Transgender-Demonstration London
Teilnehmer einer „Black Trans Lives Matter“-Demonstration protestieren im Londoner Hyde Park / dpa

Debatte an britischen Hochschulen um das biologische Geschlecht - Krieg der Worte

An britischen Universitäten kippt die Vision einer neuen Selbstbestimmtheit für alle LGBTQ+-Personen in eine autoritäre Dystopie. Feministische Professorinnen beschreiben ein Klima der Angst und fürchten um ihre Lehrstühle. Auf der Strecke bleibt der akademische Diskurs.

Tessa Szyszkowitz

Autoreninfo

Tessa Szyszkowitz ist Londoner Korrespondentin des österreichischen Wochenmagazins Profil. Im September 2018 erschien „Echte Engländer – Britannien und der Brexit“. Foto: Alex Schlacher

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Selina Todd hat ihre Stimme verloren. Nicht etwa in einem Schreiduell mit Studierenden in einem Hörsaal. Die feministische Professorin für Moderne Geschichte an der Universität Oxford ist nur schwer erkältet. Deshalb tippt sie beim Video-Interview mit Cicero wortlos ihre Antworten in den Chat: „Ich lasse mich nicht zum Schweigen bringen – weder von einem Schnupfen noch von verschnupften Studierenden.“

Todd gehört zu jener Gruppe feministischer Professorinnen in Großbritannien, die von Transgender-Aktivisten auch physisch unter Druck gesetzt werden. An den britischen Universitäten tobt ein Kampf, der das – ursprünglich – progressive Lager spaltet. Im Kern geht es um die Frage, die auch und gerade die scientific community beschäftigt: Gibt es ein biologisches Geschlecht? Oder ist das Geschlecht eine Frage selbstdeklarierter Identität?

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Manfred Bühring | So., 17. Oktober 2021 - 09:03

…. frisst ihre Kinder. Es ist wie bei den Roten Garden oder den Roten Khmer: aus sog. Befreiungsbewegungen werden faschistoid-autoritäre Bewegungen, die am liebsten die Guillotine zur Durchsetzung ihres Freiheitsbegriffes benutzen würden. Schlimme Zeiten auch an deutschen Universitäten. Wo bleibt denn da der Aufschrei der Frauen, denen man ihr biologisches Geschlecht einfach absprechen will?

Brigitte Miller | So., 17. Oktober 2021 - 17:50

Antwort auf von Manfred Bühring

aber offenbar nicht laut genug. Lautstärke ist d a s Argument von heute. Und Leute wie Birgit Kelle werden in die bekannte Schublade gesteckt.

Enka Hein | So., 17. Oktober 2021 - 09:18

...so kommt mir die ganze Diskussion vor.
"Du kannst keine Kinder kriegen, Stan, du hast keine Mumu! Und eine Gebärmutter hast du auch nicht, wie soll denn das funktionieren!"
Und wenn hier von Frauenrechten gefasselt wird, von solchen die im Elfenbeinturm wohnen, ist es nur noch lächerlich.
Frauenrechte... versucht doch Mal das den zugewanderten Goldjungs beizubringen, danach der restlichen islamischen Welt. Wenn ihr dann noch Kraft habt oder überhaupt noch am Leben seid, dann könnt ihr euch darum kümmern ob es binär, tertiär oder wie auch immer weitergeht.
Solange das vorherig genannte nicht an den muslimischen Mann gebracht wurde, ist es eine rein akademisch sinnlose Diskussion. Oder von was soll das Ganze ablenken?
Und die Salatgurke in meinem Gemüsefach fühlt sich heute als divers.
Schönen Sonntag.

vielleicht 10 Jahre? Dann erledigt der Islam diesen Auswuchs. Die Dekadenz wird dann mit Steinigungen, Werfen von Hochhäusern und Aufhängen an Baukränen beseitigt werden. Frauenrechte?? Hahaha... Der Rückfall ins Vormittelalter steht unmittelbar bevor, die demografische Bombe tickt immer lauter!! Eurabien wird mit jedem Jahr der Massenmigration wahrscheinlicher...

...Salatgurke, weiß auch nicht mehr wo vorne oder hinten ist. Die kann es ja mal mit einer Geschlechtsumwandlung zum Kohlkopf probieren. Vielleicht hilft das ;).
Das Volk muß mit solchen Streitereien beschäftigt und abgelenkt werden, um dann leichter totalitäre Regierungsstrukturen durchsetzen zu können?

Maria Arenz | So., 17. Oktober 2021 - 09:33

sagt Mephisto so schön wie richtig. Hat man sich erst einmal - egal ob um des lieben Friedens willen oder aus Bequemlickeit- darauf eingelassen "Transfrauen" als Frauen zu akzeptieren, gibt es eben kein Halten mehr. Statt freundlich aber konsequent darauf hinzuweisen, daß "Transfrauen" eben keine Frauen sind sondern psychisch gestörte Männer, ging man den Weg des geringsten Widerstandes und das hat man jetzt davon. Wie verzogene Dreijährige beharren sie darauf, den ganzen Arm zu bekommen, nachdem man ihnen den kleinen Finger gegeben hat. Auffallend ist übrigens, daß es praktisch ausschließlich "Transfrauen" sind, die immer aggressiver immer mehr Realitätsverleugnung fordern. Ich habe jedenfalls noch von keinem "Transmann"
( = psychisch gestörter Frau) gehört, die das Recht auf Aufnahme in einer Männer-Rugby-Mannschaft oder Verbüßung einer Haftstrafe in einem Männergefängnis eingeklagt hat. Es sind ausschließlich (gestörte) Männer, die den "Spaß" so weit treiben.

...dem ich gerne zustimme.

Bzgl. der "klagenden" Studenten würde ich sofort deren Mittel einstellen.

Spätestens wenn vom Staat kein Geld mehr kommt, werden auch die vernünftig.

Das sollte m. E. auch bei LGB... ideologisierten Dekanen u. Proffs so durchgezogen werden.

Wenn es denen erst ans Geld geht hört der Blödsinn bald auf.

Robert Hans Stein | So., 17. Oktober 2021 - 09:50

Wer ist in der Lage, derartige Probleme zu lösen?
Sicher nicht die feministischen Professorinnen, noch weniger die LGBTQ-Aktivisten. Erstere sind Teil, letztere Kern des (Luxus)problems. Wie wäre es, wenn vernünftige normale Menschen diesen Spinnern die materielle Grundlage für das Betreiben ihres Hobbys entziehen würden? Aus eigene Kosten dürfen sie sich gerne mit sich selbst beschäftigen, solange sie wollen. Widmet man ihnen einfach keine Aufmerksamkeit - und keine Zuwendungen - mehr, erledigt sich das von allein. Die Menschheit steht vor dingenderen und drängerenden Aufgaben: Überbevölkerung, zunehmende Drohgebärden der Großmächte und solcher, die sich dafür halten, Krankheiten und Hunger, Wassermangel. Es gibt zwar viel zu tun, aber nein, warten wir es ab und kümmern uns um sexuelle Orientierungen, Verirrungen, Unklarheiten....

...erledigt sich das von selbst. So ist es. Ergänzend das Sprichwort "lieber schlecht über mich reden als garnicht". Befolgen wir "Das große Schweigen". Wie gewohnt.

...erledigt sich das von selbst. So ist es. Ergänzend das Sprichwort "lieber schlecht über mich reden als garnicht". Befolgen wir "Das große Schweigen". Wie gewohnt.

unsere Gesellschaft ist zu sehr auf dem Trip, für die ganze Menschheit, die EINE Menschheit, DIE größten Menschheitsprobleme zu sprechen - und alle anderen sind gefährlich und schädlich. Gerade, wenn man versucht Transgender dann komplett auszugrenzen, wird natürlich mit allen Mitteln gekämpft. Umgekehrt immitieren die nur die Vorgaben: wenn es immer um DIE EINE Menschheit geht, dann bleibt jeder Gruppe nur übrig eben DIE EINEN Regeln/Sichtweise für alle zu diktieren. Das sind auch etwas "kranke" Überschwinger unserer westlichen Gesellschaft überhaupt, die unbedingt alle Menschen in DIE EINE Gesellschaft integrieren will, ohne zu wissen, was sie da genau tut.

Was unserer Gesellschaft da generell fehlt, ist ein bewussterer Umgang damit, dass die Welt bunt ist, sie keiner genau versteht, es viele Gruppen gibt, die voll ok sind, aber nicht hierher passen, oder nicht in die erste Reihe, so wie wir nicht überall hin passen. Wir kennen nur DEN Weltgeist als Ziel.

Werter Herr Michaelis, wir alle nutzen doch täglich Beispiele wie ich sie o. g. habe, ohne damit das zu meinen was diese Sätze angeblich ausdrücken.

Nur wer so etwas bewusst falsch verstehen will, der kommt auf die unsinnige Idee das korrigieren zu wollen/müssen.

"Die" u. "das" gibt es nicht...ich hoffe wir sind uns da einig.

Schillers Zitat aus dem Drama Wallensteins Lager: „Leben und leben lassen“ oder das Synonym: „Jeder soll nach seiner Fasson selig/glücklich“ werden, sollte vielleicht mehr Beachtung geschenkt und nicht dem politischen Schlagwort von Kaiser Wilhelm II: „Am deutschen Wesen mag die Welt genesen“, dass auf Emanuel Geibels Gedicht: „Deutschlands Beruf“ zurückzuführen ist und mit dem er mMn etwas anderes ausdrücken wollte.

„Bunt“ bedeutet für mich nicht, alles zu tolerieren, wohl aber die Meinung anderer zu respektieren, ohne sie akzeptieren zu müssen und ohne den anderen, zu diffamieren bzw. diskreditieren, weil seine Meinung meiner zuwiderläuft.

gabriele bondzio | So., 17. Oktober 2021 - 09:51

und Hoodies, „um sich selbst zu schützen“,...oder aus der Gewissheit heraus, dass sie selbstverbreiteter Hass und Hetze, demnächst selbst treffen könnte.

Nach verbrauchtem Ideal ist Dekadenz die erste Wahl! (Thomas S. Lutter)

Martin Falter | So., 17. Oktober 2021 - 09:51

radikale Feministinnen jetzt mal spüren, wie sie mit anderen ( weiße alte Männer ) selber umgehen.
Alleine durch zuschreiben von Eigenschaften wird man als nicht diskutier fähig ausgegrenzt.
Schön die Revolution frisst ihre Kinder.....

Ernst-Günther Konrad | So., 17. Oktober 2021 - 10:18

Da wollen Minderheiten bestimmen, wann sie sich wie fühlen und geschlechtlich wie auch immer einordnen. Und wer nicht für sie ist wird zum Feind erklärt und alternativlos ausgeschlossen. Das wollen wir nicht, kennen wir nicht und überhaupt haben wir recht. Man sollte jeden Studenten von der UNI weisen, der einen offenen Diskurs ablehnt und sich an solchen Hasstiraden beteiligt. Ist die britische Regierung so ohnmächtig, dass sie diesen Minderheiten alles durchgehen läßt? Die wollen einerseits universitäre Abschlüsse erzielen und grenzen alle die aus, die ihnen unterschiedliche Sichtweisen zu einem Thema lehren wollen? Was denkt denn der Rest der Studenten? Immerhin sind das nur kleine Minderheiten, die hier auf dicke Hose/weiten Rock machen. Man kann biologische Grundgesetzte nicht einfach abschaffen. Man kann inhaltlich darüber diskutieren, ggfls. neue Maßstäbe setzen, aber das geht nur über sachliche inhaltliche Auseinandersetzung. Aber was schreibe ich. Hier ist es nicht besser.

Gerhard Lenz | So., 17. Oktober 2021 - 16:43

Antwort auf von Ernst-Günther Konrad

Unfassbar.
Da wollen doch - Zitat - Minderheiten bestimmen...
"...wann sie sich wie fühlen und geschlechtlich wie auch immer einordnen." So eine Unverfrorenheit.
Von wegen "Selbstbestimmung, soweit kommt es noch!

Ein Blick in deutsche Geschichtsbücher sollte reichen, um zu zeigen, was allzu frechen Minderheiten passieren kann!

Nun soll es ja tatsächlich vorkommen, dass man sich in dem Körper, in den man geboren wird, fremd fühlt, was das Geschlecht angeht. Es soll sogar Menschen geben, die das Geschlecht wechseln! Alles nur menschlich.

Für Herrn oder Frau Biedermaier sind das natürlich exotische böhmische Dörfer. Wenn es komplizierter wird als "ganz einfach", folgt die Entrüstung über Dinge, die man-frau nicht versteht.

Die LGBTQ+Community macht es ihm/ihr allerdings leicht, indem sie beim Eintreten für eigene Rechte über das Ziel hinausschiesst.

Und schon fühlen sich der alte weisse Mann, und die ihm in Tradition folgsam verbundene alte Frau in höchstem Maße brüskiert...

Walter Bühler | So., 17. Oktober 2021 - 21:47

Antwort auf von Gerhard Lenz

... sein wollen, dann werden Sie wohl in alle Ewigkeit jung bleiben müssen, oder Sie müssen sich entschließen, Ihre Hautfarbe für alle Ewigkeit nicht-weiß zu machen.

Vielleicht glauben Sie aber ernsthaft daran, dass die moderne Medizin- und Gentechnik - wenigstens in Ihrem Falle! - Alter, Krankheit und Tod noch rechtzeitig besiegen wird.

Dann brauchen wir Menschen in der Tat keine Kinder und damit auch keine Eltern mehr. Die Zukunft wird von einigen (wenigen?) unsterblichen, nicht-weißen Menschen in alle Ewigkeit und in ideologischer Reinheit wie in einem Kristall bewahrt werden, und die ganze Natur, Tiere und Pflanzen, wird sich diesen ewig jungen, nicht mehr zur Fortpflanzung gezwungenen Menschen voller Demut beugen.

Fürwahr ein schöner Fortschrittstraum, eine totale Befreiung von der Last unserer Geschichte! Ewig jung bleiben und nicht so doof aussehen müssen wie die eigenen Eltern!

Gabriele Römer-Scheuermann | So., 17. Oktober 2021 - 10:24

Das Leben kann so einfach sein: Es gibt nur zwei Geschlechter.
Und unser Körper wird auch niemals chirurgisch "an unsere Bedürfnisse" angepasst werden können. Dies zu behaupten ist eine Hybris, die man nur als dekadent bezeichnen kann, und ein Schlag ins Gesicht für schwerstkranke Menschen.

Karl-Heinz Weiß | So., 17. Oktober 2021 - 10:25

Offenbar besteht ein unstillbares menschliches Bedürfnis, Andersdenkende brachial zum Schweigen zu bringen. Warum dies verstärkt im angeblich so liberalen angelsächsischen Raum der Fall ist, erschließt sich mir allerdings nicht. Bricht sich da etwa die Prüderie und der Rigorismus des Calvinismus Bahn? An den vielen weiblichen Fans von Donald Trump kann es kaum liegen.

Christoph Kuhlmann | So., 17. Oktober 2021 - 10:45

war der Bericht eines Kommilitonen, dass sämtliche Männer in einem Seminar sofort rausgeworfen wurden. Insofern stellt sich mir die Frage inwieweit die Diskriminierung nach dem biologischen Geschlecht an den Universitäten geduldet wird. Das dies für transgender besonders problematisch sein kann liegt auf der Hand.

Edit Szegedi | So., 17. Oktober 2021 - 10:46

Was der Artikel beschreibt, ist entsetzlich. Da ich ueber Diktaturerfahrung verfuege, kann ich nur sagen, dass anscheinend eine Art Diktatur"nostalgie" ihr Unwesen treibt (die Studenten haben natuerlich keine Ahnung, was eine Diktatur ist), wobei, anders als in den echten Diktaturen, hier gar kein Zwang mehr noetig ist.
Allerdings ist aber die ideologische Grundlage dieser Aktionen, gelinde gesagt, verwerflich und es gibt absolut keinen Grund, sie zu verteidigen (etwa, indem ihr Sprachgebrauch uebernommen wird: "zugeschriebenes Geschlecht" biologischen Geschlecht geboren). Es geht nicht um Gleichberechtigung, sondern um die Durchsetzung einer totalitaeren, extrem frauenfeindlichen Ideologie, die letztendlich den Transmenschen schadet, weshalb sich viele Transidente vom Transaktivismus und der Genderieologie selbst distanzieren.

Petra Horn | So., 17. Oktober 2021 - 11:49

"Die Revolution frißt ihre Kinder".
Soll man jetzt Schadenfreude empfinden? Vielleicht sind ja Gruppenbildung und Bekämpfung Andersdenkender oder Außenstehender die Conditio humana, die man leugnen kann, die aber immer wieder durchbricht.
Von den 75 für die meisten kriegsfreien und nicht existenzgefährdenden Jahre haben sich viele einlullen und täuschen lassen. Das Aufwachen wird schrecklich.

M. Wolke | So., 17. Oktober 2021 - 12:14

Diese Transgender-Bewegung scheint der neue Faschismus zu sein.

Wenn man drüber nachdenkt, liegt es ja auch irgendwie nahe, dass der Faschismus nicht in Form braununiformierter Fackelträger wiederkommt.

Joachim Kopic | So., 17. Oktober 2021 - 18:25

Antwort auf von M. Wolke

... auch wenn es die "Oberlehrer und -lehrerinnen" der ÖRlichen nicht wahrhaben wollen ;) Und es ist wahrlich nicht damit getan, Leute mit ausländisch klingendem Namen den Vorzug zu geben (NB: da hätt ich ja direkt ne Chance ... obwohl, mein "Frängisch" wäre doch noch zu dominant und außerdem bin ich ja schon ein "alter weißer Mann" ;)

H.Stellbruch | So., 17. Oktober 2021 - 13:43

Gegen noch so hirnrissige kontrafaktische und abgehobene akademische Diskussionen im Elfenbeinturm ist prinzipiell nichts einzuwenden, wenn die gebildeten Minderhetenmeinungen nicht mit totalitärer Intoleranz der Allgemeinheit aufgezwungen werden sollen. Wir befinden uns in einem kulturellen Bürgerkrieg, von dem diese identitätspolitischen Schwurbeleien nur eine Ausprägung sind.

Markus Michaelis | So., 17. Oktober 2021 - 13:45

Klar haben die Transgender-Forderungen auch etwas für sich und unsere Gesellschaft ist da zu starr für diese neuen biomedizinischen Möglichkeiten.

Ich wäre nur vorsichtiger das Neue zum absolut progressiv Besseren zu erheben. Auch Dinge wie Familie, Neugier, Mitmenschlichkeit, Spielen, der Wunsch zu einer Gemeinschaft beizutragen und vieles mehr sind gesellschaftliche Konstrukte, die teilweise frei erfunden, zum großen Teil an unsere derzeitige biologische Hardware gekoppelt sind. Wenn uns etwa eine KI enger den Handlungsrahmen vorgibt, kann der menschliche Drang, etwas zur Gemeinschaft beizutragen, unnötig, in manchen Aspekten schädlich werden. In jedem Fall hätte die Gesellschaft kein Recht mehr assozial-unsolidarische Einzelgänger als schlechte Rolle darzustellen.

Die Zeiten ändern sich immer und jede aktuelle Neugruppe versucht die Altgruppen als Ungeheuer darzustellen. Da geht es neben Anerkennung auch immer um Verdrängung. Mit etwas Dagegenhalten kommt am Ende mehr bei raus.

Romuald Veselic | So., 17. Oktober 2021 - 14:01

finde, dass bislang keine Frau, die aus religiösen Gründen Kopftuch/Tschador/Hijab/Burka trägt, sich zu dieser Problematik äußerte. Ein disharmonisches Meinungsdefizit, das für mich eine ungerechte Anomalie darstellt, die dringend geklärt werden muss. In letzten Tagen kann ich deswegen nicht ruhig schlafen.

Bilde ich mir das nur ein, dass Gendermania ausschließlich von Weißen (mehrheitlich Frauen) monopolisiert wird? Und nicht von gesellschaftlicher Mehrheit mitgetragen.
Wie ist dazu der Standpunkt der Frauenorganisationen der Kommunistischer Partei Chinas oder Vietnams? Weiß jemand?
LGBTIQ ist doch ein linker Produkt.

Bitte um Klärung, weil ich als Testosteronträger, vielleicht wg. hormoneller Überflutung nur partiell denken kann. ??

Dorothee Sehrt-Irrek | So., 17. Oktober 2021 - 14:20

"eventuell" hilfreich?
Ist die Aussage, dass es zwei biologische Geschlechter gibt wirklich wissenschaftlich?
Leider liest sich der Artikel nach recht viel Gewalt, die auch physisch werden könnte.
Könnte man nicht erst genauer beobachten, ob sich sogenannte biologische Frauen/Männer+ in Gefängnissen wirklich von Transgenderfrauen/Männern+ bedroht fühlen können?
Geschlecht und Wissenschaft sollte evtl. nicht auf dem Niveau des "Ich bin nun mal so" oder des "So wurde ich" ausgehandelt werden.
Harpe Kerkeling hat sich anlässlich einer Preisverleihung ausdrücklich bei der LGBTQ+ Bewegung bedankt, sowie seinem Mann, die ihn immer getragen hätten.
Das ist für mich gewichtig.
Also richte ich mein Interesse auf die wissenschaftlichen Diskurse der LGBTQ+ Bewegung, gerne im Cicero.

wo müsste das Wörtchen "eventuell" Ihrer Meinung nach stehen? Bei "es gibt zwei biologische Geschlechter"? Weil das scheint mir ziemlich bewiesen.Abweichungen hormoneller Art im Sinn von mehr Testosteron oder Östrogen belegen nicht das Gegenteil, ebenso wenig daraus folgende Gefühle von"ich fühle mich als Mann " oder "ich fühle mich als weder noch".
Kann man falsifizieren, dass es zwei biologische Geschlechter gibt? Eher nicht, es ist eine biologische Tatsache.

Liebe Frau Sehrt-Irrek! Ihre Frage, ob sich biologische Frauen in Frauengefängnissen evtl. durch Transgenderfrauen bedroht fühlen könnten, lässt sich m.E. leicht beantworten. Stellen Sie sich vor, sie sitzen ein, und eines schönen Tages wird Ihnen die Bestie von Beelitz, alias der Rosa Riese, ehemals Wolfgang und heute Beate Schmidt als neuer Zellennachbar vorgestellt. Ca. 1,90m groß, 6 Frauenmorde, darunter ein Baby, das ihn beim Missbrauch und der Tötung seiner Mutter störte?, sowie 3 weitere Mordversuche. Außerdem Wäschefetischist, bevorzugt in rosa, was ihm/Ihr den Namen Rosa Riese einbrachte. Er durfte bei der Tatortbegehung Frauenkleidung ganz nach seinem Gusto tragen und eine Hormonbehandlung beginnen, die ihn zu Beate machte. Die Serienmorde beging er aus Hass auf die Mutter und sagt selbst:" Lasst mich nie wieder raus. Ich bin unberechenbar!" Aktuell genießt er wohl wieder einige Freiheiten. Jedoch ein gendergemäßer Umzug ins Frauengefängnis? Wohl kaum, oder? MfG

Eva Kammerloher | So., 17. Oktober 2021 - 14:21

Es wird Zeit, dass die Menschheit sich verabschiedet.
Kleine Gruppen machen der Mehrheit das Leben zur Hölle. Mensch gegen Mensch, ohne wirklichen Grund.
Es geht nicht um Hunger oder sonstige lebenswichtige Probleme sondern um so eine übersteigerte Egozentrik, dass es nicht mehr zum aushalten ist. Ich spreche niemanden seine geschlechtliche Identität ab, aber man sollte die anderen auch akzeptieren und nicht meinen dass nur ein herbeigeredetes Geschlecht gilt. Es ist zum davonlaufen.

Bernd Muhlack | So., 17. Oktober 2021 - 16:02

Vor etlichen Jahren war Muttern in der Uni-Klinik HD; eine Frauengeschichte.
Darf man so sagen?
Eines frühen Abends wurde ein "belegtes Bett" in ihr Zimmer geschoben - ein noch benebelter Patient.
Sie kamen sehr gut miteinander aus: Muttern u
inzwischen Yvonne, vormals Rüdiger.
Also Yvonne ist wirklich schöner, oder?
Ja, etwas länger her u damals gab es noch keine Shitstorms für/gegen ALLES!
& Muttern ist sehr aufgeschlossen, tolerant!

Wiederholend!
Diese "Betroffenen" sollen tun und lassen, was sie wollen - aber nicht dieses Meinungsmonopol!

Spontan: was sagen denn unsere islamisch-arabischen Mitbürger dazu?
Auch Mustafa kann Prinzessin Sheherazade sein?
Da wäre ich mir nicht sicher, oder?
Das halte ich fürwahr für ein Märchen aus 1001-Nacht!

Damals Tochterns Geburt.
"Glückwunsch, sie haben ein gesundes Mädchen!"
Tochtern hörte mit ihrem Geschrei auf:
"Mädchen? Woher wollen Sie das wissen?"
Ja, sie war eine Frühentwicklerin!
Sie hat sich der biologischen Destination gefügt!
?

Wolfgang Borchardt | Mo., 18. Oktober 2021 - 10:21

Sexuelle Vorlieben sind Privatsache, gehören nicht in die Öffentlichkeit und dürfen nicht benutzt werden, um Andersdenkende zu unterdrücken, die auch eine/ihre Sexualitität haben, die in nahezu 100% der Fälle biologisch determiniert ist - mit allen Konsequenzen. Dass irrationale Realitätswahrnehmung in schmerzliche Realität für Andersdenkende umschlägt (die auf ihre Diversität kein Recht haben sollen), ist zutiefst mittelalterlich und faschistoid. Spielen Studieninhalte überhaupt noch eine Rolle? Was kann ein Ingenieur noch, der sich überwiegend damit befasst hat, seine sexuelle Identität auf dem Laufenden zu halten?