Wie raus aus der Pandemie? - „Deutschland fehlte der Mut“

Nicht nur Deutschland kämpft gegen den erneuten Anstieg der Infektionszahlen. In manchen Ländern ist allerdings das normale Leben wieder zum Greifen nah. Woran das liegt, erklärt der Epidemiologe Hajo Zeeb im Interview.

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Brasilien ist eines der am härtesten von der Corona-Pandemie betroffenen Länder / dpa

Autoreninfo

Sina Schiffer studiert an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn Politik und Gesellschaft und English Studies. Derzeit hospitiert sie bei Cicero. 

So erreichen Sie Sina Schiffer:

Hajo Zeeb ist Professor für Epidemiologie an der Universität Bremen und leitet die Abteilung Prävention und Evaluation des Leibniz-Instituts für Präventionsforschung und Epidemiologie - BIPS. Seit Beginn der Pandemie beschäftigt er sich mit COVID-19. Er hat das Kompetenznetz Public Health zu COVID-19 mitbegründet.

Herr Zeeb, den Umgang mit der Pandemie betreffend lohnt sich ein Blick in andere Länder. Wer macht was richtig? Und von wem kann sich Deutschland noch etwas abgucken? 

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Urban Will | Mi, 31. März 2021 - 08:30

Recht hat, dass das Impfen keinen Einfluss auf die Mutationsgeschwindigkeit hat.
Er trifft hier aber keine klare Aussage...(„meiner Kenntnis nach“) und sollte es doch so sein, dann bedeutet das eben Lockd. auf unbestimmte Zeit. Zumindest wenn, was ja ebenfalls bereits durch die Medien geistert, die Impfstoffe nicht mehr wirken.
Es gäbe dann ein Dauer - Wechselspiel: Mutation, Lockdown, Entwicklung neuer Impfstoffe mit langandauernden Impf – Kampagnen, leichte Lockerungen, neue Mutation...
Die Hauptprobleme werden hier nicht angesprochen: das verlorene Vertrauen i d Regierung und die Verzweiflung vieler Menschen ohne Perspektive. Und diese Faktoren überwiegen bei Vielen schon lange die Angst vor einer Infektion. Tendenz steigend. Die Regeln wirken daher kaum
Es gibt m M nach keine Alternative zu „leben mit dem Virus“, d.h. auch: „Hinnehmen“ von Infektionen und evtl. schweren (durch Impfung od Medikamente eingedämmten)Verläufen mit Hygieneregeln und ansonsten einem „normalen“ Ablauf.

man da erwarten? Was mich gestört hat, ist seine arrogante Einstellung zu anderen Meinungen.
Drosten ist Virologe, er hat sicher ein umfangreiches Wissen, aber er ist nicht allwissend. Sein Gehaltsscheck kommt regelmäßig und wohl noch viel obendrauf. Was er sagt, klingt in der Tat „ernst“. Letztendlich (ich habe nicht alles angehört), plädiert er für einen Dauer – Lockdown, bis das Virus unter Kontrolle ist.
Drosten hat keine Ahnung von Kurzarbeit, Existenzängsten, ihm scheint es egal, dass Millionen Menschen, v.a. Kinder schwer leiden.
Und er respektiert offensichtlich keine Gegenmeinung.
In Kürze: Mein Umfeld: ca. 10 % Infizierte, alle harmlos. Meine älteste Tante starb, neg. getestet, unmittelbar nach der Impfung, „an“ 'Corona.
Ich bin seit einem Jahr in Kurzarbeit, meine Branche leidet mit am heftigsten, k.A, wie es weitergeht. Ich habe drei schulpfl. Kinder.
Ich weiß von zwei Suiziden im Kollegenkreis. Das nur in Kürze.
Drosten lässt so etwas kalt, er kennt nur Viren.

Natürlich hat das Impfen keinen Einfluss auf die Mutationsgeschwindigkeit. Das Virus „denkt“ sich ja nichts wenn es mutiert.
Jedoch ist es logisch, dass die Mutanten, welche vom Impfstoff nicht bekämpft werden können, sich verstärkt ausbreiten.
Da zusätzlich durch den Impfstoff eine vorhandene „natürliche“ (Kreuz-) Immunität außer Kraft gesetzt wird, wird diese Strategie perspektivisch dazu führen, dass jeder Impfstoff dem Virus immer einen Schritt hinterher hinkt. Wir müssten damit leben, in alle Ewigkeit mindestens 2x im Jahr geimpft zu werden (Sie sehen, die sehr offensichtliche Strategie der am Impfstoff Verdienenden geht auf) und unter permanenten Einschränkungen zu leben.
Die eingeschränkten Kontakte tragen ihren Teil dazu bei - denn das, was die Menschheit bisher am Leben gehalten hat (Austausch von Immunitäten durch soziale Kontakte) fällt ja auch weg.
Tja - dumm gelaufen, wenn man denen vertraut, die nicht nach medizinischen sondern politischen Aspekten entscheiden.

Annette Seliger | Mi, 31. März 2021 - 08:39

erworbenen Fähigkeiten durch Nachahmung weitergeben. Stimmt nicht ganz, denn Intelligenz addiert sich nicht - will sagen: Wenn zehn Dumme zusammensitzen und versuchen ein Problem zu lösen, dann wird nichts dabei rumkommen. Unsere Regierung hat in der ersten Phase von den totalitären Chinesen abgeschaut und gemeint mit den gleichen Maßnahmen den gleichen Erfolg zu erzielen. Ein Befürworter und Treiber dieser Maßnahmen war sicher Merkel, denn es ist Teil ihrer in einer Diktatur geprägten DNA, und wir haben dies ja schon bei Energiewende, Migration und Eurorettung kennengelernt. In der heutigen Zeit reicht es somit aus, wenn über eine Schalte der Regierungschefs zu Beginn der Pandemie der Merkel`sche Weg über Europa verbreitet wird. Ausgelöst von den Bildern aus Bergamo (erinnerte alles an die Bilder vom Budapester Hauptbahnhof 2015!) begann die Hysterie und Panikmache. Jetzt wissen wir dass das Virus von keiner gesamtgesellschaftlichen Gesundheitsrelevanz - eben kein Killervirus ist!

da kann ich Ihnen nur zustimmen, verehrte Frau Seliger.
Einfach mit dem ganzen Testen aufhören und - puff! - würde sich die ganze schöne Pandemie in Wohlgefallen auflösen und wieder das werden, was sie ist: eine saisonale Grippewelle, diesmal halt mit Coronaviren.

Dr. med. Rainer Müller-Stephann | Mi, 31. März 2021 - 15:58

In reply to by Dr. med. Raine…

heute hat übrigens ein Verwaltungsgericht in Wien festgestellt, dass ein PCR-Test nicht zur Diagnostik vom Covid-19 verwendet werden kann.

Bernhard K. Kopp | Mi, 31. März 2021 - 18:22

In reply to by Dr. med. Raine…

Der Test weist Viren, oder genetische Fragmente von Viren nach. Das muss keine Infektion/Erkrankung sein. Aber, schon das Vorhandensein von Viren ist die Gefahr, wenn nicht für den Virenträger, dann wahrscheinlich für andere. Selbst ein asymptomatischer Virenträger kann, bei entsprechenden Virenmengen, ein Super- Spreader sein. Zudem gibt es eine längst ermittelte statistische Korrelation von Virenfunden zu Erkrankungen usw. Ich kenne das Wiener Urteil auch - das ist aus Sachgründen noch nicht das letzte Wort.

Pandemie oder nicht, immerhin haben die Aktionen gegen dieselbe
zur Stabilisierung notleidener Konzerne und überlasteter Rentenkassen
geführt.

der so am Thema vorbeigeht.

Eigentlich ging es nicht darum, Frau Merkel zu analysieren - wobei das Ergebnis ja schon vorher feststand. Ihr nur katastrophales Versagen bescheinigen konnte, was wohl sonst... Seit 2015 kann unsere Kanzlerin in manchen randständigen Kreisen bis in alle Ewigkeit nicht mehr auf Fairness hoffen.

Man kann sich aber auch mit dem Thema befassen. Und da wird jeder, der nicht mit ideologischen Scheuklappen die eigene Sicht behindert, zum gleichen Ergebnis kommen.
Das lauten muss: Es gibt keine Patentlösungen zur Bekämpfung der Pandemie! Einerseits muss alles getan werden, um das Leben jedes einzelnen Menschen in diesem Land zu schützen, selbst wenn er 115 Jahre alt ist. Andererseits muss man Kollateralschäden, die nicht zu vermeiden sind, versuchen zu begrenzen. Das ist keine Frage des Mutes, sondern der Abwägung.
Ach ja, gestern ist der 61-jährige Leiter der Corona-Abteilung des Krankenhauses Zittau verstorben, an Corona.
Von wegen nur Alte...

Ihre hochverehrte Frau Merkel wird von mir keine Fairness erhalten. Solche Menschen gehören in keine politische Verantwortung - besonders dann nicht, wenn sie vorsätzlich an Recht und Gesetz vorbei, Entscheidungen treffen.
Der damalige Ministerpräsident von Bayern bescheinigte uns allen, nach der unrechtmäßigen Grenzöffnung 2015, dass wir in einem Unrechtstaat leben. Die Aussage von Herr Seehofer begründete sich auf die Expertise vom ehemaligen Verfassungsrichter di Fabio. Auch Herr Papier, als ehemaliger Verfassungsgericht Präsident bescheinigte der Dame eine irrige Rechtsauffassung wenn es um die Einschränkung der Grundrechte geht.

Zu Corona möchte ich nichts mehr hinzufügen. Da sprechen alle Statistiken klar gegen Sie, und das wissen sie auch.
Es liegt offensichtlich an ihrem Interessenkonflikt als Schreiberling in Sachen Regierungshandeln.
Wir wissen nicht wo die Menschen sich anstecken, aber wir wissen wer hauptsächlich daran stirbt. Diese Menschen gilt es zu schützen.

Hut ab Frau Seliger, bei beiden Kommentaren Stimme ich ihnen voll zu. Auch den Zeilen von Dr. med. Rainer Müller-Stephann schließe ich mich an. Viele meiner Freunde aus der Ärzteschaft sehen das ähnlich und ich bin verwundert über die hohen Zustimmungsraten zum totalen Lockdown. 90% sind dagegen und zunehmend verärgert ob der Beschränkungen unserer Freiheit. Aber Gustave le Bon hat in "Psychologie der Massen" schon vor langer Zeit beschrieben wie man's macht, dass es keiner so wirklich merkt.

kann Ihnen bei allem wie immer beipflichten.
Aber was ich nicht verstehe, das niemand wahr nimmt das ein Herr L. es in keinster Weise wert ist, das man sich mit seinem Geschreibsel befasst. Kennt man einen Kommentar, kennt man alle.
Für den Fall L. hat der Liebe Gott das Scrollen erfunden.
Ihnen und allen anderen Foristen schöne Ostertage.

Ich schrieb seinerzeit schon in einem Kommentar zu den Bergamo Bildern, dass diese bewusst und gewollt falsch interpretiert wurden. Ja, es gab diese Anhäufung in Bergamo, aber nicht, weil das Virus so extrem stark zugeschlagen hatte, sondern weil die Bestatter Italiens in der Anfangsphase selbst Angst vor Ansteckung hatten und deshalb sich weigerten, die Toten ordnungsgemäß abzuholen und zu bestatten. Stattdessen musste die Bezirksregierung die Armee um Hilfe bitten, welche die Toten in der Region einsammelten und eben zentral aufbewahrten.
Woher ich das weiß? Nun, wir hatten damals Kontakt zu Italienern aus dieser Region über hier lebende italienische Bekannte. Soviel zur Nutzung von Bildern im Sinne der Panikmache. Was unseren Kommentarsateliten anbetrifft, der vermehrt sie umkreist, habe ich schon vor geraumer Zeit beschlossen, die Provokationen und Fake News, die er verbreitet nicht mehr zu lesen. Ich erfreue mich nur noch an den Entgegnungen der angegangenen Foristen. Alles Gute.

sehen das ähnlich.Ein Grund war die Anordnung der Feuerbestattung durch die ital.Regierung.Es gab in diesem katholischen Land aber gar keine entsprechenden Strukturen.Es führte aber die Verlegung von rekonvaleszenden Coronapatienten in Altenheime und die am Anfang eventuell zu frühe invasive Beatmung, zu unnötig vielen Todnesfälllen.

helmut armbruster | Mi, 31. März 2021 - 09:00

das ist eine alte Erkenntnis, die nichts an Wahrheit verloren hat.
Bei uns pfuschen 16 Köche am Corona-Brei herum und jeder weiß es besser als der andere.
So wird der Brei immer ungenießbarer...
Es ist unser unseliger Föderalismus, der alles verkompliziert und einheitliche Regelungen nahezu unmöglich macht.
Corona sollte der Anlass sein diesen Föderalismus endlich in Frage zu stellen und ihn am Ende zu ersetzen durch eine Zentralregierung.
Das so frei werdende Föderalismus-Personal könnte sich eine Arbeit in der Wirtschaft suchen und das eingesparte Geld könnte zur Behebung unseres Reparaturstaus eingesetzt (viele neue Krankenhäuser mit Corona-Behandlungsmöglichkeiten könnten gebaut werden!)
Wir blockieren uns selbst solange wir diesen Föderalismus nicht überwinden.

"Es ist unser unseliger Föderalismus, der alles verkompliziert und einheitliche Regelungen nahezu unmöglich macht."

Und was hätten wir bitteschön von diesen einheitlichen Regelungen, Herr Armbruster? Nichts. Vor allem dann nicht, wenn eine Merkel an der Spitze steht. Deswegen bin ich heilfroh um unseren Föderalismus.

Sie träumen von einem Zentralstaat. Aber je zentraler der Staat, desto marginaler der Bürger. Sieht man an der EU. Sollte eigentlich ein no-brainer sein.

... erschließt sich mir erst seit Beginn der aktuellen Pandemie und den Versuchen, sie zu bekämpfen.
Warum etwa sollten die Büger sämtlicher Regionen des Landes leiden, auch dort, wo ein Virus nur wenig oder mäßig verbreitet ist, nur weil
(a) in einzelnen Regionen das Kliniksystem evtl. an seine Grenzen kommt und
(b) eine zentralistischer Regierungschef so erbärmlich mit größtmöglichem Wegsperren als (vermeintlich) einziger Option herumdilettiert wie Frau Merkel es tun würde, wenn sie nur könnte, wie sie will?
Da ist mir der Rest an Individualismus, den der (im Allgemeinen sachlich überflüssige und sündteuere) Föderalismus erlaubt, schon lieber.
Im Übrigen haben die Aliierten bei Gründung der BRD darauf bestanden, den Förderalismus in der Verfassung mit einer sog. Ewigkeitsgarantie zu verankern.
Das liesse sich zwar theoretisch aushebeln, wenn das deutsche Volk sich gemäß Art. 146 GG insgesamt eine neue Verfassung gäbe; doch damit fielen ja jede Menge Pöstchen und Pfründe weg ...

Ernst-Günther Konrad | Mi, 31. März 2021 - 09:29

Aha. Diesmal von der Uni Bremen. Auch wieder aus der Sicht der Panikmacher und Besserwisser also nichts neues. Bloß nichts kritisch hinterfragen. Woher bekommen Sie ihren Sold? Ach richtig, vom Staat mithin dem Steuerzahler. Schon klar. Das erklärte ihre "ungetrübte" Sicht auf diesen ganzen Corona Wahnsinn.
Ich möchte einmal erleben, dass ihr panikmachenden und einseitig und devot daher kommenden "Experten" Euch in öffentlicher Diskussion denjenigen stellt, die Eure Ausführungen inhaltlich komplett zerreißen. Okay, das ist derzeit nur ein Traum. Ich bin mir aber sicher, dass dieser Tag irgendwann kommen wird und ihr hoffentlich an Euren staatlich gelenktes Framing und Eure fehlende mathematische Begabung erinnert werden.
Und nein. Deutschland fehlt es nicht an Mut zur Öffnung, sondern am Willen sich mal von anderen beraten zu lassen und eine allumfassende Diskussion zu zulassen. Wo sind die Interviews mit Gegenmeinungen zur sog. Pandemie? Die werden versucht im Netz zu löschen.

Michael Bender | Mi, 31. März 2021 - 11:43

Ich finde, eine treffende Beschreibung des status quo, sowie der Chancen und Risiken! Danke.

Dr.Andreas Oltmann | Mi, 31. März 2021 - 12:02

Sehr geehrte Frau Schiffer,
Ich finde Ihre bisherigen Beiträge sehr gut, Sie halten sich an das Thema, stellen nicht, Ihre Befindlichkeiten zur Diskussion und kommen immer wieder zurück auf das Thema, lassen sich auch durch Geschwafel nicht abbringen.
Ich hoffe, Sie können so weitermachen, ohne sich zu stark an Redaktionskonzepte anpassen zu müssen.
Die Aussagen von Prof. Zeeb sind beliebig, „ ich will hier keine Kritik üben“ und entspricht aus meiner Sicht dem wissenschaftlichen Niveau unseres Landes, bringt uns nicht voran, sind beliebig und austauschbar.
Das Regierungsverhalten erinnert mich an die DDR und ihre 5-Jahres-Läne, die voller Versprechungen waren und nie eingehalten wurden. Nicht zuletzt weil die Beteiligten einfach unfähig waren. So wie heute.

Reinhard Benditte | Mi, 31. März 2021 - 12:07

1) Ein Lockdown bringt nichts. Aussage WHO: „ WHO official urges world leaders to stop using lockdowns as primary virus control method“! Quelle: https://www.msn.com/en-us/health/medical/who-official-urges-world-leade…

COVID Lockdowns May Have No Clear Benefit vs Other Voluntary Measures, International Study Shows. Quelle: https://www.newsweek.com/covid-lockdowns-have-no-clear-benefit-vs-other…

2) Gesichtsmasken sind nicht hilfreich!

Mundschutz: Studie kann Eigenschutz nicht bestätigen Quelle: https://www.nordschleswiger.dk/de/daenemark-gesellschaft/mundschutz-dae…

3) mRNA Medizin ist keine traditioneller Impfstoff, sondern eine Gen Therapie, die den Verlauf einer Infektion vermindern soll. Quelle zu Gen Therapie: Modena SEC Filing Annual Report 10-k, Seite 106!

Helmut Bachmann | Do, 1. April 2021 - 11:00

Warum wird auch im Cicero nicht darüber diskutiert, dass die Todesfällezahl seit Wochen sinkt, trotz der dritten Welle? Wann soll sich denn die steigern? Müssten sie sich ja, wenn es Maßnahmen begründen soll. Die Inzidenz ist ein Maß für Paniker, der Zusammenhang zum Befürchteten ist nicht vorhanden.

Quirin Anders | Do, 1. April 2021 - 11:06

Was hindert Sie, meinen Kommentar vom 31.3. zu einem Vorteil des Förderalismus sowie zu dessen "Ewigkeitsgarantie" im Grundgesetz freizuschalten?

Lieber Herr Anders, 

es scheint so, als wäre uns hier ein Fehler unterlaufen und Ihr Kommentar aus Versehen gelöscht. Dies entschuldigen wir vielmals. 

Gerne können Sie den Kommentar noch einmal posten, dann wird er veröffentlicht. 

Herzliche Grüße, 

Ihre Online-Redaktion 

Norbert Heyer | Do, 1. April 2021 - 11:48

Von Anfang an wurden falsche Akzente gesetzt: Die alten Menschen, die Kranken und die Pflegefälle hätten zuerst geimpft werden müssen. Dann die unsägliche Impfstoff-Besorgung durch total überforderte Politiker. Wenn Notbremsungen beschlossen wurden, verkaufte man diese mit leeren Versprechungen: „Jetzt noch einmal 4 Wochen, aber dann ...“. Die Menschen haben das Vertrauen in die Führungsqualitäten der Verantwortlichen verloren. Außerdem - abgesehen vom Tübinger OB hat kein einziger Politiker Verantwortung übernommen, entschieden haben Ärzte und Virologen und der apokalyptische Lauderbach. Dahinter haben sich alle versteckt und geduckt, als Entscheidungen zu fällen waren. Es ist sehr leicht, immer härtere Massnahmen - ohne Aussicht auf einen möglichen Erfolg - einzufordern, wenn das Einkommen gesichert ist. Die vielen Menschen, denen die Existenz abgesprochen wird, scheinen keinen Stellenwert zu haben. Sie sind neben den Alten und Kranken die tatsächlichen Opfer von falschen Maßnahmen.

H. Stellbrink | Do, 1. April 2021 - 13:20

Es gibt keinen Weg um einen Plan zum Leben mit dem Virus herum. Es wird nicht wieder verschwinden, durch keinen Lockdown der Welt. Das heißt Durchseuchung da zuzulassen, wo sie nicht (oder kaum) schadet und dort zu impfen, wo (schwerer) Schaden verhindert wird. Wir müssen mit wiederholten (Re)Infektionen mit immer neu entstehenden Varianten rechnen, die zu einer sich verbreiternden Immunität führen, die irgendwann das Virus vom Raubtiervirus zum Haustiervirus machen kann. Das bedeutet aber, dass man sich (geimpft oder genesen) vielleicht immer wieder anstecken muss. Wohlgemerkt: Es wird weiter Tote durch SARS-CoV-2 geben, ebenso wie durch die Grippe und durch andere respiratorische Virusinfektionen, die für uns aber keinen Anlass für einen Lockdown darstellen. Sich auf dieses Szenario vorzubereiten wäre klug. Lockdowns halten letztlich die notwendige Durchseuchung nur auf. Nach der Impfung von Risikopersonen müssen die Restriktionen fallen, damit sich das Gleichgewicht einstellen kann.