"
Der Zenturio des Römerlagers Kleinbonum.

Meines Wissens taucht in keinem der Hefte eine wie auch immer geartete LGBTQ-Person auf - und das ist heut zu Tage nicht gut; q.e.d.
Asterix ist folglich rassistisch, Gender- und alles-Mögliche-verachtend!
Wer solches Teufelszeug besitzt kann nur ein ewig Gestriger sein!

Ich las soeben, dass man jetzt an Jim Knopf und seinen Abenteuern Anstoß nimmt.
Frisch ans Werk ihr Jakobiner reloaded.

Eine She-Ra sagt mir gar nichts, ich kenne Pipi Langstrumpf, die Gebr. Grimm u Lars Eisbär.

LGBTQ?
Bitte, danke, gerne!
Das ist jedoch kein must-have!

Ein Mensch ist ein Mensch, jeder auf seine Art.
Wären ALLE GLEICH, wäre das doch nur langweilig, oder?

" Die spinnen, die Römer." Warum gerade dieser? Nun, man kann anstatt Römer x-beliebige einsetzen , trifft's immer. Als Asterix-Fan will ich gerne ewig gestrig bleiben.
Was die politischen Verhältnisse angeht, verweise ich gerne auf diesen Asterix-Spruch:
Manchmal komme ich mir vor, wie in einem Asterix-Comic. Umzingelt von den Kollegen Denktnix, Machtnix, Weisnix und Kannnix... Und das schlimmste ist, ich gehöre auch bald dazu als Erklärnix, weil das Bringtnix.
Videlleicht würde mancher Politiker doch mal am Zaubertrank naschen, nicht wegen der Körperkrfte, sondern er soll auch den Geist mehren.
Alles Gute für Sie.
Welche Rolle würde Merkel in einem Asterix einnehmen. Preisfrage an alle.

Eigentlich soll doch jeder leben wie er mag aber man hat immer das Gefühl die Community will das LGPTQ geradezu zum Ideal erklären.
Apropos Asterix lesen: Dann kennen Sie bestimmt auch Tullius Destructivus, der es schaffte durch geschickte Manipulation und Intrigen in jeder Gruppe Streit hervorzurufen. Manchmal denke ich in der Politik auch so eine Person zu kennen. Ob es jemand schafft die gespaltene Gesellschaft in Deutschland wieder zur Vernunft zu bringen, wie es bei den Galliern gelungen ist, ist fraglich.

Andreas Johanning | So., 23. August 2020 - 14:40

Ladybug und Cat Noir oder Mia and Me an. Da gibt es massenweise Wespentaillen, kurze Röcke und hochhackige Schuhe zu sehen. Das sind Serien aus den 2010er Jahren. Da hat sich nicht so viewl geändert. Neu ist nur, dass die Genderindustrie nun auch ein Auge auf die Kinderfilmserien wirft.