Heidi Reichinnek / Foto: Julia Steinigeweg

Heidi Reichinnek im Porträt - Zwischen den Stühlen

Heidi Reichinnek ist viel auf Tiktok und Instagram unterwegs. Ob es der neuen Linken-Gruppenvorsitzenden im Bundestag damit gelingt, die Partei zu einen, ist ungewiss.

Autoreninfo

Klaus Wallbaum ist Sozialwissenschaftler und Chefredakteur der Zeitschrift Rundblick - Politikjournal für Niedersachsen.

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Die Attribute, mit denen die neue Linken-Gruppensprecherin im Bundestag, Heidi Reichinnek, seit Jahren beschrieben wird, sind immer dieselben: Die 35-Jährige ist schlagfertig, tritt jugendlich auf – und sie wird allgemein als „ehrgeizig“ beschrieben. Seit 2021 arbeitet sie im Bundestag, und als „überzeugte Feministin und Antifaschistin“, wie sie sich selbst nennt, hat sie schon in so mancher Debatte eine schwungvolle und launische Rede gehalten. Reichinnek spricht schnell, kann blitzartig reagieren und beherrscht zudem den Umgang mit sozialen Medien.

Wer ist diese Frau, die jetzt an der Spitze der zu einer bloßen „Gruppe“ geschrumpften Linken-Bundestagsfraktion steht? Man kann ihren Standort so bezeichnen, dass sie „zwischen den Stühlen“ sitzt – also fern der scheinbar festgefügten Lager in der Linkspartei. Reichinnek ist in Merseburg in Sachsen-­Anhalt geboren, hat Nahoststudien und Politikwissenschaften studiert und dies mit einem Masterabschluss beendet. Während des Studiums hat sie 2010 und 2011 in Kairo die dortigen Demonstrationen des Arabischen Frühlings erlebt. Heute wohnt sie in Osnabrück, war dort in der Flüchtlings-Sozialarbeit und in der Jugendarbeit tätig und wirkte zwischen 2016 und 2021 für die Linken im Rat der Stadt. 

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Volker Naumann | Sa., 13. April 2024 - 12:40

Möge sie auf das Körperteil fallen, auf das man gewöhlich fällt, wenn man sich zwischen die Stühle setzt.

Ich wünsche eine harte Landung.

MfG