Corona-Demo und die Folgen - Das Vertrauen in den Staat verloren

Die Corona-Demonstration vom Wochenende hat für viel Empörung gesorgt. Den meisten Teilnehmern der Kundgebung dürfte es allerdings weniger um die einzelnen Maßnahmen zur Eindämmung einer Pandemie gegangen sein. Sondern darum, dass sie dem Staat zutiefst misstrauen. Dafür gibt es Gründe.

Teilnehmer der Corona-Demo am Samstag in Berlin / picture alliance

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Alexander Marguier ist Chefredakteur von Cicero.

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Alexander Marguier

Die Frage, wie viele Menschen vorigen Samstag an der Corona-Demo in Berlin teilgenommen haben, ist zu einem Politikum geworden. Das war absehbar, denn zwischen der Zahl 15.000 (laut erster Einschätzung der Polizei) und jenen 1,3 Millionen, die von den Veranstaltern der Demonstration genannt wurden, liegt doch eine erhebliche Differenz.

Als Beobachter der Veranstaltung, der an selber Stelle im Jahr 2008 beim Auftritt von Barack Obama vor etwa 200.000 Leuten dabei war, würde ich schätzen, dass am Wochenende etwa 20.000 bis 25.000 Teilnehmer bei der Schlusskundgebung von „Querdenken-711“ zwischen Siegessäule und Brandenburger Tor auf der Straße des 17. Juni standen. Also: kein Aufstand der Massen, aber eben auch kein Demonstratiönchen einiger verwirrter Seelen.

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Manfred Bühring | Mi, 5. August 2020 - 17:51

Endlich mal ein sehr vernünftiger Kommentar zu der Demonstration in Berlin.
Ihr Auftritt @Lenz: ...

An Herrn Marguier nur anschliessen.
Und den Unsinn den diese Quotenvorsitzende der SPDioten Partei von sich gibt, kann man getrost, wie alles was aus dieser FunktionärPartei kommt., in die Tonne kloppen.
Nochmals Dank für diesen wohltuenden Bericht.

Die Quotenvorsitzende der SPDioden und andere Politiker versucht daraus politisch Kapital zu schlagen. Hier wird versucht die Ängstlichen gegen die friedlichen Freiheitsliebenden aufzuhetzen.
Es gibt eben Menschen, die sich den mutwillig verursachten (persönlichen) wirtschaftlichen Niedergang oder die teilweise widersinnigen Verbotsregeln nicht als Menschenrettung verkaufen lassen und deshalb auf die Straße gehen. Gibt es eine Übersterblichkeitsrate? Sind die Maßnahmen noch verhältnismäßig? Viele namhafte Wissenschaftler haben eine andere Meinung.

Ich schließe mich gerne an. Außer: es geht nicht um die Teilnehmer der Abschlusskundgebung sondern um die Teilnehmer an der gesamten Demonstration. Und das waren richterlich mehr1

Gerhard Lenz | Do, 6. August 2020 - 16:21

In reply to by Gast

Soll das jetzt der Beginn einer sozial-patriotischen Revolution sein? Denn offensichtlich träumen die üblichen Merkel-Gegner davon, dass die Massen auf den Straßen erst Ruhe geben, wenn die Regierung "abgesetzt ist".

Wollen wir das Ganze doch mal ein wenig zurecht rücken.

1. Neben den üblichen Pegida-Rechtsextremisten-AfDlern etc. gab es eine Menge bunter Vögel, darunter wahrscheinlich auch Grüne und Linke. Die werden sich kaum "der Sache der Deutschen Rechten" anschliessen.

2. Gleich ob es jetzt 15.000 oder 15.500 Teilnehmer waren; festhalten ist, dass diese aus der ganzen BRD zusammengekarrt wurden. Bis in den letzten Winkel der Republik wurde appelliert, an der Demo teilzunehmen. Im Verhältnis ist also die Teilnehmerzahl eher bescheiden.

3. Der Stern schreibt : ...dass sich der Protest auf ein Areal zwischen Brandenburger Tor und Siegessäule beschränkt. ....https://www.stern.de/news/faktencheck-mehr-als-eine-million-auf-demo-ge…

die Süddeutsche Zeitung schreibt … das Neue Deutschland schreibt … die Junge Welt schreibt ... : Ich denke lieber mit meinem eigenen Gehirn!

Tichy, Junge Freiheit, Nationalzeitung oder Deutsche Stimme sein, erst recht nicht irgendein obskures Internetportal wie "Journalistenwatch" etc. sein...

Zusätzlich zum Ihrem Kommentar Herr Lenz, dem ich ausdrücklich zustimme, finde ich es unerträglich, welche Aufmerksamkeit Rechte, Verschwörungstheoretiker und sonstige schillernde Gestalten erhalten.
Wir leben in Notzeiten, müssen die 2. Welle der Covid 19 Pandemie bestmöglich eindämmen und dazu noch irgendwie die Wirtschaft am Laufen halten (was eh einer Quadratur des Kreises gleichkommt). Vor diesem Hintergrund habe ich für solche „Anti-Corona-Demos“ kein Verständnis

Die völlige Unglaubwürdigkeit der kolportierten Zahlen sind ein großes Ärgernis. Es soll in Berlin eine Klage um die Hubschrauberbilder und deren Auswertung geben. Verläßliche Zahlen sind für die politische Bewertung zentral. Wenn es tatsächlich nur 17,000-40,000 waren, mit ca. 2500 die, nach FAZ, mit Bussen, ca. 50 Busse, aus Süddeutschland nach Berlin gebracht worden sein sollen, dann wäre das Ganze nicht so wichtig. Wenn es aber tatsächlich Hunderttausende bis über 1 Million gewesen sein sollten, dann hätte dies nicht nur politisch mehr Gewicht, es wäre auch die Grundlage für eine Explosion der Covid-19-Erkrankungen in wenigen Wochen. Es wäre ein Vielfaches von Ischgl, Heinsberg und Tirschenreuth zusammen. Wir brauchen verläßliche Teilnehmerzahlen.

Alle Umfragen zeigen etwas anderes.
Im Gegenteil wird den Teilnehmern der Corona-Pegida-Demo mit überwältigender Ablehnung in der Bevölkerung begegnet. Von Rücksichtslosigkeit ist die Rede, nicht von Unterstützung, ja nicht eimal von Sympathie.
Allen, die sich mit alternativen Wahrheiten trösten empfehle ich, die nächsten Wahlen abzuwarten. Das gilt besonders für jene, die das Auftreten der 15-20.000 Teilnehmer glückselig mit dem Aufstand in der DDR vergleichen.

Herr Lenz. Benennen Sie uns doch bitte die Quellenangabe für Ihre Aussage: "... mit überwältigender Ablehnung in der Bevölkerung begegnet."

Mein Eindruck aus vielen Gesprächen in den vergangenen Wochen ist, dass die meisten grundsätzlich Verständnis für die einschränkenden Maßnahmen der Bundesregierung zeigen, die Unzufriedenheit mit der Politik jedoch zunimmt. Corona ist nicht die Ursache, sondern lediglich der Katalysator dieser Entwicklung. Man sollte nicht den Fehler begehen, die Politik bzw. die Bundesregierung mit dem Staat zu verwechseln. Denn der „Staat“ sind wir alle. Das Staatswesen funktioniert in diesem Land. Ich bin von dem freiheitlich-demokratischen System dieses Landes nach wie vor sehr überzeugt. Dieses hat in den vergangenen 15 Jahren jedoch tiefe Kratzer abbekommen. Die Politik sollte die Fehler aus den vergangenen Jahren nicht wiederholen und sich den Anliegen der protestierenden Bürger ernsthaft annehmen. Viele verbringen wegen der Sorgen um ihre wirtschaftliche Zukunft mittlerweile schlaflose Nächte. Man sollte die berechtigten Anliegen dieser Bürger nicht einfach abtun.

Die Bundesrepublik steht vor einer der größten wirtschaftlichen, vor allem aber gesellschaftspolitischen Herausforderungen ihrer Geschichte. Die Bundesregierung hat es in den vergangenen Jahren in vielen elementaren Bereichen versäumt, oder vielleicht nicht für nötig befunden, den Bürgern ihre Politik ausreichend zu erklären. Die Kommunikationsstrategie der Bundeskanzlerin ist schlichtweg als desaströs zu bezeichnen. Um wichtige politische Entscheidungen wurde mittels eines demokratischen Prozesses nicht mehr gerungen. Sie wurden lediglich verkündet. Die Bürger wurden von einer im Stile einer Gouvernante agierenden Regierungschefin politisch quasi entmündigt. In den wirtschaftlich prosperierenden Zeiten ist dieser Politikstil auf wenig Kritik gestoßen. Es ist zu befürchten, dass wir mit dem Coronavirus noch längere Zeit leben müssen. Die Politik muss daher den Menschen eine Strategie für die Gestaltung der Zukunft aufzeigen. Ein Mantra „Wir schaffen das“ wird diesmal nicht ausreichen.

Kai Hügle | Mi, 5. August 2020 - 18:06

Bei dieser Veranstaltung, die Sie heute als "reichlich bizarr" und am Wochenende als "die seltsamste Demo, die ich je erlebt habe" beschrieben, tummelten sich Linksextremisten/Autonome, Rechtsextremisten/Reichsbürger, Merkel-Hasser, Bill Gates-Hasser, Impfgegner, Esoteriker und "ganz normale Bürger" (was immer das heißen mag).
Ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob DIESE Mischung von 15 bis 20.000 Menschen ein verlässlicher und vor allem maßgebender Indikator für den Vertrauensverlust sein soll, den Sie festzustellen glauben.
Im Gegenteil - ich wäre sehr viel beunruhigter, wenn solche Leute KEIN Problem mit unserer Regierung hätten! Das soll nicht heißen, dass die Politik in Deutschland in den letzten 15/20 Jahren alles richtig gemacht hat. Aber hat sie das jemals?Vielleicht sollten sich auch die "normalen" Bürger mal bewusst machen, dass politische Entscheidungsträger heute vor grenzüberschreitenden Herausforderungen stehen, die in dieser Form und Intensität völlig neu sind.

Klaus Funke | Mi, 5. August 2020 - 18:40

In reply to by Gast

Oh, verehrter Herr Hügle, waren Sie dabei in Berlin? Haben Sie sich unter all die bösen Menschn, die Sie da berschreiben gemischt? Oder haben Sie Ihre Wertungen aus der zugänglichen Presse gezogen. Ich bin dabei gewesen. Wiewohl schlecht zu Fußinfolge einer Knie-OP hab ioch mich in mein Auto gesetzt und bin nach Berlin gefahren. Es war anstrengend und viel zu warm. Aber es war ein Gewinn ohne Beispiel. Man hatte das Gefühl mitten im Volk zu sein, bunt, wirr, lustig, kritisch, aber nie plebejisch und unhöflich, sondern freundlich und hilfsbereit - bis die Polizei kam, die diesmal auf der "richtigen" Seite zu stehen schien. Mit Händen zu greifen war der Unmut, der Ärger, die Sorge und Angst, einer Regierung ausgeliefert zu sein, der es nicht um das Volk und seine Gesundheit, sondern um Machterhalt und ihr eigenes Monopol geht. Wie groß muss die Angst vor solch einem Volk sein, dass da in hellen Haufen sich zusammenrottete und nicht, wie Sie treu und brav schreiben, in einer Anzahl von ..

Wie Sie schreiben, Herr Funke, bunt, wirr, gut gelaunt, kritisch, jedoch niemals gemein und primitiv. Auch die Polizei, die nach 1 1/4 Stunden einschreiten musste (!!??!), war zurückhaltend. Es gab weder von ihr, noch von Demonstranten unangemessenes Verhalten. Und wenn Berlins Bürgermeister in den Nachrichten von "rechter Randale" spricht, dann hat er sich mit dieser Lüge deklassiert wie schon so oft. Ich bin nicht mit, sondern durch diese Menge gelaufen, etwa 4 km und habe keinen Rechten und keinen Linken gehört oder gesehen, einmal eine s-r-w Fahne.
Und die Sprecher haben in nobler und nicht anheizender Weise die Menschen immer wieder aufgefordert, man solle herausfordernder Sprache höflich begegnen. Man wolle nicht trennen, sondern vereinen. Dazu die sich von ihnen etwa fünfminütig wiederholenden Hinweise auf das Tragen der Maske auf Anordnung der Regierung.

Klaus Funke | Mi, 5. August 2020 - 18:51

In reply to by Gast

Nicht in einer Anzahl von 15 - 20.000, sondern viel, viel mehr... man konnte dies schlecht schätzen, weil die Leute mit großen Lücken liefen, aber mich erinnerte es an die Großdemo vom 04. November 1989 auf dem Alexanderoplatz, zu der ich auch damals als junger Mann gegangen war... Ich hatte das "Glück"auf Dunja Hayali zu treffen und kurz mit ihr zu reden (zu besichtigen auf dem jetzt veröffentlichten Video) Ein armes Persönchen, im Grunde hilflos und in ihrem ZDF-Korsett gefangen. Diskutieren kann man freilich mit ihr nicht. Sie macht immer gleich zu. Egal, ich bin nach Hause gefahren mit dem Gefühl, dass dieses deutsche Volk (Achtung! Kein rassistischer Begriff!)noch nicht verloren ist. Verloren scheint hingegn diese armselige Regierung und ihre Helfer, Erklärer und Beschöniger, die weder ein schlüssiges Konzept, noch die Lage im Griff hat. Zum Schluss Ulrike Meinhof : "Wir können sie nicht zwingen, die Wahrheit zu sagen, aber wir können sie zwingen, immer unverschämter zu lügen!"

Wie dem beigefügten Artikel zu entnehmen ist, hat eine Berliner Anwältin die Polizei um Auskunft zr Anzahl der Teilnehmer, der angeblich Verletzten, sowie um Übersendung des gesamten Helikopterbildmaterials aufgefordert und bei Nichterfüllung Klage auf Auskunft in Aussicht gestellt.
https://www.journalistenwatch.com/2020/08/05/anwaeltin-berliner-polizei/
Es ist inzwischen müßig, sich um Zahlen zu streiten. Warten wir mal die Bemühungen der Berliner Anwältin ab. Vielleicht mag der Cicero - Sie Herr Marguier - auch da mal recherchieren. Sie waren dort, sind im Thema und fair genug, neutral das Ergebnis nach Auskunftserteilung ggfls. zu analysieren.
Lieber Herr Funke, so wie Herr Hügle und Herr Lenz aus ihrem Blickwinkel keine Meinungsänderung einleiten, so sind wir ja auch nicht bereit, deren Sichtweise zu übernehmen.
Es steht deshalb pari und so sollten wir abwarten was die Anwältin erreicht.
Ich habe mir die Mühe gemacht, das zweistündige Demo-Video anzuschauen und gebe Ihnen recht.

Als erstes Danke & nochmals Danke, lieber Herr Marguier, Herr Funke & ihr fleisigen Schreiber wie Herr Konrad, denn Wahrheit, Freiheit & Demokratie muss mit Arrangement, Demut, Liebe & Ausdauer tägtäglich eingefordert werden zum Wohle Aller.
Wer im Leben tagsüber schläft, kann schnell einen bösen Alptraum erleben. Und deshab:
Demokratie & Freiheit muss mit dem liebevollen Wort, Respekt & Demut & Zuversicht tagtäglich aufgefrischt werden, sonst lässt der Glanz schnell nach & es zeigen sich Verkrustungen auf der Oberfläche.
Euch allen Kraft, Gesundheit & Glück (auf der Titanic waren zu über 90% Gesund ;-) sowie einen wachen Verstand
Gottes Segen uns Allen inklusiv Herrn Lenz & Herrn Hügle oder anderen Atheisten, denn er schadet einen nicht :-)

Bernhard Jasper | Mi, 5. August 2020 - 19:01

In reply to by Gast

Herr Hügle, so ist es. Ich möchte jedoch noch ein anders Fenster öffnen. Die Art der Beziehung zwischen Journalismus/Öffentlichkeitsarbeit und seinen Rezipienten unterliegen einer tiefgreifenden Veränderung. Waren sie einmal in der Lage, die „Geschmacksrichtung“ einer Zeit mitbestimmen zu können (so wie einst die Kirche mit ihren ästhetischen und ethischen Normen), so ist das ebenso vorbei. Die Gesellschaft hat sich (funktional) ausdifferenziert.

Es kommt hinzu, dass uns berührende Entscheidungen nicht mehr national, sondern in Europa oder sogar weltweit getroffen werden. Es gibt keine staatliche Autorität, die das steuern könnte, auch nicht in Berlin. „Entwicklung“ wird dem Wettbewerb überlassen. Bis jetzt.

Heute geht es für viele Unternehmungen um die Existenz. In meinem Berufsleben war ich selbst einmal mit einem Planungsbüro freiberuflich tätig. Ich möchte jedoch all den „Verzweifelnden“ zurufen: Vorwärts, es wird weitergehen!

Gisela Fimiani | Mi, 5. August 2020 - 19:21

In reply to by Gast

So, wie Sie sich über „solche Leute“ erheben sieht die herablassende Bürgerverachtung derer aus, die einzig um die „Herausforderungen“ die unsere Politiker zu bewältigen haben, wissen. Leider, Herr Hügle, ist in der Demokratie das „dumme Volk“ (noch) der Souverän. „Wenn auch nur wenige von uns imstande sind, eine Politik zu entwerfen oder durchzuführen, so sind wir doch alle imstande, eine Politik zu beurteilen.“ Ich stimme Perikles zu.

Wenn Sie den vorliegenden Artikel nochmal lesen, werden Sie feststellen, dass ich Marguiers Schilderungen über die Zusammensetzung der Demonstranten praktisch 1:1 übernommen und lediglich meiner Verwunderung darüber Ausdruck verliehen habe, dass der Autor auch Extremisten und Sonderlinge zu einem verlässlichen Gradmesser von Politikverdrossenheit macht.
Dass Herr Funke das nicht mitbekommt, ist nicht weiter erwähnenswert, aber bei Ihnen hat mich das schon ein wenig überrascht.
Leider scheinen auch Sie eine ziemlich skurrile Ansammlung von Menschen für "den Souverän" zu halten und übersehen dabei, dass es sich dabei um eine Minderheit handelt und das Vertrauen in die Regierung einen Rekordwert erreicht hat!

https://www.tagesspiegel.de/politik/rekordwert-in-der-pandemie-vertraue…

Dies konterkariert Marguiers Wahrnehmung und die "bizarre" Veranstaltung, auf die er seine These vom Vertrauensverlust stützt.

dieter schimanek | Do, 6. August 2020 - 11:19

In reply to by Gast

Ich war ein paar Tage im Krankenhaus und als Raucher täglich im kommunikativen Bereich unterwegs. Personen wie der österreichische Bundeskanzler Kurz wurden als Rechtsradikale betitelt. Kein Wunder bei der täglichen Berichterstattung im Fernsehen, das ich aus Langeweile genießen durfte. Die Interviews waren fast durchgehend grün und links, nur diese Richtung bekam die Chance zu Statements. Die Ansichten meiner Mitdiskutanten waren völlig deckungsgleich mit der öffentlichen Berichterstattung. Die Wissenslücken die sie vorzuweisen hatten waren enorm, dafür aber in Stein gemeißelt. Die breitgefächerte Volksverdummung ist wirkungsvoll und daraus resultieren die Umfragen. Der ÖRR hat mehr verdient als nur das bisschen GEZ, er ist ohne Zweifel Systemrelevant.

Hans Schäfer | Do, 6. August 2020 - 17:36

In reply to by Gast

Sie übersehen, dass es sich bei "allen" Demonstrationen um eine Minderheit handelt.
Nur, wenn Sie eine Demo beschreiben, die Ihre Meinung vertritt, sehen Sie darin eine Mehrheit. Entscheidend ist immer der Standpunkt, von dem aus man die Angelegenheit betrachtet.
Z.B Herr Frühling redete sich die über 20%, die die AfD damals in Th erreicht hatte, dadurch schön, dass er postete über 70% haben die AfD nicht gewählt. Er vergißt geflissenlich, dass dies umgekehrt auf die anderen Parteien gleichermaßen zutrifft

Sie meinen, dass 20% die demokratischen Parteien nicht gewählt haben?
Sind die dann die Mehrheit?

Hans Jürgen Wienroth | Mi, 5. August 2020 - 19:57

In reply to by Gast

Der „Vertrauensverlust“ der Demonstranten ist für mich auf die „Alternativlosigkeit“ der Politik zurückzuführen, die von NGOs und Medien getrieben zwischen den „etablierten“ Parteien kaum Unterschiede erkennen lässt. Wissenschaftliche Diskussion ist genauso unzulässig wie andere Meinungen, ganz gleich wie gut argumentiert wird.
Das sind keine typischen Merkmale einer Demokratie. Dass unser Staat – und ich habe mein ganzes Leben im „Westen“ verbracht – heute immer mehr und immer schneller Züge des Sozialismus (der früheren DDR) aufnimmt, mag manchen Menschen zugutekommen. Aber wie ist dieser Wandel legitimiert, welche Partei – außer der Linken – hat diesen Wandel vor der Wahl deutlich kommuniziert? Diesen Weg gehen jedoch einhellig (fast?) alle Parteien.
Auch bei Corona gab es wieder die „Alternativlosigkeit“, erst wurde verharmlost, dann Panik - mit massiven Einschränkungen - verbreitet. Wer soll dem folgen? Eine Maske bei der Demo wäre sinnvoll, dann wäre die Kritik schwer begründbar.

gabriele bondzio | Mi, 5. August 2020 - 18:07

trifft es gut, was auf die Menschen eingestürmt ist. Jeden Punkt, den Sie aufgezeigt haben, Herr Marguier.
Da ist es schon ausgesprochen böse formuliert, wenn Esken (Staatsbedienstete) von Idioten fabuliert. Während sie ihre Begeisterung für die Antifa und Black Lives Matter-Demos nicht verbergen kann. Und auch keine Rede von Versammlungsverbot während der Pandemie aufgekommen sind.
Dieses zweierlei Maß nehmen stinkt zum Himmel! Und das seit Jahren.
Da ist die Lunte zu Verschwörungstheorien gerade zu gelegt. Abgrundtiefen Skepsis gegenüber dem Staat und seinen Institutionen begegnen mir schon lange auf Schritt und Tritt.

F.Oldenburg | Mi, 5. August 2020 - 18:13

Nein, nichts dreht sich im Kreis, es sind die immergleichen Wahrheiten: 1. Die Krankenhäuser SIND leer, leer von Infarkts- und Krebspatienten ebenso wie von schwer an Covid 19 Erkrankten, und 2. all das, was da getragen wird, sind keine "Atemschutzmasken", sondern irgendwelche Baumwolltücher, die allenfalls groben Rotz aufhalten, aber niemals Viren.

Helmut Bachmann | Mi, 5. August 2020 - 18:38

und unsere Regierung, wie die regierungstreue Presse haben nichts Besseres zu tun, als alles Nichtlinke anzugehen und beständig mit zweierlei Maß zu messen. Die Ungleichbehandlung der erwähnten Demos ist das neueste Beispiel. Was sollte anderes entstehen als Vertrauensverlust? Dieser reicht immer weiter in die Mitte und erreicht längst Leute, die vor ein paar Jahren noch treue Merkelianer waren.

tülay öncü-tüncher | Mi, 5. August 2020 - 19:11

Vielen Dank für ihren Mut und ihre Sicht; diese differenzierte, kritische, offene Betrachtungsweise ohne vorverurteilenden, dogmatischen Missions-Charakter vermisse ich leider in den ÖRR und bei den politischen Sprach-Hoheits-Gewässern suche ich sie nicht mehr; vielleicht auch deshalb, weil kein Politiker gewillt ist eigene Fehler/Misserfolge/Vergehen offen legen zu wollen: Animal Farm! Wer bei der Tagesschau den Kommentar von Herrn Reste verfolgt hat, erkennt die Aufgabe der ÖRR zunehmend als gefühlte Gleichschaltung zur ersten Liga der Regierung an. Haltung steht gefühlt über der Justizia, über Anstand, Ehrlichkeit, Gerechtigkeit und Gleichheit. Das Vertrauen in Medien und Politik verschwindet durch die Dominanz der "Halbwahrheiten". Wer heute noch denkt, dass diese Gedanken "radikal oder rechts einzustufen sind", der befindet sich im Irr-Weg.
https://twitter.com/tagesthemen/status/1290758510863699974?s=20

"Das Vertrauen in Medien und Politik verschwindet durch die Dominanz der "Halbwahrheiten". Wer heute noch denkt, dass diese Gedanken "radikal oder rechts einzustufen sind", der befindet sich im Irr-Weg." Genau so ist es. Kein denkender Mensch hätte es besser formulieren können!"

Ernst-Günther Konrad | Mi, 5. August 2020 - 19:14

Es gab und es gibt seit Beginn der Corona Hysterie keine freie und unabhängige Expertenrunde aus allen betroffenen Fachrichtungen, insbesondere auch durch Teilnahme kritischer Virologen u.a.
Heute im Focus will die Hofberichterstatterin von Ackeren doch tatsächlich erklären, dass es das doch irgendwie gab, weil irgendwann später die Leopoldina-Experten aus dem Hut gezaubert wurden. Das gesellschaftliche Klima ist vergiftet. Alle sind im RKI und Drosten-Fieber. Am Anfang hat Drosten und alle Politiker eine ganz andere Meinung vertreten und behaupten heute das komplette Gegenteil.
https://www.youtube.comwatch?v=E64bdnWYTOo
Das saarl. Verfassungsgericht hat klar geurteilt, dass die RKI-Zahlen und deren Methodik inhalts- und aussagelos sind und hat die Maßnahmen der Regierung zurück genommen. Etliche einzelne VG-Entscheidungen in jedem Bundesland werden immer wieder als unverhältnismäßig rechtswidrig erklärt und Söder verkaufte das dann sogar als Lockerung. Wir sind nicht alle Idioten.

Die sogenannten freien und unabhängigen Experten sind längst falsifiziert. Die Richtigkeit von wissenschaftlichen Einschätzungen entscheidet sich nicht im TV sondern aus Fakten des Pandemie-Geschehens. Im Januar/Februar gab es noch vielfach unzureichende Fakten, deshalb waren damals manche Einschätzungen falsch. Die Klugen haben deshalb ihre Einschätzungen geändert, nur die querulatorischen Dickköpfe, und all jene, die wissenschaftliche und politisch-wirtschaftliche Einschätzungen nicht als Lernprozess begreifen, wurden beiseite geschoben - wo sie hingehören.

Wenn Sie lieber Herr Kopp das so sehen wollen, weil Ihnen das reicht, was Ihnen die Mainstreammedien vorsetzen und die Politik täglich in abgewandelter Form präsentiert, kann ich wunderbar damit leben.
Für mich ist Corona nie eine Pandemie im Sinne der ersten Definition der WHO gewesen. Erst als die Begriffsdefinition geändert wurde, die Sterblichkeitsrate gestrichen wurde, gab es plötzlich die "Pandemie". Als die AFD vor dem Virus warnte, wurde sie als Verschwörer im BR 3 diffamiert.
Inzwischen hat der DLF bei den Gesundheitsämtern nachgefragt, ob es infolge von "Partys" und "Demos" signifikante Steigerungen der Infektionszahlen gibt. Was soll ich Ihnen sagen, alles sagen nein. Ach, der Apo(karl)yptiker Lauterbach, so nannte ihn Palmer, sprach doch von Hotspots usw. und will alle einsperren, die Virus sagen können.
Wenn Sie Kritiker und hinterfragende Mitmenschen bei Seite schieben, Ihr Problem. Nur, die Akzeptanz sinkt gewaltig und die "Corona Hysterie Verweigerer" werden mehr.

ist nicht mehr als eine normale Erkältung, legt man sich halt eine Woche ins Bett...

oder do ähnlich.

WER hat das wohl behauptet?

DAS soll eine "vernünftige" Einstellung sein?

Aber später hat man dann nie was gesagt...

Ernst-Günther Konrad | Mi, 5. August 2020 - 19:25

Es gibt viele vernünftige Sichtweisen zum Virus, zur angeblichen Pandemie, zum Umgang damit. Ja, es gibt Menschen die behaupten es diene der Weltherrschaft, der eine Weltregierung usw. Wir kennen auch alle die Aussagen zu Gates und andere.
Für mich ist nicht der Inhalt, sicher auch wirrer Aussagen das Gefährliche, sondern der Umgang mit anderen Sichtweisen. Wer überzeugen will, muss argumentieren, diskutieren, andere Meinung gelten lassen, ggfls. selbst Irrtümer eingestehen, die Bereitschaft zur Fehlersuche und Korrektur haben. Wer große Teile der Demonstranten mit sicher auch anwesenden Irrlichtern gleichsetzt und als Idioten beschimpft, der braucht sich nicht wundern, wenn den "normalen kritischen" Menschen dereinst die Hutschnur platzt. Nicht weil sie recht haben (wollen), sondern weil sie stigmatisiert in die rechte Ecke und den Bereich von Geisteskranken geschoben werden. Die Politik und die Medien haben sich wieder einmal verrannt und finden nicht den Rückwärtsgang. Uffpasse.

Bernd Muhlack | Mi, 5. August 2020 - 19:29

Das Tragen, Hissen oder jegliche andere Verwendung der Reichskriegsflagge ist verboten!
Auch im nördlichsten Nordfriesland.
Wenn ich jedoch die dänische Grenze überschreite, kann ich diese Flagge bedenkenlos an den Mast hängen.
Bei der Hakenkreuzflagge bin ich mir nicht sicher; diese Flagge war bis vor kurzem das Emblem der finnischen Luftwaffe, wurde in eine Krone geändert.

Die Versammlungsfreiheit (Art. 8) und die Meinungsfreit (Art. 5) sind existentielle Grundrechte unseres Staates.
Jedoch sind Grundrechte kein "Freibrief" für jedwedes Handeln, sondern sie unterliegen Schranken.
Sowohl in der Abwägung gegeneinander, als auch durch BundesG; die so genannte Konkordanz.

Ein Abbruch einer Demo welche sich nicht an geltende G, Auflagen hält ist rechtmäßig.
Gleichwohl besteht juristisch gesehen Ermessen.

Das ist die Crux!
Wer entscheidet, wann eingeschritten wird, wer legt den "Zugriff" fest?
Gesetze sind für alle gleich: abstrakt-generelle Regelungen.

Entscheidend ist die Anwendung!

Hallo Herr Muhlack!
Die kaiserlichen Flaggen sind nicht verboten in Deutschland. Weder die Reichskriegsflagge, die in etwas abgewandelter Form auch bei der Reichsmarine der Weimarer Republik verwendet wurde, noch die Reichsflagge schwarz/weiss/rot, die mit Eisernem Kreuz und schwarz/rot/gold in der Ecke am Liek als Handelsflagge der Weimarer Republik diente.
Mit freundlichen Grüßen
Marco Binde

Hallo Herr Binde!

Sie haben natürlich Recht was die kaiserliche Reichskriegsflagge betrifft.
Ich bezog mich auf die NS-Reichskriegsflagge; das habe ich jedoch nicht so konkret zum Ausdruck gebracht, sorry.

MfG

Wenn ich diese merkwürdigen Transparente und Symbole bzw. die Reichskriegsflagge bei Veranstaltungen der bösen "Klassenfeinde" sehe, muss ich immer daran denken, dass bei bestimmten Demos im SED-Staat sich oft Stasileute mit "staatsfeindlich-negativen" Transparenten/Fahnen/Symbolen unter die Demonstrierenden mischten. Damit erbrachte man den "Beweis", dass kriminell-klassenfeindliche Kräfte die Drahtzieher waren.
Ich kann mir auch heute gut vorstellen, dass eingeschleuste Linke mit Nazi- bzw. Reichskriegsflaggen diese Demos als von Demokratiefeinden durchwachsene Veranstaltung diskreditieren wollen! Das war die Strategie der SED-Kommunisten vor 1989. Frage: Warum sollten die alten Seilschaften heute auf eine Betrugsstrategie verzichten, die für sie (scheinbar!) sehr erfolgreich war… ?!
Im übrigen finde ich den Artikel von Herrn Marguier sehr ausgewogen und zutreffend. Danke!

Roswitha Lasser | Mi, 5. August 2020 - 19:45

Demokratie ist nichts anderes als institutionalisiertes Misstrauen und damit Herrschaft auf Zeit. Es bedarf des mündigen, politischen Souveräns, damit dieses System funktioniert. Der deutsche Souverän ist nicht mündig, denn er glaubt noch immer, dass er politische Verantwortung delegieren kann und selbst nur Zuschauer ohne Verantwortung ist. Er lässt es sich bieten, dass er alle vier Jahre wählen darf, bei Sachfragen jedoch schlicht keine Bedeutung hat. Er will es so, denn ansonsten müsste er nicht fortwährend den Rücktritt irgendwelcher Politiker fordern. Dieser Souverän hat es zugelassen, dass sich die Parteien "den Staat" ( also den Steuerzahler) untertan gemacht haben, Parteien, die lediglich mitwirken sollen, die letzte Verantwortung liegt beim Souverän, der sich jedoch selbst nicht traut: Der mündige Souverän setzt Politik- Versager vor die Tür. Das hat man in diesem Land noch nicht begriffen. Insofern misstrauen die Parteien dem Souverän, der es sich ängstlich gefallen lässt.

Immer noch Steinmeiers Märchen im Ohr, dass Volksabstimmungen in Deutschland nicht machbar seien! So sagte er in 2018 bei einer Rede an der Uni Freiburg „weil es in Deutschland und der Schweiz eine „unterschiedliche politische DNA“ gebe.“ (Quelle: https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/steinmeier-gegen-volksabstim…). Im Art 38 des GG steht u.a. dass Abgeordnete unmittelbar zu wählen sind. Unmittelbar heißt direkt und nicht über Landeslisten. Aber das schert keinen, und die Parteien, insbesondere die kleinen, werden einen Teufel tun und die Wahlgesetze korrigieren. Denn wenn sie es tun würden, würden sie nicht mehr am „Trog“ und im deutschen Bundestag nicht vertreten sein. Grund: ihre Funktionäre können den Wähler in fast allen Wahlkreisen von Ihrem Programm nicht überzeugen!

Offensichtlich schätzen Sie die Mehrheitsverhältnisse in der BRD völlig falsch ein! Und nein, das Volk wird nicht geknechtet und unterdrückt von einer kleinen Politelite, die Sie ständig in Ihren Kommentaren mit der SED gleichsetzen.

Sehen Sie sich doch mal die Wahlergebnisse an. Da ist nicht zu sehen, dass IHRE AfD bundesdeutsche Mehrheiten hinter sich hat. Selbst eine Frau W. hat das verstanden, weshalb sie ja die Mehrheit der Deutschen (also alle AfD-Nichtwähler) in schönster Regelmässigkeit als blöd bezeichnet.

Sie können das, wie bisher, natürlich alles als Fälschung a la DDR abtun.

Offensichtlich können Sie damit besser leben.

aber die von Frau Wallau doch meistens.
Ich kann mich an keines erinnern, wo sie "AfD - Nichtwähler" als "blöd" bezeichnet hat.
"Regelmäßig" macht sie das mit Sicherheit nicht.
Also bitte bleiben Sie sachlich.

Ergreifen sie Partei für das SED-Regime, Herr Lenz? Ist es jetzt schon wieder opportun, für die SED-Funktionäre, die jetzt unter der Flagge DIE LINKE segeln, ein Lippenbekenntnis ablegen zu müssen?

Die wohl präziseste und am meisten treffende Kritik an dem jämmerlichen Zustand der deutschen Demokratie, die in Wirklichkeit zu einem Parteienstaat verkommen ist. Zu ergänzen wäre noch, dass Volksabstimmungen im Grundgesetz rechtlich bereits verbrieft sind, dem Souverän aber vorenthalten werden. Artikel 20 Absatz 2 GG führt aus: "Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen [...] ausgeübt." Die Wahlen haben wir zwar (noch), die Abstimmungen werden uns aber grundgesetzwidrig von der politischen Klasse verweigert.

... schrieb es schon in den 60ern in seinem Buch "Wohin treibt die Bundesrepublik". Und jetzt haben wir es: wir leben in einer Parteienoligarchie ohne die geringste Möglichkeit für den Wähler, irgendetwas entscheiden zu können.

Christa Wallau | Mi, 5. August 2020 - 20:14

für jeden vernünftig Gebliebenen in diesem Land.
Wenn ihn doch nur m e h r Menschen lesen würden!

Für diesen Kommentar, zur Hauptsendezeit in den Fernseh-Nachrichten von Ihnen vorgetragen, würden Sie sehr viel Zustimmung erfahren - davon bin ich überzeugt. Aber in den Sendern hat man ja die bewährten Mainstream-Kommentatoren, die sich ihren eigenen, immer gleichen Reim auf die Lage machen und nichts anderes kennen, als auf die Gefahr von rechts zu verweisen.

Ja, das Vertrauen in die Regierung bröckelt.
Zwar langsam, aber stetig.
Wie sollte es auch anders sein?
Viel zu viel und viel zu lange wurden gravierende Probleme u. politische Fehlentscheidungen geleugnet bzw. schöngeredet!
Kein anderes europäisches Volk hätte sich derart lange beschwichtigen lassen!

Fritz Elvers | Mi, 5. August 2020 - 21:03

"Und ich fürchte, es wird sehr schwer bis unmöglich sein, an all diese Leute noch mit halbwegs rationalen Argumenten heranzukommen."

Ja und? Natürlich macht der Staat bei einer solchen Sache auch Fehler. Aber man kann ja wohl nicht bestreiten, dass große Erfolge bezgl. der Neuinfektionen zu verzeichnen sind. Dieser Spagat aus Neuinfektionen und Wirtschaftsrettung ist nunmal nichttrivial.

Aber was interessiert da das Gewäsch dieser
"2 Millionen" Teilnehmer, die das, was sie beklagen, durch ihr Verhalten fördern. Da verliere ich doch eher das Vertrauen in deren geistige Fähigkeiten.

Was denn, nicht mehr?
Ich empfehle Ihnen das 30-minutige Video der Journalistin Dunja Hayali. Dort erlebt man Aufschlussreiches: In der Tat sieht man neben den üblich-lauten Empörten zuweilen ein buntes Völkchen. Die dürften allerdings die Minderheit bilden. Ansonsten erinnert das Treiben der Teilnehmer mehr an das übliche Schaulaufen der Pegida-Marschierer, zumindest akustisch. Es dominiert das typische Gegröle von wegen Lügenpresse, Manipulation usw. Frau Hayali wird mehrmals angefeindet, aufgefordert, die "Wahrheit zu sagen, sie solle sich doch schämen..", der übliche Unsinn halt. Die wenigen Gesprächspartner äusseren - freundlich ausgedrückt - seltsame Behauptungen, die zuweilen gar nichts mit Corona und den Einschränkungen zu tun haben. Eine Teilnehmern phantasiert über eine Demo-Beteiligung in Millionenzahl. Sinnhaftes? Wenig bis gar nichts.
Entlarvend dagegen die Anfeindungen, die die Journalistin von den "Verteidigern der Meinungsfreiheit und Grundrechte" erfährt.

Hans Schäfer | Do, 6. August 2020 - 23:39

In reply to by Gast

Frau Prof. Dr. Janich, Vorsitzende der Kommission, die Lügenpresse zum Unwort des Jahres erklärte hatte in ihrer Laudatio ausgeführt,ich zitiere: Das nicht alles was in der Presse steht der "Wahrheit" entspricht ist unbenommen.

Frau Janich steht nicht der AfD nahe.

Aber wahrscheinlich werden Sie es behaupten. Sie sind dran, aber keine Behauptungen aufstellen, sondern Fakten liefern. Nicht aus den Mainstream, sondern aus seriösen Quellen. Ach vergessen! Solche kennen Sie ja nicht.

Simone Büchl | Mi, 5. August 2020 - 21:04

vielen Dank für Ihren differenzierten Kommentar.
Sie erhalten volle Zustimmung meinerseits.
Ich selbst gehe als "brave" Beamtin auf keine Demos und würde sogar behaupten, dass ich mich vorbildlich an die Maßnahme halte.
Trotzdem beunruhigen mich die Kollateralschäden mehr, als das Virus.
Obwohl ich selbst kaum bis gar nicht betroffen bin, kenne ich viele Menschen, die darunter leiden oder gelitten haben.
Der ein oder andere Kollege bzw. Bekannter war sogar infiziert, ohne sehr krank gewesen zu sein.
Natürlich führt die eigene Erfahrung dazu, dass man die Maßnahme differenziert bewertet.
Daher bin ich wirklich sehr dankbar für Ihren Kommentar!
Sie sprechen mir aus der Seele.

Alexander Mazurek | Mi, 5. August 2020 - 22:46

... aller kalten Ungeheuer, und kalt lügen sie auch. Was kümmert den Staat das Recht von gestern, das wird rückwirkend geändert, wie 2003 mit dem GKV-Modernisierungsgesetz, oder durch die Privatisierung der lt. GG nicht statthaften Zensur, oder ... Immer auf Kosten des gewöhnlichen Sterblichen, des früheren Souveräns und des heutigen Untertanen, gelebte lupenreine Demokratie halt.

Hubert Sieweke | Do, 6. August 2020 - 00:03

der üblichen Linken etc. nach sich ziehen wird.
Aber, lieber Herr Marguier, warum werden immer pflichtbewusst die wenigen "Spinner" mit Flaggen etc. genannt, aber auf dem BLM oder ähnlichen Kundgebungen und Radalen nicht deutlich gemacht, dass der größte Teil der linken "Aktivisten", wie es immer sinnentstellend heißt, diese Demokratie ablehnen und sie abschaffen wollen. Selbst solche dauernd genannten SPD Köpfe wie Kühnert und Eskens wollen den Sozialismus. Das ist doch wesentlich gefährlicher und erfährt keine Berichterstattung!!!
Eine kleine Bundesflagge wird bemerkt und Kameras stürzen sich darauf.
Nicht nur diese 25.000+ Bürger haben große Probleme mit der schleichende Entdemokratisierung, sondern Millionen z.B. bei Hallo Meinung oder anderen Foren.
Selbst hier bei Cicero gibt es nur sehr, sehr wenige Unterstützer der Regierung und der Parteien.

Wolfgang R. | Do, 6. August 2020 - 00:26

Seit vielen Jahren verfolge ich schon, dass die Berichterstattungen in Deutschland insbesondere im öffentlich-rechtlichen TV und Radio immer einseitiger werden. Es ging mit den Diskussionssendungen los. Es hat sich dann auch in den letzten Jahren bestätigt, dass gezielt Meinungen, und auch Parteien, wie soll ich sagen, durch ein Raster fielen, dazu gehörte vor vielen Jahren auch noch die Linke. Heute geht es hin bis zu großen Diffamierungen. Es ist wirklich schwer zu beschreiben und zu ertragen. Aber man bekommt es jeden Tag mit, die Nachrichten werden in die eine Richtung strengstens gefiltert und in die andere Richtung läuft der Kaffeesatz mit Wasser voll durch. Die Ausgewogenheit bleibt auf der Strecke. Ich bin zwischenzeitlich soweit, dass ich gar nichts mehr hören und sehen will von diesen Medien und ich ihnen zutiefst mißtraue. Das gleiche betrifft die Printmedien. Da kenne ich nur eine deutschsprachige Tageszeitung und Cicero die die Ausgewogenheit noch erfüllen.

Michaela 29 Diederichs | Do, 6. August 2020 - 02:20

2015 haben wir das Recht auf freie Meinungsäußerung verloren. Jetzt stehen wenige Menschen aller Couleur erstmals dagegen auf. Corona ist nur vordergründig der Anlass. Die Agenda 2030 mit ihren Einpeitschern diktiert unser Leben. Ich schaue sprachlos auf das, was in unserem Lande geschieht - bis hin zum Auftrittsverbot, Bücherverbannung, Denkmalschändung - werde ich mich hinterher rausreden können, "ich habe davon nichts gewusst"? Herr Marguier, vielen Dank für Ihren mutigen Beitrag in diesen Zeiten. Wann wohl die ersten Farbbeutel auf ihre Redaktion fliegen? Unsere Demokratie - verloren, verrottet, verkommen. Dieter Nuhr, Lisa Eckhart gehören demnach verboten. Feine Sahne Fischfilet wird vom BP dagegen empfohlen!!! "Wir sind mehr" haben die Nazis auch geschrien und alle eingeschüchtert. Wir sind wieder an dem selben Punkt nach 80 Jahren.

https://www.welt.de/vermischtes/article212971240/Kabarettistin-Lisa-Eck…

Norbert Heyer | Do, 6. August 2020 - 06:09

Wenn ein Bürger von der Politik jahrelang massiv - ja schamlos - belogen wird, wandelt Vertrauen und Zustimmung sich zu Ablehnung, Protest und letztendlich zum Hass auf die „da oben“. Wenn die Folgen der Bekämpfung einer Pandemie schlimmer empfunden werden, als diese selbst, läuft die Sache aus dem Ruder. Wenn eine Parteivorsitzende anders Denkende als „Idioten“ bezeichnet, zeigt diese sehr deutlich ihren beschränkten geistigen Horizont. Niemals darf es akzeptiert werden, dass die Hetzer, Dummschwätzer und Spalter die Deutungshoheit haben. Niemals dürfen Demonstrationen je nach politischer Ausrichtung entweder wohlwollend oder hasserfüllt beurteilt werden. „Alternativlos“ ist niemals der Weisheit letzter Schluss, sondern vielmehr die Vorstufe zum Abbau demokratischer Rechte und führt letztendlich zum Verlust der freien, ungehinderten Meinungsäußerung. Die Medien sind leider der entscheidende Treibsatz für diese zunehmend schlimme, zerstörerische Entwicklung durch ihre große Zustimmung.

Germana Schuff | Do, 6. August 2020 - 06:52

Danke für Ihren Beitrag, schön, dass es noch seriöses Journalisten gibt. Bei den Besucherzahlen ist folgendes anzumerken: Nach Angaben des Reisebusorganisators waren allein 3000 Reisebusse unterwegs. Selbst mit Sicherheitsabstand in den Bussen, wären, wenn sich auch nur 20 Menschen in jedem Buss befunden hätten, bereits 60 000 Menschen an der Demo teilgenommen. Plus die Bahn-und Autofahrer und Menschen, die vor Ort waren. Es waren also sehr, sehr viel mehr als die offiziell gemeldete Zahl von 20 000,

Brigitte Miller | Do, 6. August 2020 - 07:22

Auf dem Video sieht man zumeist ruhige normale Leute, es wird auch zur Ruhe aufgerufen. Man vergleiche mit den Antifa Aufmärschen, die in viel kleinerer Zahl Gewalt und Zerstörung bringen.
Eine Journalistin, die solches äussert
"Ich persönlich fand diesen Mix an Menschen erschreckend. Ein Mix, der nicht nur die extremen Ränder, Verschwörungsideologen und Diktatur-Rufer gezeigt hat, sondern auch Teile aus der Mitte unserer Gesellschaft. Diese Menschen sagen, sie wollen das Grundgesetz und unsere Grundrechte schützen und treten sie, jedenfalls Teile von ihnen, gleichzeitig mit Füßen. Genauso wie die Meinungs- und Pressefreiheit." ist in meinen Augen weit von einer gewissen Objektivität und Realitätssinn entfernt und dazu noch ziemlich überheblich.

Alexander Mazurek | Do, 6. August 2020 - 11:54

In reply to by Gast

... an Menschen erschreckend - so sind sie halt, die auf ihrem Weg zur Einfalt die Vielfalt predigen, sie aber tatsächlich weder ertragen können, noch wollen.

helmut armbruster | Do, 6. August 2020 - 07:27

verharmloste Ereignisse und gab ihnen einen offiziellen Anstrich, welcher der tatsächlichen Wahrnehmung der Mehrheit nicht entsprach.
So geschehen 2015.
Trotz Willkommenskultur und der Bereitschaft zu helfen waren sehr viele Menschen verunsichert.
Diese Verunsicherung hat die Regierung einfach nicht zur Kenntnis genommen.
Bedenken wurden weggewischt, Menschen, die auf die Gefahren hinwiesen wurden als rechtsradikal diffamiert.
Für Millionen ist zu Tage getreten, dass die Regierung Bedenken und Ängste der Bürger nicht nur nicht wahrnimmt, sondern ungeniert gegen die Interessen des Landes handelt und jeden kriminalisiert, der ihr auf diesem Weg nicht folgen will.
So zerstört man Vertrauen, so zerstört man den Glauben die Regierung handle im Interesse des Landes.
Das hier über das Fehlverhalten der Regierung Gesagte gilt analog für Presse und Medien. Diese haben sich als Erfüllungsgehilfen der Regierung offenbart und nicht als objektive Vermittler von Nachrichten.

Christoph Kuhlmann | Do, 6. August 2020 - 08:29

Wenn die versammelte veröffentlichte Meinung inklusive Politik langfristig lügt, wird einem bewusst wird einem die Kontingenz des vermittelten Weltbildes bewusst, insbesondere da man sich krampfhaft auf die nationale Wahrnehmung konzentrierte und die der Nachbarstaaten ausblendete. Ich rätsele immer noch an welchen Fäden diese Marionetten hängen.

Urban Will | Do, 6. August 2020 - 08:45

Es geht weniger um die Corona – Maßnahmen oder gar darum, ob die Regierung dies „absichtlich“ gemacht hat, um das Land zu lähmen, es geht darum, dass eine immer größer werdende Zahl von Menschen dieser Regierung nicht mehr zutraut, Entscheidungen zum Wohle des Landes und seiner Bürger zu treffen.

2015 war in der Tat ein riesiger Einschnitt, das um sich Werfen mit unseren Steuergeldern zu Zeiten, wo vielen Menschen hier im Lande die Luft ausgeht, ist ein weiterer.

Und wir stehen nicht am „Anfang einer Pandemie“, sondern am Anfang eines massenhaften Absturzes in die soziale Schieflage.

Das wollen viele nicht sehen, die auf einem gesicherten Einkommen sitzen. Und das Schlimmste: staatshörige, selbst gleichgeschaltete Medien spielen kritiklos mit.

Ein umfassender, tiefgreifender Vertrauensverlust. Ich sehe das bei mir selbst und in meinem Umfeld.

Und niemand in Sicht, der den Riss kitten könnte, fast alle „namhaften“ Mitspieler unseres Polittheaters blasen ins selbe Horn.

Kann nur die Bevölkerung selber! Selbst im privaten Bereich ist es ja schon ein Riesenproblem eine offene, vorbehaltlose Diskussion zu führen. Die meisten igeln sich in ihrer Meinungsblase ein, kauen wider was der Mainstream verbreitet. Eine eigene Recherche kostet zu viel Zeit, ist zu anstrengend und das Ergebnis wäre möglicherweise nicht Gruppenkonform.
Die Schafherde folgt lieber dem Schäfer, da weiß sie was sie hat.

Markus Michaelis | Do, 6. August 2020 - 11:49

"es wird ihnen vielmehr unterstellt, aktiv gegen die Interessen der eigenen Bevölkerung zu agieren."

Wenn man statt "DIE" eigene Bevölkerung "TEILE" der Bevölkerung sagt, ist das dann nicht selbstverständlich und Demokratie.

In D versuchen wir es immer so zu sehen, dass die Regierung zumindest versucht "DAS" Richtige für ALLE zu machen. Das ist natürlich Unsinn. Es gibt verschiedene Gruppen, Interessen, Ansichten und eine demokratische Regierung geht immer auch (in Teilen) GEGEN Teile der Bevölkerung vor (die, die die Wahlen verloren haben). Was sonst? Und dagegen darf man natürlich auch demonstrieren. Dass Argumente dabei abstrus sein können, ist zwar als ein Aspekt wichtig, aber ändert nichts Fundamentales.

Abstrus gibt es auch mehr als man meint auf allen Seiten. Wenn Teile der (regierungsnahen) Klimabewegung vom nahen Weltuntergang und andere von einer rassistischen Gesellschaft sprechen, schütteln andere auch mit dem Kopf und man wird argumentativ wohl nie zusammenkommen.

Tobias S. | Do, 6. August 2020 - 12:52

...der verstanden hat, was die Menschen umtreibt.

Allerdings denke ich im Gegensatz zum Autor, dass die Politik und viele Medien ein ideologisches Interesse daran haben, die Menschen zu manipulieren. Funktioniert ja auch bei vielen. Nicht jeder hat die Zeit und die Lust, sich ordentlich mit Politik zu beschäftigen. Die meisten plappern nur nach, was sie Abends in der Tagesschau beim Durchzappen hören oder in ihrer links-liberalen Tageszeitung lesen.

Wenn sie sehen, dass die Berichterstattung der Mainstreammedien viele Menschen stört, dann sehen sie sicher auch, warum.
Meiner Meinung nach steuern wir auf einen Gesinnungsstaat und Multi-Kulti-Sozialismus 2.0 zu. Dabei würde viele Menschen mehr ökologische Ansätze, ein bisschen mehr soziales Denken und ein wenig fremde Kultur gar nicht stören. Mich eingeschlossen. Aber nicht in diesem Ausmaß, nicht auf diese fanatische Art und Weiße. Und nicht unkontrolliert und unstrukturiert.

Klaus-Dieter Kaiser | Do, 6. August 2020 - 13:24

bin in einem Punkt anderer Ansicht. Die Gruppe der Gesellschaft die dort in Berlin "auftrat" sind nicht die jegliches Vertrauen verloren haben.
Es ist die "Neue Mittelklasse" (Reckwitz) die dort versammelt war, in Berlin, von links bis rechts, von arm bis reich. Die Gesellschaft taucht in ein Entwicklerbad,(Vogl).
Ihr Artikel beschreibt schön den Zustand, aber die Ursachendarstellung geht fehl.

Gunther Freiherr von Künsberg | Do, 6. August 2020 - 13:51

Kann man bei dieser Rechtslage dem Staat noch Vertrauen?
Die unvermummten Teilnehmer der Berliner Anti-Corona Demonstration haben sich doch strikt an das gesetzliche Vermummungsverbot gehalten, das Teilnehmern von Demonstrationen untersagt ihr Gesicht zu verdecken, sodass damit die Feststellung ihrer Identität ermöglicht wird. Das muss im konkreten Fall auch geschehen, denn die Teilnehmer haben gegen ihre Verpflichtung Corona-Masken zu tragen verstoßen, sodass man jetzt ihre Identität feststellen muss um entsprechende strafrechtliche Schritte einzuleiten. Es lebe die Logik der Rechtsstaatlichkeit.

Klaus Peitzmeier | Do, 6. August 2020 - 14:21

Ist doch egal, ob 20.000 oder 100.000 an der Demo teilnahmen. Es sind maximal 0,1 % der Bevölkerung.
Wahrscheinlich waren es 0,02 %. Das sagt doch über die Situation in der BRD gar nichts aus.
Wer auch immer an der Demo teilnahm, die Teilnehmer haben sich fahrlässig, asozial u rücksichtslos verhalten.
Und wenn die Regierung auch nur darüber nachdenkt, ob man solche Veranstaltungen in Zukunft noch zulassen kann, muß man über die Genehmigung von öffentlichen Veranstaltungen aller Art doch nicht weiter diskutieren. Warum sollten die dann nicht stattfinden? Weniger rücksichtslos sind nicht einmal die Fußball Hooligans.
Woher soll das Virus wissen, ob es sich gerade auf einer genehmigten Demo oder einer anderen Massenveranstaltung umtut? Also alles verbieten bis zur Impfe, oder gar nichts. Und wenn man es erlaubt, dann bitte generell nur mit Mundschutz und Abstand. Und wer dem nicht nachkommt muß sofort zahlen für seine Rücksichtslosigkeit.

Sie mal eine solche Rechnung aufmachen.
20 000 oder gar 100 000 sind in der Tat ein Bruchteil, gemessen an 83 Mio.

Und 9175 sind ein noch geringerer.
Nämlich 0,011%
Und das in 8 Monaten, gestorben "an oder mit" Corona. Also nicht mal diese Zahl ist "echt".

Und genau wegen dieser „Verhältnisse“ sehen viele Menschen nur bedingt einen Sinn darin, ihre Existenz den Bach runter gehen zu lassen.

Das wäre richtig, wenn man davon ausgehen würde, dass lediglich die Demonstranten das Vertrauen verloren haben.
Es geht jedoch bei weitem nicht jeder auf die Straße.
Ich weiß, dass viele Umfragen das Gegenteil behaupten.
Ich weiß aber nicht, wo und wie diese Umfragen erhoben wurden.
Fakt ist jedoch, dass ca. 50 Mio. Menschen in D erwerbstätig sind.
Wenn nun 10 Mio. in Kurzarbeit geschickt werden, betrifft dies jeden Fünften.
Am meisten wird eine Rezession Menschen in prekären Jobs treffen.
Also nicht den Ingenieure von BMW, sondern den Arbeiter am Fließband.
Eine weitere Branche ist die Luftverkehrsbranche, die es treffen wird.
Solange nicht wieder einigermaßen "normal" geflogen wird, nützen die Milliarden Euro Hilfspakete an Condor und Lufthansa rein gar nichts.
Wer stellt jedoch derzeit Flugpersonal ein? Wer kauft derzeit eine Fluggesellschaft (Condor)?
Jede Wirtschaftskrise führt zu Vertrauensverlust.
Wenn nicht heute, dann im nächsten Jahr.
Und nächstes Jahr sind die Wahlen.

Gerhard Fiedler | Do, 6. August 2020 - 17:18

Ja, um Corona geht es hier gar nicht. Aber um was dann? Deutschland bräuchte einen Befreiungsschlag, gewaltfrei wie 1989, der erneut den linken und diesmal auch grünen Mief hinwegfegt, der sich lähmend über unser Land gelegt hat. Öffnen wir weit unsere Fenster und lassen den Sturm der Freiheit in unser schönes Land! - Nur ein Traum? ja, den habe ich. Aber nur damit kann ich es in Deutschland noch aushalten.

Hans Schäfer | Do, 6. August 2020 - 17:50

Bei Herrn "f"rühling sind mittlerweile ALLE DEMOS, die die Politk der Reg. kritisch sehen: PEGIDA- Demos.
Wie immer: Wieder substanzlose unbewiesene Behauptungen. Nur hat er hier im Forum wenig Erfolg damit.