Ein amüsierter Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen am Samstag in Erftstadt / dpa

Empörung über den Kanzlerkandidaten - Laschet lacht

Weil Armin Laschet während eines gemeinsamen Auftritts mit dem Bundespräsidenten in den Überschwemmungsgebieten kurz gelacht hat, wird ihm jetzt von interessierter Seite die Eignung fürs Kanzleramt abgesprochen. Dass auch Frank-Walter Steinmeier sich bei gleicher Gelegenheit amüsiert zeigte, ist kaum eine Notiz wert.

Hugo Müller-Vogg

Autoreninfo

Dr. Hugo Müller-Vogg arbeitet als Publizist in Berlin. Er veröffentlichte zahlreiche Bücher zu politischen und wirtschaftlichen Fragen, darunter einen Interviewband mit Angela Merkel. Der gebürtige Mannheimer war von 1988 bis 2001 Mitherausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

So erreichen Sie Hugo Müller-Vogg:

Der Bundespräsident spricht von den Toten der Flutkatastrophe, dem unsäglichen Leid in den Überschwemmungsgebieten. „Wir trauern mit denen, die ihre Familien, Bekannten, Familienangehörige verloren haben. Ihr Schicksal zerreißt uns das Herz.“ Als Frank-Walter Steinmeier dies sagt, sieht man hinter ihm einen lachenden Armin Laschet

Das ist aber nur ein Teil dessen, was sich beim gemeinsamen Auftritt des Staatsoberhaupts mit dem nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten in Erftstadt abspielte. Denn einige Momente später redet Laschet in die Mikrofone. Im Hintergrund steht Steinmeier in etwa dort, wo vorher Laschet gestanden hatte. Und plötzlich bricht auch er in ein Lachen aus. Der angebliche Grund für die Heiterkeitsausbrüche: Die beiden Politiker, ihre Begleitungen und auch Rettungskräfte sollen sich über einen auf dem Bauch liegenden und schreibenden Journalisten amüsiert haben.

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Charlotte Basler | So., 18. Juli 2021 - 15:24

- Herr Laschet ist kein Staatsmann. Ihm fehlt es an Größe und Seriosität. Er weiß sich Sie nicht Anlassgemäß zu benehmen. H. Steinmeier auch nicht. Macht es das besser? Nein! Ein Karnevalsprinz wird in der nächsten Saison auch nicht zum elder Statesman. Ich finde sein Benehmen zu so einem Anlass einfach unmöglich.

Fritz Elvers | Mo., 19. Juli 2021 - 12:40

Antwort auf von Manuel Gerber

Eine unglaublich dämliche PR-Panne.

das Geringste. Aber es ist halt immer noch ein Übel.

Leider muss man sich wohl oder übel damit abfinden...

Dorothee Sehrt-Irrek | So., 18. Juli 2021 - 15:32

nach, gibt es in der Bundesrepublik "nur" eine gute Person, aber ob man* an Staatsdinnern teilnehmen muss, evtl. zu Ehrendoktorwürden lächelt, während das Wasser Verheerungen in Deutschland anrichtet, vlt. eine politische Geschmacksfrage.
Steinmeier steht derzeit nicht zur Wahl, evtl. wurde er deshalb geschont.
Das wird nicht mehr lange so bleiben.
Also jetzt fokussiert auf Laschet.
Ich hoffe für ihn, aber auch für den Bundespräsidenten, dass es sich um eine Art Übersprungshandlung handelte, will sagen extreme Anspannung und Aufmerksamkeit für alles um einen herum, mit Gefahr von unzureichender Vermittlung bei disparaten Geschehnissen.
Die beiden hätten nicht gut anfangen können zu weinen, angesichts der Situation, teils ist man aber vielleicht auch zu schnell abgelenkt.
Kein Ruhmesblatt und wenn etwas Derartiges auch bei Steinmeier vorgelegen haben sollte, wird er sicher Worte dafür finden.
Solange niemand dazu gezwungen wird mitzulachen, sondern Kritik ernstgenommen wird...

...oder zu beschönigen, werte Frau Sehrt-Irrek.

Als SPDlerin müssen Sie nat. unseren B.präsi. in den Schutz nehmen, klar....geschenkt.

Aber diese Situation, in der beide lachen, zeigte nur einmal mehr, DAS BEIDE ihren Ämtern (Laschet dem angestrebten) NICHT GEWACHSEN SIND!

Da gibt es kein Drum-rum-reden.

Klaus Funke | So., 18. Juli 2021 - 16:12

Da hat er eben gelacht, na und? Steinmeier hat auch gelacht. Soll er zurücktreten? Es ist auf alle Fälle nicht etwa eine Nichtachtung vor den Opfern. Die sich darüber aufregen, sind Scheinmoralisten. Nicht ernstzunehmen, Heuchler. Hat für mich keine Bedeutung.

Christa Wallau | So., 18. Juli 2021 - 17:53

Antwort auf von Klaus Funke

die sich künstlich über etwas aufregen, was letztlich gar nicht von Bedeutung ist.
Und das andere sind die zweierlei Maßstäbe, die bei dieser geheuchelten Aufregung
angelegt werden: Bei Laschet wird das Lachen thematisiert, bei Steinmeier nicht.

Wer sich zur AfD bekennt, kann sich über derartige Reaktionen beim besten Willen nicht mehr wundern; denn an ihm wird dieses verlogenene, abstoßende Verhalten schon von Anfang an (2013) ausgeübt. Es begann bei Prof. Dr. Bernd Lucke, der nun wirklich über jeden moralischen Zweifel erhaben ist. Jedes Wort, das man mißverstehen konnte, wurde zu seinen Ungunsten ausgelegt und ihm als Nähe zu den "Nazis" angekreidet, während andere, die exakt dasselbe gesagt hatten, völlig in Ruhe gelassen wurden. Bei Höcke geschieht dasselbe.
Was die links-grünen Medien u. Viele im Internet da betreiben, ist gierig-wollüstiges Mobbing, mit dem man unliebsame politische Gegner vernichten möchte, zumindestens aber "abschießen".
Einfach widerlich, aber wirksam.

nehme ich zur Kenntnis, dass mein Kommentar mal wieder verschwunden ist. Scheinbar reicht es noch nicht, wenn hier 99% die AfD-Einheitsmeinung vertreten. Jegliche Kritik daran ist wohl unerwünscht...
Und so darf die liebe Frau Wallau weiterhin so tun, als sei Luckes Abgang aus der politischen Szene irgendwelchen verleumderischen Medien zuzuschreiben, und nicht ihrer eigenen Partei, die ihn entmachte. Und sie darf einen Hoecke, der genug Beweise für sein extremes Denken geliefert hat, als Opfer ehren.
Was nicht wundert - schließlich hat sich die Dame in der Vergangenheit selbst als flügelnah bewiesen.
Sie darf auch nahezu sämtliche demokratischen Politiker als Heuchler bezeichnen, Deutschland schlechtschreiben, deutsche Wähler doof oder dumm nennen, wenn sie die AfD nicht wählen.

Und sich dafür von 28 oder mehr oder weniger im Gleichschritt Marschierenden feiern lassen.

Nur sie dafür kritisieren - selbst als einsamer Schreier in der Wüste - das geht zu dann zu weit...

Günter Johannsen | So., 18. Juli 2021 - 18:25

Antwort auf von Klaus Funke

Sie haben völlig recht ...
Die grün-linke Einheitsfront disqualifiziert sich selbst, wenn sie solch einen Wahlk(r)ampf nötig hat!

Enka Hein | So., 18. Juli 2021 - 16:19

...Während SPD-Chef Martin Schulz vor der Presse der Terroropfer von Barcelona gedenkt, gestikuliert Parteifreundin und Fraktionsvize Eva Högl im Hintergrund wild herum. Sie winkt, sie lacht.
Später beschwert Sie sich darüber das die AFD dies instrumentalisiere und das wäre widerlich.
Geschichte wiederholt sich.
Und instrumentalisert jetzt nicht Grüne SPD ebenso bzgl. Hochwasserkatastrophe.
Nun ja, widerlich.
PS. Der rheinische Kasper und seine Partei geht mir am A... vorbei.
Wo ist eigentlich Mutti.
Nun, ist ja nicht ihr Land.
Gleichfalls widerlich.

Juliana Keppelen | Mo., 19. Juli 2021 - 11:42

Antwort auf von Enka Hein

gute Frage die niemand stellt.
Die hat zunächst ihr komplettes Wohlfühlprogramm in den USA abgespult mit allem Pipapo und hat erst gestern ihren Pflichtauftritt erfüllt. Jeder andere Kanzler der nicht umgehend bei so einer großen Katastrophe zurück geflogen wäre, wäre von den Medien und der Opposition frei in der Luft zerrissen worden (bildlich gesprochen). Nicht so bei Merkel die wurde gelobt weil sie Hilfe vesprochen hat als ob das nicht eine Selbstverständliichkeit wäre.

Bernd Muhlack | So., 18. Juli 2021 - 16:19

Ich bin in dem Alter in dem die Visiten von Beerdigungen, Leichenfeiern schier inflationär zunehmen.
"Wie dä Dingeskirchen is dut? Den han ich doch noch vurjester ..."
Tja, vorgestern ist Präteritum!

Bei manchen Abschieden wird auch gelacht.
Ein guter Kumpel hinterließ einige Witze zum Vortrag - es war letztlich sehr lustig, aber OKAY!

Inzwischen ist es so, dass sich die Medien, die politischen Gegner, auf jeden kleinsten Fehler, Lapsus stürzen - wie damals die "heulenden Stukas"!
Nein, ich bin kein Laschet-Freund und BP Steinmeier ist mMn ein ...
Das hier ist wohl jedoch kein staatsmännisches Versagen!

Es gibt eine Karikatur von Loriot:
"Wenn Sie einmal den für Sie passenden Gesichtsausdruck gefunden haben: behalten Sie ihn bei! Egal ob bei Hochzeiten, Beerdigungen - "

Der BP: "Es zerreißt einem das Herz"
Solche Worthülsen sind mMn viel peinlicher als ein Lachen im Hintergrund!
Übrigens:
Frau Dr. von der Leyen würde so etwas nie passieren. Sie hat ihre Gesichtszüge immer im Griff!

...Dank 3 Wetter Taff.
Das Zeug kommt nicht nur auf die Haare. Damit wird der ganze Kopf gestylt.
Wer's mag.
Die geht mir übrigens...ach egal.
Schönen Sonntag an alle.

Juliana Keppelen | So., 18. Juli 2021 - 16:29

wurde gegeiselt weil er gern einen guten Wein trinkt (bei Merkel wurde nie nachgefragt wie teuer ihre Weine sind). Herr Schröer wurde angegangen weil er gute Anzüge trägt (bei Merkel wurde nie nachgefragt wie teuer ihre Anzüge sind) und teure Zigarren raucht. Wenn Herr Laschet jetzt wegen seines Lachens am falschen Ort zur falschen Zeit angegangen wird ist da halt dem Wahlkampf geschuldet.

Karl-Heinz Weiß | So., 18. Juli 2021 - 16:33

Der Beitrag ordnet den Fauxpas angemessen ein. Richtig, der Bundespräsident muss eine Erklärung abgeben, denn Ex-Callcenter-Mitarbeiter Kühnert hat Herrn Laschet die charakterliche Eignung abgesprochen. Ob er sich vor dem Ende seiner ersten und einzigen Amtszeit dazu entschließt?

Peter Sommerhalder | So., 18. Juli 2021 - 16:36

noch in Gummistiefel... Soviel zur Ehrlichkeit der wohl meisten Politiker.

Da muss man ja fast zum Nichtwähler mutieren...!

Jochen Rollwagen | So., 18. Juli 2021 - 16:44

sich schämen, davon ist mit Sicherheit nicht auszugehen. Definitiv nicht. Solche Lappalien wie "Anstand" sind denen wohl komplett fremd.

Daß sie zurücktreten (Laschet als MP, Steinmeier als BP), davon ist ebenfalls mit Sicherheit nicht auszugehen.

Weit ist es gekommen in diesem Land.

Gute Nacht Deutschland.

Ernst-Günther Konrad | So., 18. Juli 2021 - 17:10

Wenn sich die Frage, ob jemand für das Kanzleramt geeignet ist, an der Fragestellung festmacht, dass er an der falschen Stelle und Zeit in die Kameras lacht, dann sinkt für mich jegliches politisches Niveau. Ja, Laschet und Steinmeier hätten sich abwenden können und mit dem Rücken zur Kamera kurz lachen können, trotz ernster Situation und niemand hätte etwas gemerkt. Schlechte Performance ganz klar.
Nur, wichtiger ist doch am Ende des Tages, was beide für politische Positionen vor und nach der Katastrophe in Hinblick auf Hilfe für die Opfer der Flut und Aufbereitung möglichen behördlichen und damit auch politischen Versagens bereit sind selbstkritisch zu offenbaren. Nicht das Lachen der Beiden macht sie untauglich für Ämter, sondern spätestens mit Ihren Aussagen, dass an allem nur der Klimawandel schuld ist, mithin die Menschen selbst schuld an ihrem Schicksal sind, dass macht sie für mich untragbar. Das Krisenmanagement vor und während der Katastrophe muss hinterfragt werden.

Leute, deren Auseinandersetzung mit Baerbock sich darauf beschränkt, sie als "Schnatterinchen" zu bezeichnen, sollten sich vielleicht etwas zurückhalten, bevor sie inhaltlich mangelndes Niveau beklagen.

Stoiber hat sein unbeholfener Auftritt an der Oder 2002 viele Sympathien und Stimmen gekostet. Laschets Auftritt war desolat! Er wird ebenfalls Federn lassen, zumal das ganze Ausmaß der Katastrophe erst langsam absehbar wird und es für ihn als "Landesvater" von NRW noch wichtiger gewesen wäre, sich zusammenzureißen.
Ich persönlich finde es problematisch, wenn man sich für einen 'Eindruck" entschuldigt, der "entstanden ist" statt für sein Verhalten. Es war sein Lachen, das viele Menschen vor den Kopf gestoßen hat, vor allem natürlich diejenigen, die direkt von diesen furchtbaren Ereignissen betroffen sind und nicht nur Hab und Gut, sondern Freunde und Familie verloren haben.
Nicht auszudenken, was hier los gewesen wäre, hätte Baerbock bei diesem Anlass so gelacht wie Laschet...

Ann-Kathrin Grönhall | Mo., 19. Juli 2021 - 10:48

Antwort auf von Kai Hügle

Das Verhalten Laschets - von dem ich kein Anhänger bin - bedeutet deshalb aber keine Qualifzierung von Baerbock in irgendeiner Form.
Sie bleibt was sie ist!
Eine totale Fehlbesetzung!

Schlimmer noch als Laschet finde ich den Auftritt Helge Lindhs von der SPD der sich nicht entblödet in weissen Sneakers und Anzughose mit einem Sandsäckchen auf dem Arm den Helfer zu mimen.
Zugegeben er ist nicht der zuständige Landesvater und Kanzlerkandidat aber immerhin ein Politiker der SPD der sich mit solchem, kaum noch zu unterbietendem Niveau , heutzutage wohl zu Höherem qualifiziert.

Wolfgang Henning | Mo., 19. Juli 2021 - 11:56

Antwort auf von Kai Hügle

Nur der Ausgewogenheithalber: Man betrachte einmal die ersten Bilder von Angela Merkel und Malu Dreyer, als sie im Katastrophengebiet eintrafen. Man sieht beide im Tross der Journalisten lächelnd daherschreitend. Wo bleibt da der shitstorm?
Wird doch mit zweierlei Maß gemessen?
In NRW hat die derzeitige Landesregierung die Flutkatastrophe mit zu verantworten,
in RP hat die Regierung alles richtig gemacht, und es war ein unvorhersehbares Schicksal.

Ernst-Günther Konrad | Di., 20. Juli 2021 - 09:14

Antwort auf von Kai Hügle

Was wollen Sie eigentlich? AB war hier gar nicht Thema. Das Verhalten von Laschet und Steinmeier war natürlich falsch. Das habe ich geschrieben. Was wollen Sie jetzt mit Stoiber? Auch der ist nicht Gegenstand des Artikels. Ich gestehe Ihnen gerne zu, dass Sie die Entschuldigung von Herrn Laschet so nicht akzeptieren. Das muss jeder für sich selbst bewerten. Frau Merkel und Frau Dreyer haben auch gelächelt/gelacht auf dem Fußweg hin zum Fernsehinterview. Wird nur am Rande in den Msm erwähnt. Auch nicht in Ordnung. Wenn Sie meinen Kommentar richtig verstehen wollen, geht es mir darum, dass das Lachen für sich, natürlich völlig unangebracht, aus meiner Sicht nicht allein ausschlaggebend dafür ist, ob jemand Kanzler kann oder nicht. Die politisch eingefärbten Aussagen aller, auch die von AB, das sei wieder einmal alles "nur" der Klimawandel, die ist für mich bezeichnend und falsch.
Die Flutkatastrophe wird doch wieder instrumentalisiert, obwohl alle vor der Flut Fehler machten.

Norbert Heyer | So., 18. Juli 2021 - 18:08

Frau Merkel kennt man eigentlich nur mit moralin-saurem Gesichtsausdruck in Verbindung mit monotonen Reden ohne jegliche Substanz. Zu Gefühlsregungen gleich welcher Art ist diese Frau völlig unfähig, dass gilt auch für Frau Göring-Eckart und die Frau auf dem höchsten EU-Sessel. Das Herr Laschet gnadenlos beobachtet wird, damit muss er leben. Wenn er jetzt demnächst auftritt und völlig emotionslos Worthülsen absondert, wird man ihm dieses Verhalten ebenso ankreiden. Die „Blumenübergabe“ im Thüringer Landtag, das hätte man kritisieren können, auch die laschen Aussagen der Kanzlerin zur Kritik an ihren verheerenden Entscheidungen. Aber es ist hier ein eindeutiges Schema erkennbar: Die Gesalbten machen alles richtig, Politiker
die von den Medien mehrheitlich abgelehnt werden, werden für jeden Fauxpas gekreuzigt. Fragt bei der AfD nach, auch Trump war bekanntlich zu doof, um einen Eimer Wasser umzukippen. Unsere Medien sind einfach nur unterirdisch arrogant, parteilich und voreingenommen

Günter Johannsen | So., 18. Juli 2021 - 18:21

empört sich. Diesmal die Linke und ihre Vasallen.
Das ZDF rieb sich genüsslich die Hände!
Zugegeben, es waren zwei Riesenfehler:
1. sich ohne Rücksicht auf die CDU/CSU-Basis Laschet zum Kanzlerkandidaten zu machen, obwohl die große Mehrheit Söder wollte und
2. dass er der grün-linken Einheitsfront so eine offene Flanke bietet, ihn moralisch zum Sau zu machen. Schon beim ersten sehen im TV war ich geschockt, dem politischen Gegner eine solche Angriffsfläche zu bieten. Und es kam dann so, wie ich vermutete. Die linke Szene stürzte sich auf diesen Fauxpas! dennoch sollten die Genossen nicht zu früh frohlocken. Was die meisten demokratie-schätzenden Bürger wissen: Laschet ist das "geringere Übel". Rot-Rot-Grün wäre der Abgesang Deutschlands!

Heidemarie Heim | So., 18. Juli 2021 - 18:28

Falsch im Sinne von "falschen Fuffzigern"! Ich weiß momentan nicht was mir widerlicher ist. Die meines Erachtens menschliche aber zweifelhafte Reaktion eines ohnehin unter Dauerbeschuss stehenden MP Laschet oder die heuchlerischen Empörlinge, die nur darauf lauern Fehler und menschliches Versagen zu ihren Gunsten zu nutzen. Sind sie doch alle scheinbar ohne Fehl und Tadel und können deshalb auch vorurteilsfrei über andere richten. Ich selbst war erst mal ohne Wissen des Hintergrunds natürlich auch ziemlich irritiert, habe mir inzwischen jedoch angewöhnt bei solchen Vorkommnissen mich jeweils selbst zu fragen, wie ich reagiert hätte bzw. wie souverän mein Handeln oder Reaktion wäre. Ich denke jeder hat schon mal eine Situation erlebt in dem er verzweifelt versucht hat die Contenance zu wahren, man am liebsten Rotz und Wasser geheult hätte und jede "Ablenkung", sei sie noch so fragwürdig oder angebracht dankbar genutzt hat um die Fassung zu wahren. Dies stehe ich Jedem zu. MfG

Rob Schuberth | So., 18. Juli 2021 - 18:53

Für mich stellt sich zunächst die Frage war er, Laschet, der Witze-Reißer, oder hat er es sich nur nicht verkneifen können, trotz der aktuellen Situation zu Lachen?

Daran bestimmt sich der Grad seines Fehlverhaltens, denn egal wie er auch versuchen wird sich aus dieser Situation herauszuwinden, es bleibt dabei.

IN SO EINER LAGE LACHT MAN NICHT!
Schon gar nicht in verantwortungsvoller Situation.

Laschet ist halt ein Karnevalsprinz...nicht mehr u. nicht weniger und GANZ BESTIMMT K E I N KANZLER.

Wolfgang Jäger | So., 18. Juli 2021 - 19:13

Sie soll alle (Twitter, Facebook etc.) der Teufel holen!
Man sieht, wie erbarmungslos, gnadenlos und hinterlistig hier indirekt "Politik" gemacht wird. Emotinionalisierung, Ächtung, Ausgrenzung, soziale Ächtung, Denunziation, Diffamierung: Alles funktioniert prächtig. Man sehnt sich nach den Zeiten, wo es diesen Irrsinn noch nicht gab.

Maria Fischer | So., 18. Juli 2021 - 19:15

Lasst ihn doch für einen kurzen Augenblick lachen. Das ist menschlich.
Ich war am 14.7. in Köln.
Es war unfassbar, wie stark es geregnet hat.
Um ca. 8 Uhr am Morgen fing es an und hörte bis ca. 20 Uhr nicht mehr auf.
Ab Mittag war es für mich klar, dass das nicht gut gehen würde. Die Talsperren in der Umgebung waren schon vorher überlastet, der Boden, vom Dauerregen der vergangenen Tage, konnte nichts mehr aufnehmen.
Ich habe während des Tages offizielle Warnmeldung der Stadt für die zu erwartenden Situation vermisst.
Nichts geschah.
Das war ein Ereignis, vor dem man demütig wird.
Ich bin am Atlantik geboren. Man bekommt dort beigebracht, dass man der Natur mit Respekt begegnen soll: Sie ist immer und grundsätzlich stärker als man selbst.
Diese Demut vermisse ich bei den derzeitigen mehr oder weniger repräsentativen Äußerungen.
Für viele ist Natur, die Gemüsekiste vom Biobauern und „sie ist lieb, wenn man lieb zu ihr ist“.

Maria Fischer | So., 18. Juli 2021 - 19:17

Selbstverständlich ist es unsere Aufgabe die Natur zu schützen, aber zu glauben, dass man diese beherrschen kann, ist purer Größenwahn.
Einem solchen Naturschauspiel zuzuschauen schafft Assoziation, wenn man nicht gerade akut von den Folgen betroffen ist. Ich habe an diesem Tag vor allem an die Naturbeschreibungen von Edmund Burke und Gerhard Richter gedacht.
Viele denken eher an FFF, Kevin Kühnert oder Göring-Eckhardt.
Das unterscheidet uns.

Manfred Westphal | So., 18. Juli 2021 - 20:24

Sicherlich muss ein Herr Steinmeier oder Laschet sich soweit im Griff haben, dass bei solchen Reden nicht unangemessen gelacht wird, aber wir sind alle nur Menschen. Für viel bedenklicher halte ich die vielen Worthülsen und meist geheuchelte, übersteigerte Anteilnahme der offiziellen Reden....

Stefan Kreppel | So., 18. Juli 2021 - 22:16

Die Republik ist empört. Der Kanzlerkanidat lacht dort wo trauer verlangt wird. Seltsam. Ich empöre mich eher über Lockdown und Minuszinsen. Dazu gibt es allseitig Beifall. Irritierend

Jürgen Klemz | So., 18. Juli 2021 - 23:23

Ich tendiere zur ersten Option, was die Laschets und Baerbocks dieses Landes betrifft, sie haben nie und nimmer das Format eine, mittlerweile ehemalige, führende Industrienation zu regieren, im Leben nicht! Man sollte das Rednerpult im Bundestag durch eine Bütt ersetzen, es würde passen !

als Kanzler - mit recht, werter Herr Klemz.
Allerdings ist ein Olaf Scholz, der allem Anschein nach an einer Situations-Demenz leidet und mit Cum-Ex und Wirecard auch einige Schwergewichtige Skandale sein Eigen nennen darf auch kein passender Kandidat für das Kanzleramt. Es mangelt einfach an fähigen Leuten in allen Parteien und das macht Angst für die Zukunft hier.

Ingo Kampf | Mo., 19. Juli 2021 - 00:11

Meine Mutter, Jahrgang 1902, eine Preußin wie im Buche hätte nicht gelacht. Beherrschung in allen Lebenslagen wurde ihr anerzogen. Auch Bescheidenheit gehörte dazu. Ich durfte mit 19 Jahren im Jahr 1961 nicht mit meinem Auto, daß ich mir selbst zusammengebaut hatte, zur Musterung fahren. Grund: Ihr Bruder wäre 1914 auch nicht auf dem eigenen Pferd zur Musterung geritten. So eine pietistische Erziehung muß man sich mal verinnerlichen. Für uns Preußen waren die fröhlichen, katholischen Rheinländer immer fremd. Aber sie haben geringere Suizid-Raten. Sie können lachen, beichten und verzeihen. Herr Laschet wird aus der Brille der verbiesterten post-preußischen Medien betrachtet. Ich will sein Lachen an der falschen Stelle daher nicht zu hoch hängen. Eines aber ist klar: Merz hätte nicht gelacht sondern sich tierisch über den salbadernden Bundespräsidenten geärgert und dabei durchgerechnet, was das alles kosten wird. Vor dem Hintergrund ist es leicht, ein ernstes Gesicht zu behalten!

Heinrich Wolter | Mo., 19. Juli 2021 - 01:14

Das erste mal habe ich das Interview aus einem Kamerawinkel gesehen, in dem Laschet gar nicht zu sehen war. Dafür einige Helfer, die sich in bester Monty-Python-Manier ein Grinsen verkneifen mussten. Ich dachte mir, dass es doch schön ist, auch in tragischen Zeiten fröhliche Augenblicke zu erleben. Wenn ein Verantwortlicher teil solcher motivierender Szenen ist, finde ich das prinzipiell positiv. In dieser Situation war es aber schlicht unprofessionell von Laschet! Wenn ein Bundespräsident vor der Presse steht, dann steht ein Kanzlerkandidat andächtig dahinter und hört zu, selbst wenn er die Worte in dieser Situation akustisch gar nicht verstehen kann! Bei der Menge an Kameras weiß man, dass man irgendwo mal mit im Bild ist. Es wird sich zeigen, ob das Ereignis Laschet im Umgang mit Bildern sensibilisiert hat.

Reinhard Oldemeier | Mo., 19. Juli 2021 - 06:37

Die Medien wollen Schlagzeilen. Nun ist das Lachen in einer solchen Situation nicht angebracht. Aber im Grunde, was haben Politiker an Katastrophenorten wie diesen zu tun, außer Reden zu schwingen und den Helfern im Wege zu stehen. Helmut Schmidt hat noch den Hörer selbst in die Hand genommen und hat alles organisiert.
Der WDR z.B. war nicht mal in der Lage das Radioprogramm umzustellen, um die Menschen auf die Wetterlage vorzubereiten.
Nachdem die Katastrophe passiert ist kommen Sendungen nach dem Motto „es hat alles mit der Erderwärmung zu tun“. Indirekt soll das heissen nur die Grünen können uns retten. Obwohl Deutschland kaum Einfluss auf das Klima hat.
Den Menschen ist damit nicht geholfen. An sich ist es jetzt wichtiger für die Politik, solche Ereignisse zu analysieren und mit Fachleuten eine Lösung herbeizuführen. Die Fehler sind nämlich vorher gemacht worden. Unsere Infrastruktur ist marode. Das zeigte sich nicht nur jetzt, sondern auch schon in der Corona Pandemie.

Dieter Freundlieb | Mo., 19. Juli 2021 - 10:08

Was bei der heftigen Debatte über das unangebrachte Lachen von Herrn Laschet ganz unbeachtet bleibt, ist Folgendes.

Laschet ist klar, wie vielen anderen auch, dass öffentliche Beileidsbekundungen von Politikern ('es zerreißt mir das Herz') in der Mehrzahl keineswegs 'aus dem Herzen' kommen, sondern einfach Aussagen sind, die erwartet werden und deshalb auch gemacht werden. (Allerdings mit politisch motivierten Ausnahmen. Die Toten vom Breitscheidplatz haben Frau Merkel wenig gekümmert). Die Heuchelei von Politikern bei solchen Anlässen ist schon so sehr zur Normalität geworden, dass sie andere Politiker wie Laschet nicht von einem eigentlich unangebrachten Lachen abhalten können.

Günter Freiherr von Künsberg | Mo., 19. Juli 2021 - 17:20

Nicht Laschet hat sich disqualifiziert, sondern Diejenigen, die zur Kommentierung dieses Vorgangs beigetragen haben. Dies gilt vor allem den Medienvertretern, die moralingeschwängert unbedeutende Themen hoch kochen, um dem politischen Gegner zu schaden und den politischen Gleichgesinnten (Steinmeier) zu schonen. Irgendwie erinnert mich das an die offensichtlich nicht ganz unberechtigte Medienschelte des Thüringer CDU-Kandidaten Maaßen, der vielen Journalisten die Nähe zu linken Organisationen attestiert hat. Wenn es jemand beurteilen kann, dann derjenige, der lange Zeit von Amts wegen ein Auge darauf richten musste.
Erschreckend ist dann, wie viele Kommentierende (auch bei Cicero) sich von dieser Medienmasche anstecken lassen. Der Vorgang, der hier kommentiert wird es schlicht und ergreifend im wahrsten Sinne des Wortes lächerlich, und damit bei objektiver Betrachtung völlig unbedeutend.

Mark Wulf | Di., 20. Juli 2021 - 11:19

Was für eine alberne Empörung! Hätten wir bei der Sturmflut von 1962 bereits das Internet und allgegenwärtige Kameras gehabt, hätten wir bestimmt sogar ein Bild, wie das ernste Nordlicht Helmut Schmidt aufmunternd einen Helfer anlacht. Man mag von Laschet halten, was man will, aber ihn auf der Basis dieses Schnappschusses zu demontieren, ist einfach nur albern.