Letzte Generation
Besteht bei den Klimaaktivisten der „Letzten Generation“ die Gefahr der Selbstüberhöhung? /dpa

Messianismus bei Umweltaktivisten - Klimakleber und Kleberklima

Die Klimaproteste drohen teilweise in einen gefährlichen Messianismus zu verfallen. Es ist aber falsch, Politik mit Heilslehren zu verwechseln. In der Demokratie darf keiner dem anderen seine Wahrheit aufzwingen, auch wenn er sich von höherer Selle legitimiert fühlt.

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Peter Beer ist Vorsitzender im Stiftungsrat der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt und seit 2020 Professor am Institut für Anthropologie an der Päpstlichen Universität Gregoriana. (Foto: EOM)

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Hans Zollner lehrt Psychologie an der Päpstlichen Universität Gregoriana und leitet das Institut für Anthropologie. Er gilt als Experte für Kinderschutz und Prävention. Von 2014 bis 2023 war er Mitglied der Päpstlichen Kommission für den Schutz von Minderjährigen. Zollner ist Jesuit.

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Die Klimakleber nerven. Sie tun es, und sie wollen es. Kein Wunder also, dass exponentiell zu deren einzelnen Aktionen die Erregungskurve ansteigt. Teilweise scheint sich die Berichterstattung über die Kleber derjenigen aus dem ukrainischen Kriegsgebiet anzugleichen. Von Taktikwechseln ist da die Rede, vom plötzlichen Zuschlagen oder dem geschickten Umgehen von Abwehrmaßnahmen. Man kann gespannt sein, wo das noch alles hinführt.

Einfach mal die Luft anhalten – vielleicht wäre dies momentan der bessere Beitrag zur CO2-Reduktion im Kontext Klimaschutz als die dauernde Dampfplauderei über, die wolkigen Grußadressen an und die nebulös luftverschmutzenden Hasstiraden gegen unterschiedliche Formen mehr oder weniger gut gemeinten Klimaprotests. Die Angelegenheit ist doch klar genug. Ja, es gibt den Klimawandel und ja, wir müssen uns gemeinsam in unterschiedlichster Weise den damit verbundenen Herausforderungen stellen. Mag es da auch immer wieder den einen oder anderen Puter beziehungsweise die eine oder andere „Puterin“ geben, die groß aufgeplustert von der Weltverschwörung krähen, alles in Abrede stellen und dabei ganz übersehen, auch selbst in die Gefahr zu kommen, ob der drohenden klimatischen Entwicklung als Grillhähnchen zu enden.

Klimawandel als Realität

Der Klimawandel ist nicht mehr wie vielleicht früher noch, als Wissenschaftler schon davor gewarnt, aber kaum Gehör gefunden haben, eine bloß abstrakte theoretische Größe, die – wenn überhaupt – irgendwo auf einer gottverlassenen, angesichts des steigenden Meeresspiegels zu versinken drohenden Insel erfahrbar ist. Der Klimawandel steht auch nicht mehr bloß vor der eigenen Haustür, er steht bereits in ihr, und jeder kann es unmittelbar erfahren. Tennisballgroße Hagelkörner, zutreffender sollte man eigentlich von Hagelbomben sprechen, ins Bodenlose fallende Grundwasserspiegel, der Fieberkurve eines Schwerstkranken gleichende Temperaturanstiege, riesige Waldbrände, sintflutartige Regenfälle – die Liste von Wetterextremen ließe sich noch lange fortsetzen – lassen erahnen, was Klimawandel bedeutet. Es ist nichts Geringeres als die Infragestellung unserer bisher gewohnten Lebensweise oder noch deutlicher gesagt: Es geht um unsere Lebensgrundlage überhaupt, es geht ans Eingemachte, es geht ums Ganze. Das führt zu Verunsicherung. 

Angst ist ein schlechter Ratgeber. Das ist allgemein bekannt, das weiß man. Aber trotzdem lässt sie sich nicht einfach verbieten, wegbefehlen oder löschen. Sie wirkt, und so braucht man sich nicht zu wundern, wenn ebenso im Fall des Angstmachers Klimawandel unterschiedliche Bewältigungsstrategien einsetzen, die von Verdrängung, Vermeidung, Verschleierung, Verleugnung über Hysterie, hektischen Aktionismus bis hin zu einer Art Messianismus reichen können. Außer bei unterbelichteten Schrumpfkopf-Egomanen, denen eh alles egal ist, außer sie sich selbst und das auch nur für den gegenwärtigen Moment, über den sie gar nicht hinaussehen wollen, weil sie sich selbst zu geil finden, um kurz mal den Blick von sich weg auf das große Ganze zu lenken, zu dem sie eigentlich auch gehören.

Gefahr des Messianismus?

Zum Messianismus, ein starkes Wort. Oder vielleicht zu stark? Kann sein, wenn man nicht klar auf dem Schirm hat, was damit gemeint ist, gemeint sein soll. Wir meinen damit die Überzeugung, dass man selbst oder jemand anderes, dem man/frau mehr oder weniger kritiklos folgt, die Lösung für alle Probleme ist beziehungsweise hat, und das gleich in mehrfacher Hinsicht. Hinsichtlich der Identifikation des einen entscheidenden Problems, das es zu lösen gilt, um damit gleichzeitig alle anderen zu lösen; hinsichtlich der Art und Weise, wie dieses eine entscheidende Probleme anzugehen ist; hinsichtlich der zu erwartenden Effekte und der notwendigerweise einzusetzenden Mittel. Vor diesem Hintergrund ist dann alles Weitere relativ einfach oder eben (mehr als bedauerlicherweise) unterkomplex. Und die Autoren dieser Zeilen sind Theologen: Messianismus kann, wie Kirchen sowie Religionsgemeinschaften und davon Betroffene in ihrer langen Geschichte schmerzhaft lernen mussten und immer noch müssen, auch ganz schön gefährlich werden.

Messianismus verträgt sich nicht einfach mal so mit den realen Gegebenheiten dieser Welt und mit den Spielregeln einer rechtsstaatlich fundierten freiheitlich-demokratischen Grundordnung. Und genau ab diesem Punkt gibt es Grund, abgesehen von der Angst vor dem Klimawandel, eine weitere Angst zu verspüren. Es ist zum Fürchten, wenn die Messianismus-Affinen die Gräben immer tiefer ausschachten zwischen ihnen selbst, den Wissenden, den Checkern, den Guten, den wohlmeinenden visionären Lebensrettern, und denen, die nicht ihrer Meinung sind und deshalb offensichtlich rückständig, verstockt, lebensfeindlich, unmoralisch. In einer solchen Grabenlandschaft gibt es nicht mehr die Frage nach richtig oder falsch, sondern nur noch die nach Gut und Böse.

Die Frage nach dem, was ist, wird einseitig gecancelt zugunsten von der nach dem, was sein soll. Maßhalten im eigenen Denken und Tun als Ausdruck der Anerkenntnis der eigenen Begrenztheit und Fehleranfälligkeit wird als Verzögerungstaktik diffamiert. Differenzierung im Wahrnehmen und das Bemühen um eine entsprechende Wahrnehmungsvielfalt findet sich schnell in der Ecke überflüssigen, zeitverschwendenden Tands. Klugheit als Versuch der Synthese unterschiedlicher Aspekte einer komplexen Welt verliert ihren Status als Leitidee von Angemessenheit. Der Einsatz von Vernunft und die daraus resultierende Möglichkeit des besseren Arguments verlieren gegen die schiere brachiale Setzung des Faktischen.

Wie stark ist das westliche Gesellschaftsmodell?

Danke schön, auf Wiedersehen! Das war’s dann mit der freiheitlich-demokratischen Grundordnung. Hat er also doch ein Stück weit recht gehabt, der Putin, der Xi oder wie sie sonst noch alle heißen? Ist das westliche Gesellschaftsmodell zu schwach, zu umständlich, zu zögerlich, zu vielstimmig, um mit den Problemen dieser Zeit fertig zu werden? Man muss kein größenwahnsinniger Diktator mit Ambitionen auf die Weltherrschaft sein, der je nach Eigeninteresse an seinem moralischen Kompass bastelt, um Zweifel an der Funktionalität und damit vielleicht auch irgendwie, gewollt oder ungewollt, an der Existenzberechtigung der gegenwärtigen westlichen Gesellschaftsform zum Ausdruck zu bringen. Diese Zweifel kommen nicht nur von außerhalb des Systems, sie lassen sich zunehmend auch innerhalb des Systems ausmachen.

Sie lassen sich dort ausmachen, wo man glaubt, mit einem gewissen messianischen Selbstverständnis eine Sache selbst in die Hand nehmen zu müssen, selbst unmittelbaren Zwang anwenden zu dürfen, weil die sogenannten „Anderen“ einfach zu dumm, zu langsam, zu ängstlich, zu verbockt oder was sonst noch alles sind – auf jeden Fall nicht der eigenen Meinung. Genau hier ist der Punkt, über den wir mit den Klimaklebern außer über das Klima unbedingt reden müssen. Es geht hier um eine fatale Denke, die wesentliche Fragen übersieht. Wo sind denn dann die Grenzen für Zwang, die Grenzen dafür, dass man eine Sache selbst in die Hand nehmen kann und vor allem dafür, dass man sie wieder aus der Hand gibt, geben muss?

 

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Das Prinzip, dass man eine Sache in die Hand nimmt und andere dazu zwingen darf, es einem gleich zu tun, solange man nur von der grundsätzlichen Bedeutung dieser Sache überzeugt ist, kennt keinen Unterschied. Es kennt letztendlich, so hart es zunächst klingen mag, keinen Unterschied zwischen dem Klimakleber und dem intellektuell grobmotorischen Autofahrer, der meint zur Selbstjustiz gegenüber den Klimaklebern greifen und diese von der Straße prügeln zu dürfen. Oder den ewig untoten Antik-Adolfs in neuem Gewand, die davon überzeugt sind, unter adliger Führung in Deutschland einen Staatsstreich gegen eine Regierung anzetteln zu müssen, die ihrer Meinung nach von einem „deep state“ geheim gelenkt den „great reset“ plant. Es gäbe noch weitere Beispiele, wie den kapitalismuskritischen Anarchisten, der Bahnstrecken sabotiert oder den antiwestlichen Kofferbomber, der Terroranschläge verübt.

Gefahr der Selbstjustiz?

Natürlich wäre es ein Unding, im Blick auf die zuvor genannten Klimakleber, Autofahrer, Antik-Adolfs, Steinzeit-Anarchisten und Kofferbomber nicht den Unterschied in Zielsetzung, Methoden sowie Wirkungsfolgen wahr- und ernstzunehmen. Dies würde den zahlreichen Ehrlichen, Gutmeinenden, moralisch Integren und Verantwortungsbewussten genauso unrecht tun, wie die zahlreichen Ausgrenzungs- und Marginalisierungsstrategien wie deren Kriminalisierung als Ökoterroristen, Infantilisierung als wohlstandsverwahrloste Gören, Hospitalisierung als Verrückte oder Ironisierung, indem mit dem Hinweis auf die Bezeichnung „Letzte Generation“ auf die biologische Selbstauflösung der Gruppe und die Selbsterledigung deren Aktivismus hingewiesen wird.

Dennoch bleibt die Frage: Wer hegt die jeweils anderen ein, die genauso meinen, „die Sache“ – was immer dies auch ist – in die Hand nehmen zu können? Soll der Anarchist den Kofferbomber sabotieren, der Klimakleber den Antik-Adolf blockieren, der zur Selbstjustiz tendierende Autofahrer alle gemeinsam über den Haufen fahren?

Will man dieses obskure Szenario vermeiden, dann bleiben eigentlich nur zwei Möglichkeiten im Blick auf eine ordnende grenzsetzende Größe. Entweder gibt es da den einen absoluten Herrscher bzw. die eine Herrscherin, die aus eigenem Gutdünken festlegen, was zu tun ist und was nicht. Oder es gibt diese freiheitlich demokratische Grundordnung, in der nicht einfach von oben nach unten durchregiert, sondern gemeinsam ausgehandelt wird, was, wo, wie zu tun ist. In diesem Modell gibt es eher Gleichberechtigung als in dem von den Herrschern. Das Demokratische kennt Integration, Beteiligung, Diskurs und die gemeinsame transparente Legitimation von Macht(ausübung), die zeitlich beschränkt und rechenschaftspflichtig ist. All das hat das Modell Herrscher/Herrscherin nicht.

Selbstermächtigung zum Widerstand?

In welcher Gesellschaft wollen wir leben? Wir wollen persönlich weder in derjenigen leben, in der jeder gegen jeden, letztlich nach dem Gesetz des Stärkeren, antritt, noch in jener, in der mehr oder weniger eine Person über alle anderen bestimmt. Sicher, eine freiheitlich demokratische Grundordnung ist anstrengend. Es braucht Geduld, Frustrationstoleranz, Kommunikations- und Überzeugungsbereitschaft, Kritikbereitschaft, Vertrauen in das bessere Argument, ja, auch Widerständigkeit und Willen zum Protest. Die beiden letzteren können sich aber nicht absolut setzen, nach dem Motto: „Ich habe doch protestiert und jetzt hat sich alles danach zu richten“. Wer so unterwegs ist und im Falle des zumindest vorläufigen Unterliegens in einem Verständigungsprozess zur Diktaturkeule greift, dem sei mit aller Deutlichkeit gesagt: Nein, wir leben nicht in einer Diktatur! Und nein, die Gleichsetzung von eigenem gesetzwidrigen Protestverhalten und Widerstandshandlungen im Dritten Reich ist nicht angemessen.

Es gibt in unserer Zeit zahlreiche durch demokratisch legitimierte Gesetzgebung abgesicherte Protestformen; es gibt vielfältige Möglichkeiten der Selbstorganisation und des freien Zusammenschlusses, um sich synergetisch verstärkt in demokratische Prozesse einzubringen; es gibt innerhalb der demokratischen Entscheidungsfindung die Möglichkeit zur freien Rede und die des Widerspruchs. Demokratie kennt Revision, Weiterentwicklung und Fortschritt, für den sich Menschen gewinnen lassen, nimmt man sie in ihren Sorgen, Anliegen und Ansichten ernst.

In diesem Sinne hilft es wahrscheinlich weitaus weniger, sich selbst auf die Straße zu kleben, als sich angesichts des eigenen Themas um den Kitt zu bemühen, der uns als Gesellschaft zusammenhält. Dazu gehört es eben auch, die jeweils anderen mehr zu motivieren, zu überzeugen, zu gewinnen, wertzuschätzen, einzubinden, ihnen positive Alternativen aufzuzeigen, als zu zwingen, zu belehren, zu verärgern und vielleicht auch zu ängstigen.
Letztlich werden wir nur gemeinsam die Anstrengung aufbringen können, um Klimaschutz nachhaltig, effektiv und effizient umzusetzen.

Hört sich nach widerstandseinschläferndem Politikersprech an, dem herzschlagangepassten Entspannungsblabla, dass alles schon irgendwie wird, man alles im Griff hat, man und frau sich keine Sorgen zu machen brauche, Ruhe bewahren und die Politiker in Ruhe lassen solle. Nein, das ist hier nicht gemeint. Gerade weil die „Sache“, der Klimaschutz, so wichtig ist und sich der Klimawandel nicht nur von Einzelnen oder ein paar aufhalten lässt, sondern nur wenn mindestens die meisten und am besten alle mitmachen, muss man mit allem in einem freiheitlich demokratischen Rechtsstaat möglichen Nachdruck in die Gänge kommen. Das bedeutet, politisch aktiv zu werden, die demokratischen Wege konsequent abzugehen, demokratische Strukturen zu nutzen, demokratische Prozesse zu durchlaufen etc. Es heißt nicht, den jetzt schon auszumachenden Messianismus einiger weiter zuzuspitzen und Polarisierungen voranzutreiben.

Wird aus Theologie direkt Politik?

Im Zusammenhang mit dem Stichwort Messianismus liegt es natürlich nahe, noch einen kurzen Seitenblick auf die zu werfen, denen ein gewisser Messianismus nicht fremd ist, jenen Kirchen und Religionsgemeinschaften, die es mehr oder weniger gewohnt sind, dass sie auf der Basis von göttlichen Offenbarungen Zugang zu den höchsten Geheimnissen betreffend Heil, Sinn und Zweck des Lebens sowie dessen verbindlichen moralischen Leitlinien haben. Das mag ja alles so sein und darf sich auch meinetwegen in entsprechenden missionarischen theologisch-weltanschaulichen Verkündigungsbemühungen niederschlagen. Eines geht jedoch nicht: nämlich anzunehmen, jene Offenbarungen und damit zusammenhängende Theologien ließen sich eins zu eins in politische Handlungsprogramme umsetzen, ohne entsprechende multiperspektivische demokratische Prozesse, ohne Berücksichtigung demokratischer Strukturen und ohne Bekenntnis zum staatlichen Gewaltmonopol.

Es lässt sich schwer von der Hand weisen, aber die Frage kommt in dem oben skizzierten Zusammenhang schnell auf: Inwiefern ist es sinnvoll und zielführend, wenn auch Kirchenleute bzw. Religionsvertreter unter die Klimakleber gehen? Aus seelsorglicher Sicht ist diese Frage wahrscheinlich mit ja zu beantworten. Es ist gut, wenn Religionen und Kirchen nah bei den Menschen sind und sich nicht in einem Wolkenkuckucksheim verschanzen. Sie können viel Gutes tun. Dieses Gute besteht aber nicht darin, einen eventuell sich abzeichnenden Messianismus bestimmter Gruppen unkritisch religiös zu überhöhen bzw. zu legitimieren.

Gottesbezug bei Klimaprotest falsch?

Das auf den ersten Blick rein von der Wortfolge her und unter zahlreichen Deckmäntelchen recht harmlos daherkommende „Deus vult“ hat sich, sobald es sich als Motivationsformel in das politische Agieren eingeschlichen hatte, in der Geschichte viele Male als Unglück erwiesen.
Es muss darum gehen, Motive zu klären, das eigene Handeln immer wieder kritisch-konstruktiv zu überdenken, Handlungsalternativen aufzuzeigen, Gesprächsbrücken zu schlagen, Kontakte herzustellen, abgerissene Gesprächsfäden wieder verknüpfen zu helfen.

Das kann ein wichtiger Beitrag zu dem Klimawandel sein, den wir dringend brauchen. Wir haben einen gesellschaftlichen Klimawandel nötig, weg von der Polarisierung und zunehmender Spaltung hin zu diskursiver Kooperation. Es braucht im Blick auf das hier traktierte Thema ein Kleberklima. 
Es hat drei Merkmale: erstens, das Anliegen der Aktivisten ernst nehmen; zweitens, das immer wieder erneuerte Angebot, sich in die demokratischen Prozesse einzubringen; drittens, möglichst viele Menschen für das gemeinsame Anliegen Klimaschutz gewinnen und einbinden.

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Kai Hügle | Mi., 4. Oktober 2023 - 16:59

Getreu dem Motto: "Es ist zwar schon alles gesagt, und zwar mehrfach - aber noch nicht von jedem" widmet sich der Cicero einmal mehr seinem Leib- und Magenthema, den Umweltaktivisten.
Dass man allerdings ausgerechnet zwei katholische Geistliche über messianischen Wahrheitsanspruch dozieren lässt, das hat durchaus Chuzpe.
Immerhin kriegen auch die Klimawandelleugner ihr Fett weg von Beer und Zöllner. Von daher gehört dieser Beitrag sogar zu den wenigen im Cicero, die sich um Ausgewogenheit bemühen.
Dennoch bedauerlich, dass ein Magazin für politische Kultur das Thema Klimawandel Germanisten, Philiosophen und Theologen überlässt.

Das Thema Klimawandel muß von allen Seiten beleuchtet werden, es betrifft den Menschen schließlich in allen Belangen.
Wer das nur auf einige Äußerungen von bezahlten Klimahysterikern beschränken möchte, der hat sie nicht alle.

und zwar jenen, die entweder in Thüringen gerne die Macht übernehmen wollen und genau wissen, dass es keinen Klimawandel gibt.

oder jenen Pseudo-Fachleuten, die an der Spitze einer Klimaorganisation stehen, die den Klimawandel leugnet und daher von AfD & Co besonders. gerne als Autorität gepriesen werden.

Das hat nichts mit Beleuchten, sondern eher mit Verdunkeln zu tun.

Nicht so viele Fremdwörter benutzen, sonst versteht es der Hüglenzle nicht ...
Kommunisten verstehen nur das, was sie kennen oder verstehen wollen!

"Das Demokratische kennt Integration, Beteiligung, Diskurs und die gemeinsame transparente Legitimation von Macht(ausübung), die zeitlich beschränkt und rechenschaftspflichtig ist." Gut und richtig. Es wird aber ausgenutzt von denen, die es nicht aushalten, andere Meinungen zu durchdenken und als Meinung stehen zu lassen. Und da fallen mir eben immer wieder die Links- und Rechtsextremisten ein, die sich gottgleich für den Mittelpunkt des Universums halten und deshalb eine Gestapo/ein MfS einrichten, die das "Göttliche" vor den Klassenfeinden beschützen zersetzen sollen! Wer sich selbst dazu ermächtigt, Andersdenkende zu "zersetzen", hat zu viel kriminelle Energie und muss -mit Nachdruck -in seine Schranken verwiesen werden! Wenn man vom "Kampf gegen rechts(extrem)" spricht, sollte man den Kampf gegen links(extrem) nicht vergessen, denn "Der neue Faschismus wird nicht sagen: ich bin der Faschismus. Er wird sagen: ich bin der ANTIFAschismus!"
(Ignaz Silone)

Gerhard Lenz | Do., 5. Oktober 2023 - 19:52

Antwort auf von Günter Johannsen

oder die übliche - unbewiesene - Behauptung, von einem italienischen Sozialisten stamme dieses "denkwürdige Zitat", dass dann besonders gerne vom rechten Rand als angeblicher Beweis für irgendwas gebraucht wird, überrascht mich bei Ihnen nicht, Herr Johannsen.

Sie haben längst gewisse Grenzen überschritten, jegliche politische Mäßigung hinter sich gelassen.

Und hinter der ganzen Klimadiskussion stecken natürlich die Kommunisten, so wie immer.

Sie sind mit Ihrem Latein, verkürzte Version, immer besonders schnell am Ende.

Bedauerlich ist auch, dass man ein so hochkomplexes Thema wie den Klimawandel den Grünen und Klimaklebern überlässt anstatt der Wissenschaft. In diesem Milieu tummeln sich Studienabbrecher, Blender und Eiferer, die über einen hoch bezahlten Politikerposten eine Abkürzung auf dem Weg zum persönlichen Wohlstand suchen. Ohne jeglichen wissenschaftlichen Hintergrund und Beziehung zur Realität geben Sie den "Klimadeuter" und Regelsetzer. Ihr Überlegenheitsgefühl ziehen sie aus ihren Ideen. Diese Illusion von Überlegenheit aufgrund ihrer Ideen wird zur Besessenheit, ein Wunsch der Realität mit mentalen Verrenkungen zu entkommen. Ihr Feindbild ist die Realität und die Vernunft und alle die anderer Meinung sind.
Da verlässt man sich besser auf Wissenschaftler, die Hypothesen für die Ursachen aufstellen und diese versuchen durch überprüfen und in Frage stellen zu verifizieren.

Im postchristlichen Europa hat der Heilslehre der Grünen die Stelle der Religion eingenommen. Sie wird vertreten von maximal intoleranten Radikalen denen es NUR um Macht (über andere Menschen) geht!

99% von ihnen kennen/verstehen die wissenschaftlichen Zusammenhänge nicht, wobei das auch nicht erforderlich ist, denn es geht nicht um wissenschaftlich nachgewiesene Fakten, sondern darum die Wissenschaft so zu mißbrauchen/instrumentalisieren, daß sie ihre Heilslehre scheinbar zu stützen scheint!

Den Klimawandel kann man nicht leugnen, ihn gab es immer schon, das Klima ist im ständigen Wandel. Auch kann man davon ausgehen, daß der Mensch den Klimawandel beeinflußt, dies aber nicht entscheidend. Und weil das so ist, wird man den Klimawandel auch nicht aufhalten können, wer das behauptet, ignoriert alle wissenschaftlichen Fakten! Dahinter kann Dummheit oder (Macht-)Kalkül stecken, in jedem Fall disqualifiziert es die so begründeten Forderungen!

Das Klima KANN NICHT „gerettet“ werden!

Klimawandelleugner gibt es kaum. Das Klima hat sich immer" gewandelt", ganz gleich ob es Menschen gab oder nicht. Es geht nur um den anthropogenen Anteil und die CO2-Theorie.

Pamina | Mi., 4. Oktober 2023 - 17:24

Wenn wir Klimawandel an CO2 festmachen, sind wir auf dem falschen Weg. Viele Wissenschaftler und auch Nobelpreisträger weisen darauf hin, dass es noch viel mehr bestimmende Einflüsse gibt, die wir nicht beeinflussen können und die offenbar wesentlich stärkeren Effekt auf das Klima haben. Die Grundsätze der Naturwissenschaft lassen sich nun mal nicht außer Kraft setzen. Alles andere ist lediglich Modellierung und Glauben. Und die Klimakleber gehören hinter Gitter wegen Sachbeschädigung, Nötigung und Eingriff in den Straßenverkehr. Ich würde einfach die Straße sperren und sie Tag und Nacht dort kleben lassen. Absperrband drum.

Stefan Jarzombek | Mi., 4. Oktober 2023 - 17:26

"Die Gedanken sind frei" ein beliebtes Protestlied gegen politische Repressionen und Zensur.
Manche Leute,wie die Klimakleber oder die Partei der Grünen, möchten scheinbar, wie einst Könige, Feudalherren oder Diktatoren die Gedanken und Meinungen anderer Menschen,wenn sie nicht in ihr Weltbild passen (Grüne) per Gehirnwäsche oder gar mit Gewalt (Klimakleber) beeinflussen.
Deshalb kann eine Demokratie nicht wirklich bunt sein, wenn sie auf solche latente Zwänge gegenüber ihrer Bevölkerung setzt.
Die Gedanken sind frei und somit auch eine freie Meinungsbildung, wenn jedoch bspw. der Klimakleber seine Meinung anderen zum Nachteil, rechtswidrig aufzwingen möchte, so hat das weder etwas mit freier Meinung zu tun noch mit dem Begriff der Freiheit im allgemeinen.
Wer etwas bewirken will im Bezug auf den Klimawandel, der fängt am besten bei sich selbst an etwas zu ändern und nimmt sein Bürgerrecht an der Wahlurne wahr.
Kohlestrom ist bspw. kein Klimaschutz und eine Alternative dazu gibt's ja.

Markus Michaelis | Mi., 4. Oktober 2023 - 17:43

Danke für den Artikel, aber es ist für mich noch etwas komplizierter. Ich stimme sehr zu, dass Messianismus in jeder Richtung gefährlich ist - der Mensch sucht Wahrheit und sinngebende Aufgaben und neigt zu maßlosen Übertreibungen, wenn er einmal eine solche Aufgabe für sich als Wahrheit entdeckt hat.

Allerdings spricht auch dieser Artikel Wahrheiten über Klima und "unterbelichtete Schrumpfkopf-Egomanen" klarer aus, als diese kritisch betrachtet sind.

Ich bin sehr für politische Entscheidungen, die man immer auf Teilwissen und großes Unwissen bauen muss, weil man nichts vollständig wissen kann. Insofern unterstütze ich politische Entscheidungen für mehr Klimaschutz.

Jeder Versuch das als letzte, verstandene, wissenschaftliche Wahrheit zu verkaufen, ist für mich übertrieben und auf lange Sicht eher schädlich, weil zuviele Menschen natürlich auch den Zeitgeist dabei sehen und all das, was man nicht genau weiß - insbesondere auch in Abwägung gegen andere Themen.

Edwin Gaza | Mi., 4. Oktober 2023 - 17:53

Was mich stört ist der Absolutismus bei der Weltklimarettungsdiskussion.
Auch in diesem Artikel:
....am besten alle mitmachen, muss man mit allem in einem freiheitlich demokratischen Rechtsstaat möglichen Nachdruck in die Gänge kommen. 
Keiner muss müssen müssen in einer Demokratie. Ich kann, wenn man mich überzeugt.
Möglichkeiten zur CO2 Vermeidung aufzeigen und Vorkehrungen für die Folgen der Erderwärmung treffen, das ist Sache der Politik, sonst nichts.
Keine verbindlichen internationalen Erklärungen, keine Bepreisungen, keine scheinbar wirksamen technischen Richtlinien wegen unverbindlichen Rechenmodellen.
Am deutschen Wesen......und wer soll es machen, wenn nicht wir ist fehl am Platz.

Fritz Elvers | Mi., 4. Oktober 2023 - 18:38

richtig populär geworden:

".... kein Wunder also, dass exponentiell zu deren einzelnen Aktionen die Erregungskurve ansteigt."

Ok, dabei soll doch nur die Schöpfung gerettet werden. Dass es einen heftigen Wandel des Klimas gibt. steht außer Frage, aber was ist die Ursache? Ist der Beitrag mehratomiger Gase (>2 Atome) in der Atmosphöre, die die IR-Rückstrahlung stoppen die alles dominierende Ursache? Wie genau geht H2O in die Bilanz ein? Wir haben zunächst nur eine Arbeitshypothese. Wenn diese allerdings falsch ist, so oder so, brauchen wir auch genügend fossile Energie, um z.B. Klima- bzw. Kälteanlagen betreiben zu können.
Die Klimakleber sind höchst bedauerliche Menschen, man muss nur in deren leere Gesichter zu schauen, wie ferngesteuerte Marionetten.

Die Franzosen haben Atomstrom, wir haben Bedfort-Strohm.

Günter Johannsen | Mi., 4. Oktober 2023 - 19:05

Das erinnert mich an einen klugen Satz:
Religionsersatz – wie gesagt: Wo der christliche Glaube aus dem Haus geworfen wird, kommt er als Aberglaube zur Hintertür wieder herein!
Nur es gibt da einen wesentlichen Unterschied:
Jesus Christus gab sich selbst - sein Leben - für seine Freunde und seinen Glauben. Die Klebstoff-Fanatiker allerdings verdienen am Nötigen und Erpressen der Menschen. Und: sie wollen für ihre grün-linken Hintermänn*innen den Systemwechsel hin zum Allmachts-Kommunismus erzwingen. Wahrscheinlich sind sie zu naiv, das zu realisieren!

Robert Hans Stein | Mi., 4. Oktober 2023 - 19:16

das das Verursacherprinzip ausblendet. Zuerst und vor allem stören Klimakleber - weil sie sich als Freizeitmessiase dazu berufen fühlen - den normalen Tagesablauf normaler Bürger. Sie sind Täter und nicht Opfer. Aber was will man auch von Kirchenmännern anderes erwarten. Die sind ja qua Amt verpflichtet, selbst schlimmsten Sündern, sprich Schwerstverbrechern noch zu vergeben. Hat aber mit der Lebenswirklichkeit nichts zu tun oder sollte es wenigstens nicht. Auch den Ansatz: "Hast zwar nicht recht, aber ein bisschen komme ich dir entgegen." find ich nicht zustimmungswürdig. Ein ungezogenes Kind muss nur lang genug quängeln, dann bekommt es aweng seine Willen, oder? Ich steh auf klare Kante, Recht und Ordnung und deren erforderlichenfalls rigorose Durchsetzung. Und nicht auf Legalisieren wegen Überforderung bei Verfolgen von Straftaten ob nun in der Drogenkriminalität oder bei der Steuerung von Migrationsströmen. Unbarmherzigkeit, meine lieben Pfaffen, ist das Gebot der Stunde.

Brigitte Miller | Do., 5. Oktober 2023 - 13:36

Antwort auf von Robert Hans Stein

"verpflichtet, selbst schlimmsten Sündern, sprich Schwerstverbrechern noch zu vergeben"
Aber es doch schon so, dass es Vergebung gibt bei aufrichtiger Reue, und die sehe ich nirgends.

Günter Johannsen | Fr., 6. Oktober 2023 - 09:54

Antwort auf von Brigitte Miller

"Aber es doch schon so, dass es Vergebung gibt bei aufrichtiger Reue, und die sehe ich nirgends." Ich auch nicht, liebe Frau Miller!
"Dr. Jack Winslow, ein profilierter englische Psychiater, meint: „Ich könnte die Hälfte meiner Patienten morgen entlassen, wenn Vergebung für sie zu einer Gewissheit werden könnte.“ In seinen Sprechstunden wird immer öfter deutlich: Schuld macht krank. Fachleute gehen davon aus, dass bis zu 80 Prozent aller Erkrankungen seelische Ursachen haben. Tatsache ist, dass psychische Erkrankungen stark zunehmen … Was Atheisten für Unsinn halten, ist dennoch Wirklichkeit: Schuld kann uns nicht nur Angst, sondern auch krank machen ... Schuld raubt uns unsere Leichtigkeit, unsere Lebensfreude und unsere Gesundheit … Schuldvergebung muss aber erbeten werden – bei dem betroffenen Menschen und vor Gott! Im ´Vater unser´ heißt es: und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern“
(aus "Als das Rote Meer grüne Welle hatte" GHV)

Günter Johannsen | Mi., 4. Oktober 2023 - 19:19

Auch ein gewisser NationalSOZIALIST Adolf Hitler hatte diesen Anspruch, göttlich zu sein und mit göttlicher Autorität ausgestattet zu sein! Also ist Vorsicht geboten. Man muss die die selbsternannten Götter in
windeln auf en Boden der Realität zurückholen. Notfalls mit harten Sanktionen (wie es Erpressern zusteht)! Jetzt ist endlich Schluss mit lustig!

H. Stellbrink | Mi., 4. Oktober 2023 - 19:24

Der Autor geht von den üblichen Narrativen der Klima-Apokalyptiker aus. Der Klimawandel ist zwar Realität. Seine Auswirkungen jedoch sind weniger klar, und einige davon sind ausgesprochen positiv für die Erde und die Menschheit. Es ist zudem absolut unseriös, Extremwetterereignisse heute oder Waldbrände durch Brandstiftung oder falschen Brandschutz als Folgen des Klimawandels anzusehen. Das ist empirisch nicht haltbar. Keine Angst, es droht kein menschliches Grillhähnchen. Dass der Autor Menschen, die das Gefasel vom Klimatod für Unsinn halten und sich mit diesem Thema nicht beschäftigen wollen, zu "unterbelichteten Schrumpfkopf-Egomanen" erklärt, erscheint vor seinem beruflichen Hintergrund ziemlich skurril. Bitte etwas weniger Klimarettung und mehr Seelenrettung!

Albert Schultheis | Mi., 4. Oktober 2023 - 19:40

Wenn Stalinisten (aka Bolschewiki, Lenz) über Religion schwadronieren oder Theologen über den Klimawandel schwurbeln!
Hallo, Herr Prof. Beer, niemand leugnet den Klimawandel! Er ist da seit ca 5 Mrd. Jahren - regen Sie sich ab!
"Die Klimakleber nerven" nicht, sie sind eine Gefahr im öffentlichen Verkehr, der uns allen gehört. Es ist die simple Pflicht des Staates, dafür zu sorgen dass diese Gefährdung wirksam und nachhaltig unterbunden wird! Das tut dieser Staat aber nicht, weil er kein Rechtsstaat mehr ist.
Sie schwurbeln über Demokratie und Diskurs! - Vor eineinhalb Wochen wurde die Vorsitzende der EINZIGEN Opposition im Lande mit ihrer Familie mit dem Tode bedroht und ist verschwunden! Es gibt noch immer keinerlei Verhaftungen, die ÖRR-Propagandamaschinerie und die gekaufte Presse schweigen den Fall tot. Ja, "Es geht um unsere Lebensgrundlage, es geht ans Eingemachte ..., es geht ums Ganze!" - Aber es geht sicher nicht um den Klimawandel! - Es geht um die Rettung des Rechtsstaats!

Es geht um unsere Lebensgrundlage, es geht ans Eingemachte ..., es geht ums Ganze!" - Aber es geht sicher nicht um den Klimawandel! - Es geht um die Rettung des Rechtsstaats!
40 Jahre Unrechtsstaat DDR reichen für Erste: 1989 hat der Souverän entschieden, ob er das nochmal ertragen will: Nein, nie wieder kommunistische Sklaverei!
Auch Antifa wird den Souverän nicht dazu zwingen können ... denn wenn dieses System Grün-LinX uns vor den Schlägertrupps nicht schützen will, müssen wir das eben selber tun!

Ingofrank | Mi., 4. Oktober 2023 - 20:13

Die Frage ist, wie stark der Mensch das Klima beeinflusst? Und vor allem durch die unterschiedliche Entwicklung der Industrialisierung sind auch die Lebensstandards der Erdbevölkerung unterschiedlich ausgeprägt.
Warum will halb Afrika nach Europa speziell nach Deutschland? Weil einige Sektenführer das Klima retten wollen ? Neee die wollen dicke Autos fahren schicke Klamotten anziehen und so richtig die Sau rauslassen. Das Klima interessiert die nicht. Die wollen Wohlstand, vernünftige medizinische Versorgung keinen Krieg und genug zu essen und das Lebensgefühl von Coca-Cola & Hamburgern.
Und das alles unter einen Hut zu bekommen ist schwieriger als „das Klima zu retten“ & für Vernunft begabte Klimapolitik Voraussetzung.
Mit freundlichen Grüßen aus der Erfurter Republik

Peter William | Mi., 4. Oktober 2023 - 20:26

Was für ein zeitraubendes Geschwafel, als ich las das es von Theologen kam haben mich die inhaltlichen Widersprüche nicht einmal mehr gestört. Lest ihr eure eigenen Texte eigentlich selbst? Kein Wunder das ihr ohne Ende Anhänger verliert. Nur zum Messianismus. Ein Messias wird von anderen ausgerufen und ernennt sich nicht selbst...

Michael Marx | Do., 5. Oktober 2023 - 00:26

Die Gedankengänge der Klimakleber kann ich nicht nachvollziehen: sie brechen gewaltsam die Gesetze, um den Staat zum Erlaß von Gesetzen zu zwingen, die sie für richtig halten - Rechtsbruch zur Herbeiführung anderer Gesetze. Mit Logik hat das nichts zu tun.
Max Weber bezeichnete Politik als das Bohren dicker Bretter - dazu sind diese Herrschaften aber nicht bereit, und als einzige Begründung für diesen Aktionismus muß herhalten, daß ihrer Meinung nach schon zu viel Zeit tatenlos vertan worden ist.
Mit Demokratie hat das nichts zu tun, es setzt sich diktatorisch über die demokratischen Regeln und Regelungen hinweg, setzt an die Stelle des staatlichen Gewaltmonopols die eigene Entscheidungsgewalt - wie aber ist diese legitimiert?

Susan | Do., 5. Oktober 2023 - 00:34

Das Phaenomen scheint von der Politik gewollt zu sein. Die Regierung leistet sich das teure Phaenomen gern. Pandemien jeder Art machen das Regieren leichter.

Brigitte Miller | Do., 5. Oktober 2023 - 08:17

weil Klima sich immer wandelt. inwiefern er "menschengemacht" ist, diese Frage ist noch offen. Was im Namen der Klimarettung geschieht, hat noch nichts Positives hervorgebracht. Was mich erstaunt: Ein Papst, der sich in der Klimakirche betätigt und der einseitig Europa auffordert, noch mehr "Flüchtende" sprich zumeist Migranten aufzunehmen bei gleichzeitiger Behauptung, Europa könne das gut leisten.
Ist das die Aufgabe der katholischen Kirche?

" Da hält Papst Franziskus in Marseille vor 50.000 Gläubigen eine Messe und predigt Europa ins Gewissen. «Jene, die ihr Leben auf dem Meer riskieren, sind keine Invasoren.» Wer anderes behaupte, verbreite Panik und Propaganda. Man müsse die Schutzsuchenden als «Geschwister» betrachten und mit offenem Herzen aufnehmen, verkündet der Mann, der hinter einer 3,5 Meter dicken Mauer als Statthalter Jesu Christi residiert.
Für die Menschen im tiefen Süden, gottesfürchtige Katholiken, klingen die Worte des Pontifex wie blanker Hohn. Mehr als 130.000 Immigranten, fast ausnahmslos junge afrikanische Männer, sind allein in diesem Jahr in Italien gelandet. Doppelt so viele wie 2022. Und drei Mal mehr als im Jahr davor." Urs Gehriger WW
Ist das in Ordnung? Wo bleibt die Vernunft? Ist die heute unmoralisch?

Dorothee Sehrt-Irrek | Do., 5. Oktober 2023 - 08:19

und wir waren weltweit auf einem guten Weg, ihn zu mildern, unseren Einfluss darauf zu überdenken, tätig zu werden.
Es ist wohl nicht selten, dass an einem Höhepunkt, einer Klimax eine fast übergroße Erregung, evtl. genau dadurch erzeugt wird?
Ich sehe diese Bewegungen eher als Indikatoren, denn als Beitrag zur Lösung eines Problems.
Da es sich um "Kinder" handelt, ist der Beitrag des Autors sehr wichtig, wenn er sich vielleicht auch ein bisschen selbst im Wege steht, indem er sich zu sehr mit den "Kindern" identifiziert und vielleicht zuwenig vertraut auf Selbstheilungskräfte unserer göttlichen Natur?
Die Idee, nur die Kinder wären göttlich , scheint mir auf schwachen Füßen zu stehen, denn woher käme dieses Göttliche?
Es wäre mir lieb, wenn der Autor nicht nur bei den Kindern wäre, sondern auch bei Astronomie, Physik, Chemie, Meteorologie , Geologie ff.
Er "darf" sich sich auch aus freier Überlegung auf die Strasse kleben, wenn dies seine Überzeugung ist.
Ich rate ihm nur zu prüfen!

Gerhard Lenz | Do., 5. Oktober 2023 - 09:10

Wer die vielfältigen Lebenswirklichkeiten anderer Menschen einem ganz persönlichen Hauptanliegen unterordnet, droht unweigerlich, zu scheitern.
Übertreiben es die Klimakleber mit ihren Aktionen? Oder ist es tatsächlich fünf nach zwölf: Schliesslich geht es gerade um die Zukunft der jungen Generation, die von bequemen und oft uneinsichtigen, um ihren Besitzstand fürchtende Alten so ignorant mißachtet wird?
Die Autoren stellen ein paar drängende Fragen, wobei sie, und das ist wichtig, den menschengemachten Klimawandel nicht abstreiten.
Das Auftreten der Kleber erscheint in der Tat überzogen. Dass sie in den Alltag vieler Menschen eingreifen und diese angesichts solcher "Störungen" ablehnend reagieren, wundert nicht. Ähnliches ist bei der überfälligen Energienwende zu beobachten, bei der Grüne viele Menschen, die noch nicht verstanden haben, um was es geht, überfordern.
Wie also die Menschen erreichen? Schwierig, denn anderes, zukunftsgerichtetes Denken bringt Kosten und Mühen mit sich.

Hans Schäfer | Do., 5. Oktober 2023 - 12:23

<<Das bedeutet, politisch aktiv zu werden, die demokratischen Wege konsequent abzugehen, demokratische Strukturen zu nutzen, demokratische Prozesse zu durchlaufen etc.>>

ist nur möglich, solange man der noch vorherrschenden Meinung in den Mainstreammedien nach dem Maul redet.

"Ein" Wort, dass dazu oftmals bewußt falsch ausgelegt und aus dem Zusammenhang gerissen wird, reicht aus, um in eine Schublade gesteckt zu werden, die den Weg der Teilnahme am politischen demokratischen Diskurs erschwert oder für immer verbaut.

Herr Lehmann | Do., 5. Oktober 2023 - 12:26

"Besteht bei den Klimaaktivisten der „Letzten Generation“ die Gefahr der Selbstüberhöhung?"
Gefahr?
Die LG ist schlichtweg die Inkarnation der Selbstüberhöhung.

Herr Lehmann | Do., 5. Oktober 2023 - 12:40

Immer wenn ich den Begriff "Klimaschutz" lese, ist mir klar, dass wiedermal völlig am Thema vorbei argumentiert wird.
Und so auch hier. Der Klimawandel ist - egal wieviel davon menschengemacht ist - unaufhaltsam. Wenn man dem menschengemachten Ursprung folgen will, wird man einsehen, dass Deutschland allein gar nichts ausrichten kann. Mit unseren 1,8% Anteil an der CO2-Emission ziehen wir keinen Hering vom Teller. Die einschlägigen Abkommen lassen den grössten Emittenten - nämlich China - freie Hand in den nächsten Jahren. Also ist jegliche Aussicht auf das Aufhalten des Klimawandels schonmal komplett falsch. Bleibt also die Frage wie man sich - möglichste schnell - anpassen kann. Mal davon ab, dass Klimawandel ja nicht durchweg negativ sein muss - es gibt etliche eher unwirtliche und unfruchtbare Weltregionen, die wahrscheinlich davon profitieren könnten - angefangen bei der Sahara. Chancen des Klimawandels werden aber gar nicht offen thematisiert - und so auch hier.