AfD - Maske verrutscht

Der schändliche politische Aschermittwoch der AfD ist fast eine Woche her, doch eine wirkliche Distanzierung der Parteiführung ist ausgeblieben. Für Alice Weidel und Alexander Gauland gehören die rassistischen Auslassungen von André Poggenburg offenbar dazu. So wird die AfD zu einer NPD im Tweedjackett

André Poggenburg
Rechtsaußen der AfD: André Poggenburg / picture alliance

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Christoph Schwennicke ist Chefredakteur des Magazins Cicero.

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Fast eine Woche ist das jetzt her. Passiert ist nichts. Oder fast nichts. Eine Rüge des Parteivorstandes. Das war‘s. Mehr ist der AfD nicht eingefallen zu André Poggenburgs Rede beim offiziellen politischen Aschermittwoch der Partei im sächsischen Pirna. 

Diese Stille ist sprechend. Sie spricht aus: In dieser Partei gibt es keinen Aufstand der Anständigen, wenn sich jemand wie Poggenburg als Funktionsträger (er ist Fraktionsvorsitzender im Landtag von Sachsen-Anhalt und Landesvorsitzender) bei der zentralen Veranstaltung mit einer ausländerfeindlichen, von Nazi-Anspielungen gespickten, rassistischen Rede ins Szene setzt. 

Mit dieser Rede hat Poggenburg und damit die AfD insgesamt den Boden dessen verlassen, was man früher einmal die freiheitlich-demokratische Grundordnung nannte. Mit der Anrede „Kameraden“ hob er an, vor einem Saal prall gefüllt mit Patriotismus, wie er fortfuhr. In der Passage zu Martin Schulz dann die noch viel perfidere Widerlichkeit als die „Kümmelhändler“ und „Kameltreiber“ (gemeint waren türkischstämmige Mitbürger in Deutschland), die sich zurück in ihre „Lehmhütten“ scheren sollten, derentwegen die Rüge ausgesprochen wurde. „Jedem das ... (Kunstpause) ... was ihm gebührt“, rief Poggenburg dem gescheiterten SPD-Vorsitzenden hinterher und weckte dabei Assoziationen zu dem Ausspruch „Jedem das Seine“. Die Nationalsozialisten hatten über dem Eingang des Vernichtungslagers Buchenwalde ein Schild mit der Aufschrift angebracht. 

Gauland und Weidel wollen es so

Manche maskieren sich an Fasching, Karneval oder Fastnacht. Andere, wie die AfD, demaskieren sich zu diesem Anlass. Es sind nicht die einzelnen Teile, die die Fratze bilden. Sondern die Zusammenschau all dessen, was Poggenburg da zu einer Rede zusammengekleistert hat wie Pappmaché für einen Karnevalswagen. Wenn diese Rede, die sich jeder in Gänze anschauen kann, nicht mit einem allgemeinen Aufschrei der Empörung, nicht mit einem Parteiausschlussverfahren und einer Entschuldigung in die verschiedensten Richtungen quittiert wird, nimmt man nicht nur billigend in Kauf, dass sich das Braune zum Blauen gesellt. Wer einem Redner wie Poggenburg bei der offiziellen Veranstaltung die zentrale Rede zugesteht, der will das so. Anders gesagt: Parteichef Alexander Gauland und Fraktionschefin Alice Weidel wollen das offenbar so. Es gehört für sie mit ins Spektrum ihrer Partei. 

Nicht zuletzt aus den Reihen der AfD kommen nach islamistischen Terroranschlägen mit Recht immer wieder rhetorische Fragen, wo denn nun der Aufstand der anständigen Muslime bleibe gegen diese Massenmorde im Namen ihrer Religion. Und genau diesen Aufschrei bleibt die AfD, ihre Führung und ihre Basis, nun nach Poggenburgs rhetorischem Attentat von Pirna schuldig. 

Die dritte Mutation der AfD

Poggenburg ist kein Funktionär aus der Peripherie, sondern gehört zum Kern der Partei, die sein Tun weitgehend duldet. Es gibt dafür leider nur eine Erklärung: Die AfD ist in ihrer dritten Mutation nach der Lucke- und der Petry-Partei auf dem Weg, zu einer NPD im Tweedjackett zu werden. Für sie gibt es keinen rechten Rand, den sie nicht auch noch eingemeinden würde. Sie stimuliert diesen Rand, wie man bei Poggenburgs Auftritt sehen kann. Denn schlimmer noch als dessen Rede waren die Reaktionen im Saal. 

Die Ausrichtung der CDU in Richtung einer bürgerlichen SPD hat der AfD einen politischen Platz eingeräumt, den man auch mit einer bürgerlich konservativen-Position einnehmen könnte. Im Moment verfährt die Parteiführung offenbar nach einem einfachen mathematischen Prinzip: Zehn Prozent frustrierte Konservative plus fünf Prozent mehr oder weniger latente Neonazis, das macht 15 Prozent. Diese AfD-Führung wird nur verstehen, dass diese Rechnung nicht aufgeht, wenn ihnen die Erstgenannten einen Strich durch dieselbe machen. Und jeder Bürgerlich-Konservative in der AfD sollte sich intensiv mit dieser Frage beschäftigen. Die Drift der AfD 3.0 ist unverkennbar. 

Peter Lieser | Di, 20. Februar 2018 - 10:10

Was sie vorne an Steinchen aufbauen, werfen sie mit dem Gesäß ( altdeutsch+umgangssprachlich Arsch ) wieder um. Trotzdem kann ich ihnen nicht uneingeschränkt zustimmen Herr Schwennicke. Das mag im Osten so sein, hier in Hessen ist die AFD die alte CDU. Wenn ich gar nicht weiß was ich treiben soll, und "Sturm der Liebe" in der ARD wegen Olympia ausfällt, besuche ich politische Veranstaltungen. Bei der AFD geht's zu, wie auf der Mittelstandsvereinigung in der vor Vor-Merkel-Zeit. Ist so !

Das ganze Theater um einzelne Personen in der AfD wirkt für mich lächerlich,
denn es ist höchste Zeit, dass eine neue Partei in DE Fuß fasst und auf alte Werte
für die, die schon länger hier leben, hinarbeitet.
In diesem Zusammenhang möchte ich nur auf Joschka Fischer von den Grünen
hinweisen, welcher deutsche Politiker als A....loch bezeichnete, Steine auf Ordnungshüter warf und heute eine international geachtete Persönlichkeit darstellt.

Bettina Diehl | Di, 20. Februar 2018 - 12:45

In reply to by Karl Heinz Jennen

wenn ein linker Böhmermann einen Türken als Ziegenf....er bezeichnet, so galt dies als Satire. Es spielt keine Rolle, ob er Erdogan damit gemeint hat, es ist seine Assoziation von Türken/Orientalen, die machen sowas. Deutsche werden als Köterrasse und Kartoffeln bezeichnet. Ein Yüksel ersehnt das Aussterben der Deutschen - alles nicht schlimm. Kameltreiber ist da doch wirklich harmlos. Und ständig die Reflexe, überall "Braunes" zu sehen, nervt nur noch - bei aller Wertschätzung für Herrn Schwennicke. Türken zeigen mittlerweile überall und bei jeder Gelegenheit, wie sehr sie Deutsche verachten und das Land dominieren wollen. Überall nur noch Kopftücher, plärrende Kinderscharen im Supermarkt, wenn ich nach einem langen Arbeitstag noch spät einkaufen muss. Tiefergelegte BMWs und Mercedes rasen durch die 30er Zone. Rücksicht, Höflichkeit? Fehlanzeige. Lieber ein Unwort der AfD als die linken Schläger der Antifa oder Frau Roths Gesänge auf Deutschland.

Hallo, Frau Diehl-
Ich wollte etwas ähnliches schreiben. Bei der sogenannten "Fremdenfeindlichkeit" gibts immer drei Tage Sondersendungen mit Dauerempörung, während man sich zum Thema Deutschenfeindlichkeit und der in den entsprechenden Kreisen weit verbreiteteten Verachtung westlicher Kultur in den Medien gern ausschweigt. Dabei sind das ja zwei Seiten derselben Medaille.

„Deutsche werden als Köterrasse und Kartoffeln bezeichnet. Ein Yüksel ersehnt das Aussterben der Deutschen … die linken Schläger der Antifa oder Frau Roths Gesänge auf Deutschland.“ Ich sehe das in der Tat nicht als den "Untergang des Abendlandes“, auch wenn ich es widerwärtig finde. Es gehört zum legalen Streit in einer Demokratie. Und deshalb will und kann ich nicht mit zweierlei Maß messen und mich über die Unappetitlichkeiten der anderen politischen Seite echauffieren. Für mich zählt die Antwort auf die Frage: Wer steht auf der Seite von Freiheit, Demokratie und Herrschaft des Rechts? Und wer auf der Seite von Gängelung, politischer Bevormundung und Amtsträgerwillkür, aus welch vermeintlich edlen Motiven auch immer?

"Drittens möchte ich darauf aufmerksam machen, was Deniz Yücel vor wenigen Jahren mit Rückendeckung der TAZ über Thilo Sarrazin geschrieben hat, da dies doch ein Licht auf den Charakter wirft, für den sich viele so enorm eingesetzt haben, viel mehr als für alle anderen:

„Buchautor Thilo S., den man, und das nur in Klammern, auch dann eine lispelnde, stotternde, zuckende Menschenkarikatur nennen darf, wenn man weiß, dass dieser infolge eines Schlaganfalls derart verunstaltet wurde und dem man nur wünschen kann, der nächste Schlaganfall möge sein Werk gründlicher verrichten.“
http://www.theeuropean.de/juergen-fritz/13563-super-deutschland-schafft…
Gefeierte und geehrte Journalisten schreiben derartigen Schmutz, aber da regt sich Cicero nicht drüber auf. Im Gegenteil: Freude über die Freilassung von Yücel. Befremdlich, mehr als befremdlich.

Bei diesem Artikel hat der sonst so brilliante Herr Schwennicke keinen allzu guten Tag gehabt. Frau Diehls Argumente allein widerlegen ihn und beweisen eine einäugige Sichtweise.

Jakob Schreiber | Di, 20. Februar 2018 - 14:08

In reply to by Karl Heinz Jennen

Ich muss Ihnen leider widersprechen. Meiner Einschätzung nach ist Poggenburg Ausdruck eines strukturellen Problems der AfD. Einen Quartalsirren wie den Höcke kann man sich vielleicht noch leisten. Aber es sind mittlerweile schlicht zu viele: Gideon, Poggenburg, Höcke, Maier. Man könnte die Liste endlos fortführen. Diese Personen leiten teilweise Landesverbände. Und sie werden für ihre teilweise wirklich beleidigenden und schlimmen Aussagen einfach nicht von der Parteiführung sanktioniert. Ich kann daraus nur schließen, dass die einfachen Mitglieder in ihrer Mehrheit in der Gesamtpartei auch so ticken. Denken sie daran, wie Pazderski gescheitert ist bei dem Versuch Parteisprecher zu werden. Das konnten die Radikalen verhindern. Es tut mir wirklich leid, aber diese Partei wird nicht die CSU auf Bundesebene, die sich viele so sehr wünschen!

Sehe ich auch so. Aber welche Partei wird sie denn? Die neue SPD?

Ich teile ihre Meinung. Für mich persönlich ist die AfD derzeit eine reine
Protestpartei, der ich auch nur aus diesem Grund meine Stimme gebe. Sollte sich irgendwann eine konservative Partei ohne diese rechten oder nationalistischen Leute etablieren, werde ich die AfD sicher nicht mehr wählen. Politiker wie Herr Poggenburg oder Herr Höcke sind eine Schande für unser Land.

Schauen Sie auf die USA: Bei uns tut sich Ähnliches. Viele Menschen sind es leid, sich mit schönen Worten bevormunden,belügen und betrügen zu lassen. Sie wollen keine Maulkörbe mehr verpaßt bekommen, wenn sie ihrer berechtigten Wut auf die Zustände bzw. Politiker Luft machen. Also wählen sie die Alternative: Einen, der ihre Sprache spricht, ihre Anliegen ernst nimmt u. - wie man sieht - seine Versprechen bisher einhält.
Welche Apokalypse hat man in D beschworen, als Trump an die Macht kam: Untergang jeglicher Kultur und Menschenfreundlichkeit in den USA!
Und was ist? Trump regiert, wird von der Wirtschaft ernst genommen u. seine
Anhänger sind's zufrieden. Seine Reden klingen - auch in meinen Ohren - entsetzlich und er ist kein Idealbild eines Politikers, aber sein Handeln wirkt offenbar zum Wohle des Volkes.Das ist das Entscheidende. Was nützt ein vornehmer Obama, der viel verspricht u. wenig hält? Nicht trotz - sondern w e g e n Trump erweisen sich die USA als stabile Demokratie!

Stimme Ihnen zu Herr Lieser. Auch Herr Schwennicke vergisst, dass es nur einzelne Personen sind, überwiegend aus dem Osten, die sich als"Braune" wichtig machen. So betreibt auch er leider einen Journalismus, der die Aussagen eines Einzelnen der AFD insgesamt anlastet.
So wird die AFD, die meisten derer Leute waren vorher in der CDU, immer wählbarer.

Constantin Bögner | Di, 20. Februar 2018 - 10:15

Von der Anti-Euro-Partei von Lucke, die ich erfreut begrüßt hatte, weil ich das Konstrukt des Euro für katastrophal für den kleinen Bürger halte, ist nichts mehr geblieben, auch nicht von der konservativen Ausrichtung der Partei unter Fr. Petry, auch dies als notwendiges Gegengewicht zu den Linken leider Vergangenheit. Geblieben ist dieses immer mehr nach rechtsaußen driftende Parteigebilde mit den erwähnten grässlichen Führungspersonen Höcke, Poggenburg und Co, die fast ausschließlich als Repräsentanten in der Öffentlichkeit auftreten. Mich entsetzt, dass die AfD bundesweit aktuell 15-16 % der Stimmen bekäme und sich mit der SPD um den zweiten Platz streitet. Deutschland bräuchte so dringend neben der FDP eine bundesweite konservative Partei, um den linksgrünen Träumereien zu begegnen. Mit dieser Immer-mehr-Nazi-AfD wird das nichts. Vielleicht startet Petry mit ihrer neuen Partei ein polit. Comeback. Ich glaub aber nicht recht daran, auch Lucke ist ja leider in EU-Brüssel abgetaucht

Diese Stimmung im Saal ist in der Tat sehr nationalkonservativ, aber eine Anspielung auf ein Schild über einem KZ konnte ich beim besten Willen nicht raushören, auch die beschriebene Kunstpause erscheint mir etwas übertrieben dargestellt.
Auch in Bezug auf die Wählerstimmenrechnung werden meiner Meinung nach die fragliche 5% Nationalsozialisten gegenüber fraglichen 10% Konservativen als richtungsbestimmende Größe überbewertet. Wenn sich die Stimme dieser 15% der Wähler aber im Wesentlichen eine konservativere Politik erhoffen, dann werden die Wähler zumindest im Hinblick auf die aktuelle Arbeit der AfD im Bundestag wohl nicht enttäuscht. Und das ist bekanntermaßen ja gerade das Problem an den etablierten Parteien, v.a. der SPD, aber in den letzten Jahren auch der CDU: Die Enttäuschung ist groß. Und das hört man den leuten im Saal auch an. Dass angeblich ausschließlich Höcke und Poggenburg für die AfD in der Öffentlichkeit auftreten halte ich im Übrigen ebenfalls für sehr übertrieben.

Treten Sie in die AfD ein und sorgen Sie dafür, daß die AfD nicht zu weit rechts driftet. Ich ksnn dem vorherigen Artikel nur zustimmen: Die Mitglieder hier in Baden sind die ehemaligen Mittelständler der CDU. Und da gab es noch NPD, Republikaner, ...
Die Linken waren dsmals noch nicht salonfähig. Das ganze Ymaßsystem ist verschoben.

Lieber Herr Böhmer,
Lucke ist keinesfalls in der EU “abgetaucht” , sondern er arbeitet hart an einer zukunftsfähigen Konstruktion von Europa: mit der neuen Partei LKR - Liberal-Konservative Reformer, Die Eurokritiker (https:// LKR.de). Leider wird diese “seriöse Alternative” auch von Medien, wie dem Cicero totgeschwiegen. Daher müssen die Leser vermutlich mehrheitlich AfD wählen. Also entweder Alternativen aktiv unterstützen oder scheinheilig lamentieren... Die Medien bestimmen über die Zukunft Europas und der Demokratie in unserem Land!

könnte ich Ihrer Sichtweise und der von Herrn Schwennicke zustimmen.
Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob die Zustände, die bei Scheitern der Euro- Flüchtlings- und Energiepolitik eintreten könnten, noch normalen Verhältnissen entsprechen, welche noch mit gemässigten Worten zu beschreiben sind.

Joachim Wittenbecher | Di, 20. Februar 2018 - 10:20

Dem Kommentar von Herrn Schwennicke kann man zustimmen. Darüber hinaus gilt: Nationalismus ist die Abwertung anderer Völker; Patriotismus ist die Liebe zum Vaterland oder zeitgemäßer: die geistige Hinwendung zum Mutterland. Deutschland braucht einen Patriotismus auf der Basis des Grundgesetzes und der bewussten Hinwendung zu Deutschland, zu seiner Kultur und seinen Menschen; ein Patriotismus in Deutschland sollte auch die - vorrangig kulturelle - Hinwendung zu einer europäischen Einigung der Mitgliedsländer im Sinne De Gaulles beinhalten. Solange sich dieses Land nicht auf einen positiven Patriotismus einigen kann, haben die Nationalisten immer wieder neue Chancen. Aber auch der vulgäre deutsche Anti-Nationalismus ist Nationalismus, denn er unterscheidet uns von anderen Völkern.

Ich glaube nicht, dass es ein anderes Land auf der Welt gibt, in dem es so viele bekennende Hasser ihrer eigenen Nationalität und ihres eigenen Landes gibt. Ich denke nur an solche Statements junger Menschen wie “thanks bomber Harris“ - “ do it again“, “ich schäme mich Deutscher zu sein“ “Deutschland verrecke“, “Deutschland du mieses Stück Sch...“. Auch über diese Leute hört man von den symphatisierenden Parteien und Politikern nichts negatives. Alles gedeckt von der Meinungsfreiheit!

Stefan Gerstenmeyer | Di, 20. Februar 2018 - 19:03

In reply to by Karin Zeitz

Und es kann einem angst und bange werden, was da für eine Generation heranwächst. Ich gehe lieber mit meinem Deutschland im Kampfe unter, als daß ich unser Vaterland dieser Generation überlasse. Ich habe nichts als Verachtung für neue Generation übrig. Ihr bekommt mein Deutschland, das Deutschland der Dichter und Denker und der Patrioten nicht!

Christine Sander | Di, 20. Februar 2018 - 21:59

In reply to by Karin Zeitz

kann Ihnen nur zustimmen , Frau Zeitz.
es war eine Aschermittwochrede, da dürfen die anderen Parteien selbstverständlich grobe Reden gegen die "Rechtspopilisten" halten. Die angeblichen Rechtspopulisten haben schön demütig die herrschenden Parteien zu lobhudeln. Was für eine erbärmliche Gesinnung!

Joachim Wittenbecher | Mi, 21. Februar 2018 - 08:01

In reply to by Karin Zeitz

Ihre Beispiele für einen typisch deutschen Anti-Nationalismus finde auch ich Ekel erregend. Wir müssen den goldenen Mittelweg zwischen Nationalismus und Anti-Nationalismus suchen, einen breit akzeptierten Patriotismus.

Hans-Jürgen Schulze | Mi, 21. Februar 2018 - 16:54

In reply to by Karin Zeitz

Wie Sie es richtig erfasst haben Frau Zeitz,es sind immer nur die AFD Politiker denen man stetig an ihren verbalen Verhalten misst.Will sagen,wer so misst,redet auch Mist.Wenn ein Hr. Maas diese Deutschland Hasser noch nicht einmal ermahnt diese „Aufständigen“ noch für seine eigene Antipropaganda gegen die AFD nutzt,ebnet den Weg zur angeblich „Rechten“ Wahlurne.Die von Ihnen genannten Schlagworte Frau Zeitz lassen eindeutig erkennen,das diese auch „Antifa“ genannten Personen und Ihre Anhänger soweit nach rechts abgedriftet sind, das diese die AFD weit rechts überholt hat und somit nicht mehr wählbar sein dürfen.Wo bleibt in diesem Fall der Verfassungsschutz?Das wäre meine Frage.
Wenn Fehlverhalten dieser AFD Politiker im Bundestag gesucht wird und man hin und wieder auch fündig werden konnte,ist es lange noch kein Grund das Verhalten der restlichen Parteien in diesem hohen Hause zu respektieren.Das ganze Fraktionen gleichzeitig den Saal verlassen hatte es noch nie gegeben,z.B..

Dieter Petermann | Di, 20. Februar 2018 - 10:21

Die AfD wird immer mehr zur NPD. Wenn sie dort angekommen ist, wird sich sich im wesentlichen die 2% der Stimmen mit der NPD teilen, die für diese Position stehen.

Was besseres kann der Merkel CDU eigentlich nicht passieren.

Das schlimmste was der Merkel CDU passieren könnte, wäre eine Partei wie die ÖVP von Kurz. Gibt es aber leider nicht und, wie gesagt, die AfD entfernt sich davon immer mehr.

Bleibt nur noch, gar nicht zu wählen.

Christa Wallau | Di, 20. Februar 2018 - 16:43

In reply to by Dieter Petermann

Ich muß Ihnen entschieden widersprechen, Herr Petermann.
Nicht-Wählen ist k e i n e Entscheidung, die sich für einen mündigen Bürger
gehört, dem das Schicksal des Landes am Herzen liegt. Es bedeutet so viel wie: "Ich will an nichts schuld sein. Macht ihr, was ihr wollt!"
Damit legitimiert man sozusagen alle Folgen in der Zukunft und ist dadurch genauso dafür verantwortlich wie diejenigen, die gewählt haben.
Niemand kann und darf sich seiner Verantwortung entziehen, wenn er ernst genommen werden will.
Wählen gehen oder/und außerparlamentarisch politisch aktiv werden - das ist Bürgerpflicht in jeder Demokratie. Immerhin kommt man ja (noch) nicht
ins Gefängnis in Deutschland, wenn man seine Meinung kundtut.
Wenn Ihnen die AfD nicht gefällt u. Sie sich eine Kurz-ÖVP herbeisehnen, dann
treten Sie doch in die AfD ein. Dann hat sie ein bürgerliches Mitglied mehr, und
vielleicht bringen sie ja noch einen jungen Mann mit, der der deutsche Kurz werden
könnte.

Liebe Frau Wallau, da muß ich Ihnen gleich zweimal widersprechen: 1. Wählen ist Option, keine Pflicht. Keiner kann mich zu einem politischen Bekenntnis zwingen; schon gar nicht, wenn die zur Wahl stehenden Parteien vielleicht gar nicht meine eigenen Auffassungen abbilden und 2. genau dies ist die Frage, ob die AfD eine „bürgerliche“ Partei ist und sein will. Mir scheint, sie ist im Begriff, eher die SPD als die CDU abzulösen. Diesbezüglich glaube ich übrigens, daß auch Herr Schwennicke irrt. Die Rhetorik des maßgeblichen Mannes der AfD, Gauland, seine Rußlandfreundlichkeit, sein Antiamerikanismus und -Kapitalismus erinnern eher an die LINKE als an die NPD. Wie im übrigen auch der Front National von Le Pen inzwischen eher links als rechts tickt. „Bürgerlich“ geht anders.

Linda Berckhemer | Di, 20. Februar 2018 - 16:59

In reply to by Dieter Petermann

Volle Zustimmung,
aber jetzt wähle ich gerade aus Protest die SPD....

claudie cotet | Di, 20. Februar 2018 - 10:34

aber die deutschen duerfen sich laut richterspruch
als koeter-rasse bezeichnen lassen.
dazu kein wort hier

Rudi Knoth | Di, 20. Februar 2018 - 13:54

In reply to by claudie cotet

Nun das ist aber wieder ein "Whataboutism". Einen Misstand mit einem anderen rechtfertigen. Auch ist der Mann (Köterrasse) nicht Mitglied der dritt-stärksten Partei im Bundestag.

claudie cotet | Di, 20. Februar 2018 - 20:29

In reply to by Rudi Knoth

ich gratuliere zu ihrer sinnbefreiten antwort

Volker Krull | Di, 20. Februar 2018 - 10:35

Poggendorfs Rede am Aschermittwoch war sehr negativ. Die AFD testet die Gerichte auf Einhaltung der Meinungsfreiheit. Deutsche darf man ungestraft pauschal als "Köterrasse bezeichnen! Zitat in der "Welt" und "taz": "Das ehemalige Vorstandsmitglied des Türkischen Elternbunds Hamburg, Malik Karabulut, hatte die Deutschen pauschal in einem Facebook-Beitrag nach der Resolution des Deutschen Bundestags im
vergangenen Sommer zum Völkermord an den Armeniern auf türkisch als „Hundeclan“ beschimpft – andere Übersetzungen sprechen von „Köterrasse“. Zitat Ende. Die Hamburger Staatsanwaltschaft wies eine entsprechende
Klage zurück, "ist mit der Meinungsfreiheit gedeckt"! Nun darf man gespannt sein, ob in diesem Fall mit zweierlei Maß gemessen wird.
Kameltreiber und Kümmelhändler sind beleidigend, aber keine Volksverhetzung.
Quelle:
https://www.welt.de/regionales/hamburg/article162442610/Deutsche-duerfe…

Bernhard K. Kopp | Di, 20. Februar 2018 - 10:38

Auch bei uneingeschränkter Zustimmung zu den Einordnungen des Autors kommt man nicht umhin, auch 'freundliche Gesichter und Stimmen', ob Papst, Kardinal oder EKD-Bischof, uvam. wegen der Auswirkungen ihrer nie zu Ende gedachten Freundlichkeit auf Millionen andere als fundamental hässlich einzuordnen. Poggenburg, und seine Anhänger wehren sich auf hässliche, blindwütige Weise gegen etwas, was uns allen von den 'freundlichen Gesichtern' angetan wurde. Zuerst kommt die Ursache, dann die Wirkung.

Man predigt, fordert offene Herzen, Grenzen, Kassen......
In HH sind die Kirchentüren verschlossen, die Katholische Kirche will 8 Schulen schließen. Die "Guten" sind halt nicht nur für die freundliche, großzügige Behandlung der " Flüchtlinge" zuständig. Nein auch fehlende Mittel z.B. bei der Bekämpfung des Pflegenotstandes, der Kinderarmut etc. gehören dann zum Gesamtbild. Die Guten" sind nicht nur gut, sie setzen halt Prioritäten und tun so als wäre alles eine Frage des guten Willens, als hätten wir Mittel ohne Obergrenzen.
Sie selbst, die "Guten" fordern und schließen Kirchentüren und Schulen und dulden elende Zustände in ihren Pflegeeinrichtungen. Schlimm aber "gut".

martin falter | Di, 20. Februar 2018 - 10:43

das sich bei der AFD so ein Personal ansammeln darf. Ihrer Analyse Herr Schwennicke stimme ich voll zu.
Wenn die AFD wirklich den frei gewordenen Platz mitte-rechts von der CDU inhaltlich und personell eingenommen hätte dann wäre Mutti schon lange weg. Die AFD wird auf Dauer - so keine Alternative für Deutschland sein.

Kostas Aslanidis | Mi, 21. Februar 2018 - 07:38

In reply to by Jürgen Großheim

Sie haben die FDP Wähler perfekt beschrieben. Feiglinge gibt es im Lande mehr als genug, während das Land richtung Abgrund zieht.
Die AfD ist die einzige Alternative. Das Schreiben von Herr Schwenicke überzeugt mich kein bisschen. Es bestätigt nur das alles System hat

Simon Templar | Di, 20. Februar 2018 - 10:43

Herr Schwennicke, Sie sollten sich bewusst machen, wie lächerlich Ihre Aufgeregtheit ist. "Kümmelhändler" und "Kameltreiber" sind bestenfalls Geschmacklosigkeiten, das macht aus der AfD noch keine NPD, weder im Tweed noch im Schlafanzug, und wenn "dem Schulz, was ihm gebührt" bei Ihnen Assoziationen zu Auschwitz hervorruft, ist das schon fast hysterisch und Ihnen jedenfalls nicht zu helfen.

Karla Vetter | Di, 20. Februar 2018 - 18:39

In reply to by Simon Templar

Sie haben recht , die inkriminerten Worte waren geschmacklos ,aber sicher kein Rassismus oder Volksverhetzung .Geschmacklos ist auch der Vergleich vom Autor bezüglich des "Aufstands der Anständigen ".Ob es ein Aufstehen von Muslimen nach einem Terorrakt gibt oder ob eine Partei grenzwertige Aschermittwochsreden moniert scheint mir ein himmelweiter Unterschied.

ingrid Dietz | Mi, 21. Februar 2018 - 04:45

In reply to by Simon Templar

Ich schlage Ihren Kommentar als den besten Kommentar zu diesem Artikel vor !
mfg

Dorothee Sehrt-Irrek | Do, 22. Februar 2018 - 14:48

In reply to by Simon Templar

Bedenken Sie die Sprache, hier "Kümmelhändler" evtl. als leise Abweichung zu "Kümmeltürke" und bei Schulz "was ihm GEBÜHRT".
Das ist nicht ein und dieselbe Sprache und dann schaut man als gelernter Germanist, der der Herr Schwennicke nun mal ist, woher es sich speisen könnte, woran es sich anlehnen könnte.
Und dann hätte ich noch gerne etwas zur Frisur von Herrn Poggenburg erfahren. Zumindest auf dem Bild sieht sie wie eine typische von Hitler aus. Ist das bewusst medial in Szene gesetzt?
Ich will Herrn Poggenburg überhaupt nichts unterstellen, frage aber doch mal, ob diese Leute nicht ein bisschen überlegen können, was sie sagen und transportieren.
Und wenn das etwa schon überlegt wäre, kann ich Herrn Schwennicke gut verstehen.
Politische Kultur ist eine Aufforderung an uns ALLE.
Auch wegen des Grauens der NS-Zeit.
Die m.E. UNSÄGLICHE "POLITIK" MERKELS ist da keine Entschuldigung.

Svenja Gerwing | Di, 20. Februar 2018 - 10:46

Nach langer Recherche hab ich nichts darüber gefunden, dass die SPD nach einem gewissen SPD-Bundestagsabgeordneten Edathy zur Pädophilen-Partei generalisiert worden wäre. Komisch, dabei sind SPD und AfD gleichauf, jedoch wird eklatant mit zweierlei Maßstäben bewertet. Vom CICERO hätte ich mehr erwartet!

Christa Wallau | Di, 20. Februar 2018 - 10:49

Was Sie von den "frustrierten Konservativen" in der AfD fordern, lieber Herr Schwennicke, ist aus Ihrer
Sicht verständlich, geht jedoch an den realen Bedingungen der politischen Auseinandersetzung in D vorbei.
Bedenken Sie: Welchen politischen Einfluß hat der hochanständige Herr Prof. Dr. Lucke noch mit seinem Abtrünnigen? Welche Rolle spielt jetzt noch Frau Petry? KEINE.
Das mögen alle begrüßen, denen das links-grün-graue Establishment weiterhin genügt. Für jeden, der OFFENHEIT u. Alternativen im politischen Denken herbeisehnt, kann das nun wirklich kein Anlaß sein, es Lucke und Petry gleichzutun.
Es hilft nichts: Der Kampf um die Denkhoheit in den Köpfen muß so lange weitergehen, bis
- zumindest ansatzweise - eine vernünftige Parität zwischen Links und Rechts (Vereinfacht ausgedrückt!) in D wiederhergestellt ist. Da dies einem Bohren von Eichenbalken gleichkommt, kann man verständlicherweise mit filigranem Werkzeug wenig ausrichten. Leider. Mir wäre es anders auch lieber.

zsolt Hüter | Di, 20. Februar 2018 - 10:51

Herr Schwennicke bringt meine tiefe Enttäuschung bei der Suche nach einer demokratisch konservativen Alternative zu den etablierten Parteien auf den Punkt. Ich bin selbst Zuwanderer, lebe seit Jahrzehnten in einer ethnisch gemischten Ehe und Familie habe - anders als meine Familie - mit einigen Programmpunkten und Personen der AfD eine gewisse Sympathie empfunden. Nach Herrn Poggenpohls Rede und Christoph Schwennickes Einordnung sind mir die Augen aufgegangen und die AfD gänzlich unwählbar geworden. Übrigens habe ich als Flüchtling (außer einem Deutschkurs vor Jahrzehnten) nie Transferleistungen bezogen, sondern immer - reichlich - Steuern gezahlt. Das gleiche gilt für meine erwachsenen Kinder.

Die Partei wirft ordentliche Zuwanderer wie sie Herr Hüter und kriminelle unerwünschte Schmarotzer in einen Topf und das wird ihr auf die Füsse fallen. Ich denke aber wir werden, oder besser sind schon ein gespaltenes Land ( auch ohne Mauer Ost /West ). Im Osten werden sie bald stärkste Kraft sein.

Ich kann ihre Befindlichkeiten nicht nachvollziehen. Vielleicht habe ich ein dickeres Fell und sehe mehr das Ganze und beiße mich nicht an einen Ausschnitt fest. Diese Unkenrufe, wie im Artikel, werden schon seit bestehen der AfD gekräht. Nichts Neues im Westen. Über Stilfragen und Ausdrucksweisen zu debattieren ist so ermüdend wie sinnlos. Und immer wieder wurde über den Untergang der Partei schwabuliert. Politische Veränderungen muß man wollen. Wer sich daran stößt, das manche Mitstreiter der AfD auch eine lautere und derbe Sprache nutzen will nicht wollen. Sie wollen keine Veränderung, sie wollen sich Wohlfühlen. Dann gehen sie in die Sauna. Dann wählen sie halt FDP. Wir wollen verändern. Und das werden wir.

Ute Walenski | Di, 20. Februar 2018 - 10:55

Schade. Ich dachte, der Cicero wäre die Zeitung, die sich vom gleichgeschalteten Mainstream anhebt. Eben dachte ich tatsächlich, ich lese Stern oder Spiegel. Ich erwarte keine Pro-AFD-Berichterstattung. Aber ein Artikel derart negativ wie oben hätte ich Cicero nicht zugetraut. Wie gesagt, wenn ich das lesen will, kann ich den Spiegel abonnieren. Also:Cicero wird wieder abbestellt. Und Tschüss!

Da die AfD in den Umfragen nahezu unaufhaltsam nach oben klettert, werden jetzt wieder die schwereren Geschütze aufgefahren. Herr Schwennicke sollte sich vielleicht einmal die Frage beantworten, wer von den sogenannten Altparteien am status quo, also am weiter so, wirklich etwas ändern will. Herr Tauber möchte, dass die CDU noch "bunter" wird, und wenn schon in der CDU derartige Töne zu vernehmen sind, wie schrill sind die erst bei den anderen. Poggenburgs Wortwahl war zweifellos unterste Schublade, aber nicht symptomatisch für die AfD. Wer das behauptet, betreibt eine Diffamierung vieler anständiger Menschen, für die diese Partei die einzige Hoffnung auf einen wirklichen Richtungswechsel bedeutet.

Dorothee Sehrt-Irrek | Do, 22. Februar 2018 - 15:15

In reply to by Manfred Laurenz

mag zutreffen, was Sie sagen, aber für die Partei selbst muss man sagen dürfen, dass sie sich NICHT mit dem organisierten Rechtsradikalismus gemein machen darf, ohne ihre parlamentarisch-demokratische Akzeptanz zu verlieren.
Ich würde niemals die bürgerliche politische Szene auf die Jahre der NS-Zeit reduzieren und ich weigere mich auch als, wie ich meine lautere Denkerin, das politisch Bürgerliche als dahinein mündend zu verunglimpfen.
Nur die Macht, die die CDU ausübt und jene vor ihr wäre schön?
Ich muss doch sehr bitten.
Wer sich mit Erdogan freiwillig "verbündet" steht für mich auch unter `Beobachtung´.
Es gibt bei allem eine Ebene der parlamentarischen Demokratie in Bezug auf Auseinandersetzungen und die darf nicht verlassen werden.
Die gleiche Sprache wie die Jener, die uns als "Köterrasse" beschimpfen?
Halten wir doch fest, dass dies auch der Schwierigkeit geschuldet sein mag, sich differenziert in unserer Sprache auszudrücken.
Das gilt nicht für Hiesige.
KULTUR

1.) Der wirklich frei denkende Mensch setzt sich mit mehr als seinem eigenen Willen auseinander. Das kann man Kindern überlassen, Erwachsene sollten sich mit anderen Meinungen argumentativ auseinandersetzen.

2.) Eine Meinung kann man haben. Ist diese Meinung allerdings nicht objektiv begründbar, ist sie vollständig irrelevant.

3.) Der Artikel beschreibt exakt, was jeder, der sich mit objektiv einsehbaren Fakten auseinandersetzt, durch das Anschauen des verlinkten Videos anschauen kann: Ein Einpeitscher und die im blind folgende, grölende Masse im Saal. Für jeden halbwegs humanistisch gebildeten Menschen muss dieser Anblick abstoßend sein, sowohl intellektuell wie auch ethisch.

4.) Sie führen für Ihre Meinung nicht ein nachvollziehbares Argument auf. Sie können Ihre Meinung also im Rahmen der Meinungsfreiheit selbstverständlich weiterhin kundtun, allerdings haben Sie den Anspruch, intellektuell ernst genommen zu werden, wegen Nichtbegründung Ihrer Meinung verwirkt.

Peter Huber | Di, 20. Februar 2018 - 10:55

.......aber sind Kümmelhändler und Kameltreiber keine ehrbaren Berufe ??? Zumindest in der Schweiz und auch in der Türkei ist das so ;-))
Was mich stört, jedes Wort und jeder Ausspruch wird in die Nähe der NS Zeit geführt , wenn es gerade so paßt ! Es gibt die deutsche Sprache ! Die meisten Gesetze wie das UWG und viele Wortschöpfungen wurden aus der NS Zeit übernommen und man fährt immer noch Volkswagen.............

Karin Zeitz | Mi, 21. Februar 2018 - 09:49

In reply to by Robert Flag

wurde dieses Dokument “Fahrerlaubnis“ genannt. Die Umbenennung scheiterte sicher daran, dass DDR-Vokabular im wiedervereinigten Deutschland ausgemerzt werden muss. So gibt es keine Kindergärten und -krippen, sondern Kita's, keine Polikliniken sondern Ärztehäuser oder medizinische Zentren u.v.m. Die Bäcker verkaufen keine “Amerikaner“ mehr, sondern “Amoniakscheiben“, “Mohrenköpfe“ und “Negerküsse“ sind als rassistische Bezeichnungen auch nicht mehr erlaubt. Das Ende der Fahnenstange ist noch lange nicht erreicht. Die Leidensfähigkeit der deutschen Sprache scheint unermesslich.

Markus Werner | Di, 20. Februar 2018 - 10:58

Ich teile Ihre Analyse und Ihre durchscheinende Empörung. Dennoch wird auch dies der AfD nicht schaden.
Warum ist das so?
Für viele ihrer Wähler - auch die "frustrierten Konservativen" - ist das Problem durch die Massenmigration so groß, dass sie wohl selbst den Leibhaftigen wählten, verspräche er nur Abhilfe.
Dazu kommt eine Reaktion der Regierungsverantwortlichen die zwischen wurstiger Gleichgültigkeit, ausgrenzender Rhetorik und starrsinniger Wirkungslosigkeit hin-und her navigiert.
Grenzkontrollen? - "wollen wir nicht", Abschiebungen? - funktionieren nicht, Kriminalitätsentwicklung? - "aufgebauschte Einzelfälle", Obergrenze? - "ja, aber wenn es mehr sind:auch egal"..usw.
Solange da kein nachhaltiges Umdenken und Umsteuern stattfindet, wird die AfD weiter wachsen, trotz Radikalisierung und Entgleisungen.

Willi Mathes | Di, 20. Februar 2018 - 10:59

Dieses Land benötigt dringend eine " Alternative " zum verstaubten Politik-Stil der " Altparteien".
Aber doch nicht am rechten Rand !

Freundliche Grüsse

Dr. Markus Müller | Di, 20. Februar 2018 - 10:59

Lieber Herr Schwennicke,

lassen wir die Art des Auftritts einmal außen vor, und schauen auf die dahinter liegende Grundproblematik. Worum geht es?

In den 60er und 70er Jahren sind sehr viele Türken als Gastarbeiter nach Deutschland gekommen, mit der Betonung auf "Gast", der wieder geht. Nur deshalb haben die damalige Politik, und erst recht die deutsche Bevölkerung, diese Einreise überhaupt zugelassen. Eine langfristige oder gar dauerhafte Besiedlung unseres Landes durch diese Gäste war nie vorgesehen.

Zurückgekehrt sind die Leute aber dennoch nicht, sondern mit all den Verwerfungen, die wir heute kennen (Parallelgesellschaften, innertürkische Konflikte auf unserem deutschen Boden), einfach gegen den Willen der Deutschen hiergeblieben.

Nun über eine längst überfällige Rückkehr bzw. Rückführung zu sprechen, ist völlig legitim, und gehört, gerne auch mit anderen Worten, auf die Tagesordnung.

Ressentiments sind ja auch nicht einfach irgendwie da sondern bilden sich zumeist aus Erlebnissen und Erfahrungen.
Gastarbeiter kamen bekanntlich auch aus Griechenland, Jugoslawien und Italien. Und ich kann mich nicht erinnern, daß man für diese Menschen eine extra Integrationsmaschinerie mit eigenen Räten und einer gleichnamigen Ministerin gebraucht hätte wie das in diesem Falle ist. Auch Begriffe wie "Deutschgriechen" oder "Deutschjugoslawen" gibt es ja nicht. Deshalb sollte man das ganze vielleicht auch mal unter diesen Aspekten betrachten.

Gunvald Steinbach | Di, 20. Februar 2018 - 11:10

die AfD den Raum der freiheitlich-demokratischen Grundordnung nun vollends verlassen hat, die SPD eine verfassungswidrige (-feindliche?) Auflösung Ds mit nachfolgender Assimilation in eine "dem Wählerzugriff weitgehend entzogene neue Ebene politischen Agierens: der Europäischen Union" (Formulierung Hr. Heitmann vom gestrigen Tag) (sprich: nicht freiheitlich-demokratisch) anstrebt und die CDU die Auflösung des Staates durch Negierung der Grenzen betreibt (denn ein Staat ohne Grenzen ist kein solcher), wenn also in absehbarer Zeit (10-20J) das System D kollabieren wird, und wir bis dahin nur noch von Dummschwätzern, Aussitzern, Festklebern und was weiß ich noch alles in "unserem" Bundestag verTRETEN werden, bis wir nicht mehr aufstehen können, ja.. was bleibt dann dem braven Steuerbürger? Was soll er wählen, so er denn noch darf? Pest oder Cholera? Es ist zum Auswandern! Aber so "leicht" sollte man das Feld den Politchaoten vielleicht doch nicht überlassen.

Gunvald Steinbach | Mi, 21. Februar 2018 - 15:56

In reply to by Gunvald Steinbach

Habe mir gestern Abend besagte Rede auf Youtube angeschaut. Betrachte ich nun Herrn Poggenburgs Aussagen und vergleiche sie mit vielen anderen Aussagen der "wahren Demokraten", so sind sie allesamt hässlich. Wenn das eine aber freiheitlich-demokratisch ist, ist es das andere auch. Die angeführte "Kunstpause" war schwerlich auszumachen. Und eine Lehmhütte ist eine Hütte, die aus Lehm gebaut ist. Sehr, sehr viele Menschen wohnen auch heute noch in solchen Hütten. Manche, wie mir schien, auch viel glücklicher als viele von uns in unseren tollen Apartments. Wir können "Lehmhütte" aber gerne aus unserem Vokabular streichen und anrüchige Wortkombinationen verbieten. Die etablierten Parteien bleiben auf absehbare Zeit keine Alternative, wenn einem an Deutschland weiterhin etwas gelegen sein sollte. Das Wort Politchaoten möchte ich hier noch einmal unterstreichen.

Michael Schmidt | Di, 20. Februar 2018 - 11:11

Ich weiß gar nicht was diese Diskussionen bringen, jede Stimme für die AFD bringt uns doch dahin zurück wo wir nicht hin wollen. Erst die " Ausländer" , dann die Andersdenkenden, und dann die Kranken und Behinderten. Hatten wir doch schon mal, oder.

Richtig, wenn wir die AfD erst los sind, können wir die Ausländerfrage überspringen und mit doppeltem Einsatz direkt wieder bei den Andersdenkenden einsteigen.

Der GAU einer AfD-Regierung beinhaltet das unkalkulierbare Risiko, daß sie sich—neben und nach Fragen der Migration und des globalen Monopolkapitals—der Beendigung des Andersdenkens nicht mit der gebotenen Vehemenz widmen würde!

Was meinen Sie, komm gerade nicht drauf. Stalin? Mao? Oder einen afrikanischen Despoten?

geht will ich sie nicht.
Ich sehe es wie Sie Herr Schmidt, solche Leute wie Poggenburg schaden immer und allen.
Dabei hätte das Land eine Veränderung verdient.

Ausländer?? Die AfD ist nicht gegen Ausländer - bitte nicht pauschalisieren. Andersdenkende??? Maas, Kahane, Antifa - na, klingelt es bei Ihnen? Kranke und Behinderte? Woraus schließen Sie das bitte? Ein AfD Mann, der vor seiner Rede auf seine Sprachbehinderung hinwies wurde von linken ZDF Komiker verhöhnt und verspottet. An was erinnert mich das? Soll ich es Ihnen sagen? An das, was Sie mit der AfD in Verbindung bringen möchten.

Um die Andersdenkenden kümmert sich bereits ja schon die jetzige Regierung....,

und um die die Kranken und Alten und Behinderten auch, die in den Altersheimen sich so wohl fühlen.

Alfred Neumann | Di, 20. Februar 2018 - 11:13

Wie war das mit dem türkischen Grünenmitglied, dass die Deutschen "Köterrasse" genannt und ihnen die Vernichtung des Lebensraum gewünscht hat. Warum kommen die "anderen" Übeltäter, und davon gibt es bei den Restparteien inkl. bezahlter Schlägertrupps genug, immer ungeschoren davon. Kurz: ich bin wirklich kein Fan von Höcke und Poggenburg, aber solange sich bei Linken und Grünen Pädos und Deutschlandhasser tümmeln, da kann man so ein paar Figuren schon aushalten.

Dr. Rainer Willeke | Di, 20. Februar 2018 - 11:16

Ich habe mir von Anfang an gedacht, daß die medialen Tugendwächter die leicht angreifbare Pirna-Rede Poggenburgs als die "zentrale"; maßgeblich Botschaft der AfD herausstellen würden. Die wesentlich wichtigeren, eindeutig für die Programatik der AfD stehenden Ausführungen des Bundessprechers Jörg Meuthen aus dem niederbaierischen Kernland der Aschermittwochsreden wurden dagegen weitgehend ignoriert. Mit meiner Prognose lag ich wieder einmal goldrichtig, - leider. Es ist für mich nicht zu erkennen, wie bei einem solchen selektiven Vorgehen eine in der Sache greifende Auseinandersetzung zustande kommen kann.

Sie haben es auf den Punkt gebracht. Das die üblichen Verdächtigen bei der Rede
dieses Spinners schon gejubelt haben war klar. Herr Schwennicke hat sich mit diesem sehr oberflächlichem Artikel und in seinen letzen Fernsehauftritten nicht
gerade mit Ruhm bekleckert. Man merkt förmlich die Erleichterung, dass es endlich
wieder eine Sau gibt, die man durchs Land treiben kann. Für mich sprechen die Klicks bei Youtube auch eine eigene Sprache. Aschermittwochsreden:
Söder 21 Tsd, Poggenburg 15 Tsd, Meuten 66 Tsd, und die Göttin von Herr Schwenicke
unsere so geliebte Frau Merkel leicht über Herrn Poggenburg 17 Tsd. Also da muss
man sich halt seine Welt so mahlen wie man sie braucht.

Tomas Poth | Di, 20. Februar 2018 - 11:21

es her das A. Poggenburg die monierte Rede hielt. Sie ist auch auf YouTube ungekürzt verfügbar. Mache sich jeder sein eigenes Bild. Wer dann zu dem Ergebnis des hier insinuierten kommt, will es dann auch so verstehen, und will auch die untergeschobene -Kunstpause- hören.

Michael Sander | Di, 20. Februar 2018 - 11:24

Um eines vorwegzunehmen: Für mich gehört Poggenburg zu den am schwersten zu ertragenden Personen in der AFD - und das nicht erst seit dieser Rede.
Aber: Poggenburg ist nicht Mitglied des Bundesvorstandes und bestimmt nicht die Richtung der Partei. Wie schwer es ist, eine missliebige Person wieder aus einer Partei zu entfernen, kennt man zu Genüge auch aus anderen Parteien (s. Sarrazin - SPD).
Es gab daher auch keinen Rechtsruck, wie hier mal wieder zu lesen war. Wäre die AFD jedesmal nach rechts gerückt, wen Journalisten das behauptet haben, wäre sie, wenn es stimmt, dass die Erde rund ist, längst schon wieder am linken Ende herausgekommen.
Wenn man jedoch die Arbeit der AFD im Bundestag anschaut, scheint mir eher das Gegenteil der Fall zu sein.
Der Blick auf die gewiss unappetitlichen Ränder ist daher ebenso billig, wie falsch.
Schade, dass ausgerechnet Herr Schwennicke nun auch in diese Richtung läuft.

Schönes Bild, Herr Sander! Echt zum Schmunzeln.
Und wenn die AfD jedes Mal "den Boden der freiheitlich-demokratischen Grundordnung verlassen hätte", wenn ihre Gegner das konstatierten, dann schwebte sie jetzt hoch oben als totalitäre Diktatur im Raum ...

Wolfgang Schuckmann | Di, 20. Februar 2018 - 11:27

Poggenburg, so könnte man meinen ist ein U-Boot anderer Interessen.Nur so ist es zu verstehen, dass man sich seinerseits einer vollkommen unter jeder Diskussion stehenden Dialektik bedient. Nicht nur die AFD wird von solchen Underdogs beschädigt. Nein, auch Deutschland wird wohl unter solchen Entwicklungen leiden. Oder hat dieser Herr vielleicht noch nicht mal soviel Hirngrütze dies nicht auch selber erkennen zu können. Aber es ist besser wenn man diese wutschnaubende Art rechtzeitig bändigen kann. In Bezug auf Poggenburg ist das Maß nach meinem Verständnis voll. Diesem Herrn sollte man bei der AFD den Weg weisen, will man nicht selber von solchen Saboteuren in der Partei vollends beschädigt werden. Ich habe mal mehr Respekt vor der AFD gehabt, als das ab heute der Fall ist. Jetzt muss die Partei klare Kante fahren, sonst ist die Glaubwürdigkeit dauerhaft beschädigt! Also: Parteiausschluss, ohne wenn u.aber!

Andreas Hornung | Di, 20. Februar 2018 - 11:29

Die Duldung oder gar bewusste Vereinnahmung rechtsextremer Positionen durch die AfD könnte im Ergebnis gut für die Demokratie sein. Denn dadurch werden sich immer mehr Wähler fragen, ob man diese Partei bei aller berechtigten Sorge über die Zukunft unseres Landes tatsächlich auf Dauer wählen kann. Mit dieser Entwicklung und Ausrichtung dürfte die Partei eine gewisse Größe nicht überschreiten und keine Gefahr darstellen.
Würde sich die AfD dagegen konsequent gegen solche Positionen abgrenzen und deren Vertreter ausschließen, könnte sie sich zu einer echten konservativen Alternative entwickeln und womöglich noch mehr Stimmen von entsprechend gesinnten Wählern bekommen. Dies würde zu einer Belebung des parteipolitischen Spektrums führen, insbesondere, da sich aktuell abzeichnet, dass die CDU (noch) nicht geneigt ist, diese Wähler wieder stärker anzusprechen.
Im Übrigen werden wir damit leben müssen, dass es einen gewissen Anteil Wähler mit extremen politischen Positionen gibt.

Hr.Hornung,

guter Kommentar zur Sache . Bester Satz ist der Letzte, weil…

es nicht nur in der AFD Querköpfe gibt, anteilsmäßig mehr sind diese aber im Links-Grünem Spektrum zu finden. Diese Gruppe ist die,die die „rechte“AFD längst schon rechts überholt hat.Soviel zu Ihrem letzten Satz.Ich meine die politische Gesinnung und unbestraften Handelns der
o.g. Personen.
Beste Grüße von H.- Jürgen Schulze

Thomas Kremis | Di, 20. Februar 2018 - 11:36

Der Mann hat am politischen Aschermittwoch Türken als „Kümmelhändler“ und „Kameltreiber“ betitelt! Das ist ja viel schlimmer als „Köterrasse“! Warum? Ich sage es ihnen: „Weil es jemand von der AfD war!“
Und Sie wundern sich das viele Deutsche Ihnen Gesinnungsjournalismus vorwerfen? Nicht wirklich oder?

Echauffieren wir uns doch über die Ausdrucksweise, wohingegen gleichzeitig unsere Migranten Zweitfrauen einfliegen lassen und weiterhin ohne richtige Papiere hier zu tausenden einwandern. Aber wir wollen doch bei Stil und Etikette bleiben.

Noack Thomas | Di, 20. Februar 2018 - 11:40

Herr Schwennicke ,dennoch muss man doch klar festhalten , daß Poggenburg mit seiner Wortwahl zwar stark polarisiert hat , aber man sollte nicht alle Mitglieder über einen Kamm scheren. Frau Weidel darf als" Nazischlampe "bezeichnet werden und die Kommentare eines Yüzels zur Bedeutung der deutschen Nation ,halte ich für auch nicht angemessen . Wie ist eigentlich ihre Meinung dazu ,Herr Schwennicke .
Ich denke immer noch ,was jetzt gerade passiert , ist das Aufgehen der Saat einer völlig vermurksten Merkelismus-Politik ,die Europa und damit auch unser Land mehr und mehr spaltet ,in Extreme Rechts und Links , unserer Gesellschaft.

Nur Hamanda | Di, 20. Februar 2018 - 11:41

Kommentar - jedes Wort zu unterstreichen. Zurück bleibt eine Wählerschaft, die zunehmend zweifeln muss an den Zielen der AfD. Ein weiteres abdriften hin zu Nationalisten a la Poggenburg wird die AfD schnell wieder unter 5% drücken. Das ein vollkommes Versagen der Parteiführung, die wegen knapp 5% rechtsaußen-Wählern in Kauf nimmt das doppelte bis dreifach Potential zu vergrämen. Ich wähle diese AfD nicht mehr. Und der Trend könnte sich einstellen, wenn nicht klare Position gegen diese dummen Hetzer bezogen wird. Die sollen sich in der NPD versammeln und gut ist.
Vielleicht geht ja aber der Plan Petrys auf und sie wandelt ihren persönlichen Blues in eine blaue Wende.
Allein, mir fehlt der Glaube, dass daraus sofort 15% werden. Da müsste schon eine mächtiges Personal- und Mandatengeschiebe raus aus der AfD rein in die Blaue Wende erfolgen. Wer macht den ersten Schritt? Wer traut sich zu folgen?
Wenn Poggenburg, Höcke und Konsorten die Entlarvung forcieren, könnte es klappen.

Gundi Vabra | Di, 20. Februar 2018 - 11:43

It's the Asyl stupid, was ganze Heerscharen zur AfD wechseln lässt.
Es liegt an den beiden "Volksparteien" der letzten GroKo konsequent eine befriedigende Lösung für die Deutschen die den "Spuk illegale Migration im Mäntelchen Asyl" finanzieren und erdulden zu finden. Ansonsten sehe ich die AfD die sich kritisch als einzige zu diesem Thema äußert und Missstände aufzeigt noch mehr anwachsen. Dass mit dem Aufdecken der Missstände Emotionen hochkochen ist normal. Wäre die Ursache aber nicht da, gäbe es auch kein Hochkochen, mit allen nachteiligen Folgen die Herr Schwennicke aufzeigt.
Die SPD will nichts einsehen, deshalb wird sie momentan in den Umfragen so gnadenlos abgestraft, die CSU will etwas ändern, kann ohne CDU nicht. Das ist deren eigenes Dilemma. Dazu noch die geplante Asyl-Neufassung aus der EU die Deutschland in die Knie zwingen wird. Es sieht nicht gut aus, wenn nicht umgesteuert wird. Noch haben es die alten Volksparteien in der Hand auf einheimische Bürger zu hören.

Ursula Schneider | Di, 20. Februar 2018 - 16:35

In reply to by Gundi Vabra

Solange die Politik unfähig ist, das dringendste Problem auch nur in Ansätzen zu lösen, werden weiter Heerscharen zur AfD wechseln. Wenn nicht bald etwas passiert, könnte der Ton noch rauer werden - nicht nur am Aschermittwoch.

Gisela Fimiani | Di, 20. Februar 2018 - 11:45

Von derartigen Ausfällen von AfD Vertretern kann man sich nur entsetzt und angewidert abwenden. Es ist hochnotwendig, dass diese Partei derartige Mitglieder umgehend aus ihren Reihen entfernt.

Sepp Kneip | Di, 20. Februar 2018 - 11:49

Man muss sich schon sehr wundern, was da plötzlich in den Herrn Swennicke gefahren ist. Die Aschermittwochsrede eines Herrn Poggeburg ist nächst eine Woche her. Er hat dafür auch genug Prügel einstecken müssen. Aber warum jetzt nochmal diesen Hass-Artikel? Ist es die Sorge um die AfD insgesamt, die Sie umtreibt, Herr Schwennicke, oder muss man nur auf die einzige Oppositionspartei, diewir noch haben, draufhauen?

Es war eine der Aschermittwochsreden, bei denen schon mal die Fetzen fliegen. Nicht nur bei AfD-Rednern. Ja, Poggenburg hat überzogen. Ja, das muss man kritisieren. Nur muss man sich fragen, wo die Kritik bleibt, wenn in Faschingsreden die AfD und ihre Politiker verunglimpft und beleidigt werden? Wenn in im TV übertragenen Fastnachtssitzungen Politiker aus EU-Ländern zutiefst beleidigt und gedemütigt werden? Oder wenn einem ausgewiesenen Deutschland-Hasser und Sarrazin-Beleidiger Yücel sogar noch der rote Teppich ausgerollt wird, wenn er wieder nach Deutschland kommt?

Horst Kessler | Di, 20. Februar 2018 - 11:54

Was hätte ein Herr Jan Böhmermann da losgelassen,wer hätte sich dann so Empört?Was der Herr Poggenpohl gesagt hat was vergleichsweise harmlos.Außerdem was hat Kameltreiber mit Rassismus zu tun?

Ursula Schneider | Di, 20. Februar 2018 - 11:55

Herr Schwennicke?
Dass die Rede Poggenburgs in vielen Teilen dumm, primitiv und völlig daneben ist, werden nur wenige bestreiten. Doch ich vermisse den empörten "Aufstand der Anständigen" auch bei Verbalinjurien wie "Pack", "Dunkeldeutschland", "deutsche Dreckskultur", "Deutschland - du mieses Stück Sch...", "Nazi-Schlampe", "braune Brühe" oder beim offenen Aufruf politischer Amtsträger zu gewalttätigen Übergriffen beim "Kampf gegen Rechts".

"Die Diskussion, was man gegen rechts tun könne, krankt daran, dass man die Maßstäbe, die man an andere anlegt, nicht für sich selbst gelten lässt", so der kluge Jan Fleischhauer.

Genau das ist das Problem!

Leider, Herr Schwennicke, ist der CICERO nicht so unabhängig wie ich dachte. Ich bin zwar seit kurzer Zeit SPD-Mitglied, möchte aber trotzdem die AFD in Schutz nehmen. Sie ist eine demokratisch gewählte Partei. Rechtslastig, aber nicht rechtsextrem. Poggenburg ist übrigens von der AFD-Spitze verwarnt worden. Seine Äußerungen "Kameltreiber" usw finde ich geschmacklos aber noch normal im Rahmen des politischen Aschermittwochs, wo generell nicht zimperlich mit politischen Gegnern umgegangen wird.
Was die AFD betrifft, messen Sie im Vergleich mit anderen Parteien nicht mit gleichen Maßstäben. Die Deutschen dürfen generell beschimpft werden, nicht nur im Fasching. Claudia Roth marschiert hinter einem Plakat mit der Aufschrift: Deutschland, du mieses Stück Schei..., zur Belohnung hat sie nun ein schönes Pöstchen im Bundestag...
Ich habe dien CICERO abonniert, weil ich dachte, endlich mal unabhängiger und niveauvoller Journalismus, aber nun kündige ich mein Abo. Ich bin enttäuscht.

Orso Aviator | Di, 20. Februar 2018 - 11:56

"Zehn Prozent frustrierte Konservative plus fünf Prozent mehr oder weniger latente Neonazis, das macht 15 Prozent." Wenn das so wäre, warum steht die SPD dann bei 15% ? Die Wähler der AFD (16%) kommen aus vielen Ecken, von der SPD und auch von der Linkspartei.

Sendowski Erhard | Di, 20. Februar 2018 - 11:56

Auch nach der Poggenburg-Rede ! Man hat die Wahl , AFD Nazi, CDU Merkel Dumpfbacke oder eine doofe, rote Socke zu sein. Eine prickelnde Auswahl, bei der nächsten Wahl bleibe ich zuhause .

Herrn Poggenburgs Bemerkungen waren so niveaulos wie das was die AfD zurecht bei Böhmermann und Co. kritisiert. Solange aber die Petrys, Luckes, usw. den Poggenburgs das Feld überlassen, wird es nicht besser werden.
Ich plädiere dafür sich die Linie der Parteiführung anzuschauen. Solange ein Parteichef Meuthen sachlich nachvollziehbare, vernünftige Argumente vertritt und solange die Programme der AfD weiter auf dem Boden des Grundgesetzes stehen, sollte man die AfD nicht vorschnell in die rechte Ecke stellen. Ich rechne damit, dass je mehr die AfD durch Mitgliederzuwachs zu einer Volkspartei wird, desto seriöser und professioneller wird sie werden, vergleichbar mit der Entwicklung der Grünen von ihren Anfängen bis Heute.

Dr Ludwig Witzani | Di, 20. Februar 2018 - 12:00

Da wurde bei den Kommentaren aber kräftig gesiebt. Ich bin sicher, dass viel mehr Leser diesen systemaffirmativen Cicero-Text kritisieren als in den Kommentarspalten zum Ausdruck kommt. Was wirklich aufregt, ist der elende doppelte Standard, der bei solchen Artikeln wie dem vorliegenden an den Tag gelegt wird. Natürlich ist die Wortwahl Poggenburgs unpassend, und fast jeder AfD Anhänger, den ich kennne, ärgert sich darüber. Ihn aber pars pro toto für die ganze AfD zu nehmen, ist eine perfide Unterstellung. AfD Bashing eben. Willkommen Cicero, im Mainstreamtümel der deutschen Presse.

Im Übrigen habe ich in der linksradikalen Huffpost einen ähnlichen Artikel mit ähnlichem Vokabular gelesen. Bedenken sie auch, wer Sonntags um 12 am Tisch der Edlen und Auserwählten, der Anständigen, sitzen darf, muß es sich auch verdient haben.

zensiert wurden. Das ist Alltag in Deutschland, der doppelte Standard auch. Ich kommentiere immer etwas drastisch, da diese höflichkeits Formulierungen, fehl am Platze sind. Mit höflichkeit wird nichts erreicht bei den Verlogenen Parteien und Presseleuten. Die lachen nur. Ob die mich zensieren oder nicht. Ich pfeif drauf. Jeder hat das Recht auf seine Meinung. Steht sogar im Grundgesetz. Cicero war immer Mainstream.

Jürgen Waldmann | Di, 20. Februar 2018 - 12:03

Als Heiko Maas den Genossen T. Sarrazin öffentlich einen Idioten , S. Gabriel gar Demonstranten Arschlöcher und Pack beschimpfte , da ging das Abendland nicht unter und niemand protestierte . In meiner Firma war jeder dritte Mitarbeiter Gastarbeiter , auch bei den Führungskräften war das so , wenn da allerdings auch ein grosser Teil Österreicher dabei waren . Dem Herren Poggenpohl fehlt der Umgang mit Menschen , die nicht hier geboren sind , hier aber Steuern einzahlen . Meiner Meinung nach spricht er NICHT für die AfD , da kenne ich nur gebildete Mitglieder , diese Sprache ist immer verwerflich , ob von der SPD oder AfD .

Mercedes Kreuter | Di, 20. Februar 2018 - 12:03

Sehr geehrter Herr Schwennicke ,
Ihrer Analsyse stimme ich leider auch zu. Es ist zum Verrücktwerden, wenn sich die AfD nicht von solchen extremistischen Leuten trennt und damit für viele Wähler absolut keine Alternative zu Merkel `s CDU darstellen kann. Wie kann sich eine Partei, die so vielversprechend begann, selber einen solchen Schaden zufügen? Das macht mich fassungslos!
Sie sollte sich von ihrem braunen Rand trennen, wenn sie nicht genauso in der Versenkung verschwinden will, wie einst die NPD, oder die DVU.
Die Gefahr besteht, dass sich vorallem gemäßigte Parteimitglieder aus der Partei zurückziehen werden, weil sie die gesellschaftliche Ächtung, hervorgerufen durch in dieser Art geäusserten Sätzen einiger extremer Parteimitglieder, nicht aushalten können und möchten.

Robert Müller | Di, 20. Februar 2018 - 12:07

Wenn die CDU die Nachfolge von Merkel so regelt, dass die "kleine Merkel" (Zitat Christian Lindner) übernimmt, dann bleibt den Konservativen nur bei der nächsten Wahl zu Hause zu bleiben oder mit der Faust in der Tasche AfD zu wählen. Ich selber habe mich für die FDP entschieden, weil ich zwar gegen Merkel aber nicht konservativ bin. In Bezug zu Poggenburg ist meine Meinung, dass die Rechtsaußen eine neue Heimat gefunden haben, aber das ändert nichts daran, dass deren Weltbild Unsinn ist und mehr als die wenigen .... nicht anspricht. Im übrigen war die Union auch nicht besonders kritisch als sie noch den rechten Rand mitnahm. Ich kenne die Berichterstattung, die das früher belegte. Bsw die Hohmann-Affäre 2003, Politiker war in der CDU, jetzt in der AfD. Seine Rede war sicher kein temporärer Ausrutscher, sondern diese Meinung hatte er vorher auch schon. Solange diese Leute nicht auffielen haben sie niemanden in der CDU gestört, den Linken in anderen Parteien dagegen schon. -> Spiegel-TV

Ruth Teibold-Wagner | Di, 20. Februar 2018 - 12:09

Herr Schwennicke:

1. Sie kritisieren das Wort "Kameraden". "Kamerad" ist ein Wort, um Zusammengehörigkeit innerhalb einer Gemeinschaft zu bezeichnen. Ich finde es schöner als "Genosse", mit dem sich die millionenfachen linken Massenmörder von Lenin, Stalin, Hitler (Volks-"Genosse"), Honecker bis Pol-Pot untereinander angesprochen haben.

2. Es waren nicht ALLE türkischstämmigen Mitbürger gemeint, sondern einzig und alleine die TGD ("türkische Gemeinschaft Deutschland"), die sich grenzwertig über das neue deutsche Heimatministerium geäußert hatte. Es gehört zur typischen Aschermittwoch-Rhetorik, politische Gegner wie die TGD mit polemischen Schimpfwörtern anzugreifen. Ob Poggenburg die Grenze zur Volksverhetzung oder Beleidigung überschritten hat, kann einzig und alleine die Justiz entscheiden. Ich persönlich finde das nicht.

3. Ob Poggenburg oder die AfD den Boden der FDGO verlassen haben, entscheidet einzig und alleine unser Bundesverfassungsgericht und sonst niemand.

Herr Schwennicke, haben Sie gedient? Wenn ja, dann wüssten Sie das sich die Soldaten der Bundeswehr und der Armeen weltweit, als "Kameraden" bezeichnen. Das war auch in der DDR-NVA der Fall!

Nun kommen Sie dem Herrn Schwennicke doch nicht mit Fakten, wo er gerade enttarnt hat, dass alle AfD-Politiker sich die Krawatte mit dem Hakenkreuzknoten binden würden, wenn es nicht so schwer wäre.

Harro Meyer | Di, 20. Februar 2018 - 12:10

Man kann nicht Exportweltmeister sein, den Anderen das Klima aufdrängen wollen, jedem seine Form von Moral und Mülltrennung aufschwätzen wollen und gleichzeitig sagen man wäre wie die anderen. Diese Gleichsetzungsmanie ist doch eine arrogante beleidigende urdeutsche Lüge aus der Kaiserzeit, sind wir doch froh, wenn wenigstens einer die Wahrheit sagt.

Ullrich Ramps | Di, 20. Februar 2018 - 12:11

Wie überaus schade, bedürfte unser Land doch wirklich einer Partei, die ernsthaft gegenhält.

So bleibt's dann wieder bei der FDP, die es einfach nicht versteht, ihre vermeintliche Klientel-Politik abzustreifen und sich als vernünftige Partei der Mitte zu etablieren.
So hat Lindner auch die Chance verpasst, deutlich klarzumachen, wie vernünftig sein Jamaika-Ausstieg war, und könnte das ja immer noch tun - und die FDP fällt und fällt, weil er schmollt, statt zu reagieren.
Himmel, wo sind die Schmidts, Genschers und anderen Großen der "guten alten Zeit"?

Michael Völkel | Di, 20. Februar 2018 - 12:12

Was hat es nicht alles bei den ersten Grünen gegeben...extreme Politik (offene Grenzen, Staatsversagen, Gewaltakte, Umgang mit Erdogan etc.) zieht eben auch extreme Reaktionen nach sich. Wer wundert sich da?

Hans Jürgen Wienroth | Di, 20. Februar 2018 - 12:16

Die Aussagen von Herrn Poggenburg sind indiskutabel, keine Frage. Aber wo bleibt der (politische!) Aufschrei, wenn unser Volk von u. a. führenden Politikern anderer Länder beleidigt wird?
Sie plädieren für eine CDU, deren Position nur deshalb noch nicht die Grenze nach links überschritten hat, weil sie die Definition der Mitte für sich ganz selbstverständlich und widerspruchslos in Anspruch nimmt. Wo bleibt eine (konservative) Alternative, wenn man dem Ausverkauf unserer Werte, materieller und immaterieller Art, nicht tatenlos zusehen will? Die FDP ist es jedenfalls nicht, sie drängt genauso in die beliebte „Mitte“.

Hubert Vogel | Di, 20. Februar 2018 - 12:21

Yücel hat das ganze deutsche Volk auf widerwärtige Art und Weise beleidigt.
Niemand hat sich so richtig darüber aufgeregt. Was ist das für ein Affenzirkus über die Wörter
Kameltreiber, Kümmelhändler und Doppelpass ist
untauglich.
Hallo Leute A U F W A C H E N !!

Horia Crisan | Di, 20. Februar 2018 - 12:23

Über Herrn Poggenburg braucht man nicht viel reden: wenig appetitlich und keine Zierde für seine Partei. Trotzdem sind die empörten Kommentare über seine Etikettierungen "Kümmelhändler" und "Kameltreiber" im größeren Kontext gesehen scheinheilig. Auch wenn sie abwertend eingesetzt wurden, handelt es sich um in der muslimischen Welt ehrbare Berufe. Die Meinungsfreiheit greift hier nicht, die Staatanwaltschaft ermittelt. Wenn aber ein grüner Politiker türkischer Abstammung die Deutschen als "Köterrasse" bezeichnet, also zwei Etagen unterirdischer als Poggenburg, wird er von unseren Rechtsorganen geschützt, da von der Meinungsfreiheit gedeckt. Der deutsche Köter hat halt keine Lobby mehr.

Ingo Müller | Di, 20. Februar 2018 - 12:27

Poggenburg ist nunmal ein reiner Ossi und ein Ossi ist nunmal Freund des klaren Wortes! Das was er sagte ist faktisch richtig. Die Bezeichnung Kameltreiber ist Sprachgebrauch bei allen Stammtischen. Was gehts die türkischen Gemeinde an, ob wir hier ein Heimatministerium bekommen? Richtig, Gar Nichts! Aber es ist nunmal so Sitte, das der Deutsche Steuerzahler zwar arbeiten darf, aber ansonsten die Klappe zu halten hat! Jeder Dahergelaufende NichtDeutsche kann sich unter großem Jubel über die Deutsche Köterrasse auslassen, aber wehe es geht umgekehrt.

Ulrich Ibald | Di, 20. Februar 2018 - 19:39

In reply to by Ingo Müller

Ich stimme Ihnen voll zu.Wir werden es im Osten nicht zulassen,dass es Zustände gibt, wie im Westen. Wie werden die AFD weiter wählen. Sachsen wird nächstes Jahr den Anfang machen und hoffentlich den Etablierten zeigen, wo der Hammer hängt.

Kostas Aslanidis | Mi, 21. Februar 2018 - 08:30

In reply to by Ingo Müller

die Deutschen selber die sich feige verhalten und sich bücken.
Natürlich geht es der türkischen Gemeinde nichts an. Jemand muss auf den Tisch hauen. Warum arbeitet der Deutsche nur, zahlt Steuern. Er wird nicht gezwungen die Klappe zu halten, er hält sie freiwillig zu. Mir persönlich ist es schmerzlich anzusehen wie sich die Deutschen Bürger, sich so vorführen lassen, von Menschen die dankbar sein mussten. Es sind meistens Musline, die ihre hässliche Fratze zeigen. Jeder angepasste Ausländer, das ist die Mehrheit schüttelt nur noch den Kopf.
Wie kann man nur in seinem eigenen Land, von illegalen, sich so verrenken. Und vor Merkel, die Meisterin der Ignoranz.
Ein Land das nicht mal wagt, bei Wahlen sein Kreuz wo anders zu platzieren. In der Wahlkabine sitzt
kein "Russe" Die Feigheit ist das Markenzeichen inzwischen.

Markus Rothhaar | Di, 20. Februar 2018 - 12:28

Man kann Herrn Schwennicke nur zustimmen und muss sich zugleich fragen, wie es dazu kommen konnte. Die AfD hat als liberal-konservative Professorenpartei begonnen, der viele Bürgerliche große Sympathien entgegengebracht haben.
Angesichts von Merkels Räumung fast aller konservativer Grundpositionen hätte man erwarten können, dass es möglich ist, eine konservative Partei in Deutschland zu etablieren, die nicht in Rechtspopulismus und -radikalismus abdriftet. Aber das war ein Trugschluss.

M.E. nach liegt das nicht zuletzt an einer sehr effektiven "Unterwanderungsstrategie", die auf einem selbstverstärkenden Effekt beruht: Einige Rechte treten ein, lassen sich in einer Weise ein, die die Partei in der Presse in ein entsprechendes Licht bringt; das führt dazu, dass Bürgerlich-Gemäßigte austreten, die damit nichts zu tun haben wollen. So gewinnen die Rechten größeren Einfluß in der Partei, was zu weiteren Austritten Gemäßigter führt und so fort. Diese Dynamik ist kaum zu stoppen.

Bernd Lehmann | Di, 20. Februar 2018 - 13:01

In reply to by Markus Rothhaar

Also im Augenblick treten mehr Leute EIN. Ganz besonders auch viele Karrieristen im Westen.
Wir Ossis sind schon immer direkter gewesen und lassen uns eben nicht von Türken beleidigen oder vorführen.

Markus Rothhaar | Do, 22. Februar 2018 - 09:37

In reply to by Bernd Lehmann

Wissen Sie, das ist so eine typische Reaktion. Ich habe mir nach der Poggenburg-Rede mal die einschlägigen AfD-Foren angeschaut. Da glauben viele - offenbar einschließlich Poggenburg selbst - allen Ernstes, dass die AfD wegen solcher rassistischer Ausfälle gewählt würde und halten die auch noch für "klare Kante" oder heroischen Widerstand gegen die politische Korrektheit.
Tatsächlich wird die AfD zumindest im Westen, trotz und nicht wegen solcher Ausfälle gewählt. Das nicht zu sehen, ist genauso eine Form der selbstgefälligen Verblendung (und damit letztlich der Politikunfähigkeit) wie es eine Form der Verblendung ist, nicht zwischen berechtigter Kritik an politischer Korrektheit und Rassismus unterscheiden zu können.

Bernd Lehmann | Do, 22. Februar 2018 - 18:45

In reply to by Markus Rothhaar

Das ist kein rassistischer Ausfall, sondern eine Antwort auf eine Türkenorganisation, die sich anmaßt in Deutschland Regeln aufstellen zu wollen und zu bestimmen was Werte sind. Sie sind der Verblendete, der voll indoktriniert ist und es gar nicht merkt. So war ich auch mal im Osten. Ich hielt mich für den Außenstehenden , den Schlaueren, habe aber am Ende genau wie sie hier mit der Argumentation der Kommunisten agiert. Es ist gar nicht so einfach da raus zu kommen. Sie sind genauso überheblich wie ich es mal war.
Was sind denn eigentlich AfD Foren ? Ich kenn keine.Übrigens, Vaterlandsliebe ist kein Verbrechen und die Verteidigung desselben auch nicht, wenn auch nur verbal. Sie sind ein typischer Wessi, der so lange wegguckt, abschwächt, verharmlost,bis nichts mehr so ist wie vorher in Deutschland. Wahrscheinlich wohnen sie in einer Gegend , wo sie von all dem Wahnsinn , der schon seit Jahren , weit vor 2015, abläuft, einfach nichts mitkriegen.

Ines Schulteh | Di, 20. Februar 2018 - 15:25

In reply to by Markus Rothhaar

Das, was Sie zitieren, war zu Luckes Zeiten im Sprachgebrauch schon abfällig bewertet. Ebenso wurde Lucke damals genauso in die Zange genommen für das Wort 'entartet' bei Plasberg. ( Beweis: so kann nur ein Rechter reden ) Lucke , der ganz volksnah die öffentlichen Verkehrsmittel nutzte, wurde von Fußballfans im ICE bepöbelt und verließ seiner Frau vorzeitig den Zug. Mitleid?- Fehlanzeige! Viele Journalisten, die jetzt Lucke oder Petry (angebl.Schießbefehl) hinterherweinen, haben selbst keine Gelegenheit ausgelassen, diese Politiker ins schlechte Licht zu stellen. AfD war und bleibt medial bis heute mißliebig!

In einem Punkt haben Sie sicher recht: Das Abdriften der AfD hat auch etwas mit der Behandlung schon der Lucke-AfD durch die Medien zu tun. Viele Journalisten haben die AfD in eine rechtspopulistische bzw. rechtsradikale Ecke geschrieben, als sie es (noch) nicht war.
Das hat natürlich die entsprechenden Leute angezogen bzw. schon früh dafür gesorgt, dass Bürgerlich-Gemäßigte sukzessive die Partei verlassen oder sich gar nicht erst in ihr engagiert haben. Beides hat die von mir beschriebene Dynamik verstärkt, ja vielleicht erst überhaupt in Gang gesetzt (und außerdem hat es dazu geführt, dass Lucke und seine Leute angefangen haben, taktische Fehler zu begehen).
Insofern hat das Abdriften der AfD auch etwas von einer selbsterfüllenden Prophezeiung.

Ursula Schneider | Di, 20. Februar 2018 - 17:10

In reply to by Markus Rothhaar

Das sehe ich völlig anders, Herr Rothhaar. Wir wollen doch nicht vergessen, dass auch die "liberal-konservative Professorenpartei" von Anfang an unter schwerem Beschuss stand und sehr schnell in die schmutzige rechte Ecke gestellt wurde. Sowohl Herr Lucke also auch Frau Petry sahen sich ständigen unfairen Angriffen ausgesetzt (man denke etwa an die Schießbefehl-Affäre). Der linke Mainstream wollte unbedingt verhindern, dass sich rechts eine neue Partei etablierte, und diffamierte deshalb jeden sofort als "rechtspopulistisch" oder gar rechtsradikal, der sich dafür einsetzte.

Ihre "Unterwanderungsstrategie" halte ich deshalb - mit Verlaub - für Unsinn. Im Gegenteil. Wenn sich der deutsche Staat weiter so jämmerlich vorführen lässt und die berechtigten Sorgen seiner Bürger konsequent missachtet, wird die AfD bald von "Bürgerlich-Gemäßigten" überschwemmt werden.

Linda Berckhemer | Di, 20. Februar 2018 - 17:31

In reply to by Markus Rothhaar

Genauso sehe ich das auch -
Damals hätte ich stolzen Herzens
AFD gewählt, heute sage ich wehret den Anfängen.....

Monika Medel | Di, 20. Februar 2018 - 21:15

In reply to by Linda Berckhemer

Also haben Sie es nicht getan. Warum nicht?

Markus Rothhaar | Do, 22. Februar 2018 - 09:30

In reply to by Linda Berckhemer

In der Tat: als kommunitaristisch denkender Konservativer, der sowohl die Eurorettungspolitik, als auch die grenzenlose Migrationspolitik der Merkel-Union und Nach-Schröder-SPD kritisch sieht, zugleich aber nichts mit dem völkisch-rassistischen Denken vieler AfD-Funktionäre (vor allem im Osten) am Hut hat, steht man wieder da, wo man vor 2013 stand: politisch heimatlos.

wolfgang spremberg | Di, 20. Februar 2018 - 12:29

meinte einst, Multikulti ist gescheitert.
Jetzt führen Frau Merkel und viele andere unser Land, unsere Gesellschaft, unser Volk in eine Gesellschaftsform, die sie selbst für gescheitert erklärt hat. Was meinte sie mit gescheitert ?
Religiöse / ethnische Konflikte wie wir sie täglich in den Nachrichten serviert bekommen ? Einschränkungen / Zusammenbruch von Rechts und Sozialstaat ? Oder was meinte Frau Merkel ?
Was meinen Sie Herr Schwennicke ?
Nun entgleist auch das" Gesindel", das" Pack" zunehmend. Noch entgleist es überwiegend "nur" verbal. Wie wird unser Umfeld in 10 Jahren aussehen ? In 20 ? Was meinen Sie Herr Schwennicke ? Friede, Freundschaft, Eierkuchen ?
Oder Verhältnisse wie in .....?
Und wer ist dann dafür verantwortlich ? Leute wie Poggenburg ? Oder diejenigen die diese Politik zu verantworten haben ? Wir leben leider in spannenden Zeiten und ein Ende scheint nicht in Sicht. Bei unseren Nachbarn läuft es mittlerer weise anders, ganz anders.

Mercedes Kreuter | Di, 20. Februar 2018 - 13:22

In reply to by wolfgang spremberg

Sicherlich muss etwas geschehen, aber soll man den offenen Konflikt mit der gesamten türkisch-arabischen Gemeinschaft suchen? Wenn man sich für dieser Art rhetorischer Kriegsführung entscheidet, dann führt das doch genau dazu, dass sich die Islamisten darüber freuen werden. Sie werden weiter Zuspruch und Zulauf bekommen und die Konflikte werden offener geführt.
Ich finde, wir sollten selbstbewusster darin werden, herauszustellen, dass unser politisches System viel besser ist, als die politischen Systeme in vornehmlich muslimischen Ländern. Man sollte herauskehren, dass es doch genau diese häufig praktizierte Korruption, dieser Nepotismus und diese himmelschreiende Ungerechtigkeit war, die ihre Vorfahren zur Emigration aus diesen muslimischen Ländern einst bewogen haben. Sie würden an dem Ast sägen, auf dem sie sitzen. Sie sollten sich also diese ganzen disfunktionalen muslimischen Gesellschaften einmal genauer anschauen und da können andere Muslime sehr gut helfen.

oder gar zu reformieren bemühen sich Gutmeinnende schon immer. Es wird aber eine nutzlose Bemühung bleiben, der Islam ist wie der Kommunismus nicht reformierbar. Der Koran wurde von Allah selbst geschrieben und gilt als eigenes
Werk Gottes. Selbst die letzten Versuche in Berlin einen gemäßigten Islam mit einer
weiblichen Imanin sind gescheitert, die Reformer sind Todesdrohungen ausgesetzt.
Die Anhänger eines gemäßigten EURO-Islam sollten besser auf Professor Tibi hören,der nach jahrelangen Bemühungen resigniert aufgegeben hat und der ist
im Islam sozialisiert worden. Gutmenschen die es immer wieder versuchen, kennen den Islam wenig oder nicht. es bleibt Wunschdenken.

Mercedes Kreuter | Di, 20. Februar 2018 - 13:25

In reply to by wolfgang spremberg

Da das „West“fernsehen nicht gesehen und auch nicht verstanden wird, sollten wir den Dialog zwischen den Muslimen befeuern. Wir brauchen also die säkularen Türken und Araber, sie sind echte Kostbarkeiten und befinden sich in großer Gefahr. Sie brauchen unseren Schutz und unsere Solidarität, genauso wie wir ihre Solidarität brauchen.
Der Koran sagt: Schiedet den Bund! Das heisst: Alle Muslime sollten geeint werden und die, die ausscheren, sollen getötet werden.
Das erste Opfer der Muslime ist der aufgeklärte Muslim selbst. Sie sind wirklich gefährlich, denn sie durchschauen all diese religiösen Hetzer.

Ja, es wäre schön wenn sich der Islam in positivem Sinne reformieren würde.
Nur zu. Ich möchte nur nicht das man dieses Experiment mit immer mehr Muslimen in Deutschland / Europa durchführt. Liebe Muslime : bringt eure eigenen Gesellschaften / Länder in Ordnung. Viel Glück dabei.

Bernhard Jasper | Di, 20. Februar 2018 - 12:36

Das ist Goebbels-Rhetorik und erfüllt den Straftatbestand der Volksverhetzung.

wolfgang spremberg | Di, 20. Februar 2018 - 13:22

In reply to by Bernhard Jasper

Und die Annahme, das wir, die Deutschen mit Kroaten, Serben, Bosniern, Albanern, Griechen, Türken, Kurden, Armeniern, Sunniten, Schiiten usw. usw. ohne Obergrenze aufnehmen und dauerhaft, friedlich zusammenleben können...ist was ? Woraus speist sich das Gefühl, der Glaube, das wir, die tollen Deutschen, das, im Gegensatz zu so vielen andern können ? Was macht unsere Besonderheit, unsere "Überlegenheit" aus ? Warum können wir es und so viele andere nicht ? Seien Sie vorsichtig, Ihre Antwort könnte Spuren von Volksverhetzung enthalten.

Ingo Müller | Di, 20. Februar 2018 - 13:23

In reply to by Bernhard Jasper

Mein Herr, Sie leiden unter Naziphobie. Gehen sie mal zum Arzt, das ist evt. therapierbar.

Franziskus Schmid | Di, 20. Februar 2018 - 13:45

In reply to by Bernhard Jasper

Staatsanwalt .... In einer Person
Fehlt der Verteidiger. Oder?
Ihr Deutschen seid nur noch zum Augenrollen!

Ruth Teibold-Wagner | Di, 20. Februar 2018 - 15:02

In reply to by Bernhard Jasper

 
Meiner Meinung nach ist es keine Volksverhetzung. Aber wenn Gerichte zu entgegengesetzter Auffassung gelangen, werde ich es notgedrungen akzeptieren müssen.

Armin Vollmer | Di, 20. Februar 2018 - 15:22

In reply to by Bernhard Jasper

Goebbels war ein linker Kommunist. Poggenburg und die gesamte AfD ist es nicht! Deshalb schon sind Nazivergleiche irre!

Die Linke ist sehr fleißig in der Manipulation des Volkes. Sie hat es durch intensive Propaganda geschafft, diese Weste einfach auszuziehen und alles den Rechten zuzuschustern.So war es damals und ist es auch heute!

Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: "Ich bin der Faschismus." Nein, er wird sagen: "Ich bin der Antifaschismus." (Ignazio Silone)

„Ich fürchte mich nicht vor der Rückkehr der Faschisten in der Maske der Faschisten, sondern vor der Rückkehr der Faschisten in der Maske der Demokraten”. (Adorno)

Ruth Teibold-Wagner | Di, 20. Februar 2018 - 17:05

In reply to by Bernhard Jasper

 
Diese Gleichsetzung ist eine unerträgliche Verharmlosung von Goebbels und der Nationalsozialisten.

Sie können es nicht bestimmen, ob etwas den Straftatbestand der Volksverhetzung erfüllt. Denn die Zuständigkeit, dies festzustellen, hat einzig und alleine die Justiz und nicht Sie.

Bernd Fischer | Di, 20. Februar 2018 - 17:39

In reply to by Bernhard Jasper

So einfach kann man sich das Leben machen.

Wolfgang Henning | Di, 20. Februar 2018 - 17:45

In reply to by Bernhard Jasper

Sie haben recht, Herr Jasper, die Beschimpfungen der Bevölkerung als "Gesindel, Pack und Köterrasse", die "verrecken" soll, sind wirklich nur noch mit Äußerungen von Goebbels vergleichbar und sollten von deutschen Gerichten geahndet werden.

Achim Scharelmann | Di, 20. Februar 2018 - 17:55

In reply to by Bernhard Jasper

Was nützt ein Kommentar zu aktuellen Ereignissen, wenn dieser erst nach 24 Stunden veröffentlicht wird, denn da kann schon der 3. Weltkrieg ausgebrochen sein und wer interessiert sich dann noch für das vorgestrige. Entweder zeitnah dran bleiben oder einstellen, denn das nervt und macht das Blatt auf Dauer überflüssig.

Julius Fischer | Di, 20. Februar 2018 - 12:43

Mir fallen immer wieder die Doppelstandards auf. Bei anderen Parteien und Zeitungen wird rassistisches Verhalten geduldet bzw. totgeschwiegen. Ein Beispiel: Der Journalist Yüksel verfasste Folgendes zum demografischen Niedergang der Deutschen: "Der baldige Abgang der Deutschen aber ist Völkersterben von seiner schönsten Seite." Das hat nochmal eine ganz andere Qualität im Vergleich zu den Aussagen Poggenburgs. Und wenn der Cicero schon auf jene Weise verfährt, müsste er alle Yükselfürsprecher ebenfalls als unappetitlich und latent rassistisch demaskieren, also große Teile der SPD, CDU, der deutsche Presse etc. Schließlich haben das alle durchgehen lassen. Und warum ein linksradikaler Autor bei der einst konservativen Welt schreiben kann, ist mir bis heute ein Rätsel.

Sabine Weber-Graeff | Di, 20. Februar 2018 - 12:52

gab es nicht auch bei den Grünen einen Steinewerfer,der Außenminister wurde?Was dem Linken recht ist,sollte dem Rechten doch billig sein,oder?Will sagen,natürlich sind solche Äußerungen unapetittlich,deswegen ist allerdings die unsägliche Politik einer Uniona(ich mag der Partei irgendwie keinen maskulinen Status mehr zuerkennen,mea culpa)nicht weniger falsch.Einen Gegenpol braucht das Land,sonst knallt es auf der Straße.Da ist mir der Bundestag-oh Wunder,den gibt es auch noch-lieber.Und ehrlich,wer hat denn das Baby aus der Taufe gehoben und füttert es weiter fleißig ,auf das es dick und fett wird?Richtig,Frau M.Die sollte der erste Adressat für Beschwerden sein,aber der Allererste.

Hans Herzberger | Di, 20. Februar 2018 - 12:53

Die Rede des Herrn Poggenburg ware eine schlimme Entgleisung um nicht zu sagen eine Unverschämtheit und hat an die schlimmsten Zeiten deutscher Geschichte erinnert. Sollte die AFD Führung es nicht verstehen, solche Personen mit unsäglichen Auftritten zu verhindern, so wird auch diese Partei einen Weg des Niederganges erleben. Die AFD mag in vielen Teilen ihrer Aussagen Wahrheiten offenlegen aber solchen Rednern sollte sie sich schnellstens entledigen.

Stefan Leikert | Di, 20. Februar 2018 - 12:56

Ja, Demaskieren macht Spaß! Und zwar allen. Mehr sage ich nicht. ;)

Ingo Müller | Di, 20. Februar 2018 - 12:57

ist eben besser angebracht, um die Ausplünderung des Deutschen Steuerzahlers durch Masseneinwanderung in die Sozialsysteme, durch permanente Euro-Rettung und durch die EU, als alternativlos zu erklären.

Walter Meiering | Di, 20. Februar 2018 - 13:05

Meine Wortwahl wäre das auch nicht. Aber es ist politischer Aschermittwoch. Da geht es eben etwas deftiger zur Sache. Und es ist nun mal leider so, dass in der grossen Mehrheit - vorsichtig gesprochen - nicht gerade die intellektuelle Elite der Türkei zu uns gekommen ist, die zudem mit grosser Mehrheit Erdogan wählt und mit Deutschland wenig am Hut hat. Das kann man am Aschermittwoch schon mal mit überdeutlichen Worten thematisieren. Wie gesagt, meine Wortwahl wäre das nicht, aber inhaltlich hat das mit Rassismus nichts zu tun, sondern ist zwar harsche, aber sehr wohl berechtigte Kritik.

carina baldorf | Di, 20. Februar 2018 - 13:15

Als Stiller Leser schreibe ich eigentlich nie Kommentare, aber hier muss ich mal Einspruch erheben.

Herr Schwennicke, ich schätze ihre rationalen Analysen in jeder talkshow oder Artikel über alle maßen, aber sie reagieren auf die AfD mit zu viel Hysterie.

Poggenburg gehört wenigstens zu denen, der sich nicht von Imamen d

Andreas Hulsmann | Di, 20. Februar 2018 - 13:21

Ich habe nie verstanden, weshalb von Parteien gefordert wird ihre Position zu verändern. Die CDU müßte... die FDP sollte... ja dann brauche ich auch nicht AfD wählen. Das ist doch verlogen. Nein, in einer Demokratie wird über Ideen gestritten und abgestimmt. Wenn CDU, SPD, Grüne, Linke und FDP mehr Zuwanderung, noch mehr Zuwanderung, noch viel mehr Zuwanderung aus fremden Kulturkreisen wollen, dann sollen sie das auch so sagen. Dann sollen sie offen sagen, wir wollen nicht Deutschland verändern, wie wollen die Bevölkerung verändern und ihr, die ihr schon länger hier lebt habt dafür zu zahlen. Da braucht man keine Positionen zu verändern. Wenn man das will, soll man es auch so vertreten. Und die AfD vertritt ihre Position, das sie das eben nicht will. Der Wähler kann dann entscheiden.

Die angebliche Änderung einer Position ist doch nur Heuchelei. Wenn jemand schwarz will, sollte er schwarz und nicht, Moment, wenn ich grau sage bekomme ich mehr Wähler, sagen.

Achim Scharelmann | Di, 20. Februar 2018 - 13:27

Diese Feststellung ist doch sehr kurz gegriffen, denn jede Partei hat nicht nur eine Mitte, sondern auch ein Linksaußen und ein Rechtsaußen und das muß man ja nicht mögen, solange der Kern der Partei demokratische Züge aufweist. Man muß nur alt genug sein um die Entwicklung der Parteien nach dem 2. Weltkrieg miterlebt zu haben, denn gerade die Roten und Schwarzen hatten eine ganze Menge Nazis mitten unter sich und die alte KPD manifestierte sich zum Teil wieder in den 68-igern und nach der Wende bis heute tummeln sich haufenweise Kommunisten in den Länderparlamenten und im Bundestag und wer nun gerade bei der AFD die Fliege in der Suppe sieht, scheint in seiner Betrachtungsweise doch sehr einseitig zu sein und übersieht dabei frühere und heutige Realitäten.

Frank Bauer | Di, 20. Februar 2018 - 13:27

Man mag sich über Poggenburgs Äußerungen entrüsten. Gleichwohl sollte man sehen, daß die politisch-gesellschaftlichen Verhältnisse immer weiter abrutschen. Die Freilassung Deniz Yüksels wurde frenetisch bejubelt - man erinnert sich, der Mann hatte den Abgang Deutschlands als "schönste Variante des Völkersterbens" bezeichnet und Sarrazin weitere Schlaganfälle gewünscht. Natürlich nur als "Satire" gemeint. Deutsche dürfen auch mit richterlichem Segen als "Köterrasse" bezeichnet werden. Wie die Medien berichten, entziehen sich immer mehr Ausreisepflichtige ihrer Abschiebung. CDU-Laschet hat vor einigen Tagen explizit bekannt, die CDU sei keine konservative, sondern eine "christliche" Partei (wobei mit "christlich" dann wohl die no-border-Auslegung á la Bedford-Strohm u.a. gemeint ist). In aktuellen Umfragen hat die AfD nun bereits die SPD überrundet. Es ist das umfassende Versagen aller politisch Verantwortlichen, die das alles möglich macht. Fromme Sprüche werden da nicht helfen.

Philipp Dinkel | Di, 20. Februar 2018 - 13:29

Es ist schon erschreckend zu lesen, wie sich hier viele der "Kommentatoren" die Welt zurechtsbiegen, damit sie in ihr angebräuntes Weltbild passt. -

Mathias Trostdorf | Mi, 21. Februar 2018 - 22:13

In reply to by Philipp Dinkel

Sind Sie nicht auch ein "Kommentator"?

Wolfgang Tröbner | Di, 20. Februar 2018 - 13:31

Ich muss vorausschicken, dass ich die Wortwahl von Poggenburg ablehne. Ich komme aber nicht umhin festzustellen, dass sich unsere Medien (und leider auch Cicero) über die Wortwahl Poggenburgs empören, während die anderer deutscher Politiker und Medienvertreter nicht beanstandet wird. So hat Noch-Außenminister Gabriel Menschen als "Pack" oder als "Arschlöcher" bezeichnet, wenn sie ihr Missfallen über Merkels Politik zum Ausdruck brachten. Der CDU-Politiker Tauber soll Merkel mit den Worten verteidigt haben, wer nicht für sie sei, "sei ein Arschloch". Deniz Yücel schrieb einst über Thilo Sarrazin: „den man ... eine lispelnde, stotternde, zuckende Menschenkarikatur nennen darf, ... und dem man nur wünschen kann, der nächste Schlaganfall möge sein Werk gründlicher verrichten“. Scheint also einen ganz großen Unterschied zu machen, wer andere beleidigt und wer beleidigt wird. Wahrscheinlich auch der Grund dafür, dass man die Deutschen ohne weiteres als "Köter-Rasse" bezeichnen darf.

Hermann Neumann | Di, 20. Februar 2018 - 13:41

Inhaltlich muss ich Herrn Schwennicke recht geben. Fakt ist, hat ein Hund Flöhe im Fell, ist es schwer diese loszuwerden. Möchte man langfristig eine echte Alternative sein, muss man diese Plagegeister loswerden, wie auch immer!

Peter Müller | Di, 20. Februar 2018 - 13:45

Gebe Ihnen teils recht, Herr Schwennicke, dass Poggenburgs Rede unterste Schublade war. Sein dümmliches, primitives Gerede ist schwer eträglich. Doch was sind dumme Wort (Kameltreiber) gegen die viel realeren Gefahren, welche uns Mutti Merkel mit der unkontrollierten Einwanderung von einer Million jungen muslimischen Männern aufgehalst hat? Das ist die reale, existentielle Bedrohung.
Die AfD ist die einzige Partei, die sich konsequent dagegen stemmt. Daher ist sie (trotz solcher Nieten wie Poggenburg) dringend notwendig. Ich wähle sie weiter!

Gerd Steimer | Di, 20. Februar 2018 - 13:49

wo ist ihr Jammern bei den Worten des jetzt ach so gepäppelten Herrn Jücel - Originalton:
„Buchautor Thilo Sarazin., den man, und das nur in Klammern, auch dann eine lispelnde, stotternde, zuckende Menschenkarikatur nennen darf, wenn man weiß, dass dieser infolge eines Schlaganfalls derart verunstaltet wurde und dem man nur wünschen kann, der nächste Schlaganfall möge sein Werk gründlicher verrichten"

Oh je, wenn sowas über einen GroKo Poltiker gesagt worden wäre, was für ein gigantischer (verlogener) Aufschrei ginge durch die Medien

Ralph Lewenhardt | Di, 20. Februar 2018 - 13:49

Herr Poggenburg, zum "Grundgesetzlichen Souverän" Deutschlands gehören die bereits 9 Mio deutschen Staatsbürger mit Migrationshintergrund, darunter Ihre „Kümmelhändler und Kameltreiber“. Die haben mit zu bestimmen! Diesen Bestandteil unseres deutschen "Grundgesetzlichen Souveräns" beleidigen Sie mit ihren dümmlichen Sprüchen. Sie sind ein lächerlicher politischer Laienspieler und gefährden mit Ihresgleichen den dringend notwendigen demokratischen Umbruch in unserem Land und Europa. Wir brauchen die AFD nicht als neue CDU sondern als Protestpartei von Linken, Rechten und Sonstigen, weil Merkel und andere Politeliten sich aus persönlichen und Parteien- Machtgründen, vehement gegen das Einzige wehren, was diese Spaltung überwinden könnte. Sie sind gegen die sinnvolle Mitbestimmung des grundgesetzwidrigen deutschen Souveräns, der Einiges ändern würde, und gegen die überfällige Anpassung der Demokratiegesetze.

Peter Schmidt | Di, 20. Februar 2018 - 13:56

Im Prinzip haben Sie Recht: In der AfD sind tlws. Rassisten. Aber welchen Rassisten schließt man sich als autochthoner Deutscher nun an? Den Islamverstehern und „Köterrasse“-Sprechern? Die, die mich als „Schon länger hier lebenden“ und Teil der „Bevölkerung“ und nicht mehr als Deutschen ansprechen? Solche, die Menschen, die noch nie einen Cent für die Gesellschaft erbracht haben eine Vollversorgung zusichern (siehe Extremfall Polygamist aus Pinneberg), während deutsche Rentner den Flaschenpfand sammeln. Nun, wir müssen hart gegensteuern gegen die linksgrün-Ideologen, die unser Land zerstören. Was bleibt einem da schon übrig? Das sagt ein ehemaliges FDP Mitglied und ein eigentlich überzeugter Liberaler.

Ralph Lewenhardt | Di, 20. Februar 2018 - 13:58

Herr Poggenburg, zum "Grundgesetzlichen Souverän" Deutschlands gehören die bereits 9 Mio deutschen Staatsbürger mit Migrationshintergrund, darunter Ihre „Kümmelhändler und Kameltreiber“. Die haben mit zu bestimmen! Diesen Bestandteil unseres deutschen "Grundgesetzlichen Souveräns" beleidigen Sie mit ihren dümmlichen Sprüchen.Das ist ein lächerliches politisches Laienspiel und gefährdet den dringend notwendigen demokratischen Umbruch in unserem Land und Europa. Wir brauchen die AFD nicht als neue CDU sondern als Protestpartei von Linken, Rechten und Sonstigen, weil Merkel und andere Politeliten sich aus persönlichen und Parteien- Machtgründen, vehement gegen das Einzige wehren, was diese Spaltung überwinden könnte. Sie sind gegen die sinnvolle Mitbestimmung des grundgesetzlichen deutschen Souveräns, der Einiges ändern würde, und gegen die überfällige Anpassung der Demokratiegesetze.

Cecilia Mohn | Di, 20. Februar 2018 - 14:03

Ich habe mir eben die Rede von Poggenburg angehört. Ich kann da nichts Schlimmes dran finden. Man darf nicht mehr"kameraden" sagen? Das ist ja abartig. Jedem was ihm gebuehrt ist auch nicht dasselbe wie jedem das seine - eine Pause war nicht! Zu erkennen. Außerdem hat der Spruch auch andere Traditionen. Hier redet ein selbstbewusster Mann Klartext. Das ist man in Duckmäuser- Deutschland nicht gewoehnt und wittert Beelzebub hinter der Ecke.

carina baldorf | Di, 20. Februar 2018 - 14:13

Herr Schwennicke ich schätze ihre Analyse in Talkshows/Artikel sehr, aber hier argumentieren sie ungewohnt unsachlich !

Höcke/Poggenburg fallen höchstens unter die Kategorie der verschiedenen Geschmäcker, aber ein Ausschlusskriterium stellen sie ganz sicher nicht dar. Ich könnte jetzt eine sehr lange Liste von Politikern ALLER anderen Parteien aufzählen, die ebenso in die Kategorie der "verschiedenen Geschmäcker" gehören und an denen ich mich auch stoße. Aber wissen sie warum ich nicht hysterisch reagiere? Weil man gewisse Leute in der Politik nicht ernst nehmen darf, sonst würde man ja nurnoch auf 180 sein. Ich toleriere Ralf Stegner, warum sollte also Andre Poggenburg nicht toleriert werden dürfen?

Peter Wagner | Di, 20. Februar 2018 - 14:14

Nein, uns Deutschen ist das Herz zusammen mit dem Selbsterhaltungstrieb und einem kleinen Rest von Stolz, in die Hose gerutscht! Armes Deutschland!

Hartmut Schilling | Di, 20. Februar 2018 - 14:17

Ach, Herr Schwennicke, ach... Wäre das etwas Schlimmes gewesen, dann hätte schon der Sultan vom Bospurus seine Kohorten losgeschickt, und die deutsche Regierung wäre offiziell geworden und hätte gekuscht.

So ist das alles nur ein Säuseln, geschehen im Aschermittwoch, letztlich zwar grundsätzlich unpassend, weil zumindest nicht meinem Verständnis von Umgangsformen entsprechend - aber Herr P. befindet sich in bester Gesellschaft, und das nicht nur am Aschermittwoch: Nicht wahr, Pöbel-Ralle? Nicht wahr, In-die-Fresse-Nahles? Nicht wahr, Pack-Gauck? (Aufzählung könnte beliebig fortgesetzt werden).

Einer der Artikel, die einem den Cicero verleiden.

Harald Jordan | Di, 20. Februar 2018 - 14:18

Sehr geehrter Herr Schwennicke, vergeblich habe ich Artikel gesucht, mit denen Sie auch die Ausfälle von Parteivertretern wie Andrea Nahles (ab morgen gibts in die Fresse), Sigmar Gabriel (Pack) oder auch des türkischen Elternvertreters Malik Karabulut (Deutsche sind Köterrasse) mit ähnlich kritischem Blick kommentieren, wie Sie es hier mit Poggenburgs Aussage tun.

Nicht dass ich diese gutheißen würde, beileibe nicht. Aber mich stört der Doppelstandard, dieses "Gleiches ist nicht gleich, wenn es ein AfDler sagt!".
Ich nenne es Nazi-Tourette, wenn überall, in jeden Satz, hineininterpretiert wird, dass es sich angeblich um Nazianalogien handelt.

Da gab es so eine Geschichte von Ephraim Kishon: Der kaufte Silberbronze, um ein Ofenrohr zu streichen. Dabei geriet er so in einen Rausch, dass zum Schluß sein ganzes Haus silbern angestrichen war. So kommt es mir hier vor, wenn die Aussagen von AfDlern "bewertet" werden.
Franz-Josef Strauß hätte darüber gelacht! Herbert Wehner auch!

Thomas Radl | Di, 20. Februar 2018 - 14:25

Bei "Aufstand der Anständigen" drängt sich mir immer der Gutmensch mit auf - und damit meine ich den negativ belegten Gutmenschen mit der "Ich-bin-was-Besseres-Attitüde".
Ich verstehe den Aufruhr, der Sie innerlich aufzuwühlen scheint. Insbesondere Höcke und Poggendorf zu verteidigen tut mir selber fast physisch weh. Aber bitte, backen Sie kleinere Brötchen!
Wenn (zugegeben: unangemessen) protestiert wird, weil sich die türkische Gemeinde über die Einrichtung eines "Heimatministeriums" aufregt, was erwarten Sie denn von einem AfD-Mitglied? Verständnis? Habe nicht mal ich. Und wenn die türkische Delegation der Sicherheitskonferenz in München sich über die Unterbringung des "Terroristen" Özdemir im selben Hotel lauthals beschwert, dann kommt mir auch irgendetwas mit der Vorsilbe "Kümmel-" in den Sinn. Das Eine geht nicht ohne das Andere und das wegzulassen geht in Richtung Gutmenschentum und ist dann nicht besser als das Kritisierte und plumpes AfD-Bashing!
Das können Sie besser!

Dimitri Gales | Di, 20. Februar 2018 - 14:25

wurde von Nazis (wie so vieles) absichtlich falsch interpretiert und missbraucht. Jedem das Seine ("Suum Quique") war auch der Wahlspruch meiner (preussischen) Familie, bedeutet aber etwas ganz anderes.
Es wäre mal interessant, eine genauere Analyse über den Mentalitätsmainstream innerhalb der AfD zu machen. Ob die Mehrheit tatsächlich mit braunem Unrat behaftet ist, oder lediglich Protestler versammelt, die sich gegen die etablierten Parteien auflehnen.

Cecilia Mohn | Di, 20. Februar 2018 - 19:10

In reply to by Dimitri Gales

Jedem das Seine - hat eine ganz andere Tradition! Nur weil Hitler "Brot gegessen hat" (Metapher) , kann man doch nicht das Brotessen verbieten. Albern.

Wolfgang Ezer | Di, 20. Februar 2018 - 14:33

Wenn andere sich wie Schweine im Dreck suhlen , ja dann müssen es die Mitglieder der AfD doch genauso tun dürfen.

Wessen eigene Ansprüche derart gering sind , der gräbt dem bereits am Boden liegenden Niveau gerne auch noch ein Loch um es ein Stück tiefer zu bringen.

Ich will auf die Politiker , die ich wähle , nicht immer herabblicken müssen.
Wenigstens Augenhöhe halten zu können , wäre ja ganz schön.

Eine Partei , die verbal stets an die niederen Instinkte appelliert , muß sich nicht wundern , wenn sie nur noch ein ganz bestimmtes Völkchen anzieht.

Brigitte Miller | Di, 20. Februar 2018 - 14:35

Ärgerlich darum, weil solche Äusserungen genau diese Reaktionen hervorrufen und der AfD schaden.
Man wartet nur darauf, dass man die AfD wieder in die bewusste Ecke schieben kann-andere Kommentatoren erwähnten schon, dass man damit vermeiden kann, das Vernünftige zu hören, das die AfD zu sagen hat.
Von den Schimpfworten, die man sonst so zu hören bekommt und die entweder Satire sind oder sonst nicht so schlimm, weil man die AfD damit betitelt, ganz zu schweigen. Zweierlei Mass eben.

Marion Stengel | Di, 20. Februar 2018 - 14:41

Lieber Herr Schwennicke,
ich gebe viel auf das was Sie sagen. Auch daß Sie sich kritisch, reflektiert in öffentl. Diskussionsrunden einbringen
Aber in diesem Beitrag sind Sie nicht fair. Hier wird mit zweierlei Maß gemessen. Erinnern Sie sich bitte, an das Schmähgedicht von Jan Böhmermann. Dieses übertrifft alles was man gerade noch zumutbar nennen kann. Was da gesagt worden ist, ist zutiefst bösartige Beleidigung, Rassismus, Diskrininierung. Da ist die Rede von Andre' Poggenburg so harmlos, das man diese kaum erwähnen muß. Also bitte, bleiben Sie fair, und nicht, weil es gerade die AfD ist, dann aufbauschen und draufhauen. Und bei den etablierten ist es gestattet. Das kann nicht sein. Das ist keine Demokratie. Ich finde beides nicht in Ordnung. Aber das Gedicht von Jan Böhmermann hat mich wirklich sehr entsetzt. So etwas ist unterstes Niveau. Das kritisieren Sie nicht und empören sich, fordern Konsequenzen. Wie ist das möglich, gerade von Ihnen.

Liebe Frau Stengel,
sie sprechen exakt das aus, was auch meine Meinung ist.
Da gibt es nichts hinzuzufügen, außer: Herr Schwennicke, das nächste Mal bitte wieder so objektiv und journalistisch fundiert schreiben, wie wir das von Cicero eigentlich kennen!

reinhard rinner | Di, 20. Februar 2018 - 14:44

Ich wünsche mir das in Deutschland nicht jedes Wort, jede Geste auf die Goldwaage bzw. auf den Nazi-Prüfstein gelegt wird. Andere Länder mit
rechter, faschistischer Vergangenheit wie Italien
oder Spanien sind uns da voraus.
Aber wahrscheinlich werden sie "hinten" eingereiht werden, schließlich bekommen "die-schon-länger-hierlebenden" ihre zweite Erbsünde tagtäglich um die Ohren gehauen, zum Unterschied der zitierten Länder. Die erste Erbsünde ist die christliche, mit der jeder anscheinend geboren wird.

Lena Martin | Di, 20. Februar 2018 - 14:48

Sehr geehrter Herr Schwennicke,
aufgrund Ihres Artikels habe ich mir die Poggenburg-Aschermittwochs-Rede auf You Tube an gehört. Scheinbar habe ich eine andere Rede gehört. Die von Ihnen zitierte begann mit "Kameraden"(übrigens - was ist an diesem Wort auszusetzen ?). Die von mir gehörte begann mit:
"Liebe Freunde, Kollegen, Kameraden und auch,
wenn Sie so wollen, Genossen". Beim besten Willen meinerseits, habe ich keine ausländerfeindliche, von Nazi-Anspielungen gespickte, rassistische Rede gehört.
Zugegeben, die Wortwahl von Herrn Poggenburg war wirklich nicht zimperlich. Die genannten Ausdrücke für die türkischen Funktionäre betrafen auch nur diese und n i c h t allgemein a l l e Ausländer. Sie können versichert sein, auch mich widert es an, von ausländ. (insb. orientalischen) Funktionären, Zentralräten, Journalisten, Kabarettisten, etc, ständig unsere schlimme Vergangenheit vorgehalten zu bekommen; die mir dazu noch vorschreiben wollen, was ich zu denken
habe.

Petra Wilhelmi | Di, 20. Februar 2018 - 14:50

Man mag zur AfD stehen, wie man will. Ich mag sicherlich keinen Herrn Poggenburg, weil er mit zu primitiv ist, aber hier wird sein Ausspruch allzu hoch gehängt. Schändlich ist er nicht, er ist unsäglich geschmacklos und eben Straßenjargon. Ich bin kein Freund, der Gleiches mit Gleichem vergelten will, aber wo waren denn diejenigen, die verurteilten, dass wir mit juristischer Erlaubnis Köterrasse genannt werden dürfen. Wo war da der öffentliche Medien-Shitstorm? Wo war der öffentliche Medien-Shitstorm, als uns Kulturlosigkeit unterstellt worden ist? Hier wird eindeutig mit zweierlei Maß geurteilt. Dem Sinn nach hat Herr Poggenburg leider recht. Übrigens wurde er dafür gerügt. Zum Aschermittwoch sollte sich niemand für jeden Mist, der dort erzählt wird, entschuldigen müssen. Es hat sich z.B. noch keiner bei mir entschuldigt, dass ich als Sachse Pack, Nazi, Dunkeldeutsche beschimpft worden bin. Das ist wohl dann rechtens. Oder: zweierlei Maß.

August-Johann Müller | Di, 20. Februar 2018 - 15:25

Wir sollten nachsichtig sein. Herr Schwennicke hatte offensichtlich einen schlechten Tag. Ich bleibe trotzdem ein Fan der Cicero-Beitäge.

Heinz Kremp | Di, 20. Februar 2018 - 15:30

Gewiss unerträglich, was dieser Poggenburg da so abgesondert und man fragt sich, was solche Leute bewegt, all das mutwillig einzureißen, was andere aufbauen. Ist es Dummheit, Auftrag? Gleichwohl: Ich gehöre zu den von Ihnen angeführten 10 Prozent Konservativen, die der AfD treu bleiben, denn außerhalb dieser Partei gibt es keinen wirksamen Widerstand gegen die zerstörerische Massenmigrationspolitik, von Merkel, Kramp-Karrenbauer, Nahles & Co.

Erika Rojas | Di, 20. Februar 2018 - 15:36

Schade, dass sich auch Cicero an die verlogenen Doppelstandards der Systemmedien anpasst. Hier schlimmste, das ganze Volk beleidigende antideutsche Entgleisungen, die kommentarlos hingenommen werden, dort Kameltreiber und Kümmeltürken, die zu einer Staatsaffäre hochgejazzt werden. Einfach nur lächerlich!

Alfred Vail | Di, 20. Februar 2018 - 15:43

Herr Schwennicke hat recht mit der Beschreibung dieser unakzeptablen Rede. Meine Hoffnung ist, dass in den nächsten Monaten vermehrt konservative Menschen in die Partei eintreten und so das Gewicht Richtung Mäßigung verschieben. Das Auftreten der AfD im Bundestag wird dies sicherlich vorantreiben.

Aber selbst wenn das nicht passiert, was wäre die Alternative zur AfD? Ich habe mich zumindest entschieden: solange Angela Merkel und die Ihren in der CDU das Sagen haben werden ich die AfD wählen. Denn einzig und allein das Vorhandensein der AfD führt zu einem Umdenken der aktuellen Politik.

Ohne die AfD würden wir immer noch tief und fest schlafen!

Ich habe bei der BTW die FDP gewählt, trotzdem sage ich wie Sie, dass es ohne die AfD nicht geht. Aus Sicht der AFD ist wiederum der rechte Rand notwendig, um, wie im Artikel gesagt, fünf Prozent mehr zu haben und vielleicht noch notwendiger, um in der Presse gedruckt zu werden. Die AFD-Fraktion will jetzt eigene Pressearbeit machen. Nicht das sie das bisher nicht gemacht hat, aber jetzt soll das mit dem im Bundestag verdientem Geld gemacht werden. Das alles ist keine Erfindung der AfD, bsw hatte sich die SPD nach dem WW2 eigene Zeitungen zugelegt und auch das gewerbliche Fernsehen ist genau wegen derartiger Überlegungen der Politik entstanden.

Was soll man nun dazu sagen? Ich verstehe die Gründe, trotzdem ist das sehr unangenehm. Besser wäre es, wenn es einen anderen Weg für mehr politischen Wettbewerb gäbe. Nur welcher? Es ist der verständliche Wunsch der anderen Parteien plus der veröffentlichten Meinung die AfD als Wettbewerber auszugrenzen. Nur ändert sich dann auch nichts.

Hans-Hasso Stamer | Di, 20. Februar 2018 - 15:54

Wenn man den politische Aschermittwoch, egal welcher Partei, ernst nimmt, dann kann man das auch gleich mit der heute-show tun. Da feiern bierselige Parteigänger ihr Wir-Gefühl, wer das fast in den Rang einer Staatsaffäre erhebt, der betreibt Propaganda des jeweiligen politischen Gegners. Das war schon zu Zeiten FJS so.

Der Unterschied ist nur der: Die AfD hat alle zu Gegnern, sogar die Justiz, die eine eindeutige plumpe Beleidigung als „satirisch“ und damit von der Kunstfreiheit gedeckt einstufte.

Lese ich beispielsweise das „Impulspapier“ der Frau Ösoguz, so erscheint mir diese beabsichtigte multikulturelle Umgestaltung des gesamten Landes als weitaus gefährlicher als jeder rhetorische Stammtischmißgriff. Aber DARÜBER vermisse ich eine dringend notwendige öffentliche Debatte.

Immerhin hat der „Cicero“ einen eindeutigen Artikel darüber geschrieben:

https://www.cicero.de/kultur/aydan-oezoguz-und-nora-illi-freifahrtschei…

Uwe Dippel | Di, 20. Februar 2018 - 16:01

Man kann doch unmöglich aus einer unmöglichen Bemerkung eines notorischen Parteimitgliedes gleich eine Partei machen, die als NPD im Schafspelz daherkommt!

Und wenn man sich da wirklich mit beschäftigt, stellt man sogar eine Vorgeschichte fest - nein, nicht die 'Köterrasse'. Dennoch bleibt diese Aussage als unmöglich stehen.

Christian Döring | Di, 20. Februar 2018 - 16:07

Gefallen hat mir Poggenburgs Auftritt nicht. Genausowenig wie seinerzeit die "ZDF-Satire" Nazi-Schlampe. Mal zurückgelehnt: Diese künstliche Empörungsdemokratie, noch dazu beim etwas toleranten Cicero? Es gibt wirklich substantiell Wichtigeres, verehrter Herr Schwennicke.

Karl-Heinz Lösche | Di, 20. Februar 2018 - 16:07

Olle Kamellen!

Musste Cicero sich wieder ins rechte linke Lager positionieren?

Michael Müller | Di, 20. Februar 2018 - 16:09

Tatsächlich ist die von Ihnen zitierte Rede unappetitlich und eine Geschmacklosigkeit.
Wenn man nach Ursache und Wirkung fragt werden Sie vielleicht mit mir übereinstimmen, dass das Staatsversagen, wie der Cicero 2015 die Situation um die ungebremste Zuwanderung eingeordnet hat, das Land gespalten hat. Die Koalition aus CDU , CSU und SPD haben diese schädliche Politik zu verantworten und unser Land in Hell- bzw Dunkeldeutschland gespalten. Ein Umdenken ist selbst nach den Wahlen nicht zu erkennen. Anders Denkende werden diffamiert. Somit ist es folgerichtig dass sich die AfD derart etabliert. Sie ist die einzige Partei gegen eine massenhafte unkontrollierte Zuwanderung.

Thomas Bertram | Di, 20. Februar 2018 - 16:23

Wer nicht in der Lage ist, einen Janker von einem Tweed Jacket zu unterscheiden, der sollte einem weder die deutsche Politik, noch die Welt erklären!

Gerhard Heck | Di, 20. Februar 2018 - 16:23

Lieber Herr Schwennicke, nachdem ich immer wieder erfreut Ihre geistreichen und sachkundigen Artikel lese, muß ich leider feststellen, dass Sie dieses Mal etwas über das Ziel hinausgeschossen sind. So konnte man bereits häufig in der Vergangenheit verbale Ausrutscher unserer Politikelite hören, die denjenigen des Herrn Poggenburg in keiner Weise nachstanden, in diesem Zusammenhang sei an die "Ratten und Schmeißfliegen" eines Franz Josef Strauß erinnert, oder auch an die "Ar...öcher" eines Herrn Tauber, mit denen er alle Nichtmerkelfreunde unter den Längerhierlebenden betitelte, auch war der Entrüstungssturm gegen unseren Satiriker, der das türkische Staatsoberhaupt der Sodomie bezichtigte, eher verhalten usw. Im Moment sehe ich nur bei der AfD den Willen und auch die Aussicht, die verheerende Entwicklung hinsichtlich der Flüchtlingsproblematik für unser Land zu stoppen, und das Niederschreiben dieser Partei aufgrund der Äußerungen eines ihrer Mitglieder als nicht besonders hilfreich.

Ingbert Jüdt | Di, 20. Februar 2018 - 16:37

... rechts außen leckgeschlagen, und bekommt den Wassereinbruch nicht in den Griff, weil die inneren Schotts auf den höheren Decks überspült werden.

Ob die Passagiere im Eiswasser wieder zur Besinnung kommen?

Petra Führmann | Di, 20. Februar 2018 - 16:37

mein Kommentar fehlt (mal wieder), aber es ist nicht so schlimm, es haben andere Ähnliches geschrieben. Ich wiederhole es auch nicht, stimme aber Herrn Werner zu.
Ich verstehe nicht, weshalb sich manche hier derart echauffieren wegen einer nicht geglückten Formulierung; gibt es nicht weit, weit Schlimmeres in der Politik, die sich vielleicht nicht auf Formulierungen oder besser Verschleierungen, bezieht, aufregen? Oder über das, was wieder in Syrien passiert? Ist zwar nicht das Thema, aber mir geht es darum, über was man sich aufregt. Den einen stört so eine Rede, den anderen nicht; für mich gibt es wirklich Wichtigeres.

Linda Berckhemer | Di, 20. Februar 2018 - 16:49

Nicht nur Poggenpohl, sondern auch Höcke....

Gerd Steimer | Di, 20. Februar 2018 - 16:51

Ich bin es so satt! natürlich redet Poggenburg dummes Zeug, gegenüber den Sprüchen von z.B. Herrn Yücel ist es aber verdammt harmlos:
"„Der baldige Abgang der Deutschen aber ist Völkersterben von seiner schönsten Seite“
Die ekelhaften Sprüche gegenüber Thilo Sarazin (wenn ich sie zitiere wird mein Post gelöscht) kann sich jeder selbst ergoogeln.
Man soll nicht relativieren, aber mit zweierlei Maß messen ist schlimmer!

claudia prinzel | Di, 20. Februar 2018 - 17:00

Jetzt weiß wenigstens jeder deutsche Leser, dass Herr Schwenicke und sein Blättchen Seit an Seit auch in der Richtung marschieren, die die Nornen des Qualitätsjournalismus, die Erbinnen aus den Häusern Springer und Bertelsmann bestimmen. Nach Spiegel, Focus und Welt empfielt es sich nun auch, ein Cicero-Abo zu kündigen. Wegweisendes erfährt man ja von den Damen Slomka, Maischberger, Will und Illner per elektronischer Medien und da spart man sich wenigstens die Mühe der Altpapierentsorgung.

Tichys Einblick. Meiner einziger Lichtblick in dieser dunklen Zeit.

Bernd Lehmann | Do, 22. Februar 2018 - 18:46

In reply to by Heike Stürmer

Auch nicht mehr.

Matthias Eberbach | Di, 20. Februar 2018 - 17:02

...einer AfD ist nicht beizukommen mit Kommentaren über die mit Absicht polarisierenden Äusserungen einiger Protagonisten, sondern mit konservativer Politik, die es im Moment leider nur bei der AfD gibt. Je mehr Leute wie AKK und Laschet die CDU noch weiter nach links rücken, Seehofer/Söder nur ankündigen und dann einknicken (ohne die CSU bundesweit auszudehnen) werden die Konservativen immer mehr durch die etablierten Parteien verprellt. Diese wandern dann zur AfD, die dann bald das konservative Spektrum, das in Deutschland nach Umfragen zwischen 20-25% liegt, allein abdecken wird. Der Frust über diese Situation ist teilweise so tief, dass ein Empörungsjournalismus über Poggenburg eher das Gegenteil erreicht. Aber solange sich bei CDU/CSU nichts ändert wird die AfD munter ihr Spektrum ausnutzen und etwas mehr nach rechts blinken interessiert diese Wähler doch überhaupt nicht mehr. Das Gegurke bei Jamaika und Groko zeigt doch aber diese Situation bei den Etablierten niemand juckt.

Detlev Bargatzky | Di, 20. Februar 2018 - 17:08

Ich erinnere mich an den BT-Wahlkampf 2013.
Lucke/die AfD wandte sich gegen die Vergemeinschaftung der Staatsschulden der EU-Länder.
Das griff dann die Presse (nicht etwa die Regierungsparteien) auf und warf der AfD vor, "das sei reaktionär" und folgerte messerscharf, die AfD sei somit eine Partei aus der rechten Ecke.

Zeitgleich wurde die Pädophilie-Kampagne gegen die Grünen gestartet.
Das waren die wichtigsten Argumente während des Wahlkampfes.

Konsequenz: AfD und FDP blieben jeweils knapp unter 5% und AM BK.

Seit dem wird der AfD bei jeder passenden Äusserung eines Parteimitglieds bescheinigt, schon wieder weiter nach rechts abgedriftet zu sein.

Ich warte auf den Tag, an dem sich die Funktionäre von NPD und anderen rechten Organisationen zusammen mit den BT-Parteien und den deutschen Medien in einer gemeinsamen Erklärung mit Abscheu von der AfD distanzieren.

PS:Ich werte das mal als Folge einer Politikgestaltung durch Medien, die keinerlei Wählermandat haben.

Jörg Meyer | Di, 20. Februar 2018 - 17:08

Wann werden die Menschen endlich erkennen, dass die AfD nicht die Krankheit, sondern ein Symptom ist, ein Ventil für eine verblendete, ruinöse Migrations- und Europapolitik, der der Bürger angesichts eines weitgehend gleichgeschalteten öffentlichen Diskurses nur noch durch seine Wählerstimme entgegentreten konnte? Im Übrigen gilt das Evolutionsgesetz: Wird jeder Kritiker mit der Nazi-Keule bearbeitet, bleiben eben nur noch solche „robusteren“ Gestalten wie Poggenburg übrig. Das nimmt kein gutes Ende, wenn die Politik sich der unbestreitbaren Missstände nicht bald annimmt.

Detlev Bargatzky | Di, 20. Februar 2018 - 17:08

Ich erinnere mich an den BT-Wahlkampf 2013.
Lucke/die AfD wandte sich gegen die Vergemeinschaftung der Staatsschulden der EU-Länder.
Das griff dann die Presse (nicht etwa die Regierungsparteien) auf und warf der AfD vor, "das sei reaktionär" und folgerte messerscharf, die AfD sei somit eine Partei aus der rechten Ecke.

Zeitgleich wurde die Pädophilie-Kampagne gegen die Grünen gestartet.
Das waren die wichtigsten Argumente während des Wahlkampfes.

Konsequenz: AfD und FDP blieben jeweils knapp unter 5% und AM BK.

Seit dem wird der AfD bei jeder passenden Äusserung eines Parteimitglieds bescheinigt, schon wieder weiter nach rechts abgedriftet zu sein.

Ich warte auf den Tag, an dem sich die Funktionäre von NPD und anderen rechten Organisationen zusammen mit den BT-Parteien und den deutschen Medien in einer gemeinsamen Erklärung mit Abscheu von der AfD distanzieren.

PS:Ich werte das mal als Folge einer Politikgestaltung durch Medien, die keinerlei Wählermandat haben.

Giesela Kramski | Di, 20. Februar 2018 - 17:09

1. Die Kritik an der politisch-strategisch dummen Wortwahl Poggenburgs ist berechtigt.
2. Kommt auch noch mal ein Beitrag zur Wortwahl Yüzels, Herr Schwennicke?
3. In der einzigen existenziellen Frage (alle anderen Probleme unseres Staates treten m.E. dahinter zurück) , der "Zuwanderungsfrage", bleibt die AfD dennoch das Maß der Dinge. Weil die anderen Ausverkaufsparteien "uns" aufgegeben haben.

Ingrid Gathmann | Di, 20. Februar 2018 - 17:14

In Ihrem Artikel, sehr geehrter Herr Schwennicke, schreiben Sie, dass keiner in der AfD Herrn Poggenburg eine Rüge erteilt hat. Das stimmt so nicht. Soviel ich mich erinnere, hat Herr Professor Dr.Meuthen Herrn Poggenburg eine Abmahnung erteilt. Auch Herr Gauland und Frau Dr. Weidel haben sich z. T. kritisch dazu geäußert.
Warum darf eine grüne Politikerin, die jetzt sogar stellvertretende Präsidentin des Bundestages ist, zusammen mit dem Oberbürgermeister von Hannover hinter einem Plakat herlaufen "Deutschland, du mieses Stück Sch...?" oder rumposaunen "Deutschland verrecke!".
Hier wird doch mit zweierlei Maß gemessen.
Diesen Artikel hätte ich nie bei Cicero vermutet.
Poggenburg ist wirklich kein Aushängeschild für die AfD. Ich kann den Leser aus Hessen nur bestätigen, dass die AfD in Hessen gerade einen neuen Landesvorstand gewählt hat, der alles andere als "rechts" ist. Die Ostdeutschen sind durch ihre Erlebnisse unter der Diktatur anders gestrickt als wir Westler. Verständlich

Konrad Perfeud | Di, 20. Februar 2018 - 17:15

Ich frage mich, wer radikaler oder extremistischer agiert. Derjenige, der Fremde beleidigt, oder der, der Fremden erlaubt, unsere Gesetze zu brechen und uns zu bestehlen, oder dabei sogar hilft.

Christian Bauer | Di, 20. Februar 2018 - 17:22

als der ich kraft eines Richterspruches von einem "Kameltreiber" benannt werden darf, nehme ich an, dass das ort "Kümmeltürke" noch viel zu wenig ist, um den Autor von "Köterrasse" gerecht zu werden.
Gerne wüsste ich auch, als was der vom NDR gesendete Ausdruck "Nazischlampe" vom Cicero bewertet wird.

Komischeweise wurde dem "Ziegenfi.....) aus den linken Kreissen frenetisch applaudiert, es war halt der Feind.

Jürgen Althoff | Di, 20. Februar 2018 - 17:47

Wenn Heerscharen trüffelsuchender linksgrüner Journalisten ständig nach skandalisierbaren Zitaten von AfD-Mitgliedern suchen und dabei nicht mehr herauskommt, dann sollten Sie den Ball etwas flacher halten. PC-entsprechend haben Sie und Ihre journalistischen Mitkämpfer natürlich sogenannte fremdenfeindliche oder rassistische (wie wäre es, wenn sich Cicero hier mal an einer justiziablen Definition versuchte?) Äußerungen aufgegriffen, die nahezu ständige Hetzerei aus den von Ihnen offenbar bevorzugten Parteien gegen "schon länger hier Lebende" aber gewohnheitsmäßig ignoriert.
Nehmen Sie sich mal die Zeit und hören sich die Debattenbeiträge der AfD-MdBs an. So etwas an Souveränität und Sachverstand hat es im Hohen Hause seit Langem nicht mehr gegeben. Die Leute bringen Argumente und wollen sachbezogen diskutieren, und das ist da überhaupt niemand gewohnt, siehe die hysterische Reaktion z.B. des Herrn Hofreiter.

Andreas Ulbrich | Di, 20. Februar 2018 - 17:54

Poggenburg ist nicht aus der Peripherie der Partei, aber er ist auch kein Mann der ersten Reihe. Auch der CICERO will zum Beispiel nicht bemerken, dass die Redner der Bundestagsfraktion eine gute Figur machen und mit Recht konservativ bezeichnet werden können.
Im Übrigen leistet sich die Linke seit je einen radikalen (incl. Antifaschlägern) und einen moderaten Flügel, ohne dass das jemand anstößig findet.

Andreas Ulbrich | Di, 20. Februar 2018 - 17:56

Muslimische Terroranschläge und eine Faschingsrede auf eine Stufe zu stellen, ist wohl etwas neben der Sache.

Ihr Artikel Herr Schwennicke war unüberlegt. So verhelfen auch Sie der AFD zu weiteren Mitgliedern und neuen Wählerstimmen.

Wer bierlaunige Fastnachtssprüche nicht versteht, sollte möglichst zeitnah keine Kolumnen schreiben. Hören sie doch mal den Leuten auf der Strasse zu: viele sprechen von Kümmeltürken und Kameltreibern, das ist in unserer Sprache mittlerweile fest verankert.

Peter Weih | Di, 20. Februar 2018 - 18:34

Solange es eine Groko gibt, mit Merkel als Kanzlerin, solange es die Gefahr einer Wiederholung des "Migrationswahnsinns" vom 2. Halbjahr 2015 gibt (ich meine nicht die akute Notsituation im September 2015 sondern den anschließenden "Wir-schaffen-das-Wahnsinn), solange z.B. 3 Mrd Euro für angeblich minderjährige Flüchtlinge ausgegeben werden und von fast 300.000 abgelehnten Asylanten nur 20.000 in ihre Heimatländer zurückgebracht werden, solange wird die Zustimmung zur AfD weiter wachsen (s. Umfragen).
Weil die max. 3-4% rechten Spinner vom Rest der AfD Wähler als kleineres Übel in Kauf genommen werden.
Man nennt das "taktisches" Wählen und sorry, es ist die einzige Chance, die ich als einer von ca. 61,5 Mio Wahlberechtigten habe, die Damen und Herren von der Groko im Punkt der Migrationspolitik unter Druck zu setzen.

Heinrich Niklaus | Di, 20. Februar 2018 - 18:42

Ja, es ist im deutschen Medien-Mainstream nicht ganz ungefährlich, ständig gegen den Stachel zu löcken. Hin und wieder muss man dann auch mal eine Opfergabe darbieten. Sonst wird man ausgeschlossen und muss auf Auftritte in Talkshows verzichten.

Armin Latell | Di, 20. Februar 2018 - 18:44

von den Kommentatoren, die nicht Ihrer Meinung sind, so wie ich, ist schon alles gesagt. In diesem Artikel haben Sie Maas und Ihre sonst bemerkenswerte souveräne Mitte, die ich immer geschätzt habe, weit verlassen. Na ja, jeder kann mal einen schlechten Tag haben.

Wilhelm Maier | Di, 20. Februar 2018 - 18:48

Demgemäß bezeichnete bereits im Frankreich des Jahres 1789 die Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte die Meinungsfreiheit als “un des droits les plus précieux de l’Homme”, als eines der kostbarsten Rechte des Menschen.
https://www.menschenrechtskonvention.eu/freie-meinungsaeusserung-9295/
Und dass die Regewendungen, inhaltliche Zusammenfassungen und auch die (beleidigende ?) Äußerungen jedermann für sich versteht, ist doch vollkommen Richtig.
Ist halt eine eigene Auslegung: Deutung des Inhalts eines Texts. Eigene.
„Die meisten Menschen haben Schwierigkeiten mit jenen Bibelstellen, die sie nicht verstehen. Mir dagegen bereiten nicht die unverständlichen Bibelstellen Bauchweh, sondern diejenigen, die ich verstehe.“
Mark Twain
Alles Gute.

Markus Andel | Di, 20. Februar 2018 - 18:53

Sehr geehrter Herr Schwennicke, wer Poggenburg im Dritten (MDR) zuhören konnte, dem wird schnell bewusst, dass die intellektuellen als auch rhetorischen Fähigkeiten dieses Mannes begrenzt sind. Vor seiner politischen Karriere soll dieser eine kleine, eher schlecht gehende Firma für Kühlerreparaturen geführt haben. Da P. Verbindungen zu Höcke und Kubitschek haben soll, liegt der Verdacht nahe. Zumal letztgenannter nicht einmal 20 km von P. entfernt residiert. Zu solchen Feinheiten wie „Jedem das ... (Kunstpause) ... was ihm gebührt“, scheint P. jedenfalls nicht fähig.

Martin Lederer | Di, 20. Februar 2018 - 18:59

Die Aussage von Poggenburg war ein totaler Schwachsinn. Dumm, kontraproduktiv und ohne jeden Sinn.
Ich finde aber die Nicht-Reaktion von Gauland ganz gut. Sollen die Medien halt ihren Aufschrei alleine gestalten.

Bernhard Jasper | Di, 20. Februar 2018 - 19:00

Bleiben Sie ganz gelassen meine Damen und Herren, Strafanzeigen wurden wegen Beleidigung und Volksverhetzung gestellt. Jetzt entscheidet unser Rechtsstaat.

Wolfgang Beck | Sa, 24. Februar 2018 - 17:32

In reply to by Bernhard Jasper

Sehr geehrter Herr Jasper, Ihre Kommentare lassen zweifelsfrei eine Tendenz erkennen, nämlich die einer Sympathie mit der linken autonomen Szene. Was diese betrifft, kann es kein Zweifel geben an deren radikalen Ablehnung des demokratischen Rechtsstaates. Indem Sie jetzt den Rechtsstaat als die zuständige Instanz bemühen, setzen Sie sich selbst nur der Lächerlichkeit preis. Ihr Problem ist es vermutlich, von 68ern massiv indoktriniert worden zu sein.
mufg

Alexander Mazurek | Di, 20. Februar 2018 - 19:14

… Trump und nicht einer der Vorzeigerepublikaner und schon gar nicht die "demokratische" HilLIARy gewählt worden ist, so wird hierzulande die AfD gewählt werden. Aus blanker Not, weil die etablierten Parteien nach dem Marsch durch die Institutionen der 68-er alle abgehoben sind, Teil einer "Bewegung", die die Interessen des Souveräns nicht mehr vertritt, sie realisiert ihre "Träume" und "Ideen", koste es "das Pack", die "deplorables", was es will. Eigensicherung geht vor.

Wolfgang Schuckmann | Sa, 24. Februar 2018 - 07:13

In reply to by Alexander Mazurek

Wie Wahr, wie wahr, wie wahr!!!
Dieses Gebilde, das sich Staat nennt, wird in gar nicht mehr so ferner Zeit implodieren,
und ich hoffe inständig, dass diejenigen, die dann dieses Desaster zu verantworten haben, in den Strudeln der Geschichte verschwinden werden.

Andreas Balmert | Di, 20. Februar 2018 - 19:18

Den vorliegenden Beitrag hätte ich eher bei SPON oder ZON verortet. Vom Cicero war ich bisher eine differenziertere Sicht auf die Dinge gewohnt.

Dennis Staudmann | Di, 20. Februar 2018 - 19:19

die Rede Poggenburgs verurteilen und würden unter anderen Umständen die AfD auch nicht (mehr) wählen. Was ist aber die Alternative zur Alternative für Deutschland? Die Situation ist doch so, dass Merkel wirklich "alles" tun kann. Sie lässt Koalitionsverhandlungen scheitern, agiert dann ganz offensichtlich zum Nachteil ihrer Partei und für den eigenen Machterhalt, aber ihr "Thron" ist dadurch nicht gefährdet. Die Menschen wissen, dass das derzeitige Geschwafel von Nachfolge und Machtübergabe nur blauer Dunst ist. Wenn der Wähler sie nicht stoppt, wird Merkel noch viele Jahre Kanzlerin bleiben und auch keine einzige andere Partei, selbst wenn sie wie zuletzt die SPD die Möglichkeit dazu hatte, wird diese ewige Kanzlerschaft beenden. Auch die FDP kritisiert jetzt Merkel. In der Zeit der Sondierungen war davon nichts zu hören. Was soll das für eine traurige Demokratie sein, wenn ein Grossteil von ca. 82 Mio. Menschen glaubt, dass es nur "die Eine" gibt, die regieren kann?

Andreas Fischer | Di, 20. Februar 2018 - 19:21

Denn den eigentlichen Knall den hat oder will man wieder nicht hören.
Den hat Höcke geliefert.

Da sagt er doch am Ende seiner Rede: "Haben wir Deutschen aus der Geschichte gelernt und sind wir in der Lage diesen Spuk zu beenden, bevor er in einer finalen Katastrophe endet?" und antwortet: " Ja liebe Freunde, wir haben, wir können und wir werden."

Das das niemanden interessiert und alle sich auf die Wörter "Kamelhändler" etc. vom Poggenburg stürzen, ist für mich verwunderlich.

Wilhelm Maier | Di, 20. Februar 2018 - 19:22

Bravissimo, Herr Schwennicke,
mit nur so einer winziger „Cake Pops“ haben Sie schon so viele Kommentaren erreicht.
Nur meine sind leider nicht durch „Zensur“ durchgekommen.
Trotz allem, Alles Gute.

Ruth Müller | Di, 20. Februar 2018 - 19:43

Sie verlassen jetzt die freiheitlich-demokratische Grundordnung :
[Kümmelverkäufer, Kameltreiber, etc.]

.

Sie betreten jetzt die freiheitlich-demokratische Grundordnung :
Türkischen Elternbund Hamburg, Malik Karabulut : Deutsche = Köterrasse
Böhmermann: Ziegenficker, etc.
Gabriel: Pack, etc.
Stegner: AFD = Parasiten der Medien, etc.
Stegemann: AFD = Scheiss-Nazis
Mack: MVP - das dümmste besiedelte Land
usw.

.

Herr Schwennicke mit Verlaub, dass ist das Eigentor den Jahres. Aschermittwochsreden sollten von Cicero nicht kommentiert werden - das ist nicht das Niveau dieses Magazin (Egal(!) wer die Rede hält!)

Bernd Elvers | Di, 20. Februar 2018 - 20:15

Eine Rede im Festschuppen beim Bier zum Aschermittwoch ist kein Nobel-Laureatorium. Bitte hängen Sie die Sache deutlichst tiefer.

Dass ein, zwei Vorleuten Ost der AfD öfters der Gaul durchgeht, sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass die beiden Herren zusammen weniger als ein Zehntel der AfD-Mitglieder repräsentieren.

Das sollte proportional gesehen werden.

Manfred Gimmler | Di, 20. Februar 2018 - 20:59

Im politischen Tagesgeschäft kommt es häufig vor – und nicht nur unter Politikern, daß der Adressat einer Botschaft nicht namentlich genannt wird. Für wen etwa Journalisten oft schreiben, ist mir und vielen anderen Bürgern durchaus bewußt. Ihr Artikel galt sicherlich nicht den AfD-Anhängern unter Ihren Lesern.

Nett wie ich nun halt einmal bin, verkneife ich es mir, meine nicht ganz so netten Vermutungen diesbezüglich in einem Kommentar zusammen zu fassen; denn Sie werden bei selbstkritischer Betrachtung wohl ganz alleine Ihre wahren Absichten erkennen können.

Wenn es denn dem eigenen Wohlbefinden dient, dann „glänzen“ Sie doch einfach weiterhin mit Ihren Bemerkungen zur Kanzlerin und zur AfD und versuchen die Quadratur des Kreises – trotz Ferdinand von Lindemann (1882).

Jan Lolling | Di, 20. Februar 2018 - 21:16

Dass so etwas von der AfD geduldet wird ist sehr bedauerlich und schadet massiv. Es gibt ja durchaus Themen die die AfD sinnvoll besetzt aber wie will man das akzeptieren wenn man unweigerlich Leute wie diesen Herrn vor Augen haben muss wenn es um die AfD geht.
Man könnte fast glauben Herr Poggenburg ist eigentlich eher daran gelegen dieser Partei zu schaden. Ähnliche Effekte nur spiegelverkehrt sieht man auch bei den Linken wo man bei einigen Personen auch nur den Kopf schütteln kann und sich fragen muss ob diese nicht einen speziellen Auftrag haben.

Manfred Eggerichs | Di, 20. Februar 2018 - 21:39

Herr Schwennicke, nach mehrmaligem Lesen Ihrer Meinung bin ich mir sicher, das nicht nur bei Herrn Poggenburg die Maske etwas verrutscht ist. Auch Sie zeigen sich hier von einer Seite, die dem Mainstream der "Großen Blätter" entspricht. Haben Sie ein Angebot von Spiegel & Co erhalten?

Peter Huebler | Di, 20. Februar 2018 - 21:40

... und den Kontext der Rede von Poggenburg in keiner Weise erwähnt. Worum ging es? Es ging um die Dreistigkeit der türkischen Dtip-Organisation etwas gegen die geplante Schaffung eines Heimatministeriums zu sagen, und das mit Verweis auf die deutsche Geschichte. Da platzt einem schon der Kragen! Nur traut sich das kein Deutscher mehr in unserer politisch korrekten Parteienlandschaft. Die Sprache Poggenburgs war sicher hart, aber genau das verstehen diese anmaßenden Dtip-Leute - bekanntermaßen Gäste in unserem Land und verlängerter politischer Arm Erdogans, der hier Indoktrination betreibt und ein wesentlicher Grund für die Abschottung und Nicht-Integration der Türken in Deutschland ist. Die Türken haben vor ihrer eigenen Haustür zu kehren. Der Hinweis auf den Genozid an den Armeniern war richtig! Ich finde diese markigen Worte von Poggenburg gut, jedoch nur an Aschermittwoch. Ansonsten sollte er diplomatischer argumentieren.

Wolfgang Koch | Di, 20. Februar 2018 - 21:53

Allein die Wortwahl in der Überschrift offenbart die political correctness. Danke dass die Kündigungsfunktion einfach und reibungslos funktioniert. Abo-Kündigung war in einer Minute erledigt!

Armin Latell | Di, 20. Februar 2018 - 22:17

Ich habe Herrn Poggenburg jenseits einer Aschermittwochsveranstaltung in Mannheim erlebt - souverän, moderat, patriotisch. Ich finde die auffallend vielen heuchlerischen negativen Kommentare, entschuldigung, ziemlich dämlich, wenn man sich betrachtet, was in diesem Land alles passiert, eine Regierung geltende Gesetze bricht, der Verlauf einer genehmigte Frauen-Kundgebung in Berlin wird rechtswidrig gestört und verhindert, auch von grünen Politikern des Bundestages, die Staatsmacht (Polizei) schaut tatenlos zu, Beispiele wie diese gibt es massenhaft, aber es ist ja immer nur gegen behauptete Rechte, da ist das ja in Ordnung. Irgendwann läuft das Fass über, und deswegen kann Herr Poggenburg in einer Aschermittwochsrede sagen, was und wie er es gesagt hat, meine Unterstützung und Zustimmung hat er. Und wenn sie diesen Kommentar nicht veröffentlichen, bleibe ich trotzdem bei meiner Meinung.

Jürgen Hohenberger | Di, 20. Februar 2018 - 22:32

Wie oft wid die AFD, ihre Untertützer und Wähler noch in Sippenhaft genommen. Das müssen weder die Partei noch nicht mal die Leute, die Poggenberg zugejubelt haben. Wo bleibt die Entrüstung und medialer Rummel, wenn türkische Politiker Deutsche als Köterrasse bezeichnen, wir als Nazis beschimpft oder Kartoffelfresser tituliert werden ? Sicher ist es eines Spitzenpolitikers unwürdig hier mit Kümmelhändler und Kameltreiber zu kontern, das ist dumm. Jedoch kann ich die Leier nicht mehr hören, dass nun die Masken gefallen sind und jeder der AFD wöhlt nun sich nicht mehr der Verantwortung entziehen kann. Mitverantwortlich für die politische Misere in unseren Land macht sich meiner Ansicht nur derjenige, der weiter Merkel, Seehofer und Nahles seine Stimme gibt.

Rolf B. Greven | Di, 20. Februar 2018 - 22:33

Ich finde die Beurteilung der AfD durch Herrn Schwennicke grundsätzlich richtig. Wo ist der Aufstand der Anständigen?

Lilo Start | Di, 20. Februar 2018 - 22:46

Sicherlich, Herr Schwennickes, man sollte es bedenken. Auch ich bin eher für Stil, Differenzierung und Respekt. Jedoch, wo sind die Alternativen??? Wo???? In den "mit uns gibts keine Kontrolle und Grenzen muslimischer und sonstwie Einwanderungskarawanen, sind alle alle Kriegsflüchtlinge" Parteien???
Ich habe Freundinnen, die arbeiten als Deutsch- und Integrationslehrerinnen. Die sind verzweifelt und waren jetzt auf der Berliner Frauendemo. Alles Ex-Grün-Wählerinnen. Sie wissen, was da abging. Wo sind Alternativen???Wo???

Walter Sobchak | Di, 20. Februar 2018 - 23:44

Mag sein, dass dieser gärige Haufen viele rechtsextreme Moleküle hat....

Aber was oder wen soll ich denn sonst wählen, wenn ich mit der aktuellen Flüchtlingspolitik nun überhaupt nicht leben kann???

Michael Theuring | Di, 20. Februar 2018 - 23:56

Kann es ein, dass Sie unter dem Konkurrenzdruck mit anderen Kollegen des schreibenden Faches sich bemüßigt fühlten, hier die ganz große Analyse über die AfD abzuliefern oder glauben Sie tatsächlich, was Sie da in die Tasten gegeben haben?

Ich hoffe, Sie haben einige der oben stehenden Kommmetare gelesen. Dann werden Sie feststellen, dass Sie mit Ihrer Sichtweise auf ziemlich einsamer Flur stehen - schlimmer noch, dass viele der treuen Cicero Leser, die große Hoffnungen in Sie und Ihr Blatt gesetzt haben, sich von demselben abwenden werden, wenn Sie mit Ihrem politischen Rollback so fortfahren.

Irgendwie erinnert mich das Ganze an unseren ehemaligen Bundes-Gauk - nur mit umgekehrten Vorzeichen.

Es könnte aber auch viel einfacher sein: Vielleicht befürchten Sie auch nur, bei Anne Will (oder anderen) nicht mehr eingeladen zu werden, wenn Sie sich nicht ab und an beim AfD-Bashing beteiligen. Da würde ich Sie in der Tat vermissen.

I

Ralf Ehrhardt | Mi, 21. Februar 2018 - 02:20

Sehr geehrter Herr Schwennicke,
in Replik zu Ihrem letzten Artikelsatz
>>"Die Drift der AfD 3.0 ist unverkennbar."<<
erscheint mir auch beim CICERO eine unverkennbare Drift eingesetzt zu haben: eine Drift zur zur Relativierung, zur Anpassung an´s System und zum ´Weiter so`. Die von Ihnen gewünschte "Bürgerlich-Konservative AfD" würde nämlich nicht mehr auffallen und vom System geschluckt werden.
Die Richtigkeit Ihres Zahlenspiels unterstellt: Warum sollten 10 % frustrierte AfD-Konservative für eine bürgerlich-konservative AfD kämpfen, wenn sie ALLESAMT mit vollen 15 % immer wieder -egal, auch wenn sie auch auf dem Kirchentag das ´Vater unser` beten würden- reflexartig als Nazis, Rechtsextreme, brauner Sumpf etc. denunziert werden.
Etwas mehr mediale Aufarbeitung des CICERO zu den verbalen Ausfällen mancher sog. demokratischer Damen (z.B. Nahles) oder Herren (z.B. Kahrs, Stegner) würde der drohenden Driftverschiebung vielleicht gut tun.
Die AfD-Anpassung muss warten.

Gerhard Leuner | Mi, 21. Februar 2018 - 03:54

Es ist schon ein wenig überraschend aber auch sehr aufschlussreich, wie geschmeidig Herr Schwennicke hier alles über Bord wirft, was ihn bisher auszeichnete. Nachdem es jetzt scheinbar "gefährlich" wird (16% und zunehmend für die AfD), wusste jeder, dass nun noch brutaler, skrupelloser aber auch einfältiger gegen diese Partei polemisiert werden wird. Interessant, dass sich Cicero dieser Maßgabe ganz zwanglos anschließt. Was die "Inhalte" und "Erkenntnisse" des Artikels angeht, so ist hier dazu schon alles wesentliche gesagt worden. Dem ist nichts hinzuzufügen. Ich bin jetzt nur noch gespannt, wie sich die Verkaufszahlen des Cicero entwickeln, und wann man sich von Herrn Kissler trennt.

Eberhard Thamm | Mi, 21. Februar 2018 - 06:18

Üble Beschimpfungen sind halt Ergebnis oder Ursache von Unfähigkeit. Negative Sympathie-Bezeugungen von Völker u. Rassen sind auch von hohen Vertreter der Bundestags-Parteien gegeben worden, bzw. durch Transparente anteilig bezeugt worden. Wer solche Beschimpfungen von sich gibt, duldet oder hinnehmen muss, wie : D du mieses Stück Sch.... - D... verrecke - Krautfresser - Köterrasse, der sollte sich aber nicht über Kümmeltürke – Kameltreiber aufregen. Primitivste Verunglimpfungen im Bundestag wie: „ich kann deine Fresse nicht mehr sehen“ sind doch mehrheitsfähig, da kein Rücktritt aus Anstand erfolgt ist. Wo bleibt denn vernehmbar die Entrüstung, wenn ein Kanzler sich einfach über das GG hinwegsetzt! Hier die Entrüstung gleich ein Blätterrauschen im Wald, weil man willfährig der Partei passend ist.

André Kaiser | Mi, 21. Februar 2018 - 07:10

Das ich meinen Nachnamen gekürzt hatte, reichte schon um meinen Beitrag nicht zu veröffentlichen. Aber Leute die sich Simon Templar nennen oder so, können hier ohne Probleme posten. Mal sehen ob ich hier auch noch den James Bond finde oder die Marylin Monroe. Immerhin habe ich nicht gelogen sondern nur gekürzt. Denkt mal drüber nach, liebe Admins.

Thomas Schmid | Mi, 21. Februar 2018 - 08:00

meine Empörung und Wut über die Politik der hiesigen Altparteien ist inzwischen so groß, dass ich sogar bereit bin, Höcke, Poggenburg und Co. als Kollateralschadenverursacher hinzunehmen.
Sie und Ihr cicero sind offenbar nur zahnlose Salonrebellen, die sich in ihren Tun und Lassen nicht wirklich entscheiden können. Sie fordern eine neue konservative Partei, loben Prof. Lucke und tun aber NICHTS um diesen zu unterstützen. Sie schweigen ihn vielmehr tot.
Wer wirklich kämpfen will, muss sich darüber im Klaren sein, dass dabei auch gelegentlich Porzellan zerbricht. Sie glauben immer noch, dass Sie mit der feinen Klinge gegen Panzer obsiegen?
Das ist ehrenwert aber im Ergebnis sinnlos und verschwendete Mühe. Sie haben und nennen keine Alternative. Schade.

Udo Dreisörner | Mi, 21. Februar 2018 - 08:04

Herr Schwennicke, Herr Schwennicke. Auf der LP "Aufstehn" der Band Bots von 1980 ist das Lied Ali (Kümmeltürke). Sicherlich erinnern Sie sich an Bots, oder? Genau. Es ist "die" Band der Friedens- und Antiatombewegung der 80er Jahre. Mit ihrem Artikel werfen Sie also eine Band der Friedensbewegung mit in den Topf der AfD, verallgemeinern das ganze pauschal und fertig ist der Mainstreambrei. Ich muss zugeben das ich diesen Artikel von Ihnen echt enttäuschend finde. Genausowenig wie es DIE RUSSEN, DIE TÜRKEN, DIE DEUTSCHEN oder was weiß ich noch gibt ist Herr Poggenburg DIE AfD. Ein so gravierendes Pauschalurteil hätte ich von Ihnen nicht erwartet. Das sich der Deutsche, der hier schon länger lebt, dafür aber alle Frechheiten gefallen lassen muss ist haarsträubend. Was halten Sie hiervon? https://www.google.de/amp/s/amp.focus.de/politik/deutschland/forderte-z…

Peter Seidler | Mi, 21. Februar 2018 - 08:15

Ich kann Herrn Schwennicke da insgesamt nicht zustimmen. Die Stimmung in Deutschland hat sich in den letzten Jahren aufgrund des massenhaften Zuzugs sagen wir mal vorsichtig unzivilisierter junger muslimischer Männer deutlich verschlecht. Schon davor gab es häufig Probleme mit Parallelgesellschaften vorzugsweise aus dem türkischen Milieu, jetzt wandeln sich diese in Gegengesellschaften, die ganz offen mit ihrem Verhalten ihre Ablehnung gegenüber "Biodeutschen" demonstrieren. Wenn Sie die sichererlich provozierende Aschermittwochsrede Poppenburgs aufgrund von "Kümmelhändler" und "Kameltreiber" als "rassistisch" brandmarken, folgende Sie aber nur der hysterisch kreischenden Meute von Linken und Grünen, die mit Sprachverboten die Diskussion in Deutschland über die Folgen der Islamisierung unterdrücken wollen. Dass die AfD diese Sprachverbote jetzt aufbricht, sehe ich eher positiv, zu einer NPD wird sie damit aber noch lange nicht und sicher niemals werden.

Thomas Matthies | Mi, 21. Februar 2018 - 08:42

Puh, Herr Schwennicke!
So sehr mich Ihr Artikel gefreut hat, so wenig überrascht mich inzwischen ein Großteil der Reaktionen Ihrer Leser. Da wird gerechtfertigt bis zum "Gehtnichtmehr".
Und das hat schon was mit der geänderten Ausrichtung dieser Zeitschrift zu tun.
Ich wünsche Ihnen ein stabiles Rückgrat!

Brigitte Tielert | Mi, 21. Februar 2018 - 09:50

Auch ich war schockiert über die Wortwahl Poggenburgs und das Schweigen in der AfD. Nur sträuben sich mir bei Formulierungen wie "Aufstand der anständigen ..." die Nackenhaare. Diese Keule mit all ihren Anhaftungen wie "Nazi", "braun", "rassistisch", "schändlich", "ausländerfeindlich" und, und, und -- diese Keule hat schon längst ihre Schlagkraft verloren. Man hat sich ihrer ohne Not bedient, als das Mittel der Wahl die nervige Auseinandersetzung mit Beweggründen gewesen wäre. Statt Fieber und Schüttelfrost auszuhalten, lieber gleich das Antibiotikum. Statt artgerechter Tierhaltung Antibiotika ins Futter. Jetzt haben wir den Salat: Multiresistente Keime einerseits und einen immer größer werdenden Teil der Bevölkerung andererseits, der sich dahin wendet, wo er nicht beschimpft und abgewertet wird, nur weil er deutsch ist, seine Kultur schätzt, sich seiner Heimat verbunden fühlt und sich um seine Zukunft sorgt. Auch das ist ein "Erfolg" der Merkel-Ära samt ihrer Teletubbydraufhaumonster

Peter Schultheiß | Mi, 21. Februar 2018 - 10:03

Schade, dass es immer wieder solche Ausfälle wie die Aschermittwochsrede von Poggenbürg in der AfD gibt. So können selbst Sympathisanten des Wahlprogramms diese Partei nicht wählen und müssen weiter nach einer bürgerlich-konservativen poltischen Heimat suchen. Wo bleibt die CSU für die Nicht-Bayern?

Uwe Kruppa | Mi, 21. Februar 2018 - 10:03

Die AfD hat sehr viele fähige konservative Mitglieder und Abgeordnete! Auch die Berliner AfD mit Hr. Pazderski wird weiter an Einfluß gewinnen. Hr.Poggenburg und Hr.Höcke sind nicht die Zukunft der AfD.

Fritz Gessler | Mi, 21. Februar 2018 - 10:29

... ich kann mich noch an aschermittwochsreden damals erinnern, da fielen noch ganz andere beschimpfungen - in der altbayrischen CSU :))
wie richtig hier bemerkt: wer herrn böhmermanns ordinäre 'ziegenficker'-beschimpfungen an erdogans adresse für satire hält (da wurde extra ein gesetz geändert, um ihm prozess und verurteilung zu ersparen!), der schweige betreten zum fall poggenburg.

Axel Jung | Mi, 21. Februar 2018 - 10:39

Wie sich wieder bestätigt, ist die selbsternannte sog. Alternative eben keine Alternative. Mir schaudert bei der Vorstellung, dass fast 13 % der Wähler diesen Typen bei der Bundestagswahl ihre Stimme gegeben haben. Was ist nur los mit den Deutschen?

Wolfgang Beck | Fr, 23. Februar 2018 - 10:07

In reply to by Axel Jung

"Was ist nur los mit den Deutschen?" 1. 13% sind letztendlich nur eine Minderheit. 2. 87 % haben Parteien gewählt, für die ein Satz wie 'Deutschland verrecke' absolut kein Problem darstellt. Insofern ist die Frage doch sehr berechtigt - halt nur ganz anders, als Herr Jung sich das so denkt.

Akira Ozawa | Mi, 21. Februar 2018 - 10:42

Der Eine sagt: „Kümmelhändler“ und Kameltreiber“ .
Und muss aber gleich nach der PC virtuell gevierteilt werden.

Und der Andere:
Malik Karabulut, "voll integrierter türkischer Immigrant" in Hamburg und seine "Köterrasse":

Siehe dazu WeLT-Online / 20170228 / "Deutsche dürfen ungestraft „Köterrasse“ genannt werden"

""Die Deutschen kann man nicht beleidigen – zumindest nicht als Kollektiv, heißt es von der Staatsanwaltschaft Hamburg.""

Kein Aufschrei vom politisch-medialen Komplex.
Alles richtig gemacht?
Auch nur ein Scherz, zugespitzte Kritik?
So sah es AUCH die Hamburger Staatanwaltschaft, sie stellte basierend auf
20 Anzeigen ganz locker das Verfahren ein.

Es kann nicht sein, was nicht sein darf.

Jetzt ist selbstredend damit auch der Umkehrschluss gültig:
" Türken kann man demzufolge auch nicht beleidigen – zumindest nicht als Kollektiv."

Somit sind alle weiteren Einlassungen im Zusammenhang mit der AfD mehr als nur obsolet!

QED.

Beate Maier | Mi, 21. Februar 2018 - 11:03

Ich schließe mich den vielen Kommentaren an, die Schwennickes Beteiligung an den für die hiesige Presse üblichen Empörungsritualen kritisieren. Poggenburgs Auslassungen sind rhetorisch von geringer Qualität - tatsächlich gäbe es bessere Kontermöglichkeiten auf die abwegige Kritik des türkischen Verbandes an einem geplanten Heimatministerium. Warum wird diese Bezugnahme Poggenburgs gar nicht beachtet? Deswegen die AfD in die Nähe der NPD zu rücken, ist nicht hinnehmbar! CICERO kaufe ich jedenfalls in absehbarer Zeit nicht mehr.

Giesela Kramski | Mi, 21. Februar 2018 - 11:10

Nach den vielen engagierten Zuschriften: wie wäre es mit einer Antwort, Herr Schwennicke?

Reiner Koester | Mi, 21. Februar 2018 - 11:43

Die Antifaschistischen brauchen ihr faschistisches Feindbild, daher ihre Bezeichnung und Lebensberechtigung. Tatsächlich wurde die NSDAP nicht wegen Verwendung volkstümlichen Vokabulars oder Türken Beleidigung gewählt, sondern wegen einer chaotischen Politik. Zu keinem Zeitpunkt hat der Bürger diese Partei mehrheitlich gewählt. Er konnte auch nicht ahnen, dass das Parlament ohne Not Hitler zum Diktator ermächtigit. Mit einer Volksabstimmung hätte es das nicht gegeben.

Ulrich Bohl | Mi, 21. Februar 2018 - 15:15

"Für seine abfälligen Äußerungen über Türken in Deutschland ist der AfD-Politiker André Poggenburg vom Bundesvorstand der Partei abgemahnt worden. Der Vorstand sprach Poggenburg wegen dessen Äußerungen in seiner Aschermittwochsrede eine Abmahnung aus, wie Parteisprecher Christian Lüth mitteilte."

Das müssten Sie Hr. Schwennicke wenigstens
erwähnen.
Wenn Sie es nicht kennen.
Sie finden es hier.

Markus Übelkrähe | Mi, 21. Februar 2018 - 17:58

Ich stimme dem Autor zu, dass Poggenburgs Rede taktisch eine Katastrophe war, weil sie es den Gegnern der AfD zu leicht macht, die AfD in die 'Nazi'-Ecke zu stellen. Andererseits haben die Nazis eine Menge gesagt, geschrieben und für sich vereinnahmt. 'Suum cuique' ist ein uraltes Prinzip, dass nicht deshalb zu 'Nazi' wird, weil seine unmenschliche Karikatur über dem Eingang von Buchenwald hing. Es kennzeichnet den deutschen Diskurs-Masochismus, jede Äußerung auf Nazi-Bezüge hin unters Mikroskop zu legen (nicht umsonst hat Harald Schmidt mal ein 'Nazometer' in seiner Sendung aufgestellt). So machen wir uns den gesellschaftlichen Dialog in Nullkommanichts kaputt.

Brigitte Simon | Mi, 21. Februar 2018 - 18:01

Sehr geehrter Herr Schwennicke,
mit Interess las ich Ihren Artikel und gebe Ihnen in Allem Recht. Die Entgleisungen Herrn Poggenburgs sind in keiner Form akzeptabel, sie ist Deutschland
nicht würdig. Eine Entschuldigung, so es eine solche geben kann, ist überfällig.Bevor ich nach-
stehendes Statment abgebe, demonstriere ich
meine Nichtwählerschaft . Noch 2005 unterstütz-
te ich mentals Merkels Wahl. Heute bin ich wegen
Merkel Nichtwählerin. "Tempora mutantur".
Sehr geehrter Herr Schennicke, Ihr Artikel verletzt
mich.
Warum muß ich mich "als eingeborene Deutsche" von Herrn Yücels Volksverhetzung, "der baldige
Abgang der Deutschen aber ist Völkersterben von
seiner schönsten Seite" beleidigen lassen? Ich wün-
sch mir den Abgang nicht. Ich möchte in meinem
Deutschland, in meinem Heimatland, noch etwas
leben können. Auch wenn für Vizepräsident und Rechtspopulist Pavlos Haik im Kabinett Tsipras "Merkel Hitlers Tochter" ist. Oder ist dies nur ein medialer Ausrutscher"?

Brigitte Simon | Mi, 21. Februar 2018 - 18:20

Sehr geehrter Herr Schwennicke,

soeben schrieb ich meinen Kommentar an Sie.
Ob dieser veröffentlicht wird, läßt meine Neu-
gierde und Spannung ins Unermeßliche stei-
gen.

Der Anlaß, Ihnen nochmals zu schreiben, ist:
Was, sehr geehrter Herr Schwennicke, hat Ihre
nahezu 180 Grad-Wende verursacht? Bereits im
letzten Presseclub konnte ich den sonst glasklar sprechenden Qualitätsjournalisten Schwennicke
nicht mehr erkennen. Bleiben Sie so, wie ich
Sie kennen und schätzen lernte.

Mit freundlichen Grüßen
Brigitte Simon, München

Alexander Oswald | Do, 22. Februar 2018 - 02:45

Kennen Sie Alfred Dregger noch, Herr Schwennicke? Der Fraktionsvorsitzende der CDU/CSU im Bundestag der 1980er Jahre. Der harte Nationalkonservative ist die Rechtsaußengrenze für alle, deren Milieurepräsentanz nun die AfD ist.

An dem Tag, an dem Poggenburg & Co die Dreggersche Lieblingsthese überbieten (!), der Russlandfeldzug hätte als Befreiungskrieg gegen den Kommunismus statt als Eroberungskrieg geführt werden müssen, sei sonst aber ok gewesen, liegen Sie mit so einem Artikel richtig. Vorher: cool down?

Wenn Sie wirklich anders empfinden, sollten Sie Ihr Magazin vielleicht doch besser in der Nähe des linksliberalen Hauptfriedhofs positionieren. Die moderaten Fans der zweitstärksten Partei als Leser haben wollen (die anderen lesen Elsässer), aber solche Reflexe,das passt nicht zusammen und geht nicht lange gut.

Sie werden seitens der Moderaten auf null Verständnis stoßen, wenn Sie die anderen angreifen. Das ist unter der Nazikeule in tiefer Loyalität verschmolzen.

Justin Würth | Do, 22. Februar 2018 - 11:18

Nicht gerade salonfähige Äußerungen von Poggenburg sicherlich.
Aber, man muß schon auch den Kontext erwähnen: Zuvor erwähnte Pog. den Widerspruch von türkischer Seite gegen die Schaffung eines Heimatministeriums.
Das darf man durchaus so verstehen, dass die Türken sich bereits so stark fühlen, uns das Recht auf Heimat streitig machen zu wollen, denn wo kein Heimatministerium mehr erlaubt, ist wohl auch Heimat automatisch mit verboten. Das ist eine Kriegserkärung gegen uns, denn ohne Heimat sind wir heimatlos. In diesem Kontext habe ich Verständnis für Poggenburg.
Auch angesichts dessen, dass wir uns mittlerweile einfach so als Köterrasse bezeichnen lassen dürfen.
Ist das nicht erheblich rassistischer als Kameltreiber ? Damals blieb die Aufregung aus. Wundert sich da jemand, wenn die Beleidigten auch mal das Hemd ausziehen ?

ariane schwedner | Do, 22. Februar 2018 - 19:45

Zugegeben, ich schüttele mich noch heute ob dieser Rede. Einfach nicht mein Kulturkreis.
Allerdings fehlt dem Artikel dann doch der Hinweis, dass Poggenburg am Anfang seiner Rede sich schützend vor Horst Seehofer(CSU! - nicht AfD) stellt. Und in genau diesem Zusammenhang, wegen des Angriffs durch einen 'einzelnen' Vertreter der türkischen Gemeinde ist er erst viel später, in bierzeltlicher Beseeltheit zu diesen Entgleisungen angetrieben worden.
Und bitte, hieraus eine Drift zu einer Partei 3.0 herbei zu halluzinieren, ist mindest genauso grenzwertig.
Schlimm genug das einer AfD überhaupt bedarf, um einer Coudenhove-Kalergi-Preisträgerin Merkel die Stirn zu bieten. Ich sehe weit und breit niemanden sonst, der dazu in der Lage wäre. Nirgends.

Udo Dreisörner | Fr, 23. Februar 2018 - 07:13

Ich bin wirklich froh KEIN cicero Abo zu haben. Spätestens nach diesem Artikel hätte ich das Heft gleich in die Tonne gesteckt.

Bernd Zocher | Fr, 23. Februar 2018 - 16:43

Guter Kommentar. Herrn Schwennickes Zusammenfassung ist der Kern dessen, was man zurzeit zum Zustand der AfD sagen kann. Auch in Bawü sieht es nicht so gut aus, wie von einem der Diskutanten in diesem Blog geschildert. Den alten Antisemiten Gedeon haben sie dort aus der Partei auch nicht herausgekriegt. Man hat bei der AfD den Eindruck, dass ihre Führer (sic!) den Einfluss der Neonazis unter Kontrolle zu haben glauben. Das hat von Papen 1933 auch gedacht. Der Unterschied zu damals ist, das in Deutschland ca. 85 % alles mögliche wählen, nur nicht AfD. Man darf bei aller medialen Hysterie daran erinnern.

Ines Erfurt | Fr, 23. Februar 2018 - 18:02

Sehr geehrte Frau Wagner,
ich kann jede Ihrer Zeilen unterstreichen. Auch ich werde mein Cicero-Abo kündigen.

Willi Halm | Fr, 23. Februar 2018 - 22:22

Lb. Herr Schwenicke, sie und viele andere im medialen Milieu tadeln zu recht die Poggenburgsche Ausdrucksweisen (Kameltreiber o.ä.) auf der Aschemitwochversammlung.
Wie aber reagierte die mediale Gesellschaft auf die unsägliche Formulierung Böhmermanns (Ziegenficker) Man spielte es herunter. Ich kenne niemanden, der damals von einer schändlichen Formulierung sprach, im Gegenteil, Böhmermann bekam einen Fernsehpreis!

Frank Anton | Sa, 24. Februar 2018 - 13:04

Nach Wickipedia hat die Aschermittwoch-Rede einen besonderen Status:
"Nach vorherrschender Meinung besteht das Ziel der in Bierzelt-Atmosphäre gehaltenen politischen Reden, die sich durch farbige Wortwahl und heftige, polemische Attacken gegen den politischen Gegner kennzeichnen, weniger darin, neuartige politische Konzepte zu präsentieren oder detaillierte Sachkritik vorzubringen. Vielmehr sollen derartige Veranstaltungen dem Schließen der eigenen Reihen, der Motivation der Parteianhänger und zur Verunsicherung des politischen Gegners dienen".