Kopftuch-Debatte - Warum wir ein Kopftuchverbot für Mädchen brauchen

Die CDU will ein Kopftuchverbot für Mädchen an Grundschulen prüfen lassen. In Österreich gilt dieses Verbot schon seit Mai. Jetzt könnte ihm das Gutachten eines Verfassungsrechtlers auch hierzulande den Weg ebnen

8.08.2019, Berlin: Bundeskanzlerin Angela Merkel (r, CDU) macht während des Tages der offenen Tür der Bundesregierung mit einem jungen Mädchen ein Selfie
Nicht ohne mein Kopftuch? Können muslimische Mädchen selber entscheiden, ob sie sich verhüllen? / picture alliance

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Christine Zinner studierte Sozialwissenschaften und Literaturwissenschaft und schreibt für Cicero Online.

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Im Mai wurde in Österreich ein Kopftuchverbot an Grundschulen beschlossen. Auch in Deutschland wäre die Mehrheit der Bevölkerung nach einer YouGov-Umfrage für ein solches Verbot. In der CDU findet die Debatte darüber Zustimmung. „Kopftücher im Kindergarten oder in der Grundschule haben mit Religion oder Religionsfreiheit nichts zu tun, das sehen auch viele Muslime so“, kritisierte die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer. Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Annette Widmann-Mauz befürwortete die Prüfung eines Verbots. Der Präsident der Kultusministerkonferenz, Alexander Lorz (CDU), glaubte dagegen nicht, dass ein solches vor dem Verfassungsgericht bestehen könnte.

Ein Gutachten, das der Verfassungsrechtler Martin Nettesheim gerade für die Frauenrechtsorganisation Terre de Femmes erstellt hat, kommt jedoch zu einem anderen Schluss. Ein Verbot von Kopftüchern für Mädchen unter 14 Jahren sei durchaus möglich. Nettesheim verweist auf Artikel 7, der seiner Ansicht nach auf der Überzeugung fußt, dass Kinder „noch nicht die Reife haben, in Glaubens- und Weltanschauungsfragen selbstbestimmt entscheiden zu können“. Die religiöse Selbstbestimmung gilt bei uns ab 14 Jahren.

Akt der religiösen Indoktrination 

Alexander Lorz glaubt, dass dieses Gutachten deshalb nicht vor dem Verfassungsgericht bestehen wird, weil die Eltern sich auf ihre Religionsfreiheit berufen würden. Aber was ist mit der Religionsfreiheit der Kinder? Freiheit setzt voraus, dass sich Menschen bewusst für oder gegen etwas entscheiden können. Ob Neun- oder Zehnjährige dazu in der Lage sind, ist fraglich. Zwar merken sie, dass sie das Kopftuch im Alltag einschränkt. In diesem Alter dürften sie sich der Bedeutung des Anlegens eines Kopftuches aber noch nicht bewusst sein. 

Schon unter Vierzehnjährige dazu zu nötigen, das Tuch zu tragen, ist religiöse Indoktrination. Wenn Mädchen schon von klein auf lernen, dass sie ohne  Kopftuch unehrenhaft und gottlos seien, werden sie dazu konditioniert, sich ohne es nackt  zu fühlen. Von einer freien Entscheidung kann dann auch keine Rede sein. Wer hier mit dem Recht der Eltern argumentiert, ihre Kinder religiös zu erziehen, kann auf die Rechte der Mädchen auf  freie Entfaltung keinen großen Wert legen. Er setzt das Recht der Eltern über das Wohlergehen des Kindes.

Ein Akt der Männerverachtung

Terre de Femmes weist darauf hin, dass  das Kopftuch Mädchen dazu zwingt, „möglichst früh ein patriarchalisches Frauenbild zu verinnerlichen, das diskriminiert und dadurch sexuelle Gewalt sogar verstärkt.“ Das Verdecken des Haares symbolisiert  zwar Keuschheit und Reinheit. Trotzdem  sexualisiert das Kopftuch die Mädchen, denn es verweist ja darauf, dass sie von den begehrenden Blicken der Männer irgendwie geschützt werden müssen.

Damit ist der Akt des Verhüllens eines Kindes mindestens ebenso männer- wie mädchenverachtend. Denn was für ein Männerbild steckt dahinter, wenn eine Neunjährige Kopftuch tragen soll, um Männer nicht in Versuchung zu führen? Sehen die Eltern in jedem Mann einen potentiellen Pädophilen und Vergewaltiger? Und wenn das so ist, sollten Mädchen dann wirklich dazu erzogen werden, dem Vorbild ihrer Mütter zu folgen? 

Hindernis auf dem Weg zur Integration

Was so eine Neunjährige wohl ihren Klassenkameraden erzählt, wenn die sie fragen, warum sie immer ein Tuch auf dem Kopf trägt? Und ob die das dann nachvollziehen können? Die Gefahr der Ausgrenzung besteht. Auch die Teilnahme am Schwimm- und Sportunterricht wird erschwert. Wenn die Mädchen schon in der Kindertagesstätte oder in der Grundschule zu spüren bekommen, dass sie anders sind, behindert das die Integration. Es gibt aber auch den umgekehrten Fall, in dem die Mehrzahl der islamischen Mädchen an einer Schule Kopftuch tragen. Dann werden manchmal diejenigen gemobbt, die ihr Haar zeigen. Erzieht man Mädchen so zu Offenheit und Toleranz?

In Deutschland gibt es inzwischen zu viele Verbotsdebatten. Verbote sind jedoch nur dann angemessen, wenn sie verhindern können, dass die Freiheit des einen die Freiheit des anderen verletzt. Oder um es noch deutlicher zu sagen: Sie sollten nur dann eingesetzt werden, wenn sie helfen, die Freiheit des Einzelnen zu schützen. Deswegen ist auch ein allgemeines Kopftuchverbot abzulehnen. Erwachsenen Frauen kann man zutrauen, dass sie zu einer bewussten Entscheidung fähig sind. Nötigen jedoch Eltern ihre Kinder dazu, das Kopftuch zu tragen, schränkt ihre Religionsfreiheit  die Entfaltungsfreiheit ihrer Mädchen ein. Damit diese überhaupt die Möglichkeit haben, diese Freiheit kennenzulernen, gilt es, sie mit einem Verbot zu schützen.

helmut armbruster | Fr, 30. August 2019 - 18:27

wenn die Kopftuchfrauen (und ihre Männer) aufgeschlossene, rational denkende, gebildete und tolerante Menschen wären, dann würde das Kopftuch überhaupt nicht stören.
Da es aber genau das Gegenteil symbolisiert und außerdem noch religiös gerechtfertigt wird, stößt es hierzulande auf Ablehnung.
Den Trägern ist das gleichgültig. Sie wissen genau, dass sie viele damit provozieren und tun es trotzdem.
Allein aus diesem Grund sollte es verboten werden. Denn niemand hat ein Recht seine Mitmenschen mutwillig zu provozieren.
Übrigens, europäische Frauen, welche die Islamische Republik Iran besuchen, müssen dort in der Öffentlichkeit ein Kopftuch tragen, sonst werden sie bestraft.
Wenn das geht und wenn wir das hinnehmen, dann ist ein Kopftuchverbot hier mehr als gerechtfertigt.

"Den Trägern ist das gleichgültig. Sie wissen genau, dass sie viele damit provozieren und tun es trotzdem. Allein aus diesem Grund sollte es verboten werden."
Das ist es genau, was ich auch empfinde. Es ist Trotz und hauptsächlich selbstherrliche Provokation: "wir zeigen euch jetzt in eurem Land, dass wir eure Lebensweise verachten und wie es moralisch sauber und allah-gewollt ist!" Da genau treffen sich die Überzeugungen der Moslems mit den Grün-Linken. Die verachten auch alles, was nicht so ist und denkt wie sie. Es ist nicht nur Neiddebatte, sondern auch ideologisch verbrämter Hass gegen alles, was anders ist, als sie selbst! Die eigentlichen Hasser sind diese Leute selbst! Sie hassen und spalten Deutschland und die Deutschen. Soll ich die, welche mich hassen, wählen? Wer das tut, sollte einen Psychiater aufsuchen, denn er hat eine starken Hang zur Selbstzerstörung!

gerhard hellriegel | Fr, 30. August 2019 - 19:28

Prima, dann dürfen also kinder von ihren eltern auch nicht mehr genötigt werden, in den kommunions-, konfirmations- oder religionsunterricht, zum kindergottesdienst oder gar zur beichte zu gehen. Wohlgemerkt, das ist keine forderung von gottlosen atheisten, sondern von um den erhalt des christlichen abendlandes besorgten, freiheitlich denkenden demokraten - oder so. Und wie genau unterscheidet man, ob das mädchen genötigt wird oder einfach nur wie seine mutter sein möchte? Hochnotpeinliche befragung - oder was? Wie wäre es denn mit etwas geduld?

verehrter Herr Hellriegel. Ob ein Kind religiösen Kommunions/Konfirmationsunterricht besucht tangiert die Allgemeinheit nicht optisch. Vergleichbar wäre da ja wohl eher der Koranunterricht ,um den geht es aber hier nicht .Es geht um eine religiöse und politische Stigmatisierung. Der Islam ist bekanntlich Religion und Politik in Einem. Dass dies a u c h ein politisches Statement ist, zeigt die Kopftuchpflicht als Ungläubige - was ich ja dort als Christin bin-in Iran und Saudi Arabien.

Das Argument war, dass die Mädchen zu einem religiösen Zeichen genötigt würden.
Ob das Zeichen religiös ist, bestimmt das Verständnis der Gläubigen, nicht irgendwelche Bibel- oder Koranexegesen. Eine Kopftuchpflicht - auch als Ungläubige - sagt nicht, dass dies ein politisches Statement sei, in der Synagoge habe auch ich Kippapflicht. Für die Mädchen ist es bestimmt kein politisches Statement. Lassen Sie es doch einfach, diese Sitte mit "Stigmatisierung" und "politischem Statement" aufzuladen. Solange wir die Beschneidung zulassen, ist ein Kopftuchverbot absurd. Fragen Sie sich einmal, was nachhaltiger ist.

Tomas Poth | Fr, 30. August 2019 - 21:47

Die gleiche Argumentation für das Kopftuchverbot läßt sich auch auf die frühkindliche Beschneidung anwenden. Ist zwar nicht so sichtbar wie das Kopftuch , aber Eltern setzen sich hier über die freie Entscheidungsmöglichkeit des Kindes hinweg.

Markus Michaelis | Fr, 30. August 2019 - 22:15

Ich glaube nicht, dass man diese Diskussion rein auf sachlich-universellen Argumenten beruhend gewinnen kann. Am Ende ist es eine Frage der Mehrheitsgesellschaft. Kinder werden immer zu den Werten der Eltern bzw. der Gesellschaft erzogen und haben, zumindest solange sie Kinder sind, keine Alternativen - und als Erwachsene sind die meisten dann geprägt. Für die Werte der eigenen Gesellschaft sieht man das als sehr positiv an (Kinder zu "guten" Menschen machen etc.).

Schwierig wird es da, wo verschiedene Wertesysteme nicht kompatibel sind und Gruppen auch nach Symbolen suchen, um sich voneinander abzugrenzen.

Gewisse Argumente dabei haben wohl einen gewissen universellen Charakter - aber das ist nur ein Aspekt. Am Ende wird man damit glaube ich nicht so weit kommen.

Alexander Mazurek | Fr, 30. August 2019 - 23:49

… liberté, egalité und fraternité am lautesten brüllen, sind mangels Substanz die ersten Verbotsverkünder: Kopftuchverbot hier, Kippaverbot dort und Kreuzverbot überall. Es lebe die repressive Toleranz. Dies ist erbärmlich und armselig.

Karsten Paulsen | Sa, 31. August 2019 - 08:20

Das rigirose Bestehen auf das Tragen eines Kopftuches ist Ausdruck eines politischen Islam der in weiten Teilen nicht Verfassungskonform, ja Verfassungsfeindlich ist. Deshalb bewerte ich das Kopftuch als als das Zeigen verfassungsfeindlicher Symbolik und sollte deshalb insgesamt unterbunden werden.

gabriele bondzio | Sa, 31. August 2019 - 10:28

abzulehnen."...eine sehr fadenscheinige Begründung. Und das man Erwachsenen Frauen zutrauen kann, dass sie zu einer bewussten Entscheidung fähig sind, ist nun gänzlich lachhaft.
Mit einem "Pascha" im Rücken und jahrhunderter langer Indoktrination. Im Grunde sind diese Frauen nichts anderes als "große" Kinder. Das Kopftuch ist nicht mal durch die "Religion" begründet.

Dorothee Sehrt-Irrek | Sa, 31. August 2019 - 10:40

ich sehr sinnvoll, ich unterschrieb gar eine Petition von Herrn Ismail Tipi, nicht bedenkend, dass dieser Zusammenhang mehrere Religionen umfasst, vielleicht die meisten ausser unserem Christentum?
Man gebe ein "Kippa" und schaue bei Wiki auf ein Bild "Junge mit Kippa".
Da ich mir in der Bundesrepublik keinen ernsthaften Versuch vorstellen kann, Kinder jüdischen Glaubens vor ihrer Religion zu "retten", können wir das muslimischen Mädchen wohl auch nicht antun.
Interessant im Wikibeitrag die Geschichte der Kippa, die keinesfalls im Alten Testament vorgeschrieben ist, wohl nur zu besonderen Anlässen üblich war, erst im Laufe der Zeit häufiger getragen wurde?
Frauen hatten demnach eine das Haar verhüllende Kopfbedeckung zu tragen, da flatterndes Haar ein Zeichen für Prostitution war?
Ich würde mich zuletzt gerne überall aus anderen Religionen heraushalten, ich glaube nur nicht, dass es in den europäischen Ländern ein religiöses Rollback geben wird.
Die Spannungen werden Alltag?

und bei den meisten Religionen kenne ich mich gar nicht aus, der jüdischen ein bisschen, gehört evtl. auch das Beschneiden von Babys.
Das begleitet diese Jungen ihr Leben lang, auch wenn wir es nicht sehen.
Ich hätte das ja hergeleitet aus den Lebensbedingungen von Wüstenvölkern, sprich Hitze, wenig Wasser und in der damaligen Zeit, wie überall anders auch, eine schlechte medizinische Versorgung und dadurch die Gefahr schwerster Infektionen mit Jucken, Schwellungen etc. bis hin zu Unfruchtbarkeit?
Es wurde ein religiöses Motiv, doch wohl auch im Islam und anderswo?
Ich warne deshalb vor meinem Fehler, das Kopftuch isoliert zu betrachten.
Verpflichtender Ethikunterricht und allgemein Anleitungen zum kritischen Denken, sowie unsere Kultur werden wahrscheinlich andere Religionen positiv prägen.
Sapere aude
Kant goes world wide:)

Ernst-Günther Konrad | Sa, 31. August 2019 - 14:05

sie treffen exakt meine Meinung zu dem Thema. Wir leben in einer Gesellschaft, in denen Lebensjahre bestimmte Rechte postulieren. Mit Vollendung des 7. Lebensjahres beschränkte geschäftsfähigkeit und Deliktsfähigkeit nach dem BGB. 12 Jahre bedingte Religionsfähigkeit. 14 Jahre strafmündig und volle Religionsmündigkeit, um mal die thematisch wichtigsten Altsbeschränkungen zu nennen.
Wer eine Synagoge, Moschee oder Kirche besucht, kann entsprechend seines Glaubens beim Betreten des Geäudes sein Haupt bedecken und befindet sich sodann im Kreise Gleichgesinnter. In der übrigen Öffentlichkeit eben nicht.
Wer Kinder schützen will, sexualisiert sie eben durch das Kopftuch und fördert das kranke Denken, ohne könnte z.B. eine siebenjährige andere sexuell stimulieren. Das ist geradezu ein kranker Gedanke vor dem Hintergrund das der Schutz auf Würde und körperliche Unversehrtheit auch von Kindern höherrangig ist. Lorz ist Merkelianer und folgt grüner Ideologie mit Grünen in HE in der Regierung.

Dorothee Sehrt-Irrek | Di, 3. September 2019 - 12:25

In reply to by Gast

jedoch, erklären Sie mir bitte einmal wie ein Mädchen mit Kopftuch, gerade durch das Kopftuch in einen Zusammenhang mit Sexualität gebracht werden kann.
Manche Leute bringen gerne dieses Argument bei erwachsenen Frauen, intendierend, ABER DARUNTER.
Ich persönlich glaube nicht daran, obwohl den Assassin ja auch das Geheimnisvolle umwittert.
Aber wie heisst es in etwa bei Nietzsche, den Gott verhüllt seine Schönheit, sein "Selbst" könnte noch einmal etwas anderes sein.
Und wie heisst es bei Schiller, zu Dionys, dem Tyrannen, schlich Damon, den Dolch im Gewande...
In der Ballade geht es nicht um Dolche und Verhüllungen, sondern um Freundschaft/Hingabe auf Augenhöhe, Akzeptanz etc.
Wie gesagt, in der Sahara würde ich auch den Schleier tragen, Sand kommt in jede Ecke, in Europa wirkt er aus der Zeit gefallen.

Dorothee Sehrt-Irrek | Di, 3. September 2019 - 12:39

In reply to by Gast

weder der Islam noch andere Religionen oder Kulturen haben wirklich in Europa eine Chance, wenn sie grundsätzlichen Überzeugungen und Lebensformen der Europäer zuwiderlaufen.
Auf lange Sicht heisst das, dass sie europäisches Gedankengut umformen und sich entsprechend ausrichten müssen.
Es sollte möglich sein.
Die Idee, Europäern ein sagen wir `Gen des integrierenden Lebens´ einzupflanzen, halte ich für abenteuerlich, eine Kopfgeburt.
Europäer sind offen und eher unwillig, sich darin einengen zu lassen.
Ich kann entfernt verstehen, dass alle Welt in Europa leben möchte.
Es wird also Zeit, dergestalt gestärkt in der Selbstwahrnehmung auf die Welt zuzugehen und sie mit uns bekannt zu machen?

Klaus Peitzmeier | So, 1. September 2019 - 14:11

In Mitteleuropa ist es eigentlich unüblich, daß Männer beim Anblick eines unverhüllten Frauenkopfes zum Sexbesessenen werden. Und ich hoffe, daß das beim hier lebenden gewöhnlichen Moslem nicht anders ist. Allein deshalb finde ich das Kopftuch bei jungen u alten Musliminnen als Beleidigung u Diskriminierung der Männer.
Und wer das nicht findet, der gehört m.E. nicht zu Deutschland. Die Beschreibung grundsätzlicher Prinzipien unserer Leitkultur sind vielleicht tatsächlich notwendig. Bevor also jemand zu uns kommt oder gar den deutschen Paß erhält, sollte diese Person den Kodex deutscher Leitkultur anerkennen, oder sich ein anderes Land aussuchen. Dafür ist es ja nie zu spät.
Ich will mich nicht immer mehr in eine Moslemgesellschaft integrieren lassen müssen. Ist das nicht mit dem normalen Menschenverstand zu begreifen?

Henriette Schmitt | So, 1. September 2019 - 14:21

sah ich vor einigen Tagen ein 3 bis 4 Jahre altes Mädchen mit einem Kopftuch an der Seite seiner
Mutter (schließe ich). Der bekopftuchte Kopf war breiter als seine Schultern. Armes Kind, dachte ich, du bist in deiner Daseins- und Bewegungsfreiheit sehr eingeschränkt und bietest hiermit Anlass über den Sinn oder Unsinn einer solchen Verkleidung nachzudenken.

Günter Johannsen | Mo, 2. September 2019 - 14:30

und das Kopftuch sexualisiert schon kleine Mädchen … was soll das Geschwurbel von Religion? In unserem Land ist Sex mit Kindern verboten. Punkt! Das Kopftuch offeriert, dass die Kopftuchtragende ohne Kopftuch Männer verführt zu sexuellen Phantasien. In manchen islamischen Ländern mag Sex bzw. Ehe mit Minderjährigen (Zwölfjährigen Mädchen) üblich und erlaubt zu sein. Wir leben aber in einem Land, wo Sex mit Kindern strengstens verboten ist: also KEINE Gefahr, oder?! Dass dies richtig ist, haben selbst die 68er Grünen begriffen, die mit ihrer damaligen "Sexuellen Befreiung von Kindern" in den entsprechenden Kinderläden Berlins Pädophilie fast salonfähig machten!
Also: Kopftuchverbot für minderjährige Mädchen ist in Deutschland nicht nötig und muss verboten werden!

Heidemarie Heim | Di, 3. September 2019 - 13:55

Für mich ist das Kopftuch, Schleier oder sonstige religiösen oder traditionsbedingten "Bekleidungsvorschriften" zur Verhüllung geschlechtsspezifischer Merkmale wie Haarpracht, Arme, Beine, Figur allgemein, ein Merkmal dafür, das nicht Gott, Jahwe oder Allah ein Problem in der Körperlichkeit sehen, sondern die Menschen. Wie für vieles müssen die Götter als Ausrede dafür herhalten, das der menschliche Charakter fehlerbehaftet ist. In soweit ich weiß allen Weltreligionen wurden und werden auch heute noch die Frauen als das schwache bzw. "nachrangige" Geschlecht gesehen und je nach Zivilisationsgrad und Reformvermögen von Religionen und Tradition (Kastensystem) sollten solche Sichtweisen in unserer heutigen Gesellschaftsstruktur NICHT mal mehr Thema sein! Wer wie auch immer geartet daran Zweifel hegt oder erweckt, sei es durch religiös motiviertes bzw. traditionell begründetes wie abgrenzendes äußeres Statement, hat das Thema Frau und Kopftuch immer noch nicht in Gänze begriffen!
MfG