CDU - Die von Angela Merkel eingeschlagene Politik hat der Partei Schaden zugefügt

Vor 18 Jahren schrieb die damalige CDU-Generalsekretärin Angela Merkel einen mutigen Artikel, in dem sie die Abnabelung vom Übervater Helmut Kohl forderte. Auch heute wäre ein solcher Brief in der CDU angebracht. Ein Vorschlag für den nächsten Mutigen

Alt-Bundeskanzler Helmut Kohl und die CDU-Bundesvorsitzende Angela Merkel unterhalten sich am 2.10.2001 auf einer Wahlkampfveranstaltung der CDU am Vorabend zum Tag der Deutschen Einheit in Berlin
Alt-Bundeskanzler Helmut Kohl und Angela Merkel 2001 auf einer Wahlkampfveranstaltung der CDU / picture alliance

Autoreninfo

Dr. Hugo Müller-Vogg arbeitet als Publizist in Berlin. Der gebürtige Mannheimer war von 1988 bis 2001 Mitherausgeber der F.A.Z. Sein aktuelles Buch „Wolfgang Bosbach: Endspurt. Wie Politik tatsächlich ist – und wie sie sein sollte” ist im Herbst 2016 erschienen.

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Hugo Müller-Vogg

1999 war die CDU in einer schwierigen Lage – wegen der Spendenaffäre um Helmut Kohl. 2017 ist die CDU in einer schwierigen Lage – wegen der Politik Angela Merkels. Damals schrieb eine mutige Generalsekretärin der FAZ einen Artikel, in dem sie die „Abnabelung“ der CDU vom Helmut Kohl forderte. Heute fordern viele in der CDU die Abnabelung der Partei von Angela Merkel. Merkels Nach-Nach-Nachfolger im Amt des Generalsekretärs, #FEDIDWIGUGL-Erfinder Peter Tauber ist nicht aus dem Holz, um einen solchen Scheidungstext zu schreiben. Wer aber den Mut dazu hätte, er bräuchte im Original nicht allzu viel zu verändern. Wir haben uns schon mal die Mühe gemacht, den Merkel-Text von 1999 zu aktualisieren – ohne Auftrag, aber mit einem mutigen Unionspolitiker im Blick.

Den 25. September 2017 haben viele als den Anfang vom Ende der Ära Merkel bezeichnet. Das war der Tag, an dem Angela Merkel nach den schweren Stimmverlusten der CDU/CSU sagte, sie sehe nicht, „ was wir anders machen sollten.“ Doch sofort hieß es auch, vielleicht liege in dieser schweren Wahlniederlage auch eine Chance – eine Chance auf eine neue schwarz-gelb-grüne bürgerliche Mehrheit.

So schnell aber kann nur sprechen, wer das volle Ausmaß der Tragik des Wahltags nicht an sich heranlässt – der Tragik für Angela Merkel, der Tragik für die CDU. Was für eine Niederlage am 24. September 2017 – erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland wurde eine Kanzlerpartei vom Wähler so abgestraft. Noch nie hat eine Partei, die den Regierungschef stellt, so herbe Einbußen hinnehmen müssen, wie die CDU/CSU: Der Rückgang von 41,5 auf 32,9 Prozent bedeutet den Verlust von einem Fünftel der Wähler.

Wie gut hatte es dagegen noch im September 2015 ausgesehen. Obwohl eine Regierungspartei bei „Halbzeit“ in der Wählergunst eher abfällt, lagen Angela Merkel und die CDU/CSU damals konstant bei mehr als 40 Prozent und damit auf dem Niveau des großartigen Wahlerfolges vom Herbst 2013. Doch mit der kurz darauf praktizierten Politik der offenen Grenzen und dem damit verbundenen Kontrollverlust verschlechterte sich die politische Stimmung rapide zu Lasten der Union. Der publizistische Beifall, der der Kanzlerin für ihre Willkommenspolitik gezollt wurde, hielt nicht lange an. Bald merkten die Redaktionen, dass sie sich mit ihrer Berichterstattung à la „Refugees are welcome here“ immer weiter von Lesern, Zuhörern und Zuschauern entfernten. „Bild“ korrigierte als erstes Medium seine eigene Berichterstattung und Kommentierung, die öffentlich-rechtlichen Anstalten nahmen den Kurswechsel als letzte vor.

Die von Merkel eingeschlagene Politik hat der Partei Schaden zugefügt. Nicht nur haben sich Mitglieder und Wähler abgewendet. Zugleich ist auch rechts von der Union das entstanden, was Franz Josef Strauß und Helmut Kohl stets zu verhindern gewusst hatten – eine demokratisch legitimierte neue Partei. Das war nicht nur das Ergebnis einer falschen Flüchtlingspolitik. Dazu haben der von Merkel forcierte Modernisierungskurs der CDU sowie die vielen Zugeständnisse gegenüber der SPD in zwei Großen Koalitionen ebenso beigetragen. Es geht um die Glaubwürdigkeit Merkels, es geht um die Glaubwürdigkeit der CDU, es geht um die Glaubwürdigkeit politischer Parteien insgesamt.

Merkel hat der Partei gedient. 17 Jahre war sie Parteivorsitzende, das ist die drittlängste Zeit nach Kohl und Adenauer. In vier Bundestagswahlen wurde die CDU/CSU mit ihr als Spitzenkandidatin stärkste Fraktion. Dennoch reicht es jetzt nicht mehr für eine zukunftsversprechende Koalition – nicht mehr für Merkel und nicht mehr für die CDU.

Spätestens jetzt ist klar, nichts würde mehr so sein, wie es war. Die Zeit der Parteivorsitzenden Merkel ist unwiederbringlich vorüber. Nie wieder wird sie die CDU als Kanzlerkandidatin in eine Bundestagswahl führen können. Seither wird von ihren Leistungen in der Vergangenheit gesprochen – von der Sanierung der Bundesrepublik nach dem finanziellen Desaster von Rot-Grün, von der Überwindung der Finanz- und Wirtschaftskrise, vom Zusammenhalten der EU in schwierigen Zeiten, von der mächtigsten Politikerin Europas.

Viele Menschen – in der Partei zumal – vertrauen Angela Merkel. Die siebzehn Jahre der Parteivorsitzenden Merkel werden mit dem Verweis auf die 32,9 Prozent vom 24. September 2017 mit Sicherheit nicht ausreichend beschrieben. Das reicht vielleicht für ein paar Redakteure, nicht aber für ein Mitglied der Gemeinschaft CDU. Wir haben ganz andere Erfahrungen mit und Erinnerungen an Angela Merkel. Die Partei hat eine Seele. Deshalb kann es für uns nicht die Alternative „Schuldzuweisungen“ oder „das Erbe bewahren“ geben. Wenn es um das Bild Angela Merkels, um ihre Leistungen und um die CDU geht, gehören beide zusammen. Denn nur auf einem wahren Fundament kann ein richtiges historisches Bild entstehen. Nur auf einem wahren Fundament kann die Zukunft aufgebaut werden.

Diese Erkenntnis muss Angela Merkel, muss die CDU für sich annehmen. Und nur so wird es der Partei im Übrigen auch gelingen, nicht immer bei jeder neuen Schwierigkeit für die Bildung einer stabilen Regierung angreifbar zu werden, sondern aus dem Schussfeld auch derjenigen zu geraten, die die eingetrete Lage in Wahrheit nur nutzen wollen, um die CDU Deutschlands kaputtzumachen.

Vielleicht ist es nach einem so langen politischen Leben, wie Angela Merkel es geführt hat, wirklich zu viel verlangt, von heute auf morgen alle Ämter niederzulegen, sich völlig aus der Politik zurückzuziehen und den Nachfolgern, den Jüngeren, das Feld schnell ganz zu überlassen. Und deshalb liegt es auch weniger an Angela Merkel als an uns, die wir jetzt in der Partei Verantwortung haben, wie wir die neue Zeit angehen. Wir kommen nicht umhin, unsere Zukunft selbst in die Hand zu nehmen. Die Partei muss also laufen lernen, muss sich zutrauen, in Zukunft auch ohne ihre bisherige Frontfrau den Kampf mit dem politischen Gegner aufzunehmen. Sie muss sich wie jemand in der Pubertät von zu Hause lösen, eigene Wege gehen und wird trotzdem immer zu der stehen, die sie seit 2000 ganz nachhaltig geprägt hat – vielleicht später sogar wieder mehr als heute.

Ein solcher Prozess geht nicht ohne Wunden, ohne Verletzungen. Wie wir in der Partei aber damit umgehen, ob wir dieses scheinbar Undenkbare als Treuebruch verteufeln oder als notwendige, fließende Weiterentwicklung nicht erst seit dem 24. September 2017 begreifen, das wird über unsere Chancen bei den nächsten Wahlen in den Ländern und im Bund entscheiden. Ausweichen können wir diesem Prozess ohnehin nicht, und Angela Merkel wäre im Übrigen sicher die Erste, die dies verstünde.

Wenn wir diesen Prozess annehmen, wird unsere Partei sich verändert haben, aber sie wird in ihrem Kern noch dieselbe bleiben – mit großartigen Grundwerten, mit selbstbewussten Mitgliedern, mit einer stolzen Tradition, mit einer Mischung aus Bewahrenswertem und neuen Erfahrungen nach der Ära der Parteivorsitzenden Angela Merkel – und mit einem Entwurf für die Zukunft.

Ursprungstext: Angela Merkel, „Die von Helmut Kohl eingeräumten Vorgänge haben der Partei Schaden zugefügt“, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22. Dezember 1999, S. 2.

Dorothee Sehrt-Irrek | Di, 28. November 2017 - 15:17

Wie auch immer, ich denke eher, dass die Nutzung des Wortes "Frontfrau" Merkel zum `letzten´ Gefecht stimuliert.
Aber für mich jetzt keine Frage mehr ist, dass die CDU Merkel hat groß werden lassen.
Die mächtigste Frau möchte sie jetzt auch sein, nicht nur so genannt werden.
Da kann man wirklich nur noch beten.
Aber Danke für diesen Versuch und den Hinweis auf den Brief, den Merkel evtl. schon als `Auserkorene" der FAZ schreiben durfte.
Ich habe mich damals allerdings gewundert, dass etwas medial genutzt wurde, was vermutlich sehr viele wußten.
Und ich fand es nicht die feine politische Art, entsprechend Merkel von vornherein unsympathisch.
Ich befürchte, dass ich ihr damit leider nicht Unrecht tue.

Henryke Zimmer | Di, 28. November 2017 - 17:55

In reply to by Dorothee Sehrt-Irrek

Ich stimme Ihnen zu; dieser im Artikel "mutig" genannter Brief hat einen faden Beigeschmack.
Als (ebenso wie die Kanzlerin) in der DDR Sozialisierte erinnerte ich mich nach der Veröffentlichung in der FAZ an die Vorgehensweise beim "Ablösen" der Staatsratsvorsitzenden Ulbricht und Honecker:
Hinter dem Rücken des Betreffenden, sich in Moskau rückversichernd und damit auf feige Art, wurde der Rücktritt ausgekungelt und dem Bürger als vollendete Tatsache präsentiert...
...aus gesundheitlichen und Altersgründen.
Zurück zum Kern:
Die Kanzlerin hat zu keiner Zeit die Grundregeln der Demokratie verinnerlicht; sie hat keinen besseren Abschied verdient, als sie ihn Herrn Kohl bereitet hat.

"Die Kanzlerin hat zu keiner Zeit die Grundregeln der Demokratie verinnerlicht; sie hat keinen besseren Abschied verdient, als sie ihn Herrn Kohl bereitet hat." Sehr richtig. Die GröKaZ hat in einem System gespielt, das nicht das ihre ist. Es wird Zeit, dass sich das System reinigt.

Dorothee Sehrt-Irrek | Di, 28. November 2017 - 15:46

Es ging um den Ehrenvorsitz der CDU, den Merkel bat ruhen zu lassen, wegen nicht rühmlicher aber evtl. bekannter Praktiken.
Was wäre, wenn man sich die Finanzierung/Beziehungen/Vernetzungen von Journalisten anschaute, die Jubelartikel zu Merkel schreiben?
Der CDU wird nicht direkt "gespendet", eher Merkel und zwar Beifall ohne Ende.
Darunter leidet evtl. die sachliche Beurteilung.
Nichts Ehrenrühriges, aber sollte es gerühmt werden, gar zur Basis ihrer Macht werden, auch schon einmal gegen die eigene Partei, gegen große Teile der Bevölkerung, gegen große Teile Europas, gar der Welt?
Wer will denn das gegen sich umgesetzt sehen was Merkel als Heil den ihr "Ausgelieferten" verordnet?
Der Osten war m.E. Dunkeldeutschland als Merkel dort noch mit an der Macht war.
Als dessen Hinterlassenschaften haben die Menschen dort auf mich gewirkt.
Es gab viele Zwänge deshalb darf man nicht glorifizieren oder verdammen.
Merkel ist m.E. leider UNWÜRDIG vor der Tragik/Weite von Geschichte

wolfgang spremberg | Di, 28. November 2017 - 16:03

Die Jamaika Sondierer hatten eine "Spielmasse" von ca. 40 Milliarden Euro.....
Wie die Stimmungslage der Wähler wohl wäre, wenn ihnen klar wäre, das die Entscheidungen der Groko in diesen 4 Jahren 4 x ca. 45 Milliarden = ca. 180 Milliarden kosten....
Damit könnte man einiges machen.....
Zumindest sollte man in einer Demokratie frei darüber diskutieren und streiten können.
Wenn die Mehrheit der Wähler dann der Meinung ist, es ist alles gut so und es könne gern noch mehr sein...bitte...dann ist es okay.
Aber wer kennt diese Zahlen ? Muss man nicht Fakten / Alternativen kennen um wirklich wählen zu können ? Oder würde das mal wieder der falschen Seite nützen ?

Peter Krämer | Di, 28. November 2017 - 16:33

Frau Merkel ist es zu verdanken, das meine Familie und ich erstmals seit Jahrzehnten nicht die CDU gewählt haben und so schnell auch nicht wieder wählen werden.
Wie bekannt ist, ballen einige Politiker in der Union die Faust in der Tasche über die Entscheidungen von Frau Merkel.
Aber niemand ist Mann oder Frau genug, offene Kritik an diesem verhängnisvollen Kurs zu üben.
Wenn man SPD - Politik machen möchte, könnte man doch gleich mit den Genossen fusionieren, zusammen reicht es dann vielleicht wieder zur Volkspartei.
Diese Partei muss sich inhaltlich und personell erneuern, gut das es solange Alternativen gibt.

Dietmar Deibele | Mi, 29. November 2017 - 08:45

In reply to by Peter Krämer

leider auch nicht. Sie hat schon ihre Wahl in RP wegen Merkel verloren, es muss doch mal aus ihr herausplatzen. Nur Mut Julia! In der Partei stünden schnell mehr hinter dir als hinter Angela. Da steht verbraucht gegen unverbraucht, jung gegen alt, ansehnlich gegen .... grünes GroKoDeal.

Marita Gruenewald | Mi, 29. November 2017 - 13:23

In reply to by Dietmar Deibele

wäre mE die richtige Wahl. Die Position verlangt einen gestandenen Politiker mit strategischem Denkvermögen, Weitsicht, Durchsetzungsstärke durch Überzeugung, Loyalität zur deutschen Bevölkerung, Geschichtskenntnissen, westeuropäische Prägung, gern Studium der Volkswirtschaft, Vernetzung mit Politikern und Wirtschaftsgrößen - und kauf keinen Fall eine Marionette des internationalen Geldadels.

Frank Bauer | Di, 28. November 2017 - 16:33

Auch wenn nur ein fiktiver Text, der anhand jenes anderen verfasst wurde - da sind einige Korrekturen angebracht. Zunächst scheint es zu früh, einen Abgesang für Merkel anzustimmen; es sieht ganz so aus, als könne sie noch einige Zeit zum Schaden des Landes, dem sie ihren Eid geleistet hat, weiterwirken. Bei allem was man Kohl vorhalten kann oder mag: seine Schadensbilanz ist nicht annähernd so groß wie die Merkels. Der bis heute anhaltende Fehler von 2015 wird sich kaum korrigieren lassen; "sie" sind nun mal da und werden kaum wieder das Land verlassen, mit allen Folgen. Die Gesellschaft ist gespalten wie nie zuvor und die Diskussion von Haß und Härte bestimmt. Auch die Behauptung, die Medien, also die bekannten linken "Leitmedien" oder gar die ÖR hätten ihre Haltung geändert, ist schlichtweg falsch. Aktuell zeigt das pausenlose Lindnerbashing, von Slomka bis Böhmermann, wie die Medien mit jedem umgehen, der unbegrenzter Willkommenskultur widerspricht.

Benjamin Beldea | Mi, 29. November 2017 - 09:41

In reply to by Frank Bauer

Warum muß man so oft diesen fatalistischen Quatsch lesen? Natürlich kriegt man die illegalen Einwanderer, straffälligen Asylanten und -bewerber aus dem Land. Sogar eingebürgerte kriminelle Migranten. Und zwar genauso leicht, wie man sie hereingelassen hat, trotz der damit einhergehenden Rechtsbrüche und Belastungen. Wäre im Übrigen um ein Vielfaches billiger, als sie weiter hier zu behalten. Man muß nur endlich aufhören, den Heiligen spielen zu wollen, und pragmatisch sein. Dann geht alles.

Dorothee Sehrt-Irrek | Do, 30. November 2017 - 07:40

In reply to by Frank Bauer

Sah gestern Maischberger und Teile von Lanz.
Die Diskussionen mochten bei Maischberger erhitzt geführt werden, lange nicht optimal, aber dennoch mein Kompliment an die Beteiligten, weniger an Frau Weidel, die zwar sehr ruhig, aber eher beharrend als argumentativ wirkte.
Diese Diskussionen haben ihren Wert nicht an und für sich, sondern als Darlegung von Argumenten.
Ich war zum Schluss sehr ruhig und habe mich wieder selbst infrage gestellt, angesichts der Frage von Frau Maischberger - da mag ich das FRAU aus Respekt und Anerkennung nicht weglassen, schreibt man halt weniger - ob mit der Art der Argumente nicht Gewalt Vorschub geleistet wird, was mir entsetzlich wäre. Deshalb mein derzeitiger Hang zu Besonnenheit.
Es ist möglich geworden zu diskutieren. Das ist ein Geschenk für mich und ich will Alles tun, mich dieses Geschenks als würdig zu erweisen!
Interessant der Selbstversuch von Herrn Fleischhauer über die Selbstreferentialität, die in (sozialen) Medien möglich ist.
DANKE

Alois Fuchs | Di, 28. November 2017 - 16:35

... Schaden zugefügt hätte! Sie aber hat den von zwei Generationen erworbenen Wohlstand in wenigen Jahren vertan (Euro-/Banken-/Griechenland-Rettung, planlose Energie-"Wende", Migrationsdesaster), und sie hat die Axt an die Zukunft unserer Kinder und Enkelkinder gelegt.

Peter Wagner | Di, 28. November 2017 - 17:28

Ich kann, weil es inzwischen eine Alternative gibt, sehr gut auf die Partei verzichten, die ich über Jahrzehnte gewählt habe. Die von Merkel bis zur Unkenntlichkeit nach links verschoben wurde und die für mich, solange Merkel in D ihr selbstherrliches und undemokratisches Unwesen treibt, unwählbar geworden ist!
Das viel größere Problem ist das Chaos, das durch ihre unverantwortliche angeblich alternativlose Flüchtlings-Politik, aber auch durch andere Fehlleistungen, in D entstanden ist! Diese inzwischen hinlänglich bekannten Probleme, lassen sich wahrscheinlich nie wieder so beseitigen, dass die Möglichkeit besteht, in diesem Land gut, gerne und sicher leben zu können.

Harro Heyer | Di, 28. November 2017 - 17:35

Die Feststellung: "die öffentlich-rechtlichen Anstalten nahmen den Kurswechsel als letzte vor" gilt auch heute mehr denn je. Mann kann sich nur noch die Augen reiben, wenn man die aktuellen Gesprächsrunden in diesen Anstalten anschaut. Da beraten Politiker mit Medienvertretern über die GroKo. Ist das die Aufgabe dieser Medien? Besonders lustig ist es, wenn grüne Positionen überwiegend beklatscht werden. Die CDU braucht jetzt nicht nur jüngere sondern auch meinungsfeste Politiker, die Richtungen vorgeben. Die Medien haben nicht die Aufgabe, das Volk zu erziehen. Sie haben die Aufgabe über die Positionen der Parteien zu berichten und diese in neutraler Weise gegeneinander zu stellen. Dies könnte auch die politische Kultur der Parteien neu beleben.

Henryke Zimmer | Di, 28. November 2017 - 17:44

Diese Partei wird nie mehr die selbe sein, werter Herr Müller- Vogg.
Ihre Analyse kommt um mindestens ein Jahr zu spät; VOR der Wahl hätte die Partei reagieren müssen.
Und nun?
Der rechte Flügel(im besten Sinne) ist gerupft, die konservativen Mitglieder haben sich zurückgezogen und schlimmer noch für die CDU und unser Land- die konservativen Wähler haben sich abgewandt und werden nach der unsäglichen Anbiederung durch Frau Merkel an die Grünen während der Jamaika- Sondierungen auch nicht zurückkehren.
Ein langer Gang nach Canossa, um den Weg der DC zu verhindern, steht dieser einst stolzen Partei bevor.
Gegangen werden kann er erst nach dem völligen Ausscheiden der Kanzlerin und CDU- Vorsitzenden aus dem politischem Tagesgeschäft; alles andere ist unglaubhaft.

Christa Wallau | Di, 28. November 2017 - 17:49

Wie Herr Müller-Vogg allen Ernstes glauben kann, daß die CDU sich ähnlich wie 1999 aus der Affaire
ziehen könne, das erstaunt mich sehr.
Kohl hatte Fehler begangen, und er war zur Belastung für seine Partei geworden, aber mit dem, was Angela Merkel an Schaden angerichtet hat, ist das nun wirklich nicht zu vergleichen!
Damals gab es neben Merkel auch noch viele Männer in der CDU, die Format und Prinzipien hatten. Inzwischen ist diese Partei bis zu Unkenntlichkeit "entmannt" und entkernt.
Von "großartigen Grundwerten" und "selbstbewussten Mitgliedern" habe ich seit langem nichts mehr gesehen und gehört.
Dagegen konnte ich beobachten, wie bei jeder Gelegenheit Merkel frenetisch zugejubelt wurde - in einer Art von bewußtlosem Taumel.
In einem Punkt haben hat Herr Müller-Vogg recht: Die CDU, diese alte Partei (7O+), "muss wieder laufen lernen"!
Toll, nicht wahr?
Vorläufig sollte sie jedoch erst mal einen Rollator benutzen.

Hans Jürgen Wienroth | Di, 28. November 2017 - 19:39

In reply to by Christa Wallau

Die CDU war bis Helmut Kohl eine Bewahrerin des Verlässlichen und des Konservativen. Spätestens seit Angela Merkel buhlt die CDU als Volkspartei mit ihrer Konkurrenz SPD um die Vorreiterrolle bei der „Modernisierung“ unseres Landes. Diese wird in unserem Land politisch nur nach links verortet, Bewährtes kann nicht modern sein, auch wenn man damit überaus erfolgreich war.
Also wird in unserem Lande „modernisiert“ was das Zeug hält. Wird dabei das erhoffte Ergebnis nicht erreicht, muss der Prozess beschleunigt werden. Das ist wie ein Zug, der auf den Abgrund zufährt und statt zu bremsen immer weiter beschleunigt, in der Hoffnung, den Abgrund ohne Schaden bis zum nächsten Hügel zu überfliegen.
Wem sollen wir in der heutigen Zeit den Job des Bremsers zutrauen? Wer verschafft uns die Zeit zum Nachdenken – oder wenigstens zum Denken?

Karin Zeitz | Di, 28. November 2017 - 19:42

In reply to by Christa Wallau

erinnert mich die politische Situation immer öfter und immer stärker an die DDR, von bundesdeutschen Juristen seinerzeit "Unrechtsstaat" genannt?

Klaus Ramelow | Do, 30. November 2017 - 15:20

In reply to by Karin Zeitz

@Karin Zeitz
die staatspolitische Situation oder bei dem politische Streben bei uns sind deutliche Züge von dem DDR-Staat zu erkennen.
Die ehemals - zurecht - als undemokratisch hingestellten Methoden des DDR-Staates bei der Überwachung der Bevölkerung werden doch - nach und nach, aber unverkennbar - bei uns "verfeinert" eingeführt.
Zu Zeiten der DDR konnte solche Vorgehensweise ja nicht propagiert werden, man hätte dann ja nicht auf die Methoden hinweisen bzw diese kritisieren dürfen.
Jeder Anschlag wird "willkommen" aufgegriffen, um neue Gesetze oder deren Verschärfung zu fordern und durch andauernde argumentative Wiederholung - ohne dass sich die Ausgangssituation geändert hätte - solches zu erreichen.

Dr. Lothar Sukstorf | Di, 28. November 2017 - 18:02

Wie soll man Merkel vertrauen können? 2010ff. hat sie noch öffentlich erklärt, Multikulti sei gescheitert, krachend...und nur kurze Zeit - ab 2013 - später kennt sie kein deutsches Volk mehr, ist 'scharf' auf die Grünen, redet Mulitkulti das Wort (und begründet dies so unverschämt scheinheilig mit dem C im Parteinamen), schwärmt von der Vielfalt - dies kurze Zeit, nachdem sie von Obama den höchsten Orden der USA erhalten hat - dann folgte der Hammer schlechthin in 2015. Seitdem hat sie D. zu einem Flüchtlingsland, zu einem Objekt der Begierde für all diejenigen gemacht, die in ihrem Heimatland unzufrieden sind, auch das begründet die CDU mit dem C in ihrem Namen. Runtergebrochen auf eine Familieneinheit wäre das so, wie wenn sich Vater und Mutter mehr um weltweite verwaiste Kinder kümmern als um die eigenen, und den eignen Kinder entgegnet, wenn sie aufbegehren, das sei nun nicht mehr 'ihre' Familie. Und trotzdem wählen viele Merkel, haben wir nichts gelernt?

Gerhard Weißenberger | Di, 28. November 2017 - 18:07

Die CDU ist in Lethargie verfallen und unfähig, sich selbst zu befreien. Dazu bedarf es aller Parteien.
1944 gab es einen Plan von Henry Morgenthau, Deutschland nach dem Krieg in ein Agrarland zu
verwandeln. Wenn man sich die Auswirkungen der linksgrünen Politik von A.Merkel vergegenwärtigt, wird man das Gefühl nicht los, dass sich die Kanzlerin redlich um eine nachträgliche Verwirklichung dieses Plans bemüht. Mehr als zwölf Jahre massiver Raubbau an der Infrastruktur, hunderte von Milliarden für Immigranten, Griechenland und demnächst Italien. Auslöser großer sozialer Konflikte und Massenarmut von Rentnern in spätestens zwanzig Jahren als Folge der fatalen Politik der EZB.
Die Partnerländer werden mit Entsetzen feststellen, wie sich die größte Melkkuh der EU selbst zu Grunde richtet und damit deren Ende herbeiführt.

Christa Schreiber | Di, 28. November 2017 - 18:19

muss schon sehr gross sein, wenn die Partei erst wieder laufen lernen muss. Es spricht kaum für Frau Merkels Regierungsstil, wenn sie eine Partei zurück lässt, die sich 'wie jemand in der Pubertät von zu Hause lösen muss'. Offenbar ist es auch nur mit einem schlechten Gewissen, wenn sich die Partei trauen würde, neue Wege zu gehen. Mit den Merkel-Getreuen wird das auch kaum funktionieren.
Ausserdem glaube ich nicht, dass Frau Merkel die Erste wäre, die das verstehen würde.

wolfgang spremberg | Di, 28. November 2017 - 18:34

Deutschland braucht mehr Polizisten, mehr Verfassungsschützer, mehr Merkelpoller, mehr Staatsanwälte, mehr Sozialwohnungen, mehr Kinder leben von H4 und und und Frau Merkel meint sie habe nichts verkehrt gemacht. Deutschland ist auf einem guten Weg ? Wohin ?
Wie lautet der Amtseid den Frau Merkel und die Minister geschworen haben ? Wem fühlen sich unsere Volksvertreter verpflichtet ? Oder sind das alles Karrieristen ? Mitläufer ?
Darf man diese Fragen so stellen ? Oder ist man dann ein Hetzer ? Ein Spalter ? Der den Staat verächtlich macht ? Oder machen sich unsere Volksvertreter selbst verächtlich ? Ja ? Volksvertreter von großen Teilen des Volkes verachtet ? Brauchen die Volksvertreter ein neues Volk ?

Udo Dreisörner | Di, 28. November 2017 - 18:37

... vor längerer Zeit eine E-Mail an Frau Merkel geschrieben. Ich denke sie liest das alles aber nicht. Briefe wohl auch nicht

Karin Zeitz | Di, 28. November 2017 - 19:47

In reply to by Udo Dreisörner

hat in ihrem Vorzimmer genügend Leute mit großen Papierkörben und auch einen guten Spamfilter. Offensichtlich werden nur Mails von Leuten empfangen, die im Adressbuch stehen.

Eva Berg | Di, 28. November 2017 - 20:49

In reply to by Udo Dreisörner

Auch ich hatte eine Weile nach der Grenzöffnung in 2015 an Merkel eine Mail geschrieben. Reaktion natürlich gleich null.
Nach dem schließen der Balkanroute letztes Jahr, habe ich eine Mail an die damalige Österreichische Innenministerin Frau Mikl-Leitner geschrieben und mich bedankt. Und tatsächlich bekam ich drei Tage danach eine sehr ausführliche Mail von ihr. Sicher war es ein Brief für viele und sie hat ihn auch nicht selbst geschrieben, und aber immerhin sah man da doch, dass es ihr wichtig erschien. Und es zeigt einfach den Unterschied zu unseren Politikern.

Peter Lieser | Mi, 29. November 2017 - 12:28

In reply to by Eva Berg

In der Regel bekommt man eine Antwort, nach Monaten. Aus Textblöcken zusammengesetzt und manchmal auch mit Texten die gar nicht zum Thema gehören. Standart-Antworten die an jeden verschickt werden........aber personalisiert. Eine weitere Art den Wähler für dumm zu verkaufen.

Joachim Wittenbecher | Di, 28. November 2017 - 18:41

Angela Merkel hatte über lange Jahre hinweg das richtige Feeling und hat die CDU von einem traditionellen "Konservatismus a la Dregger" weggeführt; dass dieser alte Konservatismus insbesondere in den Ballungsräumen an der Lebensrealität vorbeiging, wurde spätestens mit den Protesten gegen Stuttgart 21 und dem Verlust der Dominanz in Baden-Württemberg 2011 klar. Ein schematischer und ungebremster Modernisierungskurs führt sich jedoch schnell selbst ad absurdum, er verliert seine "Seele" - und die Stammwähler. Dieser Wendepunkt war zweifellos der September 2015, an dem Merkel sich zu einer Flüchtlingspolitik entschloss, die auf fast surreale Weise links-anarchistisch ist. Ab diesem Zeitpunkt nahm die Politik von Merkel zerstörerische Züge an. Die Union kann ab jetzt tun was sie will, "weiter so" oder "Rechtswende", es wird alles nichts nutzen - sie wird nie wieder die frühere Zustimmung erreichen. Schade ist es um die CSU, die erfolgreichste Volkspartei in Europa seit 1945.

es könnte also etwas daran sein, dass auch die CDU sich in ihrem Konservatismus weiterentwickeln wollte, vor allem wenn m.E. Helmut Kohl so überhaupt nicht konservativen Vorstellungen entsprochen haben kann, aber nur getippt.
Jedenfalls kam Merkel als Kohls Mädchen an die Macht.
Vielleicht galt es diese zu sichern, dann auch gegen den Ziehvater, denn Merkel verfügte über keine Hausmacht in der CDU und tut es hoffentlich immer noch nicht.
Die schon unter Kohl Darbenden, wieso setzten sie ihre Hoffnungen ausgerechnet auf Merkel?
Weil sie ihn kritisierte?
Es muss in der CDU eine Stimmung der Erwartung gegeben haben durchaus auch einer Frau.
Meiner Erinnerung nach tingelte Geissler damit durch Talkshows.
Ich frage mich, ob es wirklich Merkel war.
Welche Frauen waren in der Zeit - gerne auch im Osten, obwohl ich die reservierter in Merkels Generation einschätze - Aspiranten auf diese ambitionierte Stellung.
Schäuble war es, aber mit "Köfferchen".
Lammert, Bosbach, aber welche Frau

In der Tat hat die CDU Probleme in Ballungsräumen. Diese in der Zukunft nahezu unregierbaren Städte (Stuttgart gehört da aber noch lange nicht dazu) werden die Keimzelle einer negativen politischen Utopie sein. D erscheint mir hier geradezu des Satans auserwähltes Land zu sein. Nur wer diese Gefahr erkennt, kann sie (vielleicht) bannen. Angela Merkel fungiert hier leider als Brandbeschleuniger. Die USA haben jetzt Trump. Man wird ihm einmal sehr dankbar sein.

Guido Schilling | Di, 28. November 2017 - 19:07

ist nicht mehr Teil der Problemlösung. Sie ist das Problem. Nur traut sich keiner ihr den Stuhl unterm Hintern weg zu schlagen. Er könnte ja selber mit in den Abwärtsstrudel geraten.

Dimitri Gales | Di, 28. November 2017 - 19:52

In reply to by Guido Schilling

Zu viel vergeudete Zeit mit Merkel. So kommt sie, nur als Beispiel vielen, erst jetzt drauf, dass es in deutschen Städten Wohnungsnot gibt.

Alfred Kastner | Di, 28. November 2017 - 19:39

Sehr geehrter Herr Müller-Vogg,
bitte nennen Sie mir einen einzigen in der CDU, der die nötigen huevos besitzt, heute einen Artikel wie anno 1999 zu verfassen.
Auch Jens Spahn, den ich einmal für mutig hielt, erscheint mir mittlerweile nur noch als das innerparteiliche Oppositionsfeigenblatt dieser Partei.
Kanzlerin Merkel handelt immer nach dem gleichen Muster: Sie fragt sich stets, was einen möglichen Machtkonkurrenten stärken könnte. Die Taktik, niemanden hochkommen zu lassen, macht weder vor Freund noch Feind halt.
Um ihre persönliche Macht zu sichern, setzt sie die langfristigen Perspektiven nicht nur der CDU, sondern die des ganzen Landes aufs Spiel.
Merkel kam im Jahr 2000 nicht durch besondere eigene Verdienste, sondern aufgrund Fehlleistungen ihrer Parteikollegen an die Macht.
Welches Vorhaben, welches zukunftsweisende Projekt für die Bundesrepublik verbindet sich seither mit dem Namen Merkel?

Hallo Herr Kastner,

auch wir hielten Herrn Spahn für mutig, aber wiederum nicht so
mutig, denn das wäre todesmutig in der CDU.

Mal so, dann wieder doch nicht so. Seine Aussagen, seine "Demut",
etc. etc. Ein CDU-Seehofer? Parallelen gibt es viele. Diese sind länger als
die Zugspitze hoch ist.

Andreas Balmert | Di, 28. November 2017 - 21:09

"Die Partei muss also laufen lernen ..."

Ich würde eher zum Schwimmenlernen raten, und zwar pronto! Sonst droht der sang- und klanglose Untergang binnen 5 Jahren vergleichbar der ehemaligen italienischen Schwesterpartei.

Sepp Kneip | Di, 28. November 2017 - 21:22

Ein solcher Artikel, wie ihn Mekel damals wegen der Abnabelung von Helmut Kohl geschrieben hat, wäre heute sinnlos. Es gäbe keine Zeitung, die einen solchen "Affront" gegen Merkel drucken würde. Dabei ist das, was Merkel mit der CDU und auch mit Deutschland gemacht hat, weitaus schlimmer, als die vergleichsweise harmlose Bimbes-Affäre um Kohl.

Merkel ist reif zum Abschuss. Nur würde aber heutzutage derjenige von den Medien abgeschossen, der als erster auf Merkel zielen würde. Das Merkel/Medien-Kartell scheint noch zu halten. Sollte sich allerdings die SPD Merkel verweigern, könnte Merkel tatsächlich bald zur allgemeinen Zielscheibe werden.

Thomas Radl | Mi, 29. November 2017 - 08:22

... mit und Erinnerungen an Angela Merkel. "
Werter Herr Müller-Vogg, es mag ja sein, dass Sie beim Gedanken an die "Großleistungen" der Alternativlosen Pipi in die Augen bekommen. Aber es ist allenfalls Nostalgie. Auch wenn die Pegida-Forderung rüde ist: "Merkel muss weg!", ist es, wenn die Union noch mal auf einen grünen Zweig kommen will, das Gebot der Stunde. Die Union muss weg von ihrem Kurs, die Besser-SPD/GRÜNEN sein zu wollen, und das geht nur, wenn Merkel und ihre Steigbügelhalter abtreten.
Von merkeltreuen Medienfuzzis wird dem Volk dauernd weisgemacht, es sei nach "räääächts" gerutscht". Das ist Quatsch! Die Union ist nach links gerutscht und hat dabei viel Platz frei gemacht, der heute z.B. von der AfD besetzt wird, überwiegend da, wo die CDU vor 20-30 Jahren selber war! Heute sind das alles NAZIS!?!?
Mit genau diesem Unfug wird das mit der Union eben nix mehr, da auch "mutige Briefe nichts. Die Frage ist, ob der angerichtete Schaden für Partei UND LAND umkehrbar ist.

Enrico Stiller | Mi, 29. November 2017 - 09:05

Sie hat dem deutschen Volk und unserer Demokratie geschadet. Sie "entkernt" nicht nur die CDU, sondern auch unsere demokratischen Verfahren. Denn indem sie praktisch als Alleinherrscherin ihre Partei (laut GG wirken die Parteien an der pol. Willensbildung mit, sind also eminent wichtig) völlig unter der Knute hat, verkehrt sie den Sinn unseres GG. Natürlich ist sie in der CDU geachtet - Stalin war das in der KPdSU auch. Sie führt unsere traditionellen Gepflogenheiten ad absurdum, indem sie Koalitionen ausschliesslich zum persönlichen Machterhalt nutzt, mehr noch, indem sie eine ganze Partei ohne deren formale Zustimmung "umdreht" und ihr die Ideologie der Konkurrenz aufoktroyiert. Denn bei Merkel sitzen an führender Stelle immer die Grünen und die grüne Presse mit am Kabinettstisch, obwohl niemand sie dorthin gewählt hat. Das ist keine Demokratie mehr, sondern "Trelokratie" (trelos=griechisch, Wahnsinn).

Wolfgang Tröbner | Mi, 29. November 2017 - 10:29

Für ein CDU-Mitglied, dem das Schicksal der Volkspartei CDU am Herzen liegt, wäre ein solcher Brief OK. Für alle diejenigen, denen das Schicksal Deutschlands am Herzen liegt, allerdings nicht. Im Brief wird zwar der Schaden, den Merkel der CDU zugefügt hat, angesprochen. Das mag für einige CDU-Mitglieder schlimm sein (wobei man sich schon die Frage gefallen lassen muss, warum man Merkel derart ungestört gewähren ließ). Der Schaden für die CDU hält sich allerdings in Grenzen und ließe sich durch einen personellen und/oder programmatischen Wechsel an der Spitze innerhalb von 1-2 Legislaturperioden beheben.
Viel schlimmer sind die Verheerungen und Schäden, die Merkels Politik (Energiewende, Euro-Rettung, Öffnung der Grenzen für jedermann etc.) in und für Deutschland angerichtet hat. Diese werden -wenn überhaupt- im Brief nur kurz gestreift. Dieses "Vermächtnis" Merkels wird wohl noch Generationen beschäftigen und ist möglicherweise überhaupt nie mehr zu reparieren.

Silas Loy | Mi, 29. November 2017 - 10:56

... hat den Skandal Merkel nicht im Ansatz begriffen, sonst würde er hier keine wohlmeinenden Texte mehr verfassen. Die Methoden und Ergebnisse von Merkels Politik sind schlicht und einfach katastrophal. Das kann man nicht mit Kohl vergleichen, dann hat man offensichtlich keine Ahnung.

Thomas Kuhn | Mi, 29. November 2017 - 11:02

Frau Merkel klebt an Ihrem Amt und wird es wie ihre SED-Vorgänger verteidigen. Sämtliche Regungen der Frau Merkel, sind seit Jahren darauf ausgerichtet, dem Amt eines UN-Generalsekretärs gerecht zu werden. Obamas Schützenhilfe in der Vergangenheit weist in die selbe internationale Richtung. Dazu passt perfekt, die Konformität mit dem Globalen Raubtierkapitalismus.
Das ignorieren der apokalyptisch Geburtenraten als hauptsächlicher Grund für Flucht, Kriege und Krisen der Entwicklungsländer.
Diese UN-Stelle ist derzeit leider noch besetzt, daher wird sich Frau Merkel solange nicht freiwillig bewegen.
Das Kommt !

Birgit Jacob | Mi, 29. November 2017 - 11:49

wird auch keine Modernisierung schaffen. Wir müssen uns und das steht außer Frage, heute schneller geänderten Bedingungen anpassen. Um diese Modernisierung zu schaffen, braucht es der besten Köpfe im Land. Wie aber soll dies gelingen, wenn jeder, der die notwendige Intelligenz hat, verdrängt wird? Wie soll das gelingen, wenn jeder der eine andere Meinung hat, dämonisiert wird? Wie sollen die Parteien unter diesen Umständen noch den notwendigen intelligenten Nachwuchs finden? Es ist doch heute bereits so, dass sich kaum noch jemand in der Politik engagieren möchte, wenn er nicht die Mainstream Meinung vertritt. Die AfD wäre eine Chance gewesen, aber durch die permanente Dämonisierung wurde auch dort verhindert, dass sich ausreichend kluge Köpfe für die politische Arbeit finden.
Die Schuld der CDU allein zuzuschieben ist mir zu einfach. SPD, Grüne und Linke haben Merkel unterstützt und damit denjenigen, welche eine Kursänderung wollten, das Wasser abgegraben.

Gerhard Weißenberger | Mi, 29. November 2017 - 13:11

Vielen Dank Herr Kuhn für Ihren Hinweis, dass A.Merkel langfristig den Posten des UNO-Generalsekretärs anstrebt. Bestätigt er doch meine Vermutungen über die Beweggründe ihrer Flüchtlingspolitik.
Viele Leute bis hinauf zum Bundespräsidenten glaubten, Angela Merkel habe Anfang September 2015 überwältigt von Gefühlen christlicher Nächstenliebe die Grenzen für Flüchtlinge unbeschränkt geöffnet. Blanker Unsinn. Als Kanzlerin wie früher als Wissenschaftlerin kühl und berechnend, den Machterhalt immer im Auge, hat sie für die Leute an der Armutsgrenze nie ein Herz gezeigt. Man denke nur an die Auswirkungen ihres Spardiktats auf die griechische Bevölkerung.
Für mich gab es nur einen schlichten Beweggrund: den Friedensnobelpreis. Barack Obama und Willi Brandt als Vorbilder.
Mit Nobelpreis aber wäre sie für immer die Lichtgestalt der CDU und hätte eine hervorragende Empfehlung für ihr Entree bei der UNO gehabt.
Übrigens hat sie gerade seitens der UNO
den meisten Beifall bekommen.

Gruber Maximilian | Mi, 29. November 2017 - 14:54

Die Merkel in ihrem Lauf, halten weder Ochs noch Esel auf. Und so ein schlechtes Wahlergebnis und dieses Schreiben, so berechtigt es sein mag, schon überhaupt nicht.

Renate Aldag | Mi, 29. November 2017 - 15:06

pfeifen es von den Dächern, das Wahlergebnis legt es nahe, alle warten drauf und Herr Schwennicke hat es mutig auch bei "Lanz" gefordert: Merkel muß ihren Hut nehmen und mit ihr Seehofer und Schulz. Und natürlich auch alle Hofschranzen. Der Schaden, den die Altparteien uns Deutschen hinterlassen ist immens!

Brigitte Simon | Do, 30. November 2017 - 20:10

In reply to by Renate Aldag

Liebe Frau Aldag,

und wenn Merkel gar keinen Hut besitzt?
Dann gnade uns Gott!

Einen herzlichen Gruß, Brigitte Simon

P.S.: "Aber wir schaffen das"

Willi Mathes | Mi, 29. November 2017 - 20:20

Was hilft hier das Gejammere...

frei nach F.J.Strauß : " Die dümmsten Kälber, wählen ihren Metzger - selber " !

Mit resignierenden Grüssen

Dr. Lothar Sukstorf | Do, 30. November 2017 - 12:02

Entschuldigung, in erster Linie hat Merkel ja wohl dem Land schweren Schaden zugefügt. Ob die CDU dabei Schaden genommen hat, ist mir recht herzlich 'Wurscht'.

Reinhard Rogosch | Do, 30. November 2017 - 15:08

Die Grenzöffnung im September 2015 durch Merkel ist die Agenda 2010 der CDU. Die Partei wird sich davon nie mehr erholen. Und das ist gut so. Es gibt Alternativen.

Hallo Herr Rogosch,

das ist mir wurscht ob sich die CDU erholt oder wird.Hoffentlich
nie mehr, nie mehr!

Wir Deutsche werden uns nie,nie mehr erholen. Sie nicht, ich nicht,
unsere Kinder und Enkelkinder nicht, unsere Urenkelkinder erst recht
nicht. Und sollte es noch Deutsche geben, die bedauere ich jetzt
bereits am meisten.

Brigitte Simon | Do, 30. November 2017 - 17:59

Was oder wer ist unter dem
begriff Absolitismus zu verstehen?

Mit dem Begriff Absolutismus wird dievon der Mitte
des 17. bis Ende des 18. Jahrhunderts in Europa prak-
tizierte - Staatsreform umrissen, in der Monarch
von "Gottes Gnaden" allein, absolut und unein-
geschränkt von "lästigen Dreinredern" herrschte
und regierte. Die Bürger hatten kein Mitsprach-
recht.
Von wegen 18. Jahrhundert! Seine Renaissance
erlebte dieser 2005 in Deutschland? Das war der
Beginn Merkels Regentschaft.
Wer ist so todesmutig, Merkels Absolutismus zu
zerstören? Wer nimmt den Kampf auf?
Wer gibt uns unsere Demokratie zurück?
Ich finde niemand. Es gibt nur einen Trost:
Es kann nicht schlimmer werden.

Müller-Vogg schreibt; Merkel hat der Partei
gedient. Das stimmt so nicht. Denn: Die
Partei hat Merkel gedient. Ein weiter so?

Marianne Bhatia | Do, 30. November 2017 - 19:17

Na endlich wird mal oeffentlich diskutiert das die Bundeskanzlerin
an der momentanen SituTion Schuld ist. ihr Ruecktritt muss gefordert werden.
Mutig sein, wir koennen bestimmt auch ohne Frau Merkel!

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