Corona-Maßnahmen - Masken und Freiheit

Gegner der Maskenpflicht sehen darin eine Einschränkung ihrer Freiheit. Ein Blick auf die Vergangenheit zeigt jedoch: Uneingeschränkte Selbstbestimmung kann der Mehrheitsgesellschaft schaden – vor allem dann, wenn nur für die Rechte der eigenen Gruppe gekämpft wird.

Protestieren mit durchlässigen Netzen gegen die Maskenpflicht: Gegner der Corona-Beschränkungen / dpa

Autoreninfo

Matthias Soyka ist Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, für Physikalische und Rehabilitative Medizin und für Spezielle Schmerztherapie. Er lebt in Hamburg. Seine Kolumnen erscheinen regelmäßig beim Ärzte-Nachrichtendienst. 

So erreichen Sie Matthias Soyka:

Ich trage in meiner Praxis fast den ganzen Tag eine Maske, einen chirurgischen Mundnasenschutz und gelegentlich eine FFP2 Maske. Wenn ich danach zum Einkaufen gehe, benutze ich natürlich wieder eine Maske. Als Orthopäde bin ich daran gewöhnt, OP-Masken zu tragen. Jetzt in diesem heißen Sommer und über so lange Zeit am Tag ist es zugegebenermaßen anstrengender als sonst.

Ich fühle mich allerdings durch das Tragen der Maske überhaupt nicht in meiner Freiheit eingeschränkt, wie der notorische Maskengegner, der mich vor kurzem anfuhr: „Sollen doch diejenigen, die Angst vor dem Virus haben, ihre Maske tragen und die anderen, die auf ihr Immunsystem vertrauen, damit in Ruhe lassen.“

Die Maskenverweigerer und das Präventionsparadox

Die OP-Maske trage ich auch nicht aus Angst. Mein Immunsystem ist top und ich schaffe locker noch mehr Liegestütze als Boris Johnson, dem das allerdings auch nur bedingt nützte.

Ich habe vor allem deshalb keine Angst, eine schwere Covid-19 Erkrankung zu erleiden, weil das Risiko dafür in Deutschland –und in Hamburg-Bergedorf erst recht – zur Zeit sehr niedrig ist. Ich trage die Maske nur aus einem einzigen Grund: Ich will daran mitwirken, dass das Risiko so niedrig bleibt.

Genau das kapieren die Masken-Verweigerer nicht. Wenn man jetzt mit Blick auf noch relativ niedrige Infektionszahlen die Erfolge der Pandemiebekämpfung gefährdet, indem man die Sicherheitsmaßnahmen unterlässt, wäre das genau absurd, als würde man den Deichbau einstellen, weil es schon so lange keine Sturmfluttoten mehr gegeben hat.

Die Freiheit der Anderen 

Und die Maskenverweigerer haben genauso wenig verstanden, dass die moderaten Einschränkungen, die es in Deutschland bislang aufgrund der Pandemie gab, nichts mit Unfreiheit zu tun haben. Dennoch vergleichen sich einige Corona-Ignoranten  mit den Opfern der Nazis. Das ist wirklich lumpig!

Das bizarre Denken kann daran liegen, dass es immer mehr Menschen gibt, für die Freiheit vor allem freies W-LAN bedeutet. Es kann auch daran liegen, dass für andere Freiheit darin besteht, dass ihnen niemand irgendetwas zu sagen hat und keinerlei Einschränkungen ihren Willen begrenzen. Doch eine solche Freiheit wäre nur eine für eine kleine Gruppe – nämlich für die, die sich gerade durchsetzt. 

In einem freien, demokratischen Rechtsstaat endet die Freiheit des Einen, wo sie die Freiheit und die Rechte der Anderen verletzt. Und wenn ein Staat funktionieren soll, gibt es auch einige andere Einschränkungen des individuellen Willens. Beim Zahlen von Steuern, bei Bebauungsplänen, beim Militärdienst oder in der Straßenverkehrsordnung, um nur einige zu nennen.

Auch das Selbstbestimmungsrecht ist begrenzt 

Wo die Grenze der Freiheit sein darf, muss ständig neu entschieden und austariert werden. Es gibt naturgemäß keine einzige Wahrheit darüber – oft muss durch die gewählten Repräsentanten abgestimmt werden.

Einigkeit herrscht darüber, dass die Fürsorge des Staates nicht so weit reichen darf, dass sie den Einzelnen vor Fehlern oder Fehlverhalten bewahren will. Das Recht, sich selbst zu schaden, ist ein Teil der Freiheit – aber auch hiervon gibt es Ausnahmen. Selbstmörder zum Beispiel werden in der Regel daran gehindert, ihr Anliegen umzusetzen. Wir gehen davon aus, dass ihr Entschluss nicht wirklich frei ist, sondern durch Krankheit bewirkt wird, was oft stimmt, aber sicherlich nicht immer.

Über sinnvolle Unfreiheiten

Schon immer wurde von Leuten, die bestimmte Einschränkungen nicht akzeptierten, mit dem Selbstbestimmungsrecht argumentiert, das durch diese Einschränkungen „mit Füßen getreten werde“. Und sehr oft lagen sie daneben. Dazu ein paar Beispiele:

Am 1. September 1957 wurde etwas völlig Verrücktes und Unfreies beschlossen – eine Geschwindigkeitsbeschränkung in Ortschaften, so dass man in Städten nicht mehr 120km/h oder schneller fahren durfte. Das sei eine „totalitäre Maßnahme“ schimpfte damals ein Vorgesetzter meines Vaters, ein stilvoller Kavalier am Steuer. Die Geschichte war so absurd, dass ich sie in meiner Jugend oft zu hören bekam.

Die Gurtpflicht als Präventionsmaßnahme 

Auch bei der Einführung der Gurtpflicht war es nicht anders. In der Tat war die Gurtpflicht ja eine Maßnahme, durch die der Fahrer geschützt werden sollte. Reichte hier die staatliche Fürsorge so weit, dass sie die Freiheit, sich selbst zu schädigen, unangemessen beschränkte? 

Zumindest war die Einführung der Gurtpflicht eine der effektivsten Präventionsmaßnahmen, die es je gegeben hat. Sie nahm nicht nur viel Leid von den an der Selbstschädigung Gehinderten, sondern entlastete auch in ganz erheblichem Maße das Gesundheitswesen. Denn viele bis dahin schwere Unfälle wurden abgemildert. Und das wiederum ersparte vielen professionellen und freiwilligen Helfern im Rettungsdienst manchen schrecklichen Anblick – auch wenn mit Gurt leider immer noch genug davon übrig blieben.

Die Unfreiheit, andere nicht vollqualmen zu können

Ähnlich verhielt es sich mit dem Rauchverbot in Gaststätten und öffentlichen Einrichtungen. Von dessen Gegnern wurden mit Vorliebe die Beweggründe des Gesetzgebers verwechselt. Sie redeten von Bevormundung, in dem sie so taten, als würde auch in diesem Fall der Staat die Raucher zu ihrem gesundheitlichen Glück zwingen. Aber darum ging es nie. Das Rauchverbot wurde zum Schutz der Nichtraucher erlassen, die von der verpesteten Luft und dem widerwärtigen Geruch kontaminiert und belästigt werden. Es ist der klassische Fall eines Eingriffs in die Freiheit einzelner Personen (der Raucher) zum Schutz der Rechte anderer.  

Das Rauchverbot war wie die Gurtpflicht eine sehr effektive präventive Maßnahme, von der Raucher wie Nichtraucher profitierten. Die Zahl der Herzinfarkte sank, die Luft roch besser; man muss heutzutage sein Jackett nicht mehr nach jedem Kneipenbesuch in die Reinigung bringen. Nicht zuletzt fiel vielen Kneipiers nach dem Start des Rauchverbots auf, dass sie mehr in die Sauberkeit ihrer Sanitäranlagen investieren mussten.  

Die Freiheit war durch das Rauchverbot in Gaststätten nie gefährdet.
Trotzdem wurde auch hier wieder die Sorge um Unfreiheit bemüht, nämlich von denen, die weiter hemmungslos andere belästigen wollten und so deren Freiheit einschränkten.

Kondome zur Bekämpfung der AIDS Epidemie

Ein anderes Beispiel ist der Umgang mit der AIDS Epidemie. In den Ländern, in denen sie geleugnet wurde, ist die Seuche bis heute ein gravierendes Problem für die Gesundheit der Menschen, die Ökonomie und den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Das wichtigste Mittel zur Eindämmung der Epidemie war Safer Sex. Kondome waren unüblich in den siebziger und Anfang der achtziger Jahre.

Uns, die damals jung waren, erschien ungeschützter Sex dank der Erfolge der Medizin ziemlich ungefährlich, sowohl was Geschlechtskrankheiten als auch ungewollte Schwangerschaften anging. Es erschien uns so selbstverständlich zu sein, wie vielen der heutigen Jugendlichen häufige Reisen, Partys, Raves und Großevents. Den meisten von uns war nicht klar, dass dieser Zustand von Leichtigkeit nicht selbstverständlich war und eine historische Ausnahme darstellte. 

Es dauerte daher eine Zeit, bis die übergroße Mehrheit erkannte, dass Kondome unerlässlich waren beim Kampf gegen AIDS. Es gab trotz anfänglichem Gemaule über die Einschränkung der sexuellen „Gefühle“ und der Spontaneität bald kaum noch Verfechter des ungeschützten Sex –  außer eben den heuchlerischen Egoisten, die ihr Einzelinteresse über die körperliche Unversehrtheit anderer stellen – ausgerechnet im Namen der Freiheit.

Die offensive Einforderung von Sex ohne Kondom gegen den Willen des Anderen – zum Beispiel durch Kunden von Prostituierten – wird von der übergroßen Mehrheit als das gesehen, was es ist: Nötigung und, wenn es dazu kommt, Körperverletzung.

Beidseitiger Schutz reicht für die Eindämmung der Pandemie 

Das Kondom und der Mund-Nasenschutz haben im Kampf gegen die Seuche ähnliche Funktionen. Beide schützen sowohl den Träger als auch die Anderen. Und neben dieser direkten Wirkung haben sowohl Präservative als auch Masken eine weitere, noch viel wichtigere Funktion. Sie helfen, die Seuche einzudämmen. Dafür ist kein absoluter Schutz notwendig wie bei den Schutzanzügen, die das medizinisches Personal auf einer Infektionsstation trägt. Für die Eindämmung der Epidemie reicht die Reduktion der Wahrscheinlichkeit, sich anzustecken.
 
Ich meine nicht, dass man über die Sinnhaftigkeit von Masken keine abweichende Meinung haben dürfe, obwohl die wissenschaftliche Studienlage genau wie der gesunde Menschenverstand  nahelegen, dass Masken nützen. 
Aber es ist unverantwortlich, keine zu tragen oder sie bewusst nicht richtig zu benutzen, weil man selbst in seiner Überheblichkeit glaubt, es besser zu wissen als die Top-Experten dieser Welt.

Boykott der Maßnahmen verlängert sie nur 

Eine medizinische Maske zu tragen ist nur ein kleines Opfer. Es hilft nicht nur die Pandemie zu bekämpfen, es hilft auch der Wirtschaft. Denn wenn es zu einem exponentiellen Anstieg der Coronainfektionen käme, würde das auch zu einem wirtschaftlichen Desaster führen.

Wir hatten in Deutschland bislang noch keinen Lockdown, sondern nur Kontaktbeschränkungen. (Wer den Unterschied nicht kennt, sollte eine Italienerin oder einen Franzosen fragen). Aber völlig unabhängig davon, ob im Falle eines Wiederaufflackerns der Pandemie ein Lockdown beschlossen wird oder nicht, würde die Wirtschaft stark geschädigt. Denn durch die berechtigte Sorge der Menschen, sich anzustecken, würde der Konsum und die Wirtschaftstätigkeit erneut massiv einbrechen. Die Boykotteure der Pandemiebekämpfung gefährden daher nicht nur die Gesundheit, sondern auch das wirtschaftliche Wohlergehen der Mehrheitsgesellschaft.

Die Ignoranten sind die, die unsere Freiheit gefährden

Wer die einfachen Mittel der Pandemiebekämpfung (Maske und Abstand) nicht akzeptiert und anwendet, der wird schon bald der gesamten Gesellschaft ganz andere Probleme und Entscheidungen aufzwingen. Durch die Ignoranten wird daher unser aller Freiheit mit Füßen getreten.

Die Maskenverweigerer sind Egozentriker, sie kämpfen nicht für die Freiheit, sondern sie wollen die Freiheit exklusiv nur für sich und ihre Marotten reserviert haben. Die Freiheit der anderen ist ihnen völlig egal. Ich befürchte deshalb, dass eine Diskussion zumindest mit den Impfgegnern und Verschwörungstheoretikern unter ihnen nicht viel bringen wird. Trotzdem muss die Gesellschaft auch auf diese zugehen und versuchen, sie in Gesprächen zur Vernunft zu bringen. 

Aber auf schmerzhafte und wirksame Sanktionen zur Durchsetzung von Maskenpflicht und Abstandsregeln sollten Staat und Gesellschaft dabei nicht verzichten. 

Klaus Funke | Di, 1. September 2020 - 12:42

Auch CICERO reiht sich ein. Veröffentlicht Artikel FÜR die Maskentragepflicht! Wie nett. Und vor allem - wie absehbar. Man will sich nicht unter die Maskengegner einreihen - die neue Opposition! - man will DAFÜR sein. Es wird klar! CICERO - eine Plattform für bürgerliche Opposition? Pustekuchen. Ein Glied mehr in der Kette der REGIERUNGSTREUEN. Alles nur Schein. Anschein, die Kunst der Verstellung. Damit man mich nicht falsch versteht: Ich trage meine Maske wie es vorgeschrieben ist. Indes halte ich das Maskentragen für eine eingeforderte Unterwerfungsgeste. Wie das ganze CORONA-Theater für die Regierung eine Art Zuchtrute darstellt, auch ein Versuch, wie weit man es treiben kann mit dem Volksgehorsam. Für Merkel kam die Corona-Krise wie gerufen. Unter dem Deckmantel der Corona-Bekämpfung kann nun noch mehr Demokratie abgebaut werden. Alles für die Gesundheit der Bürger! Betten freihalten! Augen zu! Und die wirklich Kranken? Eine Heuchelei. Und CICERO? Auf der richtigen Seite!

Fritz Elvers | Di, 1. September 2020 - 16:00

In reply to by Klaus Funke

kann dem rechtsgewikten Flatearther-Publikum seriös nicht recht geben. Irgendwo gibt es auch Genzen des Konservatismus.

Christa Wallau | Di, 1. September 2020 - 16:27

In reply to by Klaus Funke

gab es das große Problem der resistenten Krankenhaus-Keime, die für sehr
viele Menschen in Deutschland zur Todesfalle wurden.
In den Niederlanden dagegen sah es viel besser aus.
Allen Politikern war das bekannt!
Hat sich dagegen jedoch irgendeiner von ihnen geregt?
Wurde a l l e s unternommen, um unsere Patienten in Krankenhäusern besser zu schützen? Nö. NIx.

Das jetzige Theater ist deshalb nur als heuchlerisch zu bezeichnen.
Man kann nun endlich - wie Sie richtig schreiben, lieber Herr Funke - seitens der Regierung so richtig durchgreifen und öffentlich feststellen, wer ein "guter" Bürger ist und wer nicht.

Opposition und scharfes, kritisches Hinterfragen gehören n i c h t zum einem
anständigen Deutschen - so viel sei mal ganz deutlich klargestellt!
Sie und ich wissen, wo wir in der regierungsamtlichen Betrachtung stehen, nämlich
ganz unten beim "Pack". Sei's drum! Herzliche Grüße!

Aktuell sind die Infektionszahlen in Spanien, Frankreich und auf dem Balkan wieder besorgniserregend. Und das nachdem man gerade 750Mrd Euro für einen Wiederaufbau der Wirtschaft beschlossen hat. Offenbar war es falsch wieder Tourismus zuzulassen, weil sich in vielen Ländern nichts gegenüber dem Frühjahr geändert hat. Bei uns hingegen scheint der Höhepunkt mit 2000 Neuinfektionen pro Tag bereits wieder hinter uns zu liegen.
Abseits davon, die Sache mit den Krankenhaus-Keimen sollte wirklich auch bei uns angegangen werden. Vielleicht ist Covid ein Wendepunkt.

Gunter Hagen | Di, 1. September 2020 - 18:56

In reply to by Klaus Funke

den (medizinischen) Sinn der Maskenpflicht zu erläutern, wenn diesen ganz offensichtlich viele nicht verstehen (oder dies nicht zugeben wollen). Und Herr Soyka tut dies so geduldig und anschaulich, "allgemeinverständlich" könnte man meinen. Pustekuchen.

Gerhard Lenz | Di, 1. September 2020 - 19:15

In reply to by Klaus Funke

Wer für das Tragen von Masken plädiert, wird automatisch zum regierungstreuen Vasallen.

Schlimmer noch: Wer Masken trägt, unterwirft sich.

Das reiht sich nahtlos in den Blödsinn ein, der am Samstag auf Berlins Straßen zu sehen und hören war.

Und wie üblich: Abbau der Demokratie! Deswegen durften auch 38.000 Rechtsextremisten, Coronaleugner und -verharmloser, Anhänger von Verschwörungsmythen, Imfpfgegner und sonstige Entrücke in Berlin dafür demonstrieren, Mitmenschen infizieren zu dürfen!

Und das alles in einer Diktatur!

Erstaunlich. In dem vom Kommentierenden so hoch gelobten Russland eines Vladimir Putin wären solche höchst "undemokratischen Szenen" nicht zu sehen gewesen.

Yvonne Stange | Di, 1. September 2020 - 19:49

In reply to by Klaus Funke

...bedient eine Lücke. Nicht mehr und nicht weniger. Er ist keine "Zeitung der Opposition". Er füllt nur eine Lücke. Vielleicht sind ein paar Beiträge etwas kritischer als der mainstream allerdings mehr auch nicht. Und hat dies einen Effekt? Nein. Es reagieren sich ein paar Menschen ab, was solls. Es wird sich nichts verändern. Die Hoffnung habe ich schon lange aufgegeben.Als Merkel Kanzlerin wurde, habe ich alle Hoffnung fahren lassen. Und ich habe Recht behalten. Von diesen Schäden wird sich Deutschland nie wieder erholen. Das Land ist verloren.

Christa Wallau | Di, 1. September 2020 - 12:52

daß es Menschen gibt, die nur für ihre eigenen Interessen kämpfen. Von "Freiheit exklusiv für sich u. ihre eigenen Marotten", die die Demonstranten beanspruchen, schreibt der Autor.
Ja: Die Betroffenheit der anderen war den Demonstranten weniger wichtig als ihre eigenen Bedürfnisse/Sichtweisen.
Aber - Moment mal - ist dieses Verhalten etwa neu???
Wenn ich mich recht erinnere, haben sich in unserer BRD kleine Gruppen mit ihren Interessen in den letzten Jahrzehnten sehr massiv
durchgesetzt - ohne danach zu fragen,ob es der Mehrheit paßt.
Ich denke da z.B. an die Genderbewegung, die es tatsächlich geschafft hat, einem "KleinstInteresse"
(den wenigen Diversen) derart Raum zu verschaffen, daß alle Bürger gezwungen werden,
g e g e n ihr Empfinden das "m/w/d" mitzutragen. Hat etwa jemals jemand auf die seelische Gesundheit derer Rücksicht genommen, die das provokative zur Schau stellen des Schwulseins (Minderheit) bei Umzügen ekelhaft finden?
Offenbar gibt es gute u.schlechte "Marotten".

erst einmal mein Kommentar vom 31.08.20, etwas gekürzt
- Die Verunsicherung liegt auf der Hand bzw. in der Masse unwilliger Demokraten.Sie und die Leser sollen wissen das auch ich kein Verfechter Reichsdeutscher Machenschaften bin. Auch mit echten"Rechten" Streitern stelle ich mich nicht auf eine Ebene.Wohl aber habe ich keine Probleme mit allen demokratisch gewählten Parteien die im Bundestag vertreten sind und deren Wählern.Ein Herr Steinmeier mag da etwas anders denken,denn nach seiner Meinung soll und darf es keine Gespräche miteinander geben, zusammen demonstrieren gleich gar nicht.
Das nenne ich gewollte Spaltung der Gesellschaft und damit keine Vorbildwirkung von aller höchsten Ebene Deutschland´s.
Genau das Gegenteil wäre nötig um das Volk wieder zu einen.Nicht genug das sich kleinere Parteien durch solch eine Doktrin beeinflussen lassen und damit zur eigenen Meinungsbildung unfähig werden,sehe ich einer größere Spaltung entgegen. Schade für das Volk.
Rütli - Schwur!

Wir ehemaligen Kämpfer für die Freiheit und Demokratie aus der DDR haben nun in dem vereinigtem Vaterland nicht die Freiheit die wir dachten, erleben dürfen. Herrn Steinmeier seine wiederholten Sprüche zum Blocken jeder anderen Meinung wie seiner und der Regierungsmeinung und der Darstellung von seiner - dieser Demokratie widerspricht nicht nur meine Auffassung. Es ist ein Hohn dann von der ex-DDR zu behaupten dieser Staat war keine Demokratie. Es war genau das, was Sie jetzt meinen, richtig zu sein - Ihre Demokratie - sollte jetzt gelten.Wie damals die "Unsrige" wenn ich auch nie wieder DDR sein möchte.Es wird gegen das Grundgesetz §1 und viele mehr ohne Strafe verstoßen. Es gelte nur eine Meinung, andere möchten nicht gehört vielmehr auch nicht unter das Volk gebracht werden. Selbst im Bundestag scheint es wie in der ex - Volkskammer nur eine Stimme zu geben, ja sagen.
Nochmals, wer ihn kennt, den Rütli - Schwur!

Andre Schlösser | Di, 1. September 2020 - 13:00

Dieser Artikel hinterlässt bei mir den Eindruck, als wenn er im März verfasst wurde.

Heute stellt sich die Lage doch anders dar. Nur noch 2-3 Leute sterben heute täglich an Corona, obwohl sich mehr als 1.000 neu i.nfizieren. D.h. das Virus hat entweder seine Kraft verloren oder die Leute infizieren sich aufgrund Abstandhalten einfach weniger schwerer.

Klaus Damert | Di, 1. September 2020 - 13:19

Wer nur von "Mund-Nasenschutz" redet, kann aus wissenschaftlicher Sicht nicht ernst genommen werden. Was ist das denn? Ein beliebiges (!!!) Stückchen Stoff soll Viren abhalten? Warum gibt es ganz spezielle, geprüfte und zertifizierte Masken, die noch dazu streng nach Vorschrift getragen und gewechselt werden müssen? Für mich folgt daraus, dass eine derartige Maskenpflicht eine reine Schikane ist, einmal um Action zu zeigen, einmal um Demonstrationen praktisch unmöglich zu machen (heutiger Beschluss des Berliner Senats). Über die Nebenwirkung dieser ganzen Sache wird nur verschämt etwas angedeutet, z. B. Tote durch unterlassene Arzt- und Klinikbesuche. Diese Corona- Hysterie ist für mich die perfekte Möglichkeit, alle anderen, wichtigen Themen aus der Öffentlichkeit zu verdrängen, z. B. die grenzenlose Verschuldung. Das wird wohl bis zur Bundestagswahl so weiter gehen. Sehr traurig, aber auch leicht durchschaubar.

Simone Büchl | Di, 1. September 2020 - 13:21

"Ich meine nicht, dass man über die Sinnhaftigkeit von Masken keine abweichende Meinung haben dürfe, obwohl die wissenschaftliche Studienlage genau wie der gesunde Menschenverstand nahelegen, dass Masken nützen."

Die WHO, das RKI, Herr Prof. Dr. Drosten, Herr Prof. Dr. Bhakdi und viele andere Wissenschaftler bestritten dies bis März, wenn nicht sogar bis heute.
Warum war dies so?
Die Forschung kannte die Studien wohl auch schon vor SARS-CoV-2.
Herr Prof. Drosten sagte in einem Interview:

"… damit (die Maske) hält man das nicht auf. Wir können nochmal separat drüber reden – Aber die technischen Daten dazu sind nicht gut für das Aufhalten mit der Maske."

Warum wird das heute nicht mehr hinterfragt?

Fritz Elvers | Di, 1. September 2020 - 13:45

sind eben auch mit Binsenweisheiten überfordert. Oder brauchen es, um ihr Ego aufzutanken.

Holger Jürges | Di, 1. September 2020 - 13:52

Ihren ausführlichen Darstellungen zum Thema ist kaum etwas hinzuzufügen, Herr Soyka: Danke dafür !

Die Wesensbestimmungen/das Denken und Handeln der Maskenverweigerer ist irrational, geboren aus einem kulturpessimistischen Vertrauensverlust, hinsichtlich der fatal-politischen Handlungen der Ära Merkel, und nur so sind besagte Handlungen und Proteste zu verstehen. - Rechtfertigen kann man die Gefährdung anderer Menschen, durch fahrlässiges Verhalten hinsichtlich der Hygieneregeln, dennoch nicht! -

Das ist die Krux: Die zumutbare (das Tragen der Maske) Selbsteinschränkung der eigenen Freiheit, birgt eine "tätige Entwicklung zum Besseren hin" in sich...

Aha, es geht also um die Gefährdung anderer Menschen? Warum ist denn das Rauchen in Deutschland immer noch erlaubt? Man geht von bis zu 120.000 Toten im Jahr durch Rauchen und Passiv-Rauchen aus. Über 20% der Bevölkerung sind Raucher und gefährden damit das Leben der 80% der Nichtraucher. Wo ist denn da Ihr Aufschrei? Das Märchen, dass es nur um die Gesundheit der Menschen geht, nimmt Ihnen kein normal denkender Mensch mehr ab. Es geht um alles mögliche, aber mit Sicherheit nicht primär um die Gesundheit der Menschen. Masken mögen eine gewissen Schutzwirkung haben, aber dazu müssten Sie individuell angepasst werden, wie es bei der Verwendung von Masken in Bezug auf Feinstaub vorgeschrieben ist. 0815-Masken die oftmals an der Seite völlig offen sind, nützen nicht viel, da auch hier das Gesetz des geringsten Widerstandes gilt.

Herr Soyka nennt da auch das bekanntlich beste und effektivste Mittel: BESTRAFUNG.
Mich überkommt so langsam der Eindruck, dass man damit bei der deutschen Bevölkerung viel erreichen kann. Wir scheinen eine starke Führung zu brauchen, die auch mal sanktioniert, wenn es Abweichler gibt. Ansonsten bekommen wir dann wieder ein paar Leckerlis als Belohnung zugeworfen. Wer nicht mitspielt soll bestraft werden und die Bundesländer scheinen sich bei der Höhe der Bußgelder übertreffen zu wollen.
Zum Schluss noch mein größtes Problem, das ich mit der Maske habe: ich finde es unverantwortlich, dass man Kindern und Jugendlichen das Tragen einer Maske im Unterricht zumutet. Auch als Lehrerin lehne ich es ab. Wie steht Soyka zu dieser Thematik?

Brigitte Miller | Di, 1. September 2020 - 14:36

es geht nicht einfach um die Maske und um Hedonismus, da tut man den Leuten schwer unrecht. Es geht um den Lockdown ( man weiss, dass die Ansteckungen schon vorher zurückgingen ) , um das unbeirrte Weiterführen der Angstkampagnen trotz aktueller Erkenntnisse
und um all die als Fehlentscheide empfundenen politischen Handlungen der Regierung Merkel.
Selbst die Nützlichkeit der Maske ist umstritten.

Gunter Hagen | Di, 1. September 2020 - 18:58

In reply to by Brigitte Miller

es geht den mit den mit der "Corona-Politik" Unzufriedenen nicht nur um die Maske.
Aber im Artikel geht es "nur um die Maske" (und ihr Verhältnis zur Freiheit).

und nein,
"die Nützlichkeit" der Maske ist nicht umstritten.
Wie sagte Prof. Streeck (10.06.2020) "Masken wirken."
Gefolgt von "Aber falsch angewendet und ungewaschen sind sie Nährboden für Krankheitserreger ...", was "die Nützlichkeit" nicht in Frage stellt.
Ebensowenig, wie umstritten ist, dass "Alltagsmasken" keinen Einhundertprozentschutz bieten. Herr Soyka hat es doch beschrieben, das Tragen der Maske reduziert Übertragung des Virus und dämmt damit die Pandemie ein.
Meldung von heute "Der Berliner Virologe Christian Drosten rät nachdrücklich zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes. Alltagsmasken hätten zwar Schwächen, schützten aber vor einer Ansteckung."

Manfred Sonntag | Di, 1. September 2020 - 15:20

Herr Dr. Soyka, ich finde es anmaßend, wenn Sie schreiben "Genau das kapieren die Masken-Verweigerer nicht.". Am Wochenende erschien in vielen Tageszeitungen die Mitteilung der "Mediziner und Wissenschaftler für Gesundheit, Freiheit und Demokratie e.V.". In dem dazugehörigen Diagramm vom statistischen Bundesamt kann ich keine Pandemie erkennen, welche gefährlicher wäre als eine normale Grippe. 2018 sind tausende Menschen daran gestorben, sehr viel mehr als bei Corona. Herr Prof. Dr. Bhakdi hat das auch im Cicero Interview klargestellt. Und hat man damals solch ein Theater gemacht? NEIN! Warum dann heute? Es steht jedem offen zu glauben oder zu wissen was er will. Ich nehme auch die Maske in Bahn und Bus, weil ich dort als Gast darum gebeten werde. Den Nutzen kann ich aber nicht erkennen.

Gisela Fimiani | Di, 1. September 2020 - 15:38

In wohlfeiler Manier werden nachvollziehbare Ge-Verbote (Rauchen, Gurtpflicht) herangezogen, um die Zweifler an der Corona-Politik der Regierung zu verunglimpfen, indem man ihnen unisono egoistische, verantwortungslose „Maskenverweigerung“ unterstellt. Hier blickt ein Arzt von medizinischer Warte aus auf ein in Wahrheit politisches Übel, das weit über die Maskenpflicht hinausgeht. Der Hinweis, dass individuelle Freiheit Grenzen hat ist banal, weil in der Demokratie (eigentlich) selbstverständlich. In Wahrheit geht es aber um die Frage,, ob ein Staat alle seine paternalistischen Instinkte austoben kann unter der Flagge, zum Schutz Dritter zu handeln. Hier gibt sich der Arzt dazu her Regierungspolitik unter der Flagge des Gesundheitsschutzes zu verteidigen. Eine hybride und unaufrichtige Art politischer Einflussnahme, die bemüht ist sanft, verständnisvoll und demokratiebeflissen daherzukommen.

Nun da Sie sich dankenswerterweise einmal konkret zu einem Artikel geäußert haben, hätte ich zwei Fragen an Sie:

1) Inwiefern handelt es sich bei dem Hinweis auf die Gurtpflicht oder das Rauchverbot um "wohlfeile Vergleiche"? Ihnen dürfte bekannt sein, dass auch diese Regelungen hochumstritten waren und von ihren Gegnern als nicht hinnehmbare Einschränkung ihrer persönlichen Freiheit bezeichnet wurden.

2) Welches KONKRETE Interesse kann der "paternalistische Staat" denn durch Einführung einer Maskenpflicht verfolgen? Das Argument Gesundheitsschutz ist ja angeblich nur vorgeschoben. Bitte erhellen Sie das Forum!

Carola Schommer | Di, 1. September 2020 - 16:02

die Verhältmismäßigkeit des Grundrechtseingriffs.
Die geringen Todesfallzahlen außerhalb der Risikogruppen (über 70 Jahre alt,; mehrere Vorerkrankungen) rechtfertigen kaum das monatelange Maskentragen.
Wem nützt es ?
Es nützt der amtierenden Regierung, denn in Krisenzeiten stellt sich das Volk weniger gegen die Obrigkeit. Zur Zeit befindet sich die CDU in einem Umfragehoch. Ich vermute, man will den Krisenmodus möglichst lange aufrechterhalten, denn nächstes Jahr sind Bundestagswahlen.

Bernd Muhlack | Di, 1. September 2020 - 16:59

Ich habe meine Aufenthalte in der Öffentlichkeit stark limitiert.
Warum?
Weil ich mit dieser Maske kurz vor dem hyperventilieren bin, massive "Vorschäden" (Herz, Lunge, Nieren).

Ja, der Grat der Abwägung zwischen zulässiger Beschränkung und Überreaktion, sinnfreiem Aktionismus ist sehr schmal, the razors edge (AC/DC).
Viele Politiker, Verwaltungen haben den Bezug zur gebotenen Verhältnismäßigkeit verloren, vielleicht gar nie besessen.

Mich nervt zwar die Maske, aber nerviger ist die Berichterstattung, dieser Hype, Hysterie, Framing, Wording.
Beispiel:
Am SO bei WeltOnline ein Artikel.
"Da demonstriert also ein harmloser schwäbischer Familienvater und daneben marschiert ein strammer Neonazi."
Sicherlich sind dem Autoren diese beiden Zeitgenossen bestens privat bekannt!
Einer demonstriert und der andere marschiert - unglaublich, Populismus, Dilettantismus!

Es gibt Verbote mit Erlaubnisvorbehalt und es gibt grds. Erlaubtes mit Verbotsvorbehalt.
Alles im Rahmen der Verhältnismäßigkeit!

Es ist die neue Kunst der Deutschen und der deutschen Journalisten, durch Ferndiagnosen und vorgegebene Direktiven ihnen vollkommen unbekannte Menschen zu klassifizieren.

Heidemarie Heim | Di, 1. September 2020 - 17:02

Ich glaube nicht, das es sich bei den demonstrierenden Mitbürgern ausschließlich um
egozentrische Verweigerer handelt. Die aufgrund ihres rücksichtslosen Verhaltens natürlich bestraft gehören. Haben wir die durch den Lock down und bisherigen Maßnahmen wirklich hart gestraften Betroffene vergessen? Denen per Arbeitsverbot von heute auf morgen die Existenzgrundlage entzogen wurde und die noch immer nicht wissen, wann oder ob überhaupt sie wieder ihrem Geschäft nachgehen können? Die vielen alten Menschen, die starben ohne sich von ihren Liebsten verabschieden zu können wegen Kontaktverbot? Die Praxen der Ärzte und deren chronische Patienten sind vielerorts noch immer wie leer gefegt und es unterbleiben u.a. essentielle Behandlungen.
Die völlig ausgepumpten Eltern, die nun noch angemotzt werden weil sie es wagten mit ihrem auch angezählten Nachwuchs in die alte Heimat zur Oma oder in Urlaub zu gehen.Wie gestraft darf man sich fühlen um zu demonstrieren? Diskurs darüber? Fehlanzeige! MfG

Lassen wir einmal die Maskenverweigerer außen vor, jeder wie er will mit den entsprechenden Konsequenzen.

Sie schildern die Situation mMn sehr trefflich, die Schicksale eben.

Heute hat unser oberster Wirtschaftsexperte Peter "und die Kanzlerin hat gesagt" Altmeier seine Kaffeesatzlesung verkündet.
"Wir haben die Talsohle verlassen, es geht aufwärts!"
Nun ja, das ist sein Job; loben, anpreisen wie auf dem Hamburger Fischmarkt.

Hier im Ort ist ein mittelständisches Unternehmen mit etwa 500 Mitarbeitern.
Ein Global Player im Bereich Verpackungsmaschinen.
Seit Monaten Kurzarbeit, der Montag ist komplett dicht.
Ab September ist auch der Dienstag dicht!
Nein, entlassen wurde bisher niemand, jedoch werden keine Zeitverträge verlängert oder neue abgeschlossen.
Das Reisebüro um die Ecke sowie zwei Kneipen haben fertig; Prost und schönen Urlaub!

"Dann müssen wir eben die Zügel strammer ziehen!"

Werte Frau Heim, wer hat das wohl gesagt?

RISCHTISCH!

Alles Gute u fit bleiben!

Ernst-Günther Konrad | Di, 1. September 2020 - 17:47

Ich habe mit Ihrem Artikel kein Problem. Ja, auch der Cicero darf Regierungsmeinung und persönliche Sichtweisen eines Artzes hier zur Diskussion stellen. Ich bin Maskengegner, weil ich nie eine Pandemie für mich gesehen habe. Ich hatte der Regierung zu Beginn der ganzen Hysterie etwa 6 Wochen durchaus zugestanden, überzureagieren und möglicherweise auch falsch zu liegen. Wären da alle Fachleute ins Boot geholt worden, wäre manches so nicht gekommen. Wäre man da zurück gerudert, hätte Fehleinschötzungen zugegeben, dann hätte das keine großen Folgen gehabt. Aber nach diesen 6 Wochen und vermehrten Bekanntwerden weiterer Erkenntnisse zu dem "Virus", das bislang weltweit nicht isoliert werden konnte, für dessen Anwesenheit und Gefährlichkeit allein wenige Genome eines Virus ausreichen, einen ganzen Staat wirtschaftlich, emotional und politisch zu spalten und zu schädigen, ein Volk unter Angst und Panik zu halten, ist nicht durch nichts mehr zu rechtfertigen. Quelle: Dr. Stefan Lanka

Lisa Werle | Di, 1. September 2020 - 19:11

... nicht Ihrer Meinung, ganz und gar nicht Ihrer Meinung. Ich habe Respekt vor Ihrer praktischen Erfahrung als Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie und Ihrer stoischen Tapferkeit beim Maske tragen. Aber ansonsten verlasse ich mich doch lieber auf die Kollegen, die wirklich Ahnung von der Materie haben, z.B. Bhakdi und Reiss und viele andere - und die nicht nur der Regierung nach dem Mund reden.

Karla Vetter | Di, 1. September 2020 - 19:48

wichtigster Satz lautet:" Medizinische Masken zu tragen ist nur ein kleines Opfer". D` accord! Genau meine Meinung. Wenn es wirklich darauf ankommt helfen nur medizinische Masken. Mein Ehrenamt in einer Klinik, Altenheimbesuche u s w, da gehören sie hin. Es geht aber um etwas anderes. Es geht um die Wirksamkeit eines oft einlagigen, in der Jackentasche aufbewahrten, durchgefeuchteten Lappen, genannt Alltagsmaske. Ob diese einen Nutzen über den eines Taschentuchs hinaus hat, darf bezweifelt werden. Das würde im Vergleich dem Kondom mit einem kleinen Loch entsprechen. Da wird auch ein Teil nicht durchkommen, das Problem ist aber der ankommende Teil. M.E. könnte bei der momentan niedrigen Fallhäufigkeit (RKI-letzte Woche 0.88 % positive Ergebnisse bei einer Testung von über 11 Millionen in der Woche)das Maskentragen auf oben beschriebene Situationen, dann aber mit Schutzmasken die auch welche sind, beschränkt werden.

Jürgen Lehmann | Mi, 2. September 2020 - 16:55

In reply to by Karla Vetter

Frau Vetter Sie haben recht mit dem „durchgefeuchteten Lappen“, bei uns auch zynisch der SCHLAPPERLAPPEN genannt.

Betrachtet man die große Zahl der „Maskentragenden“, dann stellt man schnell fest, dass dies zum Teil nur eine Show ist und keinen wirklichen Sinn zur Vermeidung von Ansteckungen darstellt.

Ellen Wolff | Di, 1. September 2020 - 19:50

Bitte bleibt weiter in alle Richtungen Kontrovers und lasst Euch nicht in eine bestimmte Politische Ecke drängen denn sehr häufig liegt die Wahrheit irgendwo in den Zwischenräumen. Am ehesten können wir ihr begegnen, wenn wir die Dinge von mehreren Seiten aus betrachten.
Zum Post von Frau Wallau möchte ich noch anmerken, dass auch ich mich immer wieder frage, warum die vielen tausend Opfer der Multiresistenten Keime in unseren Krankenhäusern bisher weder die Politiker noch die Meisten Medien dazu veranlassten, etwas dagegen zu tun bzw. Immer wieder einzufordern dass etwas getan werden müsste. Ich vermute ja, dass die Politiker Bei Corona einfach ihr Fähnlein in den Wind gehängt haben und dass, warum auch immer, der Wind in Sachen Multiresistente Keime bisher nicht heftig genug geblasen hat.

Eva Mieslinger | Di, 1. September 2020 - 23:23

Das Beispiel Schweden zeigt, dass ohne Maskenpflicht die Zahlen sehr weit nach unten gegangen sind. Spanien und Belgien haben trotz rigidester Massnahmen steigende Inzidenzen (deren Aussagekraft auch begrenzt ist). Österreich hatte beides - dort konnte man keinen bedeutsamen Unterschied im Infektionsgeschehen feststellen. Also angesichts dieser unwiderlegbaren empirischen Fakten - wie effektiv sind Masken wirklich?

Dr. Rudolf Winter | Mi, 2. September 2020 - 14:41

In reply to by Eva Mieslinger

Richtig, Frau Mieslinger, nur ein kleiner Blick auf die Wirklichkeit und das ganze Theater ist entlarvt. Leider ist das eigenständige Denken in Deutschland scheinbar verboten. Danke für Ihren Kommentar.

Detlev Bargatzky | Mi, 2. September 2020 - 07:58

"Auch bei der Einführung der Gurtpflicht war es nicht anders. "

Das stimmt fast absolut.
Für Altfahrzeuge galt diese nämlich Vorschrift nicht! Sie galt immer nur für Fahrzeuge, die serienmäßig mit Gurten ausgeliefert wurden.

Und es gibt einen weiteren "klitzekleinen" Unterschied. Bei der Nutzung der Gurte, gab es keine Regeleinschränkung, die von der Weltanschauung des Fahrers bzw. der Beifahrer abhängig ist/war.

Und genau diesem Verdacht setzt sich derzeit die Politik aus.

Annette Seliger | Mi, 2. September 2020 - 11:47

So, so, die Maske ist jetzt der Retter vor dem Killervirus. Na, dann ist ja alles geklärt. Gilt das so lange bis wir einen Impfstoff haben oder geht es danach weiter?! Der Logik nach müsste es weitergehen, denn gegen die Grippe haben wir auch einen Impfstoff, aber trotzdem sterben Menschen daran und vergleichsweise mehr als an Corona (siehe Grippe 2017/18).

Ist es nicht viel mehr das Immunsystem des Menschen, welches offensichtlich gut mit Corona Viren umgehen kann?

Warum trägt denn der Arzt in einem Krankenhaus eine Maske? Weil kranke Menschen Hilfe erwarten und bei einer reduzierten Immunschwäche oder bei einer stationären oder ambulanten Behandlung, (Operation) Keime von einem Behandler und Pfleger von Patient zu Patient weitergetragen werden können.
Ein Krankenhaus ist ein Ort wo größere Risiken aufeinandertreffen und da ist Schutz angesagt.

Was das mit einer allgemeinen Maskenpflicht zu tun hat ist mir schleierhaft.

Risikogruppen sollen gerne bei eine Maske tragen!

Klaus Burkhardt | Mi, 2. September 2020 - 16:16

Nachdem wie in einem Großversuch im August zirka 80000 Menschen ohne Maske und ohne Abstand in Berlin demonstrierten (beide Demonstrationen zusammen), sollte jetzt ja eine Infektionswelle von denen ausgehen, die dort waren. Bis jetzt Ruhe! Vielleicht erfährt der staunende Bürger in ein paar Jahren mehr davon. Bei einer nächsten Krise, denn dieses Land kann ja nicht mehr ohne Krise. Aber wir alten DDR-Bürger lassen uns da nicht unterkriegen, unsere DDR war ja eine ständige Krise. Und diese Demonstrationen waren ja von mehr Leuten besucht als es bei Großveranstaltungen üblich ist. Das Experiment wäre aussagekräftig .