Ältere sitzend auf einer Bank
Ältere Urlauber sitzen auf einer Bank / dpa

Deutschlands Parteien und die Alterssicherung - Der Renten-Schmu

Die Rentner sind eine bedeutende Wählergruppe, die man nicht verschrecken will. Also bleibt die Rentenfrage vor der Bundestagswahl bei allen Parteien im Ungefähren. Das böse Erwachen droht nach dem 26. September. Ganz gleich, welche Parteien dann in Berlin regieren werden.

Porträt Mathias Brodkorb

Autoreninfo

Mathias Brodkorb ist Cicero-Autor und war Kultus- und Finanzminister des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Er gehört der SPD an.

So erreichen Sie Mathias Brodkorb:

Als im Juni 2021 der wissenschaftliche Beirat des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie ein Gutachten zur Rente vorlegte, krachte es im politischen Karton. Die Wissenschaftler um den Direktor des Max-Planck-Instituts für Sozialrecht und Sozialpolitik, Professor Axel Börsch-Supan, erklärten den Kurs in der deutschen Rentenpolitik für unrealistisch und unehrlich. Das Renteneintrittsalter müsse bis 2040 auf rund 68 Jahre angehoben werden, um die Rente überhaupt finanzierbar zu halten.

Kanzlerkandidat Olaf Scholz (SPD) reagierte prompt. Mit ihm komme eine Anhebung des Renteneintrittsalter nicht in Frage. Die Vorschläge von Börsch-Supan und Kollegen kämen einem „Horrorszenario“ gleich. Eine Anhebung des Renteneintrittsalters sei ja in Wahrheit nichts anderes als eine Rentenkürzung. Stattdessen freue sich Scholz auf künftige Diskussionen mit „echten Experten“.

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Yvonne Stange | So., 29. August 2021 - 09:22

... einfach mal weniger Geld in alle Welt verschenken, KEINE Millionen an Migranten voll alimentieren, die hier nicht arbeiten und nur als Erwerbsmodell Kindergeld haben - wobei die nächsten Generationen an H4-Empfängern herangezüchtet werden und ALLE einzahlen lassen nach Verdienst. Es gibt viele Länder in Europa, wo die Menschen weniger einzahlen, kürzer arbeiten und höhere Renten haben - vielleicht sollte man auch da mal schauen wie die das machen? Aber solange Leute an die Macht gewählt werden, die derart hohe Pensionen beziehen für absolute Minderleistungen, solange wird sich nichts ändern.

..Frau Stange.
Es gehen jedes Jahr Milliarden raus für diese Scheinasylanten.
Selbst eine Nahles sprach Mal von 3-5% echten Asylanten.
Man spricht von 50 Mrd. die uns diese Goldjungs kosten. Die Politik führt uns auch hier hinter die Fichte. Aber selbst bei 50 Mrd. /a und 20 Mio. Rentnern sind das pro Rentner 2500€ /a.
Und es ist immer die SPD, die Partei des kleinen Mannes ?, die dafür sorgt das der immer weniger hat.
Alle in die Rentenkasse einzahlen. Und sich am besten Rentenmodell in der EU orientieren. Oder Pensionen wie unsere Volkstreter.

könnte man davon ablassen, Rentner per Doppelbesteuerung abzuzocken ... :
Mein Rentenbeitrag wurde, als ich noch arbeitete, vom Bruttogehalt errechnet und eingezogen. Als Rentner darf ich nun trotzdem wieder von der Bruttorente Steuern abdrücken. Und neuerdings hat man sich (aus Geldmangel, oder für weitere Flüchtlingsströme?) etwas neues Einfallen lassen: Rentner dürfen nun auch die Hälfte der Einkommenssteuer für 2022 vorauszahlen. Also nächstes Jahr zahle ich für 2021 nur die Hälfte, weil ich ja die andere Hälfte schon jetzt gezahlt habe. Aber: auch im nächsten Jahr werde ich die Hälfte für 2023 vorauszahlen müssen und bin dann wieder beim einem Gesamtbetrag von 498 €. Schäbig nenne ich so etwas. Hat das auch Genosse Scholz (SPD) eingefädelt? Passt gut zur Wirecard-Affäre! So hintergeht man den Steuerzahler, um das Wort Betrug zu umgehen. Braucht man das Geld der Rentner, um das Finanzloch auszugleichen? Herr Scholz, Sie sollten sich schämen und
Ihre Kanzlerkandidatur zurückziehen!

Zugestimmt habe ich Ihnen ja schon (1. Komm.) daher hier noch ein Link (OECD-Renten) und der Hinweis.
Würde man auch bei uns die Höhe der Rente je nach Einkommen staffeln (s. Liste in dem Link) dann gäbe es eine deutlich geringe Spreizung.
https://www.auswandern-handbuch.de/wie-hoch-ist-das-rentenniveau-in-eur…

Wer unter dem Link nachsieht der erkennt schnell wo wir unser Gelder verschleudern.
Maximalrenten werden nahezu zu gleichen %-Anteilen gezahlt wie die der Geringverdiener.
Die Luxembourger gönnen sich am meisten Luxus.

Klaus Damert | So., 29. August 2021 - 09:34

So sieht "hört auf die Wissenschaft" in D aus. Da ist die LEOPOLDINA hilfreich, die sagt genau das, was Politiker wollen. Also. Gutachten nur von der LEOPOLDINA machen lassen.

Wolfgang Tröbner | So., 29. August 2021 - 09:44

"Die Rentner sind eine bedeutende Wählergruppe, die man nicht verschrecken will." Sie, Herr Brodkorb, stricken also auch mit an der Legende, dass sich die Politik in DE primär am Wohl der Rentner und deren Intersssen orientiere und deshalb alle anderen Altersgruppen benachteilige. Das trifft mitnichten zu. Im Gegenteil. Man muss sich nur zwei Parameter anschauen, um zu erkennen, dass dies nichts mit der Realität zu tun hat: Das Renteneintrittsalter und die absolute Rentenhöhe. Wir alle wissen, dass deutsche Rentner in Europa am längsten arbeiten (oder warten) müssen, bevor sie überhaupt in den Genuss einer Rente kommen. Man vergleiche zum Beispiel mit Italien. Und dann vergleiche man die absolute Höhe der Durchschnittsrente in DE mit denen in Österreich, Italien oder der Schweiz. Und noch ein anderer Aspekt kommt hinzu. Insbesondere in den Medien werden alle, die vom Staat eine Pension erhalten (also Beamte und Politiker), kurzerhand den Rentnern hinzugerechnet. Völlig daneben ...

Urban Will | So., 29. August 2021 - 09:52

Nicht nur keine Partei, auch nicht die Fachleute und auch nicht der Autor dieses Artikels.
„Zu sagen“ gäbe es nämlich vieles dazu, warum wir in diese Lage gekommen sind und immer tiefer hinein rutschen.
Jahrzehntelange verfehlte Familienpolitik, die Kinderlosigkeit immer noch als „Garant“ eines deutlich „sorgenfreieren“ Lebens mit deutlich mehr Geld duldete und dann natürlich der Jahrhundert – Irrsinn unkontrollierter Zuwanderung in die Sozialsysteme. Derzeit rund 20, später dann immer noch runde 16 Mrd pro Jahr werden da in großen Teilen versickern. Geld, das anderswo nützlicher eingesetzt werden könnte.
Zwar werden – das leugne ich nicht – einige der "Flüchtlinge" uns auch nützen, hier arbeiten, aber der Asyl – Irrsinn sollte längst ersetzt worden sein durch ein ordentliches Einwanderungsgesetz, das Missbrauch verhindert.
Und hier gibt es eine Partei, die diesen Irrsinn schon lange anprangert, auch wenn sie, wie alle anderen in Sachen Rente die Realität verschweigt.

Klären Sie uns doch mal auf, welche Partei Sie meinen.

Ich bin sehr gespannt. Und vielleicht erläutern Sie noch ein wenig das Rentenkonzept dieser Partei.

Etwa: Rente nur an Deutsche (selbstverständlich mit entsprechendem Stammbaum, vielleicht über zwei oder drei Generationen "reinblütig")?

Oder erschöpft sich das Konzept schon in der Ablehnung jeglicher Zuwanderung?

Urban Will | Mo., 30. August 2021 - 09:42

Antwort auf von Gerhard Lenz

das habe ich Ihnen schon öfters geschrieben. Sie wollen es einfach nicht beherzigen, hier nicht und sonst auch nicht oder sehr selten...

Lesen Sie also meinen letzten Satz zum Thema „diese Partei“ und deren Rentenkonzept und überdenken Sie Ihre Aufforderung an mich, dieses Konzept zu erläutern.

Nochmal für Sie: ich spracht in Bezug auf „sagen, was gesagt werden muss“ nicht über das Rentenkonzept, sondern über Familienpolitik und Zuwanderung, in Bezug auf letzteres, über die Kosten des Asyl – Irrsinns.

Dominik Roth | So., 29. August 2021 - 09:56

Anders als beim Klimawandel, der vielen vom Menschen nicht steuer- oder erkennbaren Einflüssen unterliegt, weiß man hier seit Jahrzehnten was schief läuft und wie man es beheben könnte. Da man aber immer nur bis zur nächsten Wahl schaut, lässt man lieber ein ganzes System gegen die Wand fahren. Sollen es doch die nachfolgenden Generationen ausbaden. Allerdings kann ich auch bei den jüngernen kaum feststellen, dass sie sich bewusst sind, wie heute von künftiger Substanz gelebt und Geld verschleudert wird (Ist denen egal, Hauptsache der Flieger nach Malle hebt noch pünktlich ab). Wenn die Leute nicht einmal mehr für ihre eigenen langfristigen Interessen einzutreten, sehe ich keine Besserung. Der Karren muss wohl erst gänzlich in den Dreck gefahren werden; Bestehende funktionierende Strukturen zu zerstören, damit es bis auf einigen wenigen allen gleich schlecht geht, das war schon immer eine besondere Kunst der Linken (s. Sowjetunion/DDR). Können die super.

Das sogenannte Volkseigentum in der - Gott sei Dank - untergegangenen DDR gehörte nicht dem Volk, sondern einer Clique „regierender“ Elite-Kommunisten, die sich "ihr Milliarden-Eigentum" nach der Wende 1989 vorwiegend für gewisse Vereine & Stiftungen zur Seite schafften.
Der sogenannte Kommunismus war und ist nichts anderes als ungebremster Staats-Kapitalismus, bei dem sich eine Horde linksradikaler Funktionäre auf Kosten des Volkes bereichern! Rot-Rot-Grün wird das fortsetzen!

Gerhard Lenz | So., 29. August 2021 - 10:10

Seit Jahren wird davor gewarnt, dass die Finanzierung der Renten auf tönernen Füßen steht. Herr Börsch-Supan wiederholt nur Bekanntes.

Nun folgt der Wahlkampf jedoch nicht den Erkenntnissen der Wissenschaft. Und schon gar nicht lässt eine Partei ihr Programm vor einer Wahl von irgendwelchen unabhängigen Experten prüfen.

Auch wenn es Herrn Brodkorb nicht zu überzeugen scheint: Eine Bürgerversicherung, getragen von ALLEN, ist mindestens ein richtiger Schritt. Wieso jene, die im ganzen Erwerbsleben schon den Vorteil der Unkündbarkeit genossen, jetzt auch noch als Pensionäre besser gestellt sind, widerspricht jedem Gerechtigkeitsempfinden.

Aktiengestützte Fonds scheinen höchst attraktiv, siehe Norwegen. Im Klartext bedeutet das jedoch, das mit den Rentenbeiträgen spekuliert wird.
Das kann, muss aber nicht gut gehen.

Dennoch kann man das Rentenalter nicht einfach in die Höhe treiben. Manche sind bereits relativ früh ausgelaugt. Nicht jeder hat einen relativ komfortablen Büro-Job.

Stefan Forbrig | So., 29. August 2021 - 19:13

Antwort auf von Gerhard Lenz

...Rentenkonzept der AfD Herr Lenz, da steht vieles von dem, was Sie fordern. Aber das darf ja nicht sein, daß die Schwefelpartei etwas Vernünftiges zustande bringt.
Und bevor Sie das wieder zerfleddern: Es wird nicht ALLES durchgehen, was da drin steht und da geht bestimmt noch mehr, aber es ist ein Anfang. Im Gegensatz zu SPD/CDU, die seit Jahrzehnten ein Rentensystem propagieren, was nicht funktioniert und sich auch jetzt wieder nicht ran trauen.

https://afdkompakt.de/2021/02/12/altersarmut-verhindern-mit-dem-neuen-a…

Markus Michaelis | So., 29. August 2021 - 11:40

ändern? Mehr Flexibilität - ja, das ist gut. Vielleicht weniger direkte Verantwortlichkeit der Politik - die Rente ist eben, was der Kapitalmarkt hergibt? Das könnte ehrlicher sein. Aber was wäre grundsätzlich anders: das Verhältnis der arbeitenden zur nicht-arbeitenden Bevölkerung wäre nicht anders. Das Kapital wäre etwa in Wohnungen oder privatisierten Versorgungen investiert und würde die arbeitenden Menschen über hohe Mieten belasten, statt hohe Steuern. Das ist flexibler - ja, aber nicht grundsätzlich anders.

Man kann im Ausland investieren, ja. Aber dann industrialisiert man das Ausland und deindustrialisiert D - kann man machen, sollte man aber auch so diskutieren. Hier in D hat es auch nur einen entlastenden Effekt für transportierbare Güter, nicht für Dienstleistungen. Dafür müssten (arbeitende) Menschen nach D gebracht werden. Alles machbar, aber man müsste ehrlicher diskutieren welchen Weg man genau einschlagen will.

Jörg Hinsenkamp | So., 29. August 2021 - 12:02

Solange das Geld vom schwarzen Loch der Hochfinanz abgesaugt wird und deren Verteilungsprinzipien (Gelddrucken) nur derselben dient, müssen wir alle die Zeche bezahlen. Die Politik hat sich längstens kaufen lassen und begünstigt durch die Derregulierung der Banken, Schaffung von Rettungsfonds/-schirmen, etc. zunehmend die Gier des Geldadels. All die Maßnahmen zeigten daher in der logischen Folge keine Nachhaltigkeit im Sinne des Fortbestands der sozialen Gerechtigkeit, im Gegenteil, das Chaos wurde und wird nur noch in Ausmaß und Zeitabläufen beschleunigt und hatte und hat zur Folge, dass unsere sozialmarktwirtschaftlichen Errungenschaften allmählich entschwinden, da gehört nun mal auch unsere Rente dazu. Nur eine grundlegende Änderung der vorherrschenden politischen Marschrichtung hin zur rigiden Reglementierung dieses krebsgeschwürartigen Geld(schöpfungs)systems kann da Abhilfe schaffen. Aber dessen Brot ich ess….

Ingofrank | So., 29. August 2021 - 12:05

wissen.
Der Politik ist doch in 16 Jahren nach Schröder nichts eingefallen außer privat vorzusorgen.
Wer hat die € Rettung und die damit verbunden Niedrigzinspolitik zu verantworten? Wer die derzeitige Inflation von mehr als 4% ? Und kein Ende in Sicht! Wer entnahm der Rentenkasse Gelder, die nichts mit der Rente zu tun hat? Wer bezahlt Renten für Leute die nicht in die Rentenkasse eingezahlt haben? Wer ist verantwortlich für die Rentenkürzungen? Von 68% v. Letzten Netto auf jetzt unter 50% ? Ebenso kein Ende abzusehen. Alle Länder in der EU haben ein geringeres Renteneintrittsalter als Deutschland und das sind die die die meisten Schulden haben !
(Griechenland, Italien) und bei denen ist der Anteil des I mobilieneigentum/ Kopf viel höher als in D.
Und jetzt noch dazu das Gedöne der Livestyle Linken Kühnert,Esken, Baerbock und co.
Das einzige was diesen „ pol. Eliten“ einfällt: Renteneintrittsalter erhöhen.
Im übrigen dieses Jahr > 1 % wegen Löhnen.

Wieviel Gehaltserhöhung will die Gewerkschaft bei der Bahn erstreiten? Wieviel Gehalt mehr bekommt Elekto, Metall, Bau und nicht zu vergessen der öffentliche Dienst? Auch knapp unter 1%? Denken denn „ die da oben“ alle Rentner sind geistig minderbemittelte senile Alte, nur weil wir keine Lobby haben? Auch wir informieren uns im Internet und lesen Zeitungen und pol. Magazine. Außer vielleicht „Omas gegen rechts“! Die werden in jeder Demo eingeblendet, ob aus Erfurt Demo gegen Klemmerich oder in Berlin gegen rechts.
Ich habe es einfach satt immer und immer wieder die Diskrepanz zwischen Staatlich verordneter Meinung und der Realität zu erleben. Das erlebte ich in knapp 20 Jahren in der DDR täglich.ich W I L L das nicht mehr hören ! ! !

Mit freundlichen Grüßen aus der Erfurter Republik

Bernd Windisch | So., 29. August 2021 - 12:37

dass Herr MATHIAS BRODKORB seinen eigenen Ruhestand nicht aus der gesetzlichen Rentenversicherung finanzieren muss. Der "wissenschaftliche Beirat" ebenfalls nicht. Auch nicht die Abgeordneten des deutschen Bundestages. Andernfalls wäre die Rente längst reformiert. Bei den fast schon lächerlich zu nennenden Renten die das deutsche Rentensystem produziert ernsthaft über weitere Einschränkungen nachzudenken halte ich aus diesem Blickwinkel schon fast für perfide.

Wer seinen Sozialstaat für die ganze Welz öffnet braucht sich über die Finanzierbarkeit desselben bald keine Gedanken mehr zu machen. Wir sind angeblich ein reiches Land. Wohl wirklich reich nur an pensionsberechtigten Entscheidungsträgern die sich weitgehend von der Realität abgekoppelt haben.

helmut armbruster | So., 29. August 2021 - 12:43

laufenden Beiträgen der gesetzlich Versicherten (Umlagesystem) und eventuellen staatlichen Zuschüssen.
Dabei kursiert immer wieder das Wort "Rentenkasse", als ob es eine solche Kasse wirklich gäbe.
Wenn in einem Umlagesystem aber das Verhältnis Empfänger - Einzahler immer mehr Richtung Übergewicht Empfänger tendiert, dann ist abzusehen wann das System zusammen brechen wird, weil es nicht sein kann, dass z.B. ein Einzahler zwei Rentner alimentieren soll.
Spätestens dann hilft kein Schönreden mehr und das ganze jahrelange Versagen unserer Regierungen wird ans Tageslicht kommen.
Unsere Regierungen - egal welche - haben auf ein Umlagesystem gesetzt und dabei die demographische Entwicklung ausgeblendet, weil, wer unangenehme Wahrheiten verkündet seine Wähler verliert.
Norwegen zeigt uns wie es hätte gemacht werden müssen. Nämlich Reserven bilden, die in einen Staatsfond eingezahlt und dort auch verwaltet werden.
Kein Norweger braucht um seine Rente zu bangen, jeder Deutsche dagegen schon.

Dieter Schimanek | So., 29. August 2021 - 13:47

Flinten Uschi hat in ihrer Zeit als Arbeitsministerin ausrechnen lassen, wie viel es kosten würde jedem eine auskömmliche Rente zu garantieren. Das Ergebnis 5 Milliarden €. Das konnte sich Mutti und ihre Kumpane von der SPD nicht leisten. Das 15 Fache für Migranten und Flüchtlinge ist aber kein Problem. Das hundert Fache für die EU und den Rest der Welt, alles machbar und selbstverständlich. Da erkennt man seinen Stellenwert als Michel. Statt sich bei unseren Nachbarn zu orientieren wie man es macht, orientiert man sich an einer gefälligen Wissenschaft, die für eine Handvoll Silberlinge das gewünschte Ergebnis liefert.

Tomas Poth | So., 29. August 2021 - 14:18

Das ist ein verengter Blick:
Wir müssen insgesamt auf das Sozialbudget Deutschlands schauen.
Von 1991 mit 395,6 Milliarden auf 1040,3 Milliarden angestiegen.
Oder Netto-Beitragszahlungen an die EU von 4,95 Milliarden in 2002 auf 15,5 Milliarden in 2014.
Oder Asylbedingte Leistungen nur des Bundes in 2020 mit 22,9 Milliarden.
Deutschland übernimmt sich total. Die Last der Anzahl derjenigen die in die Systeme einzahlen wird im Verhältnis zu den Empfängern immer größer. Oder es gibt immer mehr Empfänger pro Einzahler.
Wir sollen bis 68, ja später sogar bis 70 knechten für sozialistische Wohltaten die wir in die Welt ausstreuen. Das ist das Problem, ein anderes haben wir nicht.

Norbert Heyer | So., 29. August 2021 - 14:55

Ich habe fast 50 Jahre gearbeitet und immer sehr gut verdient. Trotzdem macht meine Rente weniger als 50 % meines früheren Einkommens aus - Stichwort: Beitragsbemessungsgrenze. Hätte ich als Rentner weiterhin soviel Rente wie Gehalt gewünscht, wäre ein Zusatzversicherung erforderlich. Da müssten dann mindestens 25 Jahre lang monatliche Beiträge in Höhe von 500 € eingezahlt werden. Das ist für -fast- alle Arbeitnehmer nicht zu stemmen. Meine Frau ist Beamtin und bekommt Pension. Natürlich zahlen wir beide weiterhin Steuern. Kurz gesagt: Zusammen 85 Jahre gearbeitet, wir kommen gut zurecht - aber wenn man die Renten im EU-Raum und die Lebensarbeitszeit vergleicht, liegt Deutschland ganz am Ende. in der Schweiz zahlen alle Arbeitnehmer in die Rentenkasse ein, ist vielleicht auch hier angebracht. Ansonsten wird wohl weiterhin in der Rentenfrage herumgestümpert, wie wir es ja bei allen politischen Entscheidungen gewohnt sind und erst wenn es brennt, kümmert man sich zum
Löschfahrzeuge.

Ingofrank | So., 29. August 2021 - 21:22

Antwort auf von Norbert Heyer

Die Feuerwehr kommt dann, wenn das Haus abgebrannt ist. Weil die Sirene defekt
ist, oder mal das Internet für den elektronischen Alarm eben nicht funktioniert.
( Z.Zt. Mangelhafte Internetverbindung den 3. Tag in Folge)

Mit freundlichen Grüßen aus der Erfurter Republik

Bernd Muhlack | So., 29. August 2021 - 15:25

- die Rente!"
plakatierte der kleine Dr. Nobbi Blüm damals eine Litfasssäule.
Auf einer Leiter stehend - das erinnert an Alberich im Tatort Münster.
Das System war in der Tat nicht schlecht, jedoch wurde die (real gar nicht existierende Rentenkasse) sachfremd geplündert.
Beginnend mit den "Russland-Deutschen" von denen angeblich 2/3 Akademiker waren.
Wohl das letzte Beispiel ist diese ominöse Mütterrente. Das ist ein gesellschaftliches Problem, keines der DRV!

Ich bin froh, dass ich mit der DRV grundsätzlich nichts zu tun habe.
Wie alle Freiberufler bin ich Mitglied eines Versorgungswerkes. Dort wird effektiv gearbeitet - und keine Fremdleistungen!

Wer "nur" über ein mittleres Einkommen verfügt wird es als DRV-Rentner schwer haben.
Grundsicherung, gar Pflege?
Dann geht es knallhart an die Kinder, soweit vorhanden!

Wie Frau Stange eingangs schreibt:
WIR haben Geld für die Welt - bitte, danke, gerne!

Um es mit Muttern zu sagen:
"Ich bin froh dass ich schon so alt bin!"

Glückauf!

Fritz Elvers | So., 29. August 2021 - 17:07

Sie wird aus der Steuerkasse erheblich subventioniert. D.h., Freiberufler, die selbst keinen Rentenanspruch haben, finanzieren die Renten kräftig mit, müssen aber selber vorsorgen.

Hubert Sieweke | Mo., 30. August 2021 - 00:12

dass die Lücke in der Rentenversicherung nicht mehr von AG und AN geschlossen werden kann. Seit Jahren schon haben wir ein sozialistisches Rentensystem, welcher der Steuerzahler finanzieren muss. Wohl dem, der nicht pflichtig war, private Rentenversicherung hatte und bei Auszahlung SOFORT sein Geld ins sichere Ausland gebracht hat. Sollte irgendwann in nächster Zeit der € kollabieren, wären auch die unglaublich hohen Renten der Parlamentarier gefährdet.
Das wäre dann eine Solidargemeinschaft... Putzfrauen mit Ministern in einem Topf.

Robert Friedrich | Di., 31. August 2021 - 08:43

Die ständige Diskussion über Rentenfinanzierung kann man sich doch auch erklären an Hand der Situation der Krankenkassen. Wer will bestreiten das der Zuzug von Vielen einen erheblichen Einfluss hat. Es muß nur mal jemand den Mut haben es in Heller und Pfennig darzulegen.