Heiko Maas und Anngret Kramp-Karrenbauer
Heiko Maas und Anngret Kramp-Karrenbauer unter Tage im Jahr 2012 / picture alliance

Straße von Hormus - Das Duell der Saarländer

Heiko Maas und Annegret Kramp-Karrenbauer kennen sich noch gut aus Landes-Groko-Zeiten. In der Frage um eine deutsche Militärbeteiligung in der Straße von Hormus bremst der Außenminister die neue Verteigungsministerin nun aus – und macht Deutschland erneut zum Gespött in der Nato

Autoreninfo

Christoph Schwennicke war bis 2020 Chefredakteur des Magazins Cicero.

So erreichen Sie Christoph Schwennicke:

Der CDU-Vorsitzenden und neuen deutschen Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer ist nach ihrem Antrittsbesuch bei Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg zum Vorwurf gemacht worden, sie spreche unzureichend Englisch. Dabei war die Sprache tatsächlich noch das geringste Problem. Viel peinlicher als ihr Übersetzungsstöpsel im Ohr war ihr Geeier zu einer möglichen deutschen Beteiligung an einer Militäroperation in der Straße von Hormus – zum Geleitschutz westlicher Tanker in diesem strategischen Engpass der weltweiten Ölversorgung.

Die Verteidigungsministerin tat so, als sei diese Frage noch offen. Dabei hatte der Außenminister der deutschen Bundesregierung eine Beteiligung längst abgelehnt. Dieses erste Duell der Saarländer hat der Mann in den engen Anzügen klar für sich entschieden. Maas und Kramp-Karrenbauer kennen sich noch aus gemeinsamen Groko-Zeiten in Deutschlands kleinstem Bundesland. Doch nun hat der einstige landespolitische Juniorpartner der Novizin im Verteidigungsministerium auf bundespolitischer Bühne empfindlichen Schaden zugefügt.

Cicero Plus weiterlesen

  • Monatsabo
    0,00 €
    Das Abo kann jederzeit mit einer Frist von 7 Tagen zum Ende des Bezugzeitraums gekündigt werden. Der erste Monat ist gratis, danach 9,80€/Monat. Service und FAQs
    Alle Artikel und das E-Paper lesen
    • 4 Wochen gratis
    • danach 9,80 €
    • E-Paper, App
    • alle Plus-Inhalte
    • mtl. kündbar
  • Ohne Abo lesen
    Mit tiun erhalten Sie uneingeschränkten Zugriff auf alle Cicero Plus Inhalte. Dabei zahlen Sie nur so lange Sie lesen – ganz ohne Abo.

Bei älteren Beiträgen wie diesem wird die Kommentarfunktion automatisch geschlossen. Wir bedanken uns für Ihr Verständnis.

Josef Olbrich | Mo., 5. August 2019 - 09:36

Am deutschen Wesen soll die Welt genesen, so handelt der deutsche Außenminister Maaß. Ein Einblick in die Geschichtsvergessenheit unserer Politiker. Und sich hinter die Ablehnung der Deutschen, die Trump betreffen, zu verstecken, ein Zeichen moralischer Überhöhung - wir die Guten. Sind wir das wirklich? Da bleiben Zweifel, ob unsere Politiker überhaupt noch das Geschehen in der Welt so wahrnehmen, wie es ist, oder lieber in den Träumen einer heilen Welt weiter leben, die es nie gab. Weshalb begreift kein deutscher Politiker, dass der amerikanisch Wähler einen Präsidenten gewählt hat, der ein Kaufmann ist und auch so handelt. Lieber wird in Deutschland das Versagen mit überhöhter Moral abgedichtet, als sich der Wahrheit in dieser Welt, so wie nun einmal ist, zu stellen und auch so entsprechend zu Handeln. Wie heißt doch der Eid, den alle Minister ablegen: Sie arbeiten zum Wohle des deutschen Volkes! Weshalb überlässt man der AfD so ein politisches Feld - für mich unverständlich.

Christine Lamine | Mi., 7. August 2019 - 09:59

Antwort auf von Josef Olbrich

Widerspruch, H. Olbrich. In den Altparteien gibt es heute keine/n Minister/in, der zum Wohle des deutschen Volkes handelt. Ihre Eide werden nur noch Pro-forma gesprochen, die deutsche Flagge hat Angela Merkel nach ihrer Wahl in die Ecke geworfen und beim Spiel unserer Nationalhymne wird das Sitzen zur Tradition. Wer kann unser Land noch ernst nehmen, wo Wahrheit nicht mehr ausgesprochen werden darf und die Freiheit der deutschen Bürger gegängelt und fast in allen Bereichen eingeschränkt wird, Zugewanderte aus fremden Kulturen aber völlige Freiheit und Verhätschelung bekommen. Die USA haben für Deutschland kürzlich an ihre Bürger eine Reisewarnung ausgesprochen. So sieht es aus in einem Land, in dem man gut und gerne lebt.

Horst Weber | Mo., 5. August 2019 - 09:39

Diese Frage scheint sich hierzulande niemand mehr zu stellen. Es spielt keine Rolle mehr, dass die Atom-Kontrollbehörde bis zuletzt bestätigt hatte, Iran halte sich an die Vorschriften. Stattdessen grübelt sich unsere Polit-Clique jetzt durch die Forderung des kriegslüsternen Trump, auch wir sollten zu seinen Aggressions-Plänen unseren Beitrag leisten. UvdL hatte ihren NATO-Vorausgehorsam schon vorgebetet. AKK will gern adäquat weitermachen. Einzig Maas hält dagegen.
Warum halten die Iraner in der Enge von Hormuz
fremde Tanker fest ? Aus purer Bosheit ? Sind sie die eigentlichen Aggressoren ? Wer das denkt, sollte sich mal die letzten 150 US-geführten Kriege incl. NATO-Beteiligung ansehen.
Mir ist schleierhaft, wie deutsche Politiker und Journalisten - nach allem was wir von Seiten der USA an Aggression in der Welt erleben - die zu erwartenden iranischen Opfer zu blutrünstigen Kriegern umdeuten wollen.-
Wir sollten Iran ideologisch unterstützen und Krieg verhindern !

" 'Wir' sollten Iran IDEOLOGISCH unterstützen"

Sagen Sie das mal den Familienangehörigen von hingerichteten Schwulen.
Sagen Sie das den Frauen, die nicht verhüllt durch die Gegend huschen, sondern an einem normalen Leben normal teilhaben wollen.
Sagen Sie das den Israelis; die aktuelle iranische Staatsführung ist eine existentielle Bedrohung für Israel - und spricht dies ganz 'ehrlich' auch offen aus!
Wer ist eigentlich 'wir'? Für MICH sprechen SIE bitte nicht!!!
==> Das Mullah-Regime (eine Regime von Geiselnehmern 1979-1981 und heute wieder) muss weg; genau wie die stalinistischen Regimes in Osteuropa fallen mußten. Das Ziel muß der Regime-Change sein! Die Frage ist, ob dieses Ziel JETZT einen Krieg 'wert' ist. (in 10 oder 20 Jahren haben 'wir' evtl. eine ganz andere Lage). Krieg ist immer ein sehr hoher Preis; ich habe daher Sympathie für alle, die obige Frage verneinen.
Das Trump das Mullah-Regime 'kippen' will, halte ich für richtig.
Am besten gemeinsam mit Rußland.

...haben Sie schon vergeseen, welche Lügengebilde hinter der Begründung für Irak-Kriege, für die Afghanistan-Verwüstung, was hinter all den sogenannten "arabischen Frühlingen" , hinter all den vielen CIA-Provokationen und Morden steckten ?
Und trotzdem sind Sie weiterhin bereit, einem Trump der Iran mit "Vernichtung" droht in seiner kriegslüsternen Politik zu folgen ?
Wer sich eingehend mit der iran-Geschichte seit der Revolution gegen das Schah-Regime beschäftigt, findet heraus, dass gerade dieses von den USA gesponserte Regime durch seine interne Brutalität und unsoziale Regierung erst Khomeini möglich gemacht hat. Niemanden als die Iraner selbst geht die mögliche Umwandlung des iran in einen evtl. säkularen Staat etwas an ! Es gibt und gab viele Staaten dieser Welt, die in ihren ländlichen Regionen Zwangsbeschneidung, Auspeitschungen, Enthauptungen etc. zulassen. Besonders auch Saudi Arabien, mit denen USA und wir glänzende Geschäfte machen und Waffen liefern.-

Ich habe Fehler us-amerikanischer Außenpolitik NICHT vergessen, und erinnere mich gut an schonungslose Kritik durch z.B. Peter Scholl-Latour. Ich würde aber die Politik von Präsident Trump (die man gerne kritisch sehen kann) nicht pauschal als 'kriegslüstern' bezeichnen. Die (einsame) besonnene Entscheidung von Trump nach dem Abschuß einer Drohne durch den Iran auf einen Vergeltungsschlag zu verzichten, widerspricht Ihrer These deutlich. Wenn Trump nach einem Kriegsanlaß gesucht hätte - hier hätte er losschlagen können. Er hat es NICHT getan!
Entschiedenen Widerspruch verdient Ihre These von der 'unsozialen Politik' des Schahs. Die Politik der 'weißen Revolution' unter den klugen Ministerpräsidenten Ali Mansour und Hoveyda war nicht unsozial (Landreformen, kostenlose medizinische Betreuung). Vielen Menschen ging es WESENTLICH besser als heute. Der Iran enwickelte sich. Natürlich war der Iran kein Rechtstaat. Und bzgl. der 'gesellschaftlichen' Reform scheiterte das Regime des Schahs.

Der Schah hatte Pech, daß die gesellschaften Reformen seiner Regierungen zwischen den Flügeln der Opposition zerrieben wurden. Der liberalen Opposition gingen die Reformen zu langsam und nicht weit genug. Teilen der schiitischen Geistlichkeit gingen die Reformen viel zu schnell und viel zu weit. (Frauenrechte, Bildungsreformen). Das Schah-Regime scheiterte an einer - unnatürlichen - Koalition aus schiitischen Fundis, Kommunisten, Nationalisten und liberalen Demokraten (letztere wurden nach der 'Machergreifung' als erste liquidiert). Das Mullah-Regime konnte und kann sich nur durch ständige Unruhe an der Macht halten - gegen das eigene Volk. Das Mullah-Regime nahm und nimmt Geiseln und bedroht Israel. Ob Sie oder ich der Politik von Präsident Trump bzw. der Politik Israels folgen, ist nicht entscheidend. Wenn Israel die Bedrohung nicht mehr aushält; wird es handeln, ohne die deutschen Gutmenschen zu fragen. Auch die USA und der 'Rassist Trump' können auf deutsche Erlaubnis verzichten.

Sehr geehrter Herr Düring, ihrer Einlassung bzgl. der momentanen und geschichtlichen Einordnung der Aktivitäten ist nichts hinzuzufügen. Sehr wohltuend, dass Sie nichts vergessen haben das zu nennen wäre, wollte man die Szene am Golf beleuchten. Vielen Dank!

***24.02.2019 - 18:07 Uhr
„Im Namen meiner Landsleute“ schickte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (63) „herzliche Glückwünsche“ zum 40. Jahrestag des islamistischen Mullah-Regimes in den Iran.***
Zur Wahl des US-Präsidenten gab und gibt es bis heute nur Beschimpfungen. Wenn Deutsche durch Migranten sterben, gibt es keine Beileidsbekundungen an die Hinterbliebenen, wenn aber eine Moschee durch eine Fake-Granate bedroht ist, steht sogar die Bundeskanzlerin dort persönlich am nächsten Tag auf der Matte. So sind sie, die von uns gewählten wahren Demokraten. Grotten schlecht, aber weltoffen und heuchlerisch und verlogen zur eigenen Bevölkerung.

Herr Weber, haben Sie einmal in die Geschichtsbücher geschaut? Fortschrittliche Iraner, Kommunisten und Sozialisten haben 1979 den Klerus unterstützt um den Schah zu stürzen. Damit wurde der iranischen Revolution zum Erfolg verholfen. Nach der Machtergreifung der heute noch regierenden Mullahs und Ajatollahs waren diese Unterstützer des Aufstandes die ersten welche von dem neuen Regime massakriert, erschossen und gesteinigt wurden. Frauenrechte, Menschenrechte usw. sind rote Tücher für die Führung in Teheran. Unsere rot grünen Eliten welche eigentlich Verbündete der Geschundenen im Iran sein sollten machen aber gemeinsame Sache im nahen Osten und bei uns zu Hause mit dem erzreaktionären politischen Islam. Und noch ein Beispiel: Der Großmufti von Jerusalem war nach 1933 ein gern gesehener Gast und Unterstützer im faschistischen Berlin.

In den nach 68-er Geschichtsbüchern wird die von Ihnen formulierte Wahrheit wahrscheinlich nicht mehr ausgesprochen, sondern - sagen wir es ironisch - eher 'kultursensibel' umschrieben. Inhaltlich haben Sie absolut Recht.
'... diese Unterstützer des Aufstandes waren die ersten welche von dem neuen Regime massakriert und erschossen ... wurden'.
Wir heutigen, sollten einfach bereit sein zu lernen.
Chomeinis nachrevolutionäre Säuberungen waren keine Ausnahme - sie waren eine REGEL. Und die Regel lautet:
Wer Revolutionäre 'unterstützt', muß damit rechnen, nach der 'Macht-ergreifung' im Rahmen der 'Konsolidierung' 'liquidiert' zu werden.
Es war in der Geschichte IMMER so: im revolutionären Frankreich (1790-1796), in Rußland (1917-1924; 1935-1940 Säuberungen), es war in China so, in Osteuropa nach 1945, in Kuba, in Äthopien, in Kambodscha, in Nicaragua --- immer und überall! Und es war auch nach der 'Machtergreifung' Hitlers nicht anders (Liquidierungen im Juni 1934).

Bei der Arabellion war es auch so. Erst gelang den Revolutionären nicht der Einzug in die Stichwahl zur Präsidentenwahl, Islamisten und Generäle machten die in Ägypten unter sich aus. Die siegreichen Islamisten fertigten dann die Revolutionäre ab und dienten sich den Generälen an. Doch die inszenierten einen weiteren Aufstand und heute ist die Situation in Ägypten schlimmer als unter Mubarack.

Einzig in Tunesien war es anders als in all den vielen arabischen Ländern. Wird sicher längerfristig auch dort nicht funktionieren. Es gibt einfach zu viele Mächtige, die etwas anderes wollen. Übrigens, die Araber vom Golf waren vorneweg dabei die Arabellion zu zerstören. Sie hatten sicher nicht unrecht, dass ihr autokratisches System ansonsten längerfristig geendet hätte. Ist wie Russland, dass keine demokratische Ukraine als Nachbarn gebrauchen kann.

Ernst-Günther Konrad | Mo., 5. August 2019 - 09:47

ist das. Genau Herr Schwennicke wieder einmal unmissverständlich auf den Punkt gebracht. Nur muss man Maas nicht irgendwie bescheinigen, dass er auf seine eigentümliche Weise realistisch ist? Mit was soll D denn eine solche Aktion militärisch unterstützen? Die BW bekommt für die derzeit laufenden Operationen an denen sie beteiligt ist, Personal und Logistik gerade noch auf die Reihe. Bei wem sollte sich AKK denn Logistik leihen, wenn es handfest wird und es Schiffe, Personal und Flugzeuge braucht?
Da interessiert ein H. Maas nicht solche richtigen Überlegungen, wie Sie sie angestellt haben. Alle schimpfen auf Johnson oder Trump. Nur sich selbst entlarven und blamieren, dies tun wir D, nicht die anderen. Die haben nur gefragt und dann solche Antworten von M. und AKK.
Was macht D eigentlich, wenn Schiffe dort festgesetzt werden, die für deutsche Reedereien fahren oder aber Waren für Deutschland transportieren?
Ich kann es nicht anders sagen. Ich schäme mich zutiefst für Deutschland.

Wolfgang Schuckmann | Mo., 5. August 2019 - 20:32

Antwort auf von Ernst-Günther Konrad

Und fragen Sie sich mal ganz genau wer für die momentane Situation am Golf wirklich verantwortlich ist. Würden Sie mir das, wenn irgend möglich, plausibel auseinandersetzen. Dafür wäre ich Ihnen sehr dankbar.

Ernst-Günther Konrad | Mi., 7. August 2019 - 11:29

Antwort auf von Wolfgang Schuckmann

Habe Ihre Rückfrage eben erst gelesen. Was die geschichtlichen Hintergründe anbetrifft, hat dies Herr Düring ähnlich wie ich das einschätze bereits geschrieben.
Aktuell sehe ich viermaliges Versagen einzelnen Protagonisten in diesem Konflikt.
Trump, der nur eine Forderung umsetzt, die Obama bereits 2014 nach der Annektion der Ukraine postulierte. Putin, der diese Forderung und das jetzige Handeln der USA nicht verhindert hat und mit Trump ins Gespräch ging. Eine uneinige EU, die unfähig ist, mit einer Stimme sich selbst zu behaupten und sehenden Auges zwischen die Fronten lief. Ein Irak, der massiv Einfluss auf andere Staaten nimmt mit dem Ziel, Israel zu vernichten.
Für eine tiefergehende Analyse fehlen mir die Zeichen.
Nur eins, natürlich muss man Trump's Ansinnen skeptisch betrachten und ja, so absolut wie er es will, muss man nicht mit tun. Nur eine EU geführte Lösung, beispielsweise Aufstellung eines Schutzkonvois für die Schiffe dort, gemeinsam mit der USA, wäre ein Option.

Klaus DeckerI | Mo., 5. August 2019 - 09:48

Ihr ausgezeichneter Kommentar, Herr Sch., zeigt schonungslos auf, welch schweren Fehler AKK gemacht hat, dasVerteidigungsressort zu übernehmen. Dabei ist HerrMaass noch das kleinste Hindernis. Die deutsche Öffentlichkeit will keine Militäreinsätze - egal wofür und für wen.

Christa Wallau | Mo., 5. August 2019 - 11:04

Maas und AKK sind beide keine Politiker von Format.
Beide haben keine eigenen Überzeugungen (außer
einem Allerweltshumanismus und einem unerschütterlichen Bewußtsein von ihrer eigenen
Bedeutung), so daß sie nichts anderes tun, als beliebig daherzureden, wie es ihnen gerade opportun erscheint. Mit solchen Leuten ist eigentlich überhaupt keine Politik zu machen, wesbalb ja auch in D die Medien und - in jüngster Zeit zunehmend - Nicht-Regierungs-Organisationen sich des politischen Geschäftes bemächtigt haben.

Der Prototyp für eine solche Art von Beliebigkeitspolitikern ist Angela Merkel.

Nun ja, die Deutschen sind anscheinend mehrheitlich damit zufrieden.
Jedes Volk hat eben die Politiker, die es verdient.

Sehe ich auch so. Hinzu kommt noch, dass Merkel Null Richtlinien gibt, nur rot-grün daher schwätzt. Konkret: Akks Einstand, mit der Forderung nach 2% mehr, war ziemlich unpolitisch. Das war der erste Fehler in ihrem neuen Job. Ich denke, beide kommen über das Format von Provinzpolitiker nicht hinaus. Merkel hätte das Format, aber sie interessiert sich schon lange nicht mehr dafür die Dinge tatsächlich zu verbessern. Wenn sie denn je Ziele hatte.

Dorothee Sehrt-Irrek | Mi., 7. August 2019 - 13:32

Antwort auf von Robert Müller

das wage ich zu bezweifeln.
Ich würde meinen, dass sie vor allem will.
Was sie dann will ist abhängig davon, für was sie gewählt würde?
Die gesamte Merkelzeit hat für mich nie etwas mit Politik zu tun gehabt, eher mit Entertaining in der Politik und "Fabulieren", wenn es schlimm kam "Schwadronieren".
Wenn etwas geleistet wurde, dann von der CDU/CSU und den jeweiligen Koalitionspartnern, eigentlich auch mehr von der Opposition als von Merkel.
Deshalb freue ich mich über die grüne Offensive von Söder.
Geht Merkel jetzt auf 2030 runter?
Top, die Wette gilt, um eine Tafel Schokolade.
Sie will die erste sein und das optimalste je in der Situation sagen, aber ich bezweifle, dass sie einen Überblick über irgendetwas hat.
Ich vermute viel politische Pose bei ihr und die politische Intelligenz von eben Politikern beurteile ich schon auch danach, ob sie das evtl. erkennen.
Bislang schneiden Obama und Macron dabei ganz gut ab.
Genosse Gabriel liebt evtl. zu sehr die Geste?
POLITIK

nur sehr gefühlsbetont, denn sie sagte über Frau Merkel in einem Feature zu Lindner, wenn ich nicht irre, in etwa, Merkel kam wieder ohne Konzept, wie immer?
Merkel wartet, bis sich ein Konsens abzeichnet, sie gibt nie vor?
Das kann man jetzt wirklich nicht mehr mit der DDR entschuldigen.
Ich tippe auch da eher auf verdecktes Agieren, denn offen konnte man den Leuten in der DDR evtl. nicht sagen, wo der Hase hinzulaufen hatte.
Merkel erinnert mich an das Politikgebaren, das ich in der aktuellen Kamera sehr oft sah, Gauck teils auch, aber sonst fast kein einziger Ostpolitiker.
Das macht Hoffnung und Laune.
Herr Meyer, ich will Ihre Faschismusängste nicht kleinreden und es ist immer besser, sehr wachsam zu sein, aber die Leute im Osten wollen m.E. Politik, das kann doch noch keine Faschismus sein?

Liebe Frau Wallau,
wohl wahr und wieder meine Frage "Woher nehmen und nicht stehlen"?
Oder ein langes Ohngemach mit den" Quotenfrauen". Selbst diese ent-
steigen nicht wie Phoenix aus der Asche." Man holte mich aus dem Bett", ich
zitiere unsere wer oder was Bildungsministerin Anja Karliczek "und ich war
Bildungsministerin". Tja, so kann es gehen. "Manchen gibt´s der Herr im
Schlaf". Kramp versuchte sich mit der Kaviarzucht im Saarland. War wohl
nicht´s. Vieleicht kann sie uns, das Fußvolk, verteidigen? Wenn nicht, gibt es noch die Option Bundeskanzlerin. Und Schönling Maas, der ewige" Saarländische
Ministerpräsidentlooser"? Umarmt die Welt und Alle, ob sie es wollen oder nicht.

Oder sollten wir es doch lieber wieder einmal mit einer 70%igen Männerquote
versuchen? Wir kennen etliche pensionierte Beamte als Quereinsteiger. Sie denken:
"Was D I E können, können wir auch. Die Frauenquote orientiert sich mehr nach
Brüssel. Vielleicht ist dies für Deutschland sogar Glück.

Klaus Funke | Mo., 5. August 2019 - 12:05

Nicht ganz ernst: Warum dieses kleine Bundesland die größere Bundesrepublik mit überproportional allzu vielen Politikern "beglücken" darf, entzieht sich meiner Sachkenntnis. Sind sie sooo gut? Wir erinnern uns, an "große" Saarländer wie den Staatsratsvorsitzenden der DDR Erich Honecker oder an den "Napoleon von der Saar" Oskar Lafonaine. Diese beiden müssten doch eigentlich für lange Zeit genügen. Andere Bundesländer wären mal zur Gestellung "großer Posten" fällig: Vor allem die Ostländer wie Sachsen oder Brandenburg oder auch Thüringen. Ob es dann besser wird, ist freilich fraglich. Freilich, den jetzt "herrschenden" Saarländern haftet irgendetwas Provinzielles an, also müssen sie sich großartig in Szene setzen. Das taten auch Honecker und Lafontaine immer. Sie waren "Riesenpolitiker" wie Strauss über Möllemann sagte. Maas und AKK scheinen ihren Landsmännern i.d.P nachzueifern. Es ist der Napoleon-Effekt: Groß erscheinen, wenn man klein ist... Wo aber sind die Ergebnisse?

Heidemarie Heim | Mo., 5. August 2019 - 12:46

Mit der Meinung, die ich im Übrigen teile werter Herr Schwennicke, steht man aber mal wieder auf ziemlich einsamen Posten. Der Presseklub erörterte gestern genau dieses Thema und man war sich am Schluss darüber einig, das man wenn überhaupt, nur ein UNO-Einsatz mit entsprechendem Mandat in Frage käme was eine
deutsche wie europäische Beteiligung betrifft. U.a. weil man zwar in der Nato wäre, die Nato aber ein rein europäisches "Verteidigungsbündnis" wäre. Und unter der möglichen Ägide von Trump schon gleich dreimal nicht wegen Eskalation mit Iran etc., der wiederum Anstalten macht sich mit Russland zu verbünden usw. Angesichts solcher Gefahrenpotentiale und Szenarien,wen interessieren da noch ernstlich irgendwelche "Machtkämpfchen" zwischen Saarländern? Solche deutschen Lachnummern sollten unsere Verbündeten doch wirklich allmählich gewohnt sein!Schicken wir am besten die Gorch Fock als Geisterschiff in den Golf von Hormus zu Übungszwecken für die befreundeten Revolutionsgarden;)

Gisela Fimiani | Mo., 5. August 2019 - 13:12

Die Politik, sowie alle diese Unterstützenden, haben sich seit Langem von jeglichem rationalen Vernunftdenken verabschiedet. Deutschland ist usurpiert von denkschwachen, eitlen, feigen Phrasenproduzenten, die überzeugende politische Zielsetzungen durch die Moral der deutschen romantischen Horde ersetzt haben. Eine altmodische „Ehrfurcht“ vor dem Amt, die sich der Verantwortung für das vom Bürger gewährte Vertrauen bewusst ist, gingen im Staat der dilettantischen Parteisoldaten verloren. Es sollte nicht verwundern, wenn unsere „Eliten“ ihren Weg fortsetzen und für dieses Land und dessen Bürger weitere Entscheidungen von fataler Tragweite treffen werden. Ihre Überforderung ist inzwischen total, ihr, vermeintlich überlegener, moralischer Anspruch ebenfalls.

... so isses Frau Fimiani.
Wahrscheinlich weiß der deutsche Schlosser mehr über Strom als deutsche "polit"Verwalter über Verwaltung.
Nebenbei:
Nicht "Die" haben ersetzt oder usurpiert
Zu beidem hätte es Bewegung bedurft.
Nicht >Die< haben ......... "Es" hat...
Und damit sind wir am Kern
Es ist längst systemisch

@olbrich
Nehmen Sie bitte zur Kenntnis, dass die schlimmsten Vernichtungskriege der Menschheitsgeschichte von deutschen Boden ausgingen. Wenn überhaupt ein Militäreinsatz, dann mit völkerrechtlich verbindlichen Mandat. Die USA haben ihre „Verbündeten“ oft genug schamlos angelogen, z.B. Irakkrieg mit gefacten Luftbildern.
Blinde Gefolgschaft würde massivst auf D und Europa zurückfallen.

Ich kenne nur einen Vernichtungskrieg, der von deutschem Boden ausging.

Und irgendwann ist die Zeit vorbei, sich immer wieder hinter diesem Faktum zu verstecken, abzutauchen und andere den Karren aus dem Dreck ziehen zu lassen.

Zumindest, wenn man den Anspruch erhebt, Verantwortung in der Welt übernehmen zu wollen.
Aber wenn ich diese letzte Zeile schreibe und die politische Realität in D mir anschaue, den Zustand unserer Armee eingeschlossen (heute die Nachricht, dass aufgrund fehlender Flugstunden mangels flugtüchtigem Gerät die BW - Piloten ihre Lizenzen verlieren), dann weiß ich langsam nicht mehr, ob ich noch lachen oder schon weinen soll.
Das Duell der Weltpolitiker Maas und AKK interessiert die Welt soviel wie den Lagebericht des berühmten Sackes Reis in China.

Gisela Fimiani | Di., 6. August 2019 - 12:58

Antwort auf von Manfred Bühring

Ich nehme zunächst zur Kenntnis, dass Ihr Kommentar den meinen durch Unterstellung diskreditieren möchte. Zwischen „blindem Gehorsam“ (dessen Sie mich scheinbar bezichtigen) und rationaler Politik sind die “Grauschattierungen“ zahlreich. Ich halte das omnipotente Argument deutscher Kriegsschuld für wohlfeil. Auch aus dieser Schuld kann man unterschiedliche Lehren ziehen. Sie sollte aber nicht dazu dienen, durch Kriegsschuld eine überlegene Moral erworben zu haben. Diese Haltung kann auch dazu dienen, Verantwortung auf „höhere“ Institutionen zu übertragen, um sich ihr zu entledigen. Die Welt ist nicht so leicht in gut und böse zu unterteilen und die Moral ist kein geeignetes politisches Instrument.

Heiner Thiel | Mo., 5. August 2019 - 16:23

Da Deutschland ja "demnächst" zu 100% mit "Erneuerbaren" versorgt wird, braucht es ja auch kein Öl mehr, das durch die Straße von Hormuz transportiert wird! Also alles in Butter!!

Dorothee Sehrt-Irrek | Di., 6. August 2019 - 09:39

beiden Politiker*innen, so wie sie mir hier im Cicero öfter auffallen und auch dem Stil des Cicero entspricht.
Ob nun schwerwiegender Dissens oder unterschiedliche Ansichten eines Aussenministers und einer Verteidigungsministerin, die Strasse von Hormus fällt in beider Zuständigkeit und dem Bild nach zu urteilen befindet sich die Koalition mal wieder in einer Findungsphase.
Politics as usual aber evtl. mit offenem Ende.
Ich bin mittlerweile strikt gegen die "einreissenden" Auslandseinsätze der Bundeswehr und halte sie für das Ergebnis des Niedergangs von Politik.
Macron möchte ich das nicht vorwerfen, weil von ihm Politik sowohl entworfen, wie versucht wird, nach vorne zu bringen, aber die Franzosen hatten auch eine recht blutige Revolution, dann einen recht blutigen Napoleon, eine blutige Kolonialgeschichte?, jedenfalls setze ich stärker auf die EU, die mit Frau von der Leyen und ihrem Stab jetzt mir der sinnvollere Weg scheint als nationale Alleingänge der Mitgliedsstaaten der EU