Lage der CDU - Konservative nicht willkommen

Ihr ehemaliger Generalsekretär Peter Tauber warnt die CDU vor einem „Rechtsruck“ und offenbart dabei das Dilemma der „Merkelianer“: Bei dem Versuch, links-grüne Wähler für sich zu gewinnen, hat die Partei ihre Stammwähler bewusst vor den Kopf gestoßen. Das könnte sich jetzt rächen

Peter Tauber, Angela Merkel, Annegret-Kramp-Karrenbauer
Tauber, Merkel, Kramp-Karrenbauer: Kampf gegen Rauch, obwohl es gar kein Feuer gibt? / picture alliance

Autoreninfo

Dr. Hugo Müller-Vogg arbeitet als Publizist in Berlin. Der gebürtige Mannheimer war von 1988 bis 2001 Mitherausgeber der F.A.Z. Sein aktuelles Buch „Wolfgang Bosbach: Endspurt. Wie Politik tatsächlich ist – und wie sie sein sollte” ist im Herbst 2016 erschienen.

So erreichen Sie Hugo Müller-Vogg:

Hugo Müller-Vogg

Peter Tauber, vier Jahre lang CDU-Generalsekretär und seit kurzem Parlamentarischer Staatssekretär im Verteidigungsministerium, warnt seine Partei vor einem Rechtsruck. Die CDU würde, so seine These, in der Opposition landen, „sollte sie den Rufen nach einem Rechtsruck folgen.“ Schon den Ruf nach einer solchen Kurskorrektur bezeichnet der promovierte Historiker Tauber als „historisch falsch.“ Als Plattform für seinen Kampf gegen jede Kursveränderung hat er die „Politische Meinung“ gewählt, die Zeitschrift der Konrad-Adenauer-Stiftung.

Da drängt sich zunächst einmal die Frage auf, wer denn überhaupt innerhalb der Union einen „Rechtsruck“ fordert? Von Jens Spahn, dem Hoffnungsträger der Konservativen in der CDU, ist eine solche Forderung jedenfalls nicht bekannt. Auffällig ist jedoch, dass vor Tauber bereits CDU-Spitzenpolitiker wie Armin Laschet oder Annegret Kramp-Karrenbauer sich gegen einen angeblich drohenden Rechtsruck gewandt haben. Kämpfen da etwa „Merkelianer“ gegen Rauch, obwohl es gar kein Feuer gibt?

Tauber verwechselt Beweglichkeit mit Beliebigkeit

In Wirklichkeit zündet Tauber eher eine Nebelkerze. Der Kampf gegen den „Rechtsruck“ meint zweifellos die Forderungen aus der Partei nach einem Kurs, der die in der Partei verbliebenen Konservativen nicht verzweifeln lässt und die CDU wieder für Wähler rechts der Mitte wählbar macht. Tauber sieht nach vier Jahren als Merkels Parteimanager dafür – natürlich – keinen Bedarf. Er behauptet sogar, die CDU „hat keine Richtung, unsere Partei ist die bürgerliche Mitte der Gesellschaft.“ Was für eine steile These! Wer selbst keine Richtung hat, sondern jeweils das vertritt, was der bürgerliche Zeitgeist fordert, verwechselt offenbar Beweglichkeit mit Beliebigkeit.

Für Tauber steht fest, dass die CDU unter Merkel keineswegs nach links gerückt ist; dies zu behaupten, sei „ahistorisch“. Aus seiner Sicht ist und bleibt das christliche Menschenbild „Grundlage unseres politischen Handelns“. Daraus leitet er ab, was die CDU ausmache: Soziale Marktwirtschaft als ordnungspolitischer Rahmen, das klare Bekenntnis zu einem geeinten Europa und die Verankerung Deutschlands in der westlichen Wertegemeinschaft mit den USA als wichtigstem Partner. Dem würde innerhalb der Partei wohl niemand widersprechen.

Good bye, Ludwig Erhard

Doch scheinen manche Prinzipien inzwischen so hoch gehalten zu werden, dass CDU-Politiker im Tagesgeschäft bequem darunter durchschlüpfen können. Nehmen wir das Beispiel der Sozialen Marktwirtschaft als ordnungspolitischen Rahmen. Ein flächendeckender gesetzlicher Mindestlohn hat mit Ordnungspolitik im Sinne Ludwig Erhards genau so wenig zu tun wie eine den Marktmechanismus verzerrende Mietpreisbremse oder eine Frauenquote, die bei der Besetzung wichtiger Positionen in Unternehmen das Geschlecht letztlich zum entscheidenden Kriterium aufwertet. Dasselbe gilt für die Rente mit 63: Die einseitige Privilegierung einer kleinen Gruppe überwiegend gut versorgter, männlicher Facharbeiter zu Lasten der Rentenkasse ist genau das Gegenteil dessen, was unter ordnungspolitischen Aspekten geboten wäre.

Natürlich hat die CDU dem allem zugestimmt, weil sie in der Koalition mit der SPD zu Kompromissen gezwungen war. Schließlich sind Koalitionen ohne Kompromisse nicht denkbar. Aber die CDU – und insbesondere ihr damaliger Generalsekretär – hat diese „Sünden“ gegen den Geist der Marktwirtschaft niemals durch Hinweise auf den Kompromisszwang im Regierungsgeschäft erklärt und relativiert. Sie wurden vielmehr zu Bestandteilen lupenreiner CDU-Politik. 

Keine Politik für das „Heimchen am Herd“ 

Es fällt auf, dass Tauber bei seinem Versuch, die Politik der Merkel-CDU als prinzipienfest darzustellen, das Thema Familienpolitik ebenso ausklammert wie Zuwanderung, Integration und Leitkultur. Zweifellos hat die CDU in der ersten Koalition Merkels mit der SPD mit der Einführung des Elterngeldes eine alte sozialdemokratische Forderung übernommen. Damit reagierte die Union auch auf die zunehmende Berufstätigkeit von Frauen und korrigierte so ihr nicht mehr zeitgemäßes Idealbild von der Familie mit einem einzigen, männlichen Ernährer. Zugleich gab es eine „Gender-Komponente“. Kleinkinder, die „nur“ von der beruflich pausierenden Mutter versorgt werden, sind dem Staat seitdem zwölf Monate lang eine finanzielle Unterstützung wert. Legt jedoch der Vater Hand beim Windelwechseln an, fließt das Geld zwei Monate länger: Männererziehung mit Staatsknete. Die Einführung des neuen Kindergelds wurde begleitet von einem Programm zum massiven Ausbau der Kitas, was schon Rot-Grün angestrebt, aber nicht geschafft hatte.

Auch wenn die CDU das stets bestritten hat, war die staatliche Unterstützung für zeitweilig nicht mehr berufstätige Mütter sowie der Ausbau der Betreuungsmöglichkeiten eine einseitige Subventionierung berufstätiger Frauen; die „Nur-Hausfrau“ ging leer aus. Erst auf Drängen der CSU rang sich die CDU dazu durch, mit dem Betreuungsgeld für Eltern, die keine staatliche Einrichtung nutzen, ein gewisses Maß an Wahlfreiheit herzustellen. Dass das vom Bund gezahlte Betreuungsgeld (ganze 100 Euro im Monat) später vom Verfassungsgericht gekippt wurde, steht auf einem anderen Blatt. Die CDU hat jedenfalls keinen neuen Versuch unternommen, die finanzielle Lage nicht berufstätiger Mütter zu verbessern.

Wie sehr sich die Perspektive der CDU in der Familienpolitik verändert hat, zeigt eine Äußerung von CDU-Generalsekretärin  Annegret Kramp-Karrenbauer aus dem Jahr 2011. „Wenn wir heute als Volkspartei auch von Frauen gewählt werden wollen, brauchen wir eine Politik, die die Vereinbarkeit von Familie und Beruf in den Mittelpunkt stellt, und nicht das Heimchen am Herd“, sagte sie kurz vor ihrer Wahl zur saarländischen Ministerpräsidentin. Mit dem Begriff „Heimchen am Herd“ stimmte sie in den Chor der überwiegend sozialdemokratischen, grünen und freidemokratischen Betreuungsgeld-Gegner ein. Die hatten diese familienpolitische Leistung ohnehin als Herdprämie geschmäht. 

Das war schon grotesk: Mit Kramp-Karrenbauer unterstützte eine Merkel-Vertraute die Gegner einer staatlichen Leistung für Frauen, die ihren Kindern zuliebe auf Karriere und Geld verzichten. Auch die damalige Familienministerin Kristina Schröder machte keinen Hehl aus ihrer Haltung, dass sie vom Betreuungsgeld nicht viel halte. Beim dem Versuch, links-grüne Wähler für sich zu gewinnen, stieß die CDU eigene Stammwähler bewusst vor den Kopf. Das wiederholte sich, als Angela Merkel im Wahlkampf 2017 die bisherige Ablehnung der „Ehe für alle“ so nebenbei über Bord warf. 

„Anything goes“ als „Leitkultur“

Dies alles passt bestens zu Taubers Erklärung, die CDU habe keine Richtung. Gleiches gilt für die Flüchtlingspolitik. Merkels Politik der unkontrollierten Zuwanderung samt dem folgenden Kontrollverlust wurde – im Grundsatz – von Grünen, Linken und Sozialdemokraten begeistert mitgetragen. Gerade das links-grüne Spektrum sah endlich seine Vision von einer multikulturellen, bunten Gesellschaft zum Greifen nah – mit der Devise „Anything goes“ als „Leitkultur“. Wenn das kein Linksruck war, was denn dann? 

Allerdings liefert die Willkommens-Politik von 2015/16 einen Beleg für Taubers These, wonach die CDU keine Richtung habe, sondern die bürgerliche Mitte verkörpere. Ja, die bürgerliche Mitte schwelgte damals geradezu im Willkommensrausch. Erst nach der Silvesternacht 2015 wurde den meisten auf schmerzhafte Weise klar, dass uns durch den ungesteuerten Zustrom von Asylsuchenden, Schutzsuchenden und illegalen Migranten eben nicht nur „Menschen geschenkt“ (Katrin Göring-Eckardt), sondern mit den Zuwanderern aus fremden Kulturkreisen auch enorme Probleme aufgehalst wurden. 

Falsche Strategie gegen die AfD

Tauber grenzt die Union scharf gegenüber „Gegnern unserer Verfassungsordnung“ wie die AfD ab, schließt – in guter CDU-Tradition – Bündnisse mit dieser Partei kategorisch aus. Sein Postulat: „Deshalb müssen die Christdemokraten die Ersten sein, die der AfD, die unsere Gesellschaft spalten will, entgegentreten.“ Das schreibt Tauber über eine Partei, die fünf Jahre nach ihrer Gründung im Bundestag und 14 Landtagen sitzt und bei Landtagswahlen häufig besser abschneidet als die SPD, bei der Bundestagswahl in Sachsen sogar vor der CDU lag.

Nur: Als die AfD noch nicht so stark war, da hatten die CDU und insbesondere das Konrad-Adenauer-Haus sträflich versagt. Statt die AfD zu attackieren, versuchte man, sie auszusitzen. Statt ihr kraftvoll „entgegenzutreten“, sagte Tauber im Sommer 2014 voraus, die AfD werde einfach wieder verschwinden so wie einst die Piraten. Da lag es natürlich nahe, sich den harten, mühsamen Kampf gegen die AfD zu ersparen – mit den bekannten Folgen.

Wähler für immer verloren 

Bei seinem Kampf gegen einen angeblich geforderten Rechtsruck weicht Tauber der Frage aus, ob die CDU sich noch zu ihren drei Wurzeln bekennt – der christlich-sozialen, der liberalen und der konservativen. Helmut Kohl hat die CDU gerne mit einem indonesischen Hausboot verglichen: Das große Haupthaus liege ruhig in der Mitte, drum herum gruppierten sich die Ausleger. Der Verbund sei stabil, solange die Ausleger nicht ein völlig anderes Tempo hätten als das Zentrum. Dieses Kohl-Bild trifft auf die CDU aber nicht mehr zu: Die sozialdemokratisierten und angegrünten Ausleger haben längst mehr Gewicht als die konservativen und marktwirtschaftlichen Beiboote. 

Das haben auch die Wähler bemerkt und nicht unbedingt goutiert. Wirtschaftsliberale und Wertkonservative sind bei den vergangenen Wahlen in die Wahlenthaltung geflüchtet, zur FDP übergelaufen oder den Parolen der AfD erlegen. Ein Teil dieser AfD-Wähler wird nie mehr zur CDU zurückkehren. Wählern, die die völkischen, rassistischen und antisemitischen Töne der Rechtsaußen-Partei gut finden, sollte die CDU auch nicht nachlaufen. Aber eine Warnung vor einem gar nicht drohenden Rechtsruck als Begründung für ein an Umfragen orientiertes „Weiter so“ wird die Union eher unter 30 Prozent bringen als über 40. Aus Taubers Positionsbeschreibung wird eines nicht klar: ob Konservative heute in der CDU überhaupt noch willkommen sind. Tauber jedenfalls scheint auf sie keinen Wert zu legen. 

Joachim Wittenbecher | Mo, 30. April 2018 - 18:31

Merkel hat zweifelsohne die konservativen Wurzeln der CDU abgeschnitten. Sie hat die CDU auf einen Linkskurs gebracht, der ihr jederzeit Koalitionen mit SPD und Grünen ermöglicht. Mögen ihre eigenen Wahlergebnisse so schlecht sein, wie sie wollen, mit einer oder beiden der anderen Parteien reicht es allemal zur Mehrheit. Machterhalt um den Preis eines geistigen Vakuums und der Beschädigung der demokratischen Grundordnung. Doch diese Taktik trägt nicht für lange Zeit, zu offensichtlich werden die Folgen: Verhältnis zu den USA: desatrös; Europa: gespalten in Ost und West, sowie Nord und Süd. Deutschland: Identitätskrise. Sozialpolitik: in schlechteren Zeiten unbezahlbar. Energiewende: auf Dauer unbezahlbar. Wohnungen: Totalverknappung durch anarchistische Einwanderungspolitik. Bundeswehr: zerstört. Infrastruktur: veraltet und zerbröselt. Digitalisierung: verschlafen.
Wenn die Bevölkerung diesen Problemberg in seiner ganzen Tragweite realisiert, ist die CDU keine Volkspartei mehr.

Tomas Poth | Mi, 2. Mai 2018 - 13:57

In reply to by Joachim Wittenbecher

gehört auch noch die Bildungspolitik. Natürlich liegt das auch an den Ländern, aber es ist ja dieselbe "Regierungsmischpoke".

Gerdi Franke | Mo, 30. April 2018 - 18:36

Nun, die CDU müsste sich eben weg vom Image der verbogenen Merkel-Partei bewegen und wieder die alten CDU-Positionen besetzen. Das dürfte doch nicht allzu schwer sein!

Bernd Wollmann | Mo, 30. April 2018 - 18:41

Früher war die CDU eine Partei, die mir zu konservativ war. Seit Merkel mit ihren Günstlingen die Partei führt, sind konservative Werte nicht mehr erkennbar. Ähnlich wie bei der SPD ist man immer weiter nach links gerückt. Ohne Not hat man der AFD die Chance gegeben das entstandene Vacuum zu füllen. Warum soll man sich auch um die Interessen der eigenen Leute kümmern, wenn man doch Europa und die Welt retten kann?

Mathias Trostdorf | Mo, 30. April 2018 - 19:21

Guter, interessanter Artikel, der die Irrungen und Wirrungen der CDU als Partei der politischen Beliebigkeit gut beschreibt.
Ich habe Tauber immer als Inbegriff des (Merkel-)unterwürfigen Parteisoldaten gesehen. Aber wie dem auch sei: Tauber, Karrenbauer, Merkel und alle anderen linksgrünen CDU-Mitglieder haben eigentlich nur das Problem, in der falschen Partei zu sein.
Ich hoffe sehr, daß die CDU endlich auch wieder für konservative Wähler wählbar wird.

PS: Hat man inzwischen eigentlich schon irgend etwas gehört, wie unsere Regierung endlich die "Flüchtlings-"krise angehn, geschweige denn bewältigen will?

Dirk Klostermann | Mo, 30. April 2018 - 19:31

Viele langjährige CDU-Wähler fühlen sich von "Ihrer" Partei betrogen. Das gilt auch für die SPD und ihre Wähler. Selbst Liberale können mit der FDP nicht mehr viel anfangen. Verlässliche Politik ist der Beliebigkeit gewichen. Das ist das Ende der Volksparteien.

Dimitri Gales | Mo, 30. April 2018 - 19:47

sollte sich an das Bibelwort erinnern: man kann nicht zwei Herren dienen. Ex-Kanzler Schröder hat dies versucht, indem er "die neue Mitte" in die SPD integrieren wollte. Seine Politik war demzufolge klar neoliberal ausgerichtet. Das hat sich bitter gerächt und die Partei wird sich davon nicht erholen. Man ist nur dann glaubhaft und hat dauerhaften Erfolg, wenn man authentisch ist. Merkel spielt mit vielelei Masken.

Ingrid Gathmann | Mo, 30. April 2018 - 19:51

Sehr geehrter Herr Müller-Vogg,
über Ihren Artikel habe ich mich bis kurz vor Ende sehr gefreut, gut recherchiert und auf den Punkt gebracht.
Aber warum müssen Sie zum Schluss wieder zum Mainstream überwechseln und das langsam langweilig werdende AfD-Bashing aus der Kiste holen?
Ich weiß nicht, was an der AfD antisemitisch oder rassistisch oder völkisch ist. Nichts davon im Grundsatzprogramm. Im Gegenteil: gut integrierte Muslime sind akzeptierte und geschätzte Mitglieder unserer Gesellschaft (S. 10 der Kurzfassung des Grundsatzprogramms). Etwas antisemitsches kann ich im ganzen Grundsatzprogramm nicht entdecken. Haben Sie dieses jemals gelesen? Und was wollen Sie mit "die Parolen der AfD" ausdrücken? Es gibt Mitglieder, die sich in der Wortwahl vergreifen, diese sind aber nicht tonangebend. Quatschköpfe gibt es in jeder Partei.
Die AfD steht fest auf dem Boden des Grundgesetzes. So steht es in der Präambel.
Bisher hat sie nicht dagegen verstoßen.

Susanne antalic | Mo, 30. April 2018 - 20:18

Lieber Herr Müller-Voggt
Es ist schon schmerzhaft, dass die AFD mehr stimmen bekamm als ihre Lieblingspartei FDP, aber ernsthaft, wofür braucht man in D. eine CDU, die sich kaum mehr von der Grünspd unterscheidet. Leider hat auch die FDP nicht anderes zutun, als die AFD zu diffamieren, der Herr Lindner verspielt durch diese Gehabe viele Stimmen und die CDU bekommt durch diesen linksruck auch keine Wähler zurück, sie spielen "ungewolt" der AFD in die Hände, ob man das irgentwann merken wird.

Tjardo Harders | Mo, 30. April 2018 - 20:37

Lieber Herr Müller-Vogg, ich höre Ihnen gern zu und lese gern Ihre Artikel.Nur die Bindung der AFD an Rassismus und Antisemitismus finde ich weder imParteiprogramm noch bei den Äußerungen maßgeblicher AFD-Politiker. Einige Vertreter wie
Höcke und Poggenburg, die damit evtl. in Verbindung gebracht wurden, sind von der Bildfläche. Die genannten Ausdrücke als abgenutzte Moralkeule der li und Grünen muß inzwischen ein großer Teil der deutschen Konservativen besonders auch aus der Mitte der
CDU ertragen. Dem deutschen Journalismus wünsche ich eine neue Bewertung. Ihr aufmerksamer Leser.

wolfgang spremberg | Mo, 30. April 2018 - 21:00

Rechts ist nur ein Etikett. Um welche Inhalte geht es ? Z.B. um das Familienbild ? Statt kostenloser Kita kann man die Eltern / Mutter als mündige Bürger selbst entscheiden lassen. In den ersten z.B. 3 Jahren eine Summe X für jedes Kind und die mündigen Eltern entscheiden selbst ob sie davon die Kita finanzieren oder selbst für ihre Babys da sein wollen. Was machen eigentlich Mütter die Schicht arbeiten ? Was nützt denen eine kostenlose Kita ? Egal ? Muss der Staat (Regierung) sich einmischen ? Richtig lustig wird es, wenn Gegner der "Herdprämie"(setzt falsche Anreize.) sich für ein bedingungsloses Grundeinkommen aussprechen. Wer nichts macht bekommt "Knete" wer sich um sein Baby kümmert bekommt nix ? Oder ist es dann wieder anders ?
Wenn es nicht so traurig wäre.....

Silas Loy | Mo, 30. April 2018 - 21:21

... wüsste er, dass die AfD die CDU von morgen ist. Irgendwelche abseitigen Stimmen in der oder über die AfD -ob echt oder inszeniert- werden sie kaum aufhalten. Auch die Behauptung, die AfD spalte die Gesellschaft ist einigermassen lächerlich in Anbetracht der Tatsache, dass Leute wie Tauber es waren, die die ehemals recht homogene konservative politische Kraft in Deutschland gespalten haben. Was das bedeutet ist bereits schon mehrere Male in anderen Ländern Europas durchexerziert worden.

Es wird immer konservative Wähler und Freunde des einfachen Anstands geben, die die gewissenlosen Zerstörer unserer Verfassungsordnung und unseres Rechtsstaats, die die Gesetzesbrecher, Vertragsverletzer und Veruntreuer politisch konsequent zur Rechenschaft zu ziehen gedenken.

Sepp Kneip | Mo, 30. April 2018 - 21:54

Wenn die CDU nicht das Schicksal der SPD erleiden will, muss sie zu dem zurück finden, was sie einmal war. Wirklich eine Partei der Mitte. Nicht eine, die weitaus mehr Linksausleger als Rechtsausleger hat. Das Wildern bei den Linken, vor allem bei der SPD, hat sicherlich dort Stimmen abgegrast. Aber nicht so viel, wie sie nach rechts verloren hat. Merkel steckt in einem Dilemma. Noch mehr nach links rücken kann sie kaum, da dort nichts mehr zu holen ist. Der links/grüne Kern hat sich bei den Linken und den Grünen etabliert. Die SPD wird von dort ausgesaugt. Nicht von ungefähr steigen die Umfragewerte der Grünen, wie die der SPD fallen.

Wo also will die CDU ihre Stimmen hernehmen? Sie hat so viele Stammwähler verloren, die nur dann zurückkommen, wenn die CDU wieder CDU geworden ist. Ob man eine Orientierung an die alten Werte einen Rechtsruck nennt oder eine Besinnung auf das Konservative, sei mal dahin gestellt. Ohne Neuorientierung bleibt die CDU aber eine dreißig-minus-Partei.

Alexander Mazurek | Mo, 30. April 2018 - 22:11

… Links, Mitte, Rechts Vorstellung im Halbkreis von 180 Grad, die gibt es nicht mehr. Früher war "Rechts"=konservativ, bewahrend, "Links"=fortschrittlich, progressiv. Schon seit ca. 100 Jahren gilt das nicht mehr. Heute ist das politische Spektrum auf die linken max. 25°, oder so, reduziert, ta tummeln sie sich alle, allesamt Populisten nach dem Motto "Brot und Spiele" für das Volk, was es liebt, es mag ja unterhalten werden, auch durch diverse Rattenrennen. Von Bismarck bis zu den grünen Enkeln der braunen Opas, und den UnChristlichen wie UnSozialen. Eigentlich, wie die Geschichte beweist, ein sicheres Anzeichen des Untergangs einer jeden Zivilisation. "Ein kleiner Fehler am Anfang am Ende ein großer wird", das ist der Masse heute kaum bewusst, wie ihr auch ausgetrieben wird, das Erkenntnis nur durch Trennung (Diskrimination) möglich ist. Das muss man erst ertragen können, Pippi Langstrumpf kann das nicht 2x2=9!

Kai Buchmüller | Mo, 30. April 2018 - 22:16

im konservativen Ausleger des Hausbootes, sehe wie
die Verbindung sich löst und drohe abzusaufen.
Da kommt von steuerbord ein ganz neues Boot und bietet an mich an Bord zu nehmen. Was werde ich wohl tun? Genau. Ich gehe an Bord. Da stelle ich dann fest, dass schon viele Gleichgesinnte aufgenommen wurden. Auch wenn ich viele
Mitglieder der Besatzung nicht mag, soll ich
wieder ins Wasser springen und zum Mutterschiff zurückschwimmen obwohl sie mich da nicht wollen?

Bernd Holtigel | Mo, 30. April 2018 - 23:42

Zitat aus dem Artikel: ... die "völkischen, rassistischen und antisemitischen Töne der Rechtsaußen-Partei"... - gemeint ist die AfD.

Das ist noch der alte Schablonenstandard vom Tag 1 der AfD-Gründung. Der sollte mal überdacht werden. Die genannten "Töne" finden sich allesamt nicht im AfD-Programm. Unter 30.000 Mitgliedern befinden sich - statistisch-notwendig - einige Spinner, die aber programmatisch keine Rolle spielen.

Antisemitisch ist die Partei schon mal gar nicht, weil sie etliche Juden zu Mitgliedern hat.

Früher wurde der Partei noch routinemäßig "frauenfeindlich und homophob" angedichtet. Das musste man auf die Dauer mal so langsam fallen lassen, weil die Partei von (promovierten, also keinen Studienabbrecher-) Frauen geführt wird und zahlreiche gleichgeschlechtlich orientierte Mitglieder hat, auch in Führungspositionen.

Christa Wallau | Di, 1. Mai 2018 - 00:11

Ach ja, so ist es leider:
Die meisten Menschen vergessen sehr schnell, was gestern war. Auch Sie, Herr Dr. Müller-Vogg.

Was Sie jetzt als "Parolen" der AfD bezeichnen, das
entspricht zum größten Teil dem CDU-Programm der letzten Jahrzehnten im vorigen Jahrhundert. Damals galten diese Positionen als vernünftig und moralisch in Ordnung (von den Kirchen abgesegnet); demokratisch war die CDU sowieso.
Niemand hätte es gewagt, von "Parolen" einer "Rechtsaußenpartei" zu sprechen.

Und heute soll das alles nicht mehr ehrenhaft sein?
Nur weil der Zeitgeist so weht wie er es tut?

Wie lächerlich u. beschämend ist dieser Wandel für eine CDU, die einmal eine klare Richtung kannte, Werte und Prinzipien vertrat und nicht ihr Mäntelchen nach dem Wind hing!

Warten Sie's ab: Die Taubers und Kauders bekommen noch die Quittung für ihre totale
Gesichtslosigkeit, u. von Merkel wird nichts
bleiben als ihre blöde Raute u. die Verantwortung für den Abstieg Deutschlands in die 3. Liga.

Per L. Johansson | Di, 1. Mai 2018 - 02:50

M.-V.: „die CDU ... sträflich versagt. Statt die AfD zu attackieren, versuchte man, sie auszusitzen.“

Und ich nehme an, Sie wollen es besser machen?
Im Gegenteil...

M.-V.: „Wirtschaftsliberale und Wertkonservative sind bei den vergangenen Wahlen in die Wahlenthaltung geflüchtet, zur FDP übergelaufen oder den Parolen der AfD erlegen.“

Aha, „die AfD“ hat also keine Argumente, mit denen man sich auseinandersetzen müßte, nur Parolen.
Erstens, das ist die altbekannte Diffamierung und Diskussionsverweigerung.
Zweitens, Sie unterstellen den abgewanderten Wählern Dummheit. Stilisieren sie gar zu Opfern, die Parolen „erlegen“ sind.
Und so von oben herab gescholten, sollen die zurückkommen?
Vermutlich müssen sie vorher noch Abbitte leisten, nachdem sie sich "besudelt" haben...
M.V.: „völkischen, rassistischen und antisemitischen Töne der Rechtsaußen-Partei“

M.V.:„Ein Teil dieser AfD-Wähler wird nie mehr zur CDU zurückkehren.“

Ja, so ist das mit dem Brunnen und dem Krug...

Sandra Richter | Di, 1. Mai 2018 - 04:10

Die AfD als "Rechtaußen"-Partei zu bezeichnen (was ist dann die NPD?) und als "Gegner unserer Verfassungsordnung" (da kommt mir eher die CDU/CSU und SPD in den Sinn, siehe z.B. Grenzöffnung und NetzDG), ist nicht mehr grenzwertig, sondern pure Hetze. Die üblichen linken Diffamierungen der AfD als "Partei mit völkischen, rassistischen und antisemitischen Tönen", die Aussagen von einer Handvoll isolierter Politiker immer wieder zitieren, als ob sie dadurch mehr werden, wirkt im Vergleich zu den etablierten Parteien mit weitaus grösseren Problemen dieser Art fast schon lächerlich. Sowas ist man bei Cicero eigentlich nicht gewohnt, wo die Autoren doch ein ausgewogenes Bild auf die Welt haben und nicht einseitig tendenziös gegen unliebsame Positionen und Parteien hetzen. Dr. Hugo Müller-Vogg scheint von dieser ehrenhaften Riege der Publizisten ausgenommen zu sein, solche Töne hört man ansonsten nur von dem äussersten linken Rand der Medien.

Ist nicht schon der Amtseid der Regierenden "völkisch" ?
Müßte die Regierung nicht ihre ganze Kraft zum wohle "aller", der Erdbewohner oder des Universums einsetzen ? Das wäre doch endlich pc.

Dieter Erkelenz | Di, 1. Mai 2018 - 06:46

"Wählern, die die völkischen, rassistischen und antisemitischen Töne der Rechtsaußen-Partei gut finden, sollte die CDU auch nicht nachlaufen."
Mit der Einbringung dieser unerträglichen Klischees, Herr Müller-Vogt, haben Sie sich selbst desavouiert und ihren an sich guten Artikel konterkariert!

Ute Hennig | Di, 1. Mai 2018 - 07:03

Jede Partei die den rosa Elefanten ungeachtet im Raum stehen lässt wird in Zukunft Wählerstimmen verlieren.. definitiv!!!!

Peter Schmidt | Di, 1. Mai 2018 - 08:27

Sehr geehrter Herr Müller-Vogg, in vielen Ihrer Beiträge zur Politik merkt man, dass sie Ihrer alten CDU hinterher trauern. Finden Sie sich endlich damit ab, dass die CDU nie wieder konservativ wird. Selbst wenn Merkel und die erste Riege weg sind: Es bleiben hunderte Parteisoldaten in der zweiten Reihe, die sich für "Energiewende", Euro-Chaos und Einwanderungskrise ausgesprochen haben - oder zumindest nicht aktiv gegen Merkel aufgestanden sind. Die CDU hat fertig. Finden Sie sich damit endlich ab und hören Sie mit dem "Bewältigungsschreiben" auf!

Simone Baum | Di, 1. Mai 2018 - 08:59

Die WerteUnion als ein Zusammenschluss von Konservativen CDU und CSU Mitgliedern
ist gerade deshalb entstanden, um die CDU nicht kampflos den "Taubers" zu überlassen, sondern die konservative Seite der CDU wieder zu stärken. Wir möchten die CDU als Volkspartei erhalten, aber mit einer Politik von Herrn Tauber werden wir weiter Mitglieder und Wähler verlieren.

Stefan Jess | Di, 1. Mai 2018 - 09:08

Solange Merkel an der Macht ist wird sich an der Situation, den heimatlosen Konservativen, nichts ändern.

Zu bodenständig, ja zu anständig, sind viele rechts der Mitte. Das krakehlende, auf Zoff gebürstete Verhalten, welches Linken zu eigen ist, findet sich bei Konservativen eher selten und wenn, dann nur im rechtsextremen Spektrum. Und so bleiben die ganzen "Aufstände" von rechts nur eines, erfolglos.

Das morsche Fundament der wahlverwöhnten CDU wird allerdings heftig leiden wenn Merkel irgendwann mal weg ist.

Sebastian Wagner | Di, 1. Mai 2018 - 09:19

Herr Müller-Vogg,
auch Sie als vermeintlich Konservativer können es nicht lassen,AFD-Wähler als Verblendete oder gar Rechtsradikale zu diffamieren.Das ist doch kleingeistig meinen Sie nicht?Ich bitte Sie,kommen sie von Ihrem hohen Ross runter,legen Sie Ihre Scheuklappen ab und akzeptieren sie was die Leute umtreibt.Verblendet sind doch vielmehr verbitterte Altparteienwähler (mit Parteibuch oder ohne),die nach all den Fehlleistungen der letzten 20 Jahre stur immer noch die Union für Ihre vermeintlich konservative Politik bzw. die SPD für Ihre Sozialpolitik wählen.Sie ärgern sich,dass in der Union Konservative keinen Platz mehr haben und lassen simultan ihre Wut an Wählern aus,die die logische Konsequenzen ziehen und eben die einzige konservative-partiotische Partei wählen,die es derzeit in Deuschland gibt.Die vorliegend zu Tage tretende Diffamierungsstrategie wird den Altpaarteien und Ihren Medienapologeten langfristig keine Erfolge bescheren-da können Sie Gift darauf nehmen!

Volker Leyendecker | Di, 1. Mai 2018 - 09:20

Für mich stellt sich die Frage, was ist mit den Altparteien eigentlich passiert ? Woher kommt dieser Deutschland Hass, der ja Partei-Übergreifend propagiert wird. Wer steuert diese Politik und warum merken die Bürger nicht, das sie ihren eigenen Untergang wählen. Ein Volk zerstört man durch die Zerstörung der kleinsten Zelle. Das ist die Familie, die sind der Kitt der das Volk zusammen hält. Konservativ bedeutet für mich: Das was gut ist zu bewahren und das was Verbessert werden kann sollte Verbessert werden. Warum muss das RAD jeden Tag neu erfunden werden ? Das Rad ist schon da und muss nicht neu erfunden werden. Mich betrübt das die Wähler der sogenannte BÜRGERLICHEN CDU/CSU diese Negative Entwicklung nicht wahrnehmen und wie Lemminge in den Abgrund laufen. Eine Umkehr der jetzigen Multi-Kulti Politik ist dringend erforderlich. In der EU sind einige Länder dabei das Ruder rum zu werfen, doch die werden mit Sanktionen bedroht. Sieht so Demokratie aus ???

Andreas Dornow | Di, 1. Mai 2018 - 09:35

Die AfD ist weder völkisch noch rassistisch oder antisemitisch (speziell letzteres ist wirklich ein widerlicher Vorwurf, der aber auch nur zeigt, wie automatisiert mittlerweile da die Floskeln im geistentleerten Raum kreisen, wenn es um die AfD geht). Im Prinzip vertritt die AfD etwas, das noch in den 80ern Konsens der deutschen Gesellschaft war, wo auch beispielsweise ein SPD-Kanzler Helmut Schmidt den Multikulturalismus als Schimäre von Intellektuellen bezeichnet hat. Man kann es noch nicht einmal "Konservativismus" im klassischen Sinn nennen, weil hier keine verwinkelte Wertedebatte geführt wird, sondern schlicht die Grundlagen unserer Gesellschaft, unseres Zusammenlebens und unserer Zukunft zur Diskussion stehen. Daß hier ein radikales, in der Geschichte der Menschheit noch nie dagewesenes Gesellschafts-Transformations-Experiment stattfindet, wird ja mittlerweile auch vielerorts offen bestätigt. Wenn bereits die Selbsterhaltung als "völkisch" gilt, braucht es wirklich einen Wandel.

Fred Feinbein | Di, 1. Mai 2018 - 09:47

Lieber Herr Dr.
den aus Frust über die CDU zur FDP übergelaufenen Wähler müssen sie aber bald mal was bieten. Bisher ist die einzige Heldentat der FDP, sich nicht mit der Merkel-Partei ins Bett zu legen. Das ist aber auf Dauer zu wenig!
Wenn Linder und Co jetzt nicht nachlegen im Sinne einer wertkonservativen Politik, wird die nächste Wahl das FDP-Hoch wieder beenden.

Laurenz Manfred | Di, 1. Mai 2018 - 10:29

ein eher enttäuschender Beitrag, der eigentlich nur das beschreibt, was die allermeisten schon wissen und auch täglich in anderen Medien zu lesen ist. Wie wollen Sie es ändern? Sie glauben ja selbst nicht so recht an eine Kurskorrektur der CDU, die auch nicht kommen wird, da sie sich zu einer Partei des "Zeitgeistes" entwickelt hat.
Ein explizit konservatives Profil finden Sie heute nur noch bei Teilen der CSU und natürlich bei der AfD, deren "Parolen viele Wähler erlegen sind". Diese Formulierung beleidigt meine Intelligenz, sehr geehrter Herr Dr. Müller-Vogg! Kennen Sie eine andere Alternative, die den Verwerfungen, welche nach dem denkwürdigen Tagesthemen-Interview von Yascha Mounk prognostiziert werden, trotzen könnte? Es reicht nicht, immer nur die politischen Konstellationen zu beschreiben und zu beklagen, um dann auch noch die, die versuchen diese Politik zu ändern, als rassistisch oder antisemitisch zu diskreditieren.

Karl Heinz Jennen | Di, 1. Mai 2018 - 10:33

Sehr geehrter Herr Müller-Vogg,

Ihre Beschreibung der Situation der CDU kann ich
nachvollziehen, ich war auch einmal Mitglied.
Ihre Beschreibung der Lage der AfD im letzten Absatz
mit völkisch, rassistisch und antisemitisch finde ich
hingegen total falsch und diskriminierend, sondern entspricht fast gänzlich der Tendenz der
Kohlregierung und ist im Interesse Deutschlands.
Mit 85 Jahren kann ich mir dieses Urteil erlauben,
denn ich kenne noch die unselige " völkische Zeit ".

Peter Lieser | Di, 1. Mai 2018 - 11:01

Ergänzend möchte ich noch hinzu fügen, solange Merkel diese Partei führt, wird kein "alter" ehemaliger CDU/CSU Wähler zu dieser Partei zurück kehren. Wenn die AFD geschickt ist und ihre "Lautsprecher" Höcke, Storch etc. auf Zimmerlautstärke stellt, bleibt sie im Bundestag die No. 3 im günstigsten Fall sogar die No.2.

Gabriele Pohl | Di, 1. Mai 2018 - 11:10

1Million CDU Wähler sind zur AFD abgewandert!
Nach Herrn Müller-Vogg alle völkisch, rassistisch und antismitisch! All diese Leute waren bislang in der CDU? Vielleicht hat Herr Müller-Vogg da etwas missverstanden?

Klaus Peters | Di, 1. Mai 2018 - 11:25

Toller Artikel, der Zustand der CDU ist perfekt beschrieben. Ich bin ein ehemaliger CDU Konservativer.

Wilhelm Gebken | Di, 1. Mai 2018 - 11:37

1.) Warum läuft die CDU den offensichtlich als antiisraelisch verkleideten antisemitsichen Tendenzen der rot/rot/grünen hinterher?
2.) Warum läuft die CDU dem offenen Rassismus (alte weiße Männer)der rot/rot/grünen hinterher?
3.) Warum toleriert die CDU die Schwärmerei der rot/rot/grünen für die moralische und sonstige Überlegenheit der"ursprünglichen" und "unschuldigen" Völker dieser Welt, inklusive der arabisch/muslimischen?

Tomas Poth | Di, 1. Mai 2018 - 11:44

der Merkelpolitik, auch als auf "Sicht fahren" von ihr selbst immer wieder vorgebracht, das kennzeichnet sie. Es gibt keinen Kurs, sondern nur wie kommt man (sie) am besten durch das Tagesgeschehen über die Runden ohne die Position zu verlieren.

Hans Jürgen Wienroth | Di, 1. Mai 2018 - 12:24

Die CDU definiert heute ganz selbstbewusst, dass sie die (politische) Mitte bestimmt. Man schaue sich nur den Bildhintergrund bei Parteiveranstaltungen an. Die Partei wird diesen Anspruch solange weiter verfolgen, bis die Kräfte rechts von der CDU (und da sehe ich derzeit nur die AfD) eine absolute Mehrheit erlangt haben.
Die Diskussion in der Gesellschaft um den „richtigen“ Weg war durch diesen Anspruch der CDU, bereits vor dem Flüchtlingsstrom, eingeschränkt.
Heute wirken die Parteien an der politischen Willensbildung der Bevölkerung nur noch begrenzt mit. Dieser Auftrag des Grundgesetzes wurde von den NGO’s übernommen, die eigene Interessen vertreten bei fürstlichem Budget. Aus einer Informationsquelle für die Willensentscheidung wurde offensichtlich eine Manipulation zur Etablierung der eigenen Meinung in der Gesellschaft. Die „Willkommenskultur“ ist hierfür ein gutes Beispiel, jeder Einwand wurde gnadenlos diffamiert. Welche andere „Meinung“ hat da noch eine Chance?

Michael Mossa | Di, 1. Mai 2018 - 13:07

Ich war 38 jahre treuer CDU Wähler so wie mein Großvater & unsere Familie allgemein auch, doch schon bei den letzten Wahlen haben wir alle die AFD gewählt, denn diese CDU ist nicht mehr die CDU die wir mal gewählt haben, weder konservativ noch national,es ist ein Sammelbecken aller möglichen Klientel von Links diese CDU unterscheidet sich schon gar nicht mehr von der SPD oder Grünen es sollte jeden Konservativen Wähler die Augen & Ohren offen gehen wenn Frau Merkel von diesen Grünen gelobt wird, es wurde auch zu viel gelogen & versprochen gebrochen, Öko Stuer sollte abgeschafft werden stand im Programm der CDU schon vor 8 jahren, nichts ist passiert,Soli Zuschlag abgeschafft werden ???es gibt immer noch eine Sekt Steuer die Friedrich der Große für seine Flotte eingeführt hat u.v.a. so lange Frau Merkel die CDU anführt wird sich gar nichts ändern & wählen werden wir diese CDU auch nicht mehr,es geht vielen Freunden & Bekannten wie uns.

Hubert Sieweke | Di, 1. Mai 2018 - 14:01

der ja auch nie ohne die Nennung der obligatorischen Attribute in Sachen AFD auskommt, mag doch einmal erklären, an Hand welcher Kriterien er die AfD als „völkisch, rassistisch und, hört, hört, antisemitisch“ einstuft.
Vielleicht kann er dabei auf die bereits durch die Partei selbst gerügten Einzelmeinungen, die in anderen Parteien erst gar nicht publiziert werden, verzichten. Bitter bei die Fische, Herr Müller-Vogg.

Edgar Timm | Di, 1. Mai 2018 - 14:52

"oder den Parolen der AfD erlegen. Ein Teil dieser AfD-Wähler wird nie mehr zur CDU zurückkehren. Wählern, die die völkischen, rassistischen und antisemitischen Töne der Rechtsaußen-Partei gut finden, sollte die CDU auch nicht nachlaufen."

Können Sie diese Attribute belegen? Sicher gibt es einige schräge Vögel in der AfD - trotzdem generalisiert kein Mensch von Verstand die "etablierten Parteien" als Horte von Geldwäschern, Steuerbetrügern, Drogenhändlern, Kinderschändern, Altnazis, Steinewerfern, Verfassungsfeinden usw., obgleich solche kriminellen Handlungen nachweisbar von Abgeordneten und Ministern begangen worden sind - sondern beurteilt kriminelle Handlungen Einzelner als "Einzelfälle". Die meisten AfD-Abgeordneten und -Sympathisanten haben doch in der Vergangenheit die "etablierten Parteien" gewählt, sich dann vlt. im Nicht-Wählen geübt. Sie finden in der AfD eine Möglichkeit, ihre bürgerliche Stimme zu artikulieren. Und das raubt manchem den Schlaf und die guten Manieren.

Klaus Schmid Dr. | Di, 1. Mai 2018 - 14:58

... es geht darum ob unser Weltanschauung und unser Wertesystem in allen ihren unterschiedlichen Facetten und unser Sozialsystem mit offenen Grenzen für alle bei diesem "weiter so" überlebensfähig sind. Ich glaube nicht. Aber vielleicht interessiert das Tauber & Co. auch gar-nicht.

Stefan Wis | Di, 1. Mai 2018 - 15:04

Warum wird die AfD als rassistisch und antisemitisch bezeichnet?
Welche rassistische Partei nimmt den Mitglieder mit Migrationshintergrund auf oder solidarisiert sich mit Israel und der jüdischen Gemeinde in Deutschland? Ich denke da die politischen Ströme mittlerweile so extrem links/grün sind wird jede konservative Haltung als rechts außen diffamiert. Man kann nicht mal mehr seine Meinung sagen ohne das es nicht gleich einen empörten Aufschrei gibt oder die Leute Konsequenzen zu fürchten haben. Es scheint in diesem Land kein vernünftiger und konstruktiver Dialog mehr möglich zu sein. Das ist in meinen Augen linker Faschismus. Wie Ignazio Silone sagte: "Der neue Faschismus wird nicht kommen und sagen ich bin der Faschismus, er wird kommen und sagen ich bin der Antifaschismus."

Jacqueline Gafner | Di, 1. Mai 2018 - 15:55

Wer von den im Artikel erwähnten CDU-Exponenten hat denn selber Kinder (gehabt) und weiss aus praktischer Erfahrung, welches der beste, um nicht zu sagen einzig selig machende Weg ist, sie gross zu ziehen? Ohne irgendwem zu nahe treten zu wollen, erinnern einen manche Diskussionen an die leicht absurde Situation, da ein des Autofahrens nicht mächtiger Beifahrer dem Lenker des Gefährts Ratschläge erteilen will, wie er es sicher durch den Stossverkehr lenkt. Und was die Flüchtlingspolitik angeht, grenzt es an Realitätsverweigerung, wenn Exponenten der CDU, deren Number One - in Übertretung der eigenen Kompetenzen und unter Verletzung auch von internationalen Rechtsregeln - 2015 einen folgenreichen Fehlentscheid getroffen hat, immer noch bemüht sind, diese Tatsache zu verwedeln und Dritte für das sprechende Ergebnis nicht allein nur der Bundestagswahlen 2017 verantwortlich zu machen. Nichts aus gemachten Fehlern zu lernen, spricht nicht für Intelligenz und verlängert sie in die Zukunft.

Bernd Blau | Di, 1. Mai 2018 - 16:38

Völkische, rassistische und antisemitische Töne der AfD. Am Schluss verfällt der um "seine" alte konservative Hessen-CDU trauernde Müller-Vogg wieder mal in seine alten Stereotype. Wo sind denn zum Beispiel die antisemitischen Töne bei der AfD, Herr Müller-Vogt? Bitte belegen Sie das doch mal.

Peter Silie | Di, 1. Mai 2018 - 18:04

" oder den Parolen der AfD erlegen."
man könnte auch schreiben: haben mehr Vertrauen in das AfD Programm und seine Akteure !
Schade um den sonst guten Artikel !

Manfred Steffan | Di, 1. Mai 2018 - 18:22

der wissen will, woran er ist: "... die CDU hat keine Richtung". Sehe ich auch so. Sie ist ein reiner Kanzler(innen)wahlverein. Das "christliche Menschenbild" ist bei der CDU eine Leerformel ohne Inhalt, d.h. aus ihm leitet sich kein Ziel und kein Wert ab. Es dient allenfalls zur Begründung eines pragmatischen Politikansatzes, aber zu beliebigen Zielen. Anything goes. Welche Politik der Wähler bekommt, ist bei der CDU mehr als bei anderen Parteien vom gerade tonangebenden Personal abhängig. Und während der Legislaturperiode kann es so manche Überraschung geben ...

Michael Bodef | Di, 1. Mai 2018 - 20:05

Mein Eindruck ist, dass die heute eher links-grüne Funktionärsspitze der CDU die Partei selbst für Wähler aus der sogenannten "Mitte" zu "nicht mehr wählbar" gemacht hat..., denn die "frühere Mitte" wurde mittlerweile von diesen Funktionären zu "Rechts" umdefiniert.
Dazu kommt, dass dieser Partei mittlerweile jeglich Wirtschaftskompetenz fehlt, und Merkel, mit ihrem völlig erratischen Dahinstolpern in Aussen- und Innenpolitik von so manchem als "Sicherheitsrisiko" betrachtet wird.

Dr. Stefan Meier | Di, 1. Mai 2018 - 23:09

Gut beschrieben, Herr Müller-Vogg. Erststimme CDU, Zweitstimme FDP. Beides: nie wieder. Wer dann noch in Frage kommt, mag Ihnen nicht gefallen, ist aber für wertkonservative, marktliberale Patrioten „alternativlos“.