Fridays for Future - „Es ist krass hart, zuversichtlich zu bleiben“

Nach monatelangen Onlineprotesten hat Fridays for Future den Klimastreik auf der Straße fortgesetzt. Die Bewegung ist jetzt leiser, aber nicht weniger entschlossen. Mit Luisa Neubauer hat sie eine Galionsfigur, die weiß, wie man die Medien bedienen muss. Aber wo wollen die Aktivisten jetzt hin?

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Waren am Freitag zum ersten Mal seit der Pandemie wieder auf der Straße: Fridays for Future / dpa

Autoreninfo

Johanna Jürgens hospitiert beim Cicero. Sie studiert Publizistik und Literaturwissenschaft an der Freien Universität Berlin. Zuvor arbeitete sie als Redaktionsassistenz beim Inforadio des RBB.

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Pünktlich zum Beginn der Mahnwache am Platz des 18. März klart der Himmel über Berlin auf. Die Menschen, die es an diesem Freitag zum globalen Klimastreik von Fridays for Future auf die Straße treibt, fühlen sich trotzdem im Regen stehen gelassen. Nach wie vor ist ihr Ziel eine Politik, die die globale Erwärmung auf unter 1,5 Grad Celsius begrenzt. Es ist das erste Mal seit Ausbruch der Corona-Pandemie, dass die Bewegung wieder analog demonstriert – mit Masken und Hygieneabständen. Es sind die üblichen Verdächtigen: Schülerinnen und Schüler, „Omas gegen rechts“, Eltern, die mit ihren Kindern und für ihre Kinder auf die Straße gehen, Punks sowie Ökos in Multifunktionsjacke. 

Doch ist mit dem ersten globalen Klimastreik wirklich alles wieder so wie vor der Pandemie? Oder haben die vergangenen Monate die Fridays for Future-Bewegung verändert?

Klimastreik via Livestream

Hannah steht alleine da. Sie hat gerade Abi gemacht. Blonder Zopf, ein Rucksack auf den Schultern. Auf einer weißen Markierung auf dem Asphalt, die die Mindestabstände sichern soll, wippt sie im Takt der Musik, mit der die Organisatoren des Berliner Klimastreiks Stimmung machen wollen. Als alle Protestierenden gleichzeitig einen Schlachtruf brüllen, hält sie ihr Handy in die Luft und filmt. „Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut!“ Ob sie mitsingt, ist nur schwer erkennbar – wie alle anderen Teilnehmer trägt auch sie eine Maske. Der Mund-Nasen-Schutz verhindert Infektionen, wirklich ansteckend ist nun allerdings auch die Stimmung nicht mehr.

Hannah wollte eigentlich mit ihren Freunden kommen. Doch weil die Sorge vor einer möglichen Ansteckung noch groß ist, sind die lieber zuhause geblieben. Sie verfolgen den Klimastreik online, Hannah schickt ihnen fleißig Videos. Auch nach dem Ende strenger Kontaktbeschränkungen findet der Protest noch immer zumindest teilweise im digitalen Raum statt. Das zeigt sich auch auf der Straße: Nahmen im vergangenen Jahr noch Hunderttausende am Berliner Klimastreik teil, waren für die Veranstaltung am Brandenburger Tor an diesem Freitag nur noch 10.000 Leute angemeldet, jeweils 4.000 nahmen an zwei Fahrraddemos teil, die zeitgleich stattfanden.

An Erfolge anknüpfen 

Für Hannah ist es trotzdem wichtig, auf die Straße zu gehen, wenn auch ohne Begleitung: „Wir müssen alles geben, um an das anzuknüpfen, was wir im letzten Jahr geschafft haben. Natürlich hat Corona bei vielen die Prioritäten verschoben, das ist ja klar. Aber der Klimawandel ist nicht weniger bedrohlich.“

Die Fridays for Future Bewegung steht vor einer neuen Herausforderung, sie muss zwei Krisen miteinander verknüpfen. Die Pandemie und der Rattenschwanz, den sie nach sich zieht, versetzt nicht wenige in existenzielle Ängste, während der Klimawandel und dessen Konsequenzen für viele noch in weiter Ferne scheint.

Zwei Krisen, die sich ähneln

Erfordert die Corona-Krise also einen Strategiewechsel für Fridays for Future? Moritz und seine Freunde, allesamt Studenten an der Freien Universität Berlin, finden schon. Für sie geht es jetzt mehr denn je darum, aufzuzeigen, wie schnell es zu spät sein kann. Die Erfahrungen aus der Pandemie könnten dabei helfen, hoffen sie. 

Auf ihren Schildern steht „Treat every crisis as a crisis“ und „Klimawandel – so akut wie Corona“. Die vergangenen Monate hätten vor allem gezeigt, was möglich ist, wenn der Wille da ist. „Corona und der Klimawandel sind gar nicht so unterschiedlich, und trotzdem reagieren wir nur bei einem Problem“, sagt einer, während er sein Pappschild repariert. „Ja genau“, pflichtet sein Kommilitone ihm bei. „Das Virus hat zuerst die getroffen, die eh schon sozial schwach sind. Das ist bei der Klimakrise nicht anders. Wir verursachen die zwar, kriegen aber als letzte die Konsequenzen zu spüren. Eigentlich sollten wir aus den letzten Monaten lernen und es jetzt besser machen.“ 

Einer bindet noch seine Schnürsenkel, dann müssen sie los. „AnnenMayKantereit spielt gleich auf der Hauptbühne.“

Leiser, aber nicht weniger entschlossen

Die Kölner Band ist jedoch nicht der einzige Star des späten Vormittags, auch die Klimaaktivistin Luisa Neubauer tritt auf. Sie trägt eine Maske mit dem Motto der Bewegung: „Kein Grad weiter.“ Neubauer wirkt gestresst. Auf kritische Fragen von Journalisten reagiert sie schnippisch. Der Medienrummel hat sie dünnhäutig gemacht. Auch das ist eine Erfahrung der vergangenen Monate. Die Bewegung hat pausiert, aber für Luisa Neubauer ging der Rummel weiter. Hier eine Talkshow, dort ein Interview. In Zeiten des Lockdowns wurden die sozialen Netzwerke für viele Klimaaktivisten zur Bühne. Über 171 000 Instagram-Follower sitzen bei Neubauer in der ersten Reihe. 

Ihre Ansprache in Berlin ist rhetorisch einwandfrei, sie wimmelt nur so von Anaphern und Analogien, eine Klimax jagt die nächste – der Applaus zum Schluss fällt allerdings verhältnismäßig bescheiden aus. Auf einen Satz können sich, der Lautstärke nach zu urteilen, jedoch alle Teilnehmer einigen: „Es ist krass hart, zuversichtlich zu bleiben in dieser 1,3 Grad wärmeren Welt.“

Die Bewegung hat Federn gelassen  

Fridays for Future ist an diesem Freitag leiser, aber nicht weniger entschlossen. Die Bewegung hat Federn gelassen, doch das ist kein Wunder: Schulstreik ohne Schule, Demo ohne Massen, eine andere Krise dominiert die Debatte – den Aktivisten fehlte in den vergangenen Monaten jegliche Grundlage. 

„Corona hat natürlich alles verändert, kann man sagen. Das ist auch für eine Protestbewegung, die vor allem Massen auf der Straße organisiert, plötzlich eine ganz andere Situation“, sagt Neubauer dem Cicero. Die Radikalität der Bundesregierung im Umgang mit der Pandemie stelle jedoch keine höheren Erwartungen an die Klimapolitik:  „Wir fordern eine Umsetzung von Paris, das ist unveränderbar.“ Der Appell an die Bundesregierung: Zur Bundestagswahl 2021 sollten alle „demokratischen Parteien“ einen „1,5 Grad-Plan“ haben. 

Die Bewegung wird intersektionaler 

Der Tenor ist derselbe wie noch vor einem halben Jahr, und doch scheint es, als hätten die Ereignisse der vergangenen Monate neue Schwerpunkte gesetzt. Auf der Agenda steht nicht mehr „nur“ das Klima, es geht viel um soziale Ungerechtigkeit und Rassismus. Auch an Fridays for Future sei der Tod von George Floyd nicht spurlos vorbei gegangen, man habe als politische Bewegung jedoch viel zu spät reagiert, räumt ein Sprecher ein. Die Klimakrise treffe – global gesehen – vor allem diejenigen, die am wenigsten dafür verantwortlich seien, auch das sei Rassismus. 

Dieser Freitag hat gezeigt, dass die Bewegung dazu gelernt hat. Man könnte sogar sagen, sie ist erwachsener geworden. Dieses Jahr hat einmal mehr verdeutlicht, dass alles mit allem zusammenhängt, das Bühnenprogramm des ersten Klimastreiks seit der Pandemie spiegelt das wieder. Nach Klimaaktivisten, Rassismus-Experten und Wissenschaftlern kommt auch eine Krankenpflegerin zu Wort. Ihre Botschaft: „Nur eine gute Klima- und Sozialpolitik sorgen dafür, dass ich irgendwann weniger zu tun habe.“

auf den Punkt gebracht, werter Herr Kuhlmann:

Und wenn´s aus dem Chor von 1000 Wissenschsafftlern schallt, dass der Mensch hauptverantwortlich für den Klimawandel ist, stört mich das Wort "hauptverantwortlich", denn der Planet selbst schwankt stark beim Generieren des Klimas.
Wie dem auch sei: Wenn man sich in die Welt umschaut, wirkt FfF vorherrschend in Deutschland, wo in der Folge der Umsetzungen der Verlust von hunderttausenden Arbeitsplätzen drohen: Und da ist er wieder: Der deutsche Alleingang, diesmal mit seiner naturschädlichen Energiewende und der unsäglichen Rechthaberei. - Mehr und mehr Länder setzen auf hochmoderne Kernkraft mit Emissionsentfaltungen, die nahe null liegen.

Das Gebaren der Kids ist gut gemeint, aber unzweifelhaft ideologievernebelt, es stellt demnach der Ratio ein Bein. - Wenn zukünftig mehr und mehr die Probleme Migration, Arbeitlosigeit, unbezahlbare Mieten usw. in den Focus rücken, wird auch der Michel aufwachen, im Angesicht der Not...

Heidrun Schuppan | So, 27. September 2020 - 12:33

In reply to by Holger Jürges

wie Migration, Arbeitlosigeit, unbezahlbare Mieten (die Renten kämen noch dazu) kümmert sich unsere Regierung nicht, weil sie diese Probleme nicht sieht bzw. hierbei keinen Handlungsbedarf sieht. Lieber lädt die Kanzlerin zum Treffen mit den Kids – ist medienwirksamer.

Alle jene, die mit großem Mundwerk einschließlich der Medien uns Souverän bevormunden, sollten mal in diese Länder ..... fahren, um zu sehen, wie da Umweltwelschutz, Aufforstung usw. funktioniert.
Da gäbe es genug zu tun.
Aber wie bei der Flüchtlingspolitik bei den meisten Politikern & ÖR Mitarbeitern.
In einer Wohlfühlblase leben und anderen .... .
Kehrt in eurer eigenen Straße. Da habt ihr mehr wie zu tun.
Ich halte ja schon die Klappe ;-)
Ein relexten Samstag euch allen.

erwarten Sie doch von den Klimabewegten keine differenzierten Kenntnisse. Kleine Eiszeit, Maunder-Minimum, die römerzeitliche Wärmephase u.s.w. sind nicht von Interesse. Es ist doch viel einfacher einem kleinen, verzweifelt in die Welt schauenden Buben ein dystopisches Plakat umzuhängen.

dieter schimanek | Fr, 25. September 2020 - 19:44

Zwar glaube ich nicht, das ich dadurch den Klimawandel aufhalte aber Vorbereitung ist alles. Die Route zum Plattensee habe ich schon ausgetüftelt. Mit Pferd und Wagen wird es eben etwas länger dauern, bis ich meinen Asylantrag bei Urban stellen kann, hat er den deutschen Flüchtlingen ja angeboten. Alternativ würde auch ein nicht EU Land in Übersee in betracht kommen, falls es dann noch motorbetriebene Schiffe gibt, na ja, zur Not kann man ja auch Segeln, so wie Greta.

Günter Johannsen | Fr, 25. September 2020 - 19:50

Zu meiner Jugendzeit in der - Gott sei Dank - untergegangenen DDR - zeichnete sich die Jugend dadurch aus, dass sie GEGEN den Strom der kommunistischen SED-Propaganda schwamm! Heute lässt sich die Jugend instrumentalisieren und schwimmt mit dem grün-roten Strom, weil sie kaum Wurzeln und keinen Halt in kulturbedingten Werten hat. Wie ein Fähnlein im Wind scheinen die Luisa- und Greta-Anhänger dem Zeitgeist-Unsinn hinterher zu laufen. Was passiert, wenn die Verführten das plötzlich begreifen?
Wenn die verführten Kindsköpf*innen demonstrieren wollen, dann bitte außerhalb der Schulzeit. Dann schauen wir mal, ob sich dann immer noch so viele Teilnehmer finden?!So jedenfalls schwänzen immer mehr Schüler den Unterricht und vergnügen sich fernab der Schule anderweitig für "Fridays for Future". Für Schulverweigerer wird z.B. ein Bußgeld in Bayern bis zu 1000 Euro, in Berlin bis zu 1000, in Berlin sogar bis zu 2500 Euro erhoben. Das muss jetzt eingefordert werden. Wozu gibt es Gesetze … !

Romuald Veselic | Fr, 25. September 2020 - 20:00

Nichts für mich. Ich bin für Opferschutz vor Täterschutz. In den Kliniken gibt's keine Psychischkranke, die wg. 1,5°C (plus/minus) Nervenzusammenbruch erlitten haben. Bei 10 Mld. Weltbevölkerung kann man Klima nicht retten. Auch dann nicht, wenn Deutschland menschenfrei, und zum Bären & Wölfen Urwald verwandelt wird.

Zit: "Mit Luisa Neubauer hat sie eine Galionsfigur, die weiß, wie man die Medien bedienen muss."
Na wenn es so ist, gut, brauch ich nicht weiter lesen. Jede Therapeutin leistet 100-fach mehr, als diese verwöhnte Person, die für die Armen und Bedürftigen kein Wort übrig hat. Geschweige mit ihnen kommuniziert. Sie soll putzen gehen, damit sie weiß, wie man Sauberkeit herbeiführt.

Holger Jürges | Fr, 25. September 2020 - 20:01

...ob die selbsternannten Weltenretter die umweltfreundlichen Möglichkeiten moderner Kernkraftwerke in ihre Gesinnungsblase mit aufnehmen werden:

https://www.welt.de/wirtschaft/plus216513100/Energie-Niederlande-planen…

Es ist schon recht blamabel, wie Merkels Energiemurks-Philosophie, mit all den Nachteilen für die Natur und Michels Geldbeutel, im Vergleich zu den weltweiten Entwicklungen respektive mit dem Umgang anderer Nationen mit diesem Thema, dasteht.

Die Gesellschaftssysteme durch engstirnige Forderungen zu sprengen, ist keine Lösung!
An die Hybris der begeistert-glühenden Kids gerichtet: Die Kohärenz aller Klimaprobleme trifft sich an ihrem beherrschenden Mittelpunkt: Der Überbevölkerung:

https://www.welt.de/wissenschaft/umwelt/article13519338/Ueberbevoelkeru…

Dazu habe ich von den Eiferern noch kein Wort vernommen. - Also, wie wär´s mal damit: Wahrhaftigkeit schlägt Ideologie !

Bert Dufaux | Fr, 25. September 2020 - 20:34

Das Klimawandelthema wurde von den Medien so überstrapaziert, dass es nun durch ist, unter anderem auch, um sich auf Corona zu stürzen, was dann viel interessanter war. Der Klimahype flaut langsam ab, weil er insbesondere von Leuten getragen wurde, die hip sein wollten und es sich finanziell leisten konnten, zwischendurch mal auf den SUV zu verzichten und auf den schicken Tesla umzusteigen (die Schüler waren da nur nützliche Wasserträger). Hippe Leute langweilt ein ausgelutschtes Thema dann auch schnell und sie wenden sich einem neuen Trend zu. Was das ist, werden uns bald die Medien sagen. Ich unterstelle Luisa Neubauer, dass auch sie eine Protagonistin ist, die auf der Welle mitreiten wollte, um karrieretechnisch Kapital daraus schlagen zu können.

Yvonne Stange | Fr, 25. September 2020 - 20:44

.... ist gestreßt und schnippisch? Na so ein Aufsichtsratsposten bei Siemens sollte doch über manches hinwegtrösten....
Und das Gehampel um höhere Steuern trifft gerade die sozial Schwächsten! Aber das kommt in den vernebelten Hirnen leider nicht an.

Wolfgang Jäger | Fr, 25. September 2020 - 21:29

Spätestens jetzt outet sich die Bewegung als eine völlig abgehobene rot-grün-linke Weltrettungsbewegung mit Sektencharakter, die alles andere als nur die "Weltklimarettung" im Sinn hat. Im ideologischen Neudeutsch heißt das: "Mit anderen Gruppen demonstrieren die Klimaschützer nun als „intersektionales Bündnis“ gegen Kapitalismus, Kolonialismus, Rassismus und Sexismus.“ Die Welt muss also vom Fuß auf den Kopf! Lösen wir so Probleme? Es gibt zahlreiche Beispiele, die lehren könnten, dass es eben so nicht geht. Aber von denen wissen die halbgebildeten Jungen nichts oder sie ignorieren sie geflissentlich. Denn daran erinnern ja nur alte weiße Männer, die den jungen people of colour die Zukunft gestohlen haben.

Jens Böhme | Fr, 25. September 2020 - 23:56

Zitat:"Hannah wollte eigentlich mit ihren Freunden kommen. Doch weil die Sorge vor einer möglichen Ansteckung noch groß ist, sind die lieber zuhause geblieben." Ich gehe mal davon aus, die Freunde sind noch sehr jung und in Sachen Viren und Bakterien unerfahren. Jeder Mensch trägt und pflegt im Körper diverse Viren, mal ansteckend, mal schlafend. Diese simple medizinische Weisheit ist seit über 100 Jahren bekannt. Seit 2020 ist dieses Wissen derart öffentlich unter der Erde verbuddelt, dass Regierungen dieser Welt sämtliche Gesellschaften bis auf das Äußerste in die eine und andere Richtung reizen, um zu ergründen, wie weit kann man Freiheit und Wirtschaft ruinieren.

gabriele bondzio | Sa, 26. September 2020 - 07:32

Den Satz nehme ich Ihnen, Frau Jürgens, sofort ab. „Doch weil die Sorge vor einer möglichen Ansteckung noch groß ist, sind die lieber zuhause geblieben.“...perfekte Ausrede.
„AnnenMayKantereit spielt gleich auf der Hauptbühne.“ ...würdest du heute mit mir ausgehen – habe mal schnell bei You tube geschaut. Nix ist Junge , ausgehen wegen Corona gestrichen! Stargast Nr.2 (Neugebauer) ist schnippisch, weil ihr der Rummel zusetzt? Auch mal was ganz Neues. Vor Corona war kein Mircro vor ihr sicher, so dass es schon Beschwerden aus dem Lager der Klimaaktivisten gab, wegen vor drängeln.
Das die Klima-Aktivisten Federn lassen mussten, kann man mit Corona begründen, ...oder dass viele die Lust an Demos verloren haben. War mal eine interessante Abwechslung; aber wenn nicht mal die Boygroup die weiblichen Anhänger zieht...

Maria Fischer | Sa, 26. September 2020 - 09:58

Wie hoch ist wohl der prozentuelle Anteil der Männer mit einen Migrationshintergrund, derjenigen die in den letzten 5 Jahren nach Deutschland gekommen sind, die nicht gerne ein eigenes Auto besitzen würden?
4-8 %? Kann ich übrigens sehr gut verstehen.
Ich habe mir gestern eine Klimademo angeschaut. Materiell übersättigte Wohlstandskinder(mit Eltern die sich SUV`s leisten können) neben Linke Ökos, die mit Einkaufstaschen vom Discounter rumliefen.
Eine Zweckgemeinschaft die nicht lange halten wird, weil sie abgrundtief verlogen ist.
Wie bei jeder "Revolution", auch bei kleinen Möchtegern Revolutionen, werden sozial benachteiligte als Füllmasse für elitäre Ideen gebraucht.

Corona funktioniert übrigens perfekt, für Absagen sämtlicher Treffen, auf die man keine Lust hat.

Hans Jürgen Wienroth | Sa, 26. September 2020 - 10:16

Die Jugend dieses Landes fordert schnelle Maßnahmen zur Minderung der CO2-Emissionen. Ich habe da folgende Vorschläge:
Wir fangen bei der Jugend an, streichen „Schülertickets“ und Schulbusse, die überwiegend den bösen Dieselantrieb haben. Zur Schule kommt man wie in unserer Jugend zu Fuß oder mit dem Fahrrad (Sommer wie Winter). Das wäre auch eine Initialzündung für Radschnellwege, auf denen Väter und Mütter täglich 2 x die bis zu 30 km zur Arbeit zurücklegen können.
Wer 100% „grünen Strom“ beziehen will, der bekommt den nur geliefert, wenn dieser tatsächlich verfügbar ist. Berechnungen über Anteile grünen Stroms an der Gesamtmenge oder Kompensation von CO2-Emissionen durch Anpflanzung von Bäumen gehören der Vergangenheit an. Wer eine sichere Stromversorgung haben will, der kann diese z. B. über Batterien im eigenen Haus (auf eigene Kosten) bewerkstelligen.

Jürgen Keil | Sa, 26. September 2020 - 10:22

Da fällt mir doch die „Kuh im Propeller“ von Michail Soschtschenko ein, die Manfred Krug auf der Schallplatte „Lyrik, Jazz, Prosa“ so herrlich vortrug. Insbesondere die Stelle an der Kossonossow, der Wächter der Fliegerschule auf Urlaub nach Hause kam: Kossonossow kam nach Hause und begab sich gleich am Tag seiner Ankunft zum Dorfsowjet. »Also«, sagte er, »ich will hier ein bisschen agitieren! Kann man nicht eine Versammlung einberufen?«
»Nun, warum nicht?« antwortete der Vorsitzende: »Agitiert nur, agitiert nur!«
Ihr jungen Hüpfer: „Agitiert nur, agitiert nur!“

Ernst-Günther Konrad | Sa, 26. September 2020 - 11:55

Greta hat Millionen gemacht. Luisa ist familiär abgesichert, viele FfF Jünger sind aus der Schule, beginnen ein Studium, müssen ihren Wohnsitz studiennah verändern, sich ggfls. was hinzu verdienen, prallen mit aller Wucht auf das reale Leben. Die wenigen Macher der Sekte brauchen sich, wie hier unlängst zu lesen war, aufgrund des Gelder ihrer Eltern keine Sorgen machen. Da gibt es aber auch diejenigen, wo die Eltern erwarten, dass sie ein "gutes" Studium machen, den Eltern beruflich folgen, die auch nur an ihre Karriere denken. Sicher mag auch den ein oder anderen FfF-Jünger schlicht die Corona Realität eingeholt haben. Vor allem aber müssen die FfF-Jünger feststellen, dass es die sog. Mehrheit, die sie immer behaupten zu vertreten, so nicht existiert. Die Mehrheit geht arbeiten, zahlt Steuern, muss täglich um den Lebenserhalt ihrer Kinder und des eigenen Wohlstandes kämpfen.
Willkommen im Club der Realität, wo Politik alles verspricht, aber nichts hält. Träume weiter Luisa.

Wolfgang Tröbner | Sa, 26. September 2020 - 12:05

In den Corona-Zeiten wurden wir eingeschworen auf die Wissenschaft. Unterm Strich ist das gut so (auch wenn manche Massnahmen zur Pandemie-Bekämpfung nicht immer von der Wissenschaft gedeckt wurden). FfF betont ebenfalls immer wieder, dass die Politik auf die Wissenschaft hören sollte. Auch das ist gut so. Wenn FfF diesen Aufruf allerdings selbst ernst nehmen würde, müsste FfF die Politik auch daran erinnern, dass eine Energiewende, die auf die Etablierung einer klimaneutralen Wirtschaft abzielt, ohne Kernenergie nicht funktionieren wird. Großbritannien hat es vorgemacht, wie man den Ausstoß von CO2 mit Hilfe der Kernenergie drastisch reduzieren kann und die Energiepreise trotzdem bezahlbar bleiben. Die Niederlande planen ebenfalls den Bau mehrerer AKWs, gerade weil man die Energiewende schaffen will. Selbst die gute Greta hat vor geraumer Zeit verlauten lassen, dass wir die Kernenergie brauchen. Warum geht Deutschland hier wieder einen Sonderweg? Warum schweigt FfF diesbezüglich?

Simone Büchl | Sa, 26. September 2020 - 13:24

Liebes Cicero-Team,

ich empfinde diesen Artikel als unnötig.
Nichts Neues.
Keine Argumentation, warum die Bewegung erwachsener geworden wäre und Federn gelassen hätte.
Es zeigt sich nur wieder, dass einzelne Fanatiker nichts dazugelernt haben.
Covid 19 hat die Welt in einen Ausnahmezustand gebracht.
Diesen soll man tatsächlich für die Umsetzung derKlimaziele beibehalten?
In Indien und Bangladesch verhungern Menschen aufgrund des westlichen Lockdowns und die Aktivisten sprechen von Rassismus?
Der Rest von FfF sind grausame Hypokraten und Opportunisten!

Gunther Freiherr von Künsberg | Sa, 26. September 2020 - 14:21

Merkwürdig! Kaum sind die Ferien rum, geht's wieder los. weshalb nicht während bzw. in der Ferienzeit?

Dorothee Sehrt-Irrek | Sa, 26. September 2020 - 14:31

Okay, Joe Biden liess einen 13-Jährigen für sich sprechen, aber er war anwesend und wahrscheinlich seine Eltern.
Der Kleine auf dem Parteitag der Republikaner sah aus wie ein Mitglied der Trump-Familie und was genau soll das Bild über dem Artikel?
Wo waren seine Eltern, lief der Junge etwa alleine herum auf der Demo?
Ich habe meinen Kindern nie etwas auf Demos um den Hals gehängt, es ist nicht etwa ein "Mühlstein" auf dem Bild und ich hätte nicht bei jeder Demo gerade an die Kinder gedacht?
Ich nehme gerne Streiter für die Sache des Klimas und das Überleben der Erde zur Kenntnis.
Es tut mir leid, dass mich Habecks aneinandergeschnürte Argumente nicht ganz überzeugen.
Das wäre also vergleichbar die Situation vor 1 Millionen Jahren mit eisfreien Polen und der jetzigen Situation?
Wenn Habeck die Qualifikation fehlt, das näher zu erklären, könnte ein anderer erwachsener Mensch der Klimabewegung doch hier bei Cicero einen Versuch starten...
Ich bin keine Grüne, aber dem Cicero verbunden.