Kanzlerkandidatur von Olaf Scholz - Der ungeliebte Kandidat

Die SPD will mit Olaf Scholz das Kanzleramt erobern. Der Finanzminister hat die Partei zwar nicht hinter sich, aber immerhin zeigen die Sozialdemokraten, dass sie CDU und CSU die politische Mitte streitig machen wollen. Die Union muss jetzt sehr bald ihre Führungsfrage klären.

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Walter-Borjans, Scholz, Esken: Wie viele Freiheiten werden die Vorsitzenden dem Kandidaten lassen? / dpa

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Alexander Marguier

Erst vor wenigen Tagen hatte Lars Klingbeil verkündet, seine Partei werde im Spätsommer über die Kanzlerkandidatur entscheiden, „und dann ist die SPD als erste aller Parteien startklar“. Schon an diesem Montag war es dann so weit, zumindest mit dem ersten Teil seiner Ankündigung hat der Generalsekretär der deutschen Sozialdemokraten prompt Wort gehalten. 

Ungeklärter „Wirecard“-Skandal

Ob die SPD mit der Personalie Olaf Scholz allerdings „startklar“ ist, steht auf einem anderen Blatt. Denn da gibt es noch einige, gelinde gesagt, Unwägbarkeiten. Das beginnt bei der vorerst völlig unklaren Rolle, die der Finanzminister im Wirecard-Skandal gespielt hat. Führt weiter über die Frage, wie Scholz sich eigentlich in ein rot-rot-grünes Regierungsbündnis einzufügen gedenkt, das seine eigenen Parteivorsitzenden am Wochenende ins Spiel gebracht haben. Und endet bei der mangelnden Akzeptanz des Hamburgers in großen Teilen seiner SPD.

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Romuald Veselic | Mo, 10. August 2020 - 15:25

die ich wählen würde, wenn die politische Landschaft in D, aus SPD, Grünen und Post-SED bestanden hätte. In der Alternativlosigkeit des Schlechten/Bösen, würde ich für Olaf S. stimmen. Immerhin, auch Helmut Schmidt vor ihm, politisch aus der gleichen Region abstammte. Helmut S. hatte Charisma eines Weltpolitikers. Die heutigen Alpha-Frauchen/Männchen aus dem SPD-Kosmos, sehen wie Aufpasser auf dem Flohmarkt aus.

Christa Wallau | Mo, 10. August 2020 - 15:28

aber er ist offenar der einzige, dem die Genossen
noch zutrauen, Stimmen für sie einzuheimsen.
Der traurige Zustand der SPD ist eklatant!
Den Mann, den sie in der Mehrheit nicht zum
Parteivorsitzenden haben wollten, schicken sie jetzt als Spitzenkandidaten ins Rennen!

Für den Kanzlerkandidaten der CDU/CSU - wer immer es auch sein wird - bietet Scholz jede Menge Angriffsflächen. Besonders sein Versagen als Bürgermeister von Hamburg kann ihm prima um die Ohren gehauen werden: Cum-Ex-Geschäfte der Warburg-Bank zum Schaden der Stadt u. die skandalösen Unruhen beim G20-Gipfel 2017.

Sollten die Umfragewerte halbwegs zutreffen, dann hat die CDU/CSU 2021 zwei Optionen:
Koalieren mit den Grünen oder - ein drittes Mal -
mit den Sozis. Ich möchte nicht in der Haut des
CDU-Kanzlers stecken, wenn er sich für Pest oder Cholera entscheiden muß. Aber wahrscheinlich hat der meine Skrupel gar nicht!
Hauptsache: Wir sind an der Macht!

Das wäre auch meine Option. Allerdings habe ich da wenig Hoffnung. Der FDP fehlen da einfach derzeit die Cojones, die CDU müsste sich wieder als Partei der Mitte neu erfinden und die AFD rechts außen in Schach halten. Insgesamt müssten die Politiker der drei Parteien eine Standfestigkeit entwickeln, die ich gegenwärtig nicht sehe. Der mediale Empörungssturm würde tsunamihafte Ausmaße annehmen und ein ziemlich scharfer Wind würde durch das Land blasen. Aber jeder Sturm legt sich irgendwann.

Die vierte Option ist, das Votum des Souveräns zu respektieren. Die Partei, die die meisten Stimmen bei der Wahl erreicht hat stellt die Reg. Diese Farbenspiele entsprechen nicht dem Willen der Wähler.

Schon Schröder ist gegen die SPD Kanzler geworden, zusammen mit den Grünen. Ein solches Deck funktioniert also. Jedenfalls solange bis es nicht mehr funktioniert.

wie auch seine Partei haben kaum unter den Ausschreitungen einiger radikaler Vögel gelitten.

Der Souverän weiss, im Gegensatz zu so manchem Forenschreiber, sehr wohl zwischen Extremisten und der demokratischen SPD zu unterscheiden. Zur Erinnerung gerne noch einmal ein paar Zahlen der letzten Bürgerschaftswahl:

Die SPD kam auf 39,2%, Ihre AfD dagegen auf traurige 5,3%.

Dass die CDU, wer auch immer sie in Zukunft anführen wird, sehr gut mit einem SPD-Spitzenkandidaten Scholz kann, steht ausser Frage.

Dass Sie mit der AfD nicht will, ebenfalls.

Gut möglich, dass die SPD auch nach der nächsten Wahl wieder Teil einer Koalitonsregierung sein wird, also dort, wo die rechtsextremistische AfD gerne sein möchte, aber hoffentlich niemals hinkommt: An der Macht!

Zugegeben: Scholz ist nicht der mitreissende Politiker, der irgendeinen Aufbruch verspricht. Aber wahrscheinlich brauchen die Deutschen in dieser Zeit genau einen Politiker wie Scholz, jemand der Souveränität ausstrahlt.

Rainer Mrochen | Mo, 10. August 2020 - 15:33

Olaf Scholz ist, für die SPD zwingend, der einzig mögliche Kanzlerkandidat. Die Parteivorsitzenden haben sich in Wort und in Nichttat, seit ihrer Kür, restlos disqualifiziert. Die eine mehr, der andere weniger. Andere, aussichtsreiche, Kandidaten gibt es nicht. Wer ist Herr Mützenich?
Wer eine Kehrtwende nach der anderen hinlegt, sachliche Argumente, die für den Niedergang der Partei sprechen, ablehnt und ganz offensichtlich nach jedem Strohhalm greift, der ein irgendwie, politisches überleben sichert, ist nicht glaubwürdig. Zu diesem "Politstil" ist allerdings auch klar anzumerken, daß alle anderen Parteien, in gleicher Situation, sicherlich genau so handeln würden. Das ist Politikbetrieb. Lüge durch und durch, hat Dostojevski bereits klar festgestellt.

Der, der es hätte werden sollen. Aber seine Chance kommt hoffentlich noch.
Schwarz/ Grün wird nicht lange halten, nach der Wahl ist vor der Wahl.

... ich schmunzele. Ist schon wieder Karneval und habe ich die letzte Büttenrede verpasst ? Aber im Ernst. Herr Mützenich mag seine Qualitäten haben, kann ich nicht wirklich beurteilen. Für mich wäre er ein SPD Strohhalm, der nicht lang genug um aus dem Wasser herauszuragen. Die SPD pfeift auf dem letzten Loch, daß scheinen die Granden erkannt zu haben und deshalb diese Wahl.

... "nach der Wahl ist vor der Wahl." Das dumme ist nur, so eine Wahlperiode dauert ziemlich lange. Da kann und wird man, unter den von Ihnen beschriebenen Bedingungen, viel politischen Mist, zum Nachteil des Souveräns, verzapfen.

gabriele bondzio | Mo, 10. August 2020 - 15:34

Nun, Herr Marguier, immerhin haben sie noch ihr bestes, wenn auch ungeliebtes Pferd ins Rennen geschickt. Stellen Sie sich vor , Saskia und Norbert wären es geworden.
Trotzdem, ...was mit Wumms beginnt, wird mit Plumms enden, die Wette gehe ich gerne ein.
Aber der Glaube fehlt mir, dass die CDU/CSU noch im Dunklem tappt. Sie hüllen sich in Schweigen und lassen die anderen erst mal ihr Pulver verschießen... :-)
Ob die Grünen wohl Robert oder Annalena ins Rennen schicken? War ja auch schon eine Option.
Diese Wahlen werden jedenfalls "ganz besonders " sein.
Zum guten Schluß, kommt die alte Kanzlerin als Neue.

Bernd Muhlack | Mo, 10. August 2020 - 16:27

Das sagte auch Kandidat Bruder Johannes mit seiner markanten, kehligen, rauchigen Stimme.
Er wäre auch ein guter Synchronsprecher gewesen.

Okay, an Tom Waits kam er natürlich nicht heran, so ab und an ein Pils reicht dafür nicht aus.
Und Kanzler wurde er ja bekanntlich nicht; immerhin Bundespräsident.
Kein Problem, denn das ist ja keine Wahl sondern ein Klüngel.

So wird es auch unserem Olaf ergehen.
Wahl im SEP 21: it´s a long way to Tipperary, a long way to home!

Bis dahin läuft hoffentlich noch viel Wasser den Rhein herunter und somit Zeit genug für die Genossen sich selbst immer mehr zum Clown zu machen, sich ad absurdum zu führen.

"Ich will Kanzler werden!"
2018 wollte unser Bundes-Jogi den WM-Titel verteidigen.
Leider nur ganz, ganz knapp verpasst.
Immerhin gab es für unser Team eine ABBA-CD:
"The winner takes it all, the loser is standing small."

Waterloo ist auch dabei!
"Ich wünschte es wäre Nacht oder die Wähler kämen."
Frei nach General Wellington.

Dedicated to Olaf No.1

nicht kanzlerfähig zu sein, selbt zu zweit nicht.

Olaf soll nun das Opfer bringen,
der Hanseat soll dafür auch noch für die Volkfront begeistert werden, keine Last wird ihm genommen.
Aber Hauptsache die neuen Plagen werden bewältigt, nämlich
- Corona
- die AfD
- Klingbeil & Kühnert
- die Vorsitzen*dinnen.
- etc.
Wenn dies vollbracht, geht es wieder zum Lichte empor mit der SPD.

Und ich werde meine Tom Waits - Platten entstauben und mal wieder meine Ex Agnetha anrufen.

Das haben Sie schön gesagt; ihre Auflistung lasse ich unkommentiert.

Ob der Hanseat für eine "Volk(s)front" begeistert werden kann, kann ich nicht beurteilen; ich kenne nur den "Volkssturm".
Meine Oma, Muttern erzählten viel davon und wenn man historisch interessiert ist, macht man sich sowieso selbst kundig, nicht wahr?

"Wollt ihr den totalen Krieg?"
Nein, meine Oma wollte ihn nicht; sie saß mit Nachbarn heulend vor dem "Volksempfänger".
Übrigens wird meist der Folgesatz "unterschlagen":
"Volk steh auf, Sturm brich los!"
HEIL! x-mal
Bekanntlich ist es so gekommen!

"Wenn dies vollbracht, geht es wieder zum Lichte empor mit der SPD."
Herr Elvers, das glauben Sie doch wohl selbst nicht!
Die SPD hat keinen Artus welcher das Schwert aus dem Fels zieht und eine Tafelrunde gründet!

ABBA? -Kennt jeder!

But who is Tom Waits?
"Well, Friday's a funeral and Saturday's a bride
Sey's got a pistol on the register side ...
in the neighbourhood ..."

Ja, hören Sie sich den Tom mal wieder an!

Klaus Peitzmeier | Mo, 10. August 2020 - 16:43

Da paßt doch nichts zusammen, was bei einem Bundestagswahlkamp einer Partei zusammengehört.
Der Kandidat eher rechts. Die Vorsitzenden u das Wahlkampfteam links.
Eskens Ziel: 30 %, aber sie kann sich einen GRÜNEN Kanzler vorstellen!!??
Sinn macht dabei nur: Die nächste BT-Wahl wird verloren gegeben u Kevin Künert für die Zeit nach der BT-Wahl in Stellung gebracht. Scholz ist nach dem BT-Wahlergebnis so durch, daß er, so wie Schulz vor ihm, in der Versenkung verschwindet.
Die SPD-Linke hat dann völlig freie Bahn.
Warum gibt sich Scholz dafür her? Ist es sein Ziel, als letzter SPD-Kanzlerkandidat in die Annalen einzugehen? Danach kommt nur noch SED unter dem Vorsitzenden Künert. Da die SPD 2021 zwischen LINKEN u GRÜNEN zerrieben wird, bleibt nur die Verbrüderung zur SED übrig.

Heidemarie Heim | Mo, 10. August 2020 - 17:09

Ist die SPD mit der jetzigen Führung wirklich noch mittig zu verordnen? Oder hat sie z.B. die Grünen nicht schon längst links überholt? Als liberal aber konservativ eingestellte Wählerin ist mir die SPD zu rot wie mir die Union unter Kanzlerin Merkel zu grün geworden ist. Auch mit der Glaubwürdigkeit bzw. Authentizität hat man Zweifel angesichts der Vorgeschichte und den vergangenen deutlich sichtbar gewordenen Animositäten zwischen den Akteuren.Unseren Staat und die Wirtschaft wieder auf Zack zu bringen und für die ebenfalls gespaltene Gesellschaft einen für Jedermann erträglichen, auch politischen Konsens zu finden, braucht es m.E. deutlich stärkere Kaliber als gerade mal einen Realo in die Schlacht zu schicken. Sei denn,man strebt eine weitere GroKo und damit auch die weitere Verzwergung der ehemaligen Arbeiter-Partei an. Und ein lt. Esken "auf Eitelkeiten verzichtender" "Scholzomat" unter grün-dunkelrotem Kuratel ? Damit würde ich an seiner Stelle die Polit-Karriere nicht beenden.

Edgar Timm | Mo, 10. August 2020 - 19:43

hat den Olaf aus HH doch nur als Fassade aufgebaut. Wer als Wähler nicht durchschaut, dass er/sie Borjahn, Esken, Kühnert, Maas und andere strammlinke Minderleister bekommt, sollte zum Arzt gehen und sich w/ fortgeschrittener Demenz behandeln lassen.

Fritz Elvers | Mo, 10. August 2020 - 19:56

sieht aus wie die Geschäftführung eines ostwestfählischen Schrotthandels.
Die SPD Media-Leute haben ganze Arbeit geleistet.
Fotografieren können sie auch nicht, Blendeneinstellung und so.

Was Merkel möglicherweise nicht schaffte, die Zerstörung Deutschlands zu voll-enden, vollbringen neue Farbenspiele. Giftiges Grün im Schlepptau ein ausge-
laugtes Rot hoch zwei. Werden Denis Yücels Zitate Realität"?

War seine öffentliche Bekanntgabe als sozialdemokratischer Kanzler anzutreten, ein Gewinn oder Verhängnis für die SPD? Einen linken Filzteppich bereits ca 13 Monate vor der Bundestagswahl 2021 zur Betäubung der Wählerköpfe auszubreiten? Hoffentlich besinnen wir uns unserer Souveränität und verweigern die Farbe Rot. Heute bereits biedert sich Scholz den Linken an. Wir erleben einen Vorgeschmack Scholzen´s fachlicher und charakterlicher Inkompetenz. Um sein Gesicht zu bewahren nur ein Beispiel:
Weshalb verhindert er die Aufklärungen der Wirecard, der Cum-Ex Betrügereien? Die Beteiligungen hochrangiger Politiker (SZ) sind jetzt bekannt.
Gestern erlebte der Bundestag die 24. Regionalkonferenz der SPD. Scholz nutzte die Gelegenheit und schaute vorbei. Müde ob der täglichen Selbstdarstellungen hören sie von ihm:
"Zusammenhalt die wichtigste Aufgabe für die Zukunft".

"Man kann eine Gesellschaft, die zusammenhält nicht organisieren, wenn es ein Steuersystem gibt, das nicht gerecht ist.

Urban Will | Mo, 10. August 2020 - 21:11

Kanzlerkür.
Das glauben die selber nicht und daher machen sie das, was sie am besten können.
Mehrheitsbeschaffer für die Schwarzen. Und Pöstchenerhalt.

Zu nichts anderem taugen die noch.

Und dann ist doch alles bestens im Reiche des neuen Kini Söder.
Die Grünen werden die Blauen wohl leider ablösen als stärkste „Opposition“ (was sie wie bei Merkel III gar nicht sein müssen, es wird ja eh grün regiert) und so wird es im BT wieder zugehen wie beim Altweiberstrickverein.
Söder – vor Kraft kaum fähig zu gehen, hat er doch erreicht, was nicht mal Strauß schaffte, auch wenn dies der leichteste Wahlsieg seit 49 war, aber wen interessiert's) wird ohne großen Widerstand (die gleichgerichteten Medien muss er auch nicht fürchten) sein Ding machen, den Grünen ihr Fressen vorwerfen und seine Rolle schön spielen.
Und die EU erfreut's auch, haben sie weiterhin einen willfährigen Michel zum ausnehmen.
Und dem Rest der Welt wird es egal sein.

Die Union muß jetzt sehr bald ihre Führungskraft klären. Das sehe ich nicht so lieber Herr Marguier. Die Union kann abwarten und schwarzen Tee trinken.
Ihr Privatdemoskope Matthias Jung entwickelte für Merkel eine Wahlkampfstrategie, die "Asymmetrische Demobilisierung". Sie zielt darauf ab, durch das Vermeiden von Stellungnahmen zu kontroversen Themen die potentiellen Wähler des politischen Gegners soweit zu demotivieren, daß sie vom Wählen ihrer Stammpartei absehen.
Die Jung´sche Raffinesse überbietet noch Merkels Durchtriebenheit.

Die gegnerischen Parteien müssen agieren. Zur Beobachtung derer Wahlstrategien benötigt Merkel Zeit. Dann fällt die Klappe und hinterläßt
eine nach Luft schnappende SPD. Für den Möchtegernkanzler Olaf Scholz be-ginnt der Kampf gegen die ihm noch verbliebene Zeit.
Und die Grünen? Zeigen sich etwas kultivierter als in den 68er Jahren.
Und die Linken? Der Nebel ihrer SED-Vergangenheit umhüllt sie noch lange
oder noch länger.

Michael Hentsch | Mo, 10. August 2020 - 21:32

eine noch grade einmal 15% Partei stellt einen Kanzlerkandidaten auf, der vollmundig tönt er wolle auch tatsächlich Kanzler werden - wie lächerlich ist das denn - das bestätigt nur, er kann nicht rechnen, er nicht und diese SPD erst recht nicht. So ein Thema auch nur in entferntesten politisch diskutieren zu wollen macht doch einfach keinen Sinn.
Die SPD spielt nur noch als Mehrheitsbeschaffer in irgend einer beliebigen Koalition eine kleine Rolle, wenn überhaupt.

Norbert Heyer | Mo, 10. August 2020 - 21:41

Sie wollten den „Scholzomaten“ nicht als Parteivorsitzenden. Nachdem sie sich hier im Sinne von kommenden Überflieger aufgestellt haben, wollen sie jetzt mit dem einzigen halbwegs vorstellbaren Kandidaten Punkte sammeln. Auch Herrn Scholz verstehe ich nicht, muss er doch wohl im Wahlkampf für die kommunistische Einheitsfront werben. Er ist angreifbar, sein eklatantes Versagen beim Weltwirtschaftsgipfel in Hamburg ist unvergessen. Auch könnte ihm noch seine bedingungslose Unterstützung der Kanzlerin bei den finanziellen Zugeständnissen für die Mittelmeerländer Schwierigkeiten bereiten. Wir gehen auf eine Bundestagswahl zu, bei der zweitklassige Kandidaten für eine Fortführung der bisherigen Politik stehen oder sogar beim schlimmsten aller Szenarien alles darauf hindeutet, im Sozialismus aufzuwachen. Sollte RRG sich tatsächlich durchsetzen, wären alle Zugeständnisse der noch amtierenden Kanzlerin total überflüssig gewesen, sozusagen „ausser Spesen nichts gewesen.“ Die Häutung beginnt ...

Wolfgang Schuckmann | Di, 11. August 2020 - 00:02

Was fällt mir zu dieser Endscheidung ein?

Steinbrück, Gabriel, Schulz u. wie sie auch alle heißen mögen.
Alles Schall u. Rauch, u. auch Scholz wird die Realitäten nicht verändern. Um Gottes Willen, bleibe man doch mit den Füßen auf dem Boden.

Helmut Sandmann | Di, 11. August 2020 - 06:42

Kann mir jemand sagen warum sich Olaf Scholz breitschlagen laesst Kanzlerkandidat zu spielen? Muss man Politiker sein um das zu verstehen?

Rainer Mrochen | Di, 11. August 2020 - 13:36

In reply to by Helmut Sandmann

... Politiker muß man nicht sein. Jedoch so uneinsichtig, wie die SPD Granden, für die Fehler der Vergangenheit.

helmut armbruster | Di, 11. August 2020 - 07:13

Nein, nicht der gestutzte Schnauzbart, wie jetzt viele gleich denken werden. Das war nur ein teuer bezahlter Ausrutscher der Geschichte.
Ein wirklicher Anführer ist ein Gewinn für das Land und beim Volk beliebt. Man glaubt, was er sagt. Man hat Vertrauen in ihn. Man traut ihm zu das Beste für das Land nicht nur zu wollen, sondern es auch umsetzen zu können.
Hat ein Olaf Scholz diese Qualitäten?
Eher nicht.
Es schaut nach Verlegenheits- und Notlösung aus.
Seine Nominierung hat nur eine positive Seite. Immerhin ist nicht Frau Esken nominiert worden.

Gunther Freiherr von Künsberg | Di, 11. August 2020 - 18:24

Zugpferd Olaf Scholz.
Die offiziellen Vorsitzenden der SPD, Walter-Bojans und Saskia Esken, die offiziellen Machthaber in der SPD wie dessen Generalsekretär Klingbeil sowie die inoffiziellen Machthaber wie Kevin Kühnert und Co müssen Magenschmerzen haben, bei der Nominierung von Olaf Scholz als Kanzlerkandidat. Dies auch vor dem Hintergrund, dass die SPD, die keinesfalls eine große Koalition wiederholen will, d.h. zwangsläufig mit knallrot und der Tarnfarbe grün (rot verkleidet) koalieren muss um zu regieren.
Hier schickt man Olaf Scholz als werbende Galionsfigur ins Rennen. Mir kommt das ein bisschen so vor, als würde man Petrus ins Rennen schicken um für die Hölle zu werben.

Armin Latell | Di, 11. August 2020 - 18:25

...dass sie CDU und CSU die politische Mitte streitig machen wollen... Wie kann man jemandem einen Platz streitig machen, an dem sich dieser überhaupt nicht befindet? Und selbst wenn dem so wäre: wie kann eine zugegebener Maßen linke Partei plötzlich zur Mitte werden? Wenn dann links plötzlich die Mitte wäre? Wo wäre dann links und viel mehr, wo wäre dann rechts, wo die cdu? Ein gordischer Knoten?