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Die Forschung arbeitet unter Hochdruck / dpa

Sinnhaftigkeit von Antikörpertests - „Es ist nicht zu verantworten, sich absichtlich zu infizieren“

Antikörpertests sollen Klarheit darüber verschaffen, ob genesene Corona-Patienten immun gegen das Virus sind. Im Interview erklärt die Laboratoriumsmedizinerin Christine Brockmann-Hönig, wie zuverlässig Antikörpertests sind und wie sie über eine absichtliche Ansteckung denkt.

Autoreninfo

Rixa Rieß hat Germanistik und VWL an der Universität Mannheim studiert und hospitiert derzeit in der Redaktion von CICERO.

 

So erreichen Sie Rixa Rieß:

Christine Brockmann-Hönig ist Fachärztin für Laboratoriumsmedizin und für Innere Medizin im aescuLabor in Hamburg. Das aescuLabor ist ein interdisziplinäres Speziallabor, das alle Bereiche der modernen Laboratoriumsmedizin umfasst.

Frau Dr. Brockmann-Hönig, die Firma Roche hat in der vergangenen Woche einen neuen Antikörpertest vorgestellt, mit dem man Antikörper gegen Coronaviren nachweisen kann. Wie unterscheidet sich der neue Antikörpertest von Roche von  dem herkömmlichen Verfahren?
Es sind beides Antigen-Antikörper-Reaktionen. Beide messen die Antikörper. Roche hat den Vorteil, dass die Geräte für einen hohen Durchsatz geeignet sind. Die Roche-Geräte ermöglichen eine hohe Automatisation und die Abarbeitung einer hohen Anzahl von Proben. Auch ist es möglich kontinuierlich neue Patientenproben in das Gerät zu stellen im Gegensatz zu den anderen Verfahren, die nur eine bestimmte Anzahl Proben pro Lauf analysieren können.

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Tomas Poth | Di., 12. Mai 2020 - 20:36

Ob man sich absichtlich gewollt infiziert oder der möglichen Gefahr einer Infektion aussetzt sind zwei paar verschiedene Schuhe.
Es ist wie beim Autofahren, alle gehen das Risiko eines Unfalls ein, mit möglicher Verletzung bis hin zur Todesfolge ohne es wirklich zu wollen, soll Autofahren nun nicht mehr ethisch vertretbar sein?
Anders verhält es sich wenn man bewußt und gewollt einen Unfall "produziert", das ist nicht zu verantworten, ethisch nicht vertretbar.

Wer einen (derzeit auf Eis gelegten) Immunnachweis braucht, um weltweit zu reisen, Freizügigkeit zu genießen, wird sich möglicherweise einer Infektion aussetzen bzw. sie suchen - insbesondere junge Leute. Dies gilt es zu bedenken. Wieder ein gelungenes Interview von Ihnen, liebe Frau Rieß.

Tomas Poth | Mi., 13. Mai 2020 - 11:26

Antwort auf von Michaela 29 Di…

Mir erschließt sich das verwerfliche daran nicht.
Sie, ich und alle anderen können sich doch vor Infizierten durch entsprechendes Verhalten schützen. Das ist doch was wir seit Wochen praktizieren, Abstands- und Hygieneregeln beachten und Mundschutz wo es angebracht ist.
Und wenn sich Demonstranten über diese Regel hinwegsetzen ... sie tuen es alle einvernehmlich und eigenverantwortlich und gefährden außer sich keine anderen.
Was übersehe ich Ihrer Meinung nach?

Zitat:"Und wenn sich Demonstranten über diese Regel hinwegsetzen ... sie tuen es alle einvernehmlich und eigenverantwortlich und gefährden außer sich keine anderen.
Was übersehe ich Ihrer Meinung nach?

Wenn sie sich auf der Demo infiziert haben, nun gut, dann haben sie den Erreger intus! Sie nehmen das Virus mit auf die Reise.... Somit sind sie dann potentielle Überträger. Womit sie ganz sicher andere Personen im nachhinein anstecken/infiziern/gefährden werden.
Ich denke das kann nicht das Ziel sein, wenn die Pandemie eingeschränkt werden soll!

MfG

Was ist z. B. mit den Trinkern, den Abgelenkten und mit den Rasern? Mit denjenigen Fahrern, welche schlicht glauben, sie können machen was sie wollen, ihnen passiert schon nichts?
Ich möchte nicht angesteckt werden, weil jemand keine Maske tragen oder sich durch Abstandsregeln zu sehr in seinen Rechten eingeschränkt sieht.

Norbert Berthold | Mi., 13. Mai 2020 - 00:28

Ich vermisse in dem Artikel eine angemessene Würdigung des Beitrags von EUROIMMUN zur Bekämpfung der Pandemie.

Hanikel Waldemar | Mi., 13. Mai 2020 - 01:10

Was war das eben?
wir lesen, dass "Das aescuLabor ist ein interdisziplinäres Speziallabor, das alle Bereiche der modernen Laboratoriumsmedizin umfasst." Und am Ende lesen wir, dass "Es ist nicht zu verantworten (ist), sich absichtlich zu infizieren".

Wissen wir das selbst nicht? Bin etwas irritiert.

Paul Baumann | Mi., 13. Mai 2020 - 07:06

könnte ich mir vorstellen, dass unter gewissen Umständen eine geplante Selbstinfektion machbar wäre, wenn dies gesichert zur Immunität beiträgen würde.
Einnahme des Erregers nach ärztlicher Untersuchung und höchstmöglichem Ausschluss schwerer Folgen... abgesprochen mit sozialem Umfeld und Arbeitgeber für 2 Wochen in die häuslich eingerichtete Quaratäne zurückziehen und das Virus über sich ergehen lassen, halte ich für eine machbare Art zum Erreichen einer Herdenimmunität... wenn dies etwas bringen würde?!

Urban Will | Mi., 13. Mai 2020 - 09:30

Eine Fachfrau gibt ihr Fachwissen zum Besten. Schön.

Was lernen wir daraus?

Es ist unverantwortlich, sich „absichtlich“ mit Corona zu infizieren.
Ok. Einleuchtend. Das Virus ist noch relativ unbekannt, eine schwere Erkrankung kann nicht ausgeschlossen werden.
Gesunder Menschenverstand.

Obiges (Corona ist noch relativ unerforscht) ist auch der Grund, warum man noch nichts Konkretes sagen kann über Antikörper, Immunität oder eben auch die Wirksamkeit von Impfungen.

Bei anderen Krankheiten brauchte man da viele Jahre.

Und was sollen wir nun daraus schließen?

Noch ein paar Jahre shutdown? Schließlich wissen wir ja kaum was über die Gefährlichkeit von Corona.
Aber gleichzeitig noch ein paar „Wellen“, damit wir mehr über die Antikörper, Immunität, etc. lernen? Also hoffen, dass trotz shutdown sich doch noch etliche infizieren, sonst geht da ja gar nichts weiter...

Das ist alles nur noch ein Verwirrspiel.

Ernst-Günther Konrad | Mi., 13. Mai 2020 - 09:41

Ich bin gegen Zwangsimpfung, lasse mich nicht impfen, akzeptiere aber jeden, der davon überzeugt ist und sich impfen lässt. Ich stimme Herrn Poth absolut zu. Niemand lässt sich "vorsorglich" eine Niere entfernen, weil ein Verwandter Nierenkrebs hatte. Die Ärztin sagt es selbst. Die Fachleute wissen noch zu wenig. Es braucht eben auch Zeit, solche Dinge verbindlich zu untersuchen und nachweisbar Schlüsse ziehen und Empfehlungen zum Thema machen zu können.
Ja, die Historie benennt Wissenschaftler, die Selbstversuche gemacht haben. Die Gefahr, das Erkenntnisse der virologischen Wissenschaft "missbraucht" werden ist genau so groß, wie in anderen Bereichen auch. Im Falle des Corona muss deshalb alles versucht werden heraus zu finden, wie das Virus entstand und ob es bewusst oder unbewusst "entfleucht" ist. Wäre es bewusst und gewollt erzeugt, um die Welt ins "Unglück" zu stürzen, um eine sog. "neue Weltordnung" zu schaffen, sind die Menschen aufgefordert, sich dagegen zu wehren. Uffpasse

Urban Will | Mi., 13. Mai 2020 - 12:32

das Thema Zwangsimpfung wird dann erst richtig aufkommen, wenn ein Impfstoff da ist.
Und da bin ich gespannt, wie denn unsere schlaue Obrigkeit reagiert, wenn sich beispielsweise eine zweistellige Millionenzahl von Menschen hier im Lande nicht impfen lässt.

Das wird lustig, auch dahingehend, ob all die braven Untertanen, die all die GR – Einschränkungen für gut halten, sich dann auch brav impfen lassen.
Ein „Impfzwang“ wird dieses Land noch mehr zerreißen, als es eh schon ist.

Und wenn es keinen Zwang gibt?... Wenn Viele ungeimpft bleiben?
Dann muss es ja weitergehen mit shutdown, schließlich „muss“ man dann ja die Unwilligen vor sich selbst schützen. Und gezielte Diffamierung, bzw. Sonderregeln will man ja auch nicht. (Siehe: Umgang mit Genesenen)
Wenn nicht, macht man sich selbst noch unglaubhafter und lächerlich.

Ich hoffe nur, dass all die Panik in Sachen Corona bis dahin soweit abgeflaut ist, dass meine oben geäußerte Befürchtung gar nicht mehr eintreten wird.