Frauenquote auf CSU-Landesliste - Söder auf Paritäts-Trip

Während die Parteien des linken Spektrums das Thema der Geschlechter-Parität auf den Landeslisten schon lange für sich entdeckt haben, prescht nun auch CSU-Chef Markus Söder wieder vor. Doch bei der Bundestagswahl wird auch diese Initiative nichts an der Männer-Dominanz seiner Partei ändern. In der Zukunft könnte das anders aussehen.

Horst Seehofer (l.) und Markus Söder (r.) als Marilyn Monroe verkleidet
Frauenversteher Söder (r.) zu Fastnacht 2013 als Marylin Monroe neben altem weißen Mann / dpa

Autoreninfo

Dr. Hugo Müller-Vogg arbeitet als Publizist in Berlin. Er veröffentlichte zahlreiche Bücher zu politischen und wirtschaftlichen Fragen, darunter einen Interviewband mit Angela Merkel. Der gebürtige Mannheimer war von 1988 bis 2001 Mitherausgeber der F.A.Z.

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Ob die Grünen nach der Wahl noch glücklich darüber sein werden, dass für sie bei der Besetzung von Positionen das Geschlecht wichtiger ist als andere Kriterien wie Kompetenz oder Erfahrung, wird sich noch zeigen. Gleichwohl hat das Thema Frauenquote beziehungsweise Geschlechterparität Konjunktur, und das nicht nur bei Grünen und Sozialdemokraten, also den üblichen Verdächtigen. Auch in den Unionsparteien wird heftig über Frauenquoten nachgedacht. Vor allem CSU-Chef Markus Söder segelt hier „vor dem Wind“ des Zeitgeistes – wie schon bei der Rettung von Bienen und Bäumen.

Der bayerische Ministerpräsident hat sich erst dieser Tage abermals als Frauenversteher und Frauenförderer präsentiert und sich selbst dafür gelobt. Schließlich tritt die CSU zum ersten Mal in ihrer 70-jährigen Geschichte mit einer paritätisch besetzten Landesliste zur Bundestagswahl an. Auf den 46 Plätzen kandidieren 23 Männer und 23 Frauen, immer schön abwechselnd hinter Landesgruppenchef Alexander Dobrindt als Spitzenkandidaten.

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Tomas Poth | Mi, 4. August 2021 - 12:25

Zum Bild: Söder eignet sich hier in seiner Verkleidung das weibliche Geschlecht an. Das wäre dann neuerdings kultureller/sexueller Rassismus.
Kinder werden kujoniert wenn sie sich in z.B. in Kitas oder anderswo als Indianer oder sonst wie verkleiden.
Es wird Zeit daß der Souverän bei der nächsten Wahl sich dieser dubiosen Charaktere entledigt, jene die Wasser predigen aber Wein saufen.

Christa Wallau | Mi, 4. August 2021 - 13:55

In reply to by Tomas Poth

gehirngewaschen, wohlstandsverblödet und mit sich selbst und seinen Alltagsthemen beschäftigt (gerade jetzt, zu Corona-Zeiten), um sich "dubioser Charaktere" wie Söder zu entledigen, lieber Herr Poth.
Im übrigen gibt's diese offiziell n u r bei der AfD.
Hat man Ihnen das noch nicht erfolgreich eingehämmert?

Die Wahl im September wird da also keine großen Überraschungen bringen.
Selbst wenn sie einige Prozente verlieren, die "dubiosen Charaktere" werden unverdrossen weitermachen.

Ja, liebe Frau Hein, auf den Punkt gebracht :-)
Und wenn ich sehe, wie alles getan wird, damit Grün zweitstärkste Partei wird - na dann, volle Fahrt voraus, ihr schafft das.
Da Blau öffentlich ohne Wiederspruch zur Pest erklärt wurde, könnt ihr ja Vollgas geben. Dunkelrot hat sich so wie so selbst aus dem Weg geräumt & auch auf der anderen Flügelseite muss es ja welche geben, denen man die Schuld für ...... & misslungenes zugeschrieben werden kann. Also alles Paletti, wir haben alles im Griff auf den sinkenden Schiff. Und Söder kann weiter Aufmerksamkeit erhaschen (auch mittels Lachnummern), um das interessenlose Publikum von wichtigen Dingen abzulenken. Im Namen des Volkes & der Demokratie
Seid bereit - immer bereit

Brigitte Miller | Do, 5. August 2021 - 11:04

In reply to by Tomas Poth

Appropriation. Frechheit! 🤣

Bettina Jung | Mi, 4. August 2021 - 13:27

Dann soll er Platz für Ilse Aigner machen

Rob Schuberth | Mi, 4. August 2021 - 16:06

In reply to by Bettina Jung

...werte Frau Jung.

M. W. n. wollte Frau Aigner selbst, in der Schlussphase der Amtsübergabe (Seehofer - Söder), dieses Amt nicht mehr innehaben.

Wobei ich sie auch lieber als den Wendehals-Söder dort gesehen hätte.

Aber vermutl. sind die Bayern noch nicht so weit i. S. Gleichberechtigung.

Karl-Heinz Weiß | Mi, 4. August 2021 - 13:49

Die CSU-Basis kennt sich auch bei der Wahrscheinlichkeitsrechnung besser aus als ihr Vorsitzender: 21% Mitgliederinnen-Anteil lassen nicht 50% der Mandate erwarten. Seine Chancen, gegen seinen impfallergischen Vize Hubert Aiwanger zu punkten, schätzt er aber realistisch ein: sie liegen bei 0 Prozent. Da war MM seinerzeit bei JFK erfolgreicher.

Ernst-Günther Konrad | Mi, 4. August 2021 - 14:15

Offenbar ist er divers in allem. Auch mit seiner Meinung. Mal sehen was der grandige Wähler in Bayern davon hält. Derzeit ist er bemüht, irgendwie in die Schlagzeilen zu kommen, was dieser Artikel wieder bestens belegt. In 15 anderen Bundesländern dürfte der Zuspruch für ihn jedenfalls gering sein. Mal sehen wann Armin sich verkleidet. Bergmann war es ja schon mal. Er könnte sich ja mal als Angela Merkel verkleiden, ihre Politik vertritt er ja bislang noch immer, auch wenn er hie und da versucht divers zu sein. Entsprechende Bildchen sind ja im Netz schon zu finden.
Bei den GRÜNEN könnte doch Schnatterinchen mal den fliegenden Robert geben und umgekehrt.
Dann wäre das politische Narrenschiff wieder komplett.

Rob Schuberth | Mi, 4. August 2021 - 16:03

...immer dem aktuellen Trendthema nacheifern.

Mich wundert dass der überhaupt noch so breite Zustimmung erhält.

So einen Wendehals gibt es nicht oft.

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