- Vierte Impfung bis auf weiteres verschoben
Da die Omikron-Variante mehreren Studien zufolge weit harmloser sein könnte als vorherige Covid-Varianten, hat das Gesundheitsministerium Pläne der Regierung für eine vierte Impfdosis vorerst gestoppt. Auch Experten warnen vor den Folgen zu vieler Impfungen. Mehr und mehr Bürgern sprechen sie damit aus dem Herzen.
Impfen oder nicht impfen? Darüber streiten nun Experten ausgerechnet in Israel, jenem Land, das sich vor einem Jahr an die Spitze der weltweiten Impfstatistik spritzte. Auch die dritte Dosis, den sogenannten Booster, hatte Israel als erstes Land der Welt eingeführt, nachdem einheimische Experten festgestellt hatten, dass die Schutzwirkung der ersten Dosen mit der Zeit sinkt. Da verwundert es nicht, dass auch die Debatte um eine vierte Dosis in Israel früher einsetzte als anderswo.
Doch der breite Konsens, der dort in Experten- und Regierungskreisen bei vergangenen Impfrunden herrschte, ist verflogen. Während manche Politiker und Mediziner die vierte Dosis so schnell wie möglich verimpfen wollen, darunter Ministerpräsident Naftali Bennett, mahnen andere zur Vorsicht. Die Folgen machen sich in der Öffentlichkeit bemerkbar: Anders als bei früheren Impfkampagnen, bei denen die Entscheidungsträger klare, einheitliche Ansagen machten, senden sie derzeit widersprüchliche Botschaften an eine Gesellschaft, in der sich ohnehin erste Anzeichen von Impfmüdigkeit breitmachen.