- Weder gefangen noch frei
Die Nuklear-Diskussion um den Iran reißt nicht ab. Aber wie geht es der Jugend in dem Land? Keine Jobs trotz Hochschulabschluss, wirtschaftliche Misere und ein Leben unter Kontrolle von Sittenwächtern und der Familie: eine ganze Generation junger Iraner will dem entkommen
„Das geht doch nicht!“ Wütend schüttelt Shirin den Kopf. Ihr schwarzer Hidschab schwingt sachte von links nach rechts. Sie findet es grausam, dass die iranische Regierung ihre Generation zur Flucht zwingt. Im Café in der Teheraner Innenstadt duftet es nach Kaffee, Rosen und Smog. Die Studenten haben die Ärmel hochgekrempelt, etliche Hidschabs ruhen nur dezent auf den Schultern. Die Flucht, die Shirin so wütend macht, ist keine Flucht im klassischen Sinne, sondern Migration über den Bildungsweg.
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nicht, dass sie auf uns Europäer eher abschreckend wirken, denn als Iraner? Ich meine das Bild.
Gegen moderne gebildete Iraner in Deutschland habe ich nichts, sofern es die Zustimmung der Bevölkerung dazu gibt.
Ich habe auch nichts gegen Leute, die vor Erdogan fliehen, weil sie selbstbestimmt denken und leben wollen.
Die kamen evtl. weniger, als man zu einfachen Arbeiten nach Deutschland einlud?
Der Nachteil eines Umsturzes in der Türkei wäre evtl dagegen, dass wir von "Kopftüchern" geflutet werden.
Da ist mir das Hemd evtl. näher als die Jacke, wenn ich lieber mit ähnlich kultivierten Menschen hier in Deutschland zusammenlebe , aber dafür mit einer bedauerlicherweise orthodoxen/islamistischen Türkei als Nachbarn
Unterwerfung, egal in welcher Form ist nichts für Europa.
sondern um die Jugend z. Bsp. in Italien, Griechenland, Spanien, auf dem gesamten Balkan. Dieser Bericht könnte auch auf viele Länder in der EU und Europa passen. Ganz zu schweigen von der Jugend in den Ländern denen wir mit Bomben die "Demokratie" gebracht haben so wie Libyen, Afghanistan, Irak und neuerdings in Syrien also da wo wir kräftig beim Regime-Change mit gemischt haben.
