Hunde und Katzen mit Corona - Das Virus springt vom Menschen über

Forscher der Universität Utrecht haben Corona-Infektionen bei Katzen und Hunden nachgewiesen, die vom Menschen übertragen wurden. Schwerwiegende Krankheitsverläufe wurden bei den Tieren nicht beobachtet. Doch sei nicht auszuschließen, dass Haustiere als Virus-Reservoir dienen könnten.

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Der Mops kann sich anstecken, wenn sein Besitzer mit Sars-CoV-2 infiziert ist Foto: Guido Kirchner/dpa

Autoreninfo

Uta Weisse ist Online-Redakteurin bei Cicero. Von Schweden aus hat sie als freie Autorin über politische und gesellschaftliche Themen Skandinaviens geschrieben.

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15 Millionen potenziell mit Corona infizierte Nerze aus Zuchtfarmen wurden vergangenen Winter in Dänemark gekeult. Wir erinnern uns an die „Zombie-Nerze“. Einige der Tiere hatten sich bei Arbeitern der Zuchtfarmen mit einer damals noch neuen Virus-Mutante angesteckt. Bis dahin war man davon ausgegangen, dass das Virus Sars-CoV-2 von infizierten Fledermäusen in der chinesischen Region Wuhan erstmals auf den Menschen übertragen worden war. Der Sprung weiter vom Menschen zurück auf das Tier war eine Neuheit.

Eine aktuelle Studie der veterinärmedizinischen Fakultät der Universität Utrecht hat nachgewiesen, dass auch Katzen und Hunde sich bei ihren Haltern mit dem Corona-Virus infizieren können. Und dies geschehe sogar häufig. Im Rahmen der Untersuchung wurden Tiere, die in Haushalten von Personen mit bestätigten Corona-Infektionen lebten, sowohl auf aktive Erkrankungen getestet als auch auf Antikörper gegen das Virus. Insgesamt wurden Proben von 156 Hunden und 155 Katzen aus 196 niederländischen Haushalten genommen.

Mehr als ein Fünftel der Tiere infiziert

Bei rund vier Prozent der Hunde und Katzen wurden aktive Infektionen nachgewiesen und bei zusätzlich knapp 18 Prozent der Haustiere fanden sich Antikörper auf das Corona-Virus. Mehr als ein Fünftel der Tiere hatte sich also beim Menschen mit dem Virus infiziert.

In einem weiteren Schritt wurden alle Tiere mit aktiven Infektionen ein bis drei Wochen später nochmals auf Antikörper getestet. Daraus ergab sich, dass alle Katzen und Hunde Antikörper entwickelt hatten. Schwerwiegende Krankheitsverläufe hatten die Besitzer bei ihren Tieren in keinem Fall beobachtet, entweder gar keine oder nur milde Symptome der Atemwege oder der Verdauungsorgane.

Die Forscher gehen davon aus, dass die Übertragung durch engen Kontakt mit den Tieren geschieht, Streicheln und Kuscheln etwa. Gegenüber der BBC riet Dr. Els Broens, Mitautorin der Studie, „Wenn man Corona hat, sollte man den Kontakt zu Hunden und Katzen vermeiden, genauso wie man das auch bei Menschen tut.“ Dabei gehe es in erster Linie nicht um die Gesundheit der Tiere, die Hauptsorge sei vielmehr, dass Haustiere als Reservoir für das Virus dienen könnten, sodass es erneut auf den Menschen übertragen werden könnte.

Die Ergebnisse der Studie finden Sie hier. Sie sind zwar noch nicht in einer Fachzeitschrift erschienen, aber von Experten des Europäischen Kongresses für klinische Mikrobiologie und Infektionskrankheiten evaluiert worden.

Manfred Bühring | Fr, 2. Juli 2021 - 15:18

Demnächst folgt der Lockdown und Maskenpflicht für Tiere. Die Welt wird immer absurder. Als ob wir vor Corona eine keim- und virusfreie Welt gehabt hätten. Es ist wirklich nichts zu blöd, als das es sich nicht zur Verbreitung von Angst und Panik und entsprechenden Einschränkungen unserer Freiheit eignen würde. Politik und Wissenschaft muss endlich wieder auf dem Bode des normalen Lebens landen. Sonst regeln wir unsere Gesellschaft zu Tode.

helmut armbruster | Fr, 2. Juli 2021 - 16:23

am Meer.
Und eine Meinung widerspricht der anderen.
Selbst Fachleute sind sich nicht einig. Vielleicht gerade deshalb, weil sie Fachleute sind?
Es wird höchste Zeit, dass wir aus diesem Wirrwarr heraus kommen und uns wieder darauf besinnen, dass es immer Krankheiten und Seuchen gegeben hat, dass das Leben trotzdem weiter ging und die Menscheit deshalb nicht unter gegangen ist, sondern, dass sie sich im Gegenteil explosiv vermehrt hat in den letzten hundert Jahren.
Wir sollten einfach normal weiterleben, uns nicht ängstigen lassen und das akzeptieren, was das Schicksal uns beschert. Sterben werden wir sowieso, und zwar mit oder ohne Cobid!

Gerhard Lenz | Fr, 2. Juli 2021 - 16:34

weltweit dank oder mit Corona.

Die für Sie aber wohl nicht zählen.

Dass man eine Pandemie nicht mit der Computer-Tastatur bekämpft, indem man sie als nicht-existent verleugnet, oder mindestens als harmlos verniedlicht, hat sich wohl noch nicht zu Ihnen rumgesprochen.

Aber so lange es noch einen einzigen Journalisten gibt, der sich zum Fürsprecher der Covidioten macht, oder einen einzigen Wissenschaftler, der es im Gegensatz zu den meisten seiner Kollegen besser weiss, fühlen Sie sich natürlich auf dem - Zitat - Boden der Tatsachen. Im Gegensatz zu jenen, die nur Angst und Panik verbreiten.

Ich weiss ja, Sie halten es mit jenen, die Corona als herbeigetestete Pseudo-Krankheit bezeichnen, verursacht durch Viren, die es schon immer gab. Alles überwiegend harmlos.

Wen wollen Sie jetzt noch damit überzeugen?

Und dass Tiere ansteckend sein können, mag kurios klingen, darf man in der Tat aber nicht ignorieren.

Vorsicht: Querdenken schadet der Gesundheit!

Wunschdenken ist es, was ungeahnte Nebenwirkungen haben kann.
Es wird überwiegend von Menschen betrieben die jede Meinung und alle Fakten die sich ausserhalb ihrer Blase befinden, ablehnen oder ignorieren.
In der Regel leiden Grünlinks orientierte Personen darunter.
Hier im Cicero-Forum gibt es zum Glück nur einzelne Personen die diese Symptome aufweisen.

Das Sie verehrter @Lenz auf solch einen Unsinn auch noch einsteigen, und dann natürlich den Bogen zu den Andersdenkenden schlagen, die 4 Mio. Tote weltweit auf dem Gewissen haben könnten, weil sie so verdammt kritisch zum Staatshandeln in der Causa Corona stehen, das macht Sie ja fast schon wieder symphatisch. Fehlte aber noch der Hinweis auf die AfD.

Drei und drei macht vier, wiedewiedewitt und drei macht neune.

4 Millionen geteilt durch 8,5 Milliarden macht - wait a minute - :

0,0004.

Die tödlichste Pandemie aller Zeiten.

Yeah, right.

Bernd Muhlack | Fr, 2. Juli 2021 - 17:52

Loriot war bekanntlich ein großer Freund der Hundeart MOPS.
"Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos!"
Dazu gibt es sehr schöne Bilder, gar käuflich erhältliche "Devotionalien".
LORIOT war KLASSE!
& er hatte ein dream-team!
allen voran Evelyn Hamann!
"ACH"!!!

„Wenn man Corona hat, sollte man den Kontakt zu Hunden und Katzen vermeiden, genauso wie man das auch bei Menschen tut.“ Dabei gehe es in erster Linie nicht um die Gesundheit der Tiere, die Hauptsorge sei vielmehr, dass Haustiere als Reservoir für das Virus dienen könnten, sodass es erneut auf den Menschen übertragen werden könnte."

Es gibt das tolle Buch/Film "Gorki Park" aus 1983?
Das Buch ist wesentlich brutaler als der Film.
Es geht um Nerz-/Zobelfarmen.
Lee Marvin ist einer der Hauptdarsteller - klasse.

Das griechische Alphabet?
Von alpha bis delta, omega.
Man wird sicherlich eine neue WELLE finden!

Ich bin gleich in St. Petersburg
CH - SPA - HOPP SUISSE!

=> es lebe EUROPA!
but not this EU!

Frau Weisse: Alles Gute

Annette Seliger | Fr, 2. Juli 2021 - 19:31

jetzt hat man sich gerade einen Hund angeschafft, um die Ausgangssperre zum Gassigehen auszuhebeln und jetzt ist das Tier auch noch eine Virenschleuder - schlimmstenfalls ein Rückzugsgebiet für das Virus - und was ist wenn das Virus im Dackel vom Nachbarn mutiert? Was tun? Tiere keulen? Tiere impfen?
Unsere größte Kanzlerin aller Zeiten, das ist die welche Fluchtursachen bekämpfen und das Klima regeln kann, hat unlängst vor dem Bundestag gesagt, dass die Pandemie erst vorbei ist, wenn alle auf der Erde geimpft sind. Dabei hat sie die Rechnung ohne die Dackel gemacht, und die Notbremse hat dafür gesorgt, dass die Dackelindustrie mit der Produktion nicht mehr nachkam.
Liebe Foristen, zu Ostern wollte uns Merkel noch in einen Lockdown schicken, denn das Virus würde sich nach ihrer Rechnung exponentiell ausbreiten und jetzt? Pustekuchen!

Bleiben Sie ruhig und entspannt und lassen Sie sich nicht mehr in Panik versetzen. Im September ist der Spuk vorbei, denn dann ist Merkel weg!

Yvonne Stange | Sa, 3. Juli 2021 - 12:10

... gibt es bereits eine Impfung für Tiere. Die Gier ein Geschäft zu machen ist halt nicht zu bremsen. Die ersten Zoos haben schon mit Impfungen angefangen... ein jeder möge sich seinen Teil denken, für mich sind das Tierversuche der anderen Art.
Laut der Barmer übrigens ist das Ansteckungsrisiko gering. Aber die Autorin scheint voll im Panikmodus aufzugehen.
"Eine Studie aus Italien zeigt, dass von 540 Hunden und 277 Katzen, die im Frühjahr 2020 auf das Antigen von SARS-CoV-2-Virus und dessen Antikörper im Blut getestet wurden, 3,4 Prozent der Hunde und 3,9 Prozent der Katzen Antikörper in sich trugen, aber bei keinem der untersuchten Tiere das Virus selbst nachgewiesen werden konnte, so die Krankenkasse. Für Forscher sei deshalb klar, dass die Viren bei Haustieren nur für kurze Zeit nachweisbar sind." Von wegen "Virenreservoir"....

Ernst-Günther Konrad | Sa, 3. Juli 2021 - 14:02

Meine Frau hat bei unseren Kastanienbäumen auf der Terrasse und in unserem Garten an Kartoffeln und Bohnen auch Viren entdeckt. Auf Befragen erklären die, sie seien Corona Viren in der fünften Generation und sind bereit, nach einer Dusche am Waschbecken in der Küche sich wegspülen zu lassen. Die Viren hätten nur eine Bitte, man solle sie nicht nach dem griechischen Alphabet bennen.
Sie seien doch auf deutschem Boden gediehen an deutschem Obst.
Unsere drei Katzen verdrehen bei dem Thema Corona schon die Augen und fühlen sich gelangweilt. Sie haben das schon vor Jahren hinter sich gebracht schnurrt mir mein Kater zu. Also dann. Vorsicht mein Kommentar könnte Spuren von Satire enthalten!!

Jochen Rollwagen | So, 4. Juli 2021 - 10:48

kann ich jetzt einen Mix-and-Match-Impftermin für meinen Wellensittich beantragen ?

Jens ? Prof. Christian ? Kalle Lauti ?

Anybody ?

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