Adventszeit - Besinnt Euch!

Kolumne: Schöne Aussicht. In der Adventszeit geht es um den Abschluss mit dem Alten und den Aufbruch ins Neue. Das erfordert die Bereitschaft, eigene Gewissheiten zu hinterfragen, und den Mut, zu neuen Ufern aufzubrechen. Immerhin: Der geistige Hausputz hat einen schönen Nebeneffekt

Adventskranz mit vier Kerzen in der St. Petri Kirche in Magdeburg
Weihnachten ist die Zeit, um in Ruhe nachzudenken, über die Welt, über sich selbst und über die Zukunft / picture alliance

Autoreninfo

Matthias Heitmann ist Autor des Buches „Zeitgeisterjagd. Auf Safari durch das Dickicht des modernen politischen Denkens“ (2015) sowie des E-Books „Zeitgeisterjagd SPEZIAL: Essays gegen enges Denken“ (2017). Seit Frühjahr 2018 steht Heitmann zudem mit seinem ersten Soloprogramm „Karla-Ingeborg auf Zeitgeisterjagd“, nur begleitet von einer KI, auf der Bühne. Infos unter www.zeitgeisterjagd.de.

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Matthias Heitmann

Die Weihnachtszeit wird gerne als die Zeit der Besinnlichkeit beschrieben. Das sagt sich so leicht, auch weil es so schön klingt. In Wirklichkeit ist diese Jahreszeit jedoch für viele eher eine Zeit der Besinnungslosigkeit, in der schon die bloße Ankündigung, der Einzelhandel könne es wagen, die Ladentüren bereits drei Stunden, bevor das Christkind kommt, zu schließen, so manche heiligabendliche Krise auslöst. Vielen Menschen, die keine tiefe Verbundenheit zum christlichen Glauben spüren, wird die Hektik des ausklingenden Altjahres zu einer Zeit der Sinnlosigkeit, in der sie noch weniger zur Ruhe kommen als sonst. Dabei geht es bei der „Besinnlichkeit“ eigentlich tatsächlich um das Sinnige und Geistige: Sie wird in Wörterbüchern erklärt als „stimmungsvolle Zeit, in der Menschen zum Nachdenken und Innehalten kommen“.

Nun ist es nicht so, als gäbe es keine Gründe, um nicht zumindest einmal im Jahr gründlich und auch grundsätzlich über ein paar Dinge, Überzeugungen und Standpunkte, Pläne und Ziele nachzudenken, wenn möglich sogar über die eigenen. Innere Einkehr halten, geistige Inventur und möglicherweise sogar ein Hausputz im Oberstübchen – wann, wenn nicht jetzt?

Besinnlichkeit kommt von Sinn

Gerade in unserer Zeit, in der man schnell Gefahr läuft, zum „Messie“ im Geiste zu werden, wenn man sich nicht von altem Denken trennen kann, nicht einmal von widerlegten Wahrheiten. Und dennoch ist eine so verstandene Besinnlichkeit, die mehr mit Besinnung und Geist als mit Sinnlichkeit und Geistlichkeit zu tun hat, keine weitverbreitete Übung. Nicht, dass dies anderswo unbedingt anders wäre, jedoch deuten englische Begriffe für „Besinnlichkeit“, nämlich „contemplation“, „thoughtfulness“ oder „reflectiveness“, zumindest stärker auf den die Ratio mit einschließenden Ursprung des Begriffes hin.

Woran liegt es, dass wir so selten in unserem Denken ausmisten? Womöglich ist die Verbundenheit zu alten Wahrheiten gerade in Zeiten großer Umbrüche noch stärker, um nicht zu sagen, noch manischer ausgeprägt als ohnehin. Vielleicht suchen wir nach Bestätigungen dafür, dass eben nicht alles vom flatterhaften Zeitgeist verweht wird, dass es Glaubenssätze gibt, die Bestand haben. Diese Art der Bestandssicherung gewinnt dann eine zusätzliche Bedeutung, fernab vom eigentlichen Inhalt des Bewahrten: Sie hilft, das eigene Selbstbild und die Selbstverortung in der turbulenten Welt zu schützen und zu stärken.

So werden das Festhalten an und das aktive Verteidigen längst widerlegten Wissens und offensichtlicher Widersprüche zu einer Frage des eigenen Charakters, ja des Überlebens. Das erklärt auch, warum Werte wie „Toleranz“ oder „Vielfalt“ von einigen als persönliche Bedrohung wahrgenommen und damit falsch verstanden werden. Die eigene persönliche Identität steht hoch im Kurs, und im Gegensatz zum dynamischen Wissen gelten Identitäten vor allen Dingen dann etwas, wenn sie dazu geeignet sind, die Wogen des Neuen an sich abprallen zu lassen. Das Infragestellen eigener Grundüberzeugungen und die kritische Selbstreflexion sind einfach nicht Teile der gelernten Identitätsbildung.

Jenseits von Gedenken und Bedenken

Hinzu kommt, dass Denken in grundsätzlichen Kategorien bei uns entweder auf die Vergangenheit gerichtet ist oder aber die Zukunft als etwas ins Visier nimmt, das mit Vorsicht zu behandeln ist. Zu den am stärksten verbreiteten Denkformen gehören daher einerseits das Gedenken – gemeint ist das Sich-bewusst-machen geschichtlicher Ereignisse und das Ableiten von Lehren hieraus – und andererseits das Bedenken, in dem auf Basis des eigenen Erfahrungsschatzes zukünftige Risiken und Nebenwirkungen des eigenen Handelns fokussiert werden.

Diesen beiden Denkformen sind zwei Aspekte gemein: Sie sind im Wortsinn konservativ, und sie machen nicht fröhlich. Sie tragen dazu bei, dass das Denken insgesamt wie eine alles andere als erleichternde und leichtfüßige Tätigkeit erscheint. Dieses so interpretierte Denken macht nicht frei, sondern schwermütig, und wer ein Problem mit Schwermut hat, der findet auch schwer Mut.

Die Geduld schwindet

Vielleicht macht es Sinn, sich auf die Besinnung und die Sinnsuche als klassische Dimension der Besinnlichkeit neu zu besinnen und sie mit neuem Leben zu füllen. Denn gerade in Umbruchzeiten ist das Aufbrechen zu neuen Ufern und das Aufbrechen alter gedanklicher Verknöcherungen keine theoretische Übung im stillen Kämmerlein, sondern passiert ohnehin: Alte Gewissheiten verlieren an Relevanz, alte Zusammenhänge lockern sich, alte Überzeugungen erscheinen plötzlich in einem anderen Licht und Widersprüche treten offener zutage.

Gleichzeitig ist festzustellen, dass die Geduld schwindet, sich mit eben diesen Widersprüchen und offensichtlichen Ungereimtheiten, aber auch mit vorgegebenen engen Denkschablonen und Gedankengängen abzufinden. Gerade in den vergangenen zwei Jahren sind diese Unruhe und Ungeduld in den westlichen Gesellschaften deutlich zu spüren gewesen; gelegentlich entladen sie sich in Unmutsäußerungen auf den Straßen oder in den Wahllokalen, beinahe immer aber in den eigenen Köpfen, in die hineinzuschauen der Politik zunehmend schwerer fällt.

Denken macht frei, wenn man es selbst tut

Man spürt eine gewisse unterirdische Protesthaltung, ein dumpfes Grollen, einen tiefsitzenden und stärker werdenden Unmut mit den öffentlich präsentierten Wahrheiten und Möglichkeiten. Gelegentlich gelangen diese Gefühlswallungen an die Oberfläche und fegen entweder sicher geglaubte Kandidaturen oder gar ganze Parteisysteme hinweg. Gleichzeitig aber fehlt häufig eine genaue Vorstellung davon, wie Dinge denn anders zu machen oder aber anders zu denken sein könnten. Anders denken wäre wichtig, entsteht aber nicht einfach dadurch, dass gegenwärtiges Denken abgelehnt wird.

Es braucht neue Ansätze, ansonsten bleiben nur alte Denkweisen oder die grundsätzliche Abkehr vom Denken als Alternativen. Die Entwicklung der politischen Kultur in Deutschland zeigt, wie notwendig mutige neue Denkansätze wären. Diese aber ausgerechnet von „denen da oben“ zu erwarten, zeigt, wie groß das Problem wirklich ist. Erwarten hat immer etwas mit Warten zu tun. Aber warum sollte darauf gewartet werden, dass diejenigen, von denen ohnehin wenig erwartet wird, ein neues Denken vorantreiben? In einer Demokratie geht im Idealfall nicht nur die Macht von den Menschen aus, sondern auch das Denken. Hinzukommt: Denken macht nur dann frei, wenn man es selbst tut.

Auf Grundlage einer solchen, optimistischeren Sichtweise wird der Hausputz im eigenen Denken zu einer ganz anderen und viel interessanteren Tätigkeit. Interessanter, weil es schnell auch mal ans Eingemachte geht. Wir leben in einem Universum gedanklicher Widersprüche, die aufzulösen oder überhaupt erst einmal zu orten auch schmerzhaft sein kann. Es ist genau diese Auseinandersetzung mit dem modernen Denken, die ich die „Jagd auf den Zeitgeist“ nenne. Für diese Anstrengung braucht es Gründe, und zwar solche, die mit einem selbst zu tun haben, und mit der Zukunft, und am besten noch mit der Frage, wie man selbst auf die Zukunft Einfluss nehmen kann. Denken kann frei machen, wenn es sich über Denk- und Frageverbote hinwegsetzt, wenn man die ausgetretenen Pfade des gängigen Denkens verlässt und Gedankenexperimente zulässt.

Querdenken und Schräghandeln

Die Welt ist voller Fragen, die zu stellen schon ausreicht, um das eigene Nachdenken in Gang zu setzen. Nicht umsonst sind wir homo sapiens sapiens, also besonders verstehende, besonders verständige und auch besonders kluge Menschen. Natürlich sind wir alle verschieden, und auch unterschiedlich verständig und klug. Aber das Potenzial haben wir alle. Es steckt in unserer Fähigkeit zu denken. Der Kabarettist Vince Ebert hat den Satz „Denken lohnt sich“ geprägt und meinte damit gerade auch das Querdenken und Schräghandeln: ausbrechen aus der Routine, eigene Wege gehen, Fragen stellen, abends Aronal und morgen Elmex benutzen.

Zu Weihnachten ließe sich noch hinzufügen: Essen Sie doch einmal zu viel und machen Sie es sich bequem, aber ohne dabei ein schlechtes Gewissen zu haben. Und gönnen Sie sich den Luxus, einmal wieder in Ruhe nachzudenken, über die Welt, über sich selbst, und über die Zukunft und was alles werden kann, wenn sie es wollen. Dann wird Besinnlichkeit zu einer Zeit der Besinnung. Und dann macht Denken auch fröhlich und frei.

Holger Stockinger | So, 10. Dezember 2017 - 08:17

... man es selbst tut.

Im "Massenmedienzeitalter" scheint aber Meinungsmache vor Denkvermögen Priorität zu besitzen.

Dem "Dieses Jahr schenke ich nix mehr ..." knickt dann das ein: vor 50 Jahren gab es noch echte Kerzen am Weihnachtsbaum, heute im Baumarkt gibt es mehr künstliche Beleuchtungsangebote als vor 20 Jahren eine Erleuchtungskerze ...

Reiner Jornitz | So, 10. Dezember 2017 - 08:46

aber sie vergaßen etwas! Was hilft den Menschen hier in diesem Land- da meine ich uns Deutsche damit- wie es mit unserem Land weitergeht unseren Kindern unseren Enkeln ! Zukunftsängste , finanzielle Ängste auch wenn man fleißig ist, Identitätskrisen, politisches Missmanagement , Unsicherheit und Wertelosigkeit von Migranten . Ich glaube nicht das man da zur ihrer besagten Besinnlichkeit kommt und bei der Weihnachtsgans sich zwei mal überlegt ob man sie sofort verspeist. Da werden Spendenmarathons für Kinder in Afrika mit Prominenten veranstaltet und in Deutschland haben 1,5 Millionen Kinder kein warmes Mittagessen von den auf der Straße lebenden nicht inbegriffen. Eine wirklich besinnliche Moraleinstellung, das ist nicht der Sinn von Weihnachten!!! mfg

Holger Stockinger | So, 10. Dezember 2017 - 08:57

ist schwer zu setzen: Was unterscheidet sinnlos von besinnungslos?

Das zoon politikon (alias homo sapiens) mental betrachtet, kann ebensogut ein konservativ-moderner Büchsenöffner sein wie ein himmelstürmender Marsmensch.

Die "Macht der Gewohnheit" wäre das heimische Bleiberecht. "Auf zu neuen Ufern" müsste dann quasi unterfuttern, dass "Jungmännerströme" aus Nahost oder Afrika EUROPA bereichern.

Die Insel UTOPIA als WÜNSCHENSWERTE hat im sogenannten Kommunismus zu "Menschenopfern" geführt, die bei Azteken kein Herzzerbrechen nötig machte.

Die sogenannte Menschheit spaltet sich wie eh und je.

"Philosophie" ist kein Beruf, der bezahlt werden könnte, RODINs DENKER läßt allerdings an Rilkes Erkenntnis anknüpfen: "Auch bei einarmigen Engeln
könnte es sich um Zweiflügelige handeln ..."

Mit Prost auf die Weihnachtsgans und Dank an CICERO und den Autor

Dorothee Sehrt-Irrek | So, 10. Dezember 2017 - 11:32

What comes next, bin ich versucht den Autor zu fragen.
Stimme aber zu, dass das Denken sich nicht wirklich einfangen lässt.
Wie sang ich früher, "Die Gedanken sind frei, wer kann sie erraten"
Dazu bedarf es einer Debattenkultur und vor allem keiner voreiligen Stigmatisierungen.
Freies und damit nicht ideologisches Denken hat mich aber zur Anerkennung vieler Denkweisen geführt, denen ich mich in meiner Jugend aus ideologischen Gründen verweigerte.
Mir scheint, dass der Autor insgeheim abzielt auf den Begriff Identität.
Die Debatte darüber müßte m.E. ersteinmal freigegeben werden.
Beantworten kann ich Sie aber schon einmal:
Man stellt sich nicht selbst gedanklich zur Disposition.
Was mir gestern die Sendereihe der BBC über die Juden in Europa wunderbar vor Augen führte.
Aber jeder steht m.E. in Zusammenhängen, die eine friedliche Welt möglich machen müßte, indem man den anderen erkennt und der eigenen Identität zuordnet.
Selbst eine zu haben nenne ich Bildung und nicht "Messi"

Sepp Kneip | So, 10. Dezember 2017 - 12:37

"Die Entwicklung der politischen Kultur in Deutschland zeigt, wie notwendig mutige neue Denkansätze wären."

Was nutzt ein mutiger neuer Denkansatz, wenn ich ihn für mich im stillen Kämmerlein anstoße und umsetze? Für die Entwicklung der politischen Kultur in Deutschland - nichts. "Diese aber ausgerechnet von „denen da oben“ zu erwarten, zeigt, wie groß das Problem wirklich ist." Das Problem ist in der Tat groß. Wurde unser ganzes Denken nicht von einem Politik/Medien-Kartell in eine Richtung gelenkt? Wenn nicht "von denen da oben" eine andere Richtung eingschlagen und das dem Bürger vermittelt wird, kann auch die politische Kultur ihre Richtung nicht ändern.

Solange man anders denkt, als "die da oben" und das mit Verleumdung und Stigmatisierung verfolgt wird, wird sich nichts ändern in diesem Lande. Wer geglaubt hat, die desaströsen Wahlergebnisse von Union und SPD hätten daran was geändert, wurde spätestens durch das Kleben der Verantwortlichen an ihren Ämtern enttäuscht.

Christa Wallau | So, 10. Dezember 2017 - 13:42

Nicht nur das "Sinnen" in der Bedeutung von "Denken" steckt in "Besinnlichkeit".
Auch die "Sinne", die uns Menschen unmittelbar die Wirklchkeit erschließen, haben mit diesem Begriff zu tun. Ich möchte es so sagen: Advent und Weihnachtszeit als Zeiten der Besinnlichkeit
sollen dem Menschen dazu dienen, sich selbst einmal wieder richtig zu spüren u. seine eigenen Gefühle und Gedanken wohlwollend an- und
ernstzunehmen.
Man sollte sich fragen: Was bedeutet dir eigentlich
(noch) Weihnachten? Was fühlst du dabei? Was ist dir wichtig in dieser Zeit? Was tut dir und deinen
Lieben gut?
Entsprechend sollte man sich verhalten:
Nur das an Bräuchen pflegen, was einem s e l b e r
wichtig ist und Freude bereitet. Das heißt nicht, daß man andere vor den Kopf stoßen muß. Nein: Gemeinsam mit den Menschen, die einem nahestehen, sollte man überlegen, wie man die Festtage möglichst streßfrei und friedevoll begehen kann. Zum Jahresende mit sich im reinen sein - das
gehört auch zur Besinnlichkeit.

Michael Maschke | So, 10. Dezember 2017 - 13:49

Lieber Herr Heitmann,
Es tut mir leid, so sehr ich den Cicero liebe, aber in diesem Fall ist mir völlig schleierhaft, worum es Ihnen geht. Von welchen Gewissheiten sprechen Sie? Welche Denkmuster meinen Sie? Warum soll ständige Veränderung grundsätzlich etwas positives sein und das Festhalten an Überzeugungen grundsätzlich starrköpfig? Welche neuen Ufer meinen Sie?
Mir kommt es so vor, als soll hier der Innovationswahn des modernen Kapitalismus mit immer kürzeren Produktlebenszeiten auf mein eigenes Denken übertragen werden. Was bleibt, ist Ratlosigkeit und das Gefühl, gerade das Manuskript zu einer Weihnachtsansprache unserer Noch-Kanzlerin gelesen zu haben.
Bitte werden Sie wieder spannender und konkreter.

Axel Kreissl | So, 10. Dezember 2017 - 16:11

Empört Euch ist schlecht (Stephane Hessel), besinnt Euch ist gut, bekehrt Euch ist am besten!

Peter Huber | Mo, 11. Dezember 2017 - 14:56

Vom 24-26 Dezember - wie jedes Jahr. Und dann gibt es wieder in die Fresse - fröhliche Weihnacht !

Alfred Kastner | Mo, 11. Dezember 2017 - 20:01

Das Weihnachtsfest sollte eigentlich ein Anlass sein, inne zu halten und sich auf den
ursprünglichen Charakter dieses Festes zu besinnen: Ein Fest für die Familie.
Es ist keine Selbstverständlichkeit, dass wir auch in
diesem Jahr die Menschen, die uns besonders nahe stehen, gesund und wohlbehalten um uns versammeln können.
Dass Heiligabend dieses Jahr auf einen Sonntag fällt, sollten wir als ein Geschenk annehmen. Ein Zeitgeschenk, um zur Ruhe zu kommen.
Denn eine zunehmende Arbeitsverdichtung und ein Anspruchsdenken, nur um mit
anderen mithalten zu können, lassen das persönliche Hamsterrad immer
schneller drehen.
Weihnachten ist leider zu einem Fest des Konsums und Kommerzes verkommen.
Süßer die Kassen nie klingeln. Ein gutes Weihnachten bemisst sich heutzutage in erster Linie an der Höhe des Umsatzes.
Das Weihnachtsfest hat in dieser Form seinen eigentlichen Sinn leider längst verloren.

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