Das Schild einer Demonstrantin auf der Demo der Linken in Leipzig Anfang September / Anja Lehmann

Proteste - Heißer, kalter Herbst

Durch Deutschland laufen die Schockwellen des Ukrainekriegs. Rechts- und Linksaußen mobilisieren gegen die Ampel. Und immer mehr Menschen sorgen sich um ihren Wohlstand. Gerät das Land aus dem Takt?

Autoreninfo

Moritz Gathmann ist Chefreporter bei Cicero. Er studierte Russistik und Geschichte in Berlin und war viele Jahre Korrespondent in Russland.

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Riefe Jürgen Elsässer an diesem Montag Anfang September zum Sturm auf Berlin, würden sie ihm folgen, die gut 2000 Rechtsextremen, Wutbürger, Corona-Spaziergänger, Querdenker und Freien Sachsen? Der 65-Jährige, einst hart links, heute hart rechts mit seinem Compact-Magazin, tut es nicht an diesem Abend auf dem Leipziger Augustusplatz. Aber gemeinsam mit der rechtsextremen Speerspitze, darunter der rechte Ideologe Götz Kubitschek und Ex-AfD-Kader André Poggenburg, hetzt der gewiefte Rhetoriker seine Zuhörer gegen „die da oben“ auf, gegen die „Volksverräter in Berlin“, die ihren „verdammten Krieg gegen Russland“ führten. „Das Volk muss der Regierung einen heißen Herbst bereiten“, ruft er mit schwäbischem Akzent den johlenden Sachsen zu.

Vom „heißen Herbst“ ist die Rede, seit klar ist, welche Schockwellen der Ukrainekrieg in die deutsche Wirtschaft sendet: Lieferketten sind gestört, Rohstoffpreise steigen, Putins Drehen am Pipeline-Ventil lässt die Energiepreise explodieren. Außenministerin Annalena Baerbock spricht von drohenden „Volksaufständen“, falls Putin den Gas-Hahn komplett zudrehe. Und der oberste Thüringer Verfassungsschützer Stephan Kramer prophezeit eine „hoch emotionale und existenzielle Krisensituation“ mit Massenprotesten und Krawallen. Was Deutschland an Auseinandersetzungen während der Corona-Pandemie erlebt habe, sei dagegen „wahrscheinlich eher ein Kindergeburtstag“. Sind das leere Warnungen, oder droht uns tatsächlich ein gewalttätiger Protestwinter, in dem es Links- und Rechtsextremisten gelingt, um ihre Existenz fürchtende Bürger auf ihre Seite zu ziehen? 

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B.Mayer | So., 2. Oktober 2022 - 10:43

Um Krisengewinne abzuschöpfen braucht's im Prinzip nur einen Paragraphen im Grundgesetz daß eben Krisengewinne abzuschöpfen sind.
USW.

Das wäre Baldrian für die Wirtschaft.

Gabriele Bondzio | So., 2. Oktober 2022 - 11:13

... in dem es Links- und Rechtsextremisten gelingt, um ihre Existenz fürchtende Bürger auf ihre Seite zu ziehen?

Ich habe sie schon besser erlebt, werter Herr Gathmann.
Symphatie für die Ukraine ist ganz gut, aber daraus die Augen komplett zu verschließen.

Es gibt überigens in allen Partein "gewiefte Rhetoriker", die gerne Menschen mit ihrer Ideologie locken.
Und schnell ihre hochgesteckten-moralischen Ziele vergessen.

Sie können es in der Langzeitstudie über „Vergessene Welten und blinde Flecken“ von Ladislaus Ludescher nachlesen.
Das Ganze ein beschämendes Lagebild einer „westlich“ dominierten Medienlandschaft.
Die nur noch Krieg in der Ukraine kennt. Wo täglich auch deutsches Steuergeld in Größenordnungen ...einfach verbrannt wird.

Zurück zu DE. Ein Mensch, der infolge unklugen/parteiischen Handelns, seiner eigenen Volksvertr. um seine Existenz fürchten. Etwas was sein Leben bisher ausgemacht.
Muss sich von NIEMANDEN belehren lassen, mit wem er demonstrieren darf oder nicht.

Wolfgang Tröbner | So., 2. Oktober 2022 - 11:41

In den Medien, auch hier, wird immer so getan, als ob nur die bösen Querdenker den Sturz des Systems anstrebten. Und jegliche Form des Protestes gegen die Politik der Ampel unter ihrer Beteiligung sei schon aus diesem Grund abzulehnen. Warum wird eigentlich nicht thematisiert, dass die Grünen, die die Politik im Lande dominieren, selbst auch nichts weiter anstreben als den Sturz des bestehenden Systems. Wer nur mal kurz in das unlängst erschienene Buch der TAZ-Journalistin Ulrike Herrmann geworfen hat, sieht mit Erschrecken, was die Grünen tatsächlich für die Deutschen und ihr Leben in der Zukunft planen. Wie man an der Reaktion der Grünen-Ministerin Lembke neulich bei Lanz sehen konnte, wollen die nicht, dass die ihre Pläne überhaupt ruchbar werden. Warum wohl? Wir erleben nämlich derzeit mit der Energie- und Versorgungskrise nur den Beginn des grünen Reiches. Es ist nur zu vermuten, dass alles noch schlimmer wird. Und da kann es nur Proteste geben, wenn man das nicht will.

Die Umstürzler sind doch längst am Werk in Deutschland und haben bereits sehr viel kaputt gemacht!
Das "Grüne Reich" soll systematisch und kontinuierlich weiter verwirklicht werden bei uns.
Nebenbei erlauben sich die Vorkämpfer für diesen Wahn jetzt auch noch den Luxus, den Krieg in der Ukraine bedingungslos zu unterstützen und dafür die Interessen der deutschen Bürger gnadenlos zu opfern.

W E R also ist hier ein Systemzerstörer? Die Regierenden oder diejenigen, die gegen die Regierung protestieren?

Es ist paradox, wenn immer behauptet wird, daß die wachen Bürger, die sich auf ihren eigenen Verstand und ihr Recht auf Widerstand berufen, die "Querdenker" oder sogar "Idioten" seien, während es in Wirklichkeit die links-grünen Illusionisten sind, die offensichtlich ihren Verstand verloren haben und unser Land dem Ruin aussetzen.

Es ist nicht mehr 5 vor 12, sondern längst 5 nach 12 - also mehr als höchste Zeit für Proteste, wenn sie überhaupt noch etwas Positives bewirken sollen.

Ich habe Fr. Herrmann bei Lanz erlebt. Und richtig, was die Grünen dem deutschen Volk versprochen haben, wird jetzt rigoros durchgezogen. Bloß mit dem Unterschied, dass niemand genau hingehört oder deren Programme gelesen hat. Und nun ist das Geschrei in der „Mitte der Gesellschaft“ groß. Und wenn jetzt dagegen demonstriert wird ist das eigentlich im höchsten Maße lächerlich sieht man sich den vergangenen und gegenwärtigen medialen Hype um diese Partei an. Sie, die Grünen, haben nie einen hel aus ihren Zielen gemacht. Und angefangen mit Schröder bis zu Merkel in ihren letzten Jahren, fanden diese Ideen super und haben sich deren Zeitgeist unterworfen. Jetzt hilft kein Jammern, sondern nur noch erheblicher Druck von der Straße um dieses Desaster abzubrechen um nicht vollends in den Abgrund zu stürzen.
Mit freundlichen Gruß aus der Erfurter Republik

Hans Jürgen Wienroth | So., 2. Oktober 2022 - 11:42

„Was dem Westen fehlt … ist … eine Lust darauf .., das System zusammenbrechen zu sehen“. Diese Menschen haben bereits einen „Bruch“ erlebt, lebten im Sozialismus und kämpften für Frieden und Wohlstand. Sie haben Angst, dass dieser Kampf nach 30 Jahren umsonst war, sie wieder in der Mangelwirtschaft landen. Derweil verteilt die Regierung das Geld in der Welt.
Sanktionen gegen Russland und die Unterstützung der Ukraine mit Waffen sind richtig. Nur warum heizen Teile unserer Regierung den Konflikt an, drohen Russland mit Verarmung, stehen an vorderster Front bei den Energiesanktionen, die uns viel mehr schaden als Putin? Die Kriegsrhetorik in Verbindung mit Energiemangel bringt die Menschen auf die Straße. Wenn das Vertrauen in die politischen Verantwortlichen sinkt, dass sie in der Lage sind, für Strom und eine warme Wohnung zu sorgen, dann kommt es zu Protesten. Immer mehr Menschen haben Angst, dass die Erneuerbaren ein Irrweg sind. Angebotsorientierte Versorgung kennen sie bereits.

Tomas Poth | So., 2. Oktober 2022 - 11:43

Das Land ist schon seit der Massenmigration, seit den falschen geführten Corona-Maßnahmen außer Takt geraten und wird nun auch noch mit der Sanktionspolitik gegen Gaslieferungen aus Russland völlig an die Wand gefahren.
Ihre Frage, Hr. Gathmann, ist rein rhetorischer Art und fokussiert sich auf den falschen Gegenstand!
Der Krieg in der Ukraine entblößt nur, auf brutale Weise, die Machtinteressen der USA und dessen Widerpart Russland auf.
Das ist der seit 2004 schwelende Konflikt, für den die ukrainische Bevölkerung den Blutzoll zahlt.
Daß sich die deutsche Bevölkerung gegen eine falsche Politik, die eine Selbstzerstörung ihrer Versorgungslinien in kauf nimmt, in einem "Heißen Herbst" gegen diese Politik demonstrativ wehren will ist ihr demokratisches und überlebenswichtiges Recht.
Wer sich sklavisch einer imperialistischen US-Politik unterwerfen möchte, kann diese jetzige Regierung ja gern weiterhin unterstützen, Wass dann wohl auch die Intention dieses Artikels ist.

Stefan Forbrig | So., 2. Oktober 2022 - 12:06

...da haben Sie ja die ganzen -aus Ihrer Sicht "Geächteten"- alle schön aufgeführt und sogar durchgezählt. Sie haben noch die "Klimaleugner, Coronaleugner und Putinversteher" in Ihrer dreisten Aufzählung vergessen. Natürlich werden die alle nur "aufgehetzt" und müssen an die Hand genommen werden. Daß die allermeisten ganz normale Bürger sind, aus allen politischen Lagern, die selbständig denken können und von der derzeitigen Politik die Schnauze voll haben, das darf ja offensichtlich nicht sein. Schwache Argumentation. Schade.

Martin Falter | So., 2. Oktober 2022 - 22:47

Antwort auf von Stefan Forbrig

eigentlich keine Argumente .

Denn die, die einen " heißen " Herbst herbei sehnen, rufen offen zu Gewalt und Umsturz auf.

Sie sollten vorsichtiger sein, wen sie als normale Bürger bezeichnen.....

Ich höre sowohl auf Twitter, als auch im BT Stimmen von der SED, die zum "Systemwechsel", also Umsturz aufrufen, deren Handlanger von der Antifa kündigen Gewalt an, Frau Neubauer und Ende Gelände kündigen einen Umsturz mit Gewalt an (Pipelines sprengen) und die Grünen ja ohnehin. Das sind alles nachprüfbare Fakten. Nennen Sie doch mal Namen und Zitate von den Demonstranten, die zu Gewalt und Umstürzen aufrufen. Und damit eins klar ist: der Aufruf zur Rückkehr zum GG und zur Freiheitlich-Demokratischen Grundordnung ist kein Aufruf zu Umsturz und Gewalt, wie Sie das hier zu unterstellen versuchen. Und vorsichtig muß ich überhaupt nicht sein, denn wenn bei Demos das Ziel propagiert wird, das ich auch verfolge, ist mir Wumpe, wer da alles mitläuft, ob rot/grün/blau/schwarz oder Regenbogen. Daß sich da regelmäßig auch Mitläufer oder Provokateure aller Couleur drunter mischen, können Sie überhaupt nicht verhindern oder steuern.
Und ich glaube nicht, daß das schwache Argumente sind...

Gerhard Lenz | Mo., 3. Oktober 2022 - 18:02

Antwort auf von Stefan Forbrig

Wow, Herr Forbig, betreiben Sie mal wieder Opfer-Poesie?

Sind doch alles nur ganz normale, durchschnittliche Bürger, die ihren Wahn da ausleben. Das kennt man doch schon lange. Bereits zu Zeiten von Pegida, der als neuem Volkssturm angelegten Straßenformation des national-sozialen Widerstands, hörte man : Nur besorgte Bürger unterwegs, aber doch keine Nazis. Dass sie mit Spielzeuggalgen herumspazierten, auf denen sie die Namen ihrer Haßfiguren markiert hatten, oder Porträts mit dem Konterfei von Politikern, die man in Häftlingskleidung verpackt hatte - so what?. Dazu markige Reden vom "Volkstod", der bevorstünde und dem Tag, der da kommen und man keine halbe Sachen machen würde.

Was soll daran schon verwerflich, gar radikal sein? Entsprechende Sprüche sind doch scheinbar üblich, wenn der gute Deutsch am Sonntagmittag sein fettes Stück Schwarzwälderkirsch genießt, und bei einem guten Kaffee seine Sehnsucht nach einem neuen Führer beweint!

Schwach, Forbig, in der Tat.

Martin Falter | So., 2. Oktober 2022 - 12:09

der deutschen Einheit, kommt langsam ins Grübeln.

Vielleicht waren all die Mühen und Kosten ( auf beiden Seiten ) doch umsonst.

Christa Wallau | So., 2. Oktober 2022 - 12:31

u. Minister ablegen müssen?

„Ich schwöre, dass ich meine Kraft dem Wohle des Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, Verfassung und Recht wahren u. verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen u. Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde. So wahr mir Gott helfe."
(Gott dürfen sie streichen, aber alles andere gilt!)

Jetzt fragen sich viele Bürger(innen) u. wohl auch die Diversen: "Haben unsere Politiker ihre Aufgaben gemäß dem Eid erfüllt?" Und sie kommen zu dem richtigen Ergebnis: NEIN, DAS HABEN SIE NICHT!

Daß sie nun auf die Straße gehen u. ihre Wut herauslassen, hat nicht das Geringste mit einer "rechten" o. "linken" Einstellung zu tun, sondern in erster Linie mit begründeter Angst vor Verarmung u. Not.

Wer sie dafür Idioten (Verschwörungstheoretikern u. ä.) o. "Systemzerstörern" zuordnet, verkehrt auf perfide Weise Ursache u. Wirkung.

Das politische System i s t schon schwerst gestört, aber durch jene, die Deutschland regierten u. noch regieren!

Walter Bühler | So., 2. Oktober 2022 - 12:50

Als Berliner frage ich mich, wie man erst heute merken kann, dass das Land aus dem Takt ist: BER, Wahlorganisation, wirtschaftliche Lage der Bevölkerung, Überfremdung usw.: wirklich nie etwas davon gehört?

Welche Deutschen merken erst jetzt, dass die Bundeswehr, der Zivilschutz, der Katastrophenschutz nicht funktionieren, und dass die Leistungen der anderen Verwaltungen nicht überzeugend sind?

Der Krieg bringt diese Tatsachen überdeutlich zur Geltung. Wenn der Traum unserer Bellizisten in Erfüllung ginge und wir im Krieg kämpfen würden: könnten unsere Behörden und Institutionen das überhaupt aushalten , wenigstens für kurze Zeit? Würden sich die Fahrzeuge der Bundewehr in Bewegung setzen? Kann die Bevölkerung über drei bis vier Wochen mit Lebensmitteln versorgt werden? Gibt es in Berlin (k)einen Luftschutz?

POLITIK und MEDIEN haben sich viel zu lange von der Realität im Lande abgekoppelt und sich auf närrische Themen konzentriert.

DESHALB ist unser Land schon so lange aus dem Takt.

Peter Sommerhalder | So., 2. Oktober 2022 - 15:23

Natürlich, denn mit dieser offensichtlichen „Pflästerlipolitik“ der deutschen Regierung muss es logischerweise abwärts, sehr stark abwärts gehen....

Mit einer Pflästerlipolitik kauft man sich aus Sicht der Regierung ja lediglich ein bisschen Zeit. Die Probleme bleiben allerdings bestehen, resp. werden nur noch schlimmer....

Der Druck auf die deutsche Regierung ist leider immer noch viel zu klein...

Bernd Windisch | So., 2. Oktober 2022 - 17:18

Nancy Facer hätte weite Teile des Textes von Herrn Gathmann nicht besser schreiben können. Alle gängigen Stigmen und Diffamierungen gegen Kritiker einer undifferenzierten Ukraine – Hurrapolitik sind enthalten. Respekt!

„Wir nehmen eure Sorgen und Nöte sehr ernst aber bitte bleibt mit dem A….. zuhause denn lauter böse Menschen bevölkern die Straßen. Das ist so perfide wie durchschaubar.

Hans Süßenguth-Großmann | So., 2. Oktober 2022 - 17:33

wenn es um die Unterstützung der Ukraine geht. Weiterhin interessiert sie ja nicht was ich als ihr "Nichtwähler" aber deutscher Staatsbürger, von ihrer Ukraine Politik halte. Da es wäre es zielführend sie würde Selenski oder Melnik bitten , die Regierungsgeschäfte in Deutschland zu übernehmen, denn die wissen ja am besten was die Ukraine braucht.

Gerhard Noack | So., 2. Oktober 2022 - 18:32

Wofür Herr Woidke plädiert ist in Brandenburg wenig zu hören und interessiert viele Brandenburger schon lange nicht mehr. Seine zusammengestoppelte Regierung, nur um eine AfD zu verhindern, vertritt kaum die Interessen der Bürger. Große Initiativen um den Verlust der Arbeitsplätze in der ehemaligen Energieregion auszugleichen sind von ihm kaum ausgegangen. Die groß gefeierte Tesla-Gigafactory am Rande von Berlin kann verlorene Arbeitsplätze in der Kohle nur wenig ausgleichen. Das Woidke unter seinen Brandenburgern mit seinem Plädoyer für mehr Erneuerbare Gehör findet hat sich Chefreporter Moritz Gathmann ausgedacht.

Gerhard Fiedler | So., 2. Oktober 2022 - 19:41

„Wer sich sklavisch einer imperialistischen US-Politik unterwerfen möchte, kann diese jetzige Regierung ja gern weiterhin unterstützen, was dann wohl auch die Intention dieses Artikels ist.“
Richtig, Herr Thomas Poth! Und diese Intention bekommen wir von Herrn Gathmann hier laufend serviert. Für ihn fängt der Ukrainekrieg erst mit dem Einmarsch Russlands in die Ukraine an. Die Vorgeschichte mit Kriegstreiber USA und Nato wird ausgeblendet. Es ist die übliche Praxis unserer Regierung und der „Vierten Gewalt“. Sanktionen, die uns arm machen und Waffenlieferungen, die uns in den Krieg hineinschlittern lassen, sollen wir gut finden. Wer es nicht tut, gehört in die Anstalt. Und wenn der Krieg einmal vorbei ist, sollen wir den Wumms zum Wiederaufbau finanzieren. Geht aber nicht, denn dann ist Deutschland pleite. Anderes wäre besser, nämlich die dem Volk aufgezwungene „Solidarität“ zu beenden. Doch unsere Regierung begreift das nicht. Vielleicht wird ein heißer Herbst dazu beitragen.

Ernst-Günther Konrad | Mo., 3. Oktober 2022 - 10:39

Ich könnte mühelos noch einige Bezeichnungen ergänzen, für Menschen die montags oder auch am Wochenende demonstrieren. Ihnen sind ja bislang nur die üblichen "Bösewichte" eingefallen. Was ist mit den ganz "normalen" Bürgern, die aus Existenzangst, wegen der Migration, der Energiekrise, Verlust der Kaufkraft und des Wertes des Geldes, drohendem Arbeitsplatzverlustes, Verlust ihres Eigenheimes, weil sie nicht mehr genug zum Leben haben usw., der Politik sichtbar ihr Unbehagen mitteilen wollen, die schlichtweg wütend sind, wie innerhalb weniger Jahre der Wohlstand, auch der eigene der ganzen Nation wie bei einem Pokerspiel "all in" zum Einsatz kommt. Dürfen diese Menschen demonstrieren? Gegen was genau, ohne schon wegen des Themas in eine Schublade gesteckt zu werden? Wann und wo und mit wem? Wenn sie zusammenfinden, müssen die vorher ihre Mitstreiter politisch korrekt abgeprüft haben? Wie macht man das? Muss ich sofort weg von einer Demo, wenn sie von der AFD iniziert wurde?

Gerhard Lenz | Mo., 3. Oktober 2022 - 11:00

Das ist viel zu hoch gegriffen.

Man muss sich doch nichts vormachen: Die, die jetzt auf den Plätzen (und auch hier im Forum) Stimmung machen, tun das schon seit Jahren.

Sahen und sehen täglich den Niedergang unseres Landes voraus, meckern über den dummen Deutschen, der einfach nicht die AfD (oder neuerdings die Covidioten-Partei Basis) wählen will.

Wettern über Eliten, Politiker, die angeblich gegen ihren Eid verstoßen, jubeln Demos der ewig gleichen Chaoten zu Volksaufständen hoch.

Vielerorten ist sichtbar: Wer gegen die Corona-Maßnahmen war, ist plötzlich auch für Putin, pöbelt gegen USA und NATO, marschierte früher unter dem Namen Pegida und demonstrierte zwischenzeitlich gegen sexuelle Früherziehung.

Neben ein paar Unbedarften, die billigend in kauf nehmen oder auch einfach nicht wissen, mit wem sie sich da abgeben, sind immer die gleichen Radikalinskis zu sehen.

Ein Volksaufstand? Höchstens ein sich wiederholendes Lüftchen in einem Glas voller dunkler Brühe..

Ich rate ihnen mal mit einer Peace - Regenbogenfahne solch eine, von ihnen beschriebene, tiefe rechtsradikale Nazi - Demo zu besuchen.
Hoffentlich geraten sie nicht an einen Bäcker, Schlachter, Rentner, Familienvater u.s.w. , die Angst vor Hunger und Frieren haben und sich um die Zukunft ihrer Angehörigen und Arbeiter Sorgen machen.
In so einer Zeit interessiert mich weder die Ukraine, Afrika oder sonst ein Staat, der verhungert, seine Bevölkerung weg bombt oder abschlachtet.
In ihrem Wasserglas, schlagen bald hohe, dunkle Wellen über den Rand, und die dunkle Brühe sucht sich den einfachsten Weg und die sozialistische rote Soße verfärbt sich auch langsam braun.
Da hilft auch keine Hetze mehr gegen Andersdenkende, so wie die AfD - Hetze im Minutentakt der Medien vor der Landtagswahl in Niedersachsen.
Der Radikalinski, ihre Worte, ist nicht so blöd, wie Linke und Grüne immer denken.

Fritz Elvers | Mo., 3. Oktober 2022 - 17:50

Freimaurer-Urologen gelesen, die die Wende vorbereitet haben sollen, Naja, irgendwie plausibel, Die gesamte Staatsspitze war schließlich reif für das Urologenmesser.