Stand der Bundeszentrale für politische Bildung im Jahr 2017 auf der Buchmesse in Leipzig / dpa

Bundeszentrale für politische Bildung - Bundeszentrale für politische Blödheit

Die Bundeszentrale für politische Bildung entwickelt sich vom seriösen Anbieter neutral recherchierter Hintergrundinformationen zur ideologisch agierenden Propagandabehörde auf Kosten der Steuerzahler. Jetzt mischt auch noch das Bundesverfassungsgericht mit.

Autoreninfo

Gerhard Strate ist seit bald 40 Jahren als Rechtsanwalt tätig und gilt als einer der bekanntesten deutschen Strafverteidiger. Er vertrat unter anderem Monika Böttcher, resp. Monika Weimar und Gustel Mollath vor Gericht. Er publiziert in juristischen Fachmedien und ist seit 2007 Mitglied des Verfassungsrechtsausschusses der Bundesrechtsanwaltskammer. Für sein wissenschaftliches und didaktisches Engagement wurde er 2003 von der Juristischen Fakultät der Universität Rostock mit der Ehrendoktorwürde ausgezeichnet. Foto: picture alliance

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Gerhard Strate

„Liebe Freundinnen und Freunde der Demokratie“, beginnt eine leutselige Videobotschaft des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG). Was anschließend folgt, ist der Aufruf zu einem Wettbewerb der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb). Unter dem Motto „Wir ist Plural – Preis zur Stärkung der Demokratie“ möchte die bpb „Initiativen und Projekte auszeichnen […], die sich für unsere gemeinsamen demokratischen Werte wie Pluralismus, Toleranz, Freiheit und Schutz vor Diskriminierung einsetzen“, heißt es weiter.

In der dazugehörigen Pressemitteilung Nr. 34/2021 erklärt das BVerfG seine Kooperation mit der bpb: Unter der Leitfrage „Wie engagiert Ihr Euch für die demokratischen Werte des Grundgesetzes?“ sollen demnach insgesamt 15 Projekte mit Preisen ausgezeichnet werden. Die in der Pressemitteilung verlinkte Website wiristplural.de singt das Hohelied auf die „aktive Zivilgesellschaft“: „Nach den Anschlägen in Hanau und Halle zeigt auch die Corona-Pandemie, dass die Werte der Demokratie immer wieder gegen Verschwörungstheorien und antidemokratische Angriffe vertreten werden müssen.“

Da die Initiatoren wenig Vertrauen in die den Grundrechten inhärente Überzeugungskraft zu haben scheinen, sollen Geldpreise bis zu 5.000 Euro darüber hinwegtäuschen, dass hier das höchste Gut unseres Rechtsstaats mit leeren Worthülsen verhökert wird wie saures Bier. Dass die bpb schon 2010 vom BVerfG zur Wahrung von „Ausgewogenheit und rechtsstaatlicher Distanz“ hatte ermahnt werden müssen, ist heute nur noch eine Randnotiz.

Topfschlagen und Demokratie

Als dem Bundesinnenministerium nachgeordnete Behörde verfügt die bpb im Haushaltsjahr 2021 über einen Etat von 97 Millionen Euro. Zum Vergleich: Im Jahr 2012 musste die bpb noch mit knapp 34 Millionen auskommen. Die sanften Propagandisten nutzen diese üppige Ausstattung unter anderem zur Finanzierung zahlreicher fragwürdiger Videokanäle wie SayMyName, deren Inhalte sich teilweise zwischen infantilem Blödsinn und überkandideltem Unfug bewegen. 

Auch das Narrativ von der deutschen Kartoffel als abwertende Bezeichnung für Menschen ohne Migrationshintergrund wird auf diesem Weg befeuert. So wirbt SayMyName schon mal auf seiner Instagramseite für ein Buch des Journalisten Mohamed Amjahid, das sich als „Anleitung zu antirassistischem Denken“ versteht, indem es deutschen Kartoffelmenschen in Aussicht stellt, bei entsprechendem Wohlverhalten zur Süßkartoffel aufzusteigen.  

Ein einmaliger Ausrutscher? Mitnichten! So soll der YouTube-Kanal Abdelkratie „wichtige Eckpfeiler unserer Demokratie einfach und verständlich“ rüberbringen. „Egal wie: Hauptsache, einfach und verständlich“, erklärt der Betreiber in einem Video. Dass er seinen Auftrag nahezu übererfüllt, zeigt sich schnell: „Jeder liebt Topfschlagen!“, konstatiert er überzeugt. Noch besser sei nur ein anderes Gesellschaftsspiel, „eins, bei dem in Deutschland bis zu 80 Millionen Leute mitspielen können. […] Das Spiel heißt Demokratie!“ Ah, ja.

Ein ebenfalls fragwürdiger Beitrag zur politischen Bildung ist die kleine Plauderei zweier junger Männer auf dem Kanal Hey Bao, die sich so detailreich wie belanglos über die erfolgreiche Erschaffung von Safer Spaces austauschen. YouTuber darkvictory, ein Kanal für kindliche Nachwuchs-Nerds mit Aufmerksamkeitsdefizit, durfte sich bereits 2015 über den warmen Geldregen der bpb freuen. Dafür lieferte er oberflächliche Informationen im nervösen Comicstyle, deklariert als „Brain Fed“, Fütterung fürs Gehirn. Ob die jungen Gehirne allerdings von der Information profitieren, dass beim fair produzierten Smartphone „zwei von vier Konfliktmaterialien aus fairem Anbau“ stammen, nämlich Coltan und Zinn? Schließlich geht aus dem Beitrag nicht hervor, in welchen Ländern Coltansträucher und Zinnbäume (oder umgekehrt?) gedeihen.

„Auf geht´s Kolleg*innen!“

Die genannten Beispiele machen klar: Ein Streifzug durch den YouTube-Auftritt der bpb einschließlich der dort verlinkten Playlists lohnt sich absolut. Denn mit eigenen Augen zu sehen, in welchen teilweise tendenziösen Kanälen die Steuergelder versickern, trägt ganz erheblich zur persönlichen politischen Bildung bei, wenn auch etwas anders als gedacht: Der massiv ausgeweitete Etat, über dessen Verwendung die jährlich durch das Finanzministerium veröffentlichten Einzelpläne nur sehr pauschal Auskunft geben, hat die bpb offenkundig zu einem Financier vieler junger Filmschaffender gemacht. 

Da wollen Journalisten nicht nachstehen: „Auf geht's Kolleg*innen: In der Sonderkategorie Lokalmedien werden herausragende Beiträge von Reportagen, Blogs und Podcasts bis hin zu hauseigenen Projekten gesucht – Einreichungen sind bis zum 20. Juni 2021 online möglich unter http://wiristplural.de“, ermunterte der Bayerische Journalistenverband seine Mitglieder über Twitter, um nur ja keinen möglichen Zugriff auf die Staatskasse zu verpassen. 

Ideologisch agierende Propagandabehörde

Über die bpb und ihre Fördertöpfe wächst nicht nur die ominöse „Zivilgesellschaft“, vertreten durch ausgewählte YouTuber, langsam mit der Regierung zusammen, sondern auch die Presse. Die Neuen Deutschen Medienmacher, welche sich laut einem Bericht der NZZ in den beiden vergangenen Jahren über eine Unterstützung von 75.888 Euro aus den Töpfen der bpb freuen konnten, machen es längst vor. Dieselbe Organisation war es auch, die durch ihre alljährliche Verleihung der „Goldenen Kartoffel“ eine neue Form der Diskriminierung hoffähig machte. 

Der immer weiter um sich greifende Eindruck, im falschen Film zu leben, geht somit auch auf die konsequent spalterischen Aktivitäten der bpb zurück. Ihre sukzessive Entwicklung vom seriösen Anbieter neutral recherchierter Hintergrundinformationen zur ideologisch agierenden Propagandabehörde mit über 300 Mitarbeitern ist tragisch und inakzeptabel.

Dass nun auch noch das BVerfG mit an Bord ist, beschädigt die bisher als unantastbar geltende Autorität der obersten Verfassungshüter erheblich. „Die Richterinnen und Richter des Bundesverfassungsgerichts verhalten sich innerhalb und außerhalb ihres Amtes so, dass das Ansehen des Gerichts, die Würde des Amtes und das Vertrauen in ihre Unabhängigkeit, Unparteilichkeit, Neutralität und Integrität nicht beeinträchtigt werden“, lautet eine der grundlegenden Verhaltensleitlinien für Verfassungsrichter

Ein Anspruch, hinter dem die Institution in ihrer Gesamtheit nicht zurückstehen sollte.

Ingofrank | So, 20. Juni 2021 - 14:38

An alle Kommentatoren aus den neuen Ländern:
Gab es so eine Behörde mit gleicher Zielstellung in der DDR? Ich weiß es wirklich nicht, ob sich die SED das traute?
Parteischule für Genossen, ja. Aber für alle?

Mit freundlichen Grüßen aus der Erfurter Republik

Da mir HIER im Cicero nirgends eine Möglichkeit gegeben wird zum Parteitag der Partei die Linke zu komm. nutze ich diesen 1. Kommentar zu innenpolitischen Themen dafür.

Sie, werter Ingofrank, mögen mir das verzeihen.

Wandelt sich der Cicero gerade?
Manches Mal kommt es mir zumindest so vor.

Also daher die direkte Bitte an die Redaktion.
Bringt den Parteitag der Linken bitte auch zu "Papier".
Danke

Bernd Muhlack | So, 20. Juni 2021 - 14:55

Früher gab in der Schule diese tollen Hefte der bpb zu den unterschiedlichsten Themen; viele davon besitze ich heute noch.
Sie waren wirklich gut und sehr objektiv.
Ich erwähnte es hier bereits des Öfteren dass ich seinerzeit die Schulbücher und Unterrichtsmaterialien meiner Tochter (Abi 2010) begutachtete. Das war shocking - insbesondere in Geschichte, Gemeinschaftskunde und Deutsch.
Auch diese Hefte der bpb hatten sich extrem (zum Nachteil) verändert.
Inzwischen ist noch krasser geworden!
Erdkunde ist zum absoluten KLIMA-RETTUNGS-FACH verkommen!
Ein Schüler mit "normalen" Eltern hat es heut zu Tage nicht leicht!

Just fällt mir ein Vortrag des genialen Gerhard Polt ein:
"Jo mei, man ko scho amol an Finfer im Zeignis hoam; im Turnen, Malen oder sowas, netta?
Aber doch netta in Geschichte - in Geschichte doch net!"

So in etwa ist es mit der Entwicklung der bpb: anstatt sich mit Fakten zu befassen, springt man auf das Trittbrett "schöne neue Welt/Gesellschaft" auf - unglaublich!

...lieber Herr Muhlack. Meinen Sie mit "shocking" schockierend? Wen ja, war ich in Englisch doch nicht so schlecht. Das erkannten meine Lehrer nur nicht.
MfG Brigitte Simon

...lieber Herr Muhlack. Meinen Sie mit "shocking" schockierend? Wen ja, war ich in Englisch doch nicht so schlecht. Das erkannten meine Lehrer nur nicht.
MfG Brigitte Simon

Enka Hein | So, 20. Juni 2021 - 15:04

..als normaler Bürger denkt man, das dieser Schwachsinn doch irgendwann in naher Zukunft mal aufhört und man es vielleicht wieder mit vernünftig agierenden Personen zu tun bekommt.
Nein. Die nach oben hin offene Verblödungsskala kennt kein Ende.
Kartoffel als Diskriminierung ist Salonfähig wird unwidersprochen befürwortet. Die Gräben werden tiefer. Man kann nur hoffen das die nächste Regierung, mit leider immer noch irgendwie linksgrün, die Bremse reinhaut. Aber ich glaube nicht dran. Zuviele Spalter, Dummschwätzer und Vollversager müssen versorgt werden. 300 Mitarbeiter bei der Verblödungsbildungsverwaltung. Für was?

Stefan Bauer | So, 20. Juni 2021 - 15:09

... außer Rand und Band ist und Politik statt Neutralität betreibt, war schon länger zu beobachten.
Wer richtet über die Richter, wenn diese ausufern? Wer kontrolliert und maßregelt sie?

Hier droht eine erhebliche Gefahr für unsere Demokratie, wenn Justitia nicht mehr gewollt blind nach allen Richtungen gerecht handelt, sondern politische Meinungsmache betreibt und damit offensichtliche Ungerechtigkeit offenbart!

Walter Bühler | So, 20. Juni 2021 - 15:11

Der allgemeine Trend zur inhaltsleeren, aber gut bezahlten Infantilisierung der politischen Debatte ist die Basis für eine risikolose und doch lukrative Geschäftsidee in der blühenden PPP-Industrie. Schon 2013 hat u. a. Stefan Aust darüber unter dem Titel "Der geplünderte Staat" berichtet. Heute kann man ruhig sagen, dass im Bereich der moralisch-sittlichen Erziehung des Volkes der Staat förmlich zu seiner eigenen Plünderung auffordert. Man ist eigentlich dumm, wenn man sich nicht an diesem risikolosen Geschäftsmodell beteiligt. Und wo kann man bequemer und leichter Geld kassieren als in den Behörden, in denen dieser Art von "Arbeit" nachgegangen werden soll?

Genau aus diesem Grunde wird die Industrie immer ihre Rechtfertiger finden.

risikolosen Geschäftsmodell beteiligt."
Ja, lieber Herr Bühler, im des Sinne egoistischen Vorteils kann man niemand etwas
Lukrativeres raten, als sich aktiv am Spiel der Staats-Abzocker zu beteiligen.
Unser zweiter Sohn, Historiker u. Germanist , könnte heute eine gut dotierte Stelle bei der "Bundesansstalt für politische Bildung" o. bei einer der vielen anderen amtlichen Stellen haben, wenn, j a , wenn er denn nicht partout seinen eigenen Verstand benutzte und daher n i c h t die Meinung des Mainstreams vertritt.
Manchmal sagen meine Söhne (scherzhaft) zu mir und meinem Mann:
"Ihr habt uns nicht für d i e s e Welt erzogen bzw. gebildet. Wir wären mit unserem Wissen u. unseren Ansichten weitaus besser im 19. Jhdt. aufgehoben."
Im Gegensatz zu den Vielen, die keine Probleme damit haben, sich dem Zeitgeist unterzuordnen u. entsprechend abzusahnen, sind sie jedoch mit der unpolitischen Nische, in der sie arbeiten, auch zufrieden; denn sie könnten sonst nicht mehr in den Spiegel schauen.

Karl-Heinz Weiß | So, 20. Juni 2021 - 15:46

Dank an den Autor, dass er durch die Verlinkung auf das Urteil des BVerfG eine differenzierte Betrachtung ermöglicht. Das Thema (Antisemitismus in der Bevölkerung) ist unverändert aktuell. Bei einem politisch für die Bundeszentrale zuständigen Minister, der zwischen "Herrschaft des Unrechts" und Ober-Merkel-Versteher schwankt, kann nur ein Tollhaus entstehen.

Gisela Fimiani | So, 20. Juni 2021 - 16:34

„Der Worte sind genug gewechselt…..“ Haben Sie Dank, Herr Strate, für Ihre Mahnung. Wohin aber hat alles Mahnen in der Vergangenheit geführt? Es wurde und wird ignoriert. Die rechtsstaatliche, freiheitlich bürgerliche Demokratie wird schrittweise abgeschafft. Legislative, Exekutive, Judikative befinden sich in Auflösung. Die deutsche universitäre Intelligenzija versagt (erneut). Die Medien haben es sich, zum überwiegenden Teil, auf dem „Faulbett“, das ihnen der „Staat“ zu Verfügung stellt, bequem gemacht. Sollte die deutsche „Kartoffel“, trotz intensiver Gehirnwäsche, dagegen aufbegehren, dass ihr die Entmündigung, die Enteignung ihrer Grundrechte und ihrer Würde drohen, wird sich das „teile und herrsche“ Prinzip der etablierten Scheindemokraten bewähren. Die große Zahl der Gecancelten, Ausgeschlossenen, zu Freiwild erklärten Widerspenstigen wissen, dass die Meinungs-Freiheit hier zu Lande nur solange frei ist, bis man sich ihrer bedient. Die deutsche Kartoffel sitzt in der Falle.

Zitat: "Die deutsche universitäre Intelligenzija versagt (erneut)
Die Folgen all dessen, deren gesellschaftlichen Bewegungen betrachtend, offenbart die Verwendung "Intelligenzija" für diesen Personenkreis "sprachliche Defizite" Frau Fimiani.
Die Interessen jener liegen jenseits von Ratio.

Rob Schuberth | So, 20. Juni 2021 - 17:35

Welch wohltuender Artikel.

Dass es so einen Artikel überhaupt geben muss, bzw. gibt, zeigt doch wie schief es in unsere Demokratie, dank ideologisch verbohrter u. besetzter Ämter/Amtsinhaber /z. B. Haldenwang) geworden ist.

Es zeigt sich immer wieder und immer mehr.

Diese vollkommen einseitige u. überzogene Toleranz den Intoleranten gegüb. rächt sich.

Und es wird nicht besser, eher das Gegenteil.

Wolfram Fischer | So, 20. Juni 2021 - 22:04

Daß die bpb sich von Ihrer Neutralitätspflicht zunehmend abrückt, diesen Eindruck hatte ich letzthin auch schon. Das BVG mit seinem Klimaurteil, das von der Gutmenschen-Klientel natürlich ausführlich beklatscht wird und von dem bspw. die NZZ ausführlich berichtete und diesem bescheinigte, es sei "ein Urteil von bemerkenswerter Oberflächlichkeit", ist offenbar auch dem linksgrünen Zeitgeist verfallen.
Insofern haben sich hier die "Richtigen" gefunden und missbrauchen nun halt auch gemeinsam eng untergehakt Ihre Macht, um auf zweifelhaftem Boden "zeitgeistige" Politik zu machen.
Ihrer jeweiligen eigentlichen Aufgabe werden sie so nicht mehr gerecht, stattdessen werden sie so eine Gefahr für dieses Land und seine Demokratie.

Aber, aber Herr Fischer !
Da bitte ich doch um mehr Demut, Respekt und gebührende Anerkennung Ihrereseits gegenüber der ehrerbietenden Bewirtschaftung dieser Einrichtung.
Schließich ist es gerade dieser Denk-, Werte- und Moralhütefabrik zu verdanken, dass diffus geplante Klimarettungsmaßnahmen mit einem exakten Eintrittsdatum versehen wurden.
Einem Vorgezogenen dazu.
Möchte doch sehr bitten
Dieses zeitgeschichtliche Momentum lässt sich jetzt immerhin einklagen.
Zumindest bei gegebener Passivlegitimation.
Beklagter nicht pleite ist und , woran es sicher nicht scheitert, sich für verantwortlich erklärt.
Also Respekt wem Resekt gebührt.

Wolfram Fischer | Mo, 21. Juni 2021 - 09:55

In reply to by W.D. Hohe

Und dieser Dank ist Ironiefrei... ich denke, wir ticken ähnlich...
"Respekt, wem Respekt gebührt" - das finde ich sehr gut und richtig!
Es tut mir daher unendlich leid, wenn jemanden (m/w/d) (noch dazu jemanden (m/w/d), dem (m/w/d) auf Grund seines Verfassungsranges Respekt gebührt) verletzt haben sollte, das lag selbstverständlich niemals nicht in meiner ach so guten Absicht und wer mich kennt, der/die/das weiß, daß ich (bla bla irgendwas von Gutmenschentum) und daher bitte ich demütigst & untertänigst um Vergebung und gelobe, daß ich fürderhin den woken Zeitgeist als oberste Instanz zu achten und zu ehren bereit bin und allen vernunftgetriebenen aufklärerischen Auswüchsen und Umtrieben freiheitlich-demokratischer Gesinnungen zukünftig nicht mehr anhängen will.
Zuletzt aber die ernst gemeinte Frage: wem Respekt aber nicht (oder nicht mehr) gebührt, was macht man mit so jemand?
Sachlich kritisieren? Mit Ironie bis Sarkasmus überziehen? Witze machen? Was hilft? Ich weiss es nicht...

helmut armbruster | So, 20. Juni 2021 - 22:52

muss zusammen gestrichen werden auf das wirklich Notwendige.
Wir sind sowie so schon Spitzenklasse was die Höhe der Steuern und Abgaben angeht.
Wenn man dann noch lesen muss wie verantwortungslos und unsinnig das den Menschen abgepresste Geld zum Fenster hinaus geworfen wird, dann fällt es schwer ruhig zu bleiben.
Unser Staat hat sich zu einem Unstaat entwickelt, dessen Anblick immer unerträglicher wird.

Markus Michaelis | Mo, 21. Juni 2021 - 01:05

Sollte man die Begriffe nicht besser trennen? Auch die "Pluralen" trennen sich von großen Teilen der Menschheit und der politischen und gesellschaftlichen Strömungen in der Welt scharf ab, weil man die für falsch hält. In sich sind die abgelehnten Strömungen auch vielfältig und plural. Andererseits: muss Demokratie plural sein? Es kann doch eine Gesellschaft auch homogen oder abgeschottet sein und viele Dinge mehr und trotzdem demokratisch.

Das Ziel der Puralen scheint doch auch soetwas wie die Eine Menschheit mit denselben Prinzipien, also eher kein Pluralismus. In dieser Einheit wird Demokratie, Pluralismus, Toleranz usw. als eine untrennbare Einheit gedacht. Mir kommt das eher wie eine etwas künstlich zusammengestellte Wortliste vor, die kritische Unterscheidungen verschleiert.

Hanno Woitek | Mo, 21. Juni 2021 - 09:21

ob dieser Rechtsanwalt nicht unter geistiger Verwirrung leidet. Schon seine Artikel im Hamburger Abendblatt zeugen ganz offensichtlich immer wieder von geistiger Verwirrung

Mit anderen Meinungen sollte man sich fundiert auseinandersetzen. Teilen sich uns einfach Ihre Argumente mit.

Meinen Sie mit "dieser Rechtsanwalt..." Herrn Strate?
Nun, die Quellen und Zusammenhänge sind doch im Beitrag angegeben. Wer nicht damit einverstanden ist, darf doch alles "entwirren".

Dass sich "Politische Bildung" und Propaganda sehr nahe stehen, kennen wir doch vom Studienfach "Gesellschaftskunde" im ehemaligen Ostblock. Darin bekam das absurde System die Rechtfertigung für sein Entstehen und Bestehen.

Ich finde den Beitrag des Herrn Starte sehr glaubwürdig!

Bernhard Marquardt | Mo, 21. Juni 2021 - 09:43

Bei Recherchen aus anderem Anlass vor vielen Jahren stellte sich heraus, dass sich die Leitung der bpb im „Wissenschaftlichen Beirat“ und im „Kuratorium“ maßgeblich in Händen von Bertelsmann befand. In wieweit andere dort vertretene Personen tatsächlich aktiv beteiligt sind oder lediglich ein gut dotierten Pöstchen genießen und so dem bpb als Alibi für ein ausgewogenes Spektrum herhalten, ist schwer zu beurteilen.
Der Bertelsmann-Konzern ist fraglos einer, wenn nicht der entscheidende Meinungsmacher hierzulande mit auch höchst eigenen wirtschaftlichen Interessen. Das lässt sich in der bpb hervorragend verbinden. Geld stinkt nicht, auch wenn das Niveau der dafür erbrachten „Leistungen“ noch so unterirdisch ist. Nicht zu vergessen, Bertelsmann ist bestens mit der Kanzlerin vernetzt ebenso wie der Springer-Konzern. Heimliches Regieren muss sich in der BeraterRepublikDeutschland schließlich nicht rechtfertigen.

Werner Fritsch | Mo, 21. Juni 2021 - 10:49

Leider muss man zähneknirschend zuschauen, dass Derartiges mit den Steuergeldern finanziert wird. Man kann nichts dagegen tun, ausser bei Wahlen sein Kreuzchen zu malen. Bei solchen Einrichtungen, ebenso wie beim ÖRR und TV fehlt jegliche demokratische Kontrolle. Die Neutralitätsverpflichtung wird einfach nicht beachtet. Da wünsche ich mir mehr direkte demokratische Mitbestimmung wie in der Schweiz.

helmut armbruster | Mo, 21. Juni 2021 - 13:47

In reply to by Werner Fritsch

Herr Fritsch, Sie sind zu bewundern, denn Sie können noch glauben, dass man bei uns
mit seinem Kreuzchen etwas bewirken könnte.
In der Schweiz mag das teilweise möglich sein, aber bei uns bestimmt nicht.
Hierzulande bewirkt man mit seinem Kreuzchen höchstens, dass man einem Berufspolitiker ohne Wissen und Gewissen zu einem guten Pöstchen verhilft.

W.D. Hohe | Mo, 21. Juni 2021 - 23:35

Zitat WD Hohe:
"... offenbart die Verwendung "Intelligenzija" für diesen Personenkreis "sprachliche Defizite"

Meine Formulierung "offenbart sprachliche Sprachdefizite" war natürlich reinste Satire bezgl. Ihrer von mir ebenso satirisch aufgefasste Begriffichkeit deutscher
"Universitäts-Intelligenzija"
Nicht dass sich da ein Missverständnis einnistet.

Heidemarie Heim | Di, 22. Juni 2021 - 11:53

Da stellt sich mir die Frage, warum wir Kartoffeln in Umfragen zur grundrechtlich verankerten Meinungsfreiheit fast fifty fifty angeben lieber den Mund zu halten als seine ehrlichen Gedanken zu bestimmten Tabuthemen zur Sprache zu bringen, offener Antisemitismus wie Kippa-Träger verprügeln oder Davidsterne verbrennen mehr denn je stattfinden im Kleingedruckten oder politische Diskussionen außerhalb immer enger werdenden Meinungskorridoren nicht mehr stattfinden weil ein jeder "Kritiker" egal zu welchem Thema sofort als "Feind" (EU-Gegner, Klimaleugner, Extremist, Querdenker, Verfassungsfeind, Fremdenfeind, Antisemit, Gendergegner, Faschist) usw. erklärt werden kann. Das Ergebnis dieser durch 97 Millionen geförderten politischen Bildung ist angesichts unserer sich immer mehr spaltenden Gesellschaft als ziemlich mangelhaft zu bezeichnen! Allein der im Artikel verwendete Begriff
"Propaganda" sollte m.E. jedem zumindest ab und an politisch denkenden Menschen Anlass zu Zweifeln geben. MfG

Multrus Fritz | Di, 22. Juni 2021 - 13:06

Man sollte auch einen Blick auf die Printpublikationen werfen: immer mehr linksradikale und antirassistische Kampfschriften. Beispiele: David Mayonga: "Wo kommst du wirklich her?" – eine endlose Litanei über den allgegenwärtigen Alltagsrassismus. Quent, Direktor eines von Bodo Ramelow (DIE LINKE) gegründeten und natürlich aus Steuergeldern finanzierten Instituts, „Deutschland rechts außen“ – ein pseudowissenschaftliches Machwerk, das den diffusen und unklaren Begriff „rechts“ als Totschlagknüppel benützt gegen alles, was sich nicht im rot-grünen Mainstream bewegt. Natürlich sind die „Größen“ der antirassistischen Autoren im Katalog vertreten. Ibram X. Kendi: How To Be an Antiracist, Eddo-Lodge: Warum ich nicht länger mit Weißen über (.) spreche, Wiedemann: Abschied der weißen Dominanz und nicht zu vergessen der Antisemit Mbembe. Wenn es ein Zentralkomitee der Wokeness gibt, dann ist es die Bundeszentrale für politische Bildung – ausschließlich finanziert durch Steuergelder.