Juliane Ried
Die Vorsitzende des Konservativen Aufbruchs, Juliane Ried, sieht das Ende der Werteunion gekommen / Privat

Max Otte und die AfD - „Die Werteunion ist tot“

Die Kandidatur Max Ottes (CDU) für das Amt des Bundespräsidenten schlägt hohe Wellen. Denn der Vorsitzende der Werteunion lässt sich von der AfD ins Rennen schicken. Im Interview übt CSU-Mitglied Juliane Ried, Vorsitzende des Konservativen Aufbruchs und einst Gegenkandidaten Ottes um den Vorsitz der Werteunion, deutliche Kritik an Ottes Kandidatur, erklärt, was der Vorgang für die Werteunion bedeutet.

Autoreninfo

Ben Krischke ist Redakteur bei Cicero. Er hat Journalistik studiert, arbeitete für verschiedene Medien und lebt in München.

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Juliane Ried, Jahrgang 1982, ist CSU-Mitglied und Vorsitzende des Vereins Konservativer Aufbruch, der sich aus CSU-Mitgliedern zusammensetzt und für eine Erneuerung der Partei eintritt. Bis zur Wahl Max Ottes zum Vorsitzenden der Werteunion, gegen den sie vergangenes Jahr erfolglos um den Vorsitz kandidierte, war der Konservative Aufbruch Teil der Werteunion, und trat schließlich aus ihr aus. Ried und ihre Mitstreiter setzen sich für eine Rückbesinnung der Union auf ein wertkonservatives und wirtschaftsliberales Profil ein. Max Otte will sein Amt als Vorsitzender der Werteunion einstweilen ruhen lassen und verspricht, auf seine Kandidatur für das Bundespräsidentenamt zu verzichten, sollte die CDU/CSU einen eigenen Kandidaten aufstellen.

Frau Ried, Sie kandidierten vergangenes Jahr erfolglos gegen Max Otte um den Vorsitz der Werteunion. Wo liegen denn die Unterschiede zwischen der Art und Weise, wie Herr Otte Konservatismus und die Rolle der Werteunion definiert, und wie Sie das tun?

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Tomas Poth | Mi, 26. Januar 2022 - 15:34

Die Frage warum Hr. Otte sich das "antut" muß man wohl Hr. Otte stellen, als Fr. Ried darüber spekulieren zu lassen. Zumal sie ja in der Kandidatur den Vorsitz der Werte-Union gegen Otte verloren hat.
Vielleicht kriegt der Cicero ja ein Interview mit Hr. Otte hin, das würde mich sehr interessieren.
Ansonsten teile ich die Einschätzungen von Fr. Ried hinsichtlich Merz, CDU und den weiterhin vorhandenen Einfluß durch Merkel.
Erst wenn die CDU sich vom eingeschlagenen sozialistischem Weg abkehrt hat sie wieder eine Berechtigung. Sozialismus gibt es bei den RotGrün-Parteien zum Überdruß.
Die CDU muß sich von Merkel trennen, daß wäre ein deutliches und richtungsweisendes Signal.

Dorothee Sehrt-Irrek | Mi, 26. Januar 2022 - 16:13

In reply to by Tomas Poth

"Wo leben Sie denn"? Die CDU ist nie eine reine erz-konservative Partei gewesen.
Obwohl ich mich nicht weiter darum gekümmert habe, gefiel mir Frau Merkels Art nicht, in der Kohl "abserviert" wurde -Artikel in der FAZ - und dann erst recht nicht, wie gerade Frau Merkel von der CDU bejubelt wurde, aber es ist doch okay, wenn die heutige CDU neue Massstäbe setzt und nach 16 Jahren Merkel als Kanzlerin, dieser dann auch die Ehren-sowieso anträgt.
Frau Merkel verbleibt mit ihrer Ablehnung evtl. bei Kohl, was ich dann wieder gar nicht verstehe, aber das ging mir bei Frau Merkel fast immer so.
Die CDU konstituierte sich nach dem Krieg als Volkspartei und will es bleiben.
Ich gehe davon aus, dass es ihr in der Bundesrepublik Deutschland auch gelingen wird, wie hoffentlich auch der SPD, die sich gerade unter Scholz ein Stück weit konsolidiert.
Das Drama Italiens war m.E. der Niedergang der Democrazia Christiana.

... Fr. Sehrt-Irrek, ich lebe im gleichen Land wie sie, allerdings bin ich mit keiner Partei verbandelt, das unterscheidet uns.
Eine Erz-Konservative Partei gibt es nicht in diesem Land, wobei hier schon zu klären wäre, was Sie und ich als erzkonservativ verstehen.
Das die CDU durch die Merkel-Politik weit ins SPD Wahllager eingedrungen und nach links verrutscht ist, das ist mittlerweile Konsens in Deutschland.
Es fehlt seit mehr als ein Jahrzehnt ein politisches Gegengewicht, das die Linkslastigkeit unserer Gesellschaft, in Parteien und Medien abstellt. Die Altparteien sind alle nach Links verrutscht, einschließlich FDP-Pünktchenpartei. Wenn wir die Linkslastigkeit nicht aufheben, als da sind, alle Welt nach Deutschland retten, De-Industriealisierung durch Energiewende und Klimazirkus, Atomisierung unsrer Gesellschaftsstrukturen durch Hervorhebung und Überbewertung jeder Einzellbefindlichkeit, dann geht es geradewegs in den Parteien-Feudalismus und in die sozialistische Armut.

eines allerdings möchte ich noch hinzufügen. Der sog. "Sozialstaat" der eigentl. ein Asozialstaat ist denn er nimmt von denen die arbeiten und gibt denen die nichts leisten, muß ebenfalls dringend zurückgefahren werden, denn er belastet massiv und ausschließlich die Mittelschicht!

Günter Johannsen | Mi, 26. Januar 2022 - 16:56

In reply to by Tomas Poth

Das wäre toll, wenn man nicht nur - wie die linksvernagelten Medien - über Herrn Otte reden würde, sondern ihn selbst zu Worte kommen ließe. Ich könnte mir vorstellen, dass es Frau Hildebrandt in Angriff nehmen könnte/würde?
.... schön wär´s! Ich frage mich , warum sich Herr Otte sowas antut, denn mit diesen Folgen hätte er rechnen müssen. Aber ich frage mich auch, wie weit ist es mit dem Demokratie-Abbau in unserem Land schon gekommen, dass es zu so eine links-intolerante Reaktion kommt?
Dass Frau Merkel nicht mehr zu sehen und zu hören ist, hat auch ein Geschmäckle und lässt darauf schließen, dass ihr die CDU nie am Herzen gelegen hat und die Bundesrepublik Deutschland schon gar nicht? Dann ist aber die nächste Frage: was oder wer hat sie bewogen, für die CDU Bundeskanzlerin zu werden? Na, da muss man auf dass Ende blicken ... vom Ergebnis her denken: so links war die CDU und unsere gesamte Bundesrepublik noch nie! War dies das Ziel?

Ronald Lehmann | Mi, 26. Januar 2022 - 17:16

In reply to by Tomas Poth

Nach den Aufständen 1956 in der DDR hatten auch sehr viele die Hoffnung, dass die Partei einen neuen Weg einschlägt. Und am Anfang so es auch so aus, als ob die Partei neue Wege gehen wollte. Die Marken vielen weg, es wurde liberaler & offener in den Diskussionen, die Läden füllten sich & es kam Hoffnung auf.
Aber nur ein paar Monate, um Anschließend noch schlimmere Maßnahmen zu ergreifen, die dann in der Voll-Endung der Volksdemokratie mit den Mauerbau endete.

Nein, egal - die CDU/CSU als Partei mit ihren Herzensbrecher wie Euro, Flüchtlingspolitik oder nun Corona. Das einzige was sie schaffen, ist sich selbst. Selbst eine durchorganisierte Struktur kann diese hinterbliebene Klärbrühe nicht mehr mühelos aufbereiten. Und den Schaden werden alle in den nächsten Monaten zu spüren bekommen.

Naja, es wird China wie bei der Übernahme der Wirtschaft freuen. Für ein Butterbrot das Filetstück, mit Sanierung - ähhh - Garnierung & mundgerecht.

Und 10000 von verantwortlichen Stellen sehen zu!

Dorothee Sehrt-Irrek | Mi, 26. Januar 2022 - 15:56

"Gruppen" durch Friedrich Merz in ihrem Ansatz bedeutungslos werden können, aber "Krallen von Merkel-Vasallen" lassen mich dann doch wieder zweifeln.
AKK und Laschet, die ich beide nicht als "Merkel-Vasallen" bezeichnen würde und als Konservative in der SPD favorisiert habe , hatten die Nase vor Friedrich Merz und Merz ist offensichtlich klug genug, diese große Gruppe einbinden zu wollen.
In jedem Fall treten ausgesprochen politisch fäjige junge Leute in fast allen Parteien nach vorne.
Das ist gut, denn Merz, AKK, Laschet und auch Scholz sehe ich als Übergang.
Ich hatte nunmal auf Andrea Nahles gebaut und damit ganz sicher nicht auf Sand.
Sie wird wohl demnächst Vorsitzende der Bundesagentur für Arbeit.
Großartig und wiewohl ich kein ausgesprochener Fan von Frau Fahimi bin, wird mit ihr bald eine sehr fähige Frau DGB-Vorsitzende.
Beiden viel Erfolg

Enka Hein | Mi, 26. Januar 2022 - 16:43

.....mir die richtigen Ansätze zu haben. Aber nicht an Worten, sondern an Taten.
Aber der Punkt „Merkel Vasallen“ bringt es, was die Truppe um Merz angeht, auf den Punkt.
Neben Prien gehört auch Kretschmer, AKK und Laschet zu diesen Speichelleckern von Merkel.
Was Otte angeht, so bin gegebener Massen gespalten.
Aber jetzt gilt es das die CDU dringend einen BuPrä aus dem Hut zaubert.
Und wenn sie einen Besenstiel als Gegenkandidaten zu Walter dem Spalter aufstellt. Es wäre allemal besser als diesen Clown und Demokratiezerstörer weitere 5 Jahre zu wählen und ertragen zu müssen.
Hier muss von Merz wesentlich mehr kommen.

Christa Wallau | Mi, 26. Januar 2022 - 16:45

- aus Angst vor dem Leben!
Die meisten in dieser Gruppe waren eben nicht mutig, sondern feige.
Statt wie Otte über alle Schatten zu springen, um die Konservativen im Lande, eben auch die Vielen in der AfD, wieder zu vereinen, haben sie sich gegenseitig in kleinlicher Weise das Leben schwer gemacht.
S O gelingt es niemals, den Linken und Grünen die Stirn und den Bürgern eine vernünftige Alternative zu bieten!
Wie viele gestandene und lebenserfahrene gute Leute haben in D schon resigniert aufgegeben!!!
Denken wir an die Gründer der AfD, Bernd Lucke, Prof. Starbatty, Konrad Adam usw. oder auch an Olaf Henkel.
Wenn sie alle in der Versenkung verschwinden, weil CDU und CSU weiter die Arroganz besitzen zu behaupten, sie allein verkörperten die "anständige" rechte Seite des politischen Spektrums, dann gute Nacht!
Die CDU kapiert immer noch nicht, wie sehr sie in der endlos langen Merkel-Zeit versagt hat.
Nein, sie bildet sich ein, erhobenen Hauptes weitermachen zu können wie bisher.

Ja wo sind sie denn geblieben, die Herrschaften Lucke, Starbatty, Adam oder auch Henkel?

Alle vier (und viele andere) haben der AfD den Rücken zugekehrt, weil sie mit dem Abdriften der Partei in den rechten Extremismus nicht einverstanden waren. Henkel, der der Partei ja auch einen großzügigen Kredit gewährte, räumte sogar ein, er habe mitgeholfen, ein "Monster" zu erschaffen.

Es gehört schön ziemlich viel Heuchelei dazu, das katastrophale Scheitern des Projekts einer neuen konservative Partei der Union vorzuwerfen!

Andererseits: Derartiges kennt man ja durchaus von den Rechtsextremisten. Aufrichtigkeit ist dort scheinbar eine sozialistische Untugend.

ich habe mir oft gewünscht, daß Maaßen & Co. endlich rebellieren, ich bin überzeugt, daß die von der WU vertretenen Inhalte viele in diesem Land ansprechen. Anders ist die Hetze des ÖRR gegen die WU nicht zu erklären. Das linke System gründet auf Lügen, es fürchtet nichts mehr als die Wahrheit, die WU vertritt die Wahrheit. Ich erinnere mich gut an die Hetze des ÖRR gegen die damals noch milde Lucke-AfD – wer die Wahrheit vertritt wird bekämpft.

Mich wundert es, daß es immer noch Menschen gibt, die in Merz den Retter der CDU sehen. Merz will Kanzler werden, dazu muß er linksmediengerecht sein, denn der ÖRR entscheidet über das Schicksal einer Partei, das schließt einen Bruch mit Merkel ebenso aus wie eine konservative Wende. Merz ist wie Merkel verlogen/falsch, ihm kommt es nur auf Merz an, die CDU ist ihm wie der Merkel, nur Vehikel zur Macht, er verspricht viel und hält nichts!

Die CDU ist am Ende, eine weitere linke Partei braucht es nicht, wer links will, wählt die Originale!

Wir alle zahlen für diese Medien, ob wir mit deren Verhalten/Sendungsbewusstsein einverstanden sind oder nicht ... aber das hat ja schon Tradition: Auch für die Bischöfe müssen wir mitzahlen, egal, ob die "Antifa-Schiffe" unterstützen oder Triebtäter decken!
Wird das jemals wieder anders - das haben sich die Menschen vor 90 Jahren sicherlich auch gefragt ... Wind & Gegenwind bleibt für mich letztlich dasselbe!

Für das unbeschadete aufwachen Deutschland ist es so wie so zu spät.
Und dieses Schiff wieder klarmachen, wird mehrere Generationen benötigen.
Zumal dieser Akt nur mit einer 2/3 Mehrheit möglich ist. Und dafür geht es den aller meisten Hafen-Mitarbeitern noch viel zu gut. Es wird wie zu DDR-Zeit unter vorgehaltener Hand gemeckert. Aber Stellung beziehen - NÖÖ - da müsste man ja - viel zu unbequem. Da löse ich lieber meine Rabattkarte ein

PS Hinzu kommt, dass es sicherlich noch etliche Zeitbomben in der AFD gibt, die auch nicht das Wohl der Partei & des Volkes im Auge haben.
Und so lange es keine Rechenschafts-Pflicht-&Verantwortung gibt, als bla-bla
Egal bei Wem & Wo!

Aller bestes Beispiel - Unser hochbegabter Olaf Scholz - Der Traum der Träume

Eigentlich müsste es einen internationalen Volks-Untersuchungsausschuss der westlichen Hemisphäre geben, der die soziale Marktwirtschaft grundlegend in allen westlichen Staaten richtig & öffentlich säubert.
Wie sagt meine Frau, träum weiter;-

Alexander Brand | Mi, 26. Januar 2022 - 16:47

und AfD ist künstlich. Die AfD und die Werteunion basieren auf Inhalte, die die CDU noch in den ersten Amtsjahren Merkels vertrat, selbst Merkel „vertrat“ sie, wenn auch sicherlich nie ernsthaft.

Wo ist nun das Problem, wenn sich der verbleibende Rest der ehemaligen konservativen Volkspartei CDU mit der AfD identifiziert?

Man kann davon ausgehen, daß Herr Merz eine ähnliche Verlogenheit an den Tag legt, wie es Merkel tat. Merz wird nicht gegen den linksmedialen Gutmenschenstrom schwimmen, er wird sich fügen denn er weiß, daß der ÖRR über das Wahlergebnis einer Partei entscheidet. Wenn er in 4 Jahren Kanzler werden will, muß er das dreckige linke Spiel der ÖR-Medien spielen.

Merz räumt der WU in der CDU keinen Platz ein, hätte er vor die CDU konservativ wiederzubeleben, so hätte er die WU eingebunden.

Die WU weiß das und sucht sich Alternativen, denn die CDU ist am Ende. Das Perfide an der Sache ist, daß Merkels Erzfeind Merz das Zerstörungswerk der Merkel vollenden wird!

Norbert Heyer | Mi, 26. Januar 2022 - 16:59

Ich schätze Max Otte als Wirtschafts-Experten. Ein Mann mit Fachwissen und Kompetenz, solche Politiker sind selten geworden. Warum er das Angebot der AfD angenommen hat, dass sie ihn als BP-Kandidaten nominieren, ist spekulativ. Vielleicht, weil sie die Wiederwahl von Steinmeier befürworten, anstatt einen eigenen Kandidaten zu benennen, vielleicht auch, weil ihm der undemokratische Umgang mit der AfD stinkt. Ich akzeptiere alle Parteien im Bundestag, ob sie mir passen oder nicht, aber der Umgang aller Altparteien mit der AfD ist unterirdisch. Wir wollen Polen vorschreiben, wie Demokratie funktioniert und selber grenzen wir aus? Die Nominierung von Max Otte schlägt in dieser programmlosen Union natürlich ein wie eine Bombe. Gestern noch Hochgefühl, heute wieder Tristesse. Da die Merkel-Fans in der Union mit der Werteunion auf Kriegsfuß steht, werden einige Werteleute die Fronten wechseln, wenn Otte tatsächlich ausgeschlossen werden soll, was ja bekanntlich nicht so ganz einfach ist.

Carola Schommer | Mi, 26. Januar 2022 - 17:04

„Demokratie heißt immer: die Bereitschaft, nicht nur eigene Interessen zu sehen, und die Fähigkeit zum Ausgleich und Kompromiss.“ und begründet so die Unterstützung des tiefroten Steinmeier.

Wenn das kein parteischädigendes Verhalten sein soll, dann ist es das von Otte auch nicht.

Die CDU fühlt sich doch nur provoziert, weil Otte ihr den Spiegel vorhält.

Monique Brodka | Mi, 26. Januar 2022 - 17:13

Frau Ried ist eine sehr ehrgeizige Frau. Ihr Bewerbungsvideo war sehr professionell gemacht. Sie zeigte sich in endlos Schleife mit führenden Politikern. Als Sie die Wahl verlor, düste Sie genervt und beleidigt ab. Sofern ich beobachten konnte ohne den Gewinner zu gratulieren. Kein guter Abgang. Man muss auch verlieren können. Die WerteUnion wurde von Anfang an bekämpft, dafür ist Herr Otte nicht verantwortlich. Dass so unglaublich viele kündigten stimmt so nicht. Es sind Leute ausgetreten, dafür auch wieder welche dazu gekommen. Ich teile viele Ansichten von Frau Ried aber Sie muss bitte nicht nachtreten. Das ist unprofessionell. Und bitte bei der Wahrheit bleiben.

Urban Will | Mi, 26. Januar 2022 - 17:13

die Wahl zu gewinnen, ist nun wohl eine überflüssige Frage. Das weiß auch Frau Ried und dass sie das „dumm“ findet, ist ihre Sache. Hier wirkt sie nachvollziehbar persönlich.
Etwas mehr konsequent könnte sie ruhig auch sein, denn wenn sie schon – völlig zu Recht – die irrsinnige Migrationspolitik kritisiert, dann muss sie sich schon fragen lassen, warum sie in der Partei Söders, der diesen Merkel – Irrsinn sogar verteidigte, sich nicht etwas lauter und vehementer zu Wort meldet. Das wird nicht nur ihre Crux, sondern auch die des Herrn Merz. Was Ried hier von ihm erwartet, wird er nur leisten können, wenn er sich nach rechts öffnet. Und da ist eben zwar die AfD, aber nicht nur Nazi, was sie zwar so auch nicht sagt, aber ihre Einschätzung der Blauen ist falsch.
Wo sie wohl Recht hat: die Wertunion ist tot. Braucht eh kein Mensch. Otte wird sich mit Tamtam aus d CDU werfen lassen und dann rüber wechseln. Und vielleicht einige mitnehmen. Und genau das ist der Zweck dieser Aktion.

Günter Johannsen | Mi, 26. Januar 2022 - 17:19

Will man eine Figur nicht an der Spitze haben, lobt man sie weg. Verständlich! Das Auftreten von A.N. war peinlich genug.
Aus meiner Sicht hat die SPD das "hohe" Ergebnis der letzten BT-Wahl einer Panne zu verdanken. Wenn die CDU auf ihre Partei-Basis gehört hätte, wäre jetzt Friedrich Merz Bundeskanzler.
Die Grünen mit Baerbock als Kanzlerin wollten nicht mal die Grünen selber, deshalb sind sie abgerutscht. Wer Grün nicht wählt, wählt trotzdem links. Will man nicht linXs wählen, bleibt also nur die SPD übrig. Die durch viele (zu recht) verlorene Wahlen zur Depression neigenden Genossen und Genossinnen waren überglücklich ... verständlich. Aber es verstellt ihnen den Blick, wem sie den wundersamen Wahlerfolg verdankten! Nicht der linXe Kevin und auch nicht Olaf Scholz hatte das zustande gebracht, es war die Schwäche der innerparteilich-undemokratisch agierende CDU, die ihre eigene Basis ignoriert hatte!
Richtig ist: Merz hatte die Nase von Anfang an vorn!

Achim Koester | Mi, 26. Januar 2022 - 17:20

Eher sollte man titeln "Die CDU ist tot", denn von der einstigen Partei Konrad Adenauers und Ludwig Erhards ist nichts mehr übrig geblieben. Der Wähler hat das erkannt und honoriert. Übrigens hätte man statt Herrn Otte besser Frau Prien ausschließen sollen, aber dazu hat auch Merz nicht den A... in der Hose.

Die CDU hat immer noch nicht realisiert, dass sie nicht mehr Regierung ist! Irgendwie mach sie so weiter als könnte sie in den nächsten Tagen wieder das Ruder übernehmen. Im Bundestag heute bieten CDU-Abgeordnet*innen der aktuellen Regierung ihre Zusammenarbeit an. Man traut sich sogar nicht zu, einen eigenen Kandidaten gegen Steinmeier aufzustellen.

Ingofrank | Mi, 26. Januar 2022 - 17:52

Ist absurd …. Er wird nicht alle Stimmen der AfD
bekommen …..
Nun ja, da bin ich mir aber gar nicht so sicher. Erst einmal ist festzustellen, dass ein CDU ler als BP kandidiert…. Zumindest war er noch in der CDU bei Verkündung d. Kandidatur. Und warum stellte die CDU vorher keinen eigenen Kandidaten auf? Dummheit? Feigheit? Unwichtigstes Amt Deutschlands? Oder warum?
Egal wie man zu Otte und dem Bamburium darum steht, Fakt isr, die CDU hat sich vorführen lassen. Selber Schuld so einfach ist’s. Und, dass die AfD durchaus „diszipliniert“ bei Abstimmungen ist, hat sie bei der MP Wahl in Thüringen bewiesen. Also ich wäre vorsichtig zu behaupten, dass Otte keine Stimmen aus der Union bekommt und die AfD nicht komplett für ihn stimmt. Die Gründe dafür, mögen sicherlich unterschiedlicher Natur sein.
Mit freundlichen Grüßen aus der Erfurter Republik

Maximilian Müller | Mi, 26. Januar 2022 - 20:32

..haben Deutschland - mal wieder - in letzter Sekunde davor bewahrt, dass die linke Agenda in Form eines konkurrenzlosen Bundespräsidenten Steinmeier ohne Widerspruch durchläuft. Derselbe Herr Steinmeier, der kürzlich als Staatsoberhaupt die Demonstranten und seine Bürger als Demokratiefeinde und Gewalttäter bezeichnet hat.

Jetzt heißt es Karten auf den Tisch bei der CDU. Ob eigener Kandidat oder Otte vs Steinmeier, in jedem Fall wird das ein Offenbarungseid gegenüber ihren Wählern.

Und was Herrn Ottes' Kontaktschuld angeht: Die AfD ist genauso 'Rechts' wie die "Spaziergänger" - also gar nicht. Die Denunziationsmechanik dahinter ist die gleiche. Die Kontaktschuld zur AfD, der man auch Herrn Otte opfern möchte, ist billigste politische Intrige.

Ich denke, die AfD ist gerade alles, was Deutschland noch zusammen hält.

Helmut Bachmann | Do, 27. Januar 2022 - 08:31

Die Werteunion ist tot, die AfD ist tot. Mögen Otte und seine neuen radikalen Freunde auch oft etwas Richtiges sagen, sie sind eben zu radikal, zu selbstverliebt, ungeschickt und ähnlich totalitär, wie viele auf der Gegenseite. Wird nix. Konservative werden weiter nach einer geeigneten Organisationsform suchen müssen und dabei werden sie hoffentlich nicht weiter in jede gestelle Falle tappen und sich nicht mehr so provozieren lassen. Gelassenheit trotz der linken Machtübernahme wäre angebracht.

Ernst-Günther Konrad | Do, 27. Januar 2022 - 09:38

Ich kann einige Ihrer Argumente durchaus nachvollziehen und dennoch lese ich für mich doch etwas von Enttäuschung ob der eigenen Wahlniederlage aus Ihren Antworten. Nun gut. Ich kann mich auch täuschen. Das Problem Otte gäbe es nicht, wenn die Union selbst einen Kandidaten aufgestellt hätte und nicht vorschnell eine Wahl Steinmeiers lautstark postuliert hätte. Nun habt ihr den Salat. Ihr habt den Spiegel vorgehalten bekommen und weigert Euch alle, in diesen hineinzuschauen. Warum? Euch würde allen ein Zerrbild der Fratze einer AM entgegen blicken, die sich von diesem Land und der Partei schon längst verabschiedet hat. Wie wäre es eigentlich mit Ihnen Frau Ried als Kandidatin? Vorsicht mit der Ausschließeritis. Das führt häufig zum Wundbrand am eigenen Parteikörper und zu Eskalation der betroffenen Hautpartien. Das Sie in Bayern wirken wollen rechne ich Ihnen hoch an. Dann fangen Sie mal an, Söder aus dem Rennen zu nehmen, der hat nämlich Merkel gleich ein Eigenleben begonnen.

Reinhard Getzinger | Do, 27. Januar 2022 - 18:42

..daß die Werteunion tot ist.
Als Österreicher kann ich dazu nichts sagen.
Aber wenn der Cicero über alles einen Artikel verfasst, was 2019 noch funktionsfähig war
und jetzt beschädigt, verloren ,dysfunktional, sinnentleert, verstummt... einfach tot ist,

dann kann er Auflage bis in den Sommer füllen...

Gerhard Lenz | Do, 27. Januar 2022 - 23:11

ein Kommentar betitelt "Dummes Zeug, Marke AfD", der sich mit den durchsichtigen Spielchen der AfD auseinandersetzte, der Union eins auszuwischen.

Dieser Kommentar ist plötzlich verschwunden.

Wahrscheinlich hat sich mal wieder ein AfD-Getreuer beschwert.

Einer von jenen Leuten, die jetzt auf unseren Marktplätzen "die Freiheit" verteidigen würden - oder die "Widerständler" dort vom heimischen PC aus unterstützen.

Die eigene Freiheit, nicht die Freiheit der anderen, wohlgemerkt.

Die eigene Freiheit darf auch schon mal etwas heftiger ausgelebt werden. Sieht man zum Beispiel bei den Kommentaren zu Herrn Steinmeier.

Wolfgang Jäger | Fr, 28. Januar 2022 - 10:28

Das Interview ist eigentlich der beste Beweis dafür, dass Merkels Gift weiter wirkt. Die Werteunion ist tot. War sie denn schon jemals lebendig? Haben die "Krebsgeschwüre" wirklich jemals etwas zu sagen gehabt? Haben die Medien sie jemals ernst genommen? Nein, die Werteunion war schon immer eine Gruppe, die dem Verdacht ausgesetzt wurde, sich zu "radikalisieren". Das hieß natürlich nichts anderes, als dass man es nicht dulden konnte, dass es da Leute gab, die den Mut hatten, sich der toxischen Einflussnahme Merkels zu widersetzen. Merz macht notgedrungen da weiter, wo Merkel aufgehört hat. Ottes Kandidatur, die Zerstörung der Werteunion, die Spaltung der AfD.... sind Phänomene, die letztlich nur zeigen, dass die bürgerlich-konservativen Kräfte in diesem Lande vor dem Aus stehen. Merkel hat sie alle in den Abgrund gerissen. Und deswegen ist nicht nur die Werteunion tot, sondern auch die ganze CDU/CSU. Wiederbelebungsversuch? Auch Merz wird wohl keinen Erfolg haben. Das Gegengift fehlt.

Wolfgang Jäger | Fr, 28. Januar 2022 - 10:52

Der Fall Otte zeigt, wie sehr die Begriffe "rechts", "rechtsradikal", "rechtspopulistisch" im Laufe der letzten 16 Jahre vom antidemokratischen Gift Merkels geradezu hoffähig gemacht wurden. Auch Otte, die ganze Werteunion, die ganze AfD, das Bürgerlich-Liberale, ließen Merkel und ihre Opportunisten-Truppe in den Giftschrank stellen. Sollte die CDU/CSU unter Merz je eine Chance haben wollen, dann muss sie den Giftschrank Merkels entsorgen. Merz muss der Gesellschaft und den Medien die Leviten lesen und "rechts" wieder als das etablieren, was es in der Vor-Merkel-Zeit war. Ein ganz normaler Teil der politischen Debattenkultur. Dazu gehört Dialogbereitschaft mit allen. Auch mit der AfD. Parteiausschlussverfahren sind ebenfalls Produkte aus dem Merkel'schen Giftschrank. Weg damit! So löst man keine Probleme. Cicero-Kolumnist Frank A. Meyer bringt das alles wunderbar auf den Punkt:
https://www.cicero.de/innenpolitik/meyers-blick-auf-die-cdu-unter-fried…

Achim de Jong | Sa, 29. Januar 2022 - 14:23

Die Werteunion ist tot? Gut so!
Was soll das, dieses schwarze Feigenblatt vor den Schamteilen einer rosa-hellgrünen Partei. Die CDU ist die Partei derer, die keine politische Überzeugung haben, aber im politischen System einen Posten suchen. Die CDU ist post: postkonservativ, postnational, postchristlich. Geschmacklich und vom Gehalt her gleicht die CDU einer Reisswaffel. Wer hier Werte sucht, der Sucht vergeblich. Wie heißt es bei Paulus so schön: denn sie haben die Liebe nicht. Die CDU ist Füllmasse im polltischen System. Der Geschmack und Nähwert kommt vom Koalitionspartner oder dem Medienecho. Sie gleicht darin der FDP, diesem Wechselbalg.. Ausser der AfD gibt es keine Partei im Bundestag, die sich ernsthaft für den Bürger interessiert, der hier schon länger wohnt und mit seinen Steuern den Laden am Laufen hält.
In der Werteunion sind Leute, die zu feige sind, zu ihren Werten zu stehen, und in die AfD zu wechseln.
Höcke ind sein Ilk sind nur die Werteunion der AfD.