Afghanistan-Einsatz beendet - Mission gescheitert

Die letzten Bundeswehrsoldaten haben Afghanistan verlassen. Es wurde höchste Zeit. Nun gilt es, die Lehren aus diesem Desaster zu ziehen. Die wichtigste lautet: keine halben Sachen mehr.

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KSK-Soldaten sichern das Gelände nahe des Camps Marmal – und den Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan / dpa

Autoreninfo

Alexander Grau ist promovierter Philosoph und arbeitet als freier Kultur- und Wissenschaftsjournalist. Er veröffentlichte u.a. „Hypermoral. Die neue Lust an der Empörung“ und „Kulturpessimismus. Ein Plädoyer". Zuletzt erschien von ihm „Politischer Kitsch. Eine deutsche Spezialität“ bei Claudius.

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Alexander Grau

Es war ein Desaster mit Ansage: Afghanistan. Allerdings ein vermeidbares. Dass man daraus lernen wird, ist unwahrscheinlich. Denn was es in Afghanistan zu lernen gab, war keineswegs neu. Man konnte es in vielen anderen, ähnlich gelagerten Kriegen auch schon lernen. Aber nicht Militärs führen Kriege, sondern Politiker. Und die verstehen selten, dass Kriege eine eigene Logik haben.

Als in Reaktion auf den 11. September 2001 die Amerikaner beschlossen, in Afghanistan zu intervenieren und Jagd auf Osama Bin Laden und seine Al-Qaida-Kämpfer zu machen, war das eine verständliche und – anders als der Krieg im Irak – sowohl militärisch als auch politische vertretbare Intervention.

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Yvonne Stange | Mi, 30. Juni 2021 - 11:23

Afghanen weiterhin munter Deutsche in Deutschland wie letzthin in Munderkingen. Die Afghanen verteidigen halt ihre Freiheit und Weltanschauung in Deutschland - wohin sie ja eingeladen wurden. Ungerecht nur, daß die, die es trifft, nichts mit den politischen Entscheidungen zu tun haben.

...potentielle Messerstecher.

In diesem Forum gedeiht der Rassismus ganz unverblümt. Zum Fremdschämen.

Zum Thema: Mich würde mal interessieren, was Herr Grau für Vorstellungen hat, wie man es besser macht.
Wie würden denn die "ganzen" Sachen aussehen?

Sicherlich war es naiv, anzunehmen, man könne das Taliban-Regime beseitigen, und nebenbei in Afghanistan eine Demokratie nach westlichem Muster einführen, einschließlich grundlegender Frauenrechte oder auch dem Recht auf Schulbesuch, auch für Mädchen.

Bush wollte eine Revanche für 9/11, viel weiter gingen seine Planungen wohl auch nicht. Die Verbündeten unterstützten die Amerikaner, aber das war es auch schon.

Richtig interessiert an Afghanistan war niemand, bereit längerfristig Opfer zu bringen, schon gar nicht.

Und Ausdauer und Investitionen wären notwendig gewesen: Man erinnere sich an den schmachvollen Abzug der Sowjets. Die hatten irgendwann weder Geld noch Lust, noch dort zu bleiben.

Sie sollten sich die aktuelle Statistik anschauen. Die spricht mehr als Bände. Aber was solls.
Wo ist es "RASSIMUS" wenn ich auf ein allgemeines Messerproblem aufmerksam mache? Afghanistan war einmal sehr westlich, schauen Sie sich die Fotos aus den 70ern an! Frauen in kurzen Kleidern, unverschleiert! Sie waren berufstätig! Es geht also!!
Die USA haben die Taliban gefüttert, solange sie gegen die Russen gekämpft haben, da waren sie Verbündete. Nur, der scharfgemachte Kampfhund beißt dann auch die Hand, die ihn gefüttert hat. :-)

"In diesem Forum gedeiht der Rassismus ganz unverblümt. Zum Fremdschämen."

Mein lieber scholli Herr Lenz - das ist nun aber wirklich voll krass!
Was bewegt Sie solche Behauptungen aufzustellen?

Ihr Posting ist abgesehen von dieser (wohl üblichen) UNWUCHT eher OK.
Was sollen diese - ja: "Angriffe" auf andere User?

Von etlichen Usern ist die Meinung, der grundsätzliche Standpunkt bekannt;
auch von Ihnen u mir.
Jedoch werde ich niemals als finaler Inquisitor qua "Andersdenkender" auftreten.

Afghanistan?
Ich schrieb dazu vorhin etwas in einem anderen Artikel - kommt vielleicht noch ans Licht der ciceronischen Öffentlichkeit.
Wie gesagt, Ihre Ausführungen qua Afghanistan unterschreibe ich.
Aber ciceronischer RASSISMUS?

Noch ein amuse-gueule, extra für Sie!
Frau Dr. Alice Weidel (AfD?) erwähnte im BT "Kopftuchmädchen, Messermänner u andere Nichtsnutze".
BTPräs Dr. Schäuble lies sie weiter reden, rief sie nach ihrer Rede jedoch "zur Ordnung".
... das war auch richtig so!
=> Alles Gute!

Kai Hügle | Do, 1. Juli 2021 - 06:39

In reply to by Bernd Muhlack

Ich finde es befremdlich, dass Sie es "OK" finden, wenn jemandem anlässlich eines Artikels über den Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan nichts Besseres einfällt als verallgemeinernd über Afghanen zu schreiben, die "munter" Deutsche erstechen.
Hinzu kommt: Bei Frau Stange ist diese üble Rhetorik leider eher die Regel als die Ausnahme. So bezeichnete sie am 26. April dieses Jahres (um 14:38 Uhr) Polizisten, die gegen randalierende "Querdenker" vorgingen als "Büttel". Aufschlussreich auch das, was sie gestern über rechtsextremistische Umtriebe bei der Polizei geschrieben hat.
Im Zusammenhang mit Migration spricht Stange von "Krieg" bzw. "Überlebenskampf des deutschen Volkes" (21. August 2020, 10:43 Uhr).
Ich halte es für mehr als angebracht, solche Beiträge zu kritisieren. Mehr hat Herr Lenz nicht getan.

... demnächst Ihre Memoiren? Diese wunderbare Buchführung über Meinungsäußerungen anderer Menschen darf doch nicht verloren gehen! Gewöhnliche Ciceronen haben dazu weder die Zeit noch die Kraft noch die Mittel.

Der vom Westen verlorene Krieg in Afghanistan ist leider tatsächlich ein großes Trauerspiel, vor allem für die Afghanen. Man sieht - wie in Syrien -, was geschieht, wenn der Westen Hilfe verspricht. Der Part, den die Bundeswehr über weite Strecken gespielt hat, erinnert dabei mehr an eine Tragikomödie. Abgesehen von der Linken haben die staatstragenden Abgeordneten im Bundestag diesem Desaster jahrelang einfältig applaudiert.

Nun ja, so weiß die Welt wenigstens, was Länder und Regionen zu erwarten haben, die sich unter dem Beifall des Westens in Konflikte stürzen.

Na ja, wir importieren derweil weiter die verschiedenen Bürgerkriege aus aller Welt, und rüsten dazu erst einmal unsere Polizei ab. Dann wird der schwarze Block für Sicherheit sorgen.

Sonst, werter Herr Lenz schreibe ich ja eher gegen Sie, aber hier, bis auf den pauschalen Rassismusvorwurf an das Forum (da stimme ich absolut NICHT zu) bin ich tatsächlich bei Ihnen.

Die Situation bzgl. Afghanistan haben Sie zutreffend beschrieben.

Christa Wallau | Mi, 30. Juni 2021 - 11:40

zu suchen! Es gab keinen einzigen vernünftigen Grund für den deutschen Staat, sich in Afghanistan einzumischen.
Die Aussage des früheren Verteidigungsministers Struck "Unsere Freiheit wird auch am Hindukusch verteidigt" entbehrte jeder Grundlage; denn sonst würden wir ja jetzt - da die militärische "Mission" dort total gescheitert ist - in Unfreiheit leben.

Unsere Soldaten haben in Afghanistan sinnlos ihr Leben gelassen, sind verwundet und traumatisiert worden, und 12,5 Milliarden Euro an deutschem Steuerzahler-Geld wurden für einen Einsatz ausgegeben, der scheitern m u ß t e. Es ist nämlich noch keiner Macht jemals gelungen, in Afghanistan dauerhaft Fuß zu fassen u. das Land zu reformieren.

Wie sie leben wollen, können nur die Afghanen selbst entscheiden. Das ist ihr ureigenstes Recht u. ihre unbedingte Pflicht.
Wir Deutschen hatten in den vergangenen 20 Jahren wahrhaftig genug eigene Probleme, um die wir uns besser u. effektiver hätten kümmern müssen als um Afghanistan.

Die Mitforisten haben neben Ihnen viele wichtige Aspekte angesprochen, die seinerzeit, zum Zeitpunkt der Entscheidung, deutsche Soldaten dorthin zu schicken, sicher zwar vorgedacht, aber das wurde dem deutschen Wähler ja als eine Art "Pflicht zur Befreiung" verkauft.
Ich mag hier gerne auf den veröffentlichte Bericht von dem von mir sehr geschätzten Peter Scholl-Latour zum Thema Afghanistan hinweisen, der seinerzeit bereits 2014 veröffentlicht wurde.
https://www.welt.de/politik/deutschland/article126495424/Scholl-Latour-…
Heute kämpfen überlebende Soldaten und traumatisierte Polizeibeamte, die dort Wiederaufbauhilfe für die innere Sicherheit geleistet haben, bei Anschlägen verletzt wurden, vor dem BVerwG um Anerkennung ihrer Schäden und Verletzungen. In den Krieg schicken ja, sich um die deutschen Helfer kümmern? Nein. Aber jeden von dort aufnehmen, der sich vom Acker macht und nicht zurück schicken, der kein Anrecht nachweisen kann.

Dorothee Sehrt-Irrek | Mi, 30. Juni 2021 - 11:40

heisst das nicht, dass ich Ihre Texte nicht schätzen würde, Herr Grau.
Ich verreisse gerne auch meine eigenen Texte, wenn ich sie nach einiger Zeit über-schaue.
Zum Text: Was für ein dummer militärischer Satz "Keine halben Sachen machen"!
Und Sie, Herr Grau hätten das alles vorher gewusst und auf Anhieb in vollem Lauf das militärisch Richtige gemacht?
Das möchte ich einmal bezweifeln.
Ich habe vorher nicht gewußt, wie wohl islamistisch der Nahe Osten ist.
Das verheisst übrigens evtl. nichts Gutes für autochthone und archaische Gesellschaften in Afrika.
Erstaunlich hingegen der Modernisierungsschub vor allem ostasiatischer Länder, ohne Probleme auch die "westlich" - ich tippe als Laie auf Rückwanderung - besiedelten Gebiete Nordamerikas, Australiens.
Der Westen hat Afghanistan eine Verschnaufpause gegeben, es war schliesslich kein Angriffs- bzw. Kolonialkrieg, wie früher geschehen.
Es wurde nicht angenommen und liegt jetzt m.E. im " genuinen Spielfeld" der Türkei.
Make the best of it.

Nun Ja, wehrte Dame, das Beispiel des russischen Scheiterns kurz zuvor war bekannt, auch das Scheitern anderer Nationen früherer Zeiten.
Des Weiteren hat die Regierung einen riesigen Mitarbeiterstab, dem all diese Fakten sicherlich bekannt waren. Also eine Regierung sollte da schon vorausschauend handeln können.
Wenn nicht, kann ja jeder Hans Wurst das Regierungsamt übernehmen.

Dorothee Sehrt-Irrek | Do, 1. Juli 2021 - 07:55

In reply to by Tomas Poth

die Frage ist nur, wie weit man wirklich schauen kann.
Anders als die meisten Menschen auf dieser Erde, war ich nicht der Meinung, dass mit 9/11 ein POLITISCH ernstzunehmender militärischer Angriff auf die USA stattfand.
Soviel Selbstüberhebung habe ich keinem Muslimen zugetraut, ausser völlig "verdrehten".
Bin Laden passte in dieses Bild, aber auf wessen Veranlassung hin?
Kurz, es war klar, dass die Amis "einmarschieren" würden.
Nicht sicher war ich in Bezug auf die Bedeutung Bin Ladens in der Region.
Mir zeigte sich dessen relative Unwichtigkeit, im Gegenzug die derzeitige Bedeutung des "Islamismus".
Wenn man wie ich die Auswirkungen des internationalen Terrors als eminent bedrohlich für den Erhalt von weltweiter Sicherheit und Frieden einschätzte, dann war eine Zusammenarbeit mit den USA, die m.E. nicht einfach die "Nachfolger" der Russen in diesem Gebiet sein sollten, dennoch wichtig.
Dieser Terror hat eigene Gesetzlichkeiten, eigene Füher*, ich setze auf weltweite Abwehr.
Nu?

..werte Frau Sehrt Irrek.
Russland als bestes Beispiel kurz vorher.
Und jetzt ein paar Zitate eines absoluten Kenners aus 2009!
Peter Scholl Latour:
"das jeder zwölfjährige afghanische Junge ein „geborener Partisan“ sei."
"afghanische Armee ausbilden, sei „völlig illusorisch“. Zumal Letztere ....aus gesinnungslosen „Tagelöhnern“ bestehe"
"„Der Krieg in Afghanistan ist verloren – das sollten wir uns eingestehen“,
"Man müsse Afghanistan den Afghanen überlassen,"
Die Mehrheit der Deutschen teilt Umfragen zufolge seine Meinung: Sie hält den Einsatz für einen Fehlschlag.

Der Mann hatte Weitsicht.
Wer halb Kalkutta retten will, wird selbst zu Kalkutta.
Siehe unserer Asylprimborium.
Und die Grünen wollen noch mehr Kalkutta.
Noch Fragen?
Danke Herr Grau.

ich stimme Ihnen zu, auch den Aussagen des Herrn Scholl Latour stimme ich in vollem Umfang zu, er war einer der letzten wirklichen Intellektuellen dieses Landes, er redete nicht nur, sondern er wußte, worüber er redete, leider ist das heute selten geworden.

Ich gebe zudem zu bedenken, daß die These, wir würden dem islamistischen Terror durch „Aktionen“ wie die in Afghanistan, Einhalt gebieten nicht überzeugen. Tragen solche (völkerrechtswidrige) Eingriffe in souveräne Länder nicht eher dazu bei, daß islamistische Anschläge in westlichen Ländern zunehmen? Ich sehe hier sehr wohl einen Zusammenhang, wir maßen uns an, oder geben es zumindest vor, diesen Ländern „Demokratie“ bringen zu wollen. Was ist aber wenn diese Menschen unsere Einmischung ablehnen? Militärisch können sie sich gegen den übermächtigen Westen meist nicht wehren, somit greifen sie zum Terror! Der Umkehrschluß dieser These ist es, daß wir den Terror nicht hätten, wenn wir uns in diesen Ländern nicht einmischen würden.

Petra Horn | Mi, 30. Juni 2021 - 11:45

Wir Deutschen könnten mittlerweile froh sein, wenn die Regierung Deutschland beschützen an den Grenzen beschützen wollte, und das wäre vermutlich, wie Corona zeigt, auch noch möglich.
Deutschland am Hindukusch verteidigen?
Lächerlich!
Moralische Arroganz, Selbsttäuschung, Feigheit bestimmen die Politik.
Der Bundeswehr fehlt die Ausstattung, es fehlen qualifitzierte Soldaten in der notwendigen Anzahl, und am wichtigsten:
Es fehlt der Wille! Und was Einsätze am Hindukusch, im Irak, in Syrien, Mali usw. angeht, ist das auch gut so!

Hans Jürgen Wienroth | Mi, 30. Juni 2021 - 12:03

Man gewinnt keinen Krieg mit Menschlichkeit, dass muss jedem klar sein. Diese Art Kriege erzeugen nur unnötige Opfer und enden nie. Der Gegner hat Zeit, sich zu sammeln, die Bevölkerung des Landes stellt sich immer mehr auf die Seite der Bekämpften, die in der Regel „Landsleute“ sind. Daneben spielt auch Religion eine nicht zu verachtende Rolle.
Es ist gut für uns, dass das „Afghanistan-Abenteuer“ zu einem Ende gekommen ist. Dieses Land wird nie als Demokratie einen Frieden finden. Wer nicht kämpfen will, flüchtet aus dem Land und die anderen spielen Krieg und lassen sich das Ganze von der UNO finanzieren, um den Hunger in der Bevölkerung zu minimieren.
Es kann nicht sein, dass die Bevölkerung eines Landes vor dem Krieg im eigenen Land flieht und eine „Weltgemeinschaft“ Menschen in das Land entsendet, um diesen Krieg zu beenden. Das muss Aufgabe der Bewohner eines Landes bleiben.

Heidemarie Heim | Mi, 30. Juni 2021 - 12:07

Nicht nur eins geehrter Herr Dr. Grau! Nicht nur das die Bilanz eine verheerende ist, allein möchte ich mir nicht vorstellen wie es den Angehörigen der Opfer der Truppen und deren einheimischen zivilen Unterstützer sowie der sonst zahllosen Toten, an Leib und Seele verkrüppelten ergeht, die sich fragen weshalb bzw. für was ihre Lieben ihr Leben oder Gesundheit ließen. Und wieviel wir alle und sie von der eigenen Politik und Regierungen belogen und betrogen wurden was diese sinnlose Missionen a la Demokratie bildender Ansinnen betrifft, die man anfangs noch nicht mal "Krieg" nennen durfte. Währenddessen ein Land und mit Afrika auch ein Kontinent nach dem anderen von den Islamisten und korrupten Regimen dieser Welt destabilisiert werden! Und wir nichts besseres zu tun haben, als die Frösche deren Sumpf wir so sinnstiftend auszutrocknen versuchen auch noch mit den Waffen zu versorgen, mit denen sie ihre eigene Bevölkerung terrorisieren. "Houston we have a lot of fu..n problems!" MfG

Manfred Bühring | Mi, 30. Juni 2021 - 12:16

"In Mali könnte man gleich damit beginnen, die Konsequenzen aus dieser Einsicht zu ziehen." Und die Schlußfolgerung kann nur "raus aus Mali" heißen. "Die Stabilisierungsmission der Vereinten Nationen (MINUSMA) dient der Sicherung des Friedens" heisst es so schön auf der homepage der Bundeswehr. Das ist mit Verlaub naiv und lächerlich. Wir unterstützen nichts weiter, als Frankreich bei der Bewältigung der Spätfolgen der eigenen Kolonialpolitik zu unterstützen und den Zugang zu den Uran-Vorkommen für die französischen AWK's zu sichern. Alle anderen vorgeschobenen humanitär-moralisierenden Argumente sind Fake. Und der BT verlängert angesichts dieser Lage auch noch das Mandat - absurd und bezahlt mit der Gesundheit unserer Soldaten.

Tomas Poth | Mi, 30. Juni 2021 - 12:20

In mehrfacher Hinsicht.
Vorgeblich wurde ja unsere Freiheit am Hindukusch verteidigt, vom Ergebnis her gerät die Freiheit in unserem Land ob dieser fatalen Politik immer mehr in Bedrängnis. Man denke nur an die Auswirkungen der Massenmigration.
Wir werden in das Joch gestellt die anderen Kulturen hier bei uns durchzubringen, diese danken dann in Teilen mit Gewalt, Mord und Totschlag.
Es geht doch um unsere Werte! Nur diese Kreise bringen ihr eigenes Wertgerüst mit und versuchen das hier durchzusetzen, auf Kosten unserer Werte!
Verrückter geht es nicht. Unserem Gesellschaftssystem werden durch die Alt-Parteien Trojaner und Hacker anderer Kulturen implementiert. Das endet in Blockaden und Zerstörung unserer Gesellschaft.

Helmut Bachmann | Mi, 30. Juni 2021 - 12:26

war dies einigen klar. Denn vor 20 Jahren gab es noch einen Rest an gebildeten Politikern in D. Der desolate Einsatzplan war bekannt. Es wurde m.E. damals damit begonnen, die Bevölkerung massiv zu blenden und alles im Ungefähren zu lassen, es allen Seiten recht zu machen und seine Pfründe zu sichern. Ein Politikstil, der sich durchgesetzt hat und zu dem Niedergang Europas und des Westens seinen (großen) Anteil beisteuerte.

Romuald Veselic | Mi, 30. Juni 2021 - 13:04

komm ich nicht an dem Begriff vorbei: Gescheiterter Staat, mit einem bunten Gemisch aus Völker & Ethnien, die schon seit Zeiten Alexanders der Großen, sich gegenseitig an die Gurgel gehen, sowie ihre 1000-Jahrige Fehden dem gezüchteten Lokalkolorit entsprechen. Deshalb bin ich antibunt, solange es um Bräuche geht, die tief verankert sind aber ohne praktische Bedeutung bis zum absoluten Nachteil für anderes Brauchtum, wie Rock Konzerte, Tanzwettbewerb o. Karneval, sowie freie Liebe. 😎
Ich glaube, so lange es ein Teil der dortigen Männerpopulation ihre Männlichkeit/Dominanz durch Religion o. Traditionen als Machtvehikel betrachtet, wird es dort nie Frieden geben. Sie werden sich von ihren atavistischen, abergläubischen Überlieferungen niemals abhalten lassen. Es seid denn, sie hören auf zu existieren. Man kann eine Vernichtung- u. unterdruckende Glaubensideologie durch UNO Menschen Rechtcharta nicht besiegen. Die Inkonsequenz ist das westliche Markenzeichen. Gut zu sein, reicht nicht.

helmut armbruster | Do, 1. Juli 2021 - 07:58

diese Rolle hat die Bundeswehr gespielt.
Offiziell hieß es Deutschland wird am Hindukusch verteidigt, was man ohne langes Nachdenken als Unsinn erkennen konnte.
Die Rolle einer Hilfstruppe ist eine traurige. Denn es sind nicht eigentlich ihre Interessen, für welche sie in den Krieg zieht, sondern sie muss für fremde Interessen ihren Kopf hinhalten.
Genau das hat die Bundeswehr in Afghanistan gemacht. Warum?