Linksruck in Deutschland - Gendertoiletten statt Hightech-Konzerne

Deutschland rückt nach links. Die derzeit beliebteste Koalition wäre Rot-Rot-Grün. Selbst in der CDU haben sich linke Denkmuster ausgebreitet. Die Ursache liegt in einer verqueren Vorstellung von Fortschritt. Kaufen kann man sich davon nichts

Schild zu Unisex-Tolitette
Haben Unisex-Toiletten bei uns eine höhere Priorität als der tatsächliche Fortschritt? / picture alliance

Autoreninfo

Alexander Grau ist promovierter Philosoph und arbeitet als freier Kultur- und Wissenschaftsjournalist. Er veröffentlichte u.a. „Hypermoral. Die neue Lust an der Empörung“ und „Kulturpessimismus. Ein Plädoyer". Im September erscheint von ihm „Politischer Kitsch. Eine deutsche Spezialität“ bei Claudius.

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Alexander Grau

Deutschland rückt nach links. Wer nach Greta-Euphorie, den grassierenden Enteignungsfantasien und dem demoskopischen Höhenflug der Grünen noch Zweifel an dieser Einsicht hatte, der sollte durch eine aktuelle Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov eines Besseren belehrt sein: Demnach ist die derzeit beliebteste Koalition der Deutschen Rot-Rot-Grün.

25 Prozent der Befragten bevorzugen ein solches Linksbündnis. Deutlich abgeschlagen sind hingegen Jamaika (15 Prozent) und Schwarz-Grün (14 Prozent). Von den Wählern der Grünen wünschen sich derzeit sogar 54 Prozent Rot-Rot-Grün, was angesichts der jüngsten Umfragewerte der Grünen nicht ohne Gewicht ist.

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Bettina Jung | Sa, 8. Juni 2019 - 10:47

In der sog. Gründerregion Allgäu hat ein Start-up den Gründerpreis gewonnen. Deren Innovation ist eine Brotzeitbox aus Blech anstatt Plastik. Fortschritt in Deutschland wird im Stuhlkreis entwickelt, ist nachhaltig, bunt und einfältig. Habe ich Einfalt geschrieben? Ich meine natürlich Vielfalt!

gute alte Aludose aus der Mitte des letzten Jahrhunderts.
Wir könnten auch die Autos von damals bauen, allerdings bei gleicher Motorleistung mit nur 2ltr. Spritverbrauch und weniger Ausstattung und leichtgewichtig.
Würde die Ressourcen schonen und die CO2-Emission im PKW-Verkehr würde sich drastisch reduzieren.

Dorothee Sehrt-Irrek | Sa, 8. Juni 2019 - 11:16

wunderbares Narrativ vom gesellschaftlichen, technischen und normativen Fortschritt gekommen, alias "SPD", "FDP" und "CDU".
Die Anführungsstriche zeigen sozusagen die Kerne an mit jeweils dazugehörenden Coronen.
Mal leuchten die Grünen stärker als die SPD, mal werden die National-Liberalen stärker als die FDP, mal werden innerhalb der CDU die jeweiligen Flügel stärker.
Der gesellschaftliche Fortschritt kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden als das Bilden jedes Einzelnen innerhalb einer Gesellschaft, als Bildung einer Gesellschaft, der technische und normative Fortschritt sprechen für sich.
Europa spricht für sich.
Schauen Sie sich dagegen Clangesellschaften, tribale/paternalistische? Strukturen oder die Bewaffnung der Amis an.
Wenn wir in Deutschland unser überlebensfähiges Konglomerat, im Sinne von Lebensspiritualität/z.B. Christentum aber auch vieles mehr bewahren, in Respekt und Liebe zusammenführen, dann wird es hier noch Leben geben, wenn anderes "ver-dorrt/blutet".

Bernd Schiebener | Sa, 8. Juni 2019 - 11:20

Der Kanzler Habek wird's schon richten, er wird den Resetknopf für die gesamte Welt drücken. Feuer wird grundsätzlich verboten, wir wärmen uns mit Fellen von Tieren, die an Altersschwäche gestorben sind. Das Rauschen in der Luft werden keine Düsenjets sondern Vogelschwärme sein. Wir nähren uns von Grassamen und Beeren des Waldes. Insektenschwärme verdunkeln die Sonne und halten die Durchschnittsthemperatur auf erträgliche 10-15 Grad ( Ganzjährig weltweit ). Die Anreise zur deutschen Lieblingsinsel "Malle" dürfte den gesamten Urlaub in Anspruch nehmen. Inhaber des Fahrtenschwimmer-Scheins sind auch hier auf dem Weg zur Insel glatt im Vorteil. Kreuzfahrten nur mit der neu auf Kiel gelegten KON - TIkI ! Wobei der Begriff Jahresurlaub eine völlig neue Bedeutung erhält. mangels Industrie haben wir das ganze Jahr Urlaub. Ich freue mich drauf !!! Schöne Pfingsten !

kann man dazu nur sagen. Nur dass die Verantwortlichen sich nicht daran halten werden, daran wird sich auch dann nichts ändern! Genau wie die SED-Genossen im Intershop einkauften und die kapitalistisch erzeugten Waren bevorzugten, werden sich diese grün-linken Weltbeglücker ein Hintertürchen zur alten Welt mit Fleisch und Eisbomben im Plastikbecher mit Wegwerf-Löffelchen offen halten. Man ist ja nur der Wegweiser. Den Weg selbst geht ein Wegweiser ja bekanntlich nicht mit … !

Christa Wallau | Sa, 8. Juni 2019 - 11:21

Der gefährlichste ideologische Irrtum besteht m. E. darin, daß man an die grundsätzliche Veränderbarkeit des Menschen glaubt.
Es gibt keine kontinuierliche Entwicklung - hin zu einem fortschrittlicheren Menschen an s i c h , sondern stets nur eine Fortentwicklung von Individuen bzw. von Menschengruppen. Diese kann positiv, aber auch negativ verlaufen.
Die Grundkonstanten des Menschen u. des menschlichen Zusammenlebens sind u. bleiben nämlich immer die gleichen. Deshalb ist es kein Fortschritt, sondern Realitätsverlust, wenn man glaubt, "den" Menschen fortschrittlicher machen ("verbessern") zu können, indem man z.B. die Familie zu einem beliebigen Zusammenschluß von Menschen erklärt u. nicht mehr von Vater/Mutter spricht, sondern von Elter I/ Elter II.
Die Erosion jeder Gesellschaft ist das Ergebnis bei solchem Tun. Wie Sie richtig schreiben, lieber Herr Grau: Mit all dem linken Unsinn soll abgelenkt werden von eigentlicher Fortschrittsunfähigkeit
in Wissenschaft u. Technik.

Es war - wenn ich richtig informiert bin - Karl Popper, der diese passend einordnete mit den Worten: "Der Versuch, den Himmel auf Erden zu schaffen, endet immer in der Hölle!"
Das haben wir mit allen Ideologien durchlebt und durchlitten. Wobei wir Deutschen eigentlich aufgrund unserer braunen und roten Diktatur hätten lernen müssen. Leider haben wir dir rote Diktatur bisher noch nicht verarbeitet.

Der sogenannte neue, bessere Mensch. Eine marxistische, von den Linken geliebte Idee-Ideologie.
Man muss ihn nur heran züchten, heran erziehen und alle werden gleich und gut, das Paradies auf Erden.
Selbst die Nazis versuchten so etwas ähnliches, nach "Zuchtkritieren" den "Adel der Zukunft" (Aktion Lebensborn) zu generieren.
Alles Wunschdenken mit dem man die Menschen ködern und verführen will.
Jedes Neugeborene fängt leider bei Null an, baut zwar auf dem Wissen der Vorgenerationen auf und kann mit viel Wissen in das Leben starten, wird aber vielfach, manchmal letztendlich vom "Es" gesteuert.
Edel sei der Mensch, hilfreich und gut ... Ach ja, wie schön es doch wäre, wenn's dann aber um die Wurst geht (Konfliktsituation) kommt man schnell an die Grenzen.

Günter Johannsen | Sa, 8. Juni 2019 - 12:12

In Merkels Amtszeit ist Deutschland Stück für Stück zum "Vormundschaftlichen Staat" mutiert. Genau DAS interessiert Menschen in Deutschland heute: wie bekommen wir wieder ein freiheitlich-demokratisches Deutschland, in den sich die Menschen frei, mündig und selbstbestimmt fühlen können?! Die GroKo unter Merkel hat Deutschland gespalten in Gutmenschen, die sich konform verhalten - und böswillige Rassisten, Rechtspopulisten und Islamfeinde (wer den Islam kritisiert) andererseits! Rolf Henrich, Rechtsanwalt und Regimekritiker der DDR, schrieb sein 1989 erschienenes Buch "Der vormundschaftliche Staat": es analysiert das Versagen des „real existierenden Sozialismus“ und gilt als wichtiger Impuls für die Formierung der Bürgerbewegung in der DDR. Es ist heute wieder brandaktuell! Denn das ´Betreute Denken´, welches uns wieder zugemutet wird - man lässt uns in ARD & ZDF nur wissen, was der linken Merkel-Politik zuträglich ist - fühlt sich an wie DDR 2.0!

Markus Michaelis | Sa, 8. Juni 2019 - 12:25

Ein gewisser absoluter gesellschaftlicher Fortschritt hängt an "universellen Werten", die jede erfolgreiche (was ist das?) Gesellschaft berücksichtigen muss. Manche Dinge sind biologisch vorgegeben und sehr stabil, andere durch den technisch/historischen Zeitrahmen bedingt. Sparta war etwa über Jahrhunderte sehr stabil und erfolgreich - mit deutlich anderen Prinzipien als heute. China wird demnächst (wenn es an der Spitze steht) neu austesten, ob man mit weniger Gewaltenteilung besser fährt.

Fortschritt und universelle Werte sind jedenfalls keine breite, deutlich vorgegebene Autobahn, sondern ein schmaler Grat, den man Stück für Stück ertasten muss.

Wir testen gerade viel rund um den Begriff "Diskriminierung" aus - von Einzelpersonen, zwischen Gruppen, national, weltweit. Da wird viel experimentiert.

Ob man das Gesamt-Diskriminierungsempfinden absenken kann und eine vom Einzelempfinden losgelöste, akzeptierte und weiterführende Definition schafft, ist noch offen.

Gisela Fimiani | Sa, 8. Juni 2019 - 13:02

Die „moderne“, vor allem die sog. „postmoderne“ Gesellschaft, hat der kultur-historischen Bildung abgeschworen. „Was du ererbt von deinen Vätern.....“, nicht verstanden, deshalb entsorgt. Die ererbte Idee der Aufklärung, nicht verstanden, deshalb entsorgt. Die Idee der freiheitlich bürgerlichen Demokratie, nicht verstanden, deshalb entsorgt. Dem Land der „Dichter und Denker“ ist die Ambition abhanden gekommen, mittels Bildung, eine eigene Persönlichkeit „bilden“ zu wollen. Denkfähigkeit bedarf der Denkkraft, der Anstrengung, des Zweifels, weil der Irrtum immer möglich ist. Statt dessen sehnt man sich zurück zur kindlichen Aufgehobenheit in der romantischen Horde. Die „Dekonstruktion“ des Bildungskanons hat für Infantilisierung, Verdummung, zur Degradierung des Bürgers zum Nur-Gattungswesen Mensch gesorgt. Profiteur ist eine neue polit-mediale Kaste, die, aus Eitelkeit und eigener Überforderung, ihre zerstörerische Ideologie vorantreiben muss, um der Entlarvung zu entkommen.

Inge Meier | Sa, 8. Juni 2019 - 14:02

Die historischen Sozialisten mit ihrer Maxime „Gleichheit/Freiheit/ Brüderlichkeit“ waren Kinder der Aufklärung, standen im Gegensatz zu den restriktiven Feudalregimen und galten damit als fortschrittlich.Bei meinen von Grün schwärmenden bürgerlichen Bekannten, geht es aber eher um religiös angehauchte apokalyptische Phantasien (Greta !). Skeptizismus, ein wesentlicher Bestandteil der Aufklärung wird moralisierend abgelehnt. Um Gleichheit oder gar Freiheit geht es auch nicht wirklich, sondern um ein diffuses Unbehagen an der Komplexität der Modernen.Es gibt keine Hinweise , dass sie wirklich auf ihren Lebensstil verzichten wollen oder gar wie die 68 ein enges Zusammenleben in Kommunen anstreben. Irgendwie wollen sie das alles „besser“ wird, eben Fortschritt, wobei der wünschenswerte Endzustand dieses Fortschritts unbestimmt bleibt. Sicher ist nur die negative Utopie, dass alles getan werden muss um den totalen Klimazusammenbruch hintanzuhalten und das könnte in einer Dystonie enden.

Barbara Ebert | Sa, 8. Juni 2019 - 15:47

Dieser Artikel ist leider wieder einmal nur zu wahr. Ist unser Merkeldeutschland so übersättigt und lethargisch, dass es bewusst den Selbstmord vorzieht? Oder ist es der abnehmende Einfluss der Kirchen, der Menschen sich einem anderen "Gott"
zuwenden lässt auf der Suche nach Ehrbarem und Erhabenem.
Der Mensch hat gut zu sein, und ein guter Deutscher ist es!

Heidemarie Heim | Sa, 8. Juni 2019 - 20:43

Scheinbar ein Jeder möchte diesem elitären Club der Vorkämpfer für die dringend zu leistende geistige Entwicklung unserer aktuell in Teilen nonkonformen Gesellschaft rechts der Mitte beitreten;-).
Das dabei verwendete Blendwerk mittels progressiven Anstrichs wird sich spätestens in
Phase der Praktikabilität auflösen.
Aber wie ich schon zu den Vorreitern dieses Trends, im Mittelpunkt unsere arme aber sexiest capital ever,Berlin schrieb, brauchen wir scheinbar die erlebte direkte Konfrontation mit der politischen Simulation. Die im Zeichen des Fortschritts installierten Gender-Toiletten stellen da wohl die ersten Versuchsreihen dar;-) MfG

Urban Will | Sa, 8. Juni 2019 - 21:06

wie es Menschen gibt, die durch ihre Arbeit die Grundlage für diese Tagträumerei schaffen.
Die Systeme sind – noch – mit Geld versorgt, wer weiß, wie lange.

Es ist ein Kartenhaus, welches hier kontinuierlich wächst, aber es wird ebenso schnell wieder zusammenfallen, da es größtenteils auf Naivität, Arroganz und Leistungsunfähigkeit fußt.

Die Besonderheit unserer Geschichtspflege und deren häufige, aber geduldete Missinterpretationen (wer ist nicht alles ein „Nazi“ heutzutage) trägt wohl dazu bei, dass sich dieser Mix der Unfähigkeiten so umfangreich ausbreiten konnte und kann. Kritik ist nicht geduldet, die Vernunft nicht erwünscht.

Die Protagonisten des Mainstreamings – jetzt haben sie in Form der Grünen die Spitze erklommen – haben in gewisser Hinsicht „Narrenfreiheit“, auch Dank vieler mit im Strom schwimmenden Medien.
Hier wird die Political Correctness zelebriert, die Gegner diskriminiert.

Deutschland dämmert vor sich hin, vielerorts gerne beklatscht.

Christoph Kuhlmann | Sa, 8. Juni 2019 - 21:15

sie sind wie Wasser in einem Becken das ständig hin und her schwappt. Aber will man es den Leuten verdenken, wenn ihnen ständig von der Politik ein X für ein U vorgemacht wird? Wählt mich mal, ihr werdet dann schon sehen welche Politik ihr bekommt, sagten sowohl Schröder und Merkel. Für mich hat das mit Demokratie nichts mehr zu tun. Insofern, viel schlimmer kann es eh nicht werden.

Christoph Kuhlmann ist nahe dran, unser gesellschaftliches Grundproblem zu durchschauen.
Wenn wir als Wählerinnen und Wähler nicht selbst aktiv Handelnde im politischen System sind, bleibt uns nur die Rolle als gefügige Mitläufer.
Aber auch die genannten Spitzenpolitiker(innen) Angela Merkel und Gerhard Schröder sind nur Marionetten in einem Gesellschafts- und Wirtschaftssystem, das sich kapitalistisch nennt.
Nicht zu vergessen: Schröder gefiel sich in der Rolle als "Genosse der Bosse" und als "Autokanzler".
Und Frau Merkel hofierte denn ehemaligen Deutsche Bank-Vorstandsvorsitzenden Ackermann im Kanzleramt mit einem lauschigen Geburtstagsempfang.
Denn nicht die Kanzlerin bzw. der Kanzler bestimmen die Richtlinien der Politik, sondern die Wirtschaftsbosse und deren Verbandsvorstände.
Während Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer das Sozialprodukt erarbeiten, fließen die Gewinne den Kapitaleignern zu, die dieses Geld wiederum für sich arbeiten lassen. Schöner Schein von Demokratie?

… sind Darwinisten, die "wissen", dass nur Anpassung (und Mitlaufen) das Überleben (die Kariere) sichert. Nur Schelmen und bedauernswerte Abgehängte meinen heute, dass "nur tote Fische und Müll immer nur mit dem Strom schwimmen müssen", wie G. K. Chesterton einst feststellte. Ja, so "frei" sind unsere säkularen Staaten beliebigen Rechts.

gabriele bondzio | So, 9. Juni 2019 - 12:11

Richtig! Zumal man den typisch Grünen/ grünen Wähler eher im Staatsdienst als in der Wirtschaft findet. Quasi unproduktive Bereiche.Der Spruch von Tucholsky- "Das deutsche Schicksal: vor einem Schalter zu stehen. Das deutsche Ideal: hinter einem Schalter zu sitzen."- ist hier sprichwörtlich. Da haben wir einerseits Bräsigkeit und andererseits Bestimmeritis auf einen Fleck. Die Jugendliche nicht so begeistert. Ihr Satz, Herr Grau ...“ermöglicht die Idee des moralischen und gesellschaftlichen Fortschritts von der tatsächlichen Fortschrittsunfähigkeit einer Gesellschaft abzulenken“...ist auch goldrichtig.
Man muss der Jugend ja irgend einen Fortschritt bieten. Und dabe auch ein Zeichen gegen die Arriviertheit und Sattheit des etablierten Betriebs setzen. „Wir retten die Welt vorm Untergang!“ hört sich da doch prima an, solang man nicht liefern muss. Ob man sich dafür was kaufen kann, ist erst mal zweitrangig. Da die meisten der Angesprochenen noch Mama/Papa, zum Kaufen haben.

Günter Johannsen | So, 9. Juni 2019 - 19:45

Die grüne Hysterie von Klimaschutz und Genderwahn erweckt den Eindruck, vom Eigentlichen ablenken zu wollen. Das Problem unserer „modernen“ Gesellschaft heute bringt US-Schauspieler George Carlin auf eine interessante Theorie: „Das Paradox unserer Zeit ist: wir haben hohe Gebäude, aber eine niedrige Toleranz; breite Autobahnen, aber enge Ansichten. Wir verbrauchen mehr, aber haben weniger; haben mehr Ausbildung, aber weniger Vernunft; … Wir haben die Luft gereinigt, aber die Seelen verschmutzt. Wir haben unseren Besitz vervielfacht, aber unsere Werte reduziert.“ Das ist eine gnadenlose Bilanz: es ist heute wichtiger, etwas im Schaufenster zu haben, als im Geschäft. Davon will man ablenken, aber darüber müssen wir endlich reden. Die Grün-Linken irrten sich schon einmal folgenschwer für die Kinder, die in einschlägig grün-linken KiTas in Berlin die "sexuelle Befreiung" über sich ergehen lassen mussten. Die Grünen hatten Pädophilie fast salonfähig gemacht hat. Nun ist Genderwahn dran!

Norbert Heyer | Mo, 10. Juni 2019 - 07:16

Konservativ ist das neue Schimpfwort für „von gestern“ -„verstaubt“ -„rückständig“ oder ganz einfach der Totschlagbegriff schlechthin: „Nazi.“ Es ist einfach unmodern geworden, aus den Erkenntnissen in der Vergangenheit, etwas Neues oder auch Besseres zu schaffen. So wie die Luft im Ruhrgebiet immer besser wurde, nachdem Willi Brandt den „Himmel über der Ruhr“ blau machen wollte - und auch schaffte, oder die Autos immer schadstoffärmer wurden. Mit dem Bau des schnellen Brüters in Kalkar und die Verhinderung der Inbetriebnahme des fertigen Reaktors begann der schleichende Untergang einer Industrienation. Gerade auf die Erkenntnisse aus der Hochtechnologie ergeben sich neue Produkte, die für die Exportnation Deutschland überlebenswichtig ist. Stattdessen hat die Bundesregierung alles - wirklich alles gefördert und gestützt, was unserer Nation existenzbedrohend schadet. Wenn die Grünen tatsächlich aktiv entscheiden müssen, werden alle diese Blender hoffnungslos scheitern, wir aber mit.

Ernst-Günther Konrad | Mo, 10. Juni 2019 - 13:58

Ja, lieber Herr Grau, bis auf die AFD haben alle einen Linksdrall. Seit 15 Jahren hat man den Anschluss an den technischen Fortschritt verschlafen, vertreibt unsere fähigsten Leute ins Ausland, weil dort die Förderung und der Verdienst einfach nur besser ist. Internet, Mobilfunk, Autobatterien, Energie, Mieten, Rente, Flughafen Berlin, Kohleausstieg, Umwelt (nicht Klimahysterie) überall haben sich die etablierten blamiert und sind in der Zeit stehen geblieben. Getrieben von grünem "Geschrei" lassen sie sich immer weiter nach links drängen, in der Hoffnung, sie dürften am Ende mitspielen. Ergebnis: In Bremmen ist RGR als Ergebnis der Wahlen im Anmarsch. Es gäbe fachinhaltlich eine Menge zu sagen, die Grünen könnten täglich entlarvt und demaskiert werden, aber AM hat ja gesagt beim Thema Klima: Alles pillipalle, also wird D erst sich, dann Europa und anschließend die Welt retten. Die Medien unterstützen nach leibeskräften, ein Teil des Volkes ist grünbesoffen, die Denkenden ausgegrenzt.

Ernst-Günther Konrad | Mo, 10. Juni 2019 - 14:21

Was ist denn, ob die Parteien es derzeit wollen oder nicht, mit einer Regierung CDU/CSU und AFD, ggfl.s mit FDP? Hier sieht man die Voreingenommenheit der Medien. Auch wenn die etablierten krampfhaft die AFD ausblenden, sie ist größte Opposition im BT. Sie sitzt in allen Landesparlamenten. Außer dem immer wieder kehrenden Vorwürfen gg. Höcke und Gauland wird die AFD medial fast ausgeblendet. Oftmals nur Alibi-Talkgast oder am Rande erwähnt, mit zwei Sätzen oder aus dem Zusammenhang heraus verhöhnt oder diffamiert infolge bewusster Umdeutung, gerne auch lächerlich gemacht. In Görlitz will Hollywood einen AFD OB verhindern. Und Trump wird vorgeworfen, von Putin protegiert worden zu sein. Fremdeinmischung bei AFD ja, bei allem anderen nein? Sind das die freien Medien und unabhängigen Meinungsinstitute? Die haben offenbar alle Angst vor der Wahrheit. Nun, diese wird sich Bahn brechen, demnächst bei den Wahlen im Osten. Da werden die Zechenkumpel und die Abgehängten zum Halali blassen.

Alexander Mazurek | Mi, 12. Juni 2019 - 00:21

… es geht immer nur blind vorwärts, nimmer rückwärts, keine Rückbesinnung, Umkehr, Metanoia, Teschuwa, so will es die Revolution des Nihilismus, rot, braun oder heute grün-bunt. Siehe G. K. Chesterton: "Der Fortschritt, so wie er seit dem 16. Jahrhundert fortgeschritten ist, verfolgt in jeder Hinsicht den gewöhnlichen Sterblichen. [...] Auch der Fortschritt hat seine Heiligen und seine Märtyrer, seine eigenen Legenden und Wundergeschichten wie jede andere Religion, nur sind sie meistens falsch, wie die Religion, zu der sie gehören. Am verbreitetsten ist die Legende, der junge fortschrittliche Mensch werde von dem alten gewöhnlichen unterdrückt. Aber das stimmt nicht. Der alte gewöhnliche Mensch ist der Unterdrückte. Ihm hat man nach und nach alle seine alten, gewohnten Rechte genommen. […] Meine These lautet also weiterhin, dass nicht der außergewöhnliche Mensch verfolgt wird, sondern der gewöhnliche." Der "Aufstand der Massen", die Dominanz der selbstzufriedenen jungen Herrschaften …

Roland Schmidt | Do, 13. Juni 2019 - 18:41

Die Grünen steuern auf den Moment der Wahrheit zu, sollten sie demnächst in der deutschen Politik auf den schon länger verwaisten Fahrersitz gewählt werden..... und liefern müssen!

Bleibt bis dahin zu hoffen, dass unsere fähigsten Journalisten die politischen Optimierungs-Illusionen der Wahlkämpfer auf ihre realistische Umsetzbarkeit an der mehr denn je gültigen Weisheit messen: "It's the economy, stupid!"

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