Meyers Blick auf … - die CDU unter Friedrich Merz

Der Schweizer Journalist, Medienberater und Cicero-Kolumnist Frank A. Meyer spricht mit Innenpolitik-Chef Moritz Gathmann darüber, ob der CDU mit einem alten weißen Mann an der Spitze ein Aufbruch gelingen kann - und warum eine lebendige Demokratie ohne eine bürgerliche Rechte nicht funktionieren kann.

Frank A. Meyer

Karl-Heinz Weiß | Do, 27. Januar 2022 - 14:37

Brillant-mit dieser Bewerbungsrede für den Fraktionsvorsitz hätte Herr Brinkhaus gegen Friedrich Merz nicht einmal Außenseiterchancen.

Ernst-Günther Konrad | Do, 27. Januar 2022 - 15:01

Ein Rechter zu sein, auch radikal für seine Positionen einzustehen ist ehrbar und nicht ruchbar. Bravo Herr Meyer. Wenn Merz endlich anfängt, dieses Geschwafel von der Mitte zu beenden und den Begriff "rechts" wieder den Sinn verleiht, den er vor der Merkel Ära hatte und endlich seine bornierte Haltung gegenüber der AFD aufgibt, Gemeinsamkeiten anerkennt und auch Gegensätze in der politischen Aussage aktiv formuliert, ohne sich sprachpolizeilich zu verbiegen und wenn es eine offene ehrlich und respektvolle Aufarbeitung der Merkel Zeit gibt, nur dann hat er eine Chance. Und es braucht endlich eine klare inhaltliche Neuaufstellung, die durchaus auch Elemente haben kann und muss, wie man es im Parteiprogramm der AFD wieder findet (war ja das Programm der CDU), dann kann es was werden. Aber nicht mehr allein, sondern nur noch mit der AFD, die ihrerseits die Irrlichter in den eigenen Reihen in den Griff bekommen müssen. Merz und die CDU müssen dann bis zur nächsten Wahl jemand aufbauen.

genau so sollte es sein und genau so wird es nicht passieren! Herr Meyer hat in fast allem recht was er sagt, nur in zwei Punkten nicht.

Erstens ist Herr Merz nicht der richtige denn er ist ein Blender, er will Kanzler werden und er weiß, daß der ÖRR über den Erfolg einer Partei entscheidet. Er wird nichts tun was nicht die Zustimmung des ÖRR findet, also auch kein Bruch mit Merkel und keine konservative Wende. Seine Ausgrenzung der AfD/der WU zeigt diese Tendenz deutlich. Die CDU ist am Ende!

Zweitens mit seiner Aussage zur "linken" Eigenschaft des Neugierig seins auf Andersdenkende. Linke sind per Definition intolerant, sie waren es schon immer, sie hatten nie Interesse am Anderen!

Unabhängig davon ist es erfrischend Herrn Meyer zuzuhören denn was er sagt ist so radikal anders als das stromlinienförmige linke PC-Gender-Gewäsch das einem hier 24/7 aufgetischt wird.

Und natürlich ist rechts eine ehrbare Haltung, konservative bewahren das Gute, das Bewährte!

Christa Wallau | Do, 27. Januar 2022 - 15:11

Ja, lieber Herr Meyer, Ihr Wunsch ist auch meiner, aber er trifft in Deutschland auf taube Ohren bei allen etablierten Politikern, die sich als die einzig Richtigen dünken.
Bei uns wird nur "lustvoll diskriminiert"!
"WIR" gegen die AfD - so lautet das Credo.

Jede Organisation, die auch nur das Wort "rechts" für sich gelten läßt, hat sich damit schon aus dem Diskurs ausgeschlossen - und zwar endgültig!
Siehe Werte-Union!

Dieser Zustand gilt inzwischen als "normal".
Daß es sich in Wahrheit um eine absolute
Schieflage nach links handelt, merken nur wenige Leute. Es wird der Masse ja auch von den Medien erfolgreich suggeriert, daß alles in Ordnung sei im Staate Deutschland.

"Links/Grün gut ! - Rechts schlecht !"
blöken die Schafe im Chor.
Und dies an jedem Tag seit vielen Jahren - in allen Schulen u. Hochschulen, in fast allen Zeitungen, Zeitschriften, Radio- und Fernsehsendern.
Wie soll da noch eine "lustvolle Debatte" mit offenem Ausgang entstehen???
Unmöglich.

Maximilian Müller | Do, 27. Januar 2022 - 17:45

..jedenfalls gelang der CDU die totale Eigendemontage, das wollen wir doch mal festhalten.

Und wir haben eine bürgerliche Rechte, die heißt AfD.

Ingofrank | Do, 27. Januar 2022 - 20:09

Das sehe ich genauso. Ich nenne es: ergebnisoffene Diskussion. Bloß das schlimme ist, dass haben wir durch 1 1/2 Jahrzehnte Alternativlosen Merkelismus schlichtweg verlernt und es wird Jahre dauern bis diese Unkultur überwunden wird. Da meine ich nicht nur die Politik sondern ebenso Justiz, Verwaltung, Presse, Funk & Fernsehen auch die Wissenschaft ….. um nur einiges zu benennen. Diese Gleichschaltung muß beendet werden. Nichts aber auch gar nichts ist alternativlos! ! !
Es gibt i m m e r eine Alternative um die gestritten und gekämpft werden muss.
Mit freundlichen Grüßen aus der Erfurter Republik

antworte mit Ja und Nein.
Die Ergebnisse mit denen die sogenannte Rechte aufwartet, sind von Land zu Land verschieden.
Als Schweizerin beziehe ich mich auf eine andere Geschichte, als eine Deutsche, selbst Österreicherin.
Die Dimension der Rechten könnte man positiv evtl. umschreiben mit Begriffen wie, RICHTUNG und RECHT und das macht die Katastrophe des 3. Reiches aus, wovon ja auch die ehemaligen Ostgebiete betroffen sind, denn in diesem Reich verschmolz Wahnsinn und Macht mit "RICHTUNG" und "RECHT" zu etwas, von dessen Schrecken ich mich immer noch nicht erholt habe, obgleich die alte Bundesrepublik fast frei war, während die DDR evtl. mit neuerlichem Schrecken konfrontiert wurde.
Per Definitionem sind Linke aber nicht alle autoritär, wie auch nicht alle Rechten oder Konservative auf ihre schlimmsten Ergebnisse reduziert werden können.
Ergebnisoffen auf keinen Fall, sondern Reflexion auf Geschichte. Dann aber wieder doch, denn Geschichte ist von vielen Faktoren beeinflusst worden...

Fr. Sehrt-Irrek, viele wie Sie machen den Fehler die NSDAP als ausschließlich rechts einzuordnen. Die National Sozialisten (Nazis) waren stramm sozialistisch orientiert, aber das auf Nationaler Ebene und träumten von Deutschland in seinen alten Grenzen von 1914. Damit waren sie Rechts, wenn man national als Rechts einordnet, so werden sie heute ausschließlich dargestellt. Trifft aber nur in Teilen zu!
Sie (NSDAP) waren der Widerpart zum Internationalen Sozialismus unter der Führung der Sowjetunion, dem Bolschewismus. Darin war auch das alte Feindbild Russland mit enthalten.
Sozialismus ist mit Demokratie nicht vereinbar, insofern sind alle Linken per se totalitär ausgerichtet.
Demokratie mit sozialer Verantwortung (Rheinischer Kapitalismus) hingegen ist möglich und nicht per se totalitär!

sehe ich es so wie Sie, es wird noch Jahre dauern, wenn es überhaupt gelingt, die unter Merkel eingeführte Gleichschaltung und Verfilzung zwischen den Gewalten und den von ihnen gen. Institutionen ect., zu durchbrechen.
<<Es gibt i m m e r eine Alternative um die gestritten und gekämpft werden muss.>>
Setzt aber voraus, dass man die Möglickeit hat, natürlich, respektvoll mitzukämpfen/streiten. Wer sich lfd. gegen unbewiesene Behauptungen & Totschlagargumenten zur Wehr setzen muss, hat diese Möglichkeit nicht.

Urban Will | Fr, 28. Januar 2022 - 13:34

auch ist, nichts davon wird kommen. Um D aus dem links – grünen Sumpf abgestorbener Debattenkultur, Gesinnungspflicht und betreutem Denken zu ziehen, bräuchte es eine kulturelle Revolution. Einen Aufbruch in so vielen Bereichen, dass man dies durchaus als historisch bezeichnen könnte.
Hierfür bräuchte es Persönlichkeiten, Menschen mit Weitblick, Vernunft, Toleranz...
Merz kann all dies nicht leisten, er ist ein Wiederkehrer, der nur aufgrund der Wahlschlappe nach oben gespült wurde, sein Wahlergebnis zeigt erneut, wie unterwürfig diese Schwarzen sind.
Merz möchte – und vermag wohl auch – ein paar Prozent zurück zu holen, um dann mit zwei anderen eine Regierung zu bilden. Einmal Kanzler, dann ist gut, mehr will der nicht.
Nie und nimmer wird er den Mut haben, den Irrweg dieses Landes zu verlassen. Er dient dem links – grünen Mainstream genauso wie Merkel, er tut nur so, als wäre er anders.
Aber er weiß auch, dass man dem Wahlvolk keine Fakten liefern muss, es genügt das „Gefühl“.