Sahra Wagenknecht und Alice Schwarzer bei ihrer Friedensdemo in Berlin / dpa

Mögliche Parteigründung - Wagenknecht wählen, um die Etablierten zu ärgern

Sollte Sahra Wagenknecht eine eigene Partei gründen, böte sich eine Wagenknecht-Liste bei der Europawahl im nächsten Jahr an. Ein solche Parteigründung wäre eine schlechte Nachricht für die Linke und die AfD gleichermaßen. Das Hufeisen lässt grüßen.

Hugo Müller-Vogg

Autoreninfo

Dr. Hugo Müller-Vogg arbeitet als Publizist in Berlin. Er veröffentlichte zahlreiche Bücher zu politischen und wirtschaftlichen Fragen, darunter einen Interviewband mit Angela Merkel. Der gebürtige Mannheimer war von 1988 bis 2001 Mitherausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

So erreichen Sie Hugo Müller-Vogg:

19 Prozent könnten sich vorstellen, eine Partei mit Sahra Wagenknecht an der Spitze zu wählen. Das hat das Meinungsforschungsinstitut Kantar herausgefunden. Ob so viele Bürger tatsächlich ihr Kreuz bei einer Wagenknecht-Partei machen würden, steht indes auf einem anderen Blatt. Nicht jeder macht, was er sich vorstellen kann.

Die Umfrage dürfte diejenigen in der Linkspartei beflügeln, die an dem Talkshowstar der Linken „zerren“, um sie zu einer Parteigründung zu bewegen, wie Linken-Altmeister Gregor Gysi bemerkte. Wagenknecht selbst lässt offen, ob sie diesen Schritt überhaupt tun will. Sie hat auch keinen Grund zur Eile.

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Alexander Brand | Mi., 8. März 2023 - 15:04

und mit Ausrufezeichen: NIEMALS!

Auch wenn Frau Wagenknecht durchaus in den letzten Jahren Positionen vertrat, die auch bei Konservativen mehrheitsfähig sind, ist und bleibt sie eine bekennende Kommunistin. Der Kommunismus ist aber im Gegensatz zu dem, was hier medial vertreten wird, niemals demokratiefähig, Kommunisten kann man als Demokrat nicht wählen, denn sie sind das Ende der Demokratie! Selbiges gilt für den Kommunismus-light, den Sozialismus.

Man sehe sich die Entwicklungen in Deutschland seit dem Amtsantritt der Sozialistin Merkel an. Die linksfaschistischen Grünen vollenden mit Hilfe der weit nach links gerückten SPD das Merkelsche Werk der Abschaffung der Demokratie in Deutschland!

Wagenknecht würde nichts anders machen, eher noch viel drastischer, denn im Gegensatz zu 99,999% der Grünen ist sie intelligent.

Herr Brand Sie sprechen mir aus der Seele. Frau Wagenknecht ist und bleibt eine Kommunistin. Dass sie so ruhig redet ist gelernt und gelernt ist gelernt. Der Kommunismus hat durch die Grünen in DE Einzug gehalten und die Hälfte derer die das unterstützen, sitzen auch in der CDU. Die Sozialisten , davon ganz zu schweigen. Ob das Volk nun auf diese zunehmende Zerstörung reagiert , falls es nicht zu spät ist. Die Christenverfolgung ist auf dem Höchststand und die Kirchen machen sich für die Seenotrettung stark.
Der Syrer der bei hart ader fair eingeladen war gehört unter Beobachtung. Er war Mitglied der NOGs., jetzt pro Asyl und was in seinem Kopf vorgeht hat er deutlich gesagt.
Baerbock möchte Scharia Richter nach DE holen und ich sage nach der Scharia kommt der Kalifat.

....mir aus dem Herzen gesprochen. Vor allem, was Sie über den Kommunismus gesagt haben, ist zu 100 % richtig. Ich habe den "real existierenden Sozialismus" der DDR 39 Jahre lang ertragen müssen und sehe jetzt mein Land wieder in diese Richtung, in der uns nur Unglück erwartet und wo es auch nichts anderes geben kann, abrutschen.

Aus einem anderen Forum:

"Wenn der Faschismus wiederkehrt, dann wird er sagen: Ich bin die 'soziale Gerechtigkeit' und 'der Klimaschutz'."

Ich schätze Frau Wagenknecht ganz außerordentlich als integren Menschen, würde sie aber niemals wählen.

Enka Hein | Mi., 8. März 2023 - 15:13

....dafür gibt's schon eine Partei.
Wagenknecht ist intelligent und ein gutes Zugpferd, aber da bin liberal konservativen näher als linken Spinnern.

Da bin ich ganz Ihrer Meinung, werte Frau Hein. Wagenknecht wird immer eine Kommunistin bleiben. Mag sein, dass sie einige AfD-Wähler abziehen würde. Aber die eher konservativen Wähler bleiben bei der AfD. Herr Müller-Vogg liegt mal wieder falsch mit seiner Einschätzung.

Tomas Poth | Mi., 8. März 2023 - 15:26

Eine Erfindung der panischen Altparteien wenn es ihnen an die Wählerstimmen geht.
Es gibt eben halt noch Politiker, die unsere deutschen Interessen und die Anliegen der Arbeitnehmerschaft im Blick haben.
Ganz im Gegenteil zur den unterwürfigen und willfährigen Anhängern der Nordatlantiker oder Mitgliedern der Atlantikbrücke, die die den Terroranschlag aus Natokreisen, die Sprengung der Nordstreamleitungen, demütig hinnehmen.

Ronald Lehmann | Mi., 8. März 2023 - 16:48

Eine weitere Spaltung zu Gunsten der Blockparteien & vor allem !!!
zum Nachteil der Konservativen.

Und so kann es auch kommen:

Es würde mich nicht wundern, wenn einige Geschäfts-Personen der AFD bewusst & absichtlich ihre Reden im Mittelpunkt als Putin-Verharmloser präsentieren, um im Gegenzug sich Amerika-Feindlich zu präsentieren wie manifestieren, statt die verkorkste Politik der CIA (Wiedervereinigung, Einfluss auf den Rahmen Brüssel, gelenkte Flüchtlings-Politik, Demontage der d. Wirtschaft & damit Schwächung Europa wie der Umgang & die Ausgangslage Corona) & aller anderen Handlanger Auge im Auge wie unter guten Freunden der USA-Administration klar zustellen, um Ordnung im Stall zu bekommen.

Aber so kann es passieren, die USA verzieht sich eines Tages aus Europa & dann garantiere ich bei der jetzt schon momentanen links-grünen Putin-Begeisterung in vielen EU-Ländern, dass

wie Herr Bühler sagte, ein Europa im Zeitgeist der UDSSR - DIKTATUR in Vollendung entstehen könnte-MANGEL!

Michael Kohlhaas | Mi., 8. März 2023 - 16:51

..in Listen präsentiert, dazu ein Programm mit Augenmaß - so wie im Artikel skizziert - brächten der Partei auf mittlere Sicht um die 20%, und damit wäre sie sowohl für CDU als auch für SPD der ideale Koalitionspartner..
Das Zeitalter von Grün und Gelb wäre Geschichte...

Ronald Lehmann | Mi., 8. März 2023 - 17:00

Eine weitere Spaltung zu Gunsten der Blockparteien & vor allem !!!
zum Nachteil der Konservativen.

Und so kann es auch kommen:

Es würde mich nicht wundern, wenn einige Geschäfts-Personen der AFD bewusst & absichtlich ihre Reden im Mittelpunkt als Putin-Verharmloser präsentieren, um im Gegenzug sich Amerika-Feindlich zu präsentieren wie manifestieren, statt die verkorkste Politik der CIA (Wiedervereinigung, Einfluss auf den Rahmen Brüssel, gelenkte Flüchtlings-Politik, Demontage der d. Wirtschaft & damit Schwächung Europa wie der Umgang & die Ausgangslage Corona) & aller anderen Handlanger Auge im Auge wie unter guten Freunden der USA-Administration klar zustellen, um Ordnung im Stall zu bekommen

Aber so kann es passieren, die USA verzieht sich eines Tages aus Europa & dann garantiere ich bei der jetzt schon momentanen links-grünen Putin-Begeisterung in vielen EU-Ländern, dass

wie Herr Schultheis sagte, ein Europa im Zeitgeist der UDSSR-DIKTATUR in Vollendung entstehen könnte-MANGEL

Ernst-Günther Konrad | Mi., 8. März 2023 - 17:04

Erstmal hat sie selbst bislang eine Parteigründung zwar nicht ausgeschlossen, aber auch nicht ins Spiel gebracht. Es sind eher die Msm, die wieder einmal versuchen, etwas herbeizuschreiben, was natürlich sein kann, aber eben nicht sein muss. Und ob die LINKE und die AFD tatsächlich so viele Stimmen verlieren würden, wage ich zu bezweifeln. Nur weil Frau Wagenknecht, die ich durchaus schätze, bei dem ein oder anderen Thema den Finger zurecht in die Wunde legt und auch bei anderen politischen Richtungen thematisch differenziert Zuspruch erlangt, dürfte das nicht reichen, eine aussichtsreiche Partei gründen zu können. Sie wäre nämlich nicht die erste die das versucht hat und kläglich scheitert würde. Wir sollten bei aller "Begeisterung" für Sarah Wagenknecht nicht vergessen, das ihre Marxistische Grundhaltung in ihren Genen vorhanden sind und sie bis heute nicht offen eingesteht, das die DDR ein Unrechtsstaat war und sie als SED-Mitglied als LINKE noch immer für viele derer Themen steht

mit dem Thema "Parteigründung". Ich habe sie - als kleine Randfigur. Was ich seit 2013 beim Aufbau der AfD erlebt habe, hätte ich mir vorher nie träumen lassen.
Auf Grund dieser Erfahrungen kann ich Frau Wagenknecht warnen:
Sie soll bloß nicht glauben, daß sie die Kontrolle über diesen Prozeß behalten wird!
Zwar ist sie politisch erfahrener als Prof. Dr. Lucke, aber auch ihr droht das Schicksal, daß sie von karrieresüchtigen Mitläufern kaltgestellt u. ihr das Heft des Handelns aus der Hand gerissen wird. Hinzu kommen große Schwierigkeiten formaler Art, die bei jeder Partei-Neugründung zu überwinden sind. Hier braucht es viele idealistische, vertrauenswürdige u. fleißige Mitarbeiter, die gar nicht so leicht zu finden sind. Darüberhinaus muß mit sog. U-Booten gerechnet werden - eingeschleust von den polit. Gegenern, um den Entwicklungsprozeß zu stören.
Kurz: Es ist verdammt schwierig, eine Partei zu gründen u. das Ergebnis entspricht n i e genau den Intententionen d. Gründerpersonen.

Gene für lebenslagen Marxismus? Ich bewundere Wagenknechts geradliniges Bekenntnis zu ihrer "Grundhaltung marxistischer
Gene" und trotzt den Medien und weiteren Anfeindungen. Ehrlichkeit erwarte ich
von den Politikern.

Nehmen wir ganz einfach BK Scholz. Das Bundesarchiv hat erstmals seine Stasi-Unterlagen herausgegeben. Sie bestätigen Scholz langjährige Freundschaft, zu SED/DDR Funktionären. Man schätzte ihn als Top-Funktionär. Die gemeisamen Saunna-Besuche mit Genosse Krenz demonstrieren seine Affinität zum Marxismus.

Mehr Infos unter www.focus.de/intern/impressum/autoren/hubertus-knabe_id_2841260.html. Diese Unterlagen seiner Biographie wurden in allen Medien gelöscht. Sie fehlen seit seiner Kanzlerzeit ebenfalls-ich wiederhole mich - in seinen Biographien. Diese, seine Gene, stülpt er nun über uns Bürger. Das Bundesarchiv hat 2022 erstmals Stasi-Unterlagen herausgegeben.

Gabriele Bondzio | Mi., 8. März 2023 - 17:20

Ich glaube Herr Müller-Vogg,
Frau Wagenknecht hat sich so erschrocken, das sie in einem Artikel geschrieben haben:

Ihre „Machtbesessenheit, gepaart mit Intelligenz und Skrupellosigkeit“, mache Wagenknecht zur „gefährlichsten Frau Deutschlands“.

Die letzte gefährlichste Frau Deutschlands war ja
RAF-Mitarbeiterin Brigitte Mohnhaupt (siehe SZ/10. Mai 2010/Die gefährlichste Frau Deutschlands)

Das ist wohl der einzig Grund für ihre Zögerlichkeit...
Und nun versuchen sie es ihr (oder uns) auf die Tour mit der "Nichtkoalitionsfähigkeit" auszureden, da muss sie ja gleich wieder einen Schreck bekommen.

"Journalisten wollen das Gras wachsen hören, bevor es überhaupt gesät ist – und außerdem geräuschlos wächst." (Ewald Graf)

Karl-Heinz Weiß | Mi., 8. März 2023 - 17:28

Wagenknecht und Wagenlenker-Oskar Lafontaine könnte seine beim Mannheimer SPD-Parteitag begonnenen Spaltungsaktionen fortsetzen. Ein ewiger Partei-Jungbrunnen. Seinen Namen trägt er zurecht.

Urban Will | Mi., 8. März 2023 - 18:02

dem Gender – Quatsch und was damit zusammenhängt, aber auch in Sachen Wirtschaft, Klima, etc. weiter den gesunden Menschenverstand walten und ihre kommunistische Neigung etwas ihren eigenen Lebensverhältnissen (Wein saufen) unterordnet, sprich denjenigen, die noch arbeiten und Steuern zahlen nicht die Taschen zu leeren versucht, dann sollten sich alle Altparteien fürchten und weniger die Blauen.
Ich selbst halte sie für eine gute Selbstdarstellerin, wobei ich ihr dankbar bin für ihren Einsatz gegen den Krieg. Das war mutig in diesem von links – grüner Gesinnungspflicht durchsetzten Deutschland.
Wer dieses Land auf dem komplett falschen Weg sieht, wählt AfD, einige davon die Linke.
Wer sich aufgrund der Dauer – Gehirnwäsche nach dem Motto AfD = Hitler nicht traut, selbstständig zu denken und sich zu informieren, bisher also Schwarz oder sonst was gewählt hat, aber die ggw Politik eigentlich ablehnt, würde eine wählbare Partei finden.
Ich hoffe, sie machts, aber ich glaube nicht daran.

Christoph Kuhlmann | Mi., 8. März 2023 - 18:40

Menschen, die gelegentlich Geist und Esprit versprühen und sich nicht dem Mainstream dumpfer Durchschnittlichkeit verschreiben. Bei der PDS bzw., der Linken ist ja nichts mehr nachgewachsen. Die haben noch Bartsch und das war es. Ich habe die SED Kader in der PDS als Chance auf eine intelligente Linke gesehen. Nun ja, spätestens nach der Vereinigung mit der WASG war das Schicksal besiegelt. Den Rest erledigte die Biologie. Dasselbe bei der AfD, als die Professoren endlich rausgeekelt waren, ging es nur noch Berg ab. Da musste Merkel schon auf dem Wege der Rechtsbeugung das weitgehende Staatsversagen durch Unterlassung bei der Migrationspolitik hervorrufen, um dem Verein noch einmal Flügel zu verleihen. Da die beiden Lichtgestalten der Grünen auch Federn lassen müssen, wäre noch Platz im Deutschen Bundestag für eine ungebremste Sahra Wagenknecht, welche die Ketten der Parteienherrschaft infrage stellt.

Petra Horn | Mi., 8. März 2023 - 20:41

Es ist irreführend so zu tun, als wäre die Europäische Union identische mit Europa. Etwas mehr Sorgfalt sollte angebracht sein.
Weiterhin sollte bekannt sein, daß das undemokratische Repräsentationsverhältnis, also wieviele Einwohner ein Abgeordneter vertritt, noch weiter zuungunsten von Deutschland verschoben wurde. Deutschland entsendet nur noch 96 Abgeordnete in das EU-Parlament, nicht wie von HMV behauptet 99.

Jürgen Rachow | Mi., 8. März 2023 - 21:34

Was könnte eine Sahra Wagenfeld - außer ihrem Charisma - einem AFD-Wähler bieten, was er in der AFD nicht auch schon hat?
Ich sehe in der AFD - ärgerlicherweise - einen gewissen Hang zur Autokratie Putins, einen Hang zum Kommunismus sehe ich dagegen nicht.

Walter Bühler | Do., 9. März 2023 - 11:33

In meiner Kindheit gab es in der Stadt noch Pferde. Beim Schmied konnten wir sehen, wie Pferde beschlagen wurden. Wir haben uns gefreut, wenn wir auf der Straße ein Hufeisen gefunden haben, denn nach altem Aberglauben bringt es Glück.

Hufeisen dienen technisch gesehen dem positiven Zweck, Pferdehufe zu verstärken, und so die Leistungsfähigkeit des Pferdes zu erhalten.

Politisch gesehen liegen die vier regierenden Staatsparteien (gelb, schwarz, grün, zart-rot), die sich als die Mitte, als den Nabel der Demokratie begreifen. zwischen den beiden nicht-regierenden Polen Weidel & Wagenknecht.

In bestimmten Zeiten kann aber nun (wie bei einer alten Linde) die Kernfäule so weit fortschreiten, dass der demokratische Baum innen hohl bzw. morsch wird. Der stolze Baum der Demokratie muss dann vom übrig gebliebenen Holz in der Nähe der Rinde zusammengehalten werden.

Das Hufeisen kann ihm Stabilität verleihen, wenn diese von der Mitte her leichtfertig zerstört wird.

Nichts für ungut!

Klaus Funke | Do., 9. März 2023 - 11:43

Seit wann können Sie politische Haltungen aus den Genen erklären? Da staun´ ich aber, verehrter Herr Konrad. Wenn Sahra etwas in den "Genen" hat, dann sind dies ihre Sozialisierung aus ihrer DDR-Zeit. Und das ist gut so, denn "es war nicht alles schlecht". Doch, zur Sache: Wir haben defacto keine linke Oppositionspartei. Mit dem Revisionisten Gysi - einem Salon- oder Boulevard "Kommunisten" - hat die Demontage angefangen, mit der Karrieristin Kipping ging es weiter. Und was die Linke heute für Personal hat - igitt, da geht gar nix mehr. Wagenknechts Vorteil ist ihr messerscharfer Intellekt. Wenn sie klug ist, wird sie sich eine weitere Parteikarriere verkneifen und lieber publizistisch arbeiten (mit Oskar im Rücken). Dass man heute "verteufelt" wird, wenn man für Frieden und gegen den Krieg ist, zeigt, was aus uns geworden ist. Scholz fährt nach Washington und rettet Biden den Arsch, indem er Lügenstories zum Nordstream-Fall verbreiten lässt. Er agiert gegen sein Land. Pfui Teufel!

Ernst-Günther Konrad | Do., 9. März 2023 - 12:55

Antwort auf von Klaus Funke

Ich weiß nicht wie ich Sie verstehen soll, wenn Sie schreiben: "Und das ist gut so, denn "es war nicht alles schlecht". Ich bin nicht in der DDR aufgewachsen, es mag ja punktuell Dinge gegeben haben, die in der DDR besser liefen als derzeit bei uns. Das sagt man aus der Hitlerzeit zu einzelnen Dingen auch. Nur mal ehrlich, nur weil da "etwas" mal gut gelaufen ist, sollte man die Zeit doch in ihrer Gesamtheit betrachten. Und da war das eine System genauso widerlich und verbrecherisch wie das andere. Ich denke Herr Funke, da stimmen Sie mir doch zu, oder? Ich kann jedenfalls die DDR-Zeit nur von außen betrachtet beurteilen und kann da wenig bis gar nichts Gutes entdecken. Das wissen aber die Foristen am besten, die es am eigenen Leib unter DDR-Herrschaft erlebt haben. Da würde mich die Meinung von Herr Johannsen sehr interessieren. Nein, ich bin kein Genforscher, sondern habe diesen Vergleich als Metapher verstanden wissen wollen. Und das politische GEN einer Kommunistin hat Sahra nun Ma

und zwar bis zu meinem 42. Lebensjahr. Ich kenne das DDR-System aus der Wirtschaft und auch von der ideologischen Seite. Wir haben uns Ende der Achtziger immer gefragt, wie lange das noch gut gehen werde. Ich konnte mir damals z.B. nicht vorstellen, einmal in der DDR Rente zu bekommen. Ich habe alles erlebt, die DDR-Armeezeit (sogar an der Grenze), die Stasi und die Parteikader. Über die Armeezeit habe ich sogar ein Buch geschrieben ("Heimgang"). Und ich bin froh, dass es vorbei ist und dass ich heil aus der ganzen Sch... herausgekommen bin. Aber wir DDR´ ler haben einen besonderen Blick auf den Staat zurückbehalten. Deshalb gibt es bis heute Unterschiede in der Bewertung politischer Vorgänge in Ost und West. Klar ist auch, wir im Osten haben die Einheit Deutschlands erzwungen, nicht der Kohl und auch nicht der Gorbi. Manchmal bedaure ich die Illusionen, die wir dabei hatten. Trotzdem, wenn ich bedenke wie es unseren Kindern geht, bin ich insgesamt froh. Waren Sie schon mal hier? Nein?

Klaus Funke | Do., 9. März 2023 - 11:43

Seit wann können Sie politische Haltungen aus den Genen erklären? Da staun´ ich aber, verehrter Herr Konrad. Wenn Sahra etwas in den "Genen" hat, dann sind dies ihre Sozialisierung aus ihrer DDR-Zeit. Und das ist gut so, denn "es war nicht alles schlecht". Doch, zur Sache: Wir haben defacto keine linke Oppositionspartei. Mit dem Revisionisten Gysi - einem Salon- oder Boulevard "Kommunisten" - hat die Demontage angefangen, mit der Karrieristin Kipping ging es weiter. Und was die Linke heute für Personal hat - igitt, da geht gar nix mehr. Wagenknechts Vorteil ist ihr messerscharfer Intellekt. Wenn sie klug ist, wird sie sich eine weitere Parteikarriere verkneifen und lieber publizistisch arbeiten (mit Oskar im Rücken). Dass man heute "verteufelt" wird, wenn man für Frieden und gegen den Krieg ist, zeigt, was aus uns geworden ist. Scholz fährt nach Washington und rettet Biden den Arsch, indem er Lügenstories zum Nordstream-Fall verbreiten lässt. Er agiert gegen sein Land. Pfui Teufel!

Max E. | Do., 9. März 2023 - 17:53

Muss ich wohl auch, denn hier wird die ganz große Keule ausgepackt: "wird die ehemalige Kommunistin ... am ganz rechten Rand sehr geschätzt." Extremismus total. So geht das heute, wenn jemand aus den Leitmedien politisch Andersdenkende diskreditieren möchte. Das ist billig.

Und ich bin einer der 19%. Aber natürlich hängt es auch vom konkreten Programm ab. Denn - Überraschung - ich misstraue dem sog. Mainstream, bin aber Kerndemokrat und nicht dämlich. Doch tatsächlich, das gibts! Bin selbst überrascht.

Ach ja, diffamiert fühle ich mich von Ihrem tendenziösen Artikel. Demokratie fördern geht anders. Ohne Links-Rechts-Keule kann man auch Argumente austauschen

Gerhard Lenz | Do., 9. März 2023 - 19:44

Besser heute als morgen! Natürlich wird sie das nicht tun. Wagenknecht liebt ihre Rolle als besserwisserische Querulantin viel zu sehr, als dass sie FÜR eine Idee in den politischen Kampf ziehen würde. Denn sie kann nur verlieren.

Auch wenn hier die Zukunft einer Wagenknecht-Partei in rosaroten Farben beschrieben wird: Als Spitzenkandidatin der Linken in NRW schaffte sie sagenhafte 3%. Ihre Bewegung "Aufstehen" war ein Flopp. Als Fraktionsvorsitzende dankte sie ab, war dem "Stress" der Politroutine nicht gewachsen.

Und ausgerechnet sie soll eine Partei aufbauen? Man darf gespannt sein.

Und wenn doch, um so besser. Die Linke könnte sich ohne den alt-linken Wagenknecht-Lafontaine-Ballast zu einer ernstzunehmenden Konkurrenz zu den Grünen entwickeln, die zwangsläufig in der Ampel Federn lassen werden. Die AfD würde ein wenig schrumpfen. Und für Wagenknecht sind höchstens ein paar Prozentpünktchen drin.

Sie gut zu finden bedeutet noch lange nicht, sie zu wählen - siehe dieses Forum..

Kai Hügle | Fr., 10. März 2023 - 06:47

Eine interessante Debatte ist das hier zwischen Leuten vom rechten Rand der Gesellschaft, die das politische System verachten und Leuten, die das politische System noch mehr verachten und denen es deshalb egal ist, ob es von Rechtsextremisten oder einer durchideologisierten Marxistin wie Wagenknecht herausgefordert wird...

"..zwischen Leuten, die das politische System verachten und Leuten, die das politische System noch mehr verachten..."

Falls Ihre Beschreibung zutreffen würde, drängt sich die Frage auf, warum Sie dies Forum so attraktiv finden, daß Sie es sich nicht nehmen lassen, hier regelmäßig zwar mit verengtem Blick aber dennoch mit viel (G)Eifer mitzudiskutieren.

... welche die Demokratie retten wollen, weil sie von egoistischen Parteifunktionären und ihren braven und uniformen journalistischen Kammerdienern in höchste Gefahr gebracht wird."

Oh ja, es stimmt! Es ist wirklich sehr einfach, polemisch zu argumentieren!

Bösartige Polemik erspart in der Tat viel Gedankenarbeit, wie Ihr Beispiel ja überzeugend klar macht.