Künstliche Intelligenz - Hilfe, Roboter nehmen uns die Jobs weg!

Roboter und Künstliche Intelligenz werden schon bald einen Großteil unserer Jobs vernichten, heißt es allerorten. Doch die düsteren Prognosen decken sich bisher kaum mit der Realität und weisen einige Denkfehler auf. Woher kommt die Technik-Feindschaft?

Einer der Roboter des Forschungsinstituts _Artificial Intelligence (AI)_ an der Universität in Bremen würzt am 08.03.2017 zubereitetes Popcorn mit Salz.
Roboter als Köche: Feldzug gegen unsere Arbeitsplätze? / picture alliance

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Constantin Wißmann leitet Cicero Online.

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Es gab eine Zeit, die Alten werden sich erinnern, in der der technische Fortschritt als Motor des Produktionswachstums gepriesen wurde. Politiker, Professoren, Wirtschaftsführer und Journalisten stritten auch damals viel, aber in einem waren sie sich bis in die frühen siebziger Jahre hinein weitgehend einig: Durch die Mechanisierung, die Automatisierung und andere Innovationen in der Produktion würden wir mehr Waren herstellen und mehr Dienstleistungen anbieten können, die dazu effizienter und besser sein würden. Dazu würden die Menschen höhere Löhne verdienen. Sicher, einige Jobs würden durch den technischen Fortschritt verloren gehen. Aber, wie Mr. Spock vom Raumschiff Enterprise dereinst konstatierte: „Das Wohl von Vielen wiegt schwerer als das Wohl von Wenigen oder eines Einzelnen“.

Der Feldzug der Roboter gegen unsere Arbeitsplätze

Dieser Technik-Optimismus aber ist lange verschwunden und momentan hat sich stattdessen eine regelrechte Technik-Feindschaft verbreitet. Roboter und Künstliche Intelligenz, so verkünden es zahlreiche Bücher, Thesenpapiere, Leitartikel und TED-Konferenzen, würden einen Großteil unserer Jobs vernichten und ein neues Lumpenproletariat erzeugen, das vor lauter Nichtstun soziale Unruhen auslösen wird. Klaus Schwab, Chef des Weltwirtschaftsforums prognostizierte schon für 2020 den Verlust von fünf Millionen Arbeitsplätzen weltweit. Der renommierte Volkswirtschaftler Paul Krugman setzte noch einen drauf, als er sagte, dass auch Hochqualifizierte ebenso wahrscheinlich wie Niedrigqualifizierte um ihren Arbeitsplatz fürchten müssen. Sogar Sexarbeiter bleiben vom Feldzug der Roboter gegen unsere Arbeitsplätze nicht verschont, fürchten andere. Ihnen zufolge müssten sich bald selbst die verführerischten Huren beim Arbeitsamt anmelden, weil sie gegen die digitalen Sexroboter keine Chance hätten. Die Endversion für Otto Normalarbeiter lautet so: Roboter werden bald Roboter beaufsichtigen, die andere Roboter herstellen. 

Gute Zahlen und erschreckende Prognosen

Allerdings haben die düsteren Prognosen einen entscheidenden Nachteil: Sie decken sich, zumindest bisher, nicht mit der Realität. Die Rechengeschwindigkeit von Computern hat sich bereits seit 1971, also ziemlich genau am Ende des Technikoptimismus‘, im Schnitt alle zwei Jahre verdoppelt. Seither sind aber weder in den USA, noch in Europa, noch in Deutschland die Arbeitsplätze verschwunden. In Deutschland liegt die Zahl der Beschäftigten sogar so hoch wie wie nie zuvor. Auch EU-weit ist der Anteil der Erwachsenen in Lohn und Arbeit nicht gefallen, sondern seit 2005 von 63 Prozent auf 67 Prozent gestiegen. Ähnlich gut sind die Zahlen in den USA. Woher kommt also das Schreckensszenario?

Die Prognosen stützen sich im Wesentlichen auf drei Studien. Carl Benedikt Frey und Michael A. Osborne, Forscher der Universität Oxford, warnen, dass in den kommenden 20 Jahren in den USA 47 Prozent aller Stellen wegfallen würden. Das McKinsey Global Institute geht davon aus, dass 45 Prozent der Stellen automatisiert werden könnten. Und die Beraterfirma PricewaterhouseCoopers (PWC) sagt schon für 2030 möglicherweise das Ende von 38 Prozent aller Jobs voraus.

Erschreckende Zahlen von renommierten Instituten, keine Frage. Doch wenn man sie sich genauer anschaut, löst sich viel davon in Luft auf. Das Oxford-Papier (übrigens nicht peer-reviewed) nahmen Experten vom Mannheimer Zentrum für europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) auseinander. In der Studie ging es vor allem vom Automatisierungspozenzial, schreiben die Mannheimer Forscher. Dies dürfe aber nicht mit möglichen Beschäftigungseffekten gleichgesetzt werden, da Maschinen Arbeitsplätze verändern können, ohne sie zu ersetzen. Die Beschäftigten könnten also die durch die Automatierung gewonnenen Freiräume nutzen, um andere, schwer automatisierbare Aufgaben auszuüben. Selbst wenn die Automatisierung unmittelbar zu Arbeitsplatzverlusten führen würde, entstünden durch den Wandel zugleich neue Arbeitsplätze, und zwar genau bei der Herstellung der neuen Technologien oder aber durch höhere Produktivität und höhere Gewinne der Unternehmen, die die Automatisierung eingeleitet haben. Zu ganz ähnlichen Schlüssen kommt die McKinsey-Studie trotz ihres alarmistischen Titels. Und die PWC-Studie basiert ihre Ergebnisse darauf, dass die Kosten für Roboter dramatisch sinken und ihre Effizienz gleichzeitig drastisch steigt. Diese Vorhersage ist, gelinde gesagt, unsicher. 

Die Denkfehler der Schwarzmaler

Außerdem weisen die Studien zwei Denkfehler auf. Beide scheinen ausgerechnet aus einer Distanz zu den Menschen zu stammen, um deren Arbeitsstelle sich die Forscher solche Sorgen machen. Zum einen unterschätzen sie die Komplexität von vermeintlich einfachen Tätigkeiten. Wie schwer kann es etwa schon sein, jeden Tag Kleidung zu falten? Nun, Roboter haben noch heute ihre Schwierigkeiten damit. Und zweitens gehen die meisten Angehörigen der Elite gern zur Arbeit, die für sie erfüllend und abwechslungsreich ist und zudem gut bezahlt. Aber für die meisten Menschen ist ihre Tätigkeit anstrengend, langweilig und oft sogar gefährlich. Die meisten würden wohl nichts dagegen haben, wenn diese Jobs von Maschinen übernommen würden und sie Zugang zu befriedigenderen Jobs haben. 

Was die Forscher aber komplett außer Acht lassen, sind die positiven Effekte der fortschreitenden Digitalisierung für den Konsumenten, und dazu gehören auch die niedrigqualifizierten Arbeiter. Insbesondere in der Medizin werden die Fortschritte dank automatisierter Prozesse enorm sein. Schon jetzt können neue Medikamente durch Computersimulationen getestet werden, was einen Bruchteil an Zeit und Ressourcen kostet. Pedro Domingos, Informatikprofessor an der Universität von Seattle, geht deshalb davon aus, dass „die Generation unserer Kinder Gesundheitsprobleme ansehen wird als etwas Schlimmes, das Menschen in einer barbarischen Vergangenheit bekamen“.

Natürlich ist auch das eine Vorhersage, und sobald diese die Zukunft betreffen, werden sie immer schwierig. Und natürlich wird es durch die Digitalisierung neben Gewinnern auch Verlierer geben. Aber ein bisschen Technik-Optimismus täte neben all den Horrorszenarien nicht schlecht. Denn so blöd sind die Menschen auch nicht. Bisher hat unsere Spezies immer Wege gefunden, die Welt an sich anzupassen, anstatt sich der Welt anpassen zu müssen. 

wolfgang spremberg | Mo, 1. Januar 2018 - 09:59

Schwarzmaler.....warum die Wertungen für Menschen die annehmen das, zumindest für einen Zwischenzeitraum, der Bedarf an menschlicher Arbeitskraft in vielen Bereichen abnehmen wird ?
Ich gehöre auch dazu. Natürlich bin ich deshalb nicht gegen Digitalisierung. Das wäre genauso doof als wenn unsere Vorfahren gegen Dampfmaschinen gewesen wären.
Wenn ich daran denke, das Unternehmen gigantische Summen in die Digitalisierung stecken, kann ich mir nicht vorstellen, das sie das mit dem Ziel machen mit vergleichbarem Personal, vergleichbare Mengen in vergleichbarer Zeit zu produzieren. Weniger Menschen werden also mehr produzieren. Ob die Zahl der Zahlungsfähigen /willigen Konsumenten mit dieser rasanten Entwicklung mithält und die Lücke ausgleicht wage ich zu bezweifeln. Also voran, an die Spitze des Fortschritts stellen und nicht noch, nicht benötigte Arbeitskräfte in den EU Arbeitsmarkt importieren.

Karin Zeitz | Mo, 1. Januar 2018 - 11:52

wird sich die Arbeitswelt durch den Einzug der Robotertechnik wandeln. Der Einzug der Industrie 4.0 ist eine ungeheuere technische Revolution, durch welche die Produktion in einem bisher nicht gekannten Maße effizienter wird. Es werden immer weniger Menschen benötigt, um die von der Gesellschaft benötigen Produkte herzustellen und der Bedarf an gering qualifizierten Arbeitskräften wird weiter sinken. Diese Tatsachen stehen konträr zu dem für die Zukunft vorhergesagt Mangel an Arbeitskräften.

Arno Gebauer, … | Mo, 1. Januar 2018 - 12:02

Moin,

Roboter zahlen nichts in die Sozialkassen ein.
Die Politiker wissen das und handeln nicht.
Die Schere zwischen arm und reich nimmt zu.
Eine solche Entwicklung ist eine soziale Bombe,
da die Politiker bereits große Sozialbereiche den Kirchen in Eigenregie überlassen haben, die aber vom Steuerzahler finanziert werden. Die Gewinner dieser Entwicklung sind die Unternehmer und die Kirchen, deren politische Einflußnahme deutlich steigen wird.
Die bezahlte Arbeit und auch die Vielfalt der bezahlten Arbeit geht uns durch die Roboter aus.
Nur zur Erinnerung: Unbezahlte Arbeit ist Sklaven-
arbeit! Die Folgen der ersten industriellen Revolution sind bekannt und führten zwangsläufig zu den Marx´schen Erkenntnissen.
Sicher ist, dass die Abhängigkeiten aller Bürger
zunehmen werden. Ob eine "neue Aufklärung"
kommt, die uns aus unserer selbstverschuldeten Unmündigkeit in eine selbstbestimmte Zukunft führt, ist sehr fraglich.

Gruß
Arno Gebauer

In einer weitgehend automatisierten Welt muss die Wertschöpfung neu definiert werden, und damit, wie sich die Gesellschaft gestaltet. Das bedingungslose Grundeinkommen ist in dieser Schönen Neuen Welt die einzige Möglichkeit, allen ein lebenswertes Leben zu ermöglichen.

Joachim Walter | Mo, 1. Januar 2018 - 23:12

In reply to by Winfried Sautter

... aber ohne Denkverbote.

Lieber Herr Sautter,

die Idee des bedingungslosen Grundeinkommens ist in diesem Zusammenhang grundsätzlich ein bedenkenswerter Ansatz. Betrachtet werden muß dies jedoch im gesellschaftlichen Gesamtzusammenhang.
Tatsächlich wird das nur in einem weitgehend abgeschlossenen System funktionieren, bzw, einem System bei dem Zu- UND Abwanderungsbewegungen streng kontrolliert werden.
Ansonsten haben Sie in kürzester Zeit eine Gesellschaft von ungelernten Einwanderern aus aller Welt, die erwarten von einer immer kleiner werdenden Zahl von hochausgebildeten "Leistungsträgern" versorgt zu werden, mit dem Effekt, das ebendiese "Leistungsträger", die überall auf der Welt willkommen geheißen werden, sich andere Länder zur Heimat suchen, in denen sie eben nicht so viele Lasten zu tragen haben.

Australien, Kanada, Neuseeland und viele andere nehmen unsere tatsächlichen Fachkräfte gerne auf.

Eine andere Form von Willkommenskultur eben.

Grüße J. Walter

helmut armbruster | Di, 2. Januar 2018 - 10:27

In reply to by Winfried Sautter

wir können heute noch nicht wissen wie viel Kaufkraft im bedingungslosen Grundeinkommen stecken wird, sollte es tatsächlich kommen.
Vielleicht reicht die Kaufkraft nicht aus um alle notwendigen Lebenshaltungskosten bestreiten zu können, denn ob das mit einem bedingungslosen Grundeinkommen möglich sein wird, hängt von vielen Faktoren ab.
Sollte es aber ausreichen um das Leben bestreiten zu können, was wäre denn dann erreicht?
24 Stunden am Tag nichts tun, faulenzen, fernsehen, online Unterhaltung u. -spiele?
Genügt das um den Tag auszufüllen?
Um einem menschlichen Leben einen minimalen Sinn zu geben?

Aber vor der Frage es Lebenssinns steht die pure materielle Existenzsicherung. Was tun, wenn für die Güterproduktion nur noch ein Teil der existierenden Menschen gebraucht wird? Wenn ein immer höherer Anteil der Wertschöpfung auf das Kapital statt auf menschliche Arbeitskraft entfällt? Müssen wir dann nicht zwangsläufig den Zusammenhang auflösen, dass nur essen darf, wer auch arbeitet? Ein Grundeinkommen in Höhe des soziokulturellen Existenzminimums - sanktionsfrei und mit der Möglichkeit des nur zur Hälfte anzurechnenden Hinzuverdienstes - dürfte der humanitäre Mindeststandard angesichts dieser Situation sein.

Wilhelm Maier | Mo, 1. Januar 2018 - 12:09

Und wenn man sich an die „Spinning Jenny“ mit 8 Spinnräder erinnert , die von Arbeiter zerstört worden sind weil sie um ihre Arbeitsplätze fürchteten, braucht man keine Angst in diesem Sinne haben.
Wie schon Jean-Jacques Rousseau treffend :
„Fortschritt in der Wissenschaft und Technik
verbessern nicht die Moral der Menschen.“
Aber trotzdem sollte für jeden wissenschaftlich Tätigen folgendes humanistische Ziel gelten:
Wissenschaft und Technik sollten genutzt werden für all das, was das Leben der Menschen bewahrt, verbessert, sicherer macht.
https://www.lernhelfer.de/schuelerlexikon/physik-abitur/artikel/verantw…
Ein gutes und erfolgreiches neues Jahr 2018!

Christoph Kuhlmann | Mo, 1. Januar 2018 - 12:15

Die Horrorszenarien im Zusammenhang mit der Technik sind einfach dem Wissenschatsbetrieb geschuldet. Erstens ist es sehr viel einfacher statistische Methoden auf relativ simple Modelle anzuwenden, als Millionen von Faktoren mit gegenläufigen Folgen zu berücksichtigen und zweitens werden solche Studien in den Medien gerne kolportiert. Seit der industriellen Revolution erleben wir eine dynamische Evolution der Gesellschaft, deren Komplexität ständig steigt. Man beachte allein die Vielzahl neuer Berufsbilder. Die Fähigkeit zur Informationsverarbeitung ermöglicht ein völlig neues Ausmaß an intelligenter Steuerung. Vom Verkehr über die Produktion bis hin zum Haushalt. Man erstellt eine Liste mit Lebensmitteln für den Kühlschrank und dieser bestellt selbstständig die Artikel, die zur Neige gehen. Diese werden dann per Drohne, die von der intelligenten Haustür erkannt wird, zum Kühlschrank gebracht, usw. Der Beruf des Haushaltselektronikers wird mit Sicherheit interessant.

Ist doch prima, wenn der Kurier keine schweren Pakete mehr schleppen oder Briefe austragen muss. Der Gabelstaplerfahrer keine Gabeln mehr stapelt und der LKW-Lenker keine LKWs mehr lenken muss. Alle werden jetzt Elektroniker und reparieren Kühlschränke, die falsch bestellen oder Drohnen, die abstürzen. Oder werden Programmierer oder Bürgermeister oder am besten bedingsloses-Grundeinkommen-Beziehende um die Füllung des Kühlschrankes auch bezahlen zu können.
Wie naiv!!!

André Oldenburg | Mo, 1. Januar 2018 - 12:21

Diese Angst ist nicht nur eine deutsche, sondern eine europäische Angst, wodurch wir immer mehr von anderen Regionen auf der Welt abgehängt werden. Wir haben uns mit einem Supersozialsystem abgesichert, wir haben die Umverteilung immer weiter getrieben, das ja keiner Hunger leiden muss und die Tafel für die meisten nur dazu da ist, um mehr Geld für Zigaretten, Alkohol und anderes zu haben, Lebensmittel dürfen nichts kosten. Wir haben Angst vor dem Leben und sehen nicht die Möglichkeiten, sondern nur die Risiken. Wir leben halb im Sozialismus (44% Staatsquote) und gehen daran zu grunde, weil wir jedes Risiko scheuen. Lieber kein Risiko eingehen, dann wird sich auch nichts verändern.
Leider gibt es zu viele Angela Merkel und zu wenig Gerhard Schröder in diesem Land.

Ralph lewenhardt | Mo, 1. Januar 2018 - 12:48

Roboter verlangen keinen Lohn. Also Lohneinsparungen definieren und versteuern und in Entwicklung und Qualifizierung neuer Beschäftigtenstrukturen stecken.

Guido Schilling | Mi, 3. Januar 2018 - 19:02

In reply to by Ralph lewenhardt

wird Ihnen was husten, wenn er die Roboterleistung versteuern soll. Dann fix ab ins Ausland. (Trump hat gerade die Unternehmenssteuern gesenkt) Der Mob in Europa wird sich gegenseitig massakrieren.

Markus Michaelis | Mo, 1. Januar 2018 - 13:24

Ich finde der Artikel denkt zu kurz. Er führt mehr allgemeine und qualitative Beobachtungen an, die nahelegen, dass man einen Stellenabbau nicht zu sicher voraussagen sollte. Stimmt - wenn es nur um diese Relativierung geht.

Ansonsten gibt es glaube ich allen Grund zum Nachdenken. Das machen wir sogar noch viel zu wenig angesichts der größe der Veränderungen, die wahrscheinlich kommen. Wichtig ist dabei nicht nur der Punkt, dass wahrscheinlich immer mehr Arbeiten besser von Maschinen ausgeführt werden, sondern, dass immer mehr qualifizierte Entscheidungen besser von Maschinen ausgeführt werden und der Mensch das nicht mehr nachvollziehen kann. Wenn etwa ein Big-Data-Datingcomputer die für mich passende Frau herausgefiltert hat, werde ich die dahinterliegenden multidimensionalen Korrelationen nicht mehr verstehen können. Ich werde nur in der Praxis sehen, dass ich mich besser daran halte, wenn ich eine gute Beziehung führen will. Ähnlich für Job, Firma, Invest etc.

André Oldenburg | Mo, 1. Januar 2018 - 15:03

In reply to by Markus Michaelis

Seit mind. 40 Jahren wird uns erzählt, das wir von Maschinen ersetzt werden und noch nie gab es soviele Beschäftigte wie Heute.
Big-Data? Das versuchen google, facebook und Co. den Firmen als zielsichere Werbemethode zu verkaufen, aber wer findet schon bei diiesen personalisierten Werbeanzeigen etwas, das er wirklich braucht. Es kommt doch meistens erst die Werbung für Produkte, wenn man sie schon gekauft hat.
Big-Data ist eine Werbebezeichnung ohne wirklichen Wert, denn die Unternehmen verschlucken sich an Big-Data, wenn nicht die Computer, dann die, die daraus Schlussfolgerungen ziehen sollen. Da kann die Rechenleistung noch so hoch sein.
Wir können vielleicht eine Fabrik ohne Menschen haben, aber sobald es aus diesem genormten Raum hinausgeht, dann ist es schon vorbei. Klar wird sich die Arbeit wandeln, ich habe früher noch Konten mit Buchhalternase ordentlich abgeschlossen, inzwischen gibt es kaum mal ein Blatt Papier auf dem Schreibtisch.

Winfried Sautter | Mo, 1. Januar 2018 - 14:14

Der seit den 1970ern die geistige Oberhoheit ergreifende Ökologismus im Westen ist verantwortlich für die Zukünftsängste, den Kulturpessimismus und die (gegen sich selbst gerichtete) Misanthrophie, die inzwischen unser gesellschaftliches Klima bestimmt. Als solche ist unsere Zeit ein dekadentes Spätstadium der westlichen Zivilisation. Die dem asiatischen Raum zugehörigen Völker und Staaten sind voller Zukunfts- und Fortschrittsoptimismus. Sie werden uns beerben, siehe Ian Morris, "Why the West Rules - For Now." (2010)

Lutz Schnelle | Mo, 1. Januar 2018 - 15:32

"Intelligenz" kommt aus dem Lateinischen und bedeutet: den Sinn des Ganzen erfassen und zwischen den Zeilen lesen und war eine genuin menschliche EIgenschaft.
Wer eine intelligente Waschmaschine sein eigen nennt, läuft Gefahr, selber den IQ einer Waschmaschine zu haben.
"Künstliche Intelligenz" ist eine Fehlbesetzung, schließlich stehen dahinter bloß Rechenoperationen, Ausschließungsverfahren und wenn .. dann- Schleifen.
Eine Höherentwicklung ist bei einer solchen "Intelligenz" unmöglich.
Intelligenz läßt sich nicht "messen", zumal der Roboter von Menschen programmiert wird und damit schon das Paradox entsteht, daß der Programmierer unmeßbar über den Propanden stehen müßte. Erfüllt der die Vorgabe des Programmierers nicht, ist er dann dümmer als jener?
Kriminologen bedürfen erhöhter Intelligenz, und deren Gehirne arbeiten anders als die eines Programmieres.

Wir befinden uns mitten drinnen in Schöner neuer Welt und beten die Technik an.

Könnten wir bitte wieder vernünftig werden?

Dimitri Gales | Mo, 1. Januar 2018 - 16:32

sagte in einem Interview, dass die Technik der neue Messias sei. Das kann sein, die Technik bringt mehr Konfort, Sicherheit etc. Die Frage die sich jetzt aber stellt: was macht man mit den Menschen, die heute in Sillicon Valley als "Surplus Humans" gelten, Arbeitnehmer, die man nicht mehr braucht und wohl nie mehr brauchen wird. Deren Zahl wächst und hat zum Teil Trump an die Macht gebracht. Also, kann jemand sagen, was mit dem Heer von Arbeitslosen oder prekär Beschäftigten, deren "Lohn" nicht zum Leben reicht, passieren soll?

wolfgang spremberg | Mo, 1. Januar 2018 - 17:05

hat sich ein selbst lernender Computer das hochkomplexe Strategiespiel Go beigebracht und ist jetzt in der Lage den besten Go Spieler der Welt zu schlagen. Und er wird immer besser.....der selbst lernende.....
Selbst lernende könnten auch perfekt recherchierte, brilliant formulierte, medizinische, juristische, technische etc. Gutachten erstellen....
Oder innerhalb von wenigen Minuten, das weltweite Netz nach interessanten, vielgelesenen Artikeln durchforsten, diese einem super Faktencheck unterziehen, sie ins deutsche übertragen und perfekt formuliert für den CICERO ins Netz stellen....das ganze rund um die Uhr, ohne Urlaub, Ausfallzeiten, ohne Gehalt....nur die Anschaffungskosten....hat der CICERO Redakteure die das auch so können ?
So könnte sie aussehen, die Zukunft des Journalismus....zumindest in weiten teilen.

Lutz Schnelle | Di, 2. Januar 2018 - 12:17

In reply to by wolfgang spremberg

Fußballberichte werden schon weitläufig von Robotern geschrieben.

Das Internet ist ein Nährboden für Mythen, zu denen auch die KI zählt. Jeder ist in der Lage, die Struktur der Maschine zu durchschauen, schließlich ist sie auf menschlichem Mist gewachsen. Der Roboter ist nur ein hochkomplexer Flaschenzug.
Als Programmierer hatte ich mich eines Tages mit einem Programm versehentlich wegrationalisiert. Da haben ich den Job an den Nagel gehängt.

Kampf-Roboter sind ausgestattet mit Wärme-Sensoren. Melden die Daten einer Person im Gebüsch, ballert er in die Richtung. Ist das Intellgenz? KI ist eine Bedrohung und Einschränkung des menschl. Wesens - Überwachung, Spionage, Automatisierung. Ein Magazin wie Cicero sollte sich mit den wuchernden Mythen befassen und sie vom Kopf auf die Füßen stellen.

Wolfgang Hoffmann | Mo, 1. Januar 2018 - 17:50

Tierversuche können auch heute nur soweit in Zellkulturen oder "Modellen" nachgestellt oder gar ersetzt werden, als man die möglichen Reaktionsmuster kennt.
Verliesse man sich fahrlässiger Weise nur auf diese oder gar nur auf Computer-Simulationen, wie im Artikel suggeriert, nimmt man in Kauf, unbekante Toxizitäten zwangsläufig zu übersehen.
Aus diesem Postulat spricht daher die ungebremste Hybris eines fachfremden Theoretikers, der glaubt, wir verstünden die biologischen Abläufe im menschlichen und tierischen Körper vollständig. Davon kann jedoch keinesfalls ausgegangen werden.

Guido Proll | Mo, 1. Januar 2018 - 17:57

"Arbeit, die für sie erfüllend und abwechslungsreich ist und zudem gut bezahlt."

Darauf hoffen sicher die Einserabiturienten, die einen der begehrten Studienplätze für Medizin ergattern. Es läßt sich aber absehen, daß ihre Arbeit in zwei bis drei Jahrzehnten so "erfüllend und gut bezahlt" sein könnte wie heute die der "Picker" im Amazon-Versandlager.

Die Maschinen der Arztpraxis der Zukunft werden für den Patienten schon eine erstklassige vorläufige Diagnose erstellt haben bevor der "Arzt" der Zukunft ihn überhaupt gesehen hat.

Dem "Arzt" wird jeder Handlungsschritt von Maschinen vorgegeben. Diagnostik oder Behandlungsplan fallen nicht in sein Ressort. Feinmotorik nach Vorgabe der Maschine ist was dem Menschen bleibt. Ob "Picker" oder "Arzt", das Grundkonzept wird sich gleichen.

Davon abzuweichen kann sich der "Arzt" der Zukunft schon der Haftung wegen nicht leisten.

Diagnostizieren, Überwachen, Planen und Entscheiden: Erfüllend, gut bezahlt, aber bald nicht mehr Menschensache.

Bernhard Jasper | Mo, 1. Januar 2018 - 18:16

Wissenschaft und Technik wurden zu kulturellen Vorreitern einer Beschleunigung und Verselbständigung von Entwicklungen, die sich auch gegen die Menschen selbst wenden kann. Eine andere Kritik ist die Entwertung des Individuums in der industriegeschichtlichen Moderne, in der der Mensch nur noch als statistische Größe und zur Massenmobilisierung vorkommt, denn Innovationen in Industrie, Wissenschaft und Technik kommen ohne religiöse oder humanistische Begründungen aus. Die Frage stellt sich von daher immer wieder neu, ist es ein menschlicher Zugewinn, eine sachlich zwingende Entwicklung. Müssen wir für die neuen Werkzeuge und Instrumente einen (gesellschaftlichen) Preis zahlen?

Dave VS HAL (German) aus dem Filmklassiker von Stanley Kubrick “2001: Odyssee im Weltraum”

https://youtu.be/h-9yEQYwFX8

Bernhard Jasper | Mo, 1. Januar 2018 - 18:20

Ist die „Künstliche Intelligenz“ der Antrieb der Selbstbefreiung des Menschen durch den Menschen ?

Die Kognition beim Menschen ist ein Vorgang des ganzen Menschen, in dem sensorische, neuronale, motorische und emotionale Aktivitäten und Prozesse integriert sind sowie soziale und kulturelle Voraussetzungen, die beim Menschen fest einprogrammiert sind. Das alles zusammen ist hyperkomplex und ist wahrscheinlich niemals reproduzierbar.

Jedoch, „einfache“ Prozesse werden Roboter natürlich in Zukunft besser machen können- in Tag- und Nachtschichten. 365 Tage im Jahr. Und der Begriff „On-Demand“, frei übersetzt „auf Abruf“, wird im Wirtschaftsleben weiter an Bedeutung gewinnen. Produkte oder Dienstleistungen werden erst nach der Bestellung des Kunden zeitnah und auf dessen Anforderungen hin produziert- „Just in Time“ und ohne kostspielige Lagerhaltung.

2001: A Space Odyssey Theme • Also Sprach Zarathustra • Richard Strauss

https://youtu.be/vWF1glZWQa8

Heinrich Niklaus | Mo, 1. Januar 2018 - 19:17

Herr Wißmann, die „Technikfeindlichkeit“ hat eine Farbe: GRÜN! Leider berichten Sie nicht darüber.

Claudia Westphal | Di, 2. Januar 2018 - 10:23

Wovon reden wir? Was fällt u.a. weg.

Briefträger - Post wird durch Drohnen und selbstfahrende Autos geliefert
Busfahrer - Busse fahren selbst. Gleiches gilt für LKWs
Taxifahrer - Auch Taxen fahren selbst. Wurde gerade in Boston eingeführt.
Ärzte - Basisuntersuchungen via Armband und Direktschaltung zum klinischen Zentrum
Rechtsanwälte - Rechtliche Expertisen erfolgen durch entsprechende Programme.
Verkäufer-innen - Walmart testet gerade den Supermarkt ohne Personal - auch die Regale werden durch Roboter aufgefüllt.
Reiseverkehr - Die Kunden machen bereits jetzt größtenteils alles selbst - von der Buchung bis zum checkin und dem baggage drop-off.
Pflege - Japan arbeitet mit Pflegerobotern
Nicht zu vergessen die Produktion. Selbst die Überwachung von Produktion kann durch Roboter erfolgen.

Es werden auch Berufe geschaffen, keine Frage. Der Sinn der ganzen Übung sind aber Effizienz und Kosteneinsparung.

Was nützen aber die Produkte, wenn keiner sie kaufen kann?

Claudia Westphal | Di, 2. Januar 2018 - 10:25

Marketing soll auch automatisiert werden, habe ich kürzlich gelesen. Und viele andere Bereiche werden folgen, die nicht aufgelistet sind.

Das Problem ist nicht der technische Fortschritt an sich. Das Problem ist, dass es alle gleichzeitig machen und jeder darauf hofft, dass der andere das irgendwie auffangen wird.

Steffen Zollondz | Di, 2. Januar 2018 - 10:32

Ich habe von Wolf Biermann noch nie viel gehalten, im Gegenteil.
Ich empfand ihn immer als Wichtigtuer und Schwätzer.
Die Äußerungen, auf die Frau Barbe hier reagiert, passen genau zu diesem Eindruck. Seine Lieder kenne ich im Übrigen überhaupt nicht. Ich speise meine Meinung aus seinen öffentlichen Äußerungen und Interviews abseits seiner Kunst(?).

Sei es drum. Der Kommentar von Frau Barbe ist großartig.

Als ich diesen Kommentar nun ein weiteres Mal las, musste ich sofort an die Seiten 106 bis 110 in der Cicero-Ausgabe vom Dezember 2017 denken.

"Schaut nur hin auf diese Menschen" von Monika Maron.

Der Artikel behandelt auch die Sichtweise der Ostdeutschen auf die deutsche Innenpolitik der letzten Jahre und ist nach meinem Dafürhalten in jedem Gedanken ein Volltreffer.

Wer den Artikel bisher noch nicht gelesen hat, sollte das unbedingt nachholen. Aus meiner Sicht mit(!) das Beste, was der Cicero im Jahr 2017 abgedruckt hat.

Achim Scharelmann | Di, 2. Januar 2018 - 18:35

Die Robotik hat Vor- und Nachteile. Sie werden viele menschliche Arbeiten übernehmen, denn die Forschung ist heute schon sehr weit vorangeschritten, das einzige Manko ist noch die Energiezufuhr, ähnlich wie bei E-Auto, aber von der Intelligenz her sind schon viele Arbeiten auszuführen, wenn sie an Kabel angeschlossen sind. Bei weiterer Forschung werden die meisten Menschen in hundert Jahren für sich arbeiten lassen und der Roboter wird die Steuerlasten übernehmen und die Menschheit frönt dem Müsiggang, bis sich dann in 300 Jahren der Roboter erhebt und eine Revolution anzettelt und gar die Menschheit vernichtet. Das sind keine Spinnereien, man muß sich nur mal die Entwicklung von heute ansehen und logisch denken können, dann sind 300 Jahre noch großzügig bemessen, es könnte auch schon früher sein. Im Prinzip kann künstliche Intelligenz durchaus nützlich sein, wenn man dafür sorgt, daß diese sich nicht verselbstständigen kann, wobei das Leben auf der Erde auch nicht verhindert wurde.

Willi Beckert | Mi, 3. Januar 2018 - 09:46

Beschäftigen wir uns mal mit der Elektro-Mobilität. Die heutigen Motoren sind sehr komplex. Eine ganze Reihe von Firmen liefern Teile, die dann zu einem Motor zusammengebaut werden. Zum Motor werden noch Anlasser, Benzinpumpen, Lichtmaschinen usw benötigt. Werkstätten reparieren diese Motoren. Viele Menschen verdienen damit ihren Lebensunterhalt. Bei Elektro- Motoren fallen alle diese Arbeitsplätze weg. Es kommen einfache Elektro-Motoren zum Einsatz, die dann nicht im teuren Deutschland gebaut, sondern aus China importiert werden. Es entsteht bei uns ein Heer von Arbeitslosen. Gleichzeitig lassen wir jede Menge Menschen aus allen Ländern mit und ohne Papiere bei uns einreisen, die im Augenblick über die Sozialversicherung alimentiert werden. Darüber machen sich unsere gut bezahlten Politiker keine Gedanken. Ich befürchte, dass wir aufgrund einer steigenden Zahl von arbeitslosen Menschen in einigen Jahren erhebliche Unruhen in unserem Lande haben werden

Schulz, Irmgard | Mi, 3. Januar 2018 - 13:19

die mit atemberaubender Geschwindigkeit fortschreitende Entwicklung in Technik und Biochemie sowie den Katalysator Dataismus als neue "Weltreligion" zu unterschätzen. Die Konsequenzen für unsere bereits hochtechnisierte Welt könnten verheerende Folgen haben, wenn sich bereits ankündigende Entwicklungen - übrigens auch in den oberen Etagen des Managements (Finanzsystem) - nicht rechtzeitig in die richtigen Bahnen gelenkt werden. Dies zu begreifen u. umzusetzen ist vor allem unsere politische Klasse und das unterstützende Wahlvolk in der Mehrheit nicht in der Lage. Man stelle sich einmal die Frage, wie unere doch so liberal-humane Gesellschaft im Hinblick auf den Arbeitsmarkt angesichts eines immer größer werdenden ökonomisch nutzlosen, überflüssigen Bevölkerungsanteils reagieren wird.
Wir stehen vor enormen gesellschaftlichen Umwälzungen, die, sinnvoll delegiert, vielleicht einen großen Schritt vorwärts in der Entwicklung des Homo Sapiens bedeuten könnte.

Anna Müller | Do, 11. Januar 2018 - 16:02

Ein wichtiger Punkt des Artikels ist, dass vor allem Tätigkeiten übernommen werden sollen die Menschen nicht gern tun. Menschen sollten dann nicht zuhause sitzen sondern sich vor allem auf zwischenmenschliche Arbeit und humanitäre Tätigkeiten besinnen. Wenn ein Roboter die Patienten wäscht und das Bett neu bezieht hat die Pflegerin mehr Zeit mit dem Patienten zu sprechen. Wenn ein Roboter das Spielzimmer aufräumt und das Bad reinigt kann die Kindergärtnerin sich mehr auf die Kinder konzentrieren. Davon profitieren alle. Der Betreute hat jemand der sich Zeit für ihn nimmt, der Betreuende hat eine sinnvolle Tätigkeit, der Unternehmer hat nicht mehr kosten da die Roboter kein Gehalt wollen, nie krank sind und die (mühselige) Arbeit schneller erledigen.

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