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Der Duden verabschiedet sich vom sogenannten „generischen Maskulinum“ / dpa

Geschlechtergerechte Sprache im Duden - „So etwas kann man nicht verordnen“

Der Duden verabschiedet sich vom „generischen Maskulinum“. Eine auf den ersten Blick unscheinbare Änderung, die zu großen Debatten führt. Sabine Krome vom Rat für deutsche Rechtschreibung kritisiert im Interview die Entscheidung des Verlags.

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Jens Nordalm leitet die Ressorts Salon und Literaturen bei Cicero.

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Der Duden gibt neuerdings als Wortbedeutung von „Mieter“ an, es handele sich um eine „männliche Person, die etwas gemietet hat“. Das Wörterbuch verabschiedet damit das sogenannte „generische Maskulinum“, also die Regel oder Gewohnheit, dass die Benutzung des grammatischen Maskulinums, gerade im Plural, keine Festlegung auf ein biologisches Geschlecht bedeutet. Sprachwissenschaftlerinnen und der Rat für deutsche Rechtschreibung haben das jetzt kritisiert. Fragen an die Leiterin von dessen Geschäftsstelle, Dr. Sabine Krome. 

Frau Krome, was kritisieren Sie an den Entscheidungen der Duden-Redaktion?

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Maik Harms | Di, 16. Februar 2021 - 13:59

Die Gendersprache ist unnötig, weil es, wie im Interview deutlich gemacht, bereits eine neutrale (!) Form gibt: das generische(!), sei es Maskulinum, Femininum oder Neutrum. So wie die Sprache sich eben entwickelt hat.

Gendersprache ist auch unsinnig, da sie zu _mehr_ biologisch-geschlechtlicher Kennzeichnung führt, wo es gar nicht notwendig ist. Das Ziel müsste vielmehr in Genderneutralität bestehen. Wo Geschlechtlichkeit notwendig ist, kann man das sehr gut mit den entsprechenden Adjektiven (männlich, weiblich, divers) vollbringen.

Letztlich ist die Gendersprache vor allem unschön, weil sie den Sprachfluss hemmt und das Schriftbild verunstaltet. Vielleicht sollte man erstmal die Sprachprofis (v.a. Schriftsteller, auch Sprachwissenschaftler) fragen, bevor man eine unausgegorene Sprachmanipulation i.W. von oben durchdrückt.

Christa Wallau | Di, 16. Februar 2021 - 14:13

die sich unbedingt als Speerspitze des Fortschritts sehen und so gesehen werden wollen. Diese Leute
preschen immer vor u. möchten am liebsten sofort
massiv in den Sprachgebrauch eingreifen, indem sie allen Redaktionen, Amtern u. anderen staatl. Stellen vorschreiben, wie sie zu verfahren haben.

Ich erinnere mich gut an die Einführung der Rechtschreibreform, weil ich damals noch im Schuldienst war. Einige Kollegen konnten nicht schnell genug Fortbildungskurse und die Anschaffung von DUDEN mit neuer Rechtschreibung fordern. Dabei hatten sie sich nicht ein eiziges Mal kritisch mit den Neuerungen auseinandergesetzt. Es gab damals einen Karenzzeitraum, den die Schulen hatten, um die neue RS einzuführen. Auf meine Hinweise hin, daß ich eine ganze Menge von Unklarheiten, Fehlern u. Lächerlichkeiten in dieser "Reform" entdeckt habe, gingen sie nicht ein. Das sei nun mal von der KMK so beschlossen, und die Fachleute hätten sich sicher etwas dabei gedacht. Basta! Tja, was soll man dazu sagen?

Die Sprache ist das demokratischte Produkt ever. Es sind die absoluten Nichtdemokraten, die die Sprache entdeckt haben, um sich als Hohepriester zu gerieren. Ich kann die Passivität unserer Deutschlehrer überhaupt nicht verstehen. Da müßte doch ein Aufstand von ihnen ausgehen. Dies wäre viel effektiver, als wenn ein Schriftsteller seine Meinung kundtäte. Und der PEN? Ach was.

Wolfgang Borchardt | Di, 16. Februar 2021 - 14:17

Mitglieder*Innen?
Bürgermeister*Innen-Vertreter*Innen-Wahl? Manche Texte sind so zersternt, dass sie weder les-, noch vorlesbar sind, ohne dass irgendetwas gebessert würde.

Ingo Heumann | Di, 16. Februar 2021 - 18:33

In reply to by Wolfgang Borchardt

....diskriminiert! Es muss Bürger*Innenmeister*Innen*vertreter*Innenwahl heißen

Tomas Poth | Di, 16. Februar 2021 - 19:46

In reply to by Wolfgang Borchardt

Tja, und wo bleiben die Mitglieder*Außen. Und schon fühlt sich wieder jemand *Innen und *Außen nicht berücksichtigt oder ausgeschlossen, nicht inkludiert. :-))
Es bleibt nur das Verspotten, um eine Heilung bei den Pausen-Klick-Sprechern zu erreichen.

Romuald Veselic | Di, 16. Februar 2021 - 14:39

Neulich sprach ich mit nichtdeutschen Personen über den Sprach/Genderwahnsinn in unserem Lande. Alle - NICHTDEUTSCHE - fassten sich am Kopf. D ist zum Fremdelement in Europa geworden.
Ganz nüchtern betrachtet, was wird aus dem Dolmetschen auf dem diplomatischen u. technischen Level? Wie werden die notariellen Urkunden deutsch/nichtdeutsch übersetzt? Und was ist mit Belletristik oder Fachliteratur? Könnt Ihr vorstellen, dass Goethe, Schiller, Heine ihre Poesiewerke in Gendersprache verfasst hätten? Was ist mit den Songs (Rap speziell) oder Opern. Nabucco in Gendersprache?
Ich werde mich nie dem neuen Sprech, ob Duden/Nichtduden anpassen/unterwerfen. Ich pfeife mit gestrecktem Mittelfinger darauf. Ganz im Gegenteil, ich werde mich darüber stets lustig machen. Weiterlachen ist angesagt.

Bernhard Marquardt | Di, 16. Februar 2021 - 14:55

Sprache ist Grundlage jeder Kultur, über Jahrhunderte gewachsen, mitunter von Moden oder Machtverhältnissen beeinflusst. So auch das Deutsche. Aber niemals wurde einer Sprache so Gewalt angetan, sie vorsätzlich derart destruktiv verkrüppelt, verunstaltet und geradezu lächerlich gemacht wie durch das zwanghafte Gendern. Kein Staat dieser Welt leistet sich mehr als 100 hochbezahlte Professorinnenstellen mit dem Auftrag, die eigene Muttersprachen zu zerstören, Deutschland über hundert. Nun, man kann erahnen, was auf der Speisekarte unter „Schnitzel ohne festen Wohnsitz“ zu verstehen ist. Aber das ist leider nur der humorige Seite der Medaille. Da wird in der Schule eine dritte Toilette für „Diverse“ eingerichtet. Aber welche Diskriminierung droht dem Kind, das durch diese Tür geht! Man kann nur schwer abschätzen, welchen Schaden das Gender-Unwesen hinterlässt. "Die Sprache ist die Mutter, nicht die Magd des Gedankens." Karl Kraus
Wer die Sprache verdirbt, verdirbt damit die Gesellschaft.

Markus Michaelis | Di, 16. Februar 2021 - 15:02

Ich denke die Diskussion wird steckenbleiben, wenn sie bei der Sprache bleibt. Würde die Sprache 100% angepasst, aber sonst nichts, wäre kein Diskriminierungsgefühl verändert. Andersherum: wäre sonst alles angepasst, wäre die Sprache wohl nicht mehr so wichtig.

Ich denke alle Seiten sollten das als normale demokratische Auseinandersetzung akzeptieren. Von der einen Seite die Akzeptanz, dass es ein Anliegen vieler Menschen gibt, von der Genderseite die Akzeptanz, dass das kein kosmisches Unrechtsthema ist, sondern eine normale demokratische Wegfindung.

Dazu gehören auch auszuhandelnde Übereinkünfte, ob Diskriminierung in vergangenen Zeiten oder anderen Ländern heute in dieser Gesellschaft auszugleichen sind oder ob nur das Hier-und-Heute zählt. Auch die Grundfrage wieviel Aufmerksamkeit das Thema Diskriminierung überhaupt besetzen soll - im Moment wird Diskriminierung mit kosmischem Unrecht gleichgesetzt, also 100% Aufmerksamkeit. Mischen sich aber nicht viele andere Dinge rein?

in vergangenen Zeiten im Heute auszugleichen ist nicht möglich, das ist eine Alibiübung. Was man tun kann, ist diese in der Gegenwart zu vermeiden und das ist, wie Sie sagen, mit diesen ständigen Sprach-und Begriffsveränderungen nicht zu erreichen.
Es ist auch ein Unding, so finde ich, mit der Moralkeule in der Hand über die Handlungen früherer Generationen zu urteilen.
Das ist wohlfeil, es gibt im Heute genug zu tun.
Aus der Vergangenheit etwas lernen, das könnte man.

...für deren Thesen es weder wissenschaftliche Belege noch Plausibilität gibt, die zwischen Intention und Resultat zwangsläufig inkonsistent werden, die massiv in den (Lese-)Alltag der Bevölkerung eingreifen, Leserlichkeit und Verständnis von Texten negativ beeinflussen und alleine dadurch mehr Schaden als Nutzen verursachen, durchaus keinerlei Verständnis aufbringen.

Wolfgang Tröbner | Di, 16. Februar 2021 - 15:03

Man erkennt die Absicht hinter diesem Werk der Duden-Sprachverhunzerinnen und ist verstimmt. und zwar mehr als verstimmt. Wenn nun auch der Duden-Verlag im Gleichschritt mit den Grüninen, Rotinnen und Linkinnen anfängt, uns politisch erziehen zu wollen, wird deutlich eine Grenze überschritten. Und das muss man den Damen und Herren des Duden-Verlages, aber auch den Politikern und Politikerinnen des schwarz-rot-grünen Parteienspektrums, klar und deutlich sagen: Es geht Euch nichts an, wie wir reden. Wir fragen Euch nicht, ob es Euch gefällt. Deutsch ist eine wunderschöne Sprache und das soll auch so bleiben. Kümmert Euch meinetwegen um Rechtsschreibung (da habt Ihr genug zu tun, um die Schäden Eurer letzten Reform auszubügeln), von allem anderen aber lasst die Finger. Wir fragen Euch nicht, wie wir zu reden haben. Dem Duden-Verlag wünsche ich von ganzem Herzen, dass sie auf diesem Machwerk sitzenbleiben.

...dass nicht mal zwei Dutzend eingefleischte Gegner einer geschlechtergerechteren Sprache darüber entscheiden dürfen, was im Duden stehen darf - und was nicht.

Bisher verläuft das Spiel noch folgendermaßen: Die Vertreter der demokratisch gewählten Parteien entscheiden, im Cicero-Forum wird darüber gemeckert.

Mehr "Beteiligung" ist nicht vorgesehen.

Tonicek Schwamberger | Di, 16. Februar 2021 - 15:04

. . . für dieses Interview; das Thema ist schon lange überfällig. Und, ja, ich gehe absolut konform mit Frau Dr Sabine Krome. - Sei es wie es sei, ich lasse mich von diesem Genderwahn nicht beeinflussen, ich spreche und schreibe, wie ich es mal vor 60 Jahren in der Schule gelernt habe, und, nochmals ja, Deutsch, Orthographie, Grammatik, Interpunktion und Syntax - all das waren mal meine Spezialgebiete.

Gerhard Schwedes | Di, 16. Februar 2021 - 15:28

Ach du meine Güte, was hält sich die Interviewte mit ihrer Kritik zurück, anstatt Ross und Reiter zu nennen. Selbst die Genderfans, wenn sie noch einigermaßen ticken, gebrauchen in den eigenen vier Wänden keine Genderformeln. Viel zu unständlich und dumm. Die Sprache, die sich in einem natürlichen Fluss befindet, lässt sich nicht per ordre de mufti so mir nichts, dir nichts ändern. Aber genau dies wollen die Linksgrünen aller Couleur: Sie wollen nicht à la Luther dem Volk aufs Mauls schauen, sondern dem Volk aufs Maul hauen, diese 3/4 gebildeten Oberlehrer und Demokratieverächter. Es wird allerhöchste Zeit, dass sich die Normalos gegen die neuen Bilderstürmer und selbst ernannten Volkserzieher zur Wehr setzen. Nur wer sich zur Wehr setzt - und hier ist die Mehrheit angesprochen und nicht die selbst ernannte Pseudoelite - wird nicht über den Tisch gezogen. Mich wundert es schon lange, dass die Kommentatoren auch im "Cicero" so manchen Genderschwachsinn ertragen.

Gerhard Schwedes | Di, 16. Februar 2021 - 15:33

Ach du meine Güte, was hält sich die Interviewte mit ihrer Kritik zurück, anstatt Ross und Reiter zu nennen. Selbst die Genderfans, wenn sie noch einigermaßen ticken, gebrauchen in den eigenen vier Wänden keine Genderformeln. Viel zu unständlich und dumm. Die Sprache, die sich in einem natürlichen Fluss befindet, lässt sich nicht per ordre de mufti so mir nichts, dir nichts ändern. Aber genau dies wollen die Linksgrünen aller Couleur: Sie wollen nicht à la Luther dem Volk aufs Mauls schauen, sondern dem Volk aufs Maul hauen, diese 3/4 gebildeten Oberlehrer und Demokratieverächter. Es wird allerhöchste Zeit, dass sich die Normalos gegen die neuen Bilderstürmer und selbst ernannten Volkserzieher zur Wehr setzen. Nur wer sich zur Wehr setzt - und hier ist die Mehrheit angesprochen und nicht die selbst ernannte Pseudoelite - wird nicht über den Tisch gezogen. Mich wundert es schon lange, dass die Kommentatoren auch im "Cicero" so manchen Genderschwachsinn ertragen.

Hanno Woitek | Di, 16. Februar 2021 - 15:43

erkennt man einmal mehr, in welchen Schwachsinn unsere intellektuelle Diskussion abgeglitten ist . Witzig ." ich muss zum/zur Arzt*in" das ist doch mal ein Satz.
Unsere Gesellschaft verkommt ganz offensichtlich Genderclowns, Halbwahrheits-Aktivisten*innen und anderen Verblödeten. Ach so - und noch den Egozentrierten: " die Regierung handelt nur dann richtig, wenn sie das macht was ich für richtig halte"

Tomas Poth | Di, 16. Februar 2021 - 16:14

Der Duden beugt sich dem Zeitgeist. Man muß den Quatsch ja nicht mitmachen und bleibt einfach in seiner schriftlichen Kommunikation bei dem generischen Maskulinum.

Stefan Jarzombek | Di, 16. Februar 2021 - 16:28

Das alles erinnert mich doch sehr an den Film '' Der Diktator '' von Sacha Baron Cohen. Da darf man gewisse Worte gar nicht erst aussprechen und dadurch wird die Sprache dermaßen verhunzt, daß die Komik nicht ausbleibt.
2012 habe ich sowas alles noch für einen lustigen Spaß gehalten, 2021 werde ich scheinbar eines besseren belehrt. Hat Deutschland eigentlich sonst keine Probleme?

Ernst-Günther Konrad | Di, 16. Februar 2021 - 16:47

Sie sagen es Frau Krome. Im Alltag reden die Menschen so, wie sie es von klein auf gelernt haben. Sie wollen nicht nochmals umdenken und neu lernen. Veränderungen der Sprache muss von der Gesellschaft aus kommen und darf sich im Duden erst dann wieder finden, wenn sie sich im alltäglichen Sprachgebrauch durchgesetzt hat. Wer sich das gegenderte Geschwafel zum Teil beim ÖRR anhört und in manchen Medien liest, hat schnell die Nase voll davon. Ich bin mir ziemlich sicher, dass sich das so schnell nicht durchsetzen wird. Es stellt sich eben auch die Frage, warum "nur" der Duden als Instrumentarium der deutschen Rechtsschreibung vorhanden ist. Das generische Maskulinum abzuschaffen lehne ich ab. Es an sinnvollen Stellen zu verändern schon. Was da passiert ist politisch gelenkt von den links-grünen Genderverrückten. Hätte der Duden eine anerkannte Konkurrenz, die dagegen halten könnte, wäre das Theater schnell vorbei.
Ich babbel so, wie mir de Schnabbel gewachse iss, sagt der Hesse. Gell.

Alfred Werner | Di, 16. Februar 2021 - 17:02

Tja liebe Kinder und Kinderinnen,

wenn wir Deutsche und Deutschinnen etwas machen, dann mit voller Inbrunst und Inbrünstin. Deshalb werden wir von Welt und Weltin auch so divers bewundert. Ich gehe übrigens nur noch auf "diverse" Klos. Die sind immer sauber. Da traut sich keiner/keine/keines rein.

Bernd Muhlack | Di, 16. Februar 2021 - 17:03

(1) Der Mörder wird mit lebenslanger Freiheitsstrafe bestraft.
(2) Mörder ist, wer ...

Soweit ich mich erinnere ist § 211 StGB der einzige § in dem der Täter als solcher bezeichnet wird.
Die Wörter Dieb, Betrüger, Hehler, Brandstifter, Vergewaltiger etc. kommen nicht vor.
Also flugs ans Werk u das StGB gendern. "Mörder_in" reicht doch, oder?

§ 242 StGB Diebstahl
(1) Wer eine fremde bewegliche Sache einem anderen in der Absicht wegnimmt..."
"einem anderen?" => einem oder einer anderen
oder aber "einem anderen (m/w/d)"

Der Sinnfreiheit sind auf der nach oben offenen Gleichstellungsskala keine Grenzen gesetzt!

Im ÖR-TV hat die *_innen-Kultur bereits fleißig Einzug gehalten; Anne Will in der Pole Position.
"Bei mir zu Gast der Präsident des Steuerzahler_innenbundes - und schön grinsen!

112: "Schnell ein Notarzt, schnell!" - "Na, wie heißt es richtig? Bitte nochmal!"

Nicht jede Veränderung ist auch Fortschritt, Benefit, Nutzen. Jedoch ist heut zu Tage nur die Haltung, Moral wichtig.

Klaus Ramelow | Di, 16. Februar 2021 - 17:08

Wird dieses "Geschäftsmodell" als einheitlicher Zweig noch weiter existieren oder wird DER DUDEN nun einfach geteilt?
WER hat den DUDEN autorisiert, die alleinige Grundlage für die Deutsche Rechtschreibung darzustellen?
Da es sich hier um einen professionellen - auf Gewinn ausgelegten - Verlag handelt, kann eine Verordnung zur Befolgung des Inhalts in unserem Rechtsstaat kaum möglich sein!

Gerhard Fiedler | Di, 16. Februar 2021 - 17:30

Im heutigen Cicero-Beitrag "Genossinnen im Irrgarten" von Frank A. Meyer fragte dieser "Oder sollte die Gender-Verblödung schon so weit fortgeschritten sein?" Na Klar, sage ich. Oder bestehen dazu noch irgend welche Zweifel? Sie, sehr geehrte Frau Krome, haben es mit Ihrem Beitrag erneut deutlich gemacht.

Gunther Freiherr von Künsberg | Di, 16. Februar 2021 - 17:37

Gendern ist ein Problem der Soziologie. Diese ist eine Geisteswissenschaft, die sich mit Problemen befasst, die keiner hat und die Lösungen anbietet, die keiner braucht. Eines dieser Probleme ist die
Gender-Wissenschaft verbunden mit der Gendersprache.Es entspricht der soziologischen Wirklichkeit das Generische Maskulinum nur selektiv abzuschaffen, und dort wo es als Negativen auftaucht, insbesondere im strafrechtlichen Bereich, zu belassen. Das Strafgesetzbuch sieht in den §§ 174 ff(Sexualstraftaten) lediglich die Strafbarkeit von Tätern vor. Die §§ 211 (Mord) 212 (Totschlag) sehen nur Mörder oder Totschläger vor. Auch bei den Eigentumsdelikten (§§242ff) gibt es nur Täter und kleine Täterinnen. Auch können nur Männer den Tatbestand des schweren Raubs (§ 250 StGB) erfüllen. Die Beispiele ließen sich ergänzen.
Auch sind offensichtlich nur Männer zu dämlich auf der Autobahn in die falsche Richtung zu fahren, weil immer nur vor Falschfahrern gewarnt wird.

... zwei Juristen sind einer Meinung?
OHA!

"Auch sind offensichtlich nur Männer zu dämlich auf der Autobahn in die falsche Richtung zu fahren, weil immer nur vor Falschfahrern gewarnt wird."

Freiherr von Künsberg, stellen Sie sich den Aufschrei, hashtag vor:
"Auf der A 8 iHv Augsburg-Gersthofen sind Falschfahrende unterwegs. Bitte ..."

"Ey Karola, die meinen UNS!"

Falschfahrer - Falschfahrende - Falschfahrende-innen -
Wie wäre es mit: "herkömmlich-, hybrid-, elektro - getriebene Fahrzeuge mit Insassen könnten auf der falschen Spur sein - bitte aufpassen!"

"Gendern ist ein Problem der Soziologie. Diese ist eine Geisteswissenschaft, die sich mit Problemen befasst, die keiner hat und die Lösungen anbietet, die keiner braucht. Eines dieser Probleme ist die Gender-Wissenschaft verbunden mit der Gendersprache."

Dem ist nichts hinzu zu fügen - eine weitere Kongruenz!

Herr Freiherr v K: Alles Gute!

... "und der TÄTER kehrt immer an den Tatort zurück" ...
Täter-in?

Von "Mordenden" zu sprechen ist auch keine Lösung. Aber da findet sich bestimmt noch ein Begriff "post-Mordende“ vielleicht. Warten wir's ab - wenn irgendwann alle das Femininum durch lustige Zeichen darstellen oder in Sprachbeiträgen hinglucksen wird den ersten auffallen, dass das Femininum ja nur ein Anhängsel an das Maskulinum ist, de facto gar nicht gleichwertig existiert.

Heiner Sendelbach | Di, 16. Februar 2021 - 18:39

ich bin sehr gespannt, wie den die mänlichen Formen von: die Person, die Geisel, die Koryphäe, die Aushilfe, die Persönlichkeit, die Fach- und die Führungskraft, die Berühmtheit, die Waise, die Schnapsdrossel, die Frohnatur oder die Dumpfbacke aussieht? Es gibt noch einiges zu erfinden in der Dudenredaktion.

Wolfgang Fengler | Di, 16. Februar 2021 - 20:10

Die spinnen, die Römer! Nein, es sind die Deutschen, insbesondere die "Möchte gern die Welt" Veränderer. Der Duden ist für mich keine Norm und kein Gesetz. Sprache lebt, aber nicht durch Druck von außen (grünlinks?), sondern wird gestaltet durch die Sprechenden. Und deswegen sollten alle diesem Neusprech an jedem Ort und zu jeder passenden Gelegenheit widersprechen. Dazu gehört auch, die ÖR Sendeanstalten mit Kommentaren vollzuschütten, damit diese merken, was Volkes Stimme ist.
Ich werde mich nicht verbiegen: Für mich bleibt auch ein Mohrenkopf ein Mohrenkopf, ein Sarotti-Mohr wird mich immer zum Lächeln bringen, wenn es denn noch einen gibt, und die Zigeunersoße wird von mir sprachlich immer noch so bezeichnet.
Schließlich hoffe ich beim Genderwahnsinn auf ein sachdienliches Einschreiten der Gesellschaft für Deutsche Sprache. Was sagt eigentlich unser Parlament zu dieser Spinnerei? Parlament = Volkes Stimme ?

René Maçon | Di, 16. Februar 2021 - 20:30

Ich frage mich, wer das alles organisiert. Das kann nicht alles Zufall sein.

Ich werde mich nicht mehr nach dem Duden richten. Es gibt Alternativen

Stefan Wenzel | Di, 16. Februar 2021 - 22:27

Der Duden als Standardwerk ist nun leider Geschichte. Er hat sich selbst der Lächerlichkeit und Inkompetenz preisgegeben, unwiederbringlich.

Das ist die Stunde für bereits vorhandene gute Alternativen: Klett, Pons usw.

Jens Böhme | Di, 16. Februar 2021 - 23:02

Die weiblichen Angehörigen der Eskimo und Inuit leben glücklicherweise weit vom Duden entfernt.

H. Stellbruch | Mi, 17. Februar 2021 - 09:04

Das "Neusprech" in 1984 wird geschaffen, um durch die Elimination von Worten und Begriffen Gedanken zu unterbinden. Die Genderideologen haben das Buch wohl nicht gelesen. Auch in diesem Bereich diktiert eine kleine intolerante Minderheit der Mehrheit unter Androhung erheblicher privater und beruflicher Konsequenzen, wie sie zu sprechen und zu denken hat - eine bedenkliche, teilweise ins Totalitäre gehende Entwicklung.

Klaus Funke | Mi, 17. Februar 2021 - 12:29

und sich damit als "Dummkopf" outen. Wir anderen, auch die Schriftsteller, Kabarettisten und Leute zu deren ernsthaftem Handwerkszeug die Sprache gehört, werden diese Gendersprache ignorieren. Im Alltag spricht sowieso kein Mensch derartigen Unsinn. Auf alle fälle führt dieser Quatsch zur weiteren Spaltung der Gesellschaft, bewusst herbeigeführt von Leute, die vor Übermut und Langeweile nichts anderes zu tun haben. Für mich kein Gegenstand. Ich werde sie nicht benutzen, ob nun mit * oder ohne. Und nebenbei: Biologisch und überhaupt in der Natur. Es gibt Zwitter - ja. Ein drittes Geschlecht aber gibt es nicht. Haben die Apologeten dieser fundamentalen Neuerungen nichts Anderes und Wichtigeres zu tun? Zum Beispiel, Not und soziales Elend zu verhindern

Dorothee Sehrt-Irrek | Mi, 17. Februar 2021 - 12:46

So, So, man sprach also schon einmal so und die Gebrüder Grimm schrieben es auf.
Dann kann man es sehr wohl "verordnen", und es wäre doch eben eher eine Korrektur.
Wenn ich spreche, kann ich sagen, "Meine Damen und Herren, liebe Anwesende", wenn ich schreibe, sollte immer noch so viel Raum und Zeit sein.
Wenn ich hier ein Limit von 1000 Zeichen habe, weiche ich auf die kürzeste Form samt Stern aus.
Wenn der Duden einen korrekten und angemessenen Sprachgebrauch im Auge hat, sollte er nicht nur dem Zeitgeist hinterherlaufen, sondern ihn zukunftsweisend strukturieren.
Gevatter Tod war für mich immer ein Mann, tendierend zum Geschlechtslosen.
Das Wort Gevatterin ist aber allen, der Märchen Kundigen, geläufig.
"Der Duden" hat ein hoffentlich langes Gedächtnis und kann also sehr kompetent in den Sprechprozess eingreifen.
Ich sage gerne, ich gehe zu Frau Doktor, meiner Ärztin.
Vielleicht lässt man Mehreres nebeneinander stehen?
Ich werde im Leben nicht Stängel schreiben.
Die Kinder schon.

Brigitte Simon | Mi, 17. Februar 2021 - 15:27

Unsere geschichtsvergessenen Feministinnen machen es sich schwer. Im Vergleich:
Wie leicht machten es sich ihre antiken Vor-
kämpferinnen, die Amazonen,vor 3000 Jahren?

Für sie war Krieg Liebe. Ergo, waren sie aggressive unabhängige Männertöterinnen ohne Fehl und Ta-del. Auch so kann Genderismus vollzogen werden. Kurz und bündig.
Das wäre für den Duden doch auch eine Analyse!

Walter Bühler | Mi, 17. Februar 2021 - 19:34

... DEN Duden gibt. An dem orientieren sich die Menschen." sagt Frau Krome.

So geht es ja nun tatsächlich nicht nicht! Meine Herr*innen: - ab sofort gilt: Ein Blick in DIE Duden, und alles ist geklärt!

Luise Sommer | Mi, 17. Februar 2021 - 22:16

Ich fürchte, ich muss die Optimisten enttäuschen. Es wird sich durchsetzen, wir sind Zeugen von sich vollziehendem Blödsinn. Die Lehrerkollegen meiner Tochter finden es selbstverständlich und reden und schreiben so. Auch ich als entschiedener Gegner ertappe mich dabei, Hemmungen bei der Benutzung des generischen Maskulinums beim Schreiben einen Buches zu haben. Sehr bald werden so gut wie alle Angst haben, auf der Seite der Unmoralischen zu stehen und werden also gendern. Denn das ist eine sehr starke Triebfeder: vor anderen und sich selbst nicht als schlechter Mensch da zu stehen.