Büste des antiken Philosophen Sokrates
Seit der Antike sind Redefreiheit und Partizipation komplexe Themen. Auch heute muss man sie wieder abhandeln / picture alliance

Antwort auf Rechtsextremismus - Radikal Bürgerlich

Das Bürgertum und seine Parteien haben ihre Räume und Begriffe den Extremisten überlassen. Populisten sind das Ergebnis. Zeit für die Rückeroberung. Eine Rede

Autoreninfo

Frank A. Meyer ist Journalist und Kolumnist des Magazins Cicero. Er arbeitet seit vielen Jahren für den Ringier-Verlag und lebt in Berlin.

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Der Mensch braucht Räume, um zu leben: Lebensräume. Dazu zählt auch der nationale Raum, dem seit einiger Zeit das Absinken in die Bedeutungslosigkeit prophezeit wird – von denen, die ihre eigenen Rechtsräume, ihre eigenen Handlungsräume schaffen wollen: zur Steigerung ihrer Macht, ihres Profits – und die uns versprechen, dass diese rechtsfreien Räume dereinst Paradiese sein werden, auch für jeden Einzelnen von uns. 

Wie verächtlich wird inzwischen über die Nation hergezogen, dieses angesichts der Globalisierung angeblich so schwache Gebilde – auch angesichts der Globalisierung des Menschen selbst, der mit dem iPhone in der Hand doch flink über sein ganz persönliches Weltnetz zu gebieten glaubt. 

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Dorothee Sehrt-Irrek | Mo, 2. Oktober 2017 - 14:10

Die zivile Gesellschaft, die Nation und den Bereich der Identität, meistenteils historisch der der Herrschaft, des Bestimmenden und des Bestimmtseins?
Die zivile Gesellschaft wäre vor allem nativ und durch soziale Beziehungen geprägt, die Nation durch Selbstbestimmung, den politischen Raum?
Die Identität durch Vernunft, verhandeltes Sein, Transzendenz?
Diese Rede ist jedenfalls ein flammendes Plädoyer für den politischen Raum der Demokratie, welche unsere Identität darstellt?
Anders als Habermas? meine ich nun, dass man die demokratische Identität, also im besten Sinne unser Grundgesetz als Gelebtes weder vom Nativen, Sozialen noch vom politischen Raum selbstbestimmter also Subjekte abtrennen kann - ein Untertan oder Befehlsempfänger ist kein Subjekt, kein bürgerliches Ich.
Die Gottesvorstellung des Islam seit Mohammed kennt keine Selbstbestimmung, sondern Unterordnung zu Allah, heute rigide eingefordert.
Das Christentum zeigt den Menschen als von Gott Geliebten und so Liebenden

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