Sturm „Harvey“ und die Klimawandel-Debatte - Da hilft auch der Eisbär nicht

Der Tropensturm Harvey hat für verheerende Überflutungen in Houston gesorgt. Die Beweislast, dass solche Katastrophen vom Menschen verursacht werden, ist erdrückend. Trotzdem spielt das Thema in der Politik keine große Rolle. Das liegt auch an der Strategie der Klima-Aktivisten

er Grünen-Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Anton Hofreiter, spricht am 17.06.2017 im Velodrom in Berlin beim Grünen-Bundesparteitag neben dem Bild eines Eisbären zu den Delegierten.
Eisbären sind bei Klima-Aktivisten wie Anton Hofreiter beliebt. Aber als Symbol taugt das Tier nur bedingt / picture alliance

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Andreas Sieber ist freier Journalist und schreibt vor allem zu Umwelt- und Klimaschutzthemen.

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47 Menschen sind tot. Bis zu 900 Liter Regen pro Quadratmeter brachte der Tropensturm Harvey und überflutete die Stadt Houston in Texas. Zynisch könnte man sagen: Die Einwohner sind es gewohnt. Denn es ist bereits die dritte verheerende Flut, welche die Stadt durchmachen muss in drei Jahren. Dass ein Zusammenhang zwischen dem diesjährigen Rekord-Sturm und dem Klimawandel besteht, bezweifelt kaum ein Wissenschaftler. „Das veränderte Klima bedeutet, dass bei einem Ereignis wie Harvey die Niederschlagsmengen höher ausfallen“, ließ etwa die World Meterological Association verlauten.  Allerdings gibt es, um einen Sturm wie Harvey historisch einordnen zu können, gar nicht genügend Wetterdaten. Wissenschaftler müssen vielmehr auf statistische Modelle zurückgreifen, weil solch eine Niederschlagsmenge bisher schlicht nicht auftrat.

Ein alljährliches Jahrhundertereignis 

Jene Modelle verraten, dass eine derartige Umweltkatastrophe unter normalen Umständen nur alle 500 bis 1000 Jahre auftreten würde. Bill McKibben, Gründer von 350.org und Träger des alternativen Nobelpreises, kritisiert deswegen das Konzept von 500-Jahres-Wetterereignissen: „Vielleicht sollten wir anfangen, von Jahres-Stürmen zu sprechen.“ Untersuchungen des Massachusetts Institute of Technology bestätigen seine Befürchtungen, dass mehr als nur „Natur“ in den Katastrophen steckt. 

Die Beweislast für einen folgenschweren Klimawandel ist also erdrückend. Aber gerade das scheint paradoxerweise nicht hilfreich zu sein. Warum nicht? Ein Grund: Es ist kompliziert. Wissenschaftler ertränken uns in einem Meer aus Zahlen und Fakten, wenn sie vor der globalen Erwärmung warnen. Man hört zum Beispiel, für jedes halbe Grad Erderwärmung steige die atmosphärische Feuchtigkeit um drei Prozent – das besagt die Clausius-Calpeyon-Gleichung. Aber wer ist schon in der Lage, den Grad atmosphärischer Festigkeit einzuordnen?

Der Präsident der USA offenbar nicht. Erst vor zwei Wochen strich Donald Trump per Dekret Gelder zum Schutz vor Überflutungen, die der Klimawandel verursacht. Dass es der US-Präsident nicht allzu genau nimmt mit den Fakten dürfte niemanden mehr überraschen. Aber während das Schicksal der Menschen in Houston die Amerikaner schockiert, spielt der Klimawandel dabei auch allgemein in der öffentlichen Diskussion kaum eine Rolle. Warum?

Ideologie wichtiger als Zahlen und Fakten

Jamie Clarke ist geschäftsführender Direktor von Climate Outreach und forscht mit seinem Institut im britischen Oxford an genau solchen Fragen. „Der Diskurs über den Klimawandel ist dominiert von großen Zahlen und Einschüchterungs-Taktiken. Aber Wissen über den Klimawandel hat einen geringen Effekt auf das Bewusstsein der Öffentlichkeit. Werte und politische Ideologien beeinflussen Ansichten über den Klimawandel viel stärker“, erläutert Clarke gegenüber Cicero. In reichen Industrieländern wie den USA sei die Öffentlichkeit bezüglich der globalen Erwärmung ideologisch gespalten, so Clarke weiter. Die politische Rechte glaube weniger an den Klimawandel und sorge sich weniger darum, auch in Europa.

Auch hier ist der Grund für die Ablehnung der Theorie vom menschengemachten Klimawandel nur auf den ersten Blick einleuchtend. „Die übliche Erklärung lautet, dass sich ein Konflikt ergibt aus konservativen Werten – insbesondere Markt-Paradigmen und Maßnahmen zum Klimaschutz“, sagt Clarke.  Aber das sei nicht immer so gewesen. Die ehemalige britische Premierministerin Margaret Thatcher etwa wäre eine frühe Verfechterin der Wichtigkeit des Klimaschutzes gewesen. Deswegen glaubt Clarke auch nicht, dass sich Klimaschutz und konservative Werte widersprächen. Vielmehr sei ein Teil des Problems, dass Klimaschutz seit den neunziger Jahren zunehmend von Aktivisten aus dem linken Spektrum vereinnahmt wurde. Konservative könnten sich seither schwerer damit identifizieren.

Auch in Deutschland kaum thematisiert

Dabei wäre es zum Beispiel urkonservativ, Geld sparen zu wollen, so Clarke. Die Kosten von Hurricane Harvey sind wohl höher als die von Hurricane Katrina und Sandy zusammen: bis zu 190 Milliarden soll der Schaden betragen – das entspricht mehr als einem Prozent des Bruttosozialprodukts der Vereinigten Staaten. Wenn selbst diese Kosten das Problem des Klimawandels in den Fokus richten können, zeigt sich: Ein Ereignis wie das in Houston könnte zwar dazu beitragen, die psychologische Distanz zum Klimawandel zu reduzieren. Am Kern des Problems würde das aber nichts ändern. Das zeigt auch der Blick nach Europa und Deutschland.

Hierzulande ist der menschengemachte Klimawandel als wissenschaftliche Tatsache anerkannt. Im Wahlkampf spielt er aber bisher kaum eine Rolle. Auch beim TV-Duell zwischen Angela Merkel und Martin Schulz ging es zwar ein bisschen um den Diesel-Skandal. Ansonsten aber wurde der Klimaschutz so gut wie gar nicht thematisiert.

Dabei scheinen die Bedingungen wie gemacht dafür, Klima- und Energiewende anzusprechen: Donald Trump ist aus dem Pariser Klimaschutzabkommen ausgestiegen, und das bietet eine vermeintlich gute Gelegenheit, sich als moralischer und sachlicher Gegenpol zu positionieren. Merkel kann sich aber kaum mehr als glaubhafte Klimakanzlerin positionieren: Weil Deutschland nicht aus der Kohle aussteigt, stagnieren die Treibhausgas-Emissionen praktisch seit 2009.

Eisbären sind das falsche Beispiel

Aus internen Kreisen der Grünen war zu hören, dass man sich besonders nach Trumps Abkehr vom Pariser Klimavertrag erhoffe, von Klimaschützern Rückenwind zu erhalten und so aus dem Umfragetief zu kommen. Doch anders als beim Atomausstieg konnte die Partei mit dem Kohleausstieg bisher kaum punkten: Im Gegenteil, sie steckt bei 7 bis 8 Prozent fest.

Das Bewusstsein für den Klimawandel ist also hoch, auf der politischen Prioriätenliste aber steht er weit unten. Für Jamie Clarke hat das vor allem mit einer fehlenden emotionalen Bindung zu tun: „Die meisten Menschen haben bis heute noch keine Geschichte über den Klimawandel gehört, die sich für sie anhört, als sei sie für sie geschrieben worden,“ sagt er. Als Beispiel nennt er die Eisbären, die von Umweltorganisationen gern als Symbole benutzt werden. Die seien zwar süß, vermittelten aber gleichzeitig das Gefühl, der Klimawandel sei etwas entferntes und wenig dringendes. Klima aber müsse von einem wissenschaftlichen zu einem sozialen Thema werden, um als wirklich dringend wahrgenommen zu werden. Wenn globale Erwärmung erst nach Katastrophen wie der in Texas thematisiert wird, bliebe der Effekt gering. Gelegenheiten werden sich jedenfalls erneut bieten: Fluten wie die Houston wird es noch deutlich häufiger geben

Adrian Wellmann | Di, 5. September 2017 - 18:26

Eins ist sicher, man kann hier nicht von Tatsachen sprechen. Es gibt hinreichend viele Wissenschaftler, die bezweifeln das, was sog. Aktivisten zur Ideologie erhoben haben. Die entscheidende Frage ist wie immer: cui bono. Macht man den Menschen erstmal richtig angst, kann man sie auch für "Argenden" melken. Für die, die sich in der Frage allzu sicher fühlen: man sehe ein paar wissenschaftlichen Vorträge der "Klimaskeptiker"auf youtube an. Mir hat es die Augen geöffnet. Seither weiß ich wieder, dass ich nicht weiß. Und - die Angst ist weg!

"Die entscheidende Frage ist wie immer: cui bono." Ja, und? Wem nutzt es den? Den Solarzellenherstellern und Windmühlenbauern? Die haben sich den Klimawandel vor 30 Jahren ausgedacht um jetzt Ihre Produkte zu verkaufen? Das wäre eine erstaunliche und unsinnige Investition. Oder die Wissenschaftler, die 'Billionen' bekommen wie unten jemand schreibt? Zunächst mal werden Wissenschaftler von der Industrie in der Regel besser bezahlt als von der öffentlichen Hand und würden die den Klimawandel nicht erforschen, wäre er unwichtig, wenn er nicht vom Menschen gemacht wäre? Wohl kaum, auch dann wäre es ein dringendes Problem. Welche 'Agenden' sollen das den sein die soviel einbringen das man einen auf 30 Jahre angelegeten Schwindel global aufziehen kann und möchte? Werden Sie konkret, alles andere sind Verschwörungstheorien. ...und informieren Sie sich auch mal von Wissenschaftlern zum Thema und nicht nur auf You-tube

Lieber Herr Philipps, der Klimawandel findet statt, dass beweisen alle wissenschaftlichen Untersuchungen. Allein der Anteil des Menschen daran ist auch in der Wissenschaft strittig.
Dieses Thema eignet sich,wie Waldsterben, Ozonloch etc. zur politischen mobilisieren. Das allein sollte uns doch vorsichtig machen.

Unzweifelhaft ist mit dieser Mobilisierung der Massen ein vielfältiges Geschäft zu machen.

Wie groß der Einfluss des Menschen am Klimawandel ist, weiß leider bislang niemand.
Also möglicherweise das erreichen aller Klimaziele ohne Auswirkung ? Möglich ist auch das. Das sollten wir einfach bei allem entschieden Enthusiasmus bedenken.

MIT-Prof Susan Solomon hat vor Jahren mal in die Klimamodelle eingespeist, was denn geschähe, wenn ab sofort keine Menschen mehr da wären:
Die nächsten tausend Jahre erstmal nix.
Die nicht mehr ansteigenden, teilweise sinkenden Temperaturen seit der Jahrtausendwende sind im neuen IPCC Panel-Bericht drin: Man erwartet bis in hundert Jahre 1,5 bis 4° Temperaturanstieg, nicht mehr bis zu 7°. Und: Niemand erklärt den Klimastillstand der letzten Dekade. Mutmaßlich hats was mit den Sonnenaktivitäten zu tun.
Heißt jetzt nicht "nichts tun", sondern eher " Do'nt panic...".
Und nicht aus dem Auge verlieren: Laut MIT steigt die Temperatur mit oder ohne Trump, egal ob im Diesel demnächst noch ein Extrafilter ist oder nicht, erstmal laut Simulation 1000 Jahre an .
Danach werden "wir" schlauer sein und vor allem nehr Messdaten haben.

Die Wissenschaft kann ja noch nichtmal definieren, was genau mit dem Begriff "Klima" gemeint ist? Wie soll Klima sein und warum wandelt es sich ständig? Wie groß ist der Sonnenanteil? Der Anteil des CO2 in der Atmosphäre ist ca. 0,037 %. Das kann man messen. Ist der menschengemachte wissenchaftlich geschätzt (genau weiß das niemand) wiederum ein kleinerer Bruchteil, so kommt man zu einer Menge, die sonst in seriösen wissenschaftlichen Statistiken weggekürzt werden, weil jede Messungenauigkeit größer ist. Man sollte sich nicht ins Bockshorn jagen lassen, nur weil jemand ausruft: es ist wissenschaftlich! Wo Wissenschaft je einig war, war es eben Ideologie.
Und wem es nützt? CO2 Zertifikate schichten Milliarden um, der industrille Umbau bringt (angeblich) Wachstum. Spezialisierte Forschung zapft enorme Steuergelder; Klima ist ein riesiger Markt geworden.
Ich bin auf für Sauberhaltung der Luft, aber bitte alles in vernünftigen Maßen.

Michael Sander | Di, 5. September 2017 - 19:21

Die Gretchenfrage beim Klimawandel ist halt immer, ob der menschliche Einfluss dabei signifikant ist oder nicht.
Allein mit dem CO2 lässt sich der Klimawandel nicht schlüssig erklären. Zudem ist CO2 ein Spurengas und der Anteil des Menschen daran ist wiederum nur ein Bruchteil davon.
Wenn man aber davon ausgehen muss, dass die CO2 Emissionen nicht ausschlaggebend für das ganze Geschehen sind, macht es auch wenig Sinn, irrwitzige Anstrengungen zur Vermeidung zu unternehmen. Nicht ganz zu Unrecht kann man bei vielen Klimaaktivisten eine gewisse Unredlichkeit und versteckte Motive vermuten.

Warum lässt sich der Kliamwandel mit dem CO² nicht schlüssig erklären? Was fehlt den? Das CO² ein Spurengas ist sagt nichts aus und der mensch hat den Anteil bereits um mehr als 1/3 erhöht und die Erwärmung entspricht der Menge CO² bei der man das nach den physikalischen Grundlagen erwarten würde.

Sven Kleb | Mi, 6. September 2017 - 14:13

In reply to by Egbert Philipps

In der Erdgeschichte zeigt sich jedoch ein steter Abfall der CO2-Konzentration. Welche Schlüsse ziehen Sie daraus? Die Pflanzen haben von dem hohen CO2 im Karbon profitiert. Ein Massensterben hat auch nicht eingesetzt. Für mich besteht diesbezüglich eine Verständnislücke zu der aktuellen CO2-Diskusssion.

Egbert Philipps | Mi, 6. September 2017 - 15:53

In reply to by Sven Kleb

Ich würde daraus den schluss ziehen das Pflanzen über Jahrmillionen hinweg Carbonverbindungen aus der Atmosphäre geholt haben und diese als fossile Brennstoffe in die Erde eingelagert hat. Und? Was bewiese das? Wo ist die Lücke? Wollen Sie darauf abheben das CO² Pflanzennahrung ist? Das ist bekannt, aber auch da gibt es sättigungsgrenzen und andere limitierende Faktoren. es geht ja in der Diskussion nicht um das Überleben der Pflanzen auf diesem Planeten sonder um das des Menschen.
"Ein Massensterben hat auch nicht eingesetzt." Wann? Jetzt? Setzt grade ein. Fragen Sie mal einen Biologen. Aber Ihre Verständnisslücke verstehe ich ehrlich nicht.

Sven Kleb | Mi, 6. September 2017 - 17:32

In reply to by Egbert Philipps

Ich bin Naturwissenschaftler und sehe wahrscheinlich deshalb eine Argumentationslücke.

Willy Wunderlich | Fr, 15. September 2017 - 11:09

In reply to by Sven Kleb

Wir sollten einfach einen Schritt zurück gehen und den Bericht des "Club of Rome" wieder aus dem Schrank kramen. Das würde uns in der Antwort auf Probleme wieder einen Schritt weiter bringen.
Leider wären die Antworten heute mehr denn je unerwünscht und würden grundsätzliches in Frage stellen.

Detlef Dechant | Mi, 6. September 2017 - 15:29

In reply to by Egbert Philipps

Sollte das CO² verantwortlich sein für die Erderwärmung, dann müsste doch zuerst der CO²-Anteil steigen und danach die Erwärmung. Die immer wieder gezeigten Grafiken zeigen eine Parallelität, was am engen Maßstab liegt. Zieht man diese aber etwas auseinander, zeigt sich, dass die Erwärmung früher zuerst erfolgte, danach gab es die Erhöhung der CO²-Werte. Und die Erwärmungspause in den letzten Jahren trotz steigender CO²-Werte kann auch nicht erklärt werden. Bisher gibt es nur Hypothesen, aber keine Beweise!

Noch etwas sollte tunlichst vermieden werden: Immer wieder diejenigen, die die Erderwärmung generell verneinen, und diejenigen, die nur den menschlichen Anteil daran verneinen, in einen Topf zu werfen. Letztere wissen nämlich auch, dass sich das Klima wandelt. Doch ihnen ist es lieber, die Billionen, die für dubiose Klimarettungsprogramme ausgegeben werden, dafür einzusetzen, Menschen und Regionen vor dem Klimawandel zu schützen.

Ingo Müller | Mi, 6. September 2017 - 15:33

In reply to by Egbert Philipps

Vor 10.000 Jahren gab es im heutigen Europa eine Eiszeit und flächendeckend eine kilometerdicke Eisschicht, welche die heutigen Gebirge bis ans Mittelmeer und die nordeuropäische Tiefebene mit der Ostsee formte. Wo ist das Eis? Ja richtig, geschmolzen, ganz ohne Co2 und dem Menschen.

Roland Muck | Mo, 11. September 2017 - 14:54

In reply to by Egbert Philipps

Können Sie ein physikalisches Gesetz nennen, dass die Atmosphärischen Wechselwirkungen auch nur annähernd so beschreibt, dass man von einer Grundlage sprechen kann, die wissenschaftlichen Standards entspricht?

Robert Müller | Di, 5. September 2017 - 20:23

Klimawandel ist bei der Bundesregierung deshalb kein Thema, weil Merkel den Grünen den Atomausstieg wegnehmen wollte und weil wichtige Bundesländer wie NRW und Brandenburg viele Kohlejobs haben und die auch behalten wollen.

Und das EEG hat man so umgebaut, dass es für die Bevölkerung maximal teuer wurde, damit sie die Lust daran verlieren. Den energieintensiven Unternehmen hingegen verhilft das EEG zur Konkurrenzfähigkeit. Trotzdem jammert die Industrie über das EEG, damit keine es merkt.

Mein Vorschlag zur Klimapolitik sieht so aus: Die Atomkraftwerke in Süddeutschland laufen weiter, dafür werden die Braunkohlekraftwerke abgeschaltet. Dadurch brauchen wir die langen Gleichstromkabel nicht mehr - viel Geld gespart. In Zukunft wird der Ausbau der Windkraft so geplant, dass der Windstrom im Norden verbraucht wird, also braucht es dort Speicherkraftwerke. Im Süden wird dagegen auf Solar- und Bioenergie gesetzt (zusätzlich zu den Atomkraftwerken), weshalb es dort keine großen Speicherkraftwerke braucht, lokale Hausspeicher reichen aus. Vielleicht wären aber mittlere Speicher effizienter, in der Größenordnung eines Straßenzugs. Dadurch könnte die Energie der Mittagssonne besser über den Tag verteilt werden und auch Lastspitzen durch E-Autos abgefedert werden. Für die mögliche Dunkelflaute im Norden und die dunkle Jahreszeit im Süden bräuchte es saisonale Energiespeicher was mit vielleicht 5 - 10 ~1km Durchmesser großen Hubspeicherkraftwerken (siehe Eduard Heindl) geht.

Werner Baumschlager | Fr, 20. Oktober 2017 - 15:38

In reply to by Robert Müller

Das Problem ist nicht, die Tagessonne über die Nacht zu bringen, sondern die Sommersonne über den Winter zu bringen.

Dennis Gerhard | Di, 5. September 2017 - 20:30

Der Artikel ist insofern lesenswert, da er trotz des Themas nicht so hektisch daherkommt wie auf anderen Plattformen. Allerdings möchte ich folgendes bemerken: Seit 1998 ist die Temperatur weltweit nicht mehr gestiegen, die co2 Konzentration aber im gleichen Zeitraum von... 367 auf 407 ppm. Klimaschutz ist wichtig, aber ich möchte auch, dass er ehrlich kommuniziert wird.

Egbert Philipps | Mi, 6. September 2017 - 12:12

In reply to by Dennis Gerhard

"Seit 1998 ist die Temperatur weltweit nicht mehr gestiegen" schreiben Sie, das ist nicht korrekt. https://de.wikipedia.org/wiki/Globale_Erw%C3%A4rmung#/media/File:WMO_Gl…

es hat zwar eine stagnation oder auch 'Pause' gegeben nach 1998, or allem weil 1998 ein ausergewöhnlich heisses Jahr war (El Nino). Die wärmsten jahre waren aber 2014, 2015 und 2016. ich beziehe mich hier auf die temperaturen die auf der erde gemessen werden und nicht auf die von satelieten die in der Atmosphäre messen. Ich unterstütze gerne Ihren Wunsch nach ehrlicher Kommunikation, er sollte auch für Sie gelten.

Dennis Gerhard | Mi, 6. September 2017 - 13:05

In reply to by Egbert Philipps

dass es daran liegt, dass bei den neueren Messungen die Ozeane und Meere mit berücksichtigt wurden, was vorher nicht der Fall war?

Egbert Philipps | Mi, 6. September 2017 - 15:57

In reply to by Dennis Gerhard

Ab wann soll das den der Fall sein? Vor 1998 oder erst wieder seit 2014? Und warum sollten Meer und Ozeane höhere Temperaturen liefern?

Dimitri Gales | Di, 5. September 2017 - 20:30

verursacht. Das Voralpenland in Bayern war bis zum Ende der Eiszeit vor ca. 10 Tausend Jahren ein riesiges Wassergebiet, von den Alpen sah man nur die Spitzen. Es ist also mit der Zeit immer wärmer geworden. Beunruhigend ist jedoch das Tempo der Erwärmung seit ca. 1955.

Dr. Roland Mock | Di, 5. September 2017 - 20:48

Einen Punkt hat der Autor ja selbst benannt: der sog. Klimawandel wurde vom Start weg von Linksideologen vereinnahmt. Und da für Ideologen die Realität etwas ist, was sie beliebig umdeuten und damit in das Korsett ihres eigenen Weltbildes pressen können, hapert's mit ihrer Glaubwürdigkeit. Konkret: Es gab mal einen Club of Rome, der in den 70 ern mehr oder weniger das Ende der Welt voraussagte: Die Ölquellen würden bis 2000 versiegen, der Wald sterben, die Menschen sich nicht mehr ernähren können etc. etc. So inetwa, wie sich Chaplin in "Moderne Zeiten" einst die (kapitalistische) Zukunft vorgestellt hatte. Der Club of Rome irrte mit nahezu jeder seiner aufgestellten Thesen krachend. Nachweisbar, denn seine Prognosen waren ziemlich konkret und daher überprüfbar. Warum sollten also all die selbsternannten Klimaretter, dieselbe Art von Mensch mit dem selben ideologischen Background wie die Rom-Clubber aus den 70 ern, diesmal recht haben?

Egbert Philipps | Mi, 6. September 2017 - 12:23

In reply to by Dr. Roland Mock

Im Text steht: "Aber das sei nicht immer so gewesen. Die ehemalige britische Premierministerin Margaret Thatcher etwa wäre eine frühe Verfechterin der Wichtigkeit des Klimaschutzes gewesen. " das klingt irgendwie nicht nach Ihrem:"..der sog. Klimawandel wurde vom Start weg von Linksideologen vereinnahmt. "
Es ist auch nicht die These der "selbsternannten Klimaretter" die den selben ideologischen Background haben wie der Club of Rome sondern es ist eine wissenschaftliche These die seit 20 Jahren Bestand hat und sich als zuhnehmend richtig erweist. Dieser These zu wiedersprechen mit dem Argument die Wissenschaftler hätten die selbe Ideologie wie jemand der schon mal falsch gelegen hat scheint mir eine etwas Krude Argumentation.

@Herrn Philipps: 1. Es haben sich bereits genügend andere Kommentatoren in diesem Forum zur These, der Mensch sei "zweifelsfrei" Hauptverursacher des Klinawandels, geäußert. 2. Daß sich Menschen aller Denk- und Glaubensrichtungen Sorgen um Umwelt und Klima machen ist doch unbestritten. Doch die "Klimarettung" (auch schon subtile Politisierung) zur Ideologie erhoben hat die Linke. Das manipulativen Wort "Klimakatastrophe" sagt alles. Alle, wirklich alle hardcore-Linken passenden Alters, die ich kenne, waren in den 70ern gegen den Vietnam-Krieg, in den 80 ern gegen die Atomkraft und seit etwa der Jahrhundertwende sind sie ausnahmslos gegen "kapitalistische Globalisierung" und "Klimawandel". Die Linken brauchen halt immer einen Grund, die Welt zu retten. Zum Club of Rome; von den Grünen seinerzeit zum Manifest ihres Weltbilds erhoben: Googeln Sie bitte einmal "Die Grenzen des Wachstums" und vergleichen Sie die Voraussagen mit der Realität.

Egbert Philipps | Mi, 6. September 2017 - 15:46

In reply to by Dr. Roland Mock

Zu1. na und? Ich weis nicht was Sie damit sagen wollen, ich habe jedefalls auf Ihren Kommentar geantwortet und nicht auch auf alle anderen.
zu 2. "Alle, wirklich alle hardcore-Linken passenden Alters, die ich kenne,..." das ist wahrscheinlich ein representativer Anteil der Linken im Land?
"Die Linken brauchen halt immer einen Grund, die Welt zu retten." Ja, den wenn es keinen Grund gäbe, die Welt nicht in Gefahr wäre, bräuchte man sie ja auch nicht retten, oder? Was der club of rome gesagt hat ist mir ziemlich egal und es ist auch, im Bezug auf die Frage ob der Kliamwandel vom Menschen beinflusst ist, irrelevant.

Dr. Roland Mock | Mi, 6. September 2017 - 17:41

In reply to by Egbert Philipps

Man hat hier halt nur 1000 Zeichen, aber meinetwegen: Viele Kommentatoren stießen sich an der Aussage, die "Beweislast, daß der Klimawandel vom Menschen gemacht ist (sei) erdrückend". Ich bin mitnichten Experte auf dem Gebiet, aber ich lese fast täglich, daß genau dies falsch ist. Daß es sehr wohl andere Auffassungen anerkannter Wissenschaftler gibt. Und daß viele der von den Klimarettern genutzten Prognosemodelle manipuliert sind. Z.B. durch willkürliche Auswahl der Zeiträume, in denen Tendenzen extrapoliert werden. Genauso wie übrigens die Modelle, welcher der Club of Rome benutzt hatte und die zur katatrophslen Fehleinschätzung führten. Daher der Zusammenhang. Tun Sie, verehrter Herr Phillips, doch bitte nicht so als sei Ihnen all dies neu. In diesem Zusammenhang gern auch ein Lesetipp: M. Vahlefeld "Mal eben kurz die Welt retten".

Armin Dick | Di, 5. September 2017 - 21:13

Klimawandel, ja offenbar. Meschen-gemacht? Sehr unsicher. Schon 1970 lernten wir in der Schule daß wir auf eine Warmzeit der Sonne zugehen. Wer kann behaupten das Ausmass natürlicher und nicht natürlicher Effekte trennen zu können? Wir hatten bereits Waldsterben, Ozonloch als mediale Katastrophen-Aufreisser.
Und dann bitte konsequent: wer meint, die Klimaänderung sei überwiegend von unserer Spezies verursacht Menschen verursacht, der muss ehrlicherweise im gleichen Atemzug vehement eine Reduktion der Weltbevölkerung fordern

Paul Schmidt | Di, 5. September 2017 - 22:05

"Die Beweislast, dass solche Katastrophen vom Menschen verursacht werden, ist erdrückend."

Das ist leicht gesagt und schwer bewiesen.
Und wenig Vertrauen flößt mir ein, dass solche Behauptungen meist von Leuten kommen, die zwar die ganze Welt, aber nicht ihr eigenes Land retten wollen.

Detlef Wolters | Di, 5. September 2017 - 22:16

"Die Beweislast, dass solche Katastrophen vom Menschen verursacht werden, ist erdrückend."

Da bin ich verblüfft, hat sich doch noch nicht einmal das IPCC dazu hinreißen lassen, dass es einzelne Ereignisse dem Klimawandel zuordnen würde. Schauen wir also auf die Daten der NOAA, National Oceanic & Atmosperic Aministration Center: Weder die Anzahl tropischer Stürme, noch die Anzahl an Hurrikanen hat seit 1970 zugenommen. Jetzt könnte man behaupten, dass die Intensität zugenommen hätte, aber dafür gibt es ja den ACE-Index, Accumulated Cyclone Energy, welcher seit 1970 auf und ab schwingt, aber keinen eindeutigen Trend zeigt, bzw. seit 1993 leicht abnimmt. Von 2008-2015 sprach übrigens keiner von "erdrückender Beweislast", da war der ACE-Index nämlich durchgehend weit unter Durchschnitt. Aber selbst eine Betrachtung des ACE-Index seit 1850 lässt keinen eindeutigen Trend erkennen. "Erdrückend" ist die Propaganda, wenn einzelne Ereignisse instrumentalisiert werden.

Karl Kuhn | Mi, 6. September 2017 - 12:05

In reply to by Detlef Wolters

Der Autor will sich seinen Klimakatastrophen-Kinderglauben nicht nehmen lassen, dass tropische Stürme wegen des Klimawandels immer mehr zunehmen. Belege gibt es es weder für diese Zunahme noch (logischerweise) für den Kausalzusammenhang. Wir wissen letztlich noch nicht viel darüber, warum Stürme entstehen. Aber was man weiß, ist, dass es Temperaturgegensätze sind. Diese nehmen in Kaltzeiten zu. Deswegen waren die Eiszeiten auch sehr stürmische Zeiten. Klimaalarmisten hören das allerdings nicht gern.

Holger Stockinger | Di, 5. September 2017 - 22:19

Was Andreas Sieber quasi be-schreibt in seinem Artikel für den CICERO ist querbeet gelesen (also bei genauerem Lesen zwischen den Zeilen) das, was als moralische Heuchelei heute (nowadays) sich kaum noch jemand bei einem so "heißkalten" Thema trauen kann.

"Klima und Umweltschutz" sind Posten für MinisterInnen geworden wie "Planzen- und Integrationsschutz", um es ironisch zu sagen.

Dem CICERO als politisches Magazin ein Dankeschön, dass es Seiten zur Verfügung stellt für vielleicht "zeitgeistloser" Betrachtungen.

Lucas Schult | Mi, 6. September 2017 - 00:27

Es gibt keinen einzigen Hinweis darauf, dass erhöhte co2-Emissionen heftiger oder häufiger Unwetter verursachten. Keinen einzigen. Die Rohdaten geben sogar das Gegenteil wieder. Aber aufgrund der geringen Daten würden seriöse Wissenschaftler über den Zusammenhang schweigen. Da aber die Wissenschaftler davon abhängig sind, dass alles auf den Klimawandel deutet, begeben sie sich auf unseriöse Bahn, um Billionen zu ergaunern. Würden sie ernsthaft Wissenschaft betreiben, gingen sie leer und wären arbeitslos.

Jürgen Althoff | Mi, 6. September 2017 - 01:01

Offenbar kennt der Verfasser nicht einmal die einschlägigen IPCC-Berichte, in denen dargelegt wird, dass man beim besten Willen keine belastbare Korrelation zwischen dem Auftreten von Extremwetter-Ereignissen und etwa dem gestiegenen CO2-Gehalt der Atmosphäre finden konnte. Nicht einmal eine den Katastrophen- Szenarien auch nur annähernd entsprechende Erwärmung. Im Juli war die Temperatur in Grönland so niedrig wie noch niemals seit Beginn der Temperaturaufzeichnungen.
Aber gemessene und geprüfte Fakten und Zahlen beindrucken Grüne ohnehin nur noch, wenn sie zufällig ins Vorurteilsschema der Klimareligionn passen.

Dieter Erkelenz | Mi, 6. September 2017 - 08:17

Der Autor fällt m.E. selbst in die Ideologie, den Klimawandel a l l e i n auf menschliches Tun zurückzuführen. Den fundierten! wissenschaftlichen Beweis dafür bleibt der schuldig.

Renate Brunner | Mi, 6. September 2017 - 08:31

Den Klimawandel leugnet kein (vernünftiger) Mensch, jeder spürt ihn selbst bzw. erlebt ihn selbst. Hier in Mitteleuropa: häufigere Hitzetage/Hitzeperioden im Sommer, häufigere Stürme, die es so früher nicht gegeben hat, viel weniger Hochdrucktage im gesamten Jahr u.v.a.m. Es ist nur die Frage offen, ob dieser Klimawandel tatsächlich ausschließlich von "Menschenhand" gemacht ist oder "nur" zu einem
natürlichen Wandel, wie er schon oft in der Erdgeschichte vorgekommen ist, beiträgt. Viele Wissenschaftler bezweifeln das, nur die kommen in der öffentliche Debatte nicht zu Wort.
Braunkohleabbau in Deutschland total einstellen: Es geht nicht NUR darum, dass viele, viele Arbeitsplätze verloren gingen, es geht derzeit auch darum, dass die Kohlekraftwerke (noch) notwendig sind um die Stromerzeugungsschwankungen, vor allem im Winter, auszugleichen, Stichwort: Gefahr eines Blackout.

Peter Huber | Mi, 6. September 2017 - 09:01

Ich mag nicht so recht an den Klimawandel, verursacht durch den Menschen glauben. Vor 10 000 Jahren gab es die letzte Eiszeit, vor 5000 Jahren war die Sahara noch grün. Wenn man der Wissenschaft glauben kann. Und damals war nur Barny Geröllheimer mit seinen Abgasfreien Dino-Mobil unterwegs. Wir Schweizer bleiben ohnehin immer gelassen und unaufgeregt, auch wenn uns die Berge auf den Kopf fallen ;-)

helmut armbruster | Mi, 6. September 2017 - 09:49

und das sei wissenschaftlich anerkannt?
Da lehnt sich jemand sehr weit aus dem Fenster.
Das Klima auf der Erde war nämlich noch nie stabil, sondern laufend Veränderungen unterworfen, u.a. anderem zeigen das die Eiskernbohrungen in Grönland. Längst bevor es Menschen gab schwankte das Klima auf und ab. Allein der Meeresspiegel stieg oder fiel mehrmals um +/- 100m. Also gewaltige klimabedingte Veränderungen.
Angesichts dieser Tatsachen zu behaupten der Mensch verschulde den aktuellen Klimawandel ist sehr kühn. Wie groß soll denn sein Mitverschulden sein?
100% - 50% - 10% - 0,5%? Das wird nicht gesagt. Darüber wird geschwiegen, weil man es nicht wissen kann
Das zeigt wie unseriös das Ganze ist.
Klar ist dagegen, dass die Geschichte von einigen Interessierten instrumentalisiert wird für ihre Zwecke.
Wie zu Zeiten als die Mehrheit noch an Hexen u. Geister glaubte, wird mit dem Finger auf einen Schuldigen gezeigt u. nicht mehr nachgefragt, ob er überhaupt schuldig sein kann oder nicht

... dem ich in allem zustimme.
Besonders Ihre letzte Bemerkung, lieber Herr Armbruster, möchte ich unterstreichen:
Zu allen Zeiten braucht man offenbar einen "Glauben" an Schuldige, die man
für etwas verantwortlich machen kann, was man nicht im Griff hat bzw. das man sich nicht zweifelsfrei erklären kann. Auch heute gibt es deshalb "Hexenjagden", von denen sehr viele massiv profitieren.
Leider ist einer gerade in Mode befindlichen Hysterie mit der RATIO nicht beizukommen! Das lehrt die Geschichte.

ganzen Geschichte stört, ist das was auch Sie anmerken, Herr Armbruster. Es gibt keinerlei wasserdichte Beweise. Woher Politiker ihre "Beweise" haben ist mir schleierhaft. Man muß sich nur mal die Vita unserer Abgeordneten anschauen. 25 % keinen Abschluß oder Beruf, der Rest fast nur Juristen, dazu noch ein paar Lehrer. Die "Superfachleute" der Grünen kennen wir ja alle. Ich persönlich traue keinem von diesen Herrschaften zu, daß sie wissen wovon sie reden, wenn sie über den menschengemachten Klimawandel reden.

Es wird immer nur geredet "es ist bewiesen, daß". Warum legt dann niemand die Beweise auf den Tisch. Und auch wer die Studien in Auftrag gegeben sprich bezahlt hat.

Das was da abläuft ist genau das, was man anderen immer vorwirft, blanker Populismus. Um Angst und schlechtes Gewissen in der Bevölkerung schüren.

Bianca Schmidt | Mi, 6. September 2017 - 10:45

Periodischer Klimawandel, wie er alle 3-4-5....Tausend Jahre statt findet. Was soll's diesen Sommer Süden toll ( bei uns ) Norden nur 2 Tage über 25° - kam heute im MOMA. Klimawandel ? Kann so bleiben - alles okay !

Danke das sie mir im wesentlichen zustimmen Herr Pohl. Das die Erde eine Scheibe ist wusste ich, aber das der Klimawandel eine Erfindung der Chinesen ist, war mir neu. Können sie mir dazu Literatur empfehlen ? Beim Cicero kann man dank der Foristen nur dazu lernen. Ich kommen jetzt öfter hier zu Besuch.........um mich schlau zu machen.

Rolf Pohl | Do, 7. September 2017 - 14:06

In reply to by Bianca Schmidt

Das tat ich doch gern Frau Schmidt. Was die chinesische Erfindung angeht, sollten Sie Herrn Trump um Auskunft bitten, er weiß bescheid, er informierte mich über Twitter und, ich bin überzeugt er liegt richtig. Denn, alle paar Millionen Jahre gibts schließlich Klimawandel. Was wiederum Sie und ich auch wissen.

Also, der aktuell überwiegend kritische Wissenschaftsbereich, der, der per Messungen und Aufzeichnungen den aktuellen Klimawandel begründet, hat sich gemeinsam mit den Chinesen ein unterhaltsames Weltthema ausgedacht oder erfunden. Prima nicht wahr Frau Schmidt?
"Literatur" dazu? Gibts doch nicht Frau Schmidt und, erfundenes zum Thema lohnt das Lesen nicht.

Ei Anlass zur Freude ist selbstverständlich, dass Sie planen die CICERO Seiten nun öfters zu besuchen wollen um sich schlau zu machen.

Ein schönes Wochenend wünsch ich Ihnen Frau Schmidt. ;-)

Helmut Bachmann | Mi, 6. September 2017 - 10:58

...Gegenpol ? Oh bitte nein. Ein so guter Artikel und dann doch die Moralfalle. Genau das ist es was die Menschen auseinandertreibt. Moral und Sachlichkeit schließen sich aus.

Maik Harms | Mi, 6. September 2017 - 12:53

Ja, das Klima wandelt sich laufend, aber hier geht es darum, warum es sich wandelt und wie schnell. Warum: größtenteils (!) durch Luftbestandteile, die zunehmend die Wärmeabstrahlung blocken, vorrangig CO2. Wie schnell: Sehr schnell im Vergleich zu den immer zitierten früheren Kalt- und Warmzeiten.

Wer gar nicht an Wissenschaft glaubt, dürfte auch nicht Auto fahren oder ein Medikament zu sich nehmen - alles auf Wissenschaft basierend. Diese wiederum ist im Konsens(!) über den menschlichen Anteil am Klimawandel: Anstieg des CO2 seit 150 Jahren mit einher gehender weltweiter (!) Durchschnittstemperatur.

Ja, das muss stärker und breiter vermittelt werden. Verbunden werden mit Aspekten der Sicherheit, der Freiheit, der Gesundheit, der Wirtschaft, des Lebens. Aber das geht, und es ist kein Links- oder Rechts-Thema.

jürgen waldmann | Mi, 6. September 2017 - 14:21

Als die Kanadier immer weniger Robben jagen durften , da stieg die Anzahl jungen Robben und damit die Nahrung für Eisbären . Wenn jetzt die Eisbären weniger werden , dann sind es heute noch immer mehr , als vor Ende der Jagt auf Robben . Mit Klimawandel hat die Anzahl der Eisbären nichts zu tun , nur mit den Beutetieren .

Tobi Werlander | Mi, 6. September 2017 - 14:41

Die Klimaleugner differenzieren zu wenig; sie glauben an eine Diktatur der politischen Gegner, obwohl die Natur selbst der Diktator ist. Die Naturwissenschaft (international) ist kein lebensfreundlicher Ort für widerlegbare Theorien, somit auch nicht vergleichbar mit dem berechtigten Pluralismus in einer Parteienlandschaft. Der Einfluss des Menschen ist schon lange bestätigt.

Es ist politisch auch ein Bumerang, den menschlichen Einfluss auf den Klimawandel zu leugnen.
Wer sich gegen die Naturwissenschaft stellt, disqualifiziert sich selbst, sehr sichtbar, und hat zudem die jungen Generationen (auch Wähler) gegen sich.

errechnen den menschengemachten Anteil am Klimawandel anhand computergestützter Programme. Das jeweilige Ergebnis hängt davon ab, welche Aspekte dabei Berücksichtigung finden. Die Voraussetzung für ein zutreffendes Ergebnis wäre, dass die komplexen Zusammenhänge von Wetter und Klima vollständig von den Wissenschaftlern verstanden und in das Programm integriert würden. Davon ist man m. E. leider noch weit entfernt, denn ansonsten gäbe es keine Erklärung für die unterschiedlichen Ergebnisse der damit beschäftigten Forscher.

Dr. Lothar Sukstorf | Mi, 6. September 2017 - 18:02

Um Klimapolitik zu betreiben braucht es die Partei, Bündnis 90/die Grünen nun wirklich nicht mehr.

Jochen Vogt | Mi, 6. September 2017 - 18:43

Die Polarisierung in diesem mit Ideologie aufgeladenen Thema ist mittlerweile so groß geworden, dass man eigentlich damit Strom erzeugen können müsste: Herr Trump der Pluspol, Herr Obama der Minuspol.

Christoph Kuhlmann | Do, 7. September 2017 - 16:01

Seit dem Weltuntergangsszenario des Club Of Rome treibt die Wissenschaft eine Sau nach der anderen durch das Dorf. Alle sind dadurch gekennzeichnet, dass die Materie viel zu komplex ist um Kausalitäten nachvollziehen zu können. Weiterhin, dass bisher keine der Prognosen eingetroffen ist. Nach allem was wir wissen gab es schon wesentlich wärmere Phasen in der Erdgeschichte, die sich regelmäßig mit Eiszeiten abwechselten. Solange keine gesicherten Daten über mehrere hunderttausend Jahre vorliegen sind Prognosen schlicht Spekulation. Hinzu kommt, wer sich einmal mit dem Konstruktivismus / Dekonstruktivismus beschäftigt hat, dem ist klar, dass eine Beobachtung mehr Informationen über den Beobachter als über den Gegenstand der Beobachtung enthält. Es bleibt nach wie vor eine Glaubensfrage. Die Klimaexperten sollten sich erst einmal einigen, ob Europa nun eine neue Eiszeit oder eine neue Warmphase bevorsteht. Man friert im Sommer und soll sich um die Erderwärmung sorgen - that doesn't work!

Ruth Falk | Fr, 8. September 2017 - 04:49

immer geändert, aber dass sie jetzt sozusagen überswchnappen, ist wohl unser menschliches "Verdienst".
Sonst hätten die grossen Automobilkonzerne kaum einen Grund, ihre Kunden derartig zu bescheissen mit gefälschten Abgasangaben.
Menschen allein machen nicht den Klimawandel, aber sie machen ihn katastrophaler für unseren Globus, aus reinem Egoismus und Profitgier.

Frank H. Ritz | Fr, 8. September 2017 - 22:55

Vielleicht sollte man einfach beginnen in in/out zu denken. Ich verbrauche fossile Energie, Kunststoffe etc., also pflanze ich gleichwertig Photosynthese an oder tue äquivalentes. Es gibt solche Fonds und Organisationen die kompensieren.

Statt auf die Besteuerung/Bepreisung von CO2 (im Sinne von Abfall) zu warten, kann das oben jeder tun. Jeder - wenn er den Willen dazu hat und es ihm wichtig erscheint.

Es ist ein einfaches Mittel für alle. Dann wird jedem auch klar, was CO2 kostet.

Dirk Nowotsch | Sa, 9. September 2017 - 10:11

Was bedeutet denn grüne Umweltpolitik für den Bürger in Deutschland? Hemmungslose, brutale Abzocke! Grün, rot, schwarze Industrie-Lobbypolitik mit gravierenden Folgen, besonders sozial Schwache werden ausgeplündert! (ein anderes Wort fällt mir hier nicht ein!) Völlig sinnbefreite Großprojekte werden durchgezogen, siehe Atomausstieg, alle verdienen der normal Bürger zahlt nur wie blöd! Wenn man sich dann auch noch die Liste der von der EEG befreiten Firmen anschaut, vergeht einen der Rest der Sympathie. Das ist nur ein Beispiel, aber die Symptomatik zieht sich wie ein roter Faden durch alles grüne Gesäusel! (Wärmedämmung=höhere Mieten+Luxussanierung) Baukosten steigen in das unermessliche) Gerade wird bei der EU diskutiert, ob auch Eigenheime verpflichtend mit einer Ladestation für E-Autos ausgerüstet werden müssen, man streitet nicht über das "OB" sondern über preiswerter oder die teuerste Version! Auch die momentane Diskussion, zielt auf Millionen neuen Autoverkäufen ab! Lobby dankt!

Winfried Sautter | So, 10. September 2017 - 00:59

Der Artikel bietet nichts Substanzielles, nur Beschwörungen, Behauptungen und Ideologie.

Manfred Zimmermann | Di, 12. September 2017 - 17:33

Forschungsergebnisse über die enge Wechselbeziehung zwischen CO² Gehalt der Atmosphäre und mittlerer Erdtemperatur alarmierten in den 80er Jahren die Wissenschaft. Die Vereinten Nationen nahmen sich verstärkt des Themas an(IPPC).
Die Klimaskeptiker - auch im Forum - nutzen mit Sicherheit in ihrem Umfeld zeitgemäße Techniken, deren jeweilige Grundlage wissenschaftliche Erkenntnisse sind. Warum diese ablehnende Haltung zu den Ergebnissen der Klimaforschung? Sind die, die in die Zukunft gewagten Prognosen zu düster? Verunsichern sie das eigene Weltbild?
Wenn die Skeptiker Recht hätten brauchten wir uns nicht zu sorgen. Halten wir uns an die Warnungen des überwiegenden Teils der Klimaforscher werden die befürchteten - irgendwann unumkehrbaren - Folgen des Klimawandels mit hoher Wahrscheinlichkeit eintreten, falls wir nicht gegensteuern.
Mit gleich hoher Wahrscheinlichkeit zu wissen, daß man sein Ziel nicht erreicht, würde im Alltagsleben kaum ein Mensch eine Reise antreten!

Bei meiner Kritik geht es nicht um den Klimawandel (AGW) sondern die Behauptung, dass die Hurrikane Harvey und Irma eine direkte Folge davon wären. Wie in meinem Link angegeben, ist dies nicht mal für die Klimawissenschaftler so sicher. Der Link nochmal:

https://scilogs.spektrum.de/fischblog/klimawandel-und-hurrikane-ein-kur…

Diese Seite ist mit Sicherheit nicht eine Seite der "Klimaskeptiker". Man sollte nur nicht ein einzelnes Extremes Ereignis als Beweis für Klimaveränderungen angeben. Im Übrigen machen die Klimaskeptiker dies bei kühlen Sommern und kalten Wintern, wenn sie behaupten, dass er wohl nicht stattfindet. Dann kommt von Ihnen bestimmt das Argument "Klima ist nicht Wetter".

Cornelius Angermann | Fr, 29. September 2017 - 17:20

Nichts ist gesichert hinsichtlich des "menschengemachten" Klimawandels. Sicher ist nur, dass es den Klimawandel gibt und zwar seit Jahrmilliarden! Obwohl die Erde schon wesentlich heißer war, wesentlich mehr CO² in der Atmosphäre war, hat das Leben stets gesiegt, sonst wären manche nicht hier und könnten sich nicht vor Angst in die Hosen machen!
Warum MUSS der Klimawandel menschengemacht sein? Erstens: er ist eine wunderbare Cash-Machine, um Steuergelder umzuleiten, arbeitslosen Wissenschaftlern Broterwerb zu ermöglichen, Bürger auszubeuten und politisch die Leute am Gängelband zu führen!

Spritpreise? Ökosteuer! Strompreise? EEG-Abgabe! Wärmedämmung? Energetische Sanierung und strafbewerter Energiepass! Verbrennungsmotor? Weg damit - E-Mobilität (der Strom dazu kommt ja angeblich emissionsfrei aus der Steckdose).

Wir HABEN aber keinen aktiven Einfluß auf das Klima, deshalb sollten wir besser sturmsicher Häuser und höhere Dämme bauen - DAS würde wirklich helfen!

Julia Wille | So, 1. Oktober 2017 - 08:11

Nur mal am Rande - ich finde nicht dass Eisbären süss sind...vielleicht noch die ganz kleinen, aber die ausgewachsenen Raubtiere sind riesengross, recht gefährlich und keine Kuscheltiere. ..
Und dann würde mich mal interessieren, ob es eigentlich eine ideale Globale Temperatur gibt, zu der wir versuchen zu gelangen.
Da Klima sich immer verändert, wundere ich mich auch, was passieren würde, sollte es plötzlich kälter werden, das ist, glaub ich, auch nicht so toll.
Vielleicht wirklich lieber besser isolierte sturmsichere Gebäude, Dämme etc. bauen und sich mal wieder die Vorschläge vom "copenhagner consens" anschauen.

Hans Beerstecher | Do, 5. Oktober 2017 - 17:45

Was haben die Menschen gemacht, daß es nach der letzten Eiszeit wieder wärmer wurde.
Die Wissenschaft sagt, daß wir in einer Zwischeneiszeit leben.
ES ist also nur eine Frage der Zeit bis es wieder kälter wird.
Mir ist es lieber es wird wärmer als kälter, egal
aus welchen Ursachen.

Werner Baumschlager | Fr, 20. Oktober 2017 - 15:28

"Die Beweislast, dass solche Katastrophen vom Menschen verursacht werden, ist erdrückend."

Das ist eine freche Lüge. Selbst das IPCC schreibt in seinen Berichten, dass ein solcher Zusammenhang nicht nachweisbar ist.

Michael Rechter | Di, 31. Oktober 2017 - 08:39

Was für eine unschöne Debatte.
Wir sollten weiter machen wie bisher.
Dann verseucht der Mensch die Luft,das Wasser ,die Tiere und sich selbst.Ist doch sowieso egal.
Der natürliche Klimawandel ist ein sehr großes Problem.Der Mensch hat hier nur sehr geringen Einfluss.
Atomkraftwerke sind sicher,Windkraftwerke verschandeln die Landschaft.Regenerative Energien,
Abgasfilter,Katalysatoren u.s.w. sind viel zu teuer und haben keinen Einfluss auf den Klimawandel.

Was für eine verrückte Welt.

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