Robert Klosko bastelte zusammen mit einem Kollegen in nur drei Tagen einen Prototyp / Dirk Bruniecki

Mythos Mittelstand - Bett vor dem Kopf

Ein Intensivbettenregister hilft deutschen Kliniken, alle Covid-Kranken zu versorgen. Der lebensrettende Lotse stammt von dem Grafikdesigner Robert Klosko aus München. Wie konnte das Register so schnell fertig werden?

Porträt Susanne Donner

Autoreninfo

Susanne Donner ist freie Journalistin und schreibt zu Themen aus Medizin, Gesellschaft und Ökonomie.

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Die Corona-Krise hat stille Helden hervorgebracht wie Robert Klosko – der Pionier des weltweit einzigartigen Intensivbettenregisters in Deutschland. Es zeigt Klinikärzten auf einen Klick an, welches Krankenhaus noch freie Intensivbetten oder Beatmungsgeräte hat. Die Idee für den rettenden Krankenhauslotsenservice kam zwar nicht von Klosko. Aber ohne den 49-Jährigen gäbe es diesen wohl nicht.

Eigentlich ist Klosko Grafikdesigner und betreibt mit seiner Frau in München eine Kommunikationsagentur. Bioculture heißt sie. Ihr Thema sind erneuerbare Energien. Das bayerische Biosiegel für Lebensmittel haben sie auch entworfen. Broschüren und Webseiten für nachhaltig agierende Organisationen kommen aus der Agentur. „Wir nehmen nicht jeden Auftrag, der uns lukrativ erscheint“, sagt Klosko zu ihrem Portfolio.

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Ernst-Günther Konrad | So., 31. Mai 2020 - 05:53

die findigen Köpfe, die schnell und unkompliziert "Pionierarbeit" leisten können und ein Problem schnell und effizient angehen. Bei einer Pandemie hat es kein Konkurrenzdenken zu geben, sondern da geht es nur um Lebensrettung. Also muss da für künftige Fälle eine klare Linie her. Warum wurde der Auftrag an eine US-Firma weiter gegeben und die Grundidee neu konfiguriert?
Warum wurde nicht die Idee und die Vermarktung eines solchen Systems hier in DE behalten und sofort und gleich auch finanziell unterstützt?
Jetzt sind wir wieder von einem Anbieter aus dem Ausland abhängig. Genau das werfe ich der Politik vor. Da machen sie mal was gut, haben schnell aus der Not geboren dieses System/Idee übernommen, war ja besser als gar nichts und dann?
Haben wir keine cleveren und guten IT-Spezialisten, die den beiden Herren Klosko und Menk hätten helfen können, das ganze System weiter auszubauen, zu verfeinern und sicher zu gestalten?
Da wäre mehr gegangen. Trotzdem Danke den beiden "Erfindern".

Hans Meiser | So., 31. Mai 2020 - 20:41

entsetzt / verwundert / enttäuscht, dass ein Land wie Deutschland so schlecht organisiert ist.
Nicht das es immer so war - deutsche Gründlichkeit und Registrier-Wut ist zwar sprichwörtlich ... aber leider lange her.
Eine Corona-App, eine genaue und in Echtzeit laufende Übersicht über Infizierte, Genesende, Tote usw. - alles Dinge, die ein ambitionierter Hoppy-Programmierer über‘s Wochenende hinbekommt.
Aber was passiert? Nichts!
Abwägen, ausschreiben, mit dem politischen Gegner streiten, Auf! Gar! Keinem! Fall! Verantwortung! Übernehmen! , Anderen die Schuld zuweisen usw. , usf.
Schade, dass sich die deutsche Politik nur um sich selbst dreht und die eigentliche Aufgabe zur lästigen Nebensache geworden ist.
Herr Klosko z.B., mit einer Gruppe Gleichgesinnter, würde uns sicher weiter bringen ...